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Rezensionen von verhei:

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es wird wieder international mit Richard Osman

Wir jagen Schatten von Richard Osman

Alles beginnt mit dem Mord an einem Bodyguard – hier der Bodyguard von Vern Blackwood auf den Stufen seiner toskanischen Villa. Hat dies mit seinem Geschäft mit in Wirklichkeit unwirksamen Vitaminen und Supplements zu tun? Denn immerhin findet sich in der Tasche des Bodyguards ein Zettel mit dem Namen seines größten Rivalen.

Eigentlich gibt es eine Abmachung, dass sie einander in Ruhe lassen. Könnte man dies jetzt nicht als Drohung verstehen? Er engagiert die Detektei „Wir finden Mörder“ rund um den Ex-Cop Steeve Wheeler, der Personenschützerin Amy und der Thrillerautorin Rosie D’Antonio.

Wie schon im Vorgängerband „Wir finden Mörder“ ist auch dieser Band eher international ausgerichtet – Palm Springs, Barcelona und eben die Toskana. Man jagt durch die Weltgeschichte, ein großer Unterschied zur Donnerstagsmordclub- Reihe. Und keine Sorge, er lässt sich auch gut ohne Kenntnis des Vorgängerbandes lesen.

Ein großes Highlight der Reihe sind wie ich finde die außergewöhnlichen Charaktere. Alle sind etwas skurril, ja fast schon überzeichnet. Sie unterhalten aber gerade deswegen umso mehr, wenn sie aufeinandertreffen. Steeve ist der ruhige und ausgleichende Part. Amy, Steeve Wheelers Schweigertochter, ist die Personenschützerin und ein Adrenalinjunkie und mitten im Geschehen. In diesem Band erfährt man etwas mehr über ihre Vergangenheit, die sie in nicht so freundlichen Pflegefamilien verbracht hat. Rosie lebt ihr Promileben und die Überholspur mit ihren Alkohol- und Liebesgeschichten, die immer wieder unterhalten. Doch auch der Kriminelle Vern Blackwood, der gar kein so böser Krimineller ist, wie er selbst mein, ist unterhaltsam getroffen.

Auch in diesem Buch findet man Richard Osmans typischen Schreibstil wieder. Ein flüssiger, leichtfüßiger Schreibstil mit viel trockenem, britischem Humor. Man findet viele spritzige und humorvolle Dialoge. Die Charaktere bekommen Tiefgang und Charme, auch wenn sie etwas überzeichnet sind.
Für einen Krimi dürfen natürlich nicht die Wendungen und unerwarteten Ereignisse fehlen. Viele frische Spuren werden präsentiert, so dass eine gewisse Spannung konstant aufrecht bleibt. Manchmal nur nehmen Nebenstränge etwas mehr Raum ein, als dem Tempo gut tut.

Wieder ein gelungener Krimi von Richard Osman, der im Gegensatz zur Donnerstagsmordsclub-Reihe internationaler und etwas skurriler ist. Ich hoffe auf weitere in diesem Setting.

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es wird wieder international mit Richard Osman

Rezensionen von Bibibabby:

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Schöne Botschaft, mit kleiner Schwäche

Liebe findet dich von Vern Kousky

Ich war auf dieses Buch richtig neugierig, weil das Cover und der Titel so vielversprechend aussahen.  Leider muss ich sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht komplet getroffen hat.
Die Geschichte fängt ziemlich lustig an:  Oskar mag die Liebe nicht. Er hält die am liebsten ganz fern. Dafür holt er sich sogar einen Hund, damit et die Liebe anknurren, anbellen und verjagen kann.

Und am Ende des Tages bekommt der Hund eine kleine Belohnung.
Man seht schon, wohin die Handlung führt. 
Die Geschichte ist prägnant erzählt. Die Texte sind kurz und klar, und die Bilder sind farbenfroh und sehr schön gemalt. Das Einzige, was verbessert werden könnte, ist das Ende, das ziemlich abrupt kommt.  Ich finde, es könnten noch ein paar Seiten dazukommen, um die Geschichte richtig abzuschließen. 
Mein Kleiner ist fünf und war ein bisschen verwirrt, warum Oskar die Liebe fernhalten wollte. Ich denke, dass diese Geschichte für jüngere Kinder etwas ungeeignet ist, wenn sie nicht verstehen können, dass es Oskar sich an snag Anfang wünscht, eigentlich nicht so gut ist.

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Schöne Botschaft, mit kleiner Schwäche

Rezensionen von peedee:

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Spiel oder tödlicher Ernst?

Falsches Spiel im Herrenhaus – Ein Weihnachtskrimi von Alexandra Fischer-Hunold

Weihnachten – das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Nicht auf Pollock Island. Teddy und ihre Familie sind angereist und sind überrascht, was Multimilliardär Guy Cashner, der Tante Jasmine geheiratet hat, aus dem altehrwürdigen Herrenhaus gemacht hat, das er deren Bruder Richard, dem Lord in Finanzschwierigkeiten, abgekauft hat.

Was viele Jahre ein Zuhause war, wurde völlig umgestaltet. Guy kommt aus dem Prahlen nicht mehr heraus. Doch dann ist Guy tot. Ermordet! Teddy, ein grosser Agatha-Christie-Fan, sammelt Hinweise… Für Jugendliche ab 14 Jahren.

Erster Eindruck: Ein schönes weihnächtliches Cover auf schwarzem Hintergrund – wirkt dynamisch.

Die Geschichte wird aus der Sicht der sechzehnjährigen Theodora „Teddy“ erzählt.

Ich konnte mir die Kulisse sehr gut vorstellen: ein altes, zugiges Herrenhaus mit vielen antiken Möbeln, Bildern und Geheimgängen. Wobei, zugig ist das Herrenhaus beileibe nicht mehr, da Guy flugs mal Fussbodenheizung installieren liess. Der adligen Verwandtschaft ist das aber zu heiss – nur wenn es einen fröstelt, ist es ihr Herrenhaus. Und der traditionelle Weihnachtsbaum hat bei Guy definitiv ausgedient: Er hat etwas Künstlerisches hinstellen lassen, das die Familie jedoch nicht an einen Weihnachtsbaum erinnert. Am ersten Abend haben alle Mitglieder der Familie eine anonyme Einladung erhalten mit Angabe einer Zeit, eines Treffpunktes und dem Hinweis, dass ihr/sein Geheimnis bekannt sei. Mysteriös. Wer ist der Verfasser? Nachdem sie sich am jeweiligen Treffpunkt eingefunden haben, ertönt aus den Lautsprecher Guys Stimme, die sagt, dass er tot sei. Wie bitte? Was soll das? Ein geschmackloses Spiel, oder?
Ein abgeschiedenes Herrenhaus auf einer Insel, ein Sturm, ein Todesfall – Teddy beginnt zu ermitteln…

Teddy ist sechzehn Jahre alt, wobei ich manchmal das Gefühl hätte, sie sei deutlich älter, und ein andermal fand ich sie ziemlich kindlich. Nun ja, sechzehn Jahre ist wohl ein schwieriges Alter… Am besten gefallen hat mir Grandma, pardon, Lady Mary, Dowager Countess of Pollock. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war aber für meinen Geschmack zu lang. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Spiel oder tödlicher Ernst?

Rezensionen von Bibibabby:

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Tolles Buch für kleine Naturforscher

Lotta liebt den Wald von Sandra Grimm

Dies ist ein wunderbares Buch, um Kindern die Lebewesen näherzubringen, die im Wald leben.  Da wir Stadtbewohner sind und uns im Freien nicht besonders auskennen, empfand ich dieses Buch als eine großartige Möglichkeit, meinem Kind die Natur näherzubringen.
Das Format dieses Buches ist sehr gut für jüngere Kinder geeignet.

Die Seiten sind detailreich illustriert und der Zeichenstil lässt die Figuren sehr freundlich wirken.  Dieses Buch ist eine Mischung aus Sachbuch und Bilderbuch. Wir begleiten die kleine Lotta bei ihren Besuchen im Wald. Auf jeder Doppeleite gibt es eine kleine Geschichte, in der wir auch etwas lernen können. Dadurch bleibt die Interesse der Kinder erhalten. Es gibt Informationen über Tiere, Pflanzen, und auch was passiert in den unterschiedlichsten Jahreszeiten.
Besonders gefallen mir die Fotos, die dazu beitragen, zu zeigen, wie die Dinge im echten Leben aussehen. Die stabilen Papseiten sind auch perfekt für kleine Hände.
Fazit: Ein schönes Buch für kleine Naturentdecker.

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Tolles Buch für kleine Naturforscher

Rezensionen von Philiene :

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Skurrile Charaktere

Wir jagen Schatten von Richard Osman

Ich muss gestehen das ich bei diesem Buch einen ganz klaren Coverkauf getätigt habe. ,

Mich hat das Cover einfach so in seinen Bann gezogen das ich das Buch einfach lesen musste. Ja und ich habe weder den Donnerstagsmordclub noch den ersten Teil der Reihe gelesen.

Ich hatte keine Probleme damit der Geschichte zu folgen, auch ohne den Vorgänger zu kennen, allerdings glaube ich das ich die Charaktere etwas besser gekannt hätte, wenn ich Vorwissen gehabt hätte.

Wir jagen Schatten lebt von dem skurrilen Ermittlertrio Steve, Amy und Rosie, die eine Agentur betreiben die Mörder jagt. Eigentlich ist der Fall fast nebensächlich viel mehr geht es um das Ermittlertrio und ihre Jagd um die Welt, dabei haben die drei durchaus einen verzwickte Fall zu lösen, in dem es um tote Leibwächter und nicht immer legale Geschäfte geht.

Dazu kommt eine gute Prise englischen Humors und der macht den Roman sehr lesenswert.

Ich bin ein Fan von Krimis die nicht zu blutig sind und bei denen der Fokus mehr auf den Ermittlern als auf den Ermittlern liegt, ich war hier also genau richtig.

Ein wirkliches Lesevergnügen.

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Skurrile Charaktere

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Erschütternd!

Die Wochenkinder von Alexander Teske

Als Österreicherin bin ich, trotz der Lektüre zahlreicher Bücher, mit den Gepflogenheiten in der ehemaligen DDR nicht sehr vertraut. Dennoch glaube ich mich erinnern zu können, dass die hohe Quote der Vollzeit arbeitenden Frauen auch bei uns immer wieder als vorbildlich dargestellt worden ist. Dass dieser Fortschritt in Sachen Gleichbehandlung einen ziemlichen Haken hatte, ist nicht erwähnt worden.

Nämlich die Fremdbetreuung von ca. 500.000 Kindern bereits im Säuglingsalter und zudem noch die ganze Woche und über Nacht. Daher ist dieses Buch ein echter Gewinn an historischem Wissen für mich, zumal es Bekanntes zurechtrückt.

Alexander Teske hat nicht nur Betroffene, wie den Schauspieler Jan Josef Liefers, sondern Therapeuten und Wissenschaftler befragt. Denn dass die Fremdbetreuung ab dem Säuglingsalter Spuren in der Psyche der Kinder hinterlassen hat, ist wohl vorstellbar. Vor allem Säuglinge von Alleinerzieherinnen und Schichtarbeiterinnen (absichtlich verwende ich hier nur die weibliche Form) sowie KünstlerInnen werden hier in ehemaligen Villen kasernenähnlich untergebracht. Wenig persönliche Zuwendung sondern Aufbewahrung und Verpflegung sind die Standards. Obwohl sich die DDR eine rigide Abkehr des NS-Staates auf die Fahnen heftet, scheint in manchen Betreuerinnen ein ähnlicher Geist zu herrschen. Die Kleinen nächtens im Bett fixieren, Beruhigungsmittel geben, zu festen Stunden im Kollektiv auf die Toilette gehen müssen - schwarze Pädagogik statt Fürsorge und Liebe. Den Müttern hat man anderes vorgegaukelt. Allerdings hatten sie kaum eine Wahl, nicht arbeiten zu gehen, wäre in der Diktion der DDR-Gesetze asozial und Verrat am Staat. Dann doch lieber die Kinder misshandeln.

Viele dieser Kinder haben Traumata davongetragen und erst viel später erfahren, dass sie ein solches „Wochenkind“ waren. Wie es zur die Bezeichnung „Wochenkind“ gekommen ist? Die meisten der Kinder durften nur ab Samstag mittags bis Sonntag abends zu ihrer Familie, die ihnen oft fremd ist.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das noch lange in mir nachhallt, 5 Sterne.

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Erschütternd!

Rezensionen von DoraLupin:

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Perfektes Eltern- Kind- Buch

Creepy Castle - Die Schule der Geisterjäger (1). Total verspukt! von Thomas Poppe; Heiko Wolz

Ich lese immer wieder gerne gemeinsam mit meinem Sohn Kinderbücher und bei diesem Cover waren wir gleich Feuer und Flamme! Wir lieben leichten Grusel und die schöne Zeichnung auf dem Buch mit dem kleinen Dämonen hat uns direkt angefixt! Aber nicht nur das Cover ist ganz zauberhaft, auf die Zeichnungen im Buch und die Geschichte selbst sind einfach super und wir haben es unheimlich gerne zusammen gelesen!

Die Story handelt von Creepy Castle, seit Jahrhunderten lernen hier angehende Geisterjäger alles, was man wissen muss, um Geister, Vampire, Dämonen und sonstigen Spuk unschädlich zu machen.

Endlich darf auch Weeny, die Tochter des Direktors, auf die Schule gehen! Gleich am ersten Tag trifft sie ihren Mitschüler Finn, der ihr die kalte Schulter zeigt. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm! Doch bevor Weeny hinter sein Geheimnis kommen kann, muss sie sich mit ihm zusammentun. Denn Creepy Castle schwebt in großer Gefahr. Ein uraltes und gefährliches Wesen bedroht die Schule. Können Weeny und Finn sie gemeinsam retten? Vielleicht mithilfe eines (leider viel zu niedlichen) Dämons? Und werden sie dabei vielleicht sogar Freunde?

Der Schreibstil war wirklich toll! Sehr einfach, kindgerecht und leicht verständlich, aber auch immer so spannend und mitreißend das man als Erwachsener seinen Spaß hatte. Das Schloss und die Charaktere werden mit wenigen Worten bildhaft beschrieben und die tollen Zeichnungen nehmen einen noch besser mit auf diese ganz besondere Schule. Mit Finn und Weeny konnte mein Sohn schnell mitfiebern und da die Geschichte wechselt aus beiden Sichten erzählt wird, kann man sich als Leser sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Vorallem Weeny war uns auch sehr schnell sympathisch, wie auch der kleine Dämon Whisk, der der heimliche Liebling wurde.

Einerseits besteht das Buch aus vielen tollen Alltagssituationen die sich an Schulen finden wie neue Freunde finden, Heimweh und auch mal fürs quatschen ermahnt zu werden, das Buch hat aber auch immer wieder schöne Details für die Erwachsenen bereit. Mein Sohn und ich haben uns bestens unterhalten gefühlt und haben am Ende ein kleines Wechselbad der Gefühle durchlebt. Wir freuen uns schon jetzt auf den zweiten Teil und können das Buch nur weiterempfehlen, gerade für Eltern-Kind- Gespann ist die Geschichte ein Hit!

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Perfektes Eltern- Kind- Buch

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Herrlicher Krimi-Spaß!

Jenseits von Gut und Böhme von Adrian Draschoff

Friedel Böhme ist seit einiger Zeit Witwe und lebt mit ihrem Kater allein. Friedel ist schrullig bis missmutig. Als sie mit einem Messer eine Scheibe Brot aus dem eingeschaltenen Toaster stochern will, gibt es einen Kurzschluss und Friedel ist kurz tot. Danach ist nichts mehr wie zuvor, denn vor ihrer Wohnungstüre stehen zahlreiche Geister, die sie um Hilfe bitten.

Denn eines haben die Geister gemeinsam: Sie sind alle Geister von Ermordeten.

„Es war 8:46 Uhr an einem Dienstagmorgen, und Friedel Böhme hatte soeben begriffen, dass sie Geister sehen konnte.“

Nun entspinnt sich ein interessanter Cozy-Krimi, denn die Geister können einiges zur Aufklärung ihres Todes beitragen. Nur, wie soll Friedel das der Polizei verklickern? Natürlich wird sie nicht ernst genommen und man verbindet sie mit Salima Rahmani, einer jungen Kommissarin, die man im Keller Akten ungeklärter Morde schlichten lässt.

Besonderes Aufsehen erregen mehrere Todesfälle an alten, aber vermögenden und alleinstehenden Personen, die alle von einer Pflegeagentur betreut worden sind. Nebenbei kann man sich schon darüber wundern, dass der Bestatter gleichzeitig auch den Nachlass entfernen darf/soll. Und das ziemlich schnell, damit die Wohnungen bzw. Häuser wieder vermietet werden können.

Der geneigte Leser hat bestimmt schon eine Ahnung, was hier los ist. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen, denn hier ist wenig, wie es zunächst scheint.

Als dann dieser komplexe Cold Case gelöst worden ist, steht plötzlich der Geist von Friedels Ehemann vor ihrer Türe. Ist er auch ermordet worden?

Meine Meinung:

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, der mit viel schwarzem Humor und Hartnäckigkeit zahlreiche Cold Cases auflöst. Friedel und Salima fördern dabei Wahrheiten ans Tageslicht, die manche Personen lieber weiterhin verborgen gewünscht hätten.

Neben allem feinen Humor, spricht der Autor auch ernste Themen an: Personalengpässe in Pflegeagenturen, fehlende Verwandte, die sich um die Beerdigung der Toten kümmern, sodass Behörden immer wieder die Kosten dafür übernehmen müssen. Dass sich da nicht viel mehr als ein Sozialbegräbnis ausgeht, ist wohl auch klar.

Gerne lese ich von diesem höchst ungleichen Ermittler-Duo mehr. Dass der Geist von Friedels Ehemann auftaucht, scheint zumindest einen Nachfolge-Krimi zu gewährleisten.

Fazit:

Diesem köstlichen Krimi, der ein wenig skurril und mit feinem Humor daherkommt, gebe ich gerne 5 Sterne und warte auf die Fortsetzung.

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Herrlicher Krimi-Spaß!

Rezensionen von cosmea:

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Ein Fall von Splanchnophilie

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Tobias Bukkehaves Thriller “Der Prätorianer“ ist der Auftakt einer Reihe um das Ermittlerteam Sara Levin und Janus West. Ein Mann, der offensichtlich Opfer eines Ritualmordes wurde, wird gefunden mit lateinischen Wörtern auf der Haut, wertvollen alten Goldmünzen in den Augenhöhlen und grausamen Verletzungen.

Unzählige brennende Kerzen beleuchten die Szene. Saras Bruder Adam, ein in den USA ausgebildeter Profiler von Serienmördern, wird hinzugezogen, denn bald gibt es ein weiteres Opfer. Die Geschwister sind schwer traumatisiert durch ihre Familiengeschichte, denn ihr Vater Christian wurde vor über zehn Jahren in einem Indizienprozess als Mörder verurteilt. Seitdem hat Sara den Kontakt zu ihm abgebrochen, während Adam versucht, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Der Vater ist Historiker und weiß wie der Täter eine Menge über die griechische und römische Mythologie. Außerdem war er einst der Besitzer der gefundenen Goldmünzen. Immer wieder wird durch Fakten und Andeutungen die Verbindung zwischen den Morden und dem Vater hergestellt, ohne dass diese am Ende geklärt wird. Der Leser erfährt einiges mehr durch Kapitel aus der Sicht des Täters, ohne dass eine Identifikation möglich ist. Diese Kapitel und die aufgefundenen Leichen zeigen, dass es sich beim Täter um einen perversen Psychopathen handelt, der an Splanchnophilie leidet, denn er schneidet Organe, vor allem die Leber, aus den Leichen heraus und isst sie.
Nicht nur diese abstoßenden Details haben mich gestört. Der Thriller ist zwar teilweise spannend, aber insgesamt eine wenig plausible Konstruktion, vor allem zum Ende hin, wo ein Täter aus dem Hut gezaubert wird, der im Roman keine Rolle spielt. Es bleiben etliche lose Enden, und Cliffhanger machen übertrieben deutlich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Die Charakterisierung der Figuren bleibt blass, und viele Handlungselemente wirken unlogisch und absolut unrealistisch. Insgesamt war dieser Roman für mich eine Enttäuschung.

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Ein Fall von Splanchnophilie

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Der Erfinder von Rolf von Siebenthal

Der Schweizer Limmat-Verlag hat ein Händchen für Porträts ungewöhnlicher Personen. Dieser biografische Roman stellt uns Jakob Degen (1760 - 1848), einen genialen Tüftler und Erfinder vor, der beinahe in Vergessenheit geraten ist.

Wer ist er nun, der Jakob Degen?

Jakob Degen, dessen Geburtsjahr nicht eindeutig feststeht und mit 1760 angenommen wird, arbeitet er bereits als kleines Kind in der Seidenband-Fabrik in der sein Vater Werkmeister ist.

Um 1770 übersiedelt die Familie, trotz Ausreiseverbots (man hütet akribisch das Geheimnis der Seidenverarbeitung) nach Wien, um dort ihr Glück zu machen.
Jakob, der sich schon als Kind als Tüftler erwiesen hat, lernt, zum Leidwesen des Vaters, den Beruf des Uhrmachers und wird hier durch seine Präzision höchst erfolgreich.

Seinem Traum zu fliegen wird er im Laufe seines Lebens alles, aber auch wirklich alles unterordnen. Mehrmals schrammt er mit seinen Flugmodellen am Konkurs vorbei. Eine große Stütze bei seinen Unternehmungen ist ihm seine Ehefrau Carolina.

Meine Meinung:

Autor Rolf von Siebenthal hat für diese Romanbiografie des Flugpioniers Jakob Degen, die sein Debüt als Autor darstellt, penibel recherchiert und zahlreiche Details zu seinen Erfindungen präzise beschrieben. Besonders interessant ist der Lebensweg der Herkunftsfamilie Degen, die aus einem kleinen Ort Liederswil bei Basel, die ihren Lebensunterhalt als Weber in einer Bandweberei verdienten. Wie es zu dieser Zeit üblich ist, müssen schon kleine Kinder in der Weberei arbeiten, sind sie doch klein und wendig, um unter oder auf die Webstühle zu klettern, um verhedderte Kett- oder Schussfäden zu entwirren. Das Geheimnis um die (Seiden)Weberei wird penibel gehütet. So ist es den Webern verboten, ihre Heimat zu verlassen. Wenn sie gegen diese Richtlinie verstoßen, ist eine Rückkehr nicht möglich. Es ist ein großes Wagnis von Vater Degen, dem Ruf des österreichischen Hofs zu folgen und nach Wien zu übersiedeln. Maria Theresia hat per Dekret Maulbeerbäume pflanzen lassen, um eine eigene Seidenproduktion wie z. B. in Lucca zu errichten. Wie wir in diesem historischen Roman lesen können, ist auch in Wien nicht alles Gold, was glänzt.

Rolf von Siebenthal hat das historische Umfeld, in dem Jakob Degen lebt, sehr gut beschrieben. So ist zu lesen, dass die Erfindung des kleinen Jakobs zwar eine deutliche Verbesserung an den Bandwebstühlen bedeutete, aber sein Arbeitgeber diese, wie es üblich gewesen ist, für sich reklamierte.

Weiters sind zum einem die Französische Revolution (1789) und deren Folgen, wie die Napoleonischen Kriege, die bis 1815, die Welt in Atem halten, sowie der Ausbruch des Tamboras 1816, als dessen Folge es zu einer Klimaveränderung und jahrelangen Missernten gekommen ist. In Kriegs- bzw. Krisenzeiten kauft niemand Uhren, weshalb der Uhrmacherbetrieb mehrmals knapp vor dem Bankrott steht und Jakob Degen mit seiner Familie mehrmals umziehen muss.

Als Wienerin, die in unmittelbarer Nähe des Wiener Praters aufgewachsen ist, wo Jakob Degen seine Flugversuche gemacht hat, sind mir sowohl der Name von Jakob Degen als auch jener des Ballonfahrers Jean-Pierre Blanchard (1753-1809) als auch die im Roman erwähnte Familie Stuwer bekannt. Im Wiener Uhrenmuseum (Schulhof 2, 1010 Wien) kann eine Uhr mit der Degens Flugmaschine besichtigt werden. Im Technischen Museum in Wien sind einige Modelle der Flugmaschinen ausgestellt.

Eine Erfindung, die Jakob Degen gemeinsam mit seinem Sohn Karl gemacht hat, ist das sogenannte „Guillochen-Gravier-“ oder „Guillochiergerät“, das ein fälschungssicheres Drucken von Banknoten und Wertpapieren ermöglicht. Dieses Verfahren ist heute noch in vielen Ländern in Gebrauch. In den Jahren 1825 bis 1841 war Degen Leiter der mechanischen Werkstätten der Österreichischen Nationalbank. Eine gelungene Karriere eines mittellosen Bandwebers, oder? Im Wiener Geldmuseum ist eine dieser Maschine zu sehen. Mit der Umstellung von Schilling auf Euro endet die Ära der Guillochen auf den meisten Banknoten. Heute werden andere Sicherheitsstandards bevorzugt. NUr der US-Dollar, das Britische Pfund sowie der japanisch Yen verwenden noch den Guillochendruck.

Im Nachwort erläutert der Autor was Fakt und was Fiktion ist. Anhang finden sich ein Personenverzeichnis und ein umfangreiches Quellenverzeichnis.

Fazit:

Gerne habe ich diese penibel recherchierte und gekonnt erzählte Biografie von Jakob Degen, eines genialen Tüftlers und Erfinders, dessen lebenslanges Interesse der Flugtechnik gegolten hat und der trotz seiner ungewöhnlichen Erfindungen und seines Erfolges beinahe aus der öffentlichen Erinnerung verschwunden ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Penibel recherchiert und gekonnt erzählt