Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Kriegsgeheimnisse
Kritische Masse von Sara Paretsky
Die Privatdetektivin Vic Warshawski wird von einer befreundeten Ärztin gebeten, nach einem beunruhigenden Anruf nach der drogensüchtigen Tochter einer gemeinsamen Freundin zu sehen.
Als Vic bei der genannten Adresse ankommt, bietet sich ihr ein Bild der Verwüstung. Die Hütte am Land in Palfry County, nahe Chicago, war eine sogenannte Methküche, ist zerstört, ein Hund erschossen, ein zweiter schwer verletzt, ein Mann erschossen und von der verstörten Anruferin, Judy Binder keine Spur.
Warshawski begibt sich auf die Suche, befragt Judys Mutter, eine spröde, abweisende Frau, die ihrerseits nach ihrem Enkel Martin sucht.
Vic fragt bei der Computerfirma, bei der Martin gearbeitet hat, an und spürt, dass sie in Gefahr ist. Sie merkt, dass sie vom eimatschutz überwacht wird. Irgendjemand will weitere Nachforschungen verhindern. Sie stößt auf ein Geheimnis, dass bis zum 2. Weltkrieg in Europa zurückführt.
Korrupte Beamte behindern ihre Suche nach der Wahrheit und bringen sie in Lebensgefahr.
Spannend, interessant und intelligent geschrieben.
Rezensionen von PFIFF:
Jugenderlebnisse Camilleris
Gewisse Momente von Camilleri Andrea
In Kurzgeschichten erzählt Camilleri aus seinem Leben, von für ihn einschneidenden und im Gedächtis gebliebenen Begebenheiten, die ihn geprägt haben und wichtig waren für seine Entwicklung als Mensch und Autor.
Er beschreibt Weggefährten, Lehrer und Freunde und seine Beziehung zu ihnen. Manchmal traurig, lustig oder betroffen machend.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein tolles Kinder-Sachbuch auf den Spuren Leonardo da Vincis, das zum Weiterforschen anregt
Gewisse Momente von Camilleri Andrea
„Leonardos Flugmaschinen – Anselmo und das Vermächtnis des Meisters“ von Autor Stephan Martin Meyer und Illustrator Thorwald Spangenberg ist 2019 im Gerstenberg Verlag erschienen und umfasst 79 Seiten.
Der 14-jährige Anselmo kommt nach dem Tod seiner Familie durch die Pest zu seinem Onkel Giovanni, der als Kapuzinerbruder in einem Kloster lebt.
Hier wird er liebevoll aufgenommen, muss sich jedoch erst an das Leben dort gewöhnen. Als er gerade seinem Onkel in der Werkstatt hilft, entdeckt er eines Tages in einer Kiste verschiedene Zeichnungen. Sie stammen von Leonardo da Vinci. Anselmo ist vor allem von den Illustrationen der Erfindungen zum Thema „Fliegen“ absolut begeistert und steckt seinen Onkel mit der Idee, die Zeichnungen in die Realität umzusetzen an. Allen Brüdern im Konvent ist dies allerdings nicht ganz geheuer.
Das Buch ist eine wunderbar gelungene Mischung aus Kinder- und Sachbuch und das sowohl vom Text als auch von den Illustrationen her.
Neben der Geschichte um Anselmo und seinen Onkel Giovanni lernen hier Klein und Groß etwas über das Leben im Kloster bei den Kapuzinern, über das Leben von Leonardo da Vinci, seine Zeichnungen und Gemälde und einiges über die Theorie des Fliegens. Der Schreibstil ist absolut kindgerecht und liest sich sehr flüssig.
Das ganze Buch ist insgesamt von seinen Illustrationen her dem Stil Leonardo da Vincis nachempfunden und dem Illustrator Thorwald Spangenberg ganz wundervoll gelungen. Hier gehen Text und Illustrationen Hand in Hand. Wir sind davon total begeistert!
Fazit: Uns hat das Buch richtig gut gefallen. So gut, dass wir sogar weitergeforscht haben, um noch mehr über Leonardo da Vinci zu erfahren.
Wir würden uns wünschen, dass dieses Buch in vielen Kinderzimmern, Bibliotheken und Klassenzimmern einzieht, denn da gehört es unserer Meinung auf alle Fälle hin.
Von uns gibt es eine absolute Lese- und „Anschau“-Empfehlung!
So ein wunderbares Buch - ein echtes Erlebnis für Groß und Klein!
„Das ist ein echter Schatz, Mama!“ (Zitat meines Sohnes)
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein magischer Abschluss
Nordlicht - Die Magie der wilden Pferde von Karin Müller
Island hat Elin tief in seinen Bann gezogen. Aber die Pferdeinsel im hohen Norden birgt ein düsteres Geheimnis. Etwas Bedrohliches braut sich zusammen und nicht nur Ljósadís und ihr Fohlen sind in großer Gefahr. Auf einmal liegt nicht weniger als die Zukunft Islands in Káris und Elins Händen. Aber wem können sie noch vertrauen? Und was plant Freyja, Káris Freundin aus Kindertagen? Es steht viel auf dem Spiel und Elin muss Entscheidungen treffen, die ihr ganzes Leben beeinflussen.
„Nordlicht – Die Magie der wilden Pferde“ ist der dritte und abschließende Teil dieser Trilogie. Er beginnt genau da, wo Band 2 endet und somit geht es direkt weiter mit Elin in Island.
Alles bleibt sehr magisch und mysteriös. Elin die Weltenwanderin versucht mit Hilfe von Kàri den Vulkan Hekla zu beruhigen und das unsichtbare Volk zu überzeugen, dass die Menschen nicht alle schlecht sind. Dabei ist die Vertrauensfrage allgegenwärtig aber auch Freundschaft und Zusammenhalt.
Wie auch in den ersten beiden Bänden beschreibt die Autorin Islands Natur unbeschreiblich greifbar und fantasievoll. Auch die Welt des unsichtbaren Volkes und ihre Bewohner sind wieder einmal magisch beschrieben. Dieser Band entbehrt nichts an Sagen und Mythen der anderen Bände. In jedem Kapitel und jedem Teil des Abenteuers klingt ein bisschen Zauber mit. Das gefällt mir sehr gut.
Nicht zu vergessen, dass die Pferde auch hier nicht zu kurz kommen, obwohl Elin durch ihre Verletzung aus dem letzten Band nicht viel reiten darf. Trotzdem ist und bleibt es ein wundervoll fantasievolles Pferdebuch, für alle großen und kleinen Pferdemädchen.
Dieses Zitat ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben:
„Was wir nicht kennen, macht uns doch immer Angst: Andere Hautfarben, Religionen, Vorlieben – es ist immer einfach, tolerant zu sein, wenn man die gleichen Meinungen, Ziele oder Ideen hat, nicht wahr? Toleranz bedeutet aber, die Welt wertfrei zu betrachten, sie als Gottes wunderbares Geschenk der Schöpfung zu begreifen und daraus etwas Gutes entstehen zu lassen. Sich zu öffnen für das Unbekannte im anderen, Kompromisse zu finden. Dann findet wahre Begegnung statt.“
Rezensionen von thora01:
Genialer Zukunftsroman
Nordlicht - Die Magie der wilden Pferde von Karin Müller
Inhalt/Klappentext:
Auf einer Expedition in die Antarktis macht die Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley eine erschreckende Entdeckung: Erwachen unter dem jahrtausende alten Eis hunderte Vulkane?
Rund um die antarktische Platte registrieren Seismographen merkwürdige Schwingungen. Erdbeben erschüttern Neuseeland und Chile.
Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes kündigt sich an. Doch niemand, weder Wirtschaftsbosse noch Politiker, will Georginas Warnungen glauben. Mit einem Mal sieht sich die junge Wissenschaftlerin inmitten eines weltweiten Komplotts aus Machtgier und Manipulation. Jayden Turkov, ein skrupelloser Industrieboss, der den Energiesektor ganzer Kontinente beherrscht, setzt alle Hebel in Bewegung, um sie auszuschalten. Viel Zeit bleibt Georgina nicht, um die Umweltkatastrophe und damit den Tod von Millionen Menschen zu verhindern. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung …
(Quelle: VA – Verlag Aretz)
Meine Meinung-
Sehr spannende Katastrophengeschichte. Der Autor hat mich sofort durch seinen Schreibstil in den Bann gezogen. Sehr spannend fand ich wie bereits reale Ereignisse mit düsteren zukünftigen Ereignissen verwoben wurden. Diese Geschichte regt zum Nachdenken an und bringt sehr brisante Themen ans Tageslicht. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und haben jeder ihre eigenen Stärken und Schwächen. Ganz besonders hat mir Dr. Finley gefallen. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit und lässt sich von niemanden unterkriegen. Auch ihre beiden Kolleginnen fand ich toll. Sie sind ein tolles Team und stehen für einander ein. Mit Jayden Turkov hat der Autor einen ganz speziellen Bösewicht erschaffen. Ich sehe ihn als ein größenwahnsinnigen Wurm der mit Mafia-Methoden die Erde beherrschen möchte. Die Story ist von der ersten Seite weg sehr spannend. Die verschiedenen Schauplätze fand ich sehr gut gewählt. Der Autor hat die Ereignisse über den gesamten Erdball gestreut. Das Springen von einem Schauplatz zum Nächsten fand ich sehr erfrischend. Der Abschluss war sehr actionreich und unerwartet. Ich hätte nie mit diesem Ausgang gerechnet.
Mein Fazit:
Toller Katastrophenroman mit einem wahren Kern. Er regt den Leser zum Nachdenken an und zeigt eine sehr düstere Zukunftsaussicht. Er hat mich sofort gefesselt und mir dabei eine sehr kurze Nacht beschert, da ich ihn unbedingt fertig lesen musste.
Rezensionen von liesmal:
Echte Freunde
Gottfried, der Turborabe - Ennos allerbester Freund von Christoph Fromm
„Gottfried der Turborabe“ - Der Autor Christoph Fromm erzählt das zweite Abenteuer mit dem Untertitel „Ennos bester Freund“. Erschienen ist das Buch im Primero Verlag und wird empfohlen als Erst- und Vorlesebuch ab Grundschulalter.
Enno kommt aus Afrika, aus dem Land Mali, in dem es Krieg und Hunger gibt.
Auf der Flucht hat ihn Gottfried, der einzige Rabe auf der ganzen Welt, der einen Turbodrüsenmotor hat, vor dem Ertrinken gerettet. Gemeinsam machen sich die ungleichen Freunde auf den Weg, um Ennos Familie zu finden, und dabei müssen sie einige Abenteuer bestehen.
Sehr unterhaltsam und für Kinder leicht verständlich geht es um Themen wie Flucht, Rassismus, aber auch um Integration und Verständigung. Dennoch macht das Buch nicht nur nachdenklich, sondern bietet mit Witz und Humor einen großen Lesespaß. Dazu tragen auch die farbenfrohen Illustrationen von Finja Skadi Vollbrecht bei.
Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Band vor dem zweiten zu lesen. Wenn ich jedoch gewusst hätte, dass es ihn gibt, hätte ich gern vorher erfahren, wie sich der mutige Enno und der freche Gottfried kennen lernen.
Rezensionen von Petra Sch.:
Krimi-Comedy mit den Mordsbuben im Weinviertel
Das letzte Achtel von Günther Pfeifer
Kurz zum Inhalt:
Die Wiener Kriminalermittler Hawelka und Schierhuber (beide Josef) werden in den Weinort Retz beordert, um dort Undercover zu ermitteln. Es wurde nämlich eine männliche Leiche mitten am Feld gefunden; drum herum 37 tote Vögel, genauer gesagt Rohrweihen, drapiert. Die plötzlich jedoch alle verschwunden sind.
Eine Verschwörung der Polizei?
Stecken die Jagdfreunde dahinter? Oder doch der Obstbauverein, der die Tat nur den Jagdfreunden anhängen will? Oder gar etwas ganz anderes?
Meine Meinung:
"Das letzte Achtel" ist der 4. Fall von Schierhuber und Hawelka. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alles Wichtige aus der Vergangenheit der beiden wird ausführlich genug beschrieben.
Der Schreibstil von Günther Pfeifer ist sehr humorvoll und strotzt nur so von Wortwitz; und man hat die beiden Ermittler, aber vor allem das "Auskunftsbüro" Herta Berlakovic, sofort ins Herz geschlossen.
Die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen und vor allem Retz und sein Umland sind detailliert und anschaulich beschrieben, so dass man alles genau vor Augen hat.
Viel Lokalkolorit und der Einbau von typisch österreichischen Wörtern inkl. Erklärungen in Form von Fußnoten machen die Geschichte lebendig.
Ich wurde gut unterhalten und musste oft lachen, und die Auflösung hat mich überrascht, war jedoch so realistisch wie menschlich und nachvollziehbar!
Das Cover mit den vielen Weinflaschen passt natürlich auch perfekt zum Titel und zum Weinlesefest!
Fazit:
Unterhaltsamer humorvoller Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit, zwei schrulligen Ermittlern und einer tollen "Sonderermittlerin".
Rezensionen von Rebecca1493:
Locker leichter Young-Adult-Roman zum Verlieben
Du bist der Liebe nicht egal von Kasie West
Nunja, das Cover ist nicht besonders vielsagend, sondern mutet eher etwas 08-15 an. Allerdings nimmt man mit dem Titelbild durchaus Bezug zum See, der eine wichtige Rolle in Kates Leben spielt, sodass die Gestaltung durchaus ihre Berechtigung hat.
Allerdings hat mich nicht das Titelbild, sondern vielmehr der Name der Autorin des Buches dazu bewogen den Klappentext zu lesen, den ich durchaus ansprechend fand.
Mir hat der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen. Ich bin geradezu durch die Seiten des Buches geflogen und hatte nie das Gefühl, dass sich das Buch in die Länge zieht. Dass sich das Buch um das Thema Podcast dreht, fand ich sehr spannend. Ich höre dieses Format zwar selbst nur sehr selten, allerdings bewundere ich Menschen, die in der Lage sind auf Knopfdruck über ein bestimmtes Thema zu sprechen und ihre Zuhörer damit zu begeistern.
Ich habe zwar schon relativ früh erkannt, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Die Protagonisten sind mir einfach ans Herz gewachsen, dann fällt ein etwas vorhersehbarer Handlungsverlauf nicht so sehr.
Die Erzählung besticht nicht unbedingt durch aberwitzige Wendungen, allerdings erwartet man das von Büchern dieses Genre auch nicht. Vielmehr vermittelte mir der Roman einfach ein gutes Gefühl und ich hatte Spaß beim Lesen.
Fazit: Ein locker leichter Young-Adult Roman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die Geschichte wird nicht die letzte sein, die ich von der Autorin lesen werde.
Rezensionen von Rebecca1493:
Ein Debüt, das Lust auf Meer macht
Du bist der Liebe nicht egal von Kasie West
Das Titelbild ist schlicht und ergreifend zauberhaft. Die Farben passend zum Meeresthema, die Wahl der Schrift für den Titel des Buches, das Mädchen mit den geschlossenen Augen – all diese Elemente fügen sich zu einem harmonischen Bild zusammen. Am liebsten würde ich das Buch schon jetzt als Print in meinem Regal stehen sehen.
Ich bin schon vor einer ganzen Weile als großer Fan des loomlight-Verlages auf die Autorin der Geschichte aufmerksam geworden. Ein romantisches Fantasyabenteuer in einem fiktiven kleinen Städtchen direkt am Meer – das klang in meinen Ohren sehr vielversprechend. Außerdem sollte man jungen Autorinnen und Autoren -wenn immer möglich- eine Chance geben sich zu beweisen.
Da es sich um das Debüt der Autorin Johanna Rau handelt, waren meine Erwartungen nicht unermesslich hoch. Mehr als positiv überraschen konnte mich der flüssige Schreibstil. Eigentlich sind Bücher, die im Präsens geschrieben sind, nicht unbedingt mein Fall. Aus welchen Gründen auch immer sorgt diese Zeitform dafür, dass ich nur sehr stockend in die Erzählung starten kann. Ich war allerdings nach kurzer Eingewöhnungsphase in Lavender so fasziniert von der Art und Weise wie Johanna mit der deutschen Sprache umgehen kann, dass ich überhaupt nicht über die Gegenwartsform gestolpert bin. Man fühlt sich direkt wohl in Lizzies Familie, auch wenn mir ihre Mutter und Schwester schon beim Lesen etwas anstrengend vorkamen, allerdings haben die beiden auch für lustige Momente gesorgt.
Der Roman wird ausschließlich aus der Sicht der Protagonistin Lizzie erzählt. Jacks Perspektive habe ich eigentlich zu keiner Zeit vermisst. Manchmal ist es durchaus spannend nicht sofort alle Einzelheiten im Leben der beiden Hauptpersonen zu kennen, sondern erst nach und nach die einzelnen Puzzleteilchen miteinander zu verknüpfen.
Die Grundidee des Buches hat mir durchaus gefallen, die Umsetzung war mir an der ein oder anderen Stelle allerdings zu unausgereift. Teilweise konnte ich mir gewisse Sachverhalte einfach nicht wirklich vorstellen. Außerdem wirkte die Lösung der Probleme, denen sich die mitwirkenden Personen gegenübersahen, etwas zu sehr gewollt, ebenso wie die Verkettung der glücklichen Zufälle, die zum Ende hin recht häufig vorkamen und das Buch unrealistisch wirken ließen.
Davon abgesehen gefiel mir die von Johanna geschaffene Welt sehr gut und ich bin mir sicher, dass wir noch viel von dieser vielversprechenden Jungautorin hören werden.
Fazit: Ein unglaublich flüssiger Schreibstil machen dieses Buch besonders reizvoll. Allerdings wirkt die Geschichte in meinen Augen vor allem zu Ende hin etwas übereilt und unrealistisch. Inhaltlich ist also durchaus noch Luft nach oben da. Ich hoffe allerdings trotz alledem bald weitere Geschichten der lieben Johanna lesen zu dürfen!
Rezensionen von Bibliomarie:
Konnte mich nicht recht überzeugen
Volltreffer von Jürgen Seibold
Der alte Roth, ein Einsiedler und Waldschrat ist tot. Haffmeyer von der Kemptner Kripo, der den Kauz eigentlich ganz gern mochte, obwohl er wusste, dass es ein alter Kunde der Polizei war, hat ihn gefunden. Schon länger saß er tot in dem berühmten Häusl mit dem Herzl. Den Bolzen einer Armbrust in der Stirn.
." Haffmeyer wollte nach ihm schauen, den Roth pflegte mit Hingabe ein Blumenbeet vor einer Kapelle und so vertrocknet wie das Beet war, machte er sich Sorgen um den alten Mann.
Eike Hansen, der Hannoveraner im Allgäu, nimmt wohl endlich die letzte Hürde bei der Dauerverlobten Resi. Ein Hochzeitsanzug soll her, aber Eike zeigt zu wenig Enthusiasmus für seine kritische und auch ziemlich zickige Resi. Nur zu dankbar ist er, als der Anruf von Haffmeyer ihn in den Dienst ruft.
Bald stellt sich heraus, dass Roths Papiere gut gemacht, aber gefälscht waren. Er saß wegen eines Bankraubs, der Großteil der Beute nie aufgetaucht. Aber er lebte am Rande des Existenzminimums, würde er das machen, wenn er die Millionen hätte?
Sind seine alten Komplizen auf seine Spur gestoßen, oder wer könnte sonst noch einen Grund haben, den inzwischen harmlosen Kauz umzubringen? Diese Frage stellt sich auch Hansen und sein Team.
Als gebürtige Allgäuerin habe ich ein Herz für Regionalkrimis aus meiner alten Heimat und habe mir noch keinen Band entgehen lassen. Es ist ein Treffen mit alten Bekannten, Haffmeyer mit seinem abseitigen künstlerischen Hobby, die sympathische Hannah und den sehr eigenwilligen Kater Ignaz. Die sind auch immer für einige urkomische Szenen gut.
Allerdings war ich mit diesem Band nicht mehr so glücklich. Resi darf zweimal auftreten und bleibt ansonsten zickig. Hansen laviert mit halbem Herzen zwischen Ermittlungen und Hochzeitsvorbereitung. Dann taucht auch immer wieder ein geheimnisvoller Geheimdienstmann auf, der ein Freund und Kollege von Hansens Vater war und ihm von seinem Vater erzählen will.
Der Fall dümpelt so vor sich hin und mit dem Ende ließ mich das Buch wirklich unbefriedigt zurück. Als ich las, dass es der vorläufig letzte Band der Allgäu-Reihe des Autors war, fand ich es schade. Nach dem Lesen denke ich, eine Pause tut Hansen wirklich gut.








