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Rezensionen von Harakiri:

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Stand-Alone

Haustausch von Stefan Ahnhem

Haustausch von Stefan Ahnhem ist ein Stand-Alone, kein Teil der Fabian Risk-Reihe.
Aber absolut lesenswert und atemberaubend.
Zwei Paare tauschen ihre Häuser: Carl und Helene Wester fliegen in die USA, Adam und Scarlett nach Schweden. Gleich bei der Ankunft erwartet beide Paare eine Überraschung und der Urlaub wird zur Zerreißprobe.

Mit seinem neuen Thriller legt der Autor eine Story vor, die zeigt, wie ein harmloses Ereignis zu einem Albtraum werden kann. Besonders gut gefällt mir die düstere Atmosphäre und dass jeder der Charaktere ein Geheimnis zu haben scheint. Dadurch bleibt die Handlung bis kurz vor dem Ende unvorhersehbar.
Ahnhems Schreibstil ist wie gewohnt mitreißend und lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel wechseln sich in den Charakteren ab, was für tolle Cliffhanger sorgt. Außerdem sorgen die Wendungen dafür, dass man immer wissen möchte, wie es denn weitergeht, und vor allem, wie sich alles auflösen wird. Wer ist gut und wer ist böse? Diese Frage beschäftigte mich das ganze Buch.
Teilweise wirken die Szenen ein wenig konstruiert und unglaubwürdig, aber das gehört zu einem Thriller manchmal eben dazu.
Fazit: Das Buch ist ein spannender Psychothriller, das sehr gut zu unterhalten weiß.

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Stand-Alone
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Hat mir sehr gut gefallen

Blut für Blut von Anna Schneider

Anna Schneider ist bekannt für ihre Grenzfall-Reihe. In Blut für Blut versucht sie sich an etwas Neuem. Und ich würde sagen: Versuch geglückt.
Im Mittelpunkt steht Sophie, die nach einer toxischen Beziehung versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Als Fotografin erhält sie einen ungewöhnlichen Auftrag bei einer wohlhabenden Familie – doch irgendetwas stimmt hier nicht und bald wird Sophie klar: ihre Vergangenheit hat sie eingeholt.

Die Handlung wechselt auf verschiedenen Ebenen und bietet kurze Kapitel, was für einen regelrechten Pageturner sorgt. Zudem gibt es Kapitel in kursiver Schrift, die sehr rätselhaft klingen.
Besonders gut gefallen hat mir die düstere und beklemmende Atmosphäre. Von Anfang an ist klar, dass etwas nicht stimmt, und durch die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen kommen nach und nach neue Puzzleteile ans Licht. Dadurch lädt die Geschichte immer wieder zum Miträtseln und Spekulieren ein.
Die Handlung startet eher gemächlich und die Spannung steigert sich langsam bis zu einem Höhepunkt ab dem Einbruch in Sophies Laden. Spätestens hier konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Schneider baut zusätzlich noch eine Wendung ein, die man zwar vermuten könnte, mit der man aber dann doch eigentlich nicht rechnet.
Fazit: Anna Schneider kann auch Psychothriller.

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Hat mir sehr gut gefallen
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Schönes Wochenende?

Happy Weekend – Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum. von Arno Strobel

Was ein schönes Wochenende an einem See werden sollte, wird zum Albtraum für Marcel und seine Verlobte.
Anfangs fand ich das Buch etwas konstruiert, aber zum Ende versteht man, warum alles so laufen musste.
Marcel war früher Undercover-Agent und wurde entlarvt. Seine ehemaligen Gangmitglieder sinnen auf Rache.

Und die hat es in sich. „Happy Weekend“ ist das bisher grausamste Buch von Arno Strobel. Allein die Maschine ist gruselig. Und teilweise sind die Szenen ziemlich ausführlich und grausam.
Das Buch ist ein Psychothriller, der von Anfang an in den Bann zieht und den Spannungsbogen bis zum Ende hält. Die Atmosphäre ist beklemmend, schon allein durch das Setting in dem alten Krankenhaus. Hier kommt so richtig Kopfkino auf. Die Grausamkeit und Unnachgiebigkeit der Täter sorgt zudem dafür, dass man beim Lesen eine leichte Gänsehaut bekommt.
Der Schreibstil ist wieder gewohnt flüssig.
Fazit: Strobel überrascht durch grausame Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.

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Schönes Wochenende?
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Sehr gut

Die verschlossene Tür von Freida McFadden

Thriller von Freida McFadden sind immer Garant für Spannung. Und bieten Potenzial zum Miträtseln. Zugegeben: mir ist es noch nie gelungen, den wahren Täter zu entlarven, weil die Autorin immer Wendungen einbaut, mit denen man nicht rechnet.
In „Die verschlossene Tür“ führt uns McFadden wieder in einen Abgrund.

In einen Strudel der Ereignisse, die an den Nerven zehren.
Noras Vater ist ein Serienmörder und sitzt seit 26 Jahren in Haft als ein Nachahmungstäter auftaucht. Nora wird verdächtigt und ist verzweifelt. Wem kann sie überhaupt noch trauen?
Besonders spannend fand ich die Frage, wie sehr Nora tatsächlich von ihrer Vergangenheit geprägt wurde und ob sie ihrem Vater ähnlicher sein könnte, als sie selbst glaubt. Die Story spielt so geschickt mit Misstrauen und Verdächtigungen, dass die Spannung fast unerträglich wird. Der Schreibstil ist, wie man es von Freida McFadden kennt, sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel sind kurz und enden häufig mit kleinen Cliffhangern, sodass man immer wieder denkt: „Nur noch ein Kapitel.“ Dadurch entwickelt die Geschichte eine hohe Sogwirkung und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Fazit: ein rasant zu lesender Thriller mit einer gelungenen Ausgangsidee und einer Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe.

Diese Rezension bezieht sich auf die E-Book-Ausgabe

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Sehr gut
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Tolle Fortsetzung

Hinaus in den Wind von Trude Teige

Die Kinder von Kristiane werden groß. Anders will aber kein Lotse werden. Dafür aber seine Schwester. Für Kristiane ist das alles nicht einfach. Und dann findet sie auch noch ein totes Kind am Meer. Die Mutter erwartet die Todesstrafe. Kann Kristiane das verhindern?
„Hinaus in den Wind“ ist die Fortsetzung von „Der Gesang der See“.

Ich würde empfehlen, diesen Band zuerst zu lesen, da der zweite Band stark auf diesem aufbaut.
Wieder entführt uns Teige an die raue Nordseeküste von Norwegen. Kristiane hat sich dort ein gutes Leben aufgebaut und kommt auch ihrem Mann wieder näher.
„Hinaus in den Wind“ ist eine sehr bewegende Geschichte, die auch sehr emotional erzählt wird. Die Charaktere wirken durchwegs glaubwürdig und handeln authentisch. Besonders gut konnte ich mich in Kristiane hineinversetzen, die nur das Beste für ihre Kinder will, von denen aber nicht wertgeschätzt wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und gut verständlich. Manche Stellen sind sehr emotional und nachdenklich, während andere für Spannung sorgen. Dadurch bleibt das Interesse an der Geschichte bis zum Schluss erhalten.
Fazit: Man merkt dem Buch die Heimatliebe der Autorin an. Die Geschichte ist mitreißend und ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band aus der Reihe geben wird. Ich würde auf jeden Fall gerne weiterlesen.

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Tolle Fortsetzung
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nur ein Gänseblümchen

DAISY - Und all deine Geheimnisse werden mir gehören von Melanie Raabe

Luca ist Anwältin und hat ein seltsames Nebengewerbe: nachts schleicht sie sich bei Personen ein, die ungestraft von einem Verbrechen davongekommen sind und überrascht sie mit ihren kleinen Sünden. Aber eines Tages dreht sich der Schalter und SIE gerät ins Visier. Erste Hilfe leistet ihr Freund Walter, aber der kann nicht immer für sie da sein und so verlangt die Situation Luca alles ab.

Mit „Daisy“ hat Melanie Raabe wieder einen spannenden Krimi geschrieben, der vor allem durch seine geheimnisvolle Handlung und die interessante Hauptfigur überzeugt. Die Geschichte schafft es, immer wieder neue Fragen aufzuwerfen. Vor allem zu Anfang die Frage, wie soll jemand hinter Lucas Geheimnis gekommen sein.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Spannung nicht nur durch ein paar Wendungen entsteht, sondern auch durch die Unsicherheit darüber, wem Luca eigentlich vertrauen kann.
Kleine Rückblicke in die Vergangenheit und die Haupthandlung wechseln sich ab. Luca hatte keine einfache Kindheit, Stichwort „Mobbing“ und Mutterentzug, und so wird in den Rückblenden klar, warum Luca wurde, was sie ist und tut.
Melanie Raabes Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Ich konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen und mir durch die Beschreibungen alles gut vorstellen.
An manchen Stellen leidet die Spannung ein wenig und ich hatte mir mehr von der Verfolgungsjagd erhofft, aber im Großen und Ganzen konnte ich das Buch fast nicht aus der Hand legen.
Fazit: wieder ein überzeugender Krimi der Autorin, den ich sehr gern mochte.

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Einer von fünf

FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister

Five - Das Ticken der Zeit
Ist mal etwas ganz Anderes. Ein Roman, der mit den Nerven und Gefühlen seiner Leser spielt.
5 Menschen auf dem Bahnhof – und schon auf den ersten Seiten wird klargestellt, dass einer in den nächsten Minuten sterben wird.
Doch wer? Gideon, der hyperaktive Junge? Oder Sonny, der Schulden hat? Mrs.

Worth, die zur Beerdigung ihrer Schwiegertochter wollte oder Liam oder Emma, die sich kennen, aber keinen guten Draht zueinander haben. Schon auf den ersten Seiten wird klar: so richtige Sympathieträger sind nicht dabei und die Autorin zwingt einem den Gedanken quasi auf, Partei zu ergreifen und sich denjenigen herauszupicken, den es treffen soll.
Das Buch besteht aus kurzen Kapiteln auf dem Bahnhof und 5 längeren, in denen man die Hauptcharaktere näher kennenlernt. Hier wird dann auch klar, warum sie so handeln, wie sie es tun.
Auch die Nebencharaktere fand ich sehr ansprechend. Der Feigling, der Rückenprobleme vortäuscht oder der Medizinstudent.
Sehr interessant ist es, wie die Autorin den Leser anspricht. Als stünde man ihr gegenüber. Teils kam sie etwas belehrend oder besserwisserisch herum, aber im Grunde erkennt man sich in den Charakteren sowieso wieder. Interessant waren dann auch die Einblicke in die jeweiligen Leben, auch der Nebendarsteller, auf die kurz eingegangen wurde. Hier wird klar: jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine Sorgen und Nöte. Und wenn man ihn nur kurz auf dem Bahnhof trifft, bitte keine vorschnellen Urteile bilden.
Fazit: Bei meiner nächsten Bahnreise schaue ich mir die Mitreisenden sicher genauer an.

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Einer von fünf
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Pageturner

Puppenherz von Max Bentow

Nils und Carlotta müssen einen Mörder suchen, der seine Opfer mit einem Küchenbeil erschlägt und jeweils eine Trophäe mitnimmt. Kaum haben sie den einen Tatort besichtigt, wartet schon der nächste auf sie. Und dann gerät ausgerechnet Carlotta ins Visier des Mörders.
Das Buch besitzt ein wahnsinniges Tempo.

Man kann es nicht aus der Hand legen. Kurze Kapitel und ein Mörder, der immer wieder zuschlägt halten die Spannung sehr hoch. Viel wörtliche Rede macht die Handlung lebendig.
Die Storyline ist neu und erfrischend anders. Wieso schnitzt der Täter Knochenpüppchen aus den Opfern? Schon allein für diese Idee hat Bentow Lob verdient – ich rätsle ja gerne mit, aber auf die Lösung wäre ich jetzt nicht gekommen.
Puppenherz ist der 3. Band der Trojan-Weiss-Reihe und bestimmt nicht der letzte. Puppenherz kann man unabhängig von den beiden Vorgängern lesen, ich würde dennoch empfehlen, Eulenschrei und Rabenland zuerst zu lesen, da sich vor allem Carlotta weiterentwickelt und auch das Privatleben der beiden Protagonisten macht dann mehr Spaß zu lesen.
Das Buch ist gewohnt blutig. Bereits auf den ersten Seiten passiert der erste Mord und Bentow schon die Nerven seiner Leser wieder mal nicht.
Fazit: Klare Kauf- und Leseempfehlung. Bentow lohnt sich immer.

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Fesselnd

Canvas (Cryptos, Band 2) von Ursula Poznanski

Oh je, Laurenz ist aus seiner Gefängniskapsel ausgebrochen! Jana schwant Fürchterliches. Und so kommt es auch: die Vernichtung der virtuellen Welt steht immer noch auf seinem Plan. Und Jana ist weitgehend auf sich allein gestellt. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann. Und was ist eigentlich mit Theo los?
Canvas ist zwar ein Jugendbuch, aber auch ich als Erwachsene hatte viel Spaß beim Lesen.

Die Autorin entführt uns erneut in eine Zukunft, in der virtuelle Welten den Alltag der Menschen bestimmen, weil das Bewohnen der Erde unmöglich geworden ist. Das Buch ist eine Fortsetzung von „Cryptos“ , kann aber unabhängig davon gelesen werden.
Jana begibt sich in Gefahr, was zum Mitfiebern einlädt. In der zweiten Hälfte des Buches locken einige Rätsel zum Mitraten und mich hat sehr begeistert, wie umfang- und detailreich die virtuellen Welten geschildert werden.
Das Buch verbindet Spannung mit aktuellen Themen wie Klimawandel und regt zum Nachdenken an. Die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss und die Erzählweise der Autorin weiß wieder zu begeistern. Zudem finden sich einige Wendungen im Buch, mit denen man nicht gerechnet hätte.
Fazit: Wieder gelingt es Poznanski, den Leser zu fesseln. Ob jung oder alt spielt hier keine Rolle – das Buch eignet sich für Leser ab 14.

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Lanas Rachefeldzug geht weiter

Revenge – Du sollst flehen von S.T. Abby

Lana lässt sich durch nichts von ihrem Rachefeldzug aufhalten. Nicht einmal durch ihre Liebe zu Logan – der den Serienkiller jagt, der sie selbst ist.
Das Buch beginnt da, wo Band 2 aufgehört hat. Jedenfalls fast. Der Cliffhanger wird sehr schnell aufgelöst. Leider fehlen diesem Band die spritzigen Dialoge zwischen Lana und Logan.

Brisanz erhält das Buch aber durch die Tatsache, dass jemand Lana auf die Schliche kommt.
Ich war vom ersten Band an geflasht von der Reihe: die Schreibweise der Autorin, die Handlung an sich und vor allem auch davon, dass die Story mal etwas gänzlich anderes, Neues ist. Es verwundert schon, dass man Sympathie für eine Serienmörderin entwickelt, aber man erfährt auch wieder mehr aus Lanas Vergangenheit und warum sie tut, was sie tut. Die Welt ist eben nicht nur Schwarz-Weiß.
Mind*f**k* ist eine Reihe, die einfach süchtig macht. Durch Zufall auf die Reihe gestoßen (Buchhandlung) und hängen geblieben.
Leider sind die Bände jeder für sich immer sehr kurz und jetzt heißt es bis Oktober warten, bis „Pain – Du sollst leiden“ erscheint.
Fazit: jetzt muss ich wohl Türkisch lernen, weil es Band 4 und Band 5 noch nicht auf Deutsch gibt.

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Lanas Rachefeldzug geht weiter