Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LEXI:
Gehe nicht ohne Bibel!
„Wenn wir mehr aufeinander hören und es wirklich zusammen machen, dann schaffen wir es. Von jetzt an sind wir das Superbruderteam.“
Jabando ist zwar nur ein Spiel, aber dieses Spiel hat es in sich.
Die beiden Brüder neun und zwölf Jahre alten Brüder Tom und Jojo begegnen dem schrulligen Herrn Munkel, der einen Trödelladen besitzt.
Als sie beobachten, wie etwas aus seinen Taschen auf die Straße fällt, folgen sie ihm kurzerhand, um ihm sein Eigentum wieder zurückzubringen. Doch der weißhaarige Alte mit den Lachfältchen und den neugierigen dunklen Augen macht ihnen diesen Gegenstand kurzerhand zum Geschenk, der sich als kleines graues Nintendo-Spiel ohne Bild und ohne Beschreibung entpuppt. Herr Munkel gibt ihnen in eindringlichen Worten die Ermahnung mit auf den Weg, auf die Bedienungsanleitung im Spiel zu achten, und niemals ohne die Bibel zu gehen. Nach anfänglichem Zögern siegt schließlich die Neugier, und den beiden Jungs öffnet sich ein Portal, hinter dem sich eine heiße, wüstenähnliche Gegend befindet. Sie nehmen ihren ganzen Mut zusammen und durchschreiten es, um sich danach im größten Abenteuer ihres Lebens wiederzufinden.
Annette Spratte hat in ihrem Jugendbuch „Jabando“ geschickt technische Errungenschaften unserer Zeit mit einer längst vergangenen Epoche verknüpft. Ihre beiden jugendlichen Protagonisten erhalten die einmalige Gelegenheit, in die Zeit von Jesu Wirken auf Erden versetzt zu werden, als Augenzeugen und Mitwirkende von beeindruckenden Szenen aus der Bibel. Nebenfiguren treten lediglich in Form der Eltern auf, ihnen wird keine allzu große Aufmerksamkeit zuteil. Bei den biblischen Figuren verhält es sich jedoch ein wenig anders. Hier erhält der junge Leser im Verlauf der Handlung ein paar Informationen zu diesen Personen, wobei auch deren Glaube, ihre Gedanken und Emotionen thematisiert werden.
Der Autorin ist ein sehr einnehmender und locker-leichter Schreibstil zu eigen. Sie vermittelt auf bildhafte und authentische Art und Weise ausgewählte Bibelgeschichten, die sie in einer der Zielgruppe angepassten Sprache erzählt. Die Handlung beinhaltet ab dem Durchschreiten des mysteriösen Portals auch einen gewissen Spannungsfaktor, und als Leser fragt man sich zum einen, was es mit diesem eigenartigen Spiel auf sich hat, und zum anderen, wie es den Brüdern wohl gelingen wird, alle Level zu bestehen, um wieder in ihre eigene Welt zurückzukehren.
Die optische Aufmachung dieses Buches fand ich hervorragend. Bereits das Cover weckt durch die farbenfrohen Illustrationen von Daniel Fernández die Aufmerksamkeit des Betrachters. Die Abenteuer von Tom & Jojo im Inhalt werden durch Schwarz-Weiß-Zeichnungen aufgelockert. Die Spielanleitungen des Nintendos sind in Form von grau hinterlegten Kästchen dargestellt, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Die angenehme Schriftgröße und die entsprechenden Zeilenabstände machten das Lesen zu einem reinen Vergnügen.
Fazit: Annette Spratte ist in dieser Geschichte eindrucksvoll gelungen, jugendliche Leser zu einem aufregenden Abenteuer einzuladen und ihnen dabei biblische Inhalte nahezubringen. Sie weist auf den hohen Stellenwert von Gottes Wort in unser aller Leben hin und gibt kluge Lebensweisheiten mit auf den Weg.
„Überlegt gut, was ihr sagt, denn Worte sind mächtiger als man oft meint. Wer seine Zunge beherrscht, der kann auch seinen ganzen Körper beherrschen.“
„Jabando“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich bin schon gespannt auf die im Buch angekündigte Fortsetzung!
Rezensionen von LEXI:
Eine Schlacht um Kreuz oder Koran – verloren in der Zeit!
Schwert der Hoffnung von Tanja Riegel
Edward Crowe ist Anführer einer kriminellen Jugendbande in London und soll auf dem Anwesen seines Großvaters in Frankreich ein wenig arbeiten und wieder auf die richtige Bahn gelenkt werden. Edward versteht es meisterhaft, seine Gefühle zu verbergen – er verkörpert einen verwegenen und gutaussehenden Draufgänger und legt zudem ein überhebliches Macho-Gehabe an den Tag.
Anna Ravin verbrachte als Tochter des Gärtners ihr gesamtes Leben auf dem Landgut der Martinières. Die ruhige und friedfertige Französin mit dem dunklen Haar und den großen braunen Augen möchte Medizin studieren. Anna wird von ihrer Familie über alles geliebt, hält sich selbst jedoch für gewöhnlich und langweilig.
Als diese beiden konträren jungen Menschen zu einer gemeinsamen Entrümpelungsaktion im Schuppen von Grandpère verdonnert werden, entdecken sie in einer unterirdischen Höhle eine Truhe mit einem mit Edelsteinen besetzten Dolch, ein verrostetes Schwert sowie ein Tagebuch, das vor über 450 Jahren geschrieben wurde. Die Initialen „Jean P.V.“ auf dem Schwert deuten darauf hin, dass es einmal einem der Vorfahren der Martinières gehörte. Als die beiden jedoch das geheimnisvolle Schwert berühren, werden sie an einen anderen Ort und in eine andere Zeit katapultiert: sie finden sich im Malta des Jahres 1563 wieder. Anna und Edward müssen sich dieser völlig fremden Umgebung anpassen, sich unter den Rittern des Johanniterordens, den Schwertkämpfern und der drohenden Gewalt der Osmanen zurechtfinden und darüber hinaus nach einer Möglichkeit suchen, in ihr Leben und in ihre Zeit zurückzukehren. Dass Edward Anna als lästiges, langweiliges Mädchen und graue Maus, sich selbst auch noch als Versager betrachtet, trägt nicht gerade dazu bei, ihr Unternehmen zum Erfolg zu führen. Sie werden in aufregende, turbulente und zum Teil sehr gefährliche Abenteuer involviert und die Hoffnung auf eine Rückkehr scheint in unerreichbare Ferne zu rücken.
Mit der vorliegenden Neuerscheinung von Tanja Riegel beschäftigte ich mich nach sehr langer Zeit wieder mit dem Thema „Zeitreise“. Die Autorin siedelte ihren Roman im sechzehnten Jahrhundert an und thematisiert abgesehen von dem kurzen Einstieg sowie der allerletzten Buchseite ausschließlich Ereignisse im Malta des Jahres 1563 bis 1564. Zwei junge Menschen mit völlig unterschiedlichem Hintergrund und ziemlich konträrem Lebensplan sind durch einen Sprung durch die Zeit plötzlich aufeinander angewiesen. Während Anna ihr behütetes und geordnetes Leben im Schoß ihrer liebevollen Familie schmerzlich vermisst, gibt es in Edwards Leben niemanden, der ihm wirklich nahe ist. Im Verlauf der Handlung reflektiert er sein Leben, gewinnt tiefe Erkenntnisse und lässt nach und nach zu, dass Annas unerschütterlicher Glaube an Gott auch ihn immer mehr berührt. Edward und Anna finden in den ehrenvollen Rittern der Johanniter und deren Umfeld treue Freunde, die ihr Leben dem Kampf für den Glauben verschrieben haben. Die Autorin versteht es, historische Ereignisse auf wunderschöne Art und Weise mit einer Liebesgeschichte und der Geschichte von Kameradschaft und Freundschaft zu verweben. Die Ereignisse sowie das Leben im Malta im sechzehnten Jahrhundert wurden überzeugend dargebracht und Tanja Riegels einnehmender Schreibstil und die bildhaften Beschreibungen vermochten es, mich tief in die Handlung einzubeziehen.
Durch die drohende Gefahr eines kurz bevorstehenden Angriffs der Osmanen und der Entschlossenheit der Ritter des Johanniterordens, ihre Insel und ihren Glauben bis zu ihrem letzten Atemzug zu verteidigen, wurde ein hoher Spannungsbogen aufgebaut, der in einem Großangriff auf St. Elmo seinen Höhepunkt fand. Man bangt als Leser zudem mit den beiden sympathischen Protagonisten angesichts ihrer verzweifelten Versuche, eine Möglichkeit zur Rückkehr ins Jahr 2017 zu finden.
Die Autorin beschränkt sich neben ihren beiden Protagonisten Anna Ravin und Edward Crowe alias Edward de la Martignière auf eine überschaubare Anzahl von Nebenfiguren, widmet sich dieser jedoch ausführlich und detailgetreu. Die authentische Darstellung der handelnden Figuren und besonders die charakterliche und geistliche Entwicklung des männlichen Protagonisten Edward im Verlauf dieses Buches empfand ich als sehr überzeugend. Durch die Wiedergabe historischer Begebenheiten während der großen Invasion der Osmanen sowie die Einbindung historisch belegter Persönlichkeiten wie beispielsweise den Großmeister des Malteserordens, Jean Parisot de la Valette, konnte ich für meine Person zudem auch Neues und Wissenswertes erfahren.
FAZIT: „Schwert der Hoffnung“ war ein sehr interessantes, unterhaltsames und überraschend tiefgründiges Buch, das mir ausgezeichnet gefallen hat. Die historischen Fakten um die Ritter der Johanniter sowie die große Invasion der Osmanen mit der Belagerung Maltas boten einen höchst interessanten und geschichtsträchtigen Hintergrund, der diese Lektüre zusammen mit dem hohen Stellenwert des christlichen Glaubens diese Lektüre zu einem intensiven und spannenden Abenteuer machte.
Rezensionen von LEXI:
Weil das Leben kurz, und die Zeit kostbar ist
Du bleibst an meiner Seite (3) von Sharon Garlough Brown
Mit dieser Neuerscheinung präsentiert Sharon Garlough Brown den dritten Band ihrer Buchreihe und führt die Geschichte der vier Freundinnen Meg Crane, Hannah Shepley, Mara Garrison und Charissa Sinclair fort. Seit ihrem Kennenlernen im New Hope-Einkehrzentrum sind diese so unterschiedlichen Frauen wie Schwestern füreinander geworden, eine innige Freundschaft und ihr gemeinsamer Glaube verbindet sie.
Im vorliegenden Folgeband stehen den Frauen jeweils größere Veränderungen in ihrem Leben bevor und sie müssen Entscheidungen treffen. Während Maras untreuer Ehemann die Scheidung eingereicht hat und nicht davon ablässt, sie auch weiterhin klein zu machen und zu demütigen, sehnt Hannah sich nach einer Ehe mit Nathan. Megs Sorgen um ihre Tochter Rebecca sind nach ihrem Besuch in England nur noch größer geworden und sie leidet an der Entfremdung zu ihrem einzigen Kind. Meg vermisst zudem ihren in jungen Jahren verunglückten Ehemann Jim immer noch schmerzlich. Er war die Liebe ihres Lebens, durfte die Geburt seiner Tochter jedoch nicht mehr erleben. Doch auch Charissa Sinclair stehen große Veränderungen bevor. Sie ist hochschwanger und wird in Kürze gemeinsam mit ihrem Ehemann John ihr erstes eigenes Haus beziehen. Charissa kämpft gegen ihre Ichbezogenheit, ihren Perfektionismus sowie ihre Sucht nach Anerkennung und Ruhm.
Sharon Garlough Brown schreibt eindringlich, mitreißend und mit unglaublichem Gefühl, sorgt stets für starke emotionale Momente. Ein tiefer und unerschütterlicher Glaube durchdringt zudem das gesamte Buch. Die Gedanken und Gebete, die inneren Konflikte der Frauen, Tagebucheinträge und Gespräche wurden im Buch in kursiver Schrift dargestellt. Die exzellent ausgearbeiteten Charaktere weisen eine ergreifende Authentizität auf und nahmen mich ein weiteres Stück auf ihrer Reise mit, auf ihrem Entwicklungsprozess als Persönlichkeiten, deren Stärke in erster Linie in ihrem Glauben an Gott begründet ist. Zur näheren Beschäftigung mit den Gebetstagebüchern der Protagonistinnen stellt die Autorin ihren Lesern im Anhang einen Leitfaden für Gebets- und Gesprächsrunden zur Verfügung.
Fazit: Ebenso wie die beiden Vorgänger war auch dieses dritte Buch über die Glaubensreise von Hannah, Meg, Mara und Charissa ein herausragendes und überwältigendes Lesehighlight für mich. Ich empfinde Sharon Garlough Brown bereits seit der Lektüre ihres ersten Buches als Garant für wertvolle und tiefgründige christliche Romane. Mit „Du bleibst an meiner Seite“ hat sie erneut all meine Erwartungen erfüllt. Ich kann diese gesamte Buchreihe uneingeschränkt weiterempfehlen, möchte potenziellen Lesern zum besseren Verständnis jedoch dringend die Einhaltung der Reihenfolge ans Herz legen:
1. Band – „Unterwegs mit dir“
2. Band – „Weil du mit mir gehst“
3. Band – „Du bleibst an meiner Seite“
Rezensionen von yellowdog:
Literarischer Thriller aus Südkorea
Die Plotter von Un-Su Kim
Die Plotter ist ein spannender Roman aus Südkorea.
Die ausdrucksvolle bildliche Sprache des koreanischen Autors erinnert mich weniger an die Filme von Kim Ki-Duk, die ich auch sehr schätze als an die Wucht des frühen John Woo (Bullet in the Head, Hardboiled).
Die mafiösen Kreise, die das Leben des 32jährigen Auftragskillers Raeseng bestimmen, waren immer Teil seines Lebens.
Raeseng wurde als Baby in einer Mülltonne gefunden und dann von Old Raccoon adoptiert. So war sein Leben vorbestimmt. Er führt die Befehle aus. Die Auftragskiller sind seine einzige Familie.
Der Autor macht aber auch deutlich, dass gesellschaftliche Misstände mitverantwortlich sind, die als Überbleibsel der südkoreanischen Militärdiktatur entstanden.
Die Tatsache, dass Raeseng sich sein Leben nicht selbst ausgesucht hat, lässt den Leser mit der Figur fühlen. Ein mal als er Anfang Zwanzig war, versuchte er auszubrechen und als Fabrikarbeiter ein bürgerliches Leben zu führen, doch letztlich konnte er seiner Bestimmung nicht entkommen und kehrte zurück.
Un-Su Kim schafft es auf verschiedene Art, Atmosphäre aufzubauen, zum Beispiel mit sparsam verteilten effektvollen Action-Szenen, aber auch mit ungewöhnlichen Schauplätzen wie das Dog House, die Bibliothek von Old Raccoon, in der sich Raeseng gerne zurückzieht. Eine große Stärke sind auch die intensiv ausgestalteten Dialoge, die von Ironie und Fatalismus geprägt sind. Keine der Figuren glaubt, seinem Schicksal entgehen zu können.
Es ist ebenfalls beeindruckend, was für eine komplexe Geschichte sich schließlich entwickelt.
Rezensionen von C. P.:
Faszinierende Fantasy mit altrömischem Charme
Bestias Die Bestien Chroniken von Greg Walters
Mörderische Bestien kamen einst über die Welt und brachten den Tod für den Großteil der Menschheit. Davon berichten die Bestien-Chroniken, dereinst von mutigen Überlebenden aufgezeichnet. Keiner weiß, woher die Bestien kamen - oder warum. Einzig in der Stadt Kol lebt man durch eine magische Kuppel geschützt vor diesen Kreaturen, während ausserhalb der Stadt weiterhin Menschen ums Überleben gegen gefährliche Bestien kämpfen.
Doch auch in der scheinbar sicheren Metropole ist das Leben nicht ungefährlich, denn der größte Feind ist immernoch der Mensch. Dies ist die Geschichte von vier Aussenseitern, welche im Kampf gegen das Böse antreten...
Bestias ist der erste Teil einer Trilogie um die Bestien-Chroniken, welche in einer Welt angesiedelt ist, die stark an das alte Römische Reich erinnert. Nach und nach lernt man die Hauptfiguren kennen, deren Schicksale sich schon bald in der Metropole Kol kreuzen. Da wäre zum einen das Straßenkind Tarl, den man nicht nur als Leser einfach gern haben muss und der eine mächtige Gabe in sich trägt. Die Magistudentin Ceres, der ihr Stottern einen gewaltigen Strich durch die Zauberer-Karriere zieht. Barbar Balger, welcher ausserhalb von Kol lebt und intelligenter ist als so manch ein nicht-barbarischer Stadtbewohner. Und Magnus, bei dem die Schicksale der vier Helden schon bald zusammenlaufen. Sehr interessant fand ich, wie vor jedem Kapitel ein Auszug aus den Bestien-Chroniken nach und nach schildert, wie alles begann, wie die Bestien das Grauen über die Menschen brachten und die Chronisten in die Stadt Kol flüchteten, in welcher sie sich anfangs sicher glaubten. Zudem hält der Autor sich nicht allzu lang mit Beschreibungen der Umgebung auf sondern nutzt geschickt Andeutungen und Schlüsselworte, um eine Vorstellung der Stadt Kol oder des Umlands im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Dies ist ihm für meinen Geschmack hervorragend gelungen, so dass Greg Walters sich mehr auf die Handlung statt auf die Beschreibung von Stadt und Land konzentrieren kann. Und Handlung gibt es bereits im ersten Band jede Menge. Die vier Helden wachsen nach und nach zu einem Team zusammen und müssen während ihres gemeinsamen Abenteuers mehrmals um ihr Leben bangen. Ebenso lernt man die verschiedenen Monsterarten kennen, wobei das fünfte Monster - neben dem Monster Mensch - das gefährlichste ist. Mir hat die Mischung aus Macht und Intrigen, Vertrauen und Verrat, Magie und Gefahr sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was die Freunde im nächsten Teil der Trilogie erwarten wird.
Gelesen wird das Hörbuch von Marco Sven Reinbold. Geschickt schafft er es, den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen, was besonders bei der stotternden Ceres hervorragend gelungen ist. Hut ab! Nach einer kurzen musikalischen Einleitung, welche mich hervorragend auf das Hörbuch einstimmte, zog Marco Sven Reinbold mich förmlich in seinen Bann. Vor allem von dem Punkt an, als die vier Hauptcharaktere aufeinander treffen, wollte ich das Hörbuch vor lauter Spannung gar nicht mehr ausschalten. Ein wunderschönes Fantasyabenteuer mit leicht altrömischem Charme, ich kann es einfach nur weiterempfehlen!
Rezensionen von BarbaraM:
Absolut hörenswert! Eine unfassbar tolle Weihnachtsgeschichte!
Das letzte Schaf von Ulrich Hub
Das Hörbuch „Das letzte Schaf“ von Ulrich Hub ist 2018 im Silberfischverlag erschienen und umfasst 1 CD mit einer Laufzeit von 56 genialen und hintersinnigen Minuten. Gesprochen wird die Geschichte von Autor selbst.
Doch um was geht es?
Eine Schafherde vermisst eines Nachts ihre Hirten und ganz aufgebracht machen sie sich auf den Weg zum Kind in der Krippe, denn sie haben in Erfahrung gebracht, dass dort wohl auch ihre Hirten zu finden sind.
Auf dem Weg dorthin passieren ganz unterschiedliche Sachen und irgendwann kommt auch die Frage auf „Was schenken wir denn dem Kind in der Krippe?“. Eine Lösung wird gefunden – mehr wird nicht verraten.
Ulrich Hub spricht die Geschichte so toll: spannend, lustig und originell!! Er schlüpft gekonnt in jede Rolle ob zahnspanngentragendes Schaf, Ziege, Esel, Wolf usw. und man merkt, dass ihm die "Arbeit" richtig Spaß gemacht hat.
Fazit: Meine Tochter und ich sind total begeistert. Wir haben immer wieder geschmunzelt und gelacht beim Hören und konnten einfach nicht genug bekommen.
Die Weihnachtsgeschichte so humorvoll und hintersinnig von Ulrich Hub interpretiert, ist wirklich ein tolles und ganz wunderbares Hörabenteuer.
Wir empfehlen es sehr gerne für Leute ab 8 Jahren weiter!
Fröhliche Weihnachten!
Rezensionen von rewareni:
Liebe bis in den Tod
Orpheus von Salih Jamal
Der Rock- und Bluessänger Orpheus, der den mächtigen und gefürchteten Zeus, als Großvater hat, schlägt sich gelangweilt durch sein Leben. Der Alkohol ist sein Freund und mit Gelegenheitsjobs hält er sich übers Wasser. Doch plötzlich schlägt wie Blitz und Donner die Liebe bei ihm ein in der Gestalt von Nienke, die noch dazu als Anwältin im Unternehmen seines Großvaters arbeitet.
Ihre große und unbeschreibliche Liebe währt aber nicht lange, als Nienke Unterlagen findet in denen hervorgeht, dass Zeus vor vielen Jahren in einen Mord an einer jungen Frau verwickelt sein könnte. Orpheus ist zu allem bereit seine Freundin zu beschützen, doch das Schicksal hat bereits unerbittlich zugeschlagen, als Nienke plötzlich verschwindet. Sein Onkel Dino ist der einzige, der seinen Seelenschmerz nachvollziehen kann und ihm bei der Suche nach Nienke hilft. Immer tiefer wird nun Orpheus in einen Sog hineingezogen, der ihn an den Rande des Abgrundes bringt. Sein Leben zerfällt immer mehr und am Ende wird er feststellen, dass seine Liebe zu Nienke unendlich ist.
Der Autor Salih Jamal führt den Leser mit seinem zweiten Roman ,,Orpheus- Musik, Liebe, Tod´´, angelehnt an die Liebesgeschichte aus der griechischen Mythologie zwischen Orpheus und Eurydike, in eine Welt in der Hass, Zynismus, Verachtung , Intrigen und Verrat einer tiefen und ehrlichen Liebe, keine Chance geben.
In einer bildhaften, romantischen und tiefgründigen Sprache, bezaubert der Autor das Leserherz:
,, Erinnerung passiert immer in der Gegenwart und man verlässt nur in Gedanken die Wirklichkeit, um zurückzuschauen.´´
,, Tage, an denen man nichts tut, sind Tage, die einem nichts tun.´´
Salih Jamal spielt gnadenlos wie mit Marionetten mit seinen Protagonisten und zieht dabei unsichtbar an den Fäden. Er lässt Orpheus leiden und lieben, hoffen und bangen. Gnadenlos beschreibt er Szenen, die einem ob der Brutalität den Atem anhalten lassen und trotzdem, muss man einfach weiterlesen, weil eine andere, harmlosere Beschreibung gar nicht dazu gepasst hätte. Egal ob Zeus oder seine Frau Hera auf der Bildfläche erscheinen, sie nehmen den Leser gefangen, weil der Autor sich nicht scheut ihre menschlichen Schwächen unerbittlich und grausam darzustellen.
Jedes Kapitel trägt den Titel eines Musikstückes, das kongnial zu der jeweilgen Geschichte passt. Egal ob die Titel von Pink Floyd, ABBA, Beethoven, Puccini…stammen, Salih Jamal hat sie wunderbar einfließen lassen und nettwerweise eine Playlist zum Buch auf YouTube hinterlegt.
Eine tragische Liebes- und Familiengeschichte, wo der Autor aufzeigt, dass man zwar manche Lebenswege selbständig gehen kann, aber andere dafür vorbestimmt sind.
Zeus als Familienoberhaupt, der hart und unerbittlich sowohl gegen seine Feinde als auch gegen sein eigenes Fleisch und Blut handelt, ist zu allem bereit, wenn er sich bedrohl fühlt. Selbst bei unsympathischen Figuren schafft es Salih Jamal immer wieder, dass er ihre Schwächen, ihre Ängste, ihre Wünsche und Sehnsüchte so menschlich rüberbringt, dass ich sogar manachmal Mitleid mit ihnen empfunden habe.
Ebenso natürlich auch mit Orpheus und Dino, die im Grunde ihr ganzes Leben immer auf der Suche waren nach Liebe und Glück und einfach jemanden finden wollten, mit dem sie Freude und Leid teilen können.
War der erste Roman des Autors ,, Briefe an die grüne Fee´´ schon ein kleiner literarischer Leckerbissen, so ist ihm mit ,, Orpheus´´ eine kulinarische Leseköstlichkeit gelungen, die man langsam und genussvoll mit Herz und Seele genießen sollte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Starke Frauen
Goldfields von Izabelle Jardin
Ich liebe die Romane von Izabelle Jardin, bei denen ich die Figuren nicht nur in der Gegenwart sondern auch in der Vergangenheit begleiten darf. Auch mit dieser Geschichte hat mich die Autorin sofort gefangen, gefesselt und absolut begeistert.
Robin Alexander ist verheiratet, Mutter eines Sohnes, vor allem sehr zielstrebig und ehrgeizig.
Als sie bei einer Beförderung mal wieder übergangen wird, weil sie noch im gebärfähigen Alter ist, schmeißt sie ihren Job hin. Zuhause allerdings fühlt sie sich total unterfordert, was das Privatleben sehr belastet. Bei einem Sommerfest auf einem alten englischen Landsitz lernt sie Margaret Thornton kennen, die ihr die Geschichte ihrer Großmutter Beatrice Ames erzählt, die im Jahr 1851 in London beginnt.
Beatrice Ames, eine willensstarke, rebellische, verletzliche junge Frau, die für die Gleichstellung der Frauen kämpft, wird von ihrem intriganten und unsympathischen Bruder nach Australien verbannt. Auch auf der Überfahrt lässt sie nicht ab von ihrem Kampf für die Schwachen und Unterdrückten. Und in ihrer neuen Heimat zeigt sie sich weiterhin unbeugsam und scheut sich auch nicht für ihre Anliegen als Mann aufzutreten.
Bei Izabelle Jardin sind es nicht nur die Hauptfiguren, die mich anziehen. Gerade die Nebendarsteller machen die Geschichte erst interessant und rund. Hier begegne ich auch Faye und Constantin wieder, die ich bereits in „Funkenflug“ kennengelernt habe. Und Beatrice, die dort eine Nebenrolle gespielt hat, bekommt hier nun ihren großen Auftritt. Das sind für mich immer diese „ah, wie schön“-Momente, bei denen ich mich noch mehr in die Geschichte hineingezogen fühle.
Alle Figuren haben ihre Eigenarten, ihre Ecke und Kanten, sind gut vorstellbar gezeichnet und ich kann ihr Tun und Handeln und ihre Gedanken sehr gut nachvollziehen. Die meisten sind mir sofort sympathisch. Aber es gibt auch den ein oder anderen Charakter, der es nicht schafft, mich für ihn einzunehmen.
Dies ist in erster Linie kein Liebesroman. Er zeigt die Stärken, die Hoffnungen und Träume, die Krisen und den Kampf um Gleichberechtigung einer jungen Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Wenn ich das lese, bin ich immer wieder froh in der Jetztzeit geboren zu sein.
Ich liebe den Schreib- und Erzählstil der Autorin. Sie versteht es mit Worten zu jonglieren und mir damit jede Szene der Handlung direkt vor Augen zu führen. Vor allem trifft sie auch meine emotionale Seite, bei der sich auch mal ein Tränchen raus gedrückt hat. Beim Lesen ihrer Bücher vergesse ich Raum und Zeit und lass mich einfach in eine andere Welt entführen.
Die Geschichte in der Gegenwart erzählt Robin in der Ich-Form, die Vergangenheit gibt Margaret Thornton weiter. Hier wie da fühle ich mich mitgenommen und reingezogen in die jeweilige Epoche.
Das Ende hat mich auch hier wieder total begeistert und ich habe mir die großen Augen von Constantins Vater vorgestellt, der nun hoffentlich zufriedengestellt ist und seine Schwiegertochter Faye akzeptiert.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und aufzeigt, was Frauen alles bewirken können und wie weit wir mit unserem Kampf um Gleichberechtigung schon gekommen sind. Und das wir nie aufgeben dürfen.
Rezensionen von Lilli33:
Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte und noch viel mehr
Goldfields von Izabelle Jardin
Inhalt:
Die siebzehnjährige Alvie lebt allein, allerdings unter der Obhut des Staates. So schnell wie möglich will sie die vorzeitige Mündigkeit erreichen, um endlich tun und lassen zu können, was sie mag. Doch dazu muss sie beweisen, dass sie normal ist, dass sie sich im Griff hat. Und das fällt einem Menschen mit Asperger-Syndrom manchmal sehr schwer.
Schon immer hatte das Mädchen Probleme mit sozialen Interaktionen; Gefühle und Verhaltensweisen von Menschen sind für sie meist schwer zu durchschauen. Da verhalten sich Tiere doch wesentlich klarer, und so ist es kein Wunder, dass sie ihren Job im Zoo sehr gerne ausübt. Bei ihren Mitmenschen eckt sie immer wieder an - nicht so bei Stanley, den sie eines Tages im Park kennenlernt, natürlich ganz auf Alvie-Art. Ihn hat Alvie dazu auserkoren, mit ihr zu schlafen. Denn auch wenn sie es mit Gefühlen nicht so hat, der Akt des Beischlafs sollte wohl kein Problem darstellen. Schließlich hat Alvie sich Anschauungsmaterial besorgt …
Meine Meinung:
Ich mag Protagonisten, die aus der Masse herausstechen, die etwas ganz Besonderes sind, die Probleme haben, die der größte Teil der Menschheit nicht hat. Mit Alvie und Stanley haben wir hier genau zwei solche Charaktere. Beide sind vielschichtig angelegt und sehr tiefgründig ausgearbeitet. Ich konnte ihre Handlungsweisen immer gut nachvollziehen, auch wenn es einem im ersten Moment etwas verquer vorkommen mag. Äußerst einfühlsam beschreibt A.J. Steiger die beiden jungen Menschen, ihre Probleme und Ängste, ihre Hoffnungen und Wünsche. Dabei gefiel mir vor allem die trockene Art, wie Alvie über verschiedene Verhaltensweisen spricht. Hier wird alles auf eine rein naturwissenschaftliche Ebene herabgebrochen, was einen schon zum Schmunzeln bringen kann, obwohl die Geschichte eigentlich sehr ernst ist. Aber gerade diese Mischung macht den Reiz des Romans aus. Ich habe viel über Asperger und Stanleys Gebrechen gelernt, mich aber auch immer wieder amüsiert.
Beide Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie hatten und haben es nicht leicht im Leben, sind aber Kämpfer, die sich alle Sympathien des Lesers verdienen. Und schnell wird auch klar, dass in der Vergangenheit etwas passiert sein muss, das Alvie heute noch zu schaffen macht. So ist die Geschichte auch sehr spannend. Super gefühlvoll ist sie auch, denn auch wenn Alvie Gefühle nicht deuten kann, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht selbst welche hat. Es ist einfach wunderschön, diese beiden auf ihrem komplizierten Weg zueinander zu begleiten.
Fazit:
Ein warmherziger, gefühlvoller und lehrreicher Jugendroman, der genauso gut Erwachsene begeistern kann. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!
Rezensionen von Meli:
Schöner Abschluss mit mittelmäßigem Ende
Der letzte erste Song von Bianca Iosivoni
Protagonisten
Grace wird seit Jahren von ihrer Mutter zu Wettbewerben gezwungen, auf die sie nicht wirklich Lust hat. Dafür muss sie sich in Form halten und muss sich selbst bei knappem Normalgewicht Sprüche über ihre angeblich imperfekte Form anhören. Das nagt natürlich an ihrem Selbstwertgefühl und darum studiert sie auch so weit weg von Zuhause.
So sehr sie sich auch Mühe gibt, ein normales Leben zu führen und sich von den Idealen ihrer Mutter loszusagen, handelt sie schon oft nach alten Verhaltensmustern und mit Selbstzweifeln und bittet deswegen Mason um ein Work-Out, das sie in Form bringen soll.
Die beiden waren in den Vorgängern wohl kaum meine Favoriten, aber hier erfährt man nun auch, warum sie so sind wie man sie kennt. Dazu gehört auch Masons On-Off-Beziehung zu Jenny, auf die er immer wartet und die er mit offenen Armen begrüßt, wenn sie von ihren Reisen zurückkehrt. Er hat sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr ausgemalt und will diese Träume einfach nicht aufgeben.
Beide haben also ihre Probleme und außerdem: Beide sind in einer Beziehung. Wie glücklich sie sind, sei jetzt erstmal unwichtig. Als Leser will man natürlich die Hauptcharaktere zusammen sehen und fragt sich, wie sie sich trennen werden und ob sie etwas erleben, während sie noch in Beziehungen sind. Das war auf jeden Fall ein interessanter Ausgangspunkt.
Auch die anderen bekannten Charaktere tauchen auf und versüßen dem Leser mit ihrem dynamischen Freundeskreis das Buch. Das erste Paar der Reihe Dylan und Emery spielen noch eine besondere Rolle, weil ihre Beziehung vom Leben auf die Probe gestellt wird. Das gibt dem Buch nochmal eine realistische Seite.
Handlung und Schreibstil
Mason und Grace sind schon ein süßes Paar und nach einigen kleinen Szenen in den Vorgängern habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut und hatte auch kein Erwartungen an eine spannende Geschichte. Die ersten drei Viertel haben mir auch gut gefallen und ich habe noch einen Knall mit gelüfteten Geheimnissen, Ex-Liebhabern oder andere dramatische Handlungen erwartet und dann hat mich das Ende doch enttäuscht, weil es eine andere Art Drama bot und sich etwas seltsam lasch entwickelt hat. Und ich hatte das Gefühl, dass noch etwas gefehlt hätte, weil alles plötzlich so schnell ging mit Tagen zwischen einzelnen Kapiteln.
Fazit
Insgesamt hat mir mit "Der letzte erste Song" das Finale der Firsts-Reihe ganz gut gefallen. Die Geschichte war schon süß und brachte den Fans der Reihe einen schönen Abschluss. Ich fand es nur leider ähnlich vorhersehbar wie die Vorgänger und das Ende konnte mich leider kaum begeistern.









