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Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

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Gute Idee oberflächlich umgesetzt

„Witchmark“ von C.L. Polk ist der Erstlingsroman einer Kurzgeschichtenautorin und im März 2019 bei der Hobbit Presse als gebundenes Buch erschienen und ebenfalls als E-Book erhältlich. Ich habe das E-Book gelesen, jedoch bereits im Geschäft gesehen, dass das Cover der gebundenen Ausgabe ein besonderer Hingucker ist und im Dunkeln leuchtet.

Witchmark spielt in einer fantastischen Welt, die unseren Technologien von vor etwa 150 Jahren ähnelt. Statt elektrischer Energie hat sich jedoch die Substanz Äther durchgesetzt, die in dieser fantastischen Welt Energie liefert. Das Werk spielt in einem Kriegsende Szenario, Dr. Miles Singer ist Arzt und, heimlicher Weise, Hexer und daher auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Er hat im Krieg als Chirurg gearbeitet und ist jetzt in einem Sanatorium für Kriegsheimkehrer als Psychologe tätig, denn immer wieder drehen Kriegsheimkehrer scheinbar grundlos durch und beginnen, in ihrem Umfeld zu morden. Und wäre das alleine noch nicht mysteriös genug, wird eines Tages ein Sterbender eingeliefert – der nicht nur Miles echten Namen kennt, sondern auch weiß, dass er ein Hexer ist.

Meine Meinung
Das Buch hat mich mit seinem Setting in der Leseprobe fasziniert, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich wollte mehr wissen über die magische Welt der Sturmsänger, das magische System und den Aufbau der Welt, in der das Buch spielt. In diesen Aspekten wurde ich auch nicht enttäuscht – sowohl die gängigen Technologien, die gesellschaftliche Ordnung, die Herrschaftsform und die wichtigsten politischen Interessen wurden im Buch eingehend erwähnt und auch teilweise von den wichtigsten Figuren diskutiert.
Was mir jedoch in der Handlung gefehlt hat, war der durchgängige rote Faden, an dem entlang auch Spannung aufgebaut ist. Während es Sebastian Fitzek zum Beispiel versteht, mehrere Spannungsbögen aufzubauen und zu halten, gibt es in diesem Buch nur mehrere Stränge, die geöffnet werden und die vor sich hin plätschern, ohne jedoch Fahrt aufzunehmen. So finde ich sowohl den Kriminalfall wie auch die Liebesgeschichte lieblos abgehandelt. Auch die Magie kommt, wie ich finde, in dem Buch etwas kurz – was jedoch in Ordnung ist, wenn etwas im Geheimen stattfinden muss und es keinen abgeschlossenen Ort gibt.
Der Amartine bringt zwar anfangs ein Spannungselement in die Geschichte, jedoch auch dieser Spannungsbogen wird, meiner Meinung nach, nicht konsequent gehalten. Was mir daher gefallen hätte, wären weniger Nebenschauplätze gewesen. Es wäre ausreichend gewesen, wenn Miles ein „normaler“ Sekundant gewesen wäre, ohne gleich der wichtigsten Familie anzugehören, so dass man diesen einen Handlungsstrang hätte lassen können, und den anderen Strängen mehr Gefühl, Atmosphäre und Tiefe zu verleihen.

Fazit: Eine tolle Buchidee, die mir zu oberflächlich umgesetzt wurde.

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Rezensionen von yellowdog:

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Zeitreise in Fotos

Fred Herzog. Modern Color

Der in Deutschland geborene, aber seit über 60 Jahren in Kanada lebende Fotograf Fred Herzog

Es startet mit einem Selbstportrait 1959. Dann folgen Texte zunächst in Englisch, gemischt mit einigen Fotos. Schließlich viele Fotos. Es sind Alltagsfotos in Kanada die dominieren und sie haben ihre ganz eigene, hohe Qualität, obwohl sie natürlich nicht dramatisch sind.

Ein paar Fotos zeigen auch eine andere Welt, z.B. Guatemala, Mexiko oder San Francisco.
Von Deutschland sieht man nur ein Foto mit einer Lokomotive, also ein Abschied.

Die Texte sind informativ, aber nicht gerade inspirierend. Das gelingt dem Fotografen durch sein Werk schon alleine. Vancouver in Kanada ist eine Stadt, die ich auch einmal besucht habe und die ich sehr schätze. Fred Herzogs Fotos sind weder kritisch verurteilend noch verherrlichend.
Seine Fotos liegen ganz auf meiner Linie. Der überwiegende Teil sind in Farbe. Ist doch mal ein schwarzweiß-Foto dabei, dann passt es motivisch aber auch so.

Zwar sind die Fotos teilweise wirklich alt, aber das mindert sie nicht und teilweise ist es eine Zeitreise.

Fein, dass man Fred Herzog durch dieses Buch noch zu seinen Lebzeiten (er ist 88) entdecken kann.

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Zeitreise in Fotos

Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

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Toller Anfang, schwaches Ende

Up All Night von April Dawson

„Up all night“ ist der erste Band der gleichnamigen Reihe und für mich auch das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. „Bestsellerautorin April Dawson“ hat sich für mich überzeugend angehört, ebenso konnte mich auch die Leseprobe voll und ganz überzeugen.

Worum geht es?
Die Geschichte geht, mit einem der schlimmsten Tage in Taylors „Tae“s Leben, mit einem Knall los.

Job weg. Freund weg. Wohnung weg. Boden unter den Füßen weg. Doch da begegnet Tae zufällig ihrem ehemaligen Nachbarsjungen und Freund Dan – der schon seit der Kindheit heimlich in sie verliebt ist. Dan gibt in einer Kursschlussreaktion an, schwul zu sein, damit Taylor bei ihm in der WG einzieht, denn mit dem Thema „Mann“ ist Tae ein für alle Mal durch.

Meine Meinung
Der oben genannte Abschnitt ist der Beginn der Geschichte, da ich Handlungselemente, die spannend oder witzig sind, nicht vorweg nehmen möchte, weshalb auch Details ausgeblendet sind. Das Feuerwerk der sich überschlagenden Handlung am Buch lässt ganz viel Raum für Neues offen, der genutzt werden kann und will. Taylor wirkt auf mich total smart – eine meiner Lieblingsstellen im Buch ist die Szene, wo sie geistesgegenwärtig handelt, als ihre Beziehung in die Brüche geht. Das ist eine ganz andere Tae als im Rest des Buches dann – leider! Anfangs hat das noch ganz gut für mich gepasst, doch im Verlauf war es immer weniger die geistig wache junge Frau, die ihr Leben voll und ganz im Griff hat, die ich in der Anfangsszene kennengelernt habe. Man kann doch über Monate nicht ausblenden, dass jemand so offensichtlich in einen verliebt ist wie…
Daniel „Dan“, der andere Protagonist, aus dessen Sicht die Geschichte abwechselnd mit Taylor erzählt wird. Sein Jugendschwarm Taylor ist mehr als das – Dan ist von ihr regelrecht besessen und legt auch Verhaltensweisen an den Tag, die über ein psychisch gesundes Maß der Schwärmerei hinausgehen. Bei übernatürlichen Wesen, wie zum Beispiel in einem Werwolfroman, wo das Männchen tatsächlich auf das Weibchen geprägt ist und sie sein ganzes Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommt, gefällt mir so eine Art von Besessenheit ganz gut. Bei Menschen finde ich es extrem überzogen und sogar etwas bedenklich. Armer Daniel, dass er vor Taylor kein Leben hatte, der attraktive, fürsorgliche Prachtkerl, der sich, bis die Richtige gekommen ist, mit ONS ausleben musste, da keine geeignete Bindungspartnerin seinen Weg gekreuzt hat. Was am Anfang also noch witzig war und wo sich mich darüber gefreut habe, dass Dan seine Jugendliebe trifft, wurde im Laufe des Buches und ganz besonders im letzten Drittel für mich zu viel des Guten.
Als „zu viel“ empfindet sich auch Abby, Daniels Schwester, die Taylor sehr kritisch gegenüber steht. Der Grund dafür wird im Buch genannt. Diese bewundert zwar „Das Sahneschnittchen von Gegenüber“ wöchentlich beim Workout, ist schlagfertig und steht mit beiden Beinen im Leben. Doch ihr Übergewicht (Größe 44 – also bei weitem noch kein Gehsteigpanzer) macht ihr zu schaffen, obwohl stets betont wird, dass sie klasse aussieht (ab und an mit dem Zusatz, obwohl sie so dick ist). Hier befürchte ich schon, dass sämtliche Klischees weiter ausgebaut werden, habe aber noch ein bisschen Hoffnung für Band zwei, dass die „Ängste der nicht wirklich Dicken“ mit den Makeln zu vergleichen ist, die Frauen jeglicher Statur an ihr selbst missfallen. Jede noch so schöne Frau hat auch Änderungswünsche an sich selbst (oder eine massive Persönlichkeitsstörung) – so dass wir hoffentlich irgendwann vom Thema „zu viel Gewicht“ zu „zu wenig Fitness“ kommen, wogegen man ja was machen kann, wenn man mit dem Angebeteten zum Squash oder zum Eislaufen möchte.
Grace ist, für meinen Geschmack, etwas zu farblos geblieben. Die reiche Tochter und erfolgreiche Landschaftsplanerin lässt sich nicht wirklich tief in die Karten blicken und scheint „Everybody’s Darling“ zu sein. Hoffentlich bekommt sie im Laufe der Serie noch ein paar mehr Ecken und Kanten.
Den Schreibstil empfinde ich als flüssig, die Seiten ließen sich gut weglesen. Das Cover finde ich sehr ansprechend, und die Sonnenaufgangsstimmung passt perfekt zum Titel und zu New York City. Im ersten Drittel habe ich das Buch so richtig genossen, im zweiten Drittel wurden die Handlungsstränge weitergeführt und im letzten Drittel wurde dann ein Klischee nach dem anderen bedient und kein Allgemeinplatz ausgelassen, auch, wenn davon einiges zu den Protagonisten und dem Lauf der Handlung nicht mehr wirklich gut gepasst hat, so das sich am Ende etwas enttäuscht zurückgeblieben bin, aber noch Hoffnung für den zweiten Band habe, dass sich zwar von Band 1 nichts mehr ändern lässt, jedoch die Handlung wieder so viel Fahrt und Tiefe aufnehmen kann, wie der Beginn des ersten Bandes.

Fazit: Starkes erstes Drittel, akzeptabler Mittelteil, beim letzten Drittel viel zu viel des Guten.

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Toller Anfang, schwaches Ende

Rezensionen von yellowdog:

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Wirkungsmächtige Fotos

Up All Night von April Dawson

Ist das gestellt? Das ging mir als erstes durch den Kopf beim Betrachten der Fotos, aber der Titel impliziert, das es nicht inszeniert ist.
Immer sieht man den Betrachter eines Gemäldes von hinten und entdeckt Ähnlichkeiten, manchmal stärker manchmal schwächer und einige Male glaubt man, die Museumsbesucher wären direkt dem Gemälde entstiegen, so gut passen zum Inhalt.

Sehr oft sind es Farben, die den Zusammenhang stellen, dann wieder ergänzen die Menschen das Motiv des Gemäldes, z.B. das Mädchen mit den Zöpfen oder der gebückte alte Mann, dessen Hinterkopf bzw. sein weißer Haarkranz ins Bild übergeht. Oder auch die roten Haare einer jungen Frau vor einem impressionistischen Hintergrund.
Es kommt auch vor, dass man den Mensch auf den ersten Blick nicht wahrnimmt, weil er mit dem Gemälde zu verschmelzen scheint.

Der österreichische Fotograf Stefan Draschan arbeitet mit Leidenschaft und das kann er auch mit dem Ergebnis vermitteln.
Vieles ist wirklich sehr originell, fast alles erzeugt eine Stimmung mit starker Wirkung.

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Toller Anfang, schwaches Ende

Rezensionen von C. P.:

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Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende.

Ein geschenkter Anfang von Lorraine Fouchet

Lou und Jo waren ein glückliches Paar, verliebt bis zum Schluss lebten sie auf der bretonischen Insel Ile de Groix in ihrem kleinen Paradies. Doch Lou ist gestorben, mit knapp 60 Jahren. Bei der Testamentseröffnung wirft sie ihrem Ehemann vor, sie betrogen zu haben - und stellt ihm die Aufgabe, ihre erwachsenen Kinder glücklich zu machen und die Familie somit wieder zusammen zu führen.

Keine leichte Aufgabe für den ehemaligen Arzt, der sich stets aus den Familienangelegenheiten raushielt. Und so muss er erstmal lernen, hinter die Kulissen der anderen Menschen zu blicken, bevor er seine Aufgabe erfüllen kann.
Die Sprache des Romans ist sehr gefühlvoll, wodurch schnell eine emotionale Tiefe entsteht. Gelungen ist auch die Idee, die verschiedenen Personen in Gedanken zur verstorbenen Lou sprechen zu lassen, ihr Erinnerungen, Emotionen und Beobachtungen mitzuteilen. Und als Clou kommt sogar Lou selbst nach ihrem Tod zu Wort, das verleiht dem Buch etwas Mystisches. Nicht gefallen hat mir, dass Jo und seine Enkelin Pomme ein wenig zu detailliert "denken". Dinge, welche sie der verstorbenen Lou nicht erklären müssten, werden trotzdem im Stile der "Forth Wall" erläutert. Dadurch fühle ich mich plötzlich als Leser angesprochen, die Gedanken wirken weniger authentisch, was doch sehr schade ist.
Beim Lesen erlebt man die Entwicklung der unterschiedlichen Personen mit. Dabei stellt sich heraus, dass man als LeserIn nicht vorschnell urteilen sollte, manchmal scheinen die Dinge anders, als sie in Wirklichkeit sind. So hat mich der Roman stellenweise doch zum Nachdenken angeregt, was ich als sehr schönen Nebeneffekt empfinde. Einige Gegebenheiten waren jedoch zu überzogen und zu passend konstruiert, das Verhalten der Enkelkinder wirkte nicht immer altersgerecht. Ebenso lief mir zum Schluss alles zu glatt bei einigen Personen, um den Roman gekonnt abzurunden, so dass ich ein wenig enttäuscht nur 4 von 5 Sternen vergebe.

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Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende.

Rezensionen von Petra Sch.:

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Baderegeln am Meer verpackt in eine aufregende Urlaubsgeschichte

Ein geschenkter Anfang von Lorraine Fouchet

Kurz zum Inhalt:
Jana verbringt mit ihren Eltern und ihrem Bruder Max eine Urlaubswoche am Meer. Das Hotel ist schön, und es gibt eine große Bucht mit einer geheimnisvollen Höhle in den Felsen.
Jana und Max lernen den Einheimischen Marco kennen, von dem sie ein Bodyboard kaufen, und der ihnen damit das Surfen beibringen will.

Doch das Board wird gestohlen, und Jana und Max glauben, dass die Diebe es in der Höhle versteckt haben. Da sie dort nicht hindürfen, schwimmen sie heimlich nachts hinaus aufs Meer...


Meine Meinung:
"Die Höhle am Meer" ist der 5. Band der Reihe "Schwimmen macht Spaß".
Mittlerweile ist Jana 9 Jahre alt und fährt mit ihrer Familie eine Woche ans Meer. Meine Tochter konnte sich total mit der Geschichte identifizieren, denn sie ist wie Jana 9 Jahre alt und beim Lesen haben wir uns wieder an unsere Urlaube zurück erinnert: der Flug, das Hotel, das Schwimmen im Meer... Da bekommt man gleich wieder Lust auf Urlaub am Meer! :)
Nur eine gefährliche Höhle gab es bei uns zum Glück nicht.
Denn die Szene, wo Jana mit ihrem Bruder Max nachts im Meer zur Höhle schwimmt, ist sehr spannend und aufregend und man muss mit den Beiden total mitfiebern! Ebenso wie danach, als sie die Räuberbande stellen wollen.

Der Schreibstil ist dem Alter der Zielgruppe angepasst, die Sätze sind leicht verständlich und die Geschichte kann von den Kids auch gut selbst gelesen werden. Jede Menge Baderegeln sind spielerisch in der Geschichte verpackt.
Auch gibt es auf fast jeder Seite ein farbige Illustration, welche das Gelesene nochmals untermalt.

Am Ende des Buches gibt es ein Quiz, bei dem die Kinds die soeben gelesenen und erlernten Baderegeln überprüfen können. Bei der anschließenden Auflösung ist nochmals die jeweilige Baderegel detailliert ausgeführt.
Es gibt auch ein Spiel zu den "Schwimmen macht Spaß"-Büchern, bei dem die verschiedensten Baderegeln spielerisch wiederholt und verinnerlicht werden.


Fazit:
Kindgerechte lustige Abenteuergeschichte, in der viele Baderegeln gut im Geschehen integriert sind. Die Geschichte ist spannend und macht große Lust auf den nächsten Urlaub am Meer!

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Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende.

Rezensionen von Gaby 2707:

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Schön, wieder im Saarland zu sein

Nur Uschi kochte schärfer von Dany R. Wood

Die arme Oma Käthe. Da hat sie gerade mit ihren 81 Lenzen noch mal die große Liebe ihres Lebens kennengelernt, da ist ihr Gerhard mit der Haut de Gans, der so schön französisch parliert, auch schon wieder weg. Am nächsten Morgen liegt er tot in seinem Bett in der Dorfpension. Herzinfarkt stellt der junge Arzt fest, woran Oma absolut nicht glaubt.

Ihr Date hatte Morddrohungen bekommen und es stellt sich raus, dass er vergiftet wurde. Ihr Schwiegersohn, Oberkommissar Jupp Backes, lässt es sich natürlich nicht entgehen und übernimmt den Fall selbst.


Es ist so schön, wieder in Hirschweiler, dem kleinen Ort im Saarland zu sein und bei der Familie Backes Mäuschen zu spielen. Jupp hat diesmal einen scharfen Fall zu lösen. Natürlich werden da auch wieder seine Angetraute Inge und die Oma Käthe mit einbezogen. Ich habe mich auch sehr gefreut, dass ich FKK Karl-Heinz und Müllersch Marianne wieder getroffen habe. Gerade Jupp Backes liebe ich mit all seinen Ecken, Kanten und Macken, obwohl er absolut kein Mann für mich wäre und ich ihn manches Mal schütteln könnte. Aber so was von!

Dany R. Wood bringt mir auch in diesem Dorfkrimi neben dem eigentlichen Kriminalfall die privaten Problemchen der Familie Backes und der Dorfbewohner näher. Gerade Inge hat hier mit Langeweile zu kämpfen, findet aber schließlich doch einen guten Ausweg. Müllersch Mariannes Hund geht verloren, dem Reiterhof steht das Wasser bis zum Hals und wie schön erwähnt, sucht Oma auf Tinder immer noch nach einem Lebensabschnittsgefährten. Ich bin also mittendrin in der dörflichen Idylle.

Die Dialoge, die manchmal auftretenden Missverständnisse und der etwas eigenwillige Humor haben mir auch diesmal einige Lachfältchen eingebracht. Die Hirschweiler sind einfach einmalig.

Diesmal gibt es sehr viele Verdächtige und ich hatte immer mal wieder Jemanden in Verdacht. Musste aber einsehen, dass der Täter ein ganz anderer war. Und mit diesem hatte ich absolut nicht gerechnet. Also – Dany R. Wood kann nicht nur Humor, er kann auch Krimi. Aber so was von.

Der Lokalkolorit kommt gerade durch den saarländer Dialekt sehr gut raus. Für diejenigen, die manche Ausdrücke nicht kennen, gibt es zum Schluss des Buches ein Glossar.

Schade, dass das Buch schon wieder ausgelesen ist und ich auf den 3. Fall von Jupp Backes warten muss. Für alle, die humorige Krimis mögen: Hier seid ich genau richtig!

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Schön, wieder im Saarland zu sein

Rezensionen von nil_liest:

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Teil 4 der Reihe „Das kleine Stallgespenst“ – Spannung für alle Erstleser-Pferdefreunde!

Das kleine Stallgespenst - Trubel im Reitstall von Haas Meike

Das kleine Gespenst Hatschihu lebt auf dem Reiterhof, den Leni jede Woche zum Reiten besucht. Beide kennen sich schon eine Weile (es ist der 4. Band der Reihe) und treffen sich heimlich. Nun kommt Leni einmal nicht und Hatschihu wundert sich, aber es gibt einen Grund!

„Trubel im Reitstall“ ist der 4.

Band der Reihe „Das kleine Stallgespenst“, die immer von dem Gespann Leni und dem Gespenst Hatschihu handeln. Es geht hier zwar um eine Pferdewelt, aber auch mein Sohn fand es spannend und gut! Daher ja, verständlich, dass es eher Mädchen anspricht, aber ich würde diese netten Bücher auch Jungs empfehlen, weil es spannend ist und auch Jungs Pferdefreunde sein können!

Sprachlich einfach, aber schön formuliert von Meike Haas. Wunderbar für Erstleser, da der Text pro Seite sehr limitiert und groß ist. Die Wortwahl ist auch sehr angenehm, nicht zu komplizierte und auch wiederkehrende Wörter. Durch die tollen Illustrationen auf jeder Seite von Eleni Livanios werden weitere Anreize gesetzt, weiterzulesen. Dritter überzeugender Faktor ist die Länge der Geschichte, kurze Kapitel und in der Summe ein kurzes Buch. Aus meiner Sicht eine runde Sache, die das Frustrationspotential sehr gering hält.
Nicht zu vergessen die spannende Geschichte! Da eben auch spannend, lässt sich die Geschichte auch gut vorlesen im Vorschulalter.

Wir haben zu unserer Freude wieder eine Reihe gefunden für Erstleser und Vorlestoff für Vorschüler, die uns SEHR gefällt!
Gut zu wissen, wenn man die Reihe noch nicht kennt und gerne in der richtigen Reihenfolge lesen mag: #1 Der nächtliche Ausritt, #2 Wirbel in der Reitstunde, #3 Ein verspuckter Geburtstag und #4 Trubel im Reitstall (Stand Mai 2019).

Fazit: Spannend und liebevoll sorgt das Buch für ein erstes tolles Leseabenteuer!

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Teil 4 der Reihe „Das kleine Stallgespenst“ – Spannung für alle Erstleser-Pferdefreunde!

Rezensionen von heinoko:

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Poetisch schön

Bell und Harry von Jane Gardam


1981 wurde dieses Buch bereits geschrieben; in diesem Jahr war die Autorin 53 Jahre alt. Das erscheint mir insofern bedeutsam, als die Autorin in dem vorliegenden Buch auf ganz feine, einfühlsame Weise in die Erlebniswelt zweier kleiner Jungen schlupft und uns aus deren Sicht die Geschichte erleben lässt.

Die Familie Batemans aus London, insbesondere der etwas nervöse Vater, sehnt sich nach Ruhe und Erholung. Und so mieten sich die Batemans ein in einem alten, leer stehenden Bauernhaus, das der Bauernfamilie Teesdales, den Eltern des 8-jährigen Bell, gehört. Harry, der jüngste Sohn der Batemans, lernt nach einer Weile den Bauernsohn Bell kennen, und nach und nach freunden sich die beiden Jungen an. Je mehr sie gemeinsam erleben, je mehr teils riskante Abenteuer sie gemeinsam bestehen, je mehr Sommer sie miteinander verbringen, desto enger wird ihre Freundschaft. Was den Erwachsenen erst nach vielen, vielen Jahren gelingt, nämlich die Überbrückung der unterschiedlichen Lebenswelten der Städter und der Bauern, das schaffen Harry und Bell ganz mühelos.
Es ist ein leises Buch, das ganz ruhig und friedlich erzählt. Und irgendwie, man weiß gar nicht so recht wie, entsteht beim Lesen ein entspanntes, wohliges Urlaubsgefühl. Der Zauber der Kindheit, der Zauber einer stillen Landschaft macht sich im Leser breit. Man genießt die geschilderte Natur, man amüsiert sich über komische, schrullige, liebenswerte Dorfbewohner und kann die Missverständnisse zwischen Städtern und Bauern nachvollziehen. Man hat beim Lesen das Gefühl, als säße Jane Gardam mit weißem Haar im Ohrensessel und erzählte uns Zuhörern sehr lebendig von früher, vom Zauber der Kindheit. Poetisch schön.

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Poetisch schön

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Packender als der erste Teil

Letzte Spur Algarve von Carolina Conrad

In meiner Rezension des ersten Teils der Anabela-Silva-Reihe wünschte ich mir mehr Krimi und mehr Spannung für allfällige Nachfolgebände. Der zweite Teil ist gerade erschienen - meine Wünsche wurden erfüllt.

Die 42jährige Anabela wohnt seit nunmehr sechs Wochen wieder in Portugal im ehemaligen Haus ihrer Grosseltern und kann ihre Mutter bei der Pflege ihres an Alzheimer erkrankten Vaters unterstützen.

Da Anabela als Journalistin keinen festen Job findet, und ihr das Übersetzen bei der Polizei in ihrem ersten Fall Spass machte, absolviert sie gerade eine Online-Ausbildung zur Dolmetscherin.

Kommissar Almeida hat erneut Arbeit für Anabela, allerdings inoffiziell: eine Dänin wurde tot in ihrem Stall aufgefunden. Im Gegensatz zum Staatsanwalt glaubt Joao an einen Mord, aber der Fall wird eingestellt. Deshalb soll Anabela inkognito in einem Tierheim als Freiwillige mitarbeiten und für ihn die Ohren offen halten. Die Tote arbeitete im Tierheim mit und Joao hofft, durch Anabela an interne Informationen über Frau Steen ranzukommen.

Anabela bittet Joao im Gegenzug, ihr Infos zu ihrem als Baby verschollenem Cousin zu besorgen, denn sie möchte den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Tante erfüllen. Almeida findet eine Spur, der die beiden folgen.

Während Anabela oft - journalistisch und charakterlich geprägt - aufmüpfig und forsch Fragen stellt, ist Joao ganz der ruhige Kommissar, der sich mit undurchsichtiger Miene mit Zeugen unterhält. Beide sind sympathische Zeitgenossen und ergänzen sich prima. Dies sieht Paulo Pinto ein wenig anders, es wird erzählt, wieso Pinto die Deutsche nicht mag. Vielleicht ändert er seine Meinung im dritten Band ja noch...

Interessant ist das Setting der Serie. Während andere Portugalkrimis in Lissabon, Porto oder in Fuseta angesiedelt sind, spielt diese Reihe an der Ostalgarve, im Grenzland zu Spanien. Dieser geografische Begebenheit baut Carolina Conrad geschickt in ihre Krimis mit ein.

Der Autorin ist es in "Letzte Spur Algarve" perfekt gelungen, eine Symbiose zwischen journalistischem Stil und polizeilichen Ermittlungen zu schliessen. Somit ist der zweite Band schlüssiger und um einiges spannender als der erste Band. In den Fall um die tote Dänin hat Carolina Conrad diverse Themen eingepackt. Auch durch die unterschiedlichen Ermittlungsansätze kommt Pfupf in die Geschichte, so dass es Spass macht den Krimi zu lesen.

Fazit: Toller zweiter Band, um einiges packender und interessanter als der Vorgänger.
4 Punkte.

Wer sich für Spaniens geraubte Kinder interessiert, dem empfehle ich den Roman "Julias Geheimnis" von Juliet Hall, er behandelt die Thematik ausführlich.

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