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Rezensionen von heinoko:

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Dieses Buch ist ein Schatzkästlein

Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel von Glaister Seni


Allem voran: Dieses Buch ist keines, das man auf die Schnelle konsumieren sollte. Dieses Buch benötigt Zeit. Und es benötigt Leser, die ihm diese Zeit geben, nachdenkend, sich erfreuend, sich offenen Herzens hingebend…
Mr. Doubler ist Kartoffelbauer, ein Kartoffelbauer von altem Schrot und Korn, ein besessener Kartoffelbauer sogar, der akribische Forschungen betreibt.

An der Welt um ihn herum ist er nicht interessiert. Er liebt die Abgeschiedenheit seiner Farm und verlässt sie nie. Lediglich Mrs. Millwood, die Haushälterin, hat seit vielen Jahren Zugang zum Haushalt und zum schrulligen Mr. Doubler selbst, was ihre ritualisierten mittäglichen Gespräche zeigen. Als Mrs. Millwood ernsthaft erkrankt und nicht mehr kommen kann, ändert sich so allerlei…
Dieses Buch ist eine Goldgrube! Es kommt recht unscheinbar daher, und die erzählte Geschichte ist im Grunde auch unspektakulär. Und doch birgt es gerade in seiner Schlichtheit die tiefsten Weisheiten, so ganz nebenbei, zwischen heiteren Sequenzen versteckt. Es sind weise Botschaften, über die man immer wieder nachdenken kann und die den Leser, wenn er es zulässt, unmittelbar selbst betreffen. Denn es geht um die großen Grundfragen des Lebens, die außerordentlich hübsch verpackt, in diesem Schatzkästlein ruhen und ihren Reichtum denen zeigen, die offenen Herzens in das Buch eintauchen. Es ist ein Buch zum langsamen Lesen, zum Genusslesen, zum Mehrfachlesen. Ein Buch, dessen Sorgsamkeit der Sprache, dessen Sorgsamkeit der Gedanken gefangen nimmt und dessen geistreicher Humor die nötige Leichtigkeit gibt, damit man bereit ist, in die teils sehr bewegenden Tiefen der Themen einzusteigen, nachdenkend, vielleicht mit anderen diskutierend. Dieser jahrzehntelang auf sich selbst zurückgeworfene, nachdenkliche Mr. Doubler fasst auf ganz überraschende Weise Mut, seine Rolle im Leben aktiv zu spielen. Was für ein wunderbares, reiches Buch, gewissermaßen große Philosophie in Taschenformat. „Das Gute im Inneren ist wertlos, wenn es nicht geteilt wird.“

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Dieses Buch ist ein Schatzkästlein

Rezensionen von begine:

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Kindheit mit Bienen

Der Honigbus von Meredith May

Die Journalistin und Autorin Meredith May schreibt in ihrem Roman „Der Honigbus“ ihre eigene Kindheit.
Nach der Scheidung zieht die Mutter mit Meredith und Matthias zu ihrer Mutter. Die Mutter ist nicht schlecht, aber unfähig.
Der Großvater ist der einzige Halt für die beiden Kinder. Durch die Lebenslektionen seiner Bienen bringt er ihnen die Rettung.

Er zeigt ihnen wie die Natur sich hilft und wie auch sie sich helfen können.
Meredith hilft ihrem Großvater mit den Bienenkörben und dem Herstellen des Honigs. In seinem alten lHonigbus fährt er von Korb zu Korb sammelt den Honig und schleudert ihn und gibt in Gläser. Zusammen mit den Kindern werden sie ein Team.

Die Autorin erfährt erst als sie mit dem Studium anfängt warum ihre Mutter so ist wie sie ist und auch deren Mutter leidet an einem Trauma. Man kann nur froh sein, das der Großvater so ein liebenswerter Mann war.
Dieses Buch ist ein eindrucksvolles Werk. Ich war darin gefangen und habe Merediths Leben miterlebt.
Ein starker Roman.

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Kindheit mit Bienen

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Dynamische erzählte Familiengeschichte vor wundervoller Kulisse

Die Stunde der Inseltöchter von Sarah Morgan

Von Sarah Morgan sind wir uns Freundinnen-Serien gewöhnt. Nun hat sie einen neuen Weg eingeschlagen und einen Einzelband herausgebracht.

Schon das Cover lässt ahnen, dass die Geschichte ein wenig anders verläuft, als bisherige Sarah-Morgan-Romane. Dem Cover mit dem eher grauen, bewölkten Himmel und dem leicht unruhigen Meer fehlt die Leichtigkeit und macht nachdenklich.

Und tatsächlich, von Anfang liegt etwas in der Luft auf der Insel vor Massachusetts. Es sind Geheimnisse, ganz viele, die endlich ans Tageslicht kommen wollen.

"Die Stunde der Inseltöchter" handelt von zwei Schwestern. Die eine wohnt in London mit Mann und Kind, die andere auf der amerikanischen Insel mit Mann und Kinderwunsch.

Lauren freut sich, bald als Innendekorateurin tätig zu sein. Gerade bereitet sie in London gerade das Geburtstagsfest für ihren Mann vor. Schon seit einigen Wochen scheint Tochter Mack komisch drauf zu sein, auch Ed ist anders als sonst, müde und reizbar.

Jenna ist jünger als Lauren, heiratete ihre erste und grosse Liebe Greg und blieb auf der Insel sesshaft, arbeitet als Lehrerin und mag ihren Job. Sie hat einen unbändigen Kinderwunsch, der ihr Leben extrem belastet.

Nancy hat keine gute Beziehung zu ihren beiden Töchtern. Als Malerin war sie oft unterwegs, zuhause war sie beschäftigt. Spass hatten ihre Kinder nur mit ihrem Vater. Auch Jahre später ist der Besuch der Mutter eher ein Muss als ein Vergnügen.

Jede der Frauen erzählt ihre Geschichte selbst, abwechselnd kommen sie in den Kapiteln zu Wort. Sie kennen sich sehr gut, und doch gelang es allen Geheimnisse voreinander zu haben. Als das Schicksal unverhofft zuschlägt, vereint es die Frauen in ihrem Elternhaus, einem Kapitänshaus auf Martha's Vineyard. Wie in einem Dominospiel werden, kaum wird das erste Geheimnis gelüftet, weitere Dominosteine zu Fall gebracht.

Wie die einzelnen Familienmitglieder und das nähere Umfeld damit umgehen, hat die Autorin schön geschildert. Die Verletzlichkeit der Charaktere, den Mut mit allem Neuen von vorne zu beginnen, zwischen Neuem und Alten zu stehen, zweite Chancen zu packen - das alles bringt Sarah Morgan enorm gut aufs Papier.

Während das, was bisher verschwiegen wurde und nun ans Licht kommt, Dramatik bietet, sorgt das Setting auf der Insel mit Strand, Meer und Schiffen für eine gewisse Heiterkeit und versteckten Optimismus. Für mich ist es der intensivste Sarah-Morgan-Roman bisher, ich habe ihn regelrecht verschlungen.

Fazit: Mit Leidenschaft erzählte dynamische Familiengeschichte vor einer wundervollen Kulisse.
5 Punkte.

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Dynamische erzählte Familiengeschichte vor wundervoller Kulisse

Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:

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Nathalie Svensson in Hochform

Mitternachtsmädchen von Jonas Moström

Nathalie Svensson in Hochform

> Inhalt
Kaum hat die Psychiaterin und Mitglied der Operativen Fallanalyse Nathalie Svensson ihren letzten Fall abgeschlossen, wird sie schon zum nächsten gerufen.
In Uppsala treibt ein Serienvergewaltiger sein Unwesen. Doch damit nicht genug, das dritte und zu diesem Zeitpunkt letzte Opfer hat er sogar erwürgt.

Da die Tote für Nathalie Svensson keine Fremde ist, beteiligt sie sich natürlich an den Ermittlungen.
Auffällig an den Taten ist, dass der Täter für seine Taten immer historische Orte in Uppsala auswählt und immer um Mitternacht zuschlägt.

> Leseerfahrung
„Mitternachtsmädchen“ ist nach „So tödlich nah“ und „Dominotod“ der dritte Fall für Nathalie Svensson. Bei dieser Reihe würde ich unbedingt empfehlen, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ich habe zunächst nur den zweiten Band gelesen und war durch die häufigen Rückblenden aber dann so verwirrt, dass ich nun nochmal alle Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen habe. Jetzt verstehe ich auch die Verweise im zweiten und dritten Band und das Lesen machte erheblich mehr Spaß.
„Mitternachtsmädchen“ war in meinen Augen bisher der stärkste Fall der Reihe. Die Handlung ist spannend, gut konstruiert und dicht, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Die Ermittler finde ich interessant und gut gewählt und deren Hintergrund stimmig.

> Fazit
Ein Schwedenkrimi, der sich in diesem Genre nicht verstecken braucht. „Mitternachtsmädchen“ überzeugt durch die spannende und gut konstruierte Handlung, den authentischen Ermittlern und die überraschenden Wendungen.

> Eckdaten
Titel: Mitternachtsmädchen
Autor: Jonas Moström
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548291239
Seiten: 512
Preis: 10,00 €

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Nathalie Svensson in Hochform

Rezensionen von Meli:

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Charmantes Pärchen und sogar eine spannende Liebesgeschichte!

Weil es Liebe ist von Christina Lauren

Holland ist schon beinahe ein Stalker, so wie sie Calvin, den sie zunächst heimlich "Jack" nennt, beobachtet. Sie schwärmt für den talentierten Straßenmusiker und hört ihm einfach so gerne zu. Nach kleinen Zwischenfällen kommt es dazu, dass sie zusammen wohnen, aber es ist viel mehr als das und auch ein wenig komplizierter.

Es war aber eine sehr skurrile Situation und schon recht unrealistisch, dass die beiden sich drauf einlassen, doch diese verrückten, wagemutigen Charaktere? Sie riskieren es.

Holland hat einige Unsicherheiten, denn sie ist nicht gerade erfolgreich und hatte gleichzeitig so viele Träume. Im Moment hält sie sich aber nur mit der Hilfe ihrer Onkel über Wasser und ist dann auch bereit, sich für ihre geliebten Verwandten in diese kuriose Lage zu begeben. Doch sie hat ja auch selbst Interesse an Calvin und daher kann sie diesem verrückten Drang nicht widerstehen.
Bei Calvin weiß man nicht genau, was durch seinen Kopf geht, aber er ist sehr charmant und ein wirklich schnuckliger Typ. Dazu musiziert er mit solcher Leidenschaft, dass er alle verzaubert und vor allem Holland ist absolut hingerissen von ihrem schönen Gitarrist.

Die beiden sind ein sehr witziges, niedliches Pärchen und dieses Buch hatte den Humor, den ich an den Büchern des Autorinnen-Duos so schätze. Das Buch war auf jeden Fall ziemlich unterhaltsam und teilweise auch ziemlich spannend, wenn Calvin und Holland zusammen ihre Prüfungen durchstehen.

An einigen Stellen war es zwar Genre-typisch vorhersehbar, aber es war meistens nicht zu übertrieben und daher hat es mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Die Leidenschaft zur Musik und auch die Entwicklung von Hollands Charakter spielen eine Rolle, aber das ist vor allem eine Liebesgeschichte und die war einfach gut gelungen. Die beiden und ihre Geschichte konnten mich absolut verzaubern.

Fazit
"Weil es Liebe ist" hat mir mit dem charmanten Pärchen und der tatsächlich spannenden Liebesgeschichte sehr gut gefallen! Ich freu mich wie immer auf weitere Titel der Autorinnen.

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Charmantes Pärchen und sogar eine spannende Liebesgeschichte!

Rezensionen von Meli:

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Die Mysterien der Archen

Die Spiegelreisende 1 - Die Verlobten des Winters von Christelle Dabos

Ich hatte keine zu hohen Erwartungen an das Buch und daher bin ich auch ziemlich zufrieden mit der Lektüre.

In ihrer Heimat geht Ophelia in ihrer Leidenschaft auf. Sie ist unglaublich gut im "Lesen", sie kann bei Berührung die Geschichte einer Gegenstandes ergründen und ist darin auch besser als jeder Andere.

Sie arbeitet im Familienmuseum und kümmert sich liebevoll um die Exponate dort. Desweiteren kann sie von einem Spiegel zum nächsten reisen, aber das tut sie eher der Gemütlichkeit halber.
Als sie gegen ihren Willen verlobt wird, kann man sich schon denken, was die Motive für diese unwahrscheinliche Verbindung sein könnten. Und Ophelia ist ziemlich entsetzt von ihrer Lage, denn sie muss sich von allem verabschieden, das sie kennt.
Und doch lässt sie sich nicht unterkriegen. Auch wenn sie vor mysteriösen Gefahren gewarnt wird, macht sie sich lieber ein eigenes Bild, als unwissend zu bleiben. Und Ophelia ist auch ehrenhaft, denn obwohl sie durch ihre Fähigkeit so viel zu ihrem Vorteil wissen und erfahren könnte, ist das gegen ihre Ethik.

Ihr Verlobter Thorn ist sehr verschlossen und man erkennt schnell, wie einsam er ist. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen, auch wenn man leider nicht so viel von ihm sieht, wie ich gern hätte. Von dem größten Teil seiner Familie verstoßen und wegen seiner hohen Machtposition gehasst - wie kann man da nicht Mitleid mit ihm haben?

Die Geschichte bietet einige interessante Schauplätze und damit auch so einige diverse Charaktere, die verschiedene Arten von Magie mit sich bringen. Ich hätte gern mehr Magie gehabt! Denn so interessant die Details auch waren, hatte ich einfach nicht genug davon. Auch von den Archen, der Himmelsburg und dem Mondscheinpalast hatte ich kein richtiges Bild im Kopf. Das Cover finde ich aber richtig schön und phantasievoll!
Die Intrigen und der viele heimliche Hass waren ziemlich spannend und die Magie fügte sich da sehr gut ein.
Die Charaktere waren oft nicht leicht zu durchschauen, weil sie alle ihre skurrilen Eigenarten hatten, die sie seltsam charmant gemacht haben. Durch diesen Schreibstil kommt vermutlich auch der Vergleich mit Harry Potter, der auf dem Klappentext Leser ködern soll.

Fazit
"Die Verlobten des Winters" hatte teilweise auch seine Längen und viele Geheimnisse, aber diese magische Welt und die kuriosen Charaktere haben mir wirklich gut gefallen!

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Die Mysterien der Archen

Rezensionen von nil_liest:

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Zu viel an philosophische Tiefe in dieser Fabel

Liebende von Jeong Ho-seung

Könnt ihr euch noch an die Romane des Franzosen Francois Lelord erinnern? Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück. Dann folgte Hector und die Geheimnisse der Liebe und viele andere. Und nun kommt, wie es schon im Untertitel so schön heißt, „Eine poetische Fabel über die unermessliche Kraft verbundener Herzen“ mit ‚Liebende‘ von Jeon Ho-seung.

Beim Lesen dieser poetischen Fabel wurde ich stark an die Hektor-Romane erinnert. ‚Liebende‘ ist ein Bestseller in Südkorea, der sich schon seit 2005 über 2 Millionen Mal verkauft hat und in der 32. Auflage ist!
Interessant zu diesem Bändchen zu wissen ist, dass der Text nicht aus dem koreanischen ins Deutsche direkt übersetzt wurde, sondern einen Umweg genommen hat, es ist aus dem Englischen von Bernhard Kleinschmidt übertragen worden.
Auch die sehr asiatisch anmutenden Tuschezeichnungen sind nicht aus dem Original, diese hat die Deutsche Illustratorin Gisela Goppel beigetragen.
Es geht um einen Fisch, der als Windspiel am Dach eines buddhistischen Tempels hängt. Ihm ist es nicht genug dort zu hängen und die Liebe seines Kompagnons ist ihm auch nicht genug. Die Geschichte und die philosophischen Einsichten nehmen ihren Lauf. In sehr poetischer Sprache werden phantasievoll die philosophischen Fragen der Liebe erörtert. Etwas vorauf man sich einlassen können muss, sonst funktioniert dieses Buch nicht. Eine starke Auseinandersetzung mit der eigenen Einstellung über den liebessuchenden Fisch.
Mir persönlich war es etwas zu viel an philosophische Tiefe in dieser Fabel. Demütig sein, wer nicht gibt, der nicht bekommt und ohne Tod kein Leben.

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Zu viel an philosophische Tiefe in dieser Fabel

Rezensionen von nil_liest:

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Lasse ist unterwegs!

Liebende von Jeong Ho-seung

Ach, was haben wir uns gefreut zu erfahren, dass Lasse in die dritte Runde geht!

Nach ‚Lasse in der ersten Klasse‘ (Band 1) und ‚Lasse feiert Geburtstag‘ (Band 2) kommt nun ‚Lasse im Ferienfieber‘ (Band 3). Und auch dieser dritte Band ist herrlich gut wie die anderen beiden.

Schon die Überschrift ergab die erste Frage bei uns: Was bitte ist Ferienfieber? Schmunzel.

Lasse fährt mit seinen Eltern und seiner besten Freundin Rike in die Ferien auf einen Bauernhof nach Holland. Da gibt es viel zu entdecken!

Toll an dem Setting finde ich, dass Rike wieder sehr vorlaut ist und viele Flausen im Kopf hat und der liebe Lasse eher schüchtern und ruhig. Ja, Jungs können auch mal leise und zart besaitet sein. Toll!

Illustrationen sind wie immer auch gelungen von Anne-Kathrin Behl. Das Buch hat genau die richtige Menge an Zeichnungen!

Der Text von Sarah Welk ist auf Erstleser ausgerichtet. Einfacher Satzbau, übersichtlich große Schrift. Sehr toll.

Aber auch zum Vorlesen, wie bei uns, geeignet, ab ca. 5 Jahren. Nicht zu aufregend und trotzdem eine super Geschichte.

Beim Vorlesen braucht man auch keine Sorge, dass es sich bei Lasse um ein Schulkind handelt. Die Geschichten sind leicht nachvollziehbar und nehmen den Vorschülern vielleicht auch ein wenig die Angst vor dem unbekannten Wechsel in die Schule (gilt natürlich eher für Band 1)!

Fazit: Wer Lasse noch nicht kennt, sollte sich einen zulegen, alle 3 Bände haben uns SEHR gefallen!

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Zu viel an philosophische Tiefe in dieser Fabel

Rezensionen von C. P.:

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Das Böse trägt viele Masken

Die dunklen Lande von Markus Heitz

1629, Zeit des 30-jährigen Krieges im Römischen Reich deutscher Nation. Zeit der Hexen, Zauberer und Dämonen. Die junge Abenteurerin Aenlin Kane kommt nach Hamburg, um das Erbe ihres berühmten Vaters und einstigen Dämonenjägers Solomon Kane in Empfang zu nehmen. An ihrer Seite Tahmina, eine persische Mystikerin mit magischen Talenten.

Die Umstände führen dazu, dass die beiden sich kurz darauf im Auftrag der Westindischen Compagnie zusammen mit einer Söldnertruppe nach Bamberg aufmachen, einer Hochburg der Hexenverfolgung, um fünf Personen nach Hamburg zu bringen. Auf ihrem Weg durch die dunklen Lande sind Hexen jedoch die geringste der Gefahren, auf welche die Gruppe schon sehr bald treffen. Denn das Böse hat viele Gesichter…
Mir gefiel die Idee, dass „Dämonenjäger“ Solomon Kane, eine Figur des Autors Robert E. Howard, hier mit Aenlin Kane eine Tochter hat, welche er nie traf, die aber trotzdem einen ähnlichen Job wie ihr Vater ausüben wird. Das Setting ist düster, wobei der Autor es sich auch diesmal nicht hat nehmen lassen, historische Details geschickt in die Story einzubauen, was dem Ganzen das gewisse Extra verleiht. Zusätzlich zu den damals verfolgten Hexen tummeln sich im Roman auch andere dunkle Mächte wie Dämonen, Nixen und einiges mehr, was eine hervorragende, historische Dark Fantasy ergibt. Auch wurde eine dunkle Macht mit eingebaut, mit welcher ich zu Beginn nicht gerechnet hatte und die für eine entsprechende Überraschung sorgte.
Vom Schreibstil, der gebotenen Atmosphäre sowie der Idee an sich ist das Buch wirklich super. Was mich störte war, dass einige Handlungsstränge oberflächlich oder unstimmig blieben und mich somit etwas unglücklich zurück ließen. Da bin ich bessere Übergänge vom Autor gewohnt. Schade ist für mich auch, dass sich das Geheimnis um einen Hauptcharakter nicht klärt sondern erst im folgenden Album der Band „Blind Guardian“ aufgelöst wird. Zwar ist das Co-work an sich eine ganz interessant Idee, für mich als Leser jedoch etwas ärgerlich, da ich nun auf meiner Spekulation sitzen bleibe.
Bis auf einige Unstimmigkeiten ist das Buch eine gelungene, historische Dark Fantasy mit einer spürbar düsteren Atmosphäre, überraschenden Wendungen und aussergewöhnlichen Charakteren.

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Das Böse trägt viele Masken

Rezensionen von C. P.:

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Dynamisch, schwarzhumorig und skurril

The Umbrella Academy 1 - Neue Edition von Gerard Way

In der Umbrella Academy bildete ein Forscher und geheimer Ausserirdischer einst sieben Adoptivkinder zu vermeintlichen Superhelden aus. Die Herkunft der Kinder sowie ihrer Kräfte bleibt zunächst ungeklärt. Jahre später, die Kinder sind erwachsen und in alle Winde zerstreut, treffen sie sich am Grab ihres Adoptivvaters wieder.

Und sehen der nächsten tödlichen Bedrohung ins Auge, in welcher die siebte Schwester eine wichtige Rolle spielt.

„Es beginnt mit einem Schwinger und endet mit einem Sandwich...“ (Zitat aus der Einleitung)

Der erste Sammelband ist in seiner Neuauflage sehr wertig aufgemacht und beinhaltet die ersten sechs zusammenhängenen Ausgaben der Serie sowie zwei Kurzgeschichten und etwas Artwork. Inhaltlich wartet die Story mit recht skurrilen (Anti-)helden auf, welche sich nicht immer einig sind und teils unkonventionelle Wege gehen, um Feinde zu besiegen und Katastrophen abzuwehren. Die Handlungswechsel erfolgen manchmal recht schnell und halten einen dadurch beim Lesen auf Trab. Zudem werden die Helden nicht anfangs der Reihe nach vorgestellt sondern man lernt sie erst durch das Lesen des Comics nach und nach kennen. Dadurch benötigte ich ein paar Kapitel, bis ich mich in der Serie wiederfand, wurde aber trotzdem bis dahin bereits gut unterhalten. Den Humor könnte man als schwarz, blutig und strange beschreiben. Der Zeichenstil ist zu Beginn jeder Folge aufwendig-genial und wechselt dann in eine etwas einfachere Form.
Ein idealer Comic für all die Leser, welche keine Lust haben auf rundgelutschte Superhelden und schwarzem Humor nicht abgeneigt sind.

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Dynamisch, schwarzhumorig und skurril