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Rezensionen von Eternal-Hope:

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Humorvoll, reflektiert und sympathisch

Hundeheimat von Don Pablo Mulemba

Don Pablo Mulemba ist der Sohn eines Angolaners, der im Rahmen eines Arbeitskräfteprogramms in die DDR kam, und einer ostdeutschen Mutter. In diesem Hörbuch, das er nicht nur selbst geschrieben, sondern auch selbst eingesprochen hat, was es ganz besonders authentisch macht, erzählt der Autor auf sehr unterhaltsame und zugleich tiefgründige und nachdenklich machende Weise von seinem Leben zwischen zwei Kulturen.

Es geht um das Aufwachsen in einer angolanisch-deutschen Familie im wiedervereinigten Deutschland, um die wirtschaftlich und politisch schwierigen 1990er und 2000er Jahre, in denen es leider speziell in den Bundesländern des ehemaligen Ostdeutschlands zu einem immer stärker werdenden Rechtsradikalismus und damit verbundenen Attacken auf Menschen, die als anders oder fremd gelesen werden, kam.

Bedrückend macht, dass der dunkelhäutige Vater des Autors sich in Ostdeutschland mit der Zeit so unwohl fühlte, dass er entschied, in die afrikanische Heimat zurückzugehen und dort ein Haus zu bauen, in das ihm wenige Jahre später seine hellhäutige deutsche Frau folgte, während die beiden Kinder, damals Teenager bis junge Erwachsene, alleine in Deutschland zurückblieben und die Eltern ihnen aus Afrika Geld zu schicken versuchten. Und auch der Autor selbst überlegte immer wieder, ob es für ihn unter der Sicherheitsperspektive noch vertretbar sei, weiterhin in Cottbus zu bleiben, insbesondere, da auch von Seiten der Polizei wenig Unterstützung zu erwarten war.

Dieses Beispiel zeigt schon, dass es der Autor mit seiner Kindheit, seinen Rassismus-Erfahrungen und auch mit dem Verhältnis zu seiner Familie nicht immer leicht hatte. Doch es geht auch noch um so viel mehr: um gute Freundschaften, um die Liebe zum Basketball und um einige Reisen nach Angola, deren bisher letzte vieles veränderte, denn der Autor lernt verloren geglaubte Verwandte kennen und sich und seine Wurzeln damit noch einmal mit ganz anderen Augen sehen.

Ich habe den Autor als Sprecher seines eigenen Hörbuches als sehr sympathischen Menschen mit einem feinen Humor und einer guten Beobachtungsgabe wahrgenommen und es gefällt mir, wie er gesellschaftliche Entwicklungen pointiert zu beschreiben versteht.

Damit ist es insgesamt eines der Hörbücher, wie ich sie ganz besonders mag: unterhaltsam und nahbar, aber gleichzeitig lehrreich, eine neue Sicht auf vieles eröffnend und mobilisierend, sich gemeinsam mit anderen für eine Gesellschaft frei von Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Ich kann das Hörbuch einer breiten Leserschaft wärmstens empfehlen!

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Humorvoll, reflektiert und sympathisch

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht von Misha Schoeneberg

Mit Misha Schoenebergs Vater ist irgendetwas anders. Aber lange weiß Misha nicht, was es sein könnte, denn der Vater ist gebrochen, tief traumatisiert, und er spricht nicht darüber. Jedenfalls nicht mit seiner Frau und seinen Kindern. Später wird Misha erfahren, dass der Vater mit seiner älteren Schwester durchaus sogar darüber gesprochen und sogar bald nach Kriegsende einer Sekretärin seine Geschichte diktiert habe, doch davon findet sich leider keine Spur mehr.

Aber feinfühlige Menschen wie Sohn Misha spüren schon früh die Dunkelheit, die den Vater umgibt: "Ich erinnere mich allzu gut an meines Vaters Augen. Meist starrten sie in unbestimmte Ferne. Nicht in der Art, dass man sie traurig nennen könnte, vielmehr ließ die rätselhafte Leere seines Blickes uns mit betretenem Schweigen allein zurück. Es war etwas Dunkles, etwas Unnahbares an dem Geheimnis, das meinen Vater umgab. Wir Kinder hatten nicht daran zu rühren - Punktum!" (S. 8 im E-Book)

Misha Schoeneberg ist 1959 geboren, seine Kindheit war also in den 1960er Jahren. Da war die dunkelste Zeit Deutschlands noch gar nicht lange her und viele der Täter waren noch jung, vital und Teil der Gesellschaft:

"Und diese Zeit war dermaßen dunkel, dass niemand Lust hatte, darüber zu reden. Vielleicht aber lag das Dunkel schon so weit zurück, dass sich kaum noch jemand daran erinnern konnte oder nicht erinnern wollte oder bloß nicht daran erinnert werden wollte. Oder das Dunkel war derart dunkel, dass niemand dafür Worte fand. Jedenfalls nicht die richtigen. Und was wären die richtigen Worte gewesen?" (S. 10 im E-Book)

Irgendwann beginnt der Vater, zu erzählen, dass er Auschwitz überlebt hat, doch es dauert noch einmal länger, bis die Kinder erfahren, dass der Vater aus einer jüdischen Familie ist und viele Verwandte und seine erste Frau von den Nazis ermordet wurden. Denn zu wissen, jüdisch zu sein, das sei noch gefährlicher, als, dass einer in Auschwitz gewesen sei, denn Auschwitz sei nicht ansteckend, das sei das persönliche Trauma des Vaters, aber was bedeute es für die Nachkommen, wenn der Vater Jude sei, in einem Nachkriegsdeutschland, das von all dem nichts mehr hören und alles unter den Teppich kehren wolle, aber damals Menschen jüdischer Abstammung erbarmungslos verfolgt hatte, selbst wenn sie den Glauben nicht einmal praktizierten? Man könne als Jude oder Kind von Juden niemals sicher sein, sobald andere davon wüssten.

Immerhin gibt es "Tante", eine der älteren Schwestern des Vaters, die rechtzeitig fliehen konnte und dadurch überlebt hatte, aber an der Last trägt, dass es ihr nicht mehr gelungen ist, ihre Familienmitglieder ins rettende Ausland nachzuholen. Zu ihr entwickelt Misha ein enges Verhältnis, er ist ihr Lieblingsneffe, mit dem sie "befreundet sei, obwohl sie verwandt seien", eine besondere Auszeichnung.

Tante antwortet auf die neugierigen Fragen des Neffen, sie beginnt zu erzählen, zum Beispiel von den zwischenmenschlichen Veränderungen im Deutschland der 1930er Jahre: "Es sagt sich so leicht, nach 1933 hätte sich das Leben in Deutschland verändert. Ach, das Leben, das Leben! Die Menschen hatten sich verändert!" Das sei furchtbar gewesen. Überall nur unfreundliche Gesichter." (S. 52 im E-Book)

Der Vater wird weiterhin nicht viel erzählen, doch aus Beobachtungen und Schlussfolgerungen, eigenen Nachforschungen und den Erzählungen der Tante reimt sich Misha so einiges zusammen und versucht dem schweigsamen, in sich gekehrten Vater, der doch nach außen so ein erfolgreiches, gutbürgerliches Leben lebt, für seine Familie einiges an Wohlstand geschaffen hat und mit einer Deutschen verheiratet ist, die früher beim BDM war, so ein bisschen näher zu kommen. Dabei ist ein zutiefst berührendes, sehr persönliches und mutiges Buch entstanden.

Klar nimmt der Autor auch zu dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, den Folterungen, Ermordungen und Verschleppungen unschuldiger feiernder Israelis und dem darauffolgenden Krieg der israelischen Armee gegen die Hamas Stellung.

Erschüttert ist er nicht nur von den Gräueltaten dort, sondern auch von den einseitigen Schuldzuschreibungen vieler europäischer und auch deutscher sich für linke Intellektuelle haltende Menschen, die sich seiner Meinung nach einseitig auf die Seite der Palästinenser stellen und nicht genug würdigen würden, wer diesen Angriff begonnen habe und dass es der schlimmste Massenmord an Juden seit dem Holocaust sei:

"Es lässt sich nur so erklären, dass die sogenannten linken Intellektuellen weder links noch intellektuell sind, sie stehen vielmehr, in beiden Strängen der Geschichte, der westlichen wie der arabischen, in der Tradition des Nationalsozialismus. Ihr offener Antizionismus folgt ihrem verschämten Antisemitismus. Was Wunder, dass da am Ende die israelische Armee mit der deutschen Wehrmacht gleichgesetzt wird." (S. 99 im E-Book)

Es macht sehr betroffen, zu lesen, wie alleingelassen und schutzlos sich nicht der Autor, sondern auch viele andere jüdische Menschen in Mitteleuropa seitdem verstärkt fühlen, wie wenig Solidarität sie erfahren (das ist nicht der erste jüdische Autor, von dem ich so etwas lese, und es macht mich jedes Mal wieder bestürzt) und wie sich seitdem jüdische Menschen noch weniger als davor öffentlich als ihrem Glauben zugehörig zu zeigen trauen:

"Lass niemanden etwas über dich wissen. Die Schlechten wie auch die Guten, sie schauen dich anders an. Ich stand dem Schweigen meines Vaters kritisch gegenüber. Ich hatte gedacht, es wäre vorbei. Jedenfalls in unseren Breiten. Dabei, ich hätte es besser wissen müssen, hatte ich doch Geschichte studiert. Sie lehrt: Es ist nie vorbei. Nirgends." (S. 90 im E-Book)

Ich habe schon viele Bücher über den Holocaust, über Israel, über das Judentum und insgesamt von jüdischen Menschen gelesen. Doch dieses ist in seiner Eindringlichkeit noch einmal etwas ganz Besonderes, es findet zutiefst berührende Worte, mit denen es hoffentlich viele Menschen erreichen und uns unsere Verantwortung, die wir für Menschenrechte insgesamt, aber ganz besonders im Eintreten gegen Antisemitismus haben, noch einmal anders bewusst macht.

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Rezensionen von Micki:

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Unterhaltsame Rachekomödie mit Netflix-Flair

Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester

„Das habe ich wegen dir getan“ hat mir insgesamt gut gefallen. Der Roman lässt sich leicht und schnell lesen und ist damit für mich eine ideale Urlaubslektüre. Die Mischung aus Rachekomödie, Ehe- und Generationenkonflikt sowie der Welt der Streaming-Serien sorgt für kurzweilige Unterhaltung.

Besonders gelungen fand ich die Idee, dass das eigene Leben plötzlich als Vorlage für eine erfolgreiche Netflix-Serie dient. Dadurch entsteht ein interessantes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Kate und Phoebe, das immer wieder amüsant und bissig ist. Lanchester nimmt dabei nicht nur die Figuren, sondern auch gesellschaftliche Themen wie Macht, Privilegien und die Unterschiede zwischen den Generationen aufs Korn.

Allerdings war die Handlung für mich – abgesehen vom Anfang – nur selten wirklich überraschend. Vieles entwickelt sich ziemlich vorhersehbar, sodass die Spannung für mich eher aus dem unterhaltsamen Schlagabtausch der beiden Frauen als aus unerwarteten Wendungen entsteht.

Trotzdem ist „Das habe ich wegen dir getan“ eine nette, kurzweilige Unterhaltung. Wer eine leichte Lektüre mit etwas schwarzem Humor, Rache, Beziehungsdrama und dem Flair einer Netflix-Serie sucht, macht mit diesem Roman wenig falsch. Für mich genau das richtige Buch für entspannte Urlaubstage.

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Unterhaltsame Rachekomödie mit Netflix-Flair

Rezensionen von Micki:

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Tolles und hochwertiges Nachschlagewerk

Monstrologica von Martin Maudsley

"Monstrologica" versammelt 50 legendäre Wesen aus den Mythen und Sagen aller Kontinente. Von Riesen und Ghulen über Meerjungfrauen bis zu japanischen Fuchsgeistern und dem Krampus – jedes Wesen wird mit einem großformatigen, atmosphärischen Porträt von Victoria Topping vorgestellt.

Ergänzt werden die Illustrationen durch fundierte Texte des Folkloristen Martin Maudsley.

Er ordnet die Legenden kulturhistorisch ein und vermittelt Wissen zu Herkunft, Bedeutung und regionalen Unterschieden der Sagengestalten. Dabei bleibt das Buch trotz der Tiefe gut lesbar und anschaulich.

Besonders hervorzuheben ist die hochwertige grafische Aufmachung. Das Buch ist ein echter Hingucker im Regal und eignet sich durch seine Aufbereitung sowohl für interessierte Kinder ab 10 Jahren als auch für erwachsene Leser, die sich für Mythologie und Folklore begeistern.

Fazit: Informativ, prachtvoll gestaltet und mit viel Liebe zum Detail. Ein gelungenes Sachbuch für alle, die sich für fantastische Welten und Sagen interessieren.

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Tolles und hochwertiges Nachschlagewerk

Rezensionen von Ulgu1978:

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Nichts für Vegetarier

Ochsenkopf von Manik Sarkar


Als ich anfing, das Buch zu lesen, wusste ich tatsächlich nicht, was mich erwartet. Tatsächlich wird auf den ersten Seiten die Tötung und das Zerlegen eines Tieres beschrieben. Und obwohl ich überlegt hatte, auf Grund dessen, das Buch wieder zuzuklappen, habe ich weiter gelesen.
Rensing sieht sich als Künstler und Kenner in seinem Fach - was er vermutlich auch ist.

Ihm geht Qualität über alles. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er die Schlachterei und heiratet Jacomine. Er hat hochfliegende Pläne, die er mit einem Kredit verwirklicht und teure Anschaffungen vornimmt. Allerdings hat er die Rechnung ohne die Kunden gemacht, die sich nicht an die Neuerungen gewöhnen können oder wollen. Seine Frau übernimmt eines Tages das Ruder, um den Betrieb vor dem Ruin zu bewahren.
Ein interessanter Roman, der die Leserschaft nachdenklich zurücklässt. Spätestens beim nächsten Einkauf an der Fleischtheke im Supermarkt wird man sich an das Gelesene erinnern. Und vielleicht überlegt man dann, doch mal wieder bei einem Fleischerfachgeschäft einzukaufen.
Ich habe es nicht bereut, den Roman bis zum Ende gelesen zu haben.

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Nichts für Vegetarier

Rezensionen von Sarah Stone:

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“Where the Light Begins” is a book that comes straight from the heart.

Where the Light Begins von Daniela Klose; Ralph Klose

Daniela and Ralph Klose write with a gentle honesty that stays with you long after you’ve finished reading. Their thoughts are both comforting and insightful, like a calm conversation that brings clarity. A truly uplifting and inspiring read. Best regards, Sarah

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“Where the Light Begins” is a book that comes straight from the heart.

Rezensionen von Streiflicht:

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Kleine Schwächen

Kräuter-Zwillinge von Tami von Seyr

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich mich sehr für Pflanzen und Kräuter interessiere. Ich finde allerdings schon den Begriff Kräuter-Zwillinge irritierend, weil im Buch zum Beispiel auch Zitterpappel, Brennnessel und Holunder vorkommen - für mich eindeutig keine Kräuter, auch wenn man Teile davon vielleicht essen kann.

Außerdem gibt es wohl gerade beim Bärlauch und seinem hochgiftigen Zwilling Maiglöckchen einen Fehler im Buch. In meinem Exemplar lag kein Zettel auf dieser Seite - in anderen Ausgaben wohl schon. Das finde ich extrem gefährlich. Klar, man sollte sowieso immer lieber doppelt schauen und gerade bei diesem Paar gibt es zum Beispiel den auffälligen Knoblauchgeruch, der gut hilft, aber wenn ein Buch schon auf dem Cover schreibt "idiotensicher unterscheiden", dann sollte es dieses Versprechen auch einlösen.

Abgesehen davon gefällt mir das Buch gut. Es dürften deutlich mehr Bilder sein, weil die wirklich weiterhelfen, wo Beschreibungen vielleicht auch mal an Grenzen kommen. Aber ich finde die Auflistungen und Merkmalsbeschreibungen schon ziemlich gut. Eine schöne Idee finde ich auch die Eselsbrücken und vor allem das Klugscheißerwissen hat mir gut gefallen - das kenne ich schon aus einem anderen Buch der Autorin.

Für mich ein gutes Buch, wenn man noch nicht so viel über Pflanzen weiß. Ein guter Ratgeber für den Alltag - auch wenn man trotzdem immer vorsichtig bleiben sollte!

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Kleine Schwächen

Rezensionen von Shilo:

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Gegen alle Widerstände

Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder

Kea findet nach dem Tod ihrer Mutter Halt in dem alten Apfelgarten. Dort verbringt sie viel Zeit und verfolgt ihren eigenen kleinen Traum. Sie möchte einen besonderen Apfel züchten. Dieser Wunsch verbindet sie mit ihrer Mutter und wird im Laufe der Geschichte immer wichtiger.
Als der junge Sämling auf der anderen Seite der Grenze wächst, beginnen für Kea die Schwierigkeiten.

Denn dort liegt das Land der Rentfelds, mit denen ihre Familie seit Jahren zerstritten ist. Bei einem heimlichen Besuch trifft sie auf Kristen. Was zunächst nur eine zufällige Begegnung ist, entwickelt sich nach und nach zu etwas, das Kea nicht mehr loslässt.
Kea lässt sich nicht einfach sagen, was sie zu tun hat. Ihr Vater hat längst eigene Vorstellungen von ihrer Zukunft und auch die Verbindung zu Tamme Rentfeld ist für sie nicht das, was sie sich selbst wünschen würde. Gerade diese Situationen machen deutlich, wie wenig Platz eine junge Frau damals für eigene Entscheidungen hatte. Kea versucht trotzdem, nicht einfach alles hinzunehmen.
Die Zeit, in der die Geschichte spielt, wird ebenfalls spürbar. Finkenwerder und die Grenze zwischen Hamburg und Preußen gehören fest zur Handlung. Als die Cholera ausbricht, verschärft sich die Lage zusätzlich. Plötzlich wird aus einer ohnehin schwierigen Situation eine echte Bedrohung. Das bringt noch einmal eine ganz andere Spannung in die Geschichte.
Kea und Kristen haben es nicht leicht. Ihre Gefühle füreinander stehen von Anfang an unter keinem guten Stern. Gerade deshalb habe ich ihre Entwicklung gerne verfolgt. Es gibt schöne Momente zwischen den beiden, aber auch Entscheidungen, die nicht einfach sind. Kea muss dabei immer wieder überlegen, was ihr wichtiger ist und welchen Preis sie für ihre eigenen Wünsche zu zahlen bereit ist.
Auch das Ende passt gut zum Auftakt des Zweiteilers. Nicht alle Fragen werden beantwortet und manches bleibt offen. Dadurch war bei mir sofort die Neugier da, wie es mit Kea, Kristen und den beiden Familien weitergeht.
Die Geschichte verbindet Liebe, Familienkonflikte und historische Ereignisse auf eine angenehme Weise. Dazu kommt die norddeutsche Kulisse, die dem Roman seinen eigenen Charakter gibt. Keas Weg hat mich beschäftigt und an einigen Stellen auch berührt. Insgesamt waren es für mich schöne Lesestunden, deshalb vergebe ich fünf Sterne.

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Gegen alle Widerstände

Rezensionen von Martje:

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Ein Pageturner

Er lügt von Rebecca Taylor McKay

In dem Buch „Er lügt“ von Rebecca Taylor McKay geht es um Clara, die mit ihrem Mann Spencer nach Italien nach Positano an die traumhafte Amalfiküste in die vermeintlichen Flitterwochen fährt. Eigentlich scheint alles perfekt zu sein. Oder ist es etwa zu perfekt? Während der Reise spielen sich mit der Zeit aber auch merkwürdige Szenen ab und Clara kommt ins Grübeln.

Irgendetwas an dieser Reise und ihrem Ehemann ist komisch, aber was ist es? Hat es etwas mit ihrer Krankheit zu tun, die sie seit einem Jahr plagt? Eigentlich geht es ihr doch gerade erst besser, oder?
Mich hat das Buch sofort gecatcht und ich habe es in zwei Tagen durchgelesen. Mich hat das Cover sehr angesprochen und der Schreibstil sofort überzeugt. Es hat relativ kurze Kapitel, bleibt aber deswegen durchgehend spannend. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Ein Pageturner

Rezensionen von Ameland:

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Ein wundervoller und bewegender Roman

Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin

Zwei Frauen, die scheinbar nichts gemein haben außer ihrer Liebe zu Bernstein und die dazu altersmäßig mehrere Jahrzehnte trennen. Aber dieser erste Anschein täuscht. Sowohl Ebba als auch Julika sind starke Frauen, die sich nach Freiheit sehnen, aber aufgrund familiärer Probleme und Zwänge lange Zeit kein selbstbestimmtes Leben führen können.

Lisa Quentin hat ihre beiden Protagonistinnen stark, authentisch und gefühlvoll gezeichnet. Ich konnte tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen. Mit beiden Frauen habe ich mitgefühlt, aber Ebba mit ihrem ungestümen Wesen und ihrer Liebe zur Natur und dem Meer war mir etwas näher. Vielleicht liegt das auch an meinem fortgeschrittenen Alter. Aber auch die Nebenfiguren waren in ihren Handlungen realistisch und stringent.

Der ruhige und atmosphärische Schreibstil sorgte für angenehme Lesestunden und im Zusammenspiel mit der Geschichte für ein Lesevergnügen. Für mich als Fan der Nord- und Ostsee waren die bildgewaltigen Beschreibungen des Meers und der Natur ein weiteres Highlight. Ich habe förmlich das Brausen der See sowie die Schreie der Möwen im Ohr gehabt und den Wind in meinen Haaren gespürt.

Die Autorin hat in diese wunderschöne Geschichte gekonnt Themen wie Verlust, Trauer, Traumabewältigung und den Kampf auf Selbstbestimmung eingeflochten. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge musste ich Ebba und Julika verabschieden, aber vergessen werde ich sie so schnell nicht.

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Ein wundervoller und bewegender Roman