Kunden em pfehlungen
Rezensionen von clematis:
Perfektionisten
Das Signal von Ursula Poznanski
Adam ist ein Perfektionist, ein Ästhet, er würde nicht einmal Äpfel ohne Stängel in die Obstschale legen. Wie wird er dann damit umgehen, dass seine bislang umwerfend aussehende Frau nach einem Unfall nur mehr ein Bein hat? Viola merkt bald, dass die Liebe schnell abkühlt, aber auch sie ist eine Perfektionistin.
Bald erkennt sie, dass im eigenen Haus nicht mehr alles stimmt.
Auf spannende Weise lässt Ursula Poznanski ihre Hauptfigur Viola in der Ich-Form erzählen, wodurch ihre Gedanken und Gefühle zu ihrer neuen Situation bestens erlebbar werden, dass die anderen Figuren nur aus ihrem Blickwinkel betrachtet werden, stört keineswegs. Im Gegenteil, so steigert sich die Phantasie Violas zu allerlei möglichen und unmöglichen Überlegungen und führt auch den Leser auf so manchen Irrweg. Gut recherchierte Details zu Amputationen, Prothesen und Phantomschmerzen fließen geschickt ins Geschehen ein ohne jedoch aufdringlich oder gar abstoßend zu wirken, die technischen Raffinessen diverser Kleingeräte und Violas trickreiche Vorgehensweise sorgen für weitgehende Kurzweil. Lediglich das immer wieder angedeutete Geheimnis und die daraus resultierenden Folgen finde ich nicht richtig überzeugend. Dennoch punktet die Autorin auch diesmal wieder mit ihrem flotten Schreibstil, inhaltlich fügen sich die psychologischen Betrachtungen der einzelnen Themenbereiche gut in die vorherrschende Atmosphäre im abgelegenen Haus ein.
Kurzum, wer weniger Blut und Nervenkitzel sucht als vielmehr Stimmung und Überlegungen einer einzelnen Figur, der wird hier erfüllende Lesestunden finden.
Rezensionen von DoraLupin:
Entschleunigung im Bücherdorf Redu
Mathilde und Marie,2 Audio-CD, 2 MP3 von Torsten Woywod
Hörbuchrezension:
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist.
Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt. Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler. Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.
Ich bin sehr schnell in das Hörbuch reingekommen, denn der Schreibstil ist leicht und schnörkellos, so kann man sich gut auf die Geschichte konzentrieren. Dennoch muss man auch sagen, dass der Autor einen Hang hat die Geschichte sehr ausschweifend zu erzählen und gerade den ersten Teil der Geschichte, indem man auch kaum etwas von Mathilde erfährt, hätte doch in meinen Augen etwas gekürzt werden dürfen. Der Autor hat es geschafft eine Geschichte über Entschleunigung zu schreiben, weg von Handy und Stress, hin zu Natur, Büchern und selbstgemachtem Essen. Das Bücherdorf Redu wird auch sehr bildhaft und lebendig beschrieben und man merkt dem Autor seine Liebe zu diesem Ort an. Die Geschichte zwischen Marie und Mathilde, die eigentlich erst richtig in der zweiten Hälfte beginnt, konnte mich berühren, auch wenn alles ein bisschen an eine märchenhafte Erzählung erinnert und auch zum Ende hin ein wenig zu kitschig wird, aber das ist ja immer auch Geschmackssache. Insgesamt habe ich der Geschichte gerne gelauscht und finde es toll, dass es das Bücherdorf Redu auch tatsächlich gibt, wie der Autor im Nachwort kurz erklärt. Dadurch das die Geschichte für meinen Geschmack ein wenig zu ausschweifend erzählt wurde, erhält das Hörbuch 3,5 Sterne.
Die Sprecherin hat gut zur Geschichte gepasst und hat diese schön vorgelesen. Ein Hörbuch das selbst ein wenig entschleunigt.
Rezensionen von DoraLupin:
Unterhaltsame Geschichte
Morgensonnenglück von Petra Schier
Als Holly Flowers' Großvater erkrankt, will er das Familiengut inmitten der Vulkaneifel an seine drei Enkelinnen überschreiben. Doch die Frauen haben völlig verschiedene Leben, und Holly hat Angst, das Gut könnte verkauft werden. Um das Vermächtnis ihres Großvaters zu retten, bringt sie ihre zerstrittene Familie an einen Tisch.
Lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht, und Hollys Leben steht plötzlich kopf. Dass ihre heimliche Jugendliebe Raik sich als Rechtsberater ihres Onkels um die Angelegenheiten des Gutes kümmert, bringt noch mehr Chaos in ihre Gefühle, erst recht, als prickelnde Leidenschaft zwischen ihnen aufflammt.
Ich habe sehr gut ins Buch reingefunden, denn der Schreibstil ist schön fluffig und nahbar zu lesen. Auch die Beschreibungen der Natur und der Personen sind gelungen und authentisch, so kann man sich als Leser alles sehr gut vorstellen. Ich würde das Buch schon als Wohlfühlroman beschreiben, auch wenn die Themen darin durchaus auch mit Tiefgang verbunden sind und der Geschichte eine tolle, realistische Ausstrahlung geben. Die meisten Personen im Buch finde ich sympathisch, auch wenn es natürlich auch immer die geben muss, die man nicht so mag. Mit den Protagonisten konnte ich aber immer gut mitfiebern und mich auch gut identifizieren.
Alles in allem eine sehr gelungene Geschichte, in wunderschöner Umgebung und mit sympathischen Protagonisten, auf jeden Fall empfehlenswert.
Rezensionen von BarbaraM:
Kleine Heldin, große Wirkung
Fritzi Furchtlos von Katja Reider
Das Bilderbuch „Fritzi Furchtlos – Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ von Katja Reider und Thorsten Saleina hat uns supergut gefallen, und wir haben Fritzi sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine wunderbare kleine Hauptfigur, mit der man sich schnell verbunden fühlt.
Besonders begeistert haben uns die wunderschönen Illustrationen.
Alle Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, und vor allem die unterschiedlichen Mimiken sind super gelungen. Man kann die Gefühle der Charaktere direkt in ihren Gesichtern ablesen, was die Geschichte gleich lebendiger macht.
Auch die Botschaft des Buches wird sehr einfühlsam und kindgerecht vermittelt. Wir haben uns sehr mit Fritzi gefreut, dass sie durch Fiete doch noch gelernt hat, sich zu fürchten. Es ist schön zu sehen, wie Gefühle durch andere Menschen sichtbar werden und wie wir uns manchmal erst durch sie unserer eigenen Emotionen bewusst werden. Genau das macht diese Geschichte so besonders.
Die Idee mit dem Angstausschlag fanden wir superlustig. Diese Szene hat bei uns für ein dickes Grinsen im Gesicht gesorgt. Humor und Tiefgang sind hier wunderbar miteinander verbunden, ohne dass es zu schwer oder belehrend wirkt.
Für uns ist dieses Buch ein ganz wundervolles Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft über Gefühle, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung. Es regt zum Nachdenken an, lädt zum gemeinsamen Gespräch ein und macht dabei einfach richtig viel Spaß. Ein echtes Herzensbuch!
Rezensionen von A:
Kopernikanische Wende der Theologie
Zwischen-Leben von Dieter Eigler
Das Buch kommt ganz bescheiden und unscheinbar zu einer wahrhaft kopernikanischen Wende der Theologie und des Gottesbildes: statt weit weg und unerreichbar wird Gott hier zärtlich, nah und zugänglich.
En passant lösen sie theologische Nüsse wie (1) Theodizee oder (2) Trinität als (1) irrelevant oder (2) schlicht nachvollziehbar, etc.
Ein Must-Read für alle theologisch Interessierten!
Rezensionen von ReiShimura:
Vom Suchen, Scheitern und Lieben
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Schwierige Familienverhältnisse und insbesondere komplizierte Mutter-Tochter Beziehungen sind beliebte Themen in der Literatur. Da kann einen schon mal das Gefühl überkommen, dass die Themen ausgereizt sind und es kein weiteres Buch dazu braucht. Doch dann stolpert man über ein Buch wie dieses und wird eines Besseren belehrt.
In ihrem Roman gibt die Autorin Judith Hoersch Einblick in das Leben von vier Frauen, Gabriele, Marie, Isabell und Alma. Alle vier sind Töchter und drei von ihnen sind ebenfalls Mutter. Das Leben der vier Frauen hängt auf irgendeine Art und Weise zusammen, wobei sich dies erst im Laufe des Romanes herauskristallisiert.
Die Erzählerperspektive wechselt zwischen den vier Frauen hin und her und auch Zeitsprünge gibt es in dem Buch so einige. Mal befindet man sich im Jahr 1981 und dann wieder 2019. Dies mag für manche Leserinnen und Leser eine Herausforderung oder ein Störfaktor sein, ich hatte damit im Großen und Ganzen keine Probleme.
Das Tempo des Buches würde ich als eher langsam und gemächlich bezeichnen. Gerade zu Beginn des Buches lässt sich Judith Hoersch viel Zeit und man hat phasenweise das Gefühl auf der Stelle zu treten. Dieses Gefühl ändert sich dann aber je näher man sich dem Ende des Buches nähert. Dort zieht das Tempo ordentlich an und die Ereignisse überschlagen sich fast.
Besonders hervorheben möchte ich, dass es sich hierbei meiner Meinung nach nicht um den klassischen Mutter-Tochter-Roman handelt. Judith Hoersch zeigt die verschiedensten Aspekte des Mutterseins auf, die schönen so wie auch die Schattenseiten. Auch dem Thema unerfüllter Kinderwunsch gibt sie Raum. Dabei geht sie sehr feinfühlig vor und überhaupt nicht wertend. Sie zeigt die Ambivalenz in den Muttergefühlen und wie sehr unsere Beziehung zur eigenen Mutter unser Verhältnis zu unseren Kindern beeinflusst.
Spannend fand ich, dass es sich bei diesem Hörbuch um eine Autorenlesung handelt. Damit habe ich bis dato sehr durchwachsene Erfahrungen gemacht und ziehe normalerweise professionelle und ausgebildete Sprecherinnen und Sprecher vor. Von Anfang an war ich allerdings begeistert von Judith Hoerschs Stimme und ihrer Art das Hörbuch zu lesen. Dies ist wahrscheinlich auch der Tatsache geschuldet, dass die Autorin auch Schauspielerin und Synchronsprecherin ist. Sie versteht ihr Handwerk wirklich und ich würde sofort wieder ein Hörbuch hören, welches von ihr gelesen wird.
Dieses Buch richtet sich meiner Meinung nach vor allem an Leserinnen und Leser die eine kraftvolle, feinfühlige und tiefsinnige Geschichte zu schätzen wissen. Personen die Bücher mit viel Handlung und Spannung bevorzugen, werden dieses Buch wohl eher nicht genießen können. Für mich war es auf jeden Fall eine sehr interessante Lektüre, die noch immer nachwirkt.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gefallen
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Zum Inhalt:
Jakob gerät nach einem brutalen Überfall, bei dem seine Familie stirbt, in die Hand von Söldnern und wird nach Böhmen verschleppt und zum Dienst in der Armee von General Mansfeld gezwungen. Doch er erkennt dabei auch seine Bestimmung, den Rachefeldzug gegen Heinrich von Hohenfels. Doch es stellt sich die Frage, wie weit man gehen darf.
Meine Meinung:
Was mir hier so richtig gut gefallen hat, ist dass man natürlich in einer Romanform auch ein wenig Geschichte vermittelt bekommt. Dabei hat mir der Schreibstil besonders gut gefallen, weil auch die Sprache an die Zeit angepasst war und eben nicht so eine neumodische Sprache, die nicht gepasst hätte. Auch bekommt man einen Eindruck von einer Zeit, die voller Brutalität, aber auch Entbehrungen war, in der man selbst nicht hätte leben wollen. Man hat zwischendurch fast das Gefühl man liest ein super spannendes Geschichtsbuch, weil historische Ereignisse und Fantasie fließend ineinander über gehen.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von lesende_zitrone:
Ein FBI-Agent und eine Köchin
The Heat is on - Something's Cooking Between Us von Felicia Kingsley
Eine geheime Undercover-Operation mit vielen unerwarteten Wendungen. Und eine Frau, die wieder lernen muss, dass sie mehr sein kann.
In der Geschichte geht es um Romeo und Julia. Während Romeo ein FBI Agent ist, der die kriminellen Geschäfte von Julias Familie aufdecken soll, will Julia einfach nur ihr Leben zurück.
Seit Ihrer Diagnose wird sie von ihrem Vater stark eingeschränkt, dabei will sie nur im Familien-Restaurant als Chefköchin arbeiten. Während Romeo sich immer mehr in Betrieb einschleicht, kommt er auch Julia näher. Allerdings sollte man als Agent auf keinen Fall seine Zielperson küssen…oder?
Julia hat viel mit ihrer Familie und ihrer Krankheit zu kämpfen. Trotzdem versucht sie sich immer wieder durchzusetzen und ihre Wünsche bei ihrem Vater durchzusetzen. Ich finde sie sehr schlagkräftig und sympathisch. Nach und nach entdeckt sie sich wieder, was schön und realistisch dargestellt wurde. Romeo bzw. Dwight ist sehr talentiert, in jeder Hinsicht. Er hat, obwohl er jemanden anderen spielt, ein sehr großes Herz und absolut charmant. Zu jedem baut er schnell eine gute Basis auf, die er seiner FBI-Ausbildung zu verdanken hat. Wenn die beiden zusammen in einem Raum sind, sprühen die Funken schnell. Entweder schlecht oder vielleicht auch mal prickelnd.
Obwohl das Buch doch schon einige Seiten hat, finde ich die Geschichte spannend und fließend erzählt. Was mich das Buch kaum aus den Händen legen ließ. Das Restaurant Setting ist toll und hat sich real angefühlt. Die Krankheit von Julia wurde mit Respekt und Verstand thematisiert. Bisher hatte ich keinen Kontakt mit der Krankheit, es wurde aber sehr verständlich erklärt und wurde im Buch nie vergessen. Ihre Ängste und Unsicherheiten waren realitätsnah erläutert, wie ich empfinde. Da im Buch beide Perspektiven beschrieben waren, finde ich, hat es nochmal alles lebendiger werden lassen. Alles in einem ist die Story sehr fesselnd, mit viel Ernstigkeit, ebenso zum Lachen und Mitfühlen.
Die Geschichte ist eine große Empfehlung meinerseits für Leser/innen, die gerne etwas Abwechslung suchen mit Spice und viel Prickeln.
Rezensionen von BR:
Unzufriedenheit
Die Liebe, später von Gisa Klönne
Kora lebt seit vielen Jahren in Anselms Elternhaus in Köln während er zur Arbeit nach Berlin pendelte und nur am Wochenende zuhause war. Doch nun hat sich für Kora ihr vertrautes Leben verändert. Sie selbst musste eine schwere Zeit mit einer Herz OP überstehen und dass Anselm mit einer Frühverrentung jetzt ständig in Köln lebt hat sie komplett überrumpelt.
Von Anfang an merken wir dass Kora sich von ihrem Mann Anselm entfernt. Gleich mit der hastigen Abreise zu einer Einladung einer langjährigen Kollegin nach München. Sie hängt direkt einen Abstecher zu einem Bekannten dran der Kora unbedingt in die Suche nach seiner verschwundenen Frau einbinden will. In ihrer Beziehung geht sie auch auf Abstand. Sie lässt Anselm im Ungewissen wohin und warum sie verreist und die Grüblereien über die Beziehung teilt sie nicht mit ihm.
Ich habe mir schwergetan mit dieser Geschichte, besonders weil ich Kora mit ihrer Unzufriedenheit und ihren Gedankengängen nicht verstehen konnte. Ich bin genau in diesem Alter und finde dass man bis dahin schon viel darüber gelernt hat wie sich das Leben verändert. Man kennt die Gefahr von Verlust und Krankheit und spürt dass Möglichkeiten und Ziele etwas enger werden. Aber man tut gut daran, die Dinge zu schätzen die man hat und die gut sind. Auch eine gute Beziehung oder gute Freundschaften sind sehr wertvoll und man sollte schon etwas Mühe investieren.
Immerhin hatte ich zum Ende hin den Eindruck dass Kora mit ihrer Unruhe und allen Zweifeln doch auf einen Weg zurück gefunden hat.
Rezensionen von Ryria:
Vertraue niemandem
Das Signal von Ursula Poznanski
Als großer Poznanski-Fan war ich echt gespannt, welches Thema sie diesmal als Grundlage für ihren Thriller gewählt hat und diesmal haben wir gleich zwei Schwerpunkte: Winzige GPS-Tracker und das Leben, nachdem man ein Bein verloren hat.
Viola lebt zusammen mit ihrem Ehemann Adam das nach außen hin perfekte Leben, beide beruflich erfolgreich, attraktiv und im Auge der Öffentlichkeit.
Dass Viola bei einem Unfall dann jedoch ihr Bein verliert und keinerlei Erinnerung mehr an den Vorfall hat, ruiniert dieses perfekte Bild dann allerdings doch ein wenig, auch wenn Adam sich viel Mühe zu geben scheint. Doch kann sie ihm wirklich noch trauen? Moderne GPS-Tracker könnten die Antwort liefern...
Der Schreibstil ist genauso gut wie immer, man fliegt quasi durch die Seiten. In scheinbar "normale" Abschnitte mischen sich gut gestreute kleine Hinweise, die man jedoch zuerst nicht wirklich zuordnen kann. Von Anfang an stellt man sich viele Fragen und die Neugier treibt einen immer dazu, doch einfach noch ein Kapitel zu lesen, typisch für Poznanski-Bücher.
Etwas schade fand ich hier jedoch, dass man mit ein wenig Fachwissen recht schnell erraten kann, worum es eigentlich geht, einiges ist doch etwas vorhersehbar. Die große Überraschung am Ende bleibt dadurch aus, trotzdem war es ganz spannend zu lesen, wenn auch mit vereinzelten Abschnitten, die sich ein wenig gezogen haben.
So tragen ständige Wiederholungen über die Schwierigkeiten mit einem Bein oder das Verfolgen der Mitmenschen über die Tracker zwar zur Grundstimmung und Violas mentalem Zustand gut bei, für den Leser ist es nach einer Weile jedoch nicht mehr sooo spannend.
Die Atmosphäre wird aber gut getroffen, man wird selbst beim Lesen misstrauisch und leidet mit. Eine überschaubare Anzahl Charaktere sorgt dafür, dass man leicht den Überblick behält und schnell eigene Verdächtigungen anstellen kann.
Auch fand ich es wieder toll, wie die Grundthemen eingearbeitet wurden, man erfährt viel über die Tracker und das Leben mit einem Bein. Dies wirkte auf mich auch gut recherchiert und somit zusätzlich informativ.
Aus meiner Sicht nicht ihr bestes Werk, aber trotzdem wie gewohnt gute Spannung!










