Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _Le4_:
DAS Viertel
Zeit der Monster von Seyda Kurt
Im Buch geht es um DAS Viertel. Als ehemaliger Industriestandort versackt es in giftigem Schlamm, Geldmangel und Bedeutungslosigkeit. Zu allem Überfluss gibt es auch noch eine Prophezeiung, die das Ende einläutet. Dazwischen kämpfen sich jede Menge verschiedenster einzigartiger Charaktere durch ihre (letzten) Tage.
Das Buch hat einen einzigartigen Schreibstil. Er ist eindringlich und beschreibt die Gegebenheiten im Viertel brutal. Was diese Gegebenheiten sind und wie sie alle zusammenhängen, habe ich leider nicht nachvollziehen können.
Es gab immer wieder Stellen, die Missstände so klar und prägnant beschrieben haben, was mir gefallen hat. Dabei hat das Buch verschiedene Probleme angesprochen, wie Rassismus und strukturelle Benachteiligung bestimmter Regionen. Leider hat es mich in der Geschichte immer wieder verloren. Es gab einfach zu viele Charaktere, die wir immer nur kurz ausschnittsweise gesehen haben, sodass die Geschichte einfach dazwischen untergegangen ist. Das ganze Buch hat sich äußerst surreal angefüllt, was, glaube ich, das Ziel sein sollte, aber es konnte mich nicht abholen.
Das Buch kann ich letztendlich nicht empfehlen. Ich habe ewig an diesem eher kurzen Buch gelesen und mir hat zum Schluss so der Kopf geschwirrt, dass ich quasi nichts mitgenommen habe.
Rezensionen von PMelittaM:
Frauen der römischen Antike erhalten eine Stimme
Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen von Emma Southon
Frauen hatten im antiken Rom einen eher sehr nachgeordneten Stand, vor allem auch in Regierungs- und Adelskreisen. Emma Southon hat es sich mit diesem Buch der Aufgabe gestellt, auch ihnen eine Stimme zu geben, und die ist gar nicht so leise.
Wie Rom beginnt die Autorin mit dessen Gründung, also dem Jahr 753 vor Christus, als es, den Spruch kennen wahrscheinlich die meisten, aus dem Ei kroch.
Der Legende nach wurde Rom von Romulus gegründet. Um seine neue Stadt zu füllen, sammelte er alle möglichen Männer ein, die sonst nirgends einen Platz hatten. Was dann noch fehlte, waren Frauen, und da bediente man sich am besten auch aus der Umgebung, nämlich bei den Sabinern, und da die Sabinerinnen, oder deren Eltern, offenbar nicht so recht wollten, raubte man sie eben.
Wer sich nun wundert, in welchem flapsigen Ton ich diese Rezension schreibe, dem kann ich sagen, dass ich mich da ein wenig nach dem Erzählton der Autorin richte. Ehrlich gesagt hat mich deren flapsiger Ton zunächst sehr gestört, von einem guten wissenschaftlich fundierten Sachbuch hatte ich andere Erwartungen. Dann habe ich mich aber doch ziemlich schnell daran gewöhnt, und musste schließlich öfter schmunzeln über das, was ich da gelesen habe.
Römische Frauen kommen in der Geschichtsschreibung nicht so oft vor wie die römischen Männer, sie sollten sich auch eher zurückhalten, heiraten, den Haushalt führen und Kinder bekommen, auch hier ist das natürlich vor allem auf die oberen Kreise bezogen. Dennoch erfährt man aus verschiedenen Dokumenten doch einiges aus dem Leben römischer Frauen, und die eine oder andere wird auch namentlich erwähnt. Vielleicht gab es nicht alle in diesem Buch vertretenen Frauen wirklich, vielleicht hieß die eine oder andere auch anders, wie zum Beispiel jene, deren Ehemann sie in der Inschrift ihres großen marmornen Grabmals überschwänglich lobte. Andere Frauen sind historisch verbürgt, wie zum Beispiel Iulia, einziges leibliches Kind des Kaisers Augustus.
Besonders interessant wird es, jedenfalls für mich, etwas weiter hinten im Buch, besonders angetan hat es mir Iulia Felix, die in Pompeji eine Art Wellnesscenter für die einfacheren Bürger:innen unterhielt und recht wohlhabend gewesen sein muss. Der Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus hat es möglich gemacht, dass einiges davon erhalten blieb und wir heute davon wissen.
Emma Southon bleibt auch nicht in Rom oder Italien sondern erschließt uns das gesamte römische Reich, wir lernen unter anderem auch Frauen aus dem heutigen Großbritannien kennen, den Namen Boudicca haben wahrscheinlich die meisten schon einmal gehört. Beendet wird die Frauenriege mit Gallia Placidia, die von 390 bis 450 nach Christus lebte, und die die Autorin die letzte Römerin nennt. Rom selbst spielte da schon eine eher ungeordnete Rolle. 476 nach Christus stürzte dann der letzte weströmische Kaiser. Am Ende wird also eine Zeit von um die 1.200 Jahren abgedeckt, in der sich viel verändert hat.
Denn mit dem Leben der aufgeführten Frauen erfährt man natürlich auch viel über die Geschichte Roms, dafür hat die Autorin schon mit ihrer Auswahl gesorgt. Manches wusste ich bereits, einiges aber auch nicht, vor allem waren mir viele der Frauen nicht bekannt, und sie nicht kennen gelernt zu haben, wäre schade gewesen. Manche der Frauen haben tatsächlich auf ihre Weise in die Geschichte Einfluss genommen, wenn es vielleicht auch oft „nur“ der Einfluss über Mann, Sohn oder andere Verwandte war. Manche haben sich untergeordnet, andere leiden müssen. Ein paar haben rebelliert oder sich geopfert. Über einige von ihnen könnte man Romane schreiben. Am Ende habe ich interessante Frauen kennen gelernt und einiges über die römische Geschichte erfahren.
Im Anhang gibt es Anmerkungen, Erläuterungen, Quellen und ein Sach- und Personenregister. Emma Southon ist studierte Historikerin, und ich werde nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halten, den schließlich habe ich dasBuch sehr gerne gelesen und möchte es allen Interessierten ans Herz legen.
Rezensionen von Lillyliebtthriller:
Fasziniertender Thriller, nur das Eis ist schnell aufgetaut.
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Das eiskalte Cover mit der undurchdringlichen Eisschicht, lässt mich innerlich fast erfrieren, genau die Atmosphäre, die man zum Lesen dieses Buches braucht.
Den Prolog fand ich gleich sehr fesselnd, die Spannung konnte aber leider nicht sehr lange aufrechterhalten werden.
Dafür lernt man die Charaktere besser kennen, die zurückweisende und taffe Sara, die sich ihren Rang bei der Polizei knallhart erkämpfen muss und ihren narzisstischen Bruder Adam, der ein genialer Psychologe ist, aber selber sehr mit sich zu kämpfen hat und sich auch meistens unter Kontrolle hat .
..
Beide haben sich in dieser Geschichte zum Positiven weiterentwickelt und beide sind mir immer sympathischer geworden.
Die Thematik rund um die römische Mythologie, das Promileben von Isabelle und Adam's psychologische Theorien fand ich super faszinierend.
Die Kapitel in denen man den Täter und seine Handlungen besser kennen lernt fand ich auch sehr interessant, besonders wenn man hinter seine wahnsinnigen Absichten stößt.
Im Mittelpunkt steht oft die Ermittlungsarbeit, die ich als etwas schleichend empfunden habe.
Die detailgenauen Tatorte hat der Autor gnadenlos aber nicht all zu blutig beschrieben und generell war der Aufbau der ganzen Story gut durchdacht.
Der kurze, heftige aber leider teilweise unrealistische Showdown war der spannendste Teil des Thrillers. Trotzdem hat mir das Rätseln rund um den Täter sehr viel Spaß gemacht.
Ich hoffe das in der Fortsetzung, die großen Fragen beantwortet werden, die jetzt noch offen sind.
Fazit: Ein in vielerlei Hinsicht faszinierender Thriller mit spannenden und vielschichtigen Charakter, der meiner Meinung nach noch mehr Nervenkitzel vertragen hätte.
Rezensionen von lesende_zitrone:
Süße Office Romance in einer Kleinstadt!
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis
Diese Haters-to-Lovers-Story hat mich absolut begeistert.
In dieser Geschichte geht es um Stella und Rowan, die in derselben Redaktion arbeiten. Doch seit Tag eins bringen sie sich gegenseitig auf die Palme. Als sich Stellas langjähriger Freund jedoch durch einen Tipp von Dr. Love von ihr trennt, fällt sie aus allen Wolken.
Als sie herausfindet, wer es ist, zwingt sie ihn, ihr zu helfen. Das endet natürlich in einem riesigen Chaos.
Stella und Rowan haben sich schnell in mein Herz geschlossen. Stella denkt zuerst an alle anderen und dann an sich selbst. Rowan bringt ihr bei, das zu ändern. Obwohl er seine eigenen Probleme am liebsten ignoriert. Die beiden zusammen waren sehr witzig und haben mein Herz erwärmt. Stellas Freunde und ihre Schwester sind allesamt großartige Charaktere, die der Geschichte einiges zugetragen haben. Ich freue mich auf einen weiteren Band!
Ich konnte gar nicht aufhören, der Geschichte zuzuhören! Ich dachte, es wird eine einfache Office-Romance, aber sie hat mich mit mehr Tiefgang überrascht. Es war sehr leicht, der Geschichte zu folgen und hineinzukommen. Es hat Spaß gemacht, dass beide Perspektiven enthalten waren. Das Kleinstadt-Setting und seine Bewohner haben mich absolut abgeholt.
Ich empfehle die Geschichte allen, die „Haters to Lovers“ und Kleinstadtgeschichten lieben!
Rezensionen von Immenhof:
Vielfältig
Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge von Maria Höck
„Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge“ gehört zu einer Reihe, die bereits für Kinder ab einem Jahr ausgewiesen ist. Enthalten sind viele verschiedene Fahrzeuge und dabei nicht nur die Klassiker wie Bagger, Traktor oder Feuerwehr. Auch eher ungewöhnliche Fahrzeuge wie Lastenräder, eine Kehrmaschine oder ein Zeppelin können entdeckt werden.
Gerade diese vielfältige Auswahl gefällt mir gut und erweitert nebenbei den Wortschatz.
Allerdings ist für mich nicht ganz ersichtlich, weshalb dieses Wimmelbuch bereits ab einem Jahr empfohlen wird, während andere Bücher erst für Kinder ab zwei Jahren ausgewiesen sind. Die Bilder sind zwar übersichtlich gestaltet, den Wortschatz finde ich teilweise aber doch recht anspruchsvoll für Einjährige. Dafür wächst das Buch sicherlich eine ganze Weile mit.
Ansonsten bekommt man ein klassisches Wimmelsuchbuch mit schönen und detailreichen Bildern. Auf den Doppelseiten gibt es viel zu entdecken und einzelne Gegenstände und Fahrzeuge können gezielt gesucht werden. Dadurch ergeben sich auch immer wieder Gesprächsmöglichkeiten. Für kleine Fahrzeugfans auf jeden Fall ein schönes Wimmelbuch mit einer wirklich abwechslungsreichen Fahrzeugauswahl und einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis.
Rezensionen von Philiene :
Packend
Chopin und der Klang des Todes von Oliver Buslau
Ich weiß gar nicht welche Geschichte mir in diesem Buch besser gefallen hat. Die von. Chopin und George Sand oder die von Ameliè. Die Erste ist die von Real existierenden Personen, die zweite ist fiktiv. Die erste ist die Geschichte ei er großen Liebe und die zweier großartiger Künstler, die zweit ein spannender Kriminalfall.
Das Buch wechselt zwischen der Künstlerwelt in Paris und der dunklen Welt der Pariser Gefängnisse. Es beschreibt facettenreichen das Leben in Paris und ist gleichzeitig sehr spannend.
Amelies Geschichte hat mich sehr berührt, ihre Zeit im Gefängnis, ihr Verzweiflung, ihre Suche nach der Wahrheit waren sehr eindringlich beschrieben. Ihre Figur irgendwas zwischen verzweifelt und stark. Im Gegensatz dazu dann Chopin in seiner ganz eigenen Welt und schließlich der Zusammenprall von beiden Welten.
Mir hat das Buch sehr gefallen, die Figuren waren authentisch, die historischen Fakten gut recherchiert und alles zusammen in eine spannende Geschichte verpackt.
Rezensionen von Danislesestube:
Gelungener elfter Teil
Toter Schatten von Leo Born
Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Jetzt sind schon elf Teile meiner liebsten Thriller Reihe veröffentlicht worden und irgendwie scheinen dem Autor die Ideen noch lange nicht ausgegangen zu sein. Zugegeben, wenn man immer wieder neue Charaktere erschafft, die teilweise über mehrere Teile präsent sind, kann man sehr viel herausholen.
Aber was, wenn Charaktere aus nächster Nähe ins Kreuzfeuer geraten und Dinge ans Tageslicht kommen, die man sich zwar hätte denken können, aber dennoch bei der Enthüllung überraschen? Mara hat im letzten Buch ohnehin schon viel einstecken müssen, aber irgendwann muss der Moment kommen, in welchem ihr alles zu viel wird?
Der Anfang ist wie immer eine kurze Vorschau auf das, was noch folgen wird. Ein Mädchen wird ermordet. Ihr wird ein Schmetterling auf den Schenkel gemalt. Von Vergewaltigung bewegt man sich schnell weg. Ins Nichts. Mara Billinsky und Co haben keine Spuren. Und wenn dann enden diese in einer Sackgasse. Selbst die Verbindung zu einem alten Fall hilft da nur bedingt etwas. Nebenbei bekommen wir eine zunächst unauffällige Nebenhandlung spendiert, die bis zur Mitte gerade so etwas mit dem Mordfall zu tun haben könnte. Daher beschließt Mara Billinsky wie immer mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Was neu ist: Ihr treuer Kollege Rosen scheint etwas vor ihr zu verbergen. Alte Ermittler sind erstaunlich schweigsam. Ein Grund mehr vorzupreschen.
Der Handlungsverlauf hat mir gut gefallen. Wie immer eine schöne Gerade mit ein paar wenigen Abzweigungen die sehr viel mehr Substanz und Gefahr hineinbringen. Das Mara einmal mehr auseinandergenommen wird und Misstrauen gestreut wird ist nur logisch. Ihre Charakterentwicklung hat sich seit Teil zehn noch ein Stück vertieft. Genauso bei Rosen und Klimmt. Dennoch ist diesmal etwas anders. Die Handlung ist weitaus langsamer und zäher. Kaum rasante Momente und wenn dann schlugen sie ein wie eine Granate. Man wird, versinkt regelrecht in die Handlung. Am Anfang war ich mir unsicher, ob das etwas Gutes ist.
Jetzt kann ich sagen: Es passte perfekt. Denn hier haben sich einige Abgründe aufgetan. Die nur durch ein reduziertes Tempo Zeit hatten sich zu entfalten. Sei es durch Entscheidungen oder Enthüllungen. Gänsehautmomente hatte ich einige. Manchmal auch Angst um einen bestimmten Charakter. Dass nicht immer jede Ermittlung ein Happy End hat, wird besonders hier deutlich. Das Ende knallte dementsprechend ordentlich rein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hier war es teilweise umgekehrt. Immer wieder erstaunlich was sich Leo Born einfallen lässt. Bin schon gespannt, wie Teil 12 sein wird. Offenbar geht es langsam Mara Umfeld an den Kragen. Was entweder für ein krasses Finale sorgen könnte, oder einem abrupten Ende. Wir werden sehen.
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Zerfall der Zeit
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Ein absolut lesenswerter Roman, der dem Leser den Zerfall der Zeit vor Augen führt.
Handwerkskunst, Geschmack, Tierwohl und Traditionen verlieren ihren Wert.
Es zählt nur noch das, was billig und praktisch ist.
Möchten wir wirklich so leben?
Ein außergewöhnliches Buch, das zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Total schräg
Rupert präsentiert: Echt unheimliche Gruselgeschichten 2 von Jeff Kinney
Alle der 12 Geschichten, die Rupert in diesem Buch präsentiert, sind total schräg. Manche mehr, manche weniger. Manche gefallen besser als andere, manche hätten kürzer sein können und manche länger. Da waren jedenfalls einige originelle Ideen dabei, die uns gut gefallen haben. Manches war auch absurd und seltsam.
Wahrscheinlich muss man kurze Storys einfach mögen. Sie können eben nicht so packend sein wie ein Roman. Oft fangen die Geschichten ganz gewöhnlich an: Ava ist umgezogen und möchte mit einer Übernachtungsparty Freunde gewinnen. Ruben möchte einfach nur mehr Zeit mit seinem Vater verbringen. Rex hat Angst, sich in der Umkleidekabine umzuziehen, oder Evelyn, die die vielen Umarmungen der Familie am Feiertag als unangenehm empfindet. So steckt in manchen dieser Geschichten auch eine stärkende Botschaft: dass man nicht tun muss, was man nicht mag, oder dass man immer stolz auf sich sein darf. Was Rupert daraus für schräge Handlungen baut, ist schon absurd unterhaltsam. Nicht gruselig, aber oft lustig und nicht vorhersehbar. Wer würde schon ahnen, dass eine Geschichte über einen Mann, der gerne Sport auf seinem Fernseher schaut, damit endet, dass alles endet?
Die comicartigen Illustrationen im vertrauten Zeichenstil von Gregs Tagebüchern schwächen den Gruselfaktor zusätzlich, weil das Übernatürliche ins Alltäglich übertragen oder auf die Schippe genommen wird – wie der Sensenmann, der erst durch Pech in der Liebe wurde, was er ist, oder das Zombiemädchen, das nur Anerkennung für seine Leistung wollte, aber auf ihr Aussehen reduziert wird. Außerdem wirkt es, als würde ein 12-jähriger Rupert am Lagerfeuer schaurige Geschichten erzählen, ganz getreu den Anfängen: „Es war einmal …“.
Dementsprechend sind die Sätze kurz und funktional, ohne Ausschmückungen, wörtliche Rede oder Beschreibungen. Grusel ohne die passende Stimmung zu erzeugen, ist schwierig. Das könnte einigen den Gruselspaß kosten. Ein positiver Punkt ist aber, dass sich die eine oder andere Wortbedeutung, die noch unbekannt sein könnte, aus den Zeichnungen erschließen lässt. Außerdem ist das Buch optisch sehr leicht lesbar, auch weil auf wirklich jeder Seite Illustrationen sind. Dann die Kürze der Geschichten. Das gefällt nicht nur Lesemuffeln.
Fazit: Nicht mit 'Gregs Tagebücher’ vergleichbar, aber schräg genug, um zu gefallen, wenn man nicht zu viel erwartet. Wer es verrückt mag und Zombies, Geister, Aliens oder Mutanten cool findet, wird seinen Spaß haben.
Rezensionen von Anjulia :
Das unumgängliche Lied des Rattenfängers
Played by the Piper - Die Unbeugsame von Raven Kennedy
Vor dreißig Jahren brach die Welt Brekon auf. Neun Bane, eine Art Dämonen, kamen aus dem Erdinneren und setzten Kinder, halb Fae, halb Bane in die Welt, bevor sie von mächtigen Blut-Fae vernichtet wurden. Esti ist eine dieser wenigen Fane, verachtet, ohne wirklichen Platz in der Welt der Fae. Die Stadt Hamelyn, in der sie lebt, wird von den Plagen überfallen.
Erst Fliegen, dann Gift und schließlich Ratten. Als der Rattenfänger, ein mächtiger Blut-Fae die Stadt davon befreit, erhält er keinen Lohn, sondern entführt stattdessen über Hundert ihrer Einwohner, darunter auch Esti. Esti ist bereit alles zu tun, um zu ihrer Mutter und Tante zurückzukehren.
Played by the Piper − Die Unbeugsame von Raven Kennedy verbindet Elemente aus dem Märchen vom Rattenfänger von Hameln mit Dark Romantasy vor dem Worldbuilding einer mittelalterlichen Postapokalypse. Besonders den Aufbau der Welt und die bedrohliche Stimmung durch die Plagen, hat die Autorin eindrucksvoll, blutig und grausam eingefangen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreißend und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird aus Estis Ich-Perspektive erzählt. Ich mochte ihre sture aber loyale Art sehr gerne. Ihre Gespräche mit dem Rattenfänger Varrik, mächtig, morally grey und undurchschaubar, machen einen bemerkenswerten Aspekt im Buch aus. Das Enemies-to-Lovers Genre ist, aufgrund Estis Gefangenschaft und ihrer Fluchtversuche gut getroffen. Das Ende hält einen unerwarteten Cliffhanger bereit, der die Beziehung der beiden nochmal auf den Kopf stellt und mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.











