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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von BR:

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kann gut schreiben

Wolkenberührpunkt von Christoph Kramer

Zu Beginn des Buches schildert Christoph Kramer in welcher Lebensphase er vor der Entstehung seines ersten Buches stand und wie ihm das Schreiben damals geholfen hat, diese zu bewältigen. Da ich das Buch gelesen habe fand ich das eine sehr interessante Information. Und auch die Entstehung dieses neuen Buches ist eine besondere.

In einer Buchhandlung trifft er Roman der sein Buch kauft und mit ihm ins Gespräch kommt. Roman erzählt seine für ihn schwierige Lebensgeschichte die Christoph Kramer dann uns erzählt.

In der Silvesternacht zum Jahr 2000 erfährt Roman von seinem Vater etwas das ihn vollkommen aus der Bahn wirft. Nichts ist mehr wie vorher und er braucht viele Jahre um dies anzunehmen. Parallel zu Romans Geschichte flechtet Christoph Kramer Vergleiche zu seinem eigenen Leben ein. Er bemerkt wie geliebt, behütet und unbeschwert er aufgewachsen ist und kann dies auch sehr wertschätzen.

Christoph Kramer kann gut schreiben. Und wohl auch sehr gut zuhören, denn nur so konnte er Romans Geschichte in diesem Buch präsentieren. Seinen Schreibstil fand ich, passend zur Geschichte, deutlich erwachsener. Dass ein Stern bei der Bewertung fehlt ist der streckenweisen Langatmigkeit geschuldet.

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Marcella ermittelt

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Marcella hatte viele Jahre in Stuttgart gelebt bis ihr deutscher Ehemann auf die schiefe Bahn geriet. Zuhause verstarben ihre Eltern so ist sie mit ihrem Sohn wieder in ihr ligurisches Heimatdorf zurückgekehrt. Ihr Sohn Domenico ist mittlerweile Polizist in ihrem Dorf.

Marcella ist gut vernetzt so dass ihr Besonderheiten im Dorfgeschehen auffallen und sie nachdenkt und nachfragt.

Die Anhäufung plötzlicher Todesfälle von Menschen in ihrem Alter, die sie selbst noch als fit und mit vielen Plänen erlebt hat, irritiert sie.
Dass Marcella auf eigene Faust dem vermeintlichen Verbrechen nachspürt und in gefährliche Situationen kommt war auch dem geschuldet dass ihr Sohn nicht bereit war Marcellas Recherchen ernst zu nehmen und die Sache von Seiten der Polizei in die Hand zu nehmen.

Ich habe überrascht festgestellt dass ich die beschriebene Gegend nahe der französischen Grenze kenne. Es ist sicher über 20 Jahre her, dass ich einen Sommerurlaub in Bordighera verbracht habe. Somit habe ich eine Vorstellung von der Küste und vom kleinen Bergdorf in dem Marcella wohnt.
Ich habe wenig Erfahrung mit Cosy Crime aber dieser humorige Krimi mit viel italienischem Flair hat mich gut unterhalten.

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ungewöhnlich

Die Auster von Yael Inokai

Dr. Bronstett, der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird in seinem Haus ermordet aufgefunden. Leonora Bloch arbeitet seit vielen Jahren dort als Reinigungskraft, war auch schon im Kaufhaus beschäftigt.

Bei allem was wir Leser über das Geschehen erfahren hatte ich das Gefühl dass vieles im Verborgenen bleibt.

Oder dass geheimnisvolles angedeutet wird, so z.B. dass Leonardas Sohn Sebastian im jungen Erwachsenenalter verstorben ist. Dieses da-fehlt-doch-etwas Gefühl steckte sowohl in dem Verbrechen als auch bei den erwähnten Personen und ihren Beziehungen untereinander. Im Nachhinein fällt mir auf dass dies so schon im Klappentext erwähnt war: "eine treue Reinigungskraft, die mehr Geheimnisse hütet, als sie preisgibt".

Ich habe das Buch mit Interesse gelesen denn ich war neugierig wie diese skurille Geschichte ausgehen könnte. Letzlich war ich nicht ganz glücklich mit der Aufklärung, dem Warum und wie dorthin gefunden wurde.

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tolles Buch

Sterne finden ganz einfach von Klaus M. Schittenhelm

Für mich war wichtig herauszufinden, ob es mit diesem Buch wirklich (kinder-)leicht gelingt Sternbilder klar zu deuten. Bei bisherigen Rezensionen habe ich diese Information gesucht und leider nur selten gefunden.
Inzwischen habe ich 2-3 mal mitternächtlich schöne Sternenhimmel betrachtet. Ganz so sicher konnte ich die beschriebenen Ziele aber nicht erkennen.

Obwohl bei meinem Standort die Zuordnung der Himmelsrichtungen eindeutig war. Immerhin bei der “Der Schwan” als August-Beispiel bin ich fündig geworden. Ich hoffe dass ich im Verlauf der nächsten Monate mein Gespür noch etwas verbessern kann.

Vom Buch selbst bin auch ich begeistert: Es liegt gut in der Hand, ist gut strukturiert und das Highlight sind die Doppelseiten mit toller Darstellung des Sternenhimmels und Anleitungen zur Suche. Es gibt jeweils zu den vier Jahreszeiten einen Überblick und nachfolgend den Monaten zugeordnete Vorstellungen einzelner Sternbilder.

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verschachtelt

Alleinruhelage von Eva Menasse

Zwischen den Satz "Haus, ich verkaufe dich" auf der ersten Seite und dann abschließend auf der letzten bindet die Erzählerin ihre Lebensgeschichte ein. Als Freizeit-Alternative für die Familie mit Kindern hatten sie vor Jahren eine stillgelegte Kneipe in einem Waldgebiet mit See in der ehemaligen DDR gekauft.

In direkter Nachbarschaft gibt es eine alte Wohnsiedlung, die Datschen, deren Bewohner und ihre Argwohn ihr gegenüber ausführlich dargestellt werden. Mit vielen Zeitsprüngen lesen wir von Erlebnissen mit den Kindern, die spätere Trennung, Besuche von Freunden und Zeit mit neuen Partnern die die Erzählerin dort draußen verbracht hat.

Meine Erwartungen an einen unterhaltsamen Roman haben sich nicht erfüllt, dafür haben mich die erzählten Begebenheiten zu wenig interessiert. Und richtig nervend fand ich die ellenlangen, verschachtelten Sätze die sich über viele Zeilen hingezogen haben.

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alles fließt

Tage am Fluss von Jochen Mariss

alles fließt
Sara lebt zurückgezogen auf dem Grundstück ihrer Eltern und hat von ihrem Vater die Aufgabe übernommen, mit der Fähre die Einwohner eines abgelegenen Ortsteils über den Fluss zu bringen. Bei einer letzten Rückfahrt des Tages kommt ein sichtlich erschöpfter und verletzter junger Mann auf ihre Fähre.

Uns wird Sara gleich als Einzelgängerin vorgestellt; dass sie keinen einfachen Zugang zu anderen Menschen hat ist offensichtlich. Und so ist ihre Begegnung mit Leon für sie eine schwierige Aufgabe. Da er aber verletzt ist und Hilfe braucht überwindet sie sich dazu ihn bei sich übernachten zu lassen.

Wie vom Leser erwartet wird daraus ein längerer Aufenthalt. Leon kann Sara bei den vielen liegengebliebenen Arbeiten unterstützen und es entwickelt sich ein freundschaftliches Miteinander. Recht unverständlich ist für mich Leons Verhalten. Nachdem zwischen den beiden eine Vertrautheit heranwächst verschweigt er weiterhin zwei sehr wichtige Themen. Seine Ausrede, Seite 258, ist doch sehr dünn "Ich wollte es dir schon die ganze Zeit sagen, aber es ist immer wieder was dazwischengekommen."

Die Geschichte wird ruhig erzählt und lebt von dem vorsichtigen Annähern der beiden. Beide haben aus der Vergangenheit ihre Geheimnisse, haben eine enge Verbindung zur Natur und sorgen sich um die Zukunft.

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Szenen aus der Heidestraße

Die Straße,4 Audio-CD von Robert Seethaler

Das Hörbuch wird gelesen von Matthias Brandt, ein toller Schauspieler der eine sehr angenehme Lesestimme mit Wiedererkennungswert hat. Inhaltlich hören wir viele einzelne Szenen die sich in der Heidestraße abspielen. Zum Teil wird was eben Beschriebenes von einem anderen Teilnehmer aus seiner Sicht erzählt so dass ein bisschen der Zusammenhang der Ereignisse erkennbar wird.

Es fiel mir recht schwer beim Zuhören zu erkennen wer von den vielen Bewohnern der Straße gerade erzählt. Zum Teil konnte man anhand des Inhaltes leicht deuten dass es der Arzt, der Pfarrer oder der Antiquar war. Aber bei vielen Teilen wo eher banale Alltagsbegebenheiten berichtet wurden blieb man im Zweifel. Im Buch erkennt man wohl eher die Absätze, aber eine klare Definition gibt es dort auch nicht.
Der Umgangston der Bewohner ist eher rauh und unhöflich oder geprägt von Neid, Missgunst und Unzufriedenheit. Ich kann mich im Nachhinein nicht wirklich an was Freundliches, Liebevolles erinnern. Leider konnte ich mit dem Aneinanderreihen vieler Anekdoten und Ereignissen nicht so viel anfangen.

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Ohrwurm-Alarm

Hope Joanna von Horst Evers

Sobald ich dieses Buch in die Hand nahm, hatte ich einen Ohrwurm. Da das ein toller Song ist war das aber gut auszuhalten. Ich gehöre zu der Generation die diesen Hit und seine Bedeutung live erlebt hatten.

Schon die Geschichte mit der Namensgebung von Hope Joanna ist ne Wucht und definiert ihre Eltern als typische Berliner mit Herz und Schnauze und viel Humor.

Der Fall selbst ist eher skurill aber diese Berliner Schnoddrigkeit, der Wortwitz und der rauhe Umgangston führen uns Leser mitten rein in fremde Welten.

Ich habe mich bei dieser Jagd durch Berlin recht wohlgefühlt und dieses Trio mit Hope, Zecke Neuendorf und die Kommissar-Anwärterin Siri liebgewonnen. Ich kann mir gut vorstellen dass sie weitere Fälle angehen. Zumal direkt in ihrem Umfeld der Kollege Lannert spurlos verschwunden ist und es da wohl was zu ermitteln gäbe.

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beeindruckend

The Artist von Lucy Steeds

Der junge englische Journalist Joseph Adelaide reist in die Provence zu dem zurückgezogen lebenden Maler Edouard Tartuffe. Dieser ist für die Kunstwelt vollkommen unnahbar und Joseph ist sehr aufgeregt dass er nach vielen Anfragen nun eine Einladung von ihm bekommen hat. Der Maler selbst will mit Joseph nichts zu tun haben und schickt ihn weg.

Joseph erkennt dass seine Einladung von der Nichte des Malers stammt, Ettie. Geschickt bietet Ettie ihrem Onkel, Tata, den jungen Mann als Modell für ein geplantes Gemälde an und der Maler nimmt die Gelegenheit wahr. So verbringt Joseph viele Wochen über den Sommer im alten Bauernhaus und lernt die Arbeit und die Eigenheiten des Malers kennen.

Langsam erfahren wir auch die Hintergründe dafür dass Ettie nach dem Weggang ihrer Mutter vollkommen ohne eigenes Leben in der ländlichen Einsamkeit bleibt. Sie war sieben Jahre alt als ihre Mutter fort ging und die Kleine bei ihrem Bruder zurück ließ. Dieser hatte keinerlei Verständnis für die Bedürfnisse und Trauer des Mädchens die darauf hoffte dass die Mutter zurück kommt. Im Gegenteil, er nötigte sie dazu kochen zu lernen und sich um alles im Haushalt zu kümmern.
Besonders ungerecht war Tata zu ihr als er ihr das malen verbat und ihre Pinsel zerbrochen und Stifte weggenommen hat. Es ist schwer auszuhalten dass Ettie so gebunden an dieses Anwesen ist und ihr Leben damit verbringt, alles rund um den Maler zu organisieren, richten und erledigen.

Ich kenne sowohl die Provence als auch die Kunst die dort entstand wie Van Goghs "Brücke von Arles". Diese Kunstszene zum Ende des 19. Jahrhunderts ist in dieses Buch sehr gut eingeflossen. Die trockene Landschaft mit den gelben Feldern, der weite Himmel, die Einflüsse der Düfte und des Lichts sind sehr treffend und bildgewaltig beschrieben. Die Entstehung der Gemälde und Josephs Beobachtungen erzeugten eine Sogwirkung ebenso wie das Miteinander, die Spannungen und die Geheimnisse zwischen den drei Hauptfiguren.

Nicht gefallen hat mir eine Szene in der "Kunstinteressierte" auf dem Hof eingefallen sind und sich benommen haben wie eine offene Hose. Vollkommen überspannt und es hat meiner Meinung nach dem Erzählfluss nicht gutgetan. In der Summe hat mich diese fiktive Geschichte aber beeindruckt.

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originelle Grundidee

Noch fünf Tage von Helena Falke

Lis Castrop ist Weltklasseköchin und hat eine wichtige Stellung in einem Londoner Edelrestaurant. Da Lis aber eine Tochter hat nutzt sie die Chance zu einer Festanstellung bei einer sehr reichen Familie. Beide können bei der Familie Harman wohnen und Cosima wird dadurch eine Top Schulbildung geboten.

An Silvester bereitet Liz in dem Feriendomizil in Davos ein aufwendiges Menü zu. Dabei erliegt die gesamte 4-köpfige Familie Harman einer Vergiftung. Das verwendete Gift ist so hochwirksam dass schnell klar ist dass auch Lis, obwohl sie überlebt hat, daran versterben wird. Es kommt hinzu dass Liz als Köchin selbst im Verdacht steht das Gift angewendet zu haben. Der Leser erlebt mit Liz diese 5 Tagen in einer Luxusklinik in Davos.

Lis nutzt die restlichen Zeit um dem Hintergrund dieser Tat auf die Spur zu kommen. Unterstützt wird sie dabei von der Pflegerin Esme. Mit ihren Gedanken und Recherchen im Internet lernen wir Lis’ Welt in den letzten Jahren kennen. Was sich im Restaurant und später innerhalb der Familie abgespielt hat. Auch Konflikte zwischen Personen, die vielleicht ein Tatmotiv zum Mordanschlag liefern könnten. Bei den Ereignissen in der Vergangenheit hatte ich den Eindruck, dass Lis immer wieder ausgenutzt wurde. Sowohl von den Mitgliedern der Familie Harman als auch ihrem Chef im Edel-Restaurant.

Die Grundidee dass Lis genau weiß dass auch sie an der Vergiftung sterben wird und aus dieser Situation heraus nach dem Täter sucht, fand ich schon sehr originell. Allerdings fand ich die Geschichte trotz der ablaufenden Zeit recht zähfließend.

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originelle Grundidee