Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von niknak:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Die wahre Liebe findet ihren Weg

Die Blütenmädchen von Valentina Cebeni

Inhalt:
(Klappentext)
Mit gebrochenem Herzen kehrt Dafne in ihr Heimatdorf in der Toskana zurück und sucht Trost auf dem Landgut ihrer Großeltern, das von weitläufigen Blumenwiesen umgeben ist. Sie fasst den Plan, die alte Werkstatt ihres Großvaters wieder zu eröffnen, um Trödel und Antiquitäten für eine neue Verwendung herzurichten.

Schon bald ist ihre Kreativität im Dorf gefragt. Zum Glück bekommt sie Unterstützung von dem jungen Handwerker Milan. Als Dafne eine alte Uhr in die Hände bekommt, die derjenigen Milans zum Verwechseln ähnlich sieht, ahnt sie, dass er nicht zufällig in ihr Dorf gekommen ist …

Mein Kommentar:
Dieses Hörbuch stammt von der Autorin Valentina Cebeni und wurde von Sabine Kabst gelesen.
Bisher kannte ich die Sprecherin noch nicht, aber sie hat eine feine und angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Man kann sich einfach fallen lassen und die Geschichte genießen. Leider schafft sie es meiner Meinung nach nicht immer die Emotionen richtig rüber zu bringen und so kommen die Emotionen etwas zu kurz. Dennoch konnte man sich beim Zuhören sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Durch die Beschreibungen hatte man ein klares Bild vor Augen und konnte sich alles sehr gut vorstellen. Die Gegenstände, die Daphne in ihrer Arbeit benutzt und denen sie durch ihre Arbeit ein neues Aussehen gibt, waren sehr schön und detailliert beschrieben und man konnte förmlich das neue Leben in ihnen spüren. Man freute sich über die Dinge, die Daphne aus ihnen herauslas und was ihre früheren Besitzer damit in Verbindung brachten. Es war sehr schön zu erfahren, was sie aus all den alten Dingen machte.

Daphne selbst wurde als starke Frau dargestellt, die ihren Weg geht trotz aller Schwierigkeiten, die sich ihr in den Weg legen. Dennoch braucht auch sie oftmals Hilfe und Unterstützung von Freunden und vor allem ihrer Großmutter Clelia. Clelia wirkt zuerst etwas verschlossen, aber als man dann mit der Zeit ihr Geheimnis erfährt, wird sie einem immer sympathischer und ich habe sie richtig ins Herz geschlossen. Es ist sehr berührend zu erfahren, was den Frauen in ihrer Familie für Schicksale beschert wurden. Dennoch gaben sie nie auf und versuchten das Beste daraus zu machen. Das fand ich sehr beeindruckend.

Daphne selbst hat auch ein schweres Schicksal und als sie dann Milan kennenlernt und sich in ihn verliebt, hat man als Leser das Gefühl, dass endlich auch sie das Glück gefunden hat. Aber die beiden haben so viele Probleme miteinander, dass ich sie manchmal gerne geschüttelt hätte, um sie zur Vernunft zu bringen. Milan wirkt sehr verschlossen und ich brauchte relativ lange, bis ich mit ihm warm wurde. Das liegt sicher auch daran, dass die Geschichte eher aus Daphnes Sicht erzählt wird und man so nicht viel von ihm persönlich erfährt. Aber je mehr ich von ihm erfuhr, umso mehr mochte ich ihn dann auch und zum Schluss habe ich auch ihn richtig ins Herz geschlossen.

Es ist eine Geschichte mit sehr vielen Höhen und Tiefen, die den Hörer auf eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle schickt. Bis zum Schluss wusste ich nicht genau, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Da gab es die Erzählungen aus der Gegenwart und andererseits aber auch die Geschichten, welche von Daphnes Vorfahren berichten und wie es ihnen mit der Liebe erging. Diese wurde sehr gut in Einklang gebracht, da Daphne immer wieder Visionen hatte und so vergangene Dinge sehen konnte. Das fand ich sehr schön beschrieben.

Mein Fazit:
Eine wirklich gelungene Geschichte, die eine Liebesgeschichte aus der Vergangenheit perfekt mit der Gegenwart kombiniert. Dabei wird der Hörer auf eine emotionale Reise mitgenommen, bei der man nie genau weiß, wie sie enden wird.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

im Shop ansehen weitere Rezensionen von niknak
 Die wahre Liebe findet ihren Weg

Rezensionen von Maralis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Fabelhafte Fabel

Liebende von Jeong Ho-seung

Inhalt: „Lieben musst du jetzt, in diesem Augenblick. Verschieb es nicht auf morgen."
Diese poetische Liebesgeschichte entführt einen mitten in die Kostbarkeit des Lebens und hat Millionen Menschen berührt.

Gibt es so etwas wie Bestimmung im Leben? Blauperlenauge, der Karpfen eines Tempelglöckchens, kann zumindest sein Glück kaum fassen, als er Schwarzperlenauge begegnet: Es ist Liebe auf den ersten Blick.

Zusammen werden sie hoch oben am First des buddhistischen Tempels angebracht und spielen mit ihren Glöckchen im Wind, um traurigen Menschen Trost zu spenden und Freude in einsame Herzen zu tragen.
Mit den Jahren wird Blauperlenauge jedoch unzufrieden. Ihm ist sein Leben zu eng geworden. Er möchte frei sein, die Welt entdecken und erfahren, was Liebe wirklich bedeutet. Wie durch ein Wunder wird ihm dies tatsächlich ermöglicht. Er erlebt viele gefährliche Abenteuer, bis ihm das wahre Wesen der Liebe bewusst wird. Blauperlenauge erkennt, dass er nicht anders sein muss, als er ist, und dass sich in der Akzeptanz erst die Schönheit des Lebens offenbaren kann.
Jeong Ho-seung ist Südkoreas bekanntester Dichter. Mit dieser spirituellen Fabel gelingt es ihm, unaufdringlich an das Wesentliche im Leben zu erinnern und mit seiner einfühlsamen Poesie und Weisheit direkt die Herzen der Menschen zu erreichen.
Die acht Illustrationen von Gisela Goppel wurden extra für die deutsche Ausgabe von „Liebende“ angefertigt. Quelle: Klappentext

Diese Inhaltsangabe wollte ich einfach nicht auslassen. Denn schon sie beschreibt so schön um welch wunderbares Buch es sich handelt. Ich persönlich konnte es überhaupt nicht mehr zur Seite legen. Es ist in einer so poetischen Sprache geschrieben.
Es fehlen mir eigentlich die Worte um das Buch zu beschreiben und zu rezensieren. Wer gute Texte und schöne Illustrationen liebt, der erhält ein Buch der Superlative.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maralis
Fabelhafte Fabel

Rezensionen von Cyrana:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Lebt Jurek Walter noch?

Lazarus von Kepler Lars

Dieses Buch ist nun schon das 7. der Reihe um Joona Linna. Joona steht kurz vor dem Ende seiner Rehabilitierung und darf dann wieder bei der Kriminalpolizei arbeiten. Mit Valeria läuft es auch ganz gut. Eigentlich eine gute Ausgangsposition. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein. In einer Wohnung in Norwegen ist ein bestialischer Mord geschehen und in der Tiefkühltruhe findet man Leichenteile, auch den Schädel von Joonas verstorbener Frau.

Es geschehen weitere Morde über Europa verteilt, die an die Vorgehensweise von Jurek Walter denken lassen, doch der ist tot; Saga hat ihn erschossen und man hat seinen Fingerabdruck identifizieren können. Joona traut der Sache nicht und bringt sich und seine Tochter Lumi in Sicherheit, doch Valeria weigert sich, mit ihm zu kommen und auch Saga glaubt nicht, dass es sich um Jurek handelt. Wie auch die anderen Bücher der Reihe ist dem Autorenpaar wieder einmal ein sehr spannender Thriller mit viel Action und Brutalität gelungen, der für mich ein wahrer Pageturner war. Joona erinnert zwar manches Mal an einen "Superhelden" und manch eine Aktion ist nicht ganz realistisch, aber es geht hier um eine spannende Geschichte, die in sich schlüssig ist und das ist gelungen. Das Ende bietet mal wieder einen "Öffner" für die Fortsetzung, auf die ich schon warte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Cyrana
Lebt Jurek Walter noch?

Rezensionen von Pink Anemone:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Erschütternd, spannend und informativ ohne reißerisch zu wirken.

Historische Serienmörder von Stephan Harbert

Ihre Mord- und Gräueltaten versetzten ganze Landstriche in Angst und Schrecken. Sie mordeten dutzend-, ja hundertfach. Einer von ihnen brachte es auf fast 1.000 Morde! Satan selbst war ihr Bundesgenosse - das glaubten jedenfalls unsere Vorfahren. Ihrem grausamen Wüten folgten ebenso unmenschliche Hinrichtungen.

Sie wurden gerädert, gespießt, gevierteilt. Die Rede ist von Serienmördern....(Klappentext)

☠☠☠☠☠

"Die unsäglichen Greueltaten von Serienmördern schockieren, stoßen ab, machen Angst.
Bei jedem Mord stirbt nicht nur das Opfer,
auch Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte werden mitgerissen in den dunklen Schlund der Verzweiflung,
sterben Stück für Stück einen qualvollen mentalen Tod.
Für viele gibt es keine Wiederkehr, die seelischen Wunden vernarben nur."
(Stephan Harbort - Vorwort)

Wer sich für Forensik und Kriminalistik interessiert, kennt auch die Geschichten von Serienmördern wie Jack the Ripper, die Blutgräfin Elisabeth Báthory oder H.H. Holmes. Doch es gibt noch zahlreich weitere historische Serienmörder, deren Taten manchmal weitaus grausamer waren und die uns dennoch unbekannt sind.

In diesem Buch, welches zu einer Serie aus dem Kirchschlager-Verlag gehört, findet man einige dieser uns unbekannten Serienmörder.
Da ich mich allgemein für Pathopsychologie und Forensik interessiere und daher bereits entsprechend viele Sachbücher zu dieser Thematik gelesen habe, waren mir nicht alle Serienmörder unbekannt, wie z.B. die schon zu Beginn erwähnte Blutgräfin oder die beiden Leichenhändler in Schottland. Doch auch für mich gab es hier viel Neues zu entdecken.

So erfährt man z.B., dass der berüchtigte schottische Kannibalen-Clan, der vor allem für die Horrorfilm-Reihe "The Hills have Eyes" als Inspiration diente, nie existierte, oder der Franzose Gilles de Rais machte sich nicht nur als Kampfgefährte der berühmten Jeanne d'Arc einen Namen, sondern war ein pädophiler Kindermörder, der unaussprechliches mit den kleinen Opfern veranstaltete - es waren mindestens 140 Opfer. Ein österreichischer Wirt nahe Wien, beherbergte nicht nur seine Gäste, sondern tötete sie auch, entbeinte sie und setzte sie seinen nächsten Gästen als Mahlzeit vor - es sollen um die 185 Opfer gewesen sein.

"Wenn sie tot waren, nahm er sie heraus und zerhaute sie in viele Stücke.
Das Beste habe er gekocht, zurichten lassen und den anderen Gästen mit dem Hinweis,
es sei Fleisch von jungen Schweinen, zu essen gegeben."
(S. 72)

Sodomie, Inzest, Nekrophilie, Kannibalismus, Vergewaltigung und grässliche Mordmethoden und dies alles auf das Genaueste dokumentiert. Da kann einem beim Lesen schon mal etwas anders werden. Doch nicht nur die Täter zeigen in ihren Methoden Einfallsreichtum. Auch die Vollstreckung der Strafen war damals alles andere als human, von der Folterung, um an ein Geständnis zu kommen, mal ganz zu schweigen.

Diese Reise durch die Geschichte historischer Serienmörder beginnt im finsteren Mittelalter 1436 und endet im viktorianischen Zeitalter 1869. Anhand der chronologischen Aufführung reist man nicht nur durch die Geschichte der Serienmörder, sondern kann auch die Entwicklung der Kriminalistik und die rechtshistorische Entwicklung sehr gut nachverfolgen. Dabei wird einem auf erschreckende Weise klar, dass es Serienmörder nicht erst seit Jack the Ripper gibt, welcher oft als der erste Serienkiller bezeichnet wird -. es hat sie schon immer gegeben. Jack the Ripper war, im Gegensatz zu den hier vorgestellten Tätern, ein wahres Lämmchen.

"Nach der mittelalterlichen Rechtssprechung stand auf Mord die Hinrichtung mit dem Rad.
Man unterschied die Räderung von oben, die dem Verbrecher bald den Gnadenstoß gab,
und die von unten, die ihn noch lange qualvoll leiden ließ.
(S. 53)

Der Schreibstil ist klar und flüssig, während der Erzählstil einem regelrecht an das Buch fesselt. Es wird hier auch oft aus Chroniken und Ermittlungsakten zitiert, welche uns in die entsprechende Zeit eintauchen lassen.
Für schwache Nerven und sensible Mägen ist dieses Sachbuch jedoch nur bedingt geeignet. Man erhält einen sehr detailierten Einblick in Taten, Folter- und Vollstreckungsmethoden und der äußerst plastische Erzählstil trägt zusätzlich zu grausamen Kopfkino bei. Das Wissen, dass dies wahre Verbrechen und tatsächlich durchgeführte Strafen waren, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Die vorhandenen Abbildungen, welche so manchen Fall begleiten, tun ihr übriges.
Trotzdem wirkt es nie reißerisch und man kann sich der durchaus spannenden Thematik nicht entziehen.

Stephan Harbort, Kriminalhauptkommissar, Autor und vielen aus diversen Dokumentationsserien bekannt, lässt uns im Vorwort hinter die Fassade und somit in die Seele von Serienmördern blicken.
Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe und Interessierten dieser Thematik sicherlich ebenfalls ein Begriff (falls nicht, lest unbedingt seine Bücher und besucht seine Vorträge!), stellt am Ende einen den schlimmsten Serienmörder des 20./21. Jahrhunderts vor und spannt so den Bogen in die Gegenwart.
Im Anhang findet man dann noch die Anmerkungen für die Fußnoten, welche nicht uninteressant sind. Ein ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis ist ebenfalls vorhanden. Ich schätze von diesen aufgeführten Büchern werden wohl einige bei mir einziehen.

Fazit:
Wer sich für die Thematik Serienmörder, Kriminalistik und rechtshistorische Entwicklungen interessiert, ist mit diesem Sachbuch wirklich gut beraten. Es ist zwar durchaus harter Stoff, jedoch unheimlich interessant, informativ und auch fesselnd.

© Pink Anemone (inkl. Bilder, Leseprobe und Autoren-Info)

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Pink Anemone
Erschütternd, spannend und informativ ohne reißerisch zu wirken.

Rezensionen von thora01:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Die Highlands und die Schriftsteller

Historische Serienmörder von Stephan Harbert

Inhalt/Klappentext:
Die Autorin Ella Sommerfeld leidet nach dem überraschenden Erfolg ihres letzten Romans an einer handfesten Schreibblockade. Und ausgerechnet jetzt soll sie ein gemeinsames Buch mit einem anderen Schriftsteller schreiben. Hals über Kopf nimmt Ella daher das Angebot an, auf einer schottischen Burg ein Schreibseminar zu leiten.

Im rauen Klima der Highlands gelingt es ihr schnell, auf andere Gedanken zu kommen. Das liegt nicht zuletzt an ihrem äußerst charmanten Schreibschüler Patrick Röder, der nicht nur verdammt gut schreiben kann. Gelingt es ihm, Ella aus ihrer Krise zu helfen? Und welche Motive verfolgt er dabei?
Ein bezaubernder Liebesroman aus den schottischen Highlands über unverhoffte Begegnungen, einen Neubeginn und die große Liebe.
(Quelle: Julia K. Rodeit)

Meine Meinung:
Sehr schöner und spannender Liebesroman. Der Schreibstil konnte mich sofort von dem Werk überzeugen. Ganz besonders gefällt mir das Hintergrundthema. Ich fand es sehr spannend wie die Autorin diese von Autoren gefürchtete Thematik in ihre Story einfließen ließ. Die Protagonisten sind sehr sympathisch. Sie zeigen sich von ihrer ganz besonderen Seite. Ganz besonders angesprochen hat mich Ella. Sie wirkt zu Beginn mit sich ziemlich im Unreinen. Ich fand es toll wie Ella ihre ganz persönliche Krise gemeistert hat. Patrick konnte ich mehr oder weniger nicht einschätzen. Ich fand es irgendwie spannend wie er versucht hat Ella undercover näher kennenzulernen. Die Autorin hat gekonnt das Gefühlsleben von den Beiden eingefangen. Ich fand es toll wie die Protas ihre Emotionen gelebt haben. Die Story hat einen sehr interessanten Spannungsbogen. Der Abschluss hat mir sehr gut gefallen und all meine Erwartungen erfüllt.

Mein Fazit:
Toller Liebesroman. Er ist emotional und hat ein spannendes Nebenthema. Das Buch war sehr angenehm zu lesen und hat mir meine Zeit toll vertrieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von thora01
Erschütternd, spannend und informativ ohne reißerisch zu wirken.

Rezensionen von yellowdog:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Erhellende Erklärungsansätze

Umkämpfte Zone von Ines Geipel

Ines Geipels Buch Umkämpfte Zone, mit den sprechenden Untertitel Mein Bruder, der Osten und der Hass ist alles andere als ein emotionsloses Sachbuch. Ausgehend vom Tod ihres jüngeren Bruders Robbie setzt sie ihre Familiengeschichte in den Kontext der Geschichte Deutschlands, insbesondere des Ostens und dem Aufschwung der AfD.

Dadurch wird es ein sehr privates Buch. Und die Autorin spricht klare Worte.
Eine Reizfigur ist der Vater, der über viele Jahre lang für den Osten spionierte und ein extremer Mensch war. Zwischen Ines und Robbie gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Vergangenheit zu verarbeiten sei. Während Ines aufbegehrte, bevorzugte ihr Bruder die Form der positiven Verdrängung. Beides sind schwere Wege, die Beschädigungen nach sich ziehen. Ines ist schließlich 1989 in den Westen geflohen. Die Vergangenheitsbewältigung bleibt ein Thema.
 
Ines Geipel analysiert auf deutliche Art die Fremdenfeindlichkeit des Ostens.
Ines Geipels Erklärungsansätze über den Zustand des Landes empfinde ich als erhellend und nachvollziehbar.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Erhellende Erklärungsansätze

Rezensionen von thora01:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Elayne am Hof von König Artus - sehr spannender 2. Band

Elayne (Band 2): Rabenherz von Jessica Bernett

Inhalt/Klappentext:
Welche Möglichkeit bleibt dir, wenn eine Prophezeiung dein ganzes Leben überschattet? Du suchst einen Weg, Licht zu finden. Elayne von Corbenic führt dieser Weg nach Camelot, zur legendären Festung von König Artus. Hier muss sie erkennen, dass ihr Herz noch immer an jenen Mann gebunden ist, der es einst zerbrach.

Und dass nicht nur ihr eigenes Leben im Schatten einer finsteren Weissagung steht …
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr schöne und spannende Fortsetzung. Der Schreibstil hat mich sofort angesprochen und die Story wurde gekonnt an den ersten Teil angeschlossen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und haben alle ihre ganz besonderen Eigenheiten. Ganz besonders hat mir Elayne gefallen. Sie ist eine sehr starke junge Frau, die gekonnt ihren Weg geht und ihre Ziele zu erreichen versucht. Sie wird von ihrem Umfeld unterschätzt und verwandelt diesen Umstand zu ihrem Vorteil. Sehr gut gefällt mir wie sie mit ihren Mitmenschen umgeht und alle sehr respektvoll behandelt. Ich fand es toll wie sie mit ihrem kleinen Sohn den Weg nach Camelot gesucht und gefunden hat. Die Geschichte konnte mich sofort überzeugen. Ganz besonders angetan war ich wie die Autorin den Spannungsbogen gespannt hat. Ich habe mit Elayne mitgelitten und mitgefiebert. Sehr gut hat mir gefallen wie Jessica Bernett das Rollenbild der Frau zur Zeit von König Artus in Szene gesetzt hat. Im letzten Drittel macht die Autorin gekonnt auf die Verwicklungen und Intrigen der verschieden Machthaber aufmerksam. Der Abschluss war sehr spannend und hat mich doch in mancher Hinsicht überrascht. Ich habe mich sehr über diesen Schluss gefreut. Ganz besonders ausgeklügelt war die Lösung um die Weissagung auszuhebeln.

Mein Fazit:
Genialer zweite Band. Er hat mich sofort in die Zeit von König Artus und der Tafelrunde hineingezogen. Ich war sehr überrascht wie gekonnt die Autorin die Artussage umgesetzt hat. Ich bin begeistert von dieser Geschichte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von thora01
Elayne am Hof von König Artus - sehr spannender 2. Band

Rezensionen von Bellis-Perennis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Biografie einer fast Vergessenen

Elayne (Band 2): Rabenherz von Jessica Bernett

Die Autorin Ulrike Grunewald ist – nach eigenen Angaben -seit vielen Jahren von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg fasziniert. Mit dieser Biografie begibt sie sich auf Spurensuche jener Frau, die, obwohl Schwiegermutter von Königin Victoria, einfach totge-schwiegen worden ist.
Grunewald versucht mit den Mythen und Legenden, die um das kurze Leben Luises ranken, aufzuräumen.

„Insgeheim hatte ich Luise ein Versprechen gegeben: Ich wollte sie überall dort hinbringen, wohin sie gehörte und von wo sie durch ihre Verbannung und durch ihren frühen Tod ausgeschlossen worden war.“
Das Leben von Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg (1800 – 1831) beginnt schon recht dramatisch, weil die Kleine wenige Tage nach ihrer Geburt die Mutter verliert. Ein Ereignis, das sie mit vielen Kindern dieser Zeit teilt. Der Vater heiratet zwar bald wieder, doch weder er noch die Stiefmutter Karoline, setzen der jungen Prinzessin Grenzen. Sie wächst unbeschwert in einer Fantasiewelt der Ritterlichkeit auf.
Als sie mit 16 Jahren mit dem doppelt so alten Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld verheiratet wird, ahnt noch niemand, welche Tragödie sich hier abspielen wird. Hochzeiten zwischen ganz jungen Bräuten und doppelt so alten Männern sind reine Geschäfte zwischen den Familien. Die jungen Frauen werden weder darauf vorbereitet noch haben sie irgendein Mitspracherecht. Das Ganze ähnelt eher einem Viehmarkt, bei dem eine Färse an den Meistbietenden verkauft wird.
Das Erwachen aus ihrer Fantasiewelt wird für Luise zum Albtraum. Sie gerät zwischen allerlei Hofintrigen, deren Verursacher nicht ganz eindeutig auszumachen sind. Ernst wendet sich nach der Geburt der gemeinsamen Söhne von Luise ab, nicht ohne zuvor ihr Vermögen für sich zu verprassen. Die als Mitgift in die Ehe eingebrachten Ländereien werden Teil seines eigenen Herzogtums. Er selbst führt sein Leben wie bisher weiter. Für Ernst ändert sich nichts, für Luise alles.
Als Luise mit untauglichen Mitteln, wie Verschwendungssucht aufbegehrt, versuchen Ernst und seine Mutter Auguste Luise loszuwerden. Sogar die Unterbringung in einem Irrenhaus steht zur Diskussion. Das trauen (?) sie sich dann doch nicht. Luise wird dennoch des Hochverrats und des mehrfachen Ehebruchs sowie Drahtzieherin diverser Intrigen zu sein, beschuldigt. Sie wird gegen ihren Willen geschieden, darf ihre Söhne nie mehr wieder sehen und wird in das weit von Coburg entfernte St. Wendel verbannt. Luise könnte schon von Glück sprechen, nicht geköpft zu werden. Immerhin steht auf Hochverrat nach wie vor die Todesstrafe.
Selbst nach ihrem frühen Tod, mit nur 31 Jahren, findet Luise kein würdiges Grab. Erst nach dem Tod des Vaters holen die Söhne Ernst und Albert den Sarg ihrer Mutter heim.
Meine Meinung:
Mit dieser Biografie zollt die Autorin dieser unglücklichen Frau Respekt. Gut gelungen ist auch der Einblick in das Leben dieser Zeit. Wir befinden uns in der Epoche des Biedermeiers, das nach den Napoleonischen Kriegen alles, was nach Erneuerung, nach Freigeist oder Aufmüpfigkeit riecht, erbarmungslos niederhält. Nebenbei führt uns die Autorin die Recht- und Machtlosigkeit der Frauen vor Augen. Wenn man heute über Zwangsehen zwischen ganz jungen Mädchen und alten Männer in anderen Kulturen schimpft, so möge man doch ein bisschen in der Geschichte zurückblicken. Soooo lange ist das in Europa auch nicht her.
Hochzeiten in vermögenden und/oder adeligen Kreisen sind auch im Jahre 2019 nicht ausschließlich Liebesheiraten oder? Da spielen doch handfeste Interessen eine Rolle.
Der Schreibstil ist fesselnd. Ungewöhnlich, dass die Biografie quasi „von hinten“ aufgerollt wird und der Leser eingangs Zeuge der Exhumierung Luisens wird. Einige Fragen werden leider nicht schlüssig beantwortet, was wahrscheinlich der dünnen Quellenlage geschuldet ist. Wo es möglich ist, wird aus Briefen von und an Luise zitiert.
Die Auswahl der Fotos lockert die Biografie auf. Allerdings fehlen die Stammtafeln von Luise und Ernst, die die weit verzweigten Verwandtschaftsverhältnisse anschaulich dargestellt hätten. Dieses Versäumnis kostet den 5. Stern.
Fazit:
Nicht Luise hat Schande über die Familie gebracht, sondern die Sippe hat schändlich an Luise gehandelt. Gerne gebe ich 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
Elayne am Hof von König Artus - sehr spannender 2. Band

Rezensionen von Bellis-Perennis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Sauerbruch und der Donnerstagsclub

Die Spionin der Charité von Christian Hardinghaus

Berlin im Zweiten Weltkrieg: Während die Truppen der NS-Diktatur die Welt in Trümmer legen, konstituiert sich in Berlins bekanntestem Krankenhaus, der Charité, ein kleine, eingeschworene Widerstandsgruppe. Nachdem man sich, mit Unterstützung von Prof. Sauerbruch, immer donnerstags trifft, der „Donnerstagsclub“.

Der Club setzt aus acht Mitarbeitern Sauerbruchs zusammen, unter anderem seine junge Privatsekretärin Lily Hartmann. Der kommt dann auch eine große Rolle zu: Sie soll Fritz Kolbe, einen unscheinbaren Beamten in Joachim Ribbentrops Außenministerium, zur Mitarbeit bewegen.

„Über die Sinnlosigkeit des Krieges kommt ihr ins Gespräch. Außerdem hat Kolbe zwei Schwächen: Eine für das Schachspiel und ei-ne für junge, blonde Frauen. Hier kommst nur du infra-ge, Lily Hartmann.“

Lily gelingt es Kolbe zur Mitarbeit zu überreden und nicht nur das, sie werden ein Liebes- und Ehepaar.

Da sich Sauerbruch nicht alle Mitarbeiter aussuchen kann, gibt es auch einige die Anhänger des Regimes sind. So treibt der Psychiater de Crinis trotz gegenteiliger Anweisung Sauerbruchs sein Unwesen und lässt einen jugendlichen Patienten in eine der Euthanasie-Anstalten überstellen.

Je länger der Krieg dauert, desto gefährdeter ist der Donnerstags-club. Sauerbruch wird seitens Gestapo und Ernst Kaltenbrunner persönlich unter Druck gesetzt.

Mehrmals steht der Donnerstagsclub knapp vor der Aufdeckung. Die einzelnen Mitglieder geloben Verschwiegenheit bis zum Tod.

Sauerbruch kann die teilweise zerstörte Charité bis Kriegsende halten und arbeitet mit den Russen zusammen.

Jedes Jahr wird den Widerstandsgruppen und da vor allem jener rund um Claus Schenk von Stauffenberg gedacht, die nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, ihren Mut mit dem Leben bezahlten. Nicht gedacht wird der Gruppen, die sich heimlich und unerkannt, dem Widerstand verschrieben haben, wie der Donnerstagsclub.

Als es 1974 wieder einmal Gedenkreden zum 20. Juli gibt, be-schließt Lily, auch aus persönlichen Gründen, ihr Schweigen zu brechen und gibt einen amerikanischen Journalisten ein Interview, nichts ahnend, dass dieser ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Wird es Lily gelingen, rechtzeitig die Machenschaften des Repor-ters aufzudecken?

Meine Meinung:

Historiker und Buchautor Christian Hardinghaus hat wieder einen packenden Roman geschrieben, der geschickt Wahrheit und Fiktion miteinander verknüpft. Wir begegnen einigen Personen wie Prof. Ferdinand Sauerbruch, Fritz Kolbe oder Ernst Kaltenbrunner unter ihren Klarnamen, andere wie Lily Hartmann, Wettstein oder Neumann
sind erfundene Namen. Ihr Pseudonym wird im Anhang gelüftet.

Schon der Einstieg in die Geschichte ist spannend. Wir erleben Lily im Jahr 1974, als wieder einmal dem 20. Juli 1944 gedacht wird, ohne die Widerstandsgruppe wie den Donnerstagsclub zu nennen. Da die acht Mitglieder absolute Geheimhaltung geschworen und sie bislang eingehalten haben, ist das natürlich klar. Aus Kränkung, dass ihrem Mann Fritz Kolbe sowohl von den USA (für die er spioniert hat) als auch von Deutschland nach dem Krieg übel mitgespielt worden ist, beschließt sie die Ereignisse um den Donnerstagsclub öffentlich zu machen. Wir sind hautnah dabei, wie Lily dem amerikanischen Journalisten Eddie Bauer die Geschichte ihres Lebens erzählt. Dass sie dabei in Lebensgefahr gerät, ist anfangs nicht vorauszusehen.

Hardinghaus‘ bildhafter Schreibstil bringt uns die NS-Zeit näher als uns oft lieb ist. Die persönlichen Schicksale der Akteure lassen kaum einen Leser unberührt. Wir erhalten einen recht realistischen Einblick in den Krankenhausalltag, in den Kriegsalltag und das Verhalten der NS-Schergen, ohne voyeuristisch zu sein.

Viele Menschen verdanken Sauerbruch und seinem Team ihr Leben. Unter Einsatz des eigenen, haben sie operiert, Nahrungsmittel beschafft, Menschen versteckt und sich so quasi „nebenbei“ im Donnerstagsclub engagiert.

Anhand dieses Romans wird gezeigt, dass es mehr als nur den Widerstand der Stauffenberg-Gruppe gegeben hat (was aber deren Mut nicht schmälern soll). Aufgrund der Verschwiegenheitsverpflichtung ist es den anderen Gruppen nicht gelungen, Kontakt zueinander aufzunehmen. Möglicherweise wäre mit einem Zusammenschluss der vielen kleinen Gruppen, ein früheres Ende der NS-Diktatur möglich gewesen. Doch wie das Beispiel Fritz Kolbe zeigt, waren weder die Amerikaner noch die Briten bereit, den Widerständlern aus Deutschland zu glauben.
An manche Themen kann sich ein Autor nur in Romanform nähern. Das Interesse des einen oder anderen Leser wird durch diese Art der Erzählung, Wahrheit und Fiktion zu verquicken, bestimmt geweckt. Dann lässt sich ein Sachbuch zu diesem Thema leichter in die Hand nehmen. Wer noch mehr über den begnadeten Chirurgen und „sein“ Krankenhaus lesen möchte, sei Hardinghaus‘ Biografie „Ferdinand Sauerbruch und die Charité" ans Herz gelegt.

Christian Hardinghaus ist es wieder gelungen, ein Stück Zeitge-schichte fesselnd und doch einfühlsam darzustellen, ohne, dass beim Leser das Gefühl aufkommt „nicht schon wieder ein Buch über Nazi-Deutschland“ lesen zu müssen.

Fazit:

Diesem hervorragenden, historischen Roman gebe ich gerne 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
Sauerbruch und der Donnerstagsclub

Rezensionen von Maralis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Spannung pur

Abgeschlagen von Prof. Dr. Michael Tsokos

Inhalt: Der Thriller Abgeschlagen ist die Vorgeschichte des Romans Abgeschnitten, den Michael Tsokos mit Sebastian Fitzek schrieb.
Es geht um den Gerichtsmediziner Paul Herzfeld. Dieser wundert sich sehr, dass Prof. Schneider völlig ausrastet als eine alte Frau obuziert wird, die angeblich Selbstmord begangen hat.

Es treten viele Ungereimtheiten zu einem anderen Fall auf. Diesem geht Dr. Herzfeld auf den Grund und bringt sich und Andere in große Gefahr.

Dieses Buch zu lesen, war einfach Spannung pur. Obwohl die Art zu schreiben von Michael Tsokos eher unaufgeregt ist, versteht er es doch Spannungsbögen einzubauen, die die Nerven fast zum zerreißen bringen.
Manchmal habe ich mich ein klein wenig gewundert, wie naiv Dr. Herzfeld an die Dinge ran geht, doch das Buch ist ein Pageturner allererster Güteklasse. Sehr schnell ahnt man, wer der Täter ist und trotzdem bleibt es bis zum Schluß höchstgradig spannend.

Fazit: Ein True-Crime-Thriller der unter die Haut geht und den man nicht so schnell vergisst. Absolut lesenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maralis
Spannung pur