Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
Österreichische Humor
Marillen & Sauerkraut von Harald Jöllinger
,, Marillen und Sauerkraut´´- Gschupfte und grantige Geschichten, findet man bei Harald Jöllingers Debüt Roman. Darin sind 26 Kurzgeschichten enthalten, die die verführerische und köstliche Süße der Marille enthalten, sowie die sauren und grausigen des Sauerkrautes.
Der Autor hat sich nicht gescheut, alles und jeden auf die Schaufel zu nehmen und zeigt dabei immer wieder, seinen bissigen und auch zynischen Humor.
Man findet Geschichten, die herrlich amüsant sind, wo man wirklich lachen muss, wenn sich Schnecken darüber unterhalten, dass sie vom Wurstsalat fressen ,,blad´´ werden. Oder ein genervter Stadtführer, der nicht verstehen kann, wie man drei Mal in eine Hundesch.....steigen kann. Er legt seinen Protagonisten viele im Österreichischen Dialekt gesprochene Wörter in den Mund, die seine Geschichten sehr lebendig machen. Aber keine Angst, am Ende des Buches gibt es ein hilfreiches Glossar dazu.
Der Autor ist ein guter Beobachter und es gibt auch berührende Geschichten wie ,, Endlich schneit´s´´, wo aus der Sicht eines Obdachlosen berichtet wird, der sein Leben, so hart es auch ist, selbst bestimmen möchte und auf jede Hilfe verzichtet.
Immer wieder kommt auch das Thema Demenz darin vor, wo man als Leser sehr berührt ist.
Einsamkeit, Mordgedanken, Weltuntergangsstimmung oder Erinnerungen an früher werden vom Autor manchmal feinfühlig und dann wieder mit brutaler Offenheit erzählt. Die meisten Geschichte haben mir gut gefallen, weil sie zum Nachdenken anregen oder witzig originell sind, wie ,, Die Gelse´´, die lieber nicht zwischen den Zehen sticht, weil es dort stinkt.
Manche seiner Geschichten erzählt er auf seine eigene Art, wo es mir leider nicht klar war, was er damit sagen wollte.
Ansonsten ist es ein Buch, wo man einfach ein Auge zudrücken muss, wenn man über Trotteln, Blade und sonstige spezielle Menschen liest.
Rezensionen von BarbaraM:
Ein lustiges, bisweilen abgedrehtes Abenteuer mit einer tollen Botschaft: Lebe deine Individualität und bleib dir treu!
Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer von Kennedy A. L.
Wir befinden uns in dem kleinen idyllischen schottischen Dörfchen namens Pandrumdroochit. Hier ist die Welt für den pfannkuchenbackenden und tanzenden Dachs Dan, Onkel Stan mit seinen zahlreichen ungewöhnlichen, aber liebevollen Marotten wie beispielsweise zärtliches Wellentätscheln, Kopfüber-Hängen, Marmeladebrotwerfen, und all den anderen Bewohnern und Tieren noch in ordnung.
Doch eines Tages taucht Dr. P’Krall auf. Seines Zeichens ist er DER Spezialist für Ungewöhnlichkeiten. Er deckt alles Unnormale auf und beseitigt es in seiner eigens dafür gegründeten Institut für Hochsicherheit und Heilung von Ungewöhnlichkeiten. Zudem hasst er Glück, Lachen und Lebensfreude.
Ob sich die Bewohner von Pandrumdroochit auf die Botschaft von Dr. P’Krall einlassen oder doch sich selbst treu bleiben? Seid neugierig und lest selbst!
Mit ihrem zweiten Band „Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer“ ist A.L. Kennedy wiederum ein humorvolles und positiv abgedrehtes Abenteuer gelungen, das 2019 im Orell Füssli Verlag erschienen und in 33 Kapitel auf 272 Seiten eingeteilt ist.
Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen und für Kinder ab 9-10 Jahren geeignet. Es zeichnet sich auch aus durch seinen Sprachwitz und die vielen lustigen Zeichnungen im Comic-Stil von Illustratorin Gemma Correll. Die Zeichnungen unterstreichen und erweitern die Handlung der Geschichte und laden zum Entdecken und Schmunzeln ein.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen – wie auch der erste Band „Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer“.
Gefallen hat mir und meiner Tochter auch die wichtige Botschaft, dass es okay und richtig ist, das man zu sich selbst steht, dass es auch in Ordnung ist, aus der Reihe zu tanzen solange man sich selbst treu bleibt.
In diesem Sinne: Denkt und lebt BUNT!
Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren, die ein lustiges Abenteuer um Onkel Stan und den Dachs Dan mit viel Sprachwitz und vielen humorvollen Illustrationen erleben wollen.
Lesefreude und lautes Lachen ist hier garantiert! Voraussetzung: man liebt den leicht schrägen Humor ;-)
Rezensionen von BarbaraM:
Ein toller, sehr atmosphärischer und spannungsgeladener Fantasyroman
Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer von Kennedy A. L.
„Waldkind“ von der Autorin Natalie Speer (auch bekannt unter Christiane Spies) ist 2019 im Lübbe-Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 638 Seiten.
Cianna entdeckt eines Tages am Rande des dunklen Deamhaines ein verlorenes Kind und nimmt wahr, dass sowohl sie selbst, als auch das entdeckte Kind eine besondere Verbindung zu dem geheimnisvollen Wald hat.
Ab sofort überschlagen sich die Ereignisse in Ciannas sonst so ruhigem und geordnetem Leben, denn nun wird sie in das geheimnisvolle Leben im Deamhain gezogen.
Und eines Tages begegnet sie der taffen und unerschrockenen Eva, die bislang als Undercover-Agentin mit dem Ziel, die Fabelwesen des mysteriösen Waldes zu jagen, unterwegs war.
Zwischen den beiden Frauen steht ein noch unentdecktes Geheimnis.
Natalie Speer gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren flüssigen, detaillierten und bildhaften Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sie beschreibt die Protagonistin in all ihren Stärken und Schwächen und so konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen und ihr Handeln jeweils gut nachvollziehen.
Der Spannungsbogen wird während des ganzen Buches gehalten und durch viele Cliffhänger an den Kapitelenden bis zum großen Finale im positiven Sinne hinausgezogen.
Besonders gelungen sind meiner Meinung nach auch die Darstellungen der unterschiedlichen Facetten des Deamhaines, in dem ein Großteil des Romanes spielt. Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass allein die Schilderung des Waldes so atmosphärisch und facettenreich gelingen kann und ich habe mich oft selbst gefühlt, als wäre ich mitten im Wald. Das hat mir richtig gut gefallen.
Fazit: Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen und in die spannende und magische Welt von Cianna und Eva und den Deamhain einzutauchen.
Dieses Buch wird jeder Fantasy-Fan richtig gerne lesen. Es bietet auf jeder der rund 600 Seiten Spannung pur und man möchte es einfach nicht mehr aus der Hand legen bis es gelesen ist.
Rezensionen von Harakiri:
Ein Blick in Judith Keplers Vergangenheit
Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer von Kennedy A. L.
Mit „Schatten der Toten“ vollendet Elisabeth Herrmann ihre Serie um die Tatortreinigerin Judith Kepler.
Da sich das Buch um Spionage, Gegenspionage und Verrat bei der Spionage dreht, war ich zugegebenermaßen etwas überfordert. Herrmann schreibt gut, keine Frage, aber die ganzen Verwicklungen fand ich teilweise dann doch undurchschaubar.
Mir gefiel Judith in ihrem ersten Abenteuer, in dem sie noch wirklich sie selbst war, viel besser. Sehr viele Handlungsstränge – auch teilweise welche, die mir wie Füllmaterial vorkamen – zogen das Buch stark in die Länge. Ein etwas einfacherer Aufbau hätte der Handlung in meinen Augen eher gut getan.
Schön fand ich, dass Judith in Frederic endlich jemanden findet, mit dem sie glücklich werden könnte. Doch auch ihm ist sein Job wichtiger und so wird er in diesem aufwändigen Fall beinahe zwischen den Fronten zerrieben. Denn hier gilt nur eines: das Gesetz der Rache. Und das Gesicht dahinter hat es auf jemand ganz bestimmtes abgesehen.
Die Story ist gut aufgebaut und wartet mit ein paar Wendungen auf, die der Leser so nicht erwarten konnte. Das fand ich gut gelungen und überraschend. Hier fand ich auch die Detailliebe der Autorin sehr gut, die ihre Charaktere größtenteils logisch handeln lässt und die Hintergründe gewisser Geheimdienste nicht immer gut dastehen lässt.
Fazit: für mich etwas undurchschaubarer, aber gut aufgebauter und teilweise auch recht spannender Abschluss der Serie um die Tatortreinigerin Judith Kepler.
Rezensionen von KimVi:
Interessanter Auftaktband
Café Engel von Marie Lamballe
Das Café Engel in Wiesbaden ist der ganze Stolz von Heinz und Else Koch. Viel Arbeit und Herzblut steckt darin. Doch die Mühe hat sich gelohnt, denn das Café ist Treffpunkt schillernder Persönlichkeiten. Besonders Heinz Koch genießt diesen Status. Tochter Hilde liebt das Café und die besondere Atmosphäre, die dort herrscht.
Sie träumt von Kindesbeinen an davon, es einst zu übernehmen. Der Zweite Weltkrieg sorgt allerdings dafür, dass die Türen des Cafés geschlossen bleiben. In den letzten Kriegstagen wird Wiesbaden das Ziel schwerer Bombenangriffe. Else und Hilde Koch bangen um das Café. Doch das Schicksal meint es gut mit ihnen, denn es bleibt beinahe unversehrt. Am Ende des Krieges eröffnen die beiden Frauen das Café wieder. Der erneute Start verläuft allerdings alles andere als reibungslos, denn es gilt etliche Schwierigkeiten zu überwinden. Doch Hilde wächst in dieser Zeit über sich hinaus. Sie riskiert einiges, um dem Café wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Nach und nach kehren nicht nur die alten Stammgäste zurück, sondern auch vermisste Familienmitglieder. Hilde muss ihren Status nun behaupten. Ein besonderer Dorn im Auge ist ihr dabei ihre Cousine Louisa, denn Hilde fühlt sich nach deren Ankunft zurückgesetzt. Die angespannte Situation droht die Atmosphäre des Cafés zu vergiften.....
Es handelt sich bei diesem Roman um den ersten Band der "Café Engel-Saga". Im Zentrum der Handlung steht die Familie Koch, die das Café Engel im Wiesbadener Kurviertel führt. Zum Einstieg blickt man in das Jahr 1935 zurück. Hier lernt man nicht nur Tochter Hilde kennen, sondern kann außerdem einen Blick in das erfolgreiche Café werfen. Die besondere Atmosphäre dieses Lokals ist dabei sofort spürbar. Außerdem erfährt man in dieser Einführung, wie Hildes Cousine Louisa ihre Kindheit auf einem ostpreußischen Gut verbringt. Die eigentliche Handlung startet dann in den letzten Kriegsmonaten und wird aus häufig wechselnden Perspektiven betrachtet. Da diese immer mit dem Namen des Protagonisten, der gerade im Zentrum der Ereignisse steht, dem entsprechenden Datum und dem Handlungsort gekennzeichnet sind, fällt es leicht, den Überblick zu behalten.
Am Anfang muss man sich mit den unterschiedlichen Charakteren vertraut machen, die nach und nach in die Handlung eingeführt werden. Es gibt einige Perspektiven, die zunächst parallel verlaufen, um sich dann allerdings miteinander zu verknüpfen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte mühelos vorstellen und deshalb entspannt in die Geschichte eintauchen. Die unterschiedlichen Perspektiven sind durchgehend interessant, denn dadurch kann man das Ganze aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Auch wenn die besondere Atmosphäre des Cafés stets zwischen den Zeilen schwebt und neugierig auf den weiteren Verlauf macht, hat man bei der Einführung der Charaktere zuweilen das Gefühl, dass man ein wenig auf der Stelle tritt und dass es nicht so richtig voran geht. Dennoch sind diese ausführlichen Schilderungen notwendig, um die einzelnen Akteure und ihre Verbindungen untereinander, besser einschätzen zu können. Die Protagonisten wirken zwar recht lebendig, dennoch hat man zwischendurch das Gefühl, dass man etwas auf Distanz gehalten wird. Die einzelnen Schicksale und die Schwierigkeiten der Nachkriegszeit werden allerdings glaubhaft beschrieben.
Auch wenn ich gestehen muss, dass ich die Protagonisten, für meinen Geschmack, etwas zu distanziert betrachtet habe und deshalb nur selten richtig mitfiebern konnte, habe ich diesen doch recht umfangreichen Roman innerhalb eines Tages durchgelesen. Denn die besondere Caféhaus-Atmosphäre hat ihren Reiz auf mich ausgeübt und dafür gesorgt, dass ich unbedingt erfahren wollte, wie es mit dem Café und den Personen, die damit verknüpft sind, weitergeht.
Rezensionen von heinoko:
Finsteres Szenario
Cainstorm Island Der Gejagte von Golien Marie
Dieses Buch lässt mich unschlüssig zurück. Gekonnt geschrieben, das ja. Aber will ich wirklich mit diesen Kopfbildern einer entsetzlichen Welt, grausam, gnadenlos, chancenlos, gefährlich meine raren Lesestunden verbringen?
Die Handlung wird vom Verlag sehr umfassend dargestellt: Emilios Welt ist geteilt.
Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.
Dramatisch ist das Buch und atemlos-spannend ist sein Beginn. Aber je weiter das Geschehen fortschreitet, umso mehr flacht es meinem Gefühl nach ab. Denn die Autorin packt zuviel auf einmal in das Buch und lässt den Leser letztlich doch mit dem offenen Ende im Leeren stehen. Die deutliche Absicht, Serien-Junkies auf diese Weise anzufixen, ist offenkundig und somit ärgerlich. Die Handlung lässt nichts aus, was man sich an finstersten Szenarien mit bitterer Armut, Dreck und Gestank, an temporeichen Verfolgungsjagden, an Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten, an Katastrophen, an unvorhersehbaren Wendungen denken kann. Soziale Konflikte müssen genauso herhalten wie beängstigende Zukunftstechnologien. Ein argloser Protagonist ist all dieser Dramatik naiv ausgeliefert. Und dazu wird noch eine Schippe Freundschaft und Liebe darübergestreut. Zuviel, zuviel, zuviel von allem!
Rezensionen von René R. Wenzel:
Leider sehr enttäuschend
HELIX - Sie werden uns ersetzen von Elsberg Marc
Nach blackout, einem spannenden und extrem gut recherchierten Buch ist Helix leider eine ziemliche Enttäuschung. Es wird ein relativ antiutopisches Horrorszenario erfunden, bei der Kinder durch alle möglichen Gen- Manipulation von den Eltern designt werden können.
Das Buch ist leider von der ersten bis zur letzten Seite ohne jede Spannung, viele Gedanken wiederholen sich ständig und im letzten Drittel liegt man es dann letztlich enttäuscht zur Seite.
Rezensionen von LEXI:
Geliebt. Erwählt. Begünstigt. Gesegnet. Und Gott sei Dank nicht allein.
Wohin du mich auch führst (4) von Elsberg Marc
"Noch bevor wir unseren Namen kennen, sind wir geliebt. Und wertgeschätzt. Und sicher gehalten. Gott hat wirklich seine ganz eigene Art, die Geschichten von Menschen miteinander zu verflechten.“
Der Tod von Meg Crane am Ende des dritten Bandes hinterließ eine große Lücke im Kreise der vier Protagonistinnen, die sich auf einer Glaubensreise kennenlernten und seit diesem Zeitpunkt unzertrennlich waren.
Hannah, Charissa und Mara vermissen ihre liebevolle und herzensgute Freundin schmerzlich. Nach ihrer anfänglichen Gefühllosigkeit wird Becca nun mit ihrem großen Verlust konfrontiert. Sie lebt inzwischen bei ihrem beinahe doppelt so alten Freund Simon, und langsam wird ihr nun bewusst, wie töricht und gutgläubig sie war. Becca bereut es zutiefst, zu wenig Zeit mit ihrer Mutter verbracht zu haben. Meg hatte zu Hannah eine ganz besonders innige Beziehung, ihr letzter Wunsch galt dem Wohlergehen der geliebten Tochter, die sie Hannah ans Herz legte. Doch Becca ist zutiefst verletzt, orientierungslos, voller widerstrebender Gefühle und nicht bereit, sich dem Glauben zu öffnen. Hannah wiederum kann sich nur schwer in ihrem neuen Leben zurechtfinden. Sie vermisst ihre Arbeit als Pastorin der Westminster-Gemeinde in Chicago, muss Altbewährtes loslassen, und den Mut aufbringen, sich auf Neues einzulassen. Mara hingegen steht kurz vor ihrer Scheidung. Sie alle Hände voll zu tun, um die Probleme mit ihren halbwüchsigen Jungen zu bewältigen, ihr ältester Sohn Jeremy und seine kleine Familie bereiten ihr ebenfalls Kopfzerbrechen. Und zu guter Letzt befindet sich die im sechsten Monat schwangere Charissa in einem großen inneren Konflikt, dem sie sich nicht mehr gewachsen fühlt.
Der vierte und letzte Band „Wohin du mich auch führst“ bildete einen würdigen Abschluss der Reihe um diese vier Frauen und ihre gemeinsame Glaubensreise. Hannah, Charissa und Mara setzen mit dem großen und gewichtigen Thema Auferstehung diesen Glaubensweg fort und unterstützen sich gegenseitig in allen Belangen. Der Autorin ist es vortrefflich gelungen, die inneren Konflikte und die persönliche und geistliche Entwicklung in eindringlichen und mitreißenden Worten zum Ausdruck zu bringen. Der Glaube durchdringt das gesamte Buch, die Gebete und Gedanken der Frauen sind in kursiver Schrift dargestellt. Der in einnehmendem Schreibstil dargebrachte Inhalt wartet zudem mit sehr tiefen Emotionen auf.
Die handelnden Figuren wurden allesamt hervorragend charakterisiert und weisen eine hohe Authentizität auf. Es hat mir große Freude bereitet, diesen über vier Bände währenden Glaubensweg der Freundinnen begleiten zu dürfen. Umso schwerer fiel mir nun der Abschied von ihnen. Zu gerne hätte ich darüber hinaus noch einige Antworten auf Fragen in Erfahrung gebracht, die offenblieben. Wie wird Charissa ihre neue Rolle als Mutter, ihre Arbeit als Professorin und ihren Hang zum Perfektionismus unter einen Hut bringen, und wie wird sich mit ihrer Schwiegermutter arrangieren? Wie (und wo) wird es mit Mara und ihrer Beziehung zu Kevin und Brian weitergehen, und wird Hannah mit ihrer kleinen neuen Patchworkfamilie und in einer neuen Anstellung als Pastorin ihre Erfüllung finden? Am meisten bedaure ich, dass Beccas Geschichte an dieser Stelle ebenfalls zu Ende ist und ich nicht erfahren werde, wie sich die Zukunft dieser orientierungslosen und verloren wirkenden Waisen nun gestalten wird. Ob sie ihren Weg – und vor allem auch den Weg zum Glauben – mit Hannahs Unterstützung finden wird?
Der Aufbau des Buches war sehr übersichtlich gestaltet. Es gliedert sich in insgesamt vier Teile, wobei nach jedem Teil eine ausführlich beschriebene Meditation zur praktischen Umsetzung folgt. Der Beginn eines Kapitels wird mit einer in großen Lettern gedruckten Zahl eingeleitet, im Text wird als Überschrift stets der Name jener Person, auf die der Fokus gerade gerichtet ist, fettgedruckt angeführt. In abwechselnder Reihenfolge wird so das Leben von Hannah, Mara, Charissa und Megs Tochter Becca beleuchtet. Den Abschluss bildet ein Leitfaden für Gebets- und Gesprächsrunden – praktische geistliche Übungen werden im Anhang des Buches vorgestellt.
Fazit: Auch der vierte und letzte Band über die Glaubensreise von Hannah, Meg, Mara und Charissa hat mir ausgezeichnet gefallen, er stellte ein sehr emotionales Leseerlebnis für mich dar. Ich kann für diese Buchreihe eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, möchte jedoch interessierten Lesern dringend die Einhaltung der Reihenfolge ans Herz legen:
1. Band – „Unterwegs mit dir“
2. Band – „Weil du mit mir gehst“
3. Band – „Du bleibst an meiner Seite“
4. Band – „Wohin du mich auch führst“
Rezensionen von LEXI:
Das Leben ist zu kurz, um hindurch zu hetzen.
Das kleine Hotel an der Küste von Elsberg Marc
"Man sagt so leicht, dass man sich morgen Zeit nimmt für das, was wichtig ist, aber wir haben nur diesen Moment. Das Leben ist zu kurz, um hindurch zu hetzen."
Die Wünsche von James MacDonald, dem berühmten schottischen Fernsehkoch, Buchautor und Inhaber einiger Restaurants, haben für die Morrison Hospitality Consulting in New York oberste Priorität.
Die Unternehmensberatungsfirma beauftragt ihre beste Kraft, sich umgehend mit ihrem prominenten Kunden zu treffen und den Auftrag für dessen Projekt an Land zu ziehen. Andrea Sullivan muss auf ihren Urlaub verzichten und macht sich auf den Weg nach Schottland. Ihre anfängliche Abneigung gegen das verregnete unwirtliche Land und den für seine zahlreichen Affären bekannten Auftraggeber schwindet jedoch angesichts der zauberhaften Landschaft und nach einem Blick hinter die Fassade des attraktiven Starkochs. Doch sowohl Andrea, als auch James haben in ihrem Leben eine schmerzliche Enttäuschung erfahren, beide scheuen sich seither davor, erneut einem anderen Menschen das Herz zu öffnen. Wird Andrea ihre professionelle und kühle Haltung aufgeben und James ihr empfindsames Innenleben offenlegen? Und wird sie mehr für James sein, als nur ein weiteres kleines Abenteuer? Nach ihrem kurzen Aufenthalt auf der malerischen Insel Skye in Schottland stellen die beiden plötzlich ihr ganzes Leben in Frage.
Der Schreibstil von Carla Laureano ist sehr einnehmend. Ihr Einstieg in die Geschichte besticht darüber hinaus mit einer Prise Humor, als die intelligente und erfolgreiche Karrierefrau gleich bei der ersten Begegnung mit ihrem prominenten Kunden in ein riesengroßes Fettnäpfchen tritt. Auch bei nachfolgenden Besprechungen und Besichtigungen schafft Andrea Sullivan es nicht immer, ihre professionelle Haltung zu bewahren. James MacDonald scheint ein völlig anderer Mensch zu sein, als die Presse ihr vorgaukelt. Und sehr rasch ist es Andrea entgegen jeglicher Überzeugungen nicht mehr möglich, geschäftliche und private Dingen voneinander zu trennen.
In vorliegenden Roman wurde auf die inneren Kämpfe der Protagonisten und ihre Verletzungen in der Vergangenheit behutsam eingegangen, ihre persönliche und geistliche Entwicklung wunderbar dargestellt. Ich empfand die Charakterisierung von Andrea und James als authentisch und konnte mich sehr gut in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden hineinversetzen. Über die Nebenfiguren hätte ich gerne ein wenig mehr erfahren, einzig Ian MacDonald wurde angesichts der bestehenden Spannungen zwischen den Brüdern größere Aufmerksamkeit im Buch zuteil. Ians und James Schwester Serena, ihre bezaubernde Tochter Emmy sowie Tante Muriel durften hingegen nur kleine Nebenrollen spielen, ebenso wie Andreas Schwester Becky.
Es handelt sich bei diesem Buch um einen richtigen „Wohlfühlroman“, der die Frage nach den wirklich wichtigen Dingen in den Mittelpunkt stellt. In dieser romantischen Geschichte dominieren ruhige Töne und bildhafte Darstellungen der malerischen Landschaft, verbunden mit der Vergangenheitsbewältigung der beiden Hauptfiguren als zentrales Thema. Der Glaube spielt eine gewisse Rolle, er wurde dezent in die Handlung eingebracht. Gedanken und Gebete sind in kursiver Schrift dargestellt und beziehen den Leser auf diese Weise emotional ein. Durch die große Leidenschaft des Protagonisten für das Kochen werden dem Leser kulinarische Highlights des Landes vor Augen geführt, die unter anderem das schottische Nationalgericht Haggis, Fish & Chips, aber auch die Vorliebe für Whisky, Bier und die schottische Teekultur umfassen.
Fazit: Carla Laureano hat mir mit ihrer Neuerscheinung wunderschöne Lesestunden bereitet. „Das kleine Hotel an der Küste“ ist ein bezaubernder Wohlfühlroman vor der malerischen Kulisse der schottischen Westküste, der mir ausgezeichnet gefallen hat. Indem James Andrea überredete, ihr einige Highlights seiner Heimat zu zeigen, wurde auch mir als Leser die einzigartige Schönheit der Insel Isle of Skye eindrucksvoll vor Augen geführt. Ich versank regelrecht in dieses Buch und konnte mich dem Zauber dieser faszinierenden Landschaft nicht mehr entziehen.
Rezensionen von yellowdog:
Zwischen Begeisterung und leichter Enttäuschung
An den Ufern der Seine von Agnès Poirier
Das mächtige Buch ist nicht schlecht. aber teilweise ist es auch ein großes Namedropping, ohne das zeitgeschichtliche Ereignisse entsprechend vertieft werden.
Es gibt ein paar Schriftsteller, die als Fixsterne das Buch durchziehen: Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Alber Camus.
Picasso taucht auch viel auf.
Samuel Beckett auch. Miles Davis trifft Juliette Greco etc. Vieles ist schon sehr bekannt.
Mir gefällt, dass ein genau definierter Zeitabschnitt gewählt wird. 1940 bis 1950.
Ob die frühen vierziger Jahre aber magisch waren, wie der Untertitel des Buches behauptet, ist zweifelhaft. Wie sich die Schriftsteller und Künstler aber dann nach 1945 entwickeln ist es sicher.
Je nach Erwartung kann man von dem Buch begeistert oder leicht enttäuscht sein. Ich finde mich da irgendwo in der Mitte wieder.
Der Tafelteil mit den gut gewählten Fotos ist noch erwähnenswert.









