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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

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Leichte Romanze

Das kleine Café im Gutshaus von Julie Shackman

Die schottische Autorin Julie Shackman schreibt romantische Liebesromane.
Das neue Buch ist „Das kleine Cafe im Gutshaus“, das sich wie ein Märchen liest.
Lara McDonald lernt in einem Café, in dem sie arbeitet, Lord Hugo kennen. Als der kurz darauf stirbt, erbt Lara einen Raum des Guts für ein Café.

Das Gutshaus ist ziemlich marode und sie, der Sohn und der grantige Enkelsohn, müssen sehen das Geld zum Erhalt.

Das ist ein Roman, bei dem am Ende immer alles gut wird. Ziemlich schnell ist es eine Liebesgeschichte. Also ist es ein Buch zum träumen. Der Schreibstil ist leicht und locker und es ist eine schöne Geschichte für zwischendurch. Es wird besonders viel gebacken, da bekommt man ordentlich Appetit. Und das alles in einer anheimelnden schottischen Landschaft.

Es ist ein Roman zum Entspannen.

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Leichte Romanze

Rezensionen von Meli:

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Die Herzlose Zera punktet mit Humor!

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin; . von Sara Wolf

Ich muss zugeben, ich bin positiv überrascht!

Also erstmal ist da Zera, die zweite Herzlose der Hexe Nightsinger. Es ist zwar furchtbar, eine Herzlose zu sein, aber Nightsinger ist noch eine der freundlichen Hexen und ich hätte gern mehr von ihr und den Hexen gesehen!
Zera ist einfach toll. Als Herzlose hat sie andere Bedürfnisse und hat manchmal keine Kontrolle über sie, und nichts wünscht sie sich mehr als ihr Herz zurück in ihrer Brust.

Und obwohl sie in dieser furchtbaren Lage ist, nimmt sie alles mit Humor. Ihre trockene und schlagfertige Art hat mich wirklich oft zum Lachen gebracht. Zera ist auch gerissen und setzt ihren eigenen Kopf durch, trotz der vielen Warnungen ihrer "Tante" Lady Y'shennria (die mir auch sehr schnell ans Herz gewachsen ist!). Ihr wird Etikette beigebracht, aber sie nutzt diese Informationen nur nach eigenem Ermessen und nicht, wie sie es eigentlich sollte.

Prinz Lucien ist ein ganz Süßer. Er zeigt sich als kalt, aber er hat einen sehr weichen Kern, wünscht sich Frieden und Gerechtigkeit. Auch wenn er sich dagegen wehrt, kommt er Zera näher, ohne zu ahnen, welche Gefahr sie für ihn darstellt. Zum Ende hin wurde er mir aber ZU weich und zu einem stereotypischen Jugendbuch-Hottie, was ich sehr schade fand.

Das Buch beginnt mit einer Szene am Hof, dann geht es nochmal einige Tage in der Zeit zurück und erzählt von da an auch chronologisch. Gute Wahl! Denn einerseits direkt im Geschehen und gleichzeitig bekommt man so eine sehr gute Einführung. Das erzeugt Spannung und ich war direkt gefesselt!
Auch die Geschichte rund um die Herzlosen und die Intrigen am Hof haben mir sehr gut gefallen. Es war teilweise schon eine ungewöhnliche Geschichte, auch wenn man schon viele Bücher kennt, die Könige und Prinzen zu bieten haben - die magische Welt der Herzlosen und vor allem Zera haben dieses Buch zu etwas Besonderem gemacht.
Zum Ende hin allerdings wurde die Geschichte meiner Meinung nach schwächer. Die Liebesgeschichte entwickelte sich trotz gutem Start sehr oberflächlich und die Handlung wurde vorhersehbar.

Fazit
"Heartless" konnte mich mit einer spannenden Handlung und einer tollen Protagonistin sehr positiv überraschen, aber es ließ zum Ende hin nach und daher war ich doch nicht so zufrieden, wie ich es gehofft habe. Ich bin aber schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!

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Die Herzlose Zera punktet mit Humor!

Rezensionen von manu63:

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Vergangenheit beeinflusst Zukunft

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin; . von Sara Wolf

Der Fluch von Abbington Hall ist ein Liebesroman der Autorinnen Esther D. Jones und Katherine Collins und spielt auf zwei Zeitebenen. Weil Andrew, der Sohn des Earls of Linnley, sein Versprechen gegenüber der Bediensteten Gemma nicht hält wird seine Familie durch Gemmas Mutter verflucht. Alle Männer der Familie werden ihre Heirat nicht lange überleben.

Nur eine Sache kann den Fluch brechen und dieses führt nun in die Gegenwart, in der Elisa panisch versucht die Hochzeit ihrer Schwester mit Daniel zu verhindern. Denn auch Daniel droht vom Fluch erfasst zu werden und Elisa versucht ihre Schwester vor Herzeleid zu bewahren.

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen aufgebaut, die gut gekennzeichnet sind. Die Charaktere werden gut angelegt und gerade die Protagonisten der Gegenwart bekommen genug Tiefe um die Handlungen der Einzelnen zu verstehen. Die Charaktere in der Vergangenheit werden lediglich kurz skizziert, aber das reicht völlig zur Einordnung aus.

Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, wenige explizite Szenen sind geschmackvoll in die Geschichte eingebettet und der Schluss hat mir sehr gut gefallen. Eine leichte Liebesgeschichte, mit ein wenig mystischen Touch, die mich gut unterhalten hat.

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Die Herzlose Zera punktet mit Humor!

Rezensionen von manu63:

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Matthias im Glück

Mein Leben mit Anna von IKEA – Hochzeit von Thomas Kowa

Der vierte Band der Mein Leben mit Anna von IKEA Reihe des Autors Thomas Kowa trägt den Titel Hochzeit und es geht um die Planung des schönsten Tages in Annas und Matthias Leben. Aus verschiedenen Gründen übertragen beide die Planung der Hochzeit an Annas geschiedene Eltern, die jedoch ganz unterschiedliche Vorstellungen davon haben wo und wie die Hochzeit statt finden soll.

Dann gibt es noch Probleme mit den Eltern von Matthias und das Chaos ist vorprogrammiert.

Auf gewohnt witzige Art lässt der Autor Matthias einmal mehr von Katastrophe zu Katastrophe stolpern und mehr als einmal gerät das geplante Fest ins wanken. Ich fand es köstlich wie Matthias versucht das Beste aus der Lage zu machen um dennoch die so sehnlich gewünschte Hochzeit mit Anna feiern zu können. Bekannte Charaktere aus den Vorbänden tauchen immer wieder auf und wer den ungetrübten Lesespaß haben möchte sollte die Vorbände kennen. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann man das Buch lesen, da es eine kleine Einführung gibt die alles wesentliche enthält.

Der Schreibstil ist locker und es gibt einige humorige Dialoge die mich immer wieder schmunzeln ließen. Eine lesenswerte Lektüre zum lachen und schmunzeln und um sich gut zu entspannen.

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Matthias im Glück

Rezensionen von nil_liest:

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Grandioser Vorlesespaß ab 5 Jahren.

Drei Helden für Mathilda von Oliver Scherz

Wo ist Mathilda nur hin???
Drei Kuscheltiere wachen im Bett der kleinen Mathilda auf und wundern sich wo ihre geliebte Mathilda ist. Große Sorgen machen sich breit und die „Drei Helden für Mathilda“ machen sich auf in ein Abenteuer das Mädchen zu finden.
Es ist ein wunderbares Vorlesebuch für Vorschüler.

Eine spannende Geschichte, die aber nicht zu gruselig ist. Die drei sind wirklich knuddelige Kuscheltiere, die man sehr gerne begleitet. Und wo Mathilda ist – na, das findet mal selber heraus, aber eine niedliche Auflösung.
Geschrieben hat Oliver Scherz dieses nette Buch auf eine sehr angenehme Weise, es lässt sich gut vorlesen. Mir hat die Sprache besonders gut gefallen. Satzbau, Vokabular, wörtliche Rede – gelungen! Oliver Scherz tritt aus unserer Sicht in die Fußstapfen der ganz großen deutschen Kinderliteraten. Schon Ben und der Schabalu haben uns sehr gefallen.
Und was dieses Buh auch so gelungen macht, ist die Illustrierung! Denn Vorschüler lauschen schon sehr gerne komplexen Geschichten, aber es muss auch Bilder geben und die gibt es in dieser Geschchte ausreichend! Sehr gelungen, denn auch Daniel Napp gehört zu unseren liebsten in der Branche, man denke nur an den tollen Dr. Brumm!
Natürlich nicht nur zum Vorlesen gut, auch wer selbst zu lesen beginnt, kann hier gefallen finden. Allerdings keine Erstleserschrift.
Fazit: Zwei Stars der Branche Oliver Scherz und Daniel Napp haben hier ein wunderbares Vorlesebuch geschaffen – Potential für die Bestellerliste in 2019!

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Grandioser Vorlesespaß ab 5 Jahren.

Rezensionen von liesmal:

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Verschenke deine Gefühle nicht

Das verschenkte Weinen von Werner Heiduczek

„Das verschenkte Weinen“ des Autors Werner Heiduczek wurde als Hörbuch herausgegeben vom Buchfink Verlag in Leipzig.
Erzählt wird die Geschichte des blinden Flüchtlingsjungen Hondez und des Mädchens Aristid, die sich kennen- und lieben lernen. Ihre Liebe ist so groß, dass Aristid sogar ihr Weinen hergeben würde, wenn Hondez dafür sein Augenlicht wieder bekäme.

Eine sehr angenehme Stimme verbirgt sich hinter dem Sprecher Alexander Pensel, der die gefühlvolle Geschichte spricht und dem es gelingt, jeder Person eine eigene Stimme zu geben – für mich eine Idealbesetzung!
Musikliebhaber werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, denn die Musik wurde von Marion von Tilzer extra für das Märchen komponiert und aufgenommen. Im Einklang mit dem Erzählten werden die ganze Dramatik und Emotionen der Geschichte den Zuhörenden nahe gebracht und erhalten dadurch eine ganz andere Dimension.
Im Anschluss an die Erzählung bietet die einfühlsame Musik eine wunderbare Möglichkeit, die Geschichte gebührend nachklingen zu lassen.

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Verschenke deine Gefühle nicht

Rezensionen von Sago:

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Berliner Geschichte

Zeugin der Toten von Werner Heiduczek

Romane, in denen Geheimdienste eine große Rolle spielen, sind normalerweise nicht mein Metier. Da mir aber die Krimis von Elisabeth Herrmann ausnehmend gut gefallen, konnte ich mir auch diesen nicht entgehen lassen. Zudem hat Frau Herrmann mit Judith Keppler, einer Tatortreinigerin und ausgesprochen gebrochenen Heldin, eine äußerst interessante Protagonistin geschaffen.

Als ehemalige West-Berlinerin fand ich zudem das Berliner Setting sehr interessant und authentisch.
Zum Auftakt wird ein Mädchen klammheimlich in einem Heim im Ost-Berlin der 80er Jahre gegen ein anderes ausgetauscht. Welche Verbindung besteht zwischen ihm und Judith, die selbst aus diesem Kinderheim stammt und durch ihre Kindheit dort seelische und körperliche Wunden davongetragen hat? Jahre später findet Judith bei der routinemäßigen Reinigung eines Tatorts Hinweise, die alles, was sie über sich zu wissen glaubte, auf den Kopf zu stellen scheinen. Bei dem Versuch, dem auf dem Grund zu gehen, gerät Judith schnell ins Fadenkreuz des BND und wird selbst zur Gejagten. Und auch die Machenschaften der Stasi scheint nicht so vergangen zu sein, wie man glaubte...
Vor allem vor dem Hintergrund, dass der BND nun seines neues Berliner Quartier in Berlin bezieht, wirkt dieser spannende Ausflug in die Berliner Geschichte noch immer hochaktuell. Judith, ihr Kollege Kai, Ex-BNDler Quirin Kaiserley und Judiths Chef Dombrowski sind plastische Charaktere, die neugierig auf die nachfolgenden Bände machen.

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Berliner Geschichte

Rezensionen von Irma2103:

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EIn Lesevergnügen

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Fiktion und Realität, Leichtigkeit nicht ohne Tiefgang,
Erotik und Liebe, Ost und West verbindet der Roman von Amtava Kumar, dessen Protagonist, ein junger Inder, voll Neugier zum Studium in die USA reist.
Dort nimmt er all das Neue, das ihm im Studium und bei den Frauen begegnet voll Neugier aber auch mit Verunsicherungen in sich auf.

Er studiert bei Ehsaan Ali, der ihn stark beeindruckt und prägt, sein Studium der Literatur bringt ihm eine Fülle von Wissen, aber auch Geschichten, die zu seinem erweiterten Weltbild beitragen.
Das alles erfährt man auf kurzweilige Weise, indem der Roman der studentischen Arbeit angepasst ist, mit Anmerkungen, Literaturverweisen, Abbildungen.
Rundum ein Lesevergnügen, in dem immer wieder einmal kurz die Schwierigkeiten des Lebens in einer anderen Kultur und die Entfremdung von der eigenen auftauchen.
Wie Ehnaan sagt, gelingt das Leben vielleicht in der Integration der Vergangenheit mit dem Jetzt, was zu einer Verschmelzung der Kulturen führen kann.

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EIn Lesevergnügen

Rezensionen von heinoko:

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Ein Buch wie eine gespaltene Persönlichkeit

Schiff oder Schornstein von Andrea Stift-Laube


Soeben habe ich das Buch beendet und frage mich nun ratlos, wie ich meine Rezension formulieren soll. Denn das Buch verwirrt mich über die Maßen. Vielleicht sollte ich schreiben, dass mich das Buch von Anfang an in die Irre gelockt, mich vorsätzlich getäuscht hat. Mit seinem Titel zum Beispiel.

Mit dem ich gar nichts anfangen konnte. Oder mit dem Cover, mit dem tiefschwarzen Umriss einer Katze mit leuchtend gelben Augen. Ein Katzenbuch, hatte ich zunächst gedacht, ein humorvolles vielleicht. Auf jeden Fall ein sympathisches Buch – so hatte ich gedacht. Und jetzt ist das Buch beendet, und ich bin voller Zorn, Ekel, Abscheu, Entsetzen. Und gleichzeitig lache ich über all die skurrilen Einfälle, über die leichtfüßig geschriebenen Episoden, über witzige und liebevolle Detail-Beobachtungen.
Worum geht es? Der Verlag formuliert es so: „Franziska ist verschwunden. Das ist sie schon öfter. Dann sagt man, sie ist wohl wieder irgendwo Tiere befreien, im Wald, am Nordpol, irgendwo auf einem Schiff. Aber dieses Mal kommt sie nicht mehr zurück. Sie ist spurlos verschwunden und niemand weiß, was passiert ist. Ihre Schwester Ila begibt sich auf die Suche, wühlt in ihrer beider Vergangenheit und trifft den Umweltaktivisten Konstantin, der unglücklich in Franzi verliebt ist. Ila und Konstantin werden Freunde und bewältigen ihre Trauer in einem schrägen Kunstprojekt, das ein Statement gegen Massentierhaltung und Fleischkonsum sein soll: einem Online-Versand für Katzenfleisch…“
Das Buch kommt mir vor wie eine gespaltene Persönlichkeit: So wie das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist, nämlich aus der von Ila, der Schwester, und Konstantin, dem stumm Liebenden, so werden genauso gespalten einerseits einfache, teils idyllische Kindheitserinnerungen und tier- und naturliebende Erinnerungen erzählt, andererseits brutalste, schier unerträgliche Details von Tiermisshandlungen, Vogeltötungen, Kükenmuser. Eben hat sich der Leser lächelnd und entspannt zurückgelehnt, schon jagt einem die scharfzüngige Autorin hinterrücks ein Messer mitten ins Herz.
Und ebenso gespalten bleibt mein Urteil: Gekonnt geschriebene Passagen, zu Herzen gehend, psychologisch feinfühlig, wechseln mit extremen Hässlichkeiten sowohl sprachlich („heißer Scheiß“) als auch inhaltlich (Fliegen mit der Lupe verbrennen). Ob mit solch einer uneinheitlichen wirren Mischung wirklich mehr Umweltbewusstsein zu wecken ist? Aber vielleicht wollte die Autorin etwas ganz anderes? Ich weiß es nicht. Ich bleibe verwirrt.

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Ein Buch wie eine gespaltene Persönlichkeit

Rezensionen von KimVi:

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Spannender Pageturner!

Lazarus von Kepler Lars

Joona Linnas hartnäckigster und gefährlichster Gegner, der Serienmörder Jurek Walter, wurde vor Jahren für tot erklärt. Er stürzte damals, von mehreren Kugeln getroffen, in einen Fluss. Seine Leiche wurde zwar nie gefunden, doch mittlerweile hofft Joona, dass es Saga damals wirklich gelungen ist, den Killer zur Strecke zu bringen.

Joona und seine Tochter Lumi versuchen nun, endlich ein normales Leben zu führen, ohne dass sie ständig fürchten müssen, dass Jurek zurückkehrt, um sie zu töten. Doch dann weckt eine grausame Mordserie, die sich durch ganz Europa zieht, Joonas Misstrauen. Als dann auch noch der Kopf seiner verstorbenen Frau in der Wohnung eines vermeintlichen Grabschänders auftaucht, ist für Joona klar, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist. Joona ist sich sicher, dass Jurek Walter lebt und dass er sein Werk vollenden wird. Hals über Kopf bricht er alles hinter sich ab und macht sich auf den Weg, um Lumi zu schützen. Vorher warnt er Saga eindringlich davor, dass sie und ihre Familie ebenfalls in tödlicher Gefahr schweben und dass sie Schutzmaßnahmen ergreifen und Jurek aufspüren muss. Doch Saga glaubt fest daran, dass Joona sich irrt. Ein tödlicher Irrtum?

"Lazarus" ist bereits der siebte Fall für Joona Linna. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen aber auch dann folgen, wenn man noch keine Vorkenntnisse hat. Um die privaten und beruflichen Nebenhandlungen der Hauptcharaktere und ihre Weiterentwicklung zu verfolgen, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Wichtige Hintergrundinformationen werden allerdings so in die Handlung eingestreut, dass man auch als Quereinsteiger einen guten Überblick bekommt und dem aktuellen Geschehen problemlos folgen kann.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt wieder mühelos, denn unterschiedliche Perspektiven, die sofort durch Spannung oder das Gefühl einer unterschwelligen Bedrohung überzeugen, sorgen dafür, dass man von Anfang an in den Sog der Handlung gerät. Das Autorenduo Lars Kepler spannt ein Netz aus variierenden Strängen, die zunächst nicht richtig in Verbindung gebracht werden können, dadurch aber das Interesse wecken und außerdem eine äußerst bedrohliche Atmosphäre entwickeln. Diese Bedrohung wirkt so glaubhaft, dass man förmlich spürt, mit welcher akribischen Genauigkeit Jurek Walter die Schlinge knüpft, die er um Joona Linna und alle die ihm lieb sind, legen will, um sie dann präzise zuzuziehen. Die Anspannung ist dadurch hoch und schwebt ständig zwischen den Zeilen, da man sich fragt, ob es Joona gelingen wird, den Kopf aus dieser Schlinge zu ziehen.

Doch schnell wird klar, dass die perfiden Pläne des Killers so kalkuliert sind, dass er den Ermittlern immer einen Schritt voraus ist und alle Eventualitäten bedacht hat. Es geht Schlag auf Schlag, sodass man beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen hat. Man verfolgt geradezu atemlos die spannenden Szenen und mag manchmal kaum glauben, was passiert. Die häufig wechselnden Perspektiven, die oft an entscheidenden Stellen stoppen, um sich dann dem nächsten Handlungsstrang zuzuwenden, sorgen für ein rasantes Tempo, dem man sich nur schwer entziehen kann. Das Buch entwickelt sich damit früh zu einem echten Pageturner. Die Spannung ist enorm. Allerdings stellt man sich beim Lesen oft die Frage, wie es eigentlich sein kann, dass Jurek Walter scheinbar alles weiß und entsprechend reagieren kann. Das wirkt zuweilen ein wenig unglaubwürdig und arg konstruiert. Da die Spannung aber konsequent gehalten wird, verdrängt man dieses Manko und genießt die Anspannung und den Gänsehauteffekt.

Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ganz in die Handlung eintauchen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, da die Opfer nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Außerdem wird schnell klar, dass man sich in diesem Band wohl von einigen bekannten Charakteren verabschieden muss, da Jurek Walter gnadenlos zuschlägt. Dieser Fall gipfelt in einem spannenden Showdown, wobei die Frage, wie alles enden wird, erst ganz am Ende beantwortet wird.

Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und war auch von diesem Fall wieder begeistert. Denn ich war vom ersten Moment an mitten im Geschehen und konnte mich ganz auf das spannende Katz- und Mausspiel einlassen. Die Spannung war für mich sofort spürbar, sodass ich früh in den Sog der Ereignisse geriet und den Thriller am liebsten in einem Rutsch beendet hätte. Obwohl ich zugeben muss, dass es mich etwas gestört hat, dass Jurek Walter scheinbar alles wusste und einkalkulieren konnte, vergebe ich alle fünf Bewertungssternchen. Denn der durchgehenden Hochspannung konnte ich mich einfach nicht entziehen.

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Spannender Pageturner!