Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Madame le Commissaire und der tote Liebhaber von Pierre Martin
In diesem 6. Fall für Sonderermittlerin Isabelle Bonnet wird es ziemlich persönlich. Thierry, der Bürgermeister von Fragolin, ist ermordet worden. Pikant daran ist, dass Isabelle erst vor kurzem die Beziehung mit ihm beendet hat. Trotz einer eventuellen Befangenheit wird sie von der grauen Eminenz im fernen Paris Balancourt mit den Ermittlungen beauftragt.
Bei der Rekonstruktion der letzten Stunde vor seinem Tod, stößt Isabelle auf ein komplexes Geflecht aus Halbwahrheiten und Wunschträumen.
Erschwert werden die Untersuchungen durch die Tatsache, dass der Ermordete ein Freund schöner Frauen war und daher gehörnte Ehemänner durchaus einen Grund gehabt hätten, Rache zu nehmen.
Doch ist die Lösung so einfach?
Meine Meinung:
Diesen 6. Fall für Madame le Commissaire habe ich recht gerne gelesen. Die vertrauten Charaktere sind ja durchwegs sympathisch. Sous-Brigadier und Assistent Appollinaire kann wieder mit seinen ungewöhnlichen Ideen und Ansätzen punkten. Es scheint, als ob er die eine oder andere Verhaltensweise eines Aspergers hat.
Es ist ein bisschen schade, dass die Figur des Bürgermeisters die Krimi-Reihe verlassen muss. Aber, wer weiß, was dem Autor noch einfällt, um die Serie weiterhin spannend zu erhalten. Immerhin tritt mit dem Künstler ein neuer Charakter die Szene in Fragolin, aus dessen Anwesenheit sich bestimmt einiges entwickeln lässt.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung der Reihe rund um Sonderermittlerin Isabelle Bonnet, der ich gerne wieder 5 Sterne gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Die Tote vom Titlis von Monika Mansour
In diesem nunmehr 5. Fall für Ermittler Cem Cengiz ist nichts, so wie es scheint.
Cem verbringt mit seiner frisch angetrauten Ehefrau, der Staatsanwältin Eva Roos, eine Flitterwochenende auf dem Titlis.
Doch das als kurze Auszeit vom Alltag geplante Wochenende entpuppt sich schnell als arbeitsintensiver Albtraum.
Denn kurz bevor eine junge Frau aus der besseren Gesellschaft ihrem Bräutigam das Ja-Wort geben kann, wird die Braut erschossen. Doch damit nicht genug, sind die Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft auf dem Berg gefangen, weil wegen des Schneesturms die Seilbahn ihren Dienst einstellen muss.
Als dann noch eine zweite Leiche gefunden wird, bricht Panik aus. Der Mörder muss einer von ihnen sein, aber wer?
Meine Meinung:
Wie wir es von Monika Mansour gewöhnt sind, spart sie nicht mit Abgründen und Verwicklungen. Da sind zum einen die eckigen Charaktere der Hochzeitsgäste und zum anderen der besorgte Vater im Tal, dessen Sohn abgängig ist. Hängen die beiden Fälle zusammen? Wenn ja, wie?
Cem und Eva beginnen sofort auf dem Titlis mit den Ermittlungen. Doch nicht jeder glaubt, dass sie echte Polizisten sind. Mehrmals droht die Stimmung zu kippen.
Monika Mansour ist es wieder vortrefflich gelungen, Spannung zu erzeugen und diese bis zum Showdown aufrecht zu erhalten. Ein echt fieser Cliffhanger deutet daraufhin, dass eine Figur aus einem der früheren Bände wieder eine Auferstehung feiert. Darauf freue ich mich schon sehr…
Bestens gelungen ist wieder das Cover, das durch seine Farbgebung die eisige Stimmung noch verstärkt.
Fazit:
Ein gelungener Krimi mit Hochspannung und einem aufregendem Showdown. Gerne gebe ich hier wieder 5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein Krimi abseits des Mainstreams
Der schlaflose Cheng von Heinrich Steinfest
Dieser Krimi ist mein erster aus der Reihe um den einarmigen Detektiv Markus Cheng aus Wien.
Markus Cheng macht während seines Urlaubs auf Mallorca die Bekanntschaft mit Peter Polnitz, der deutschen Synchronstimme eines britischen Schauspielers. Man spricht miteinander, doch dann trennen sich die Wege wieder – eine seichte Urlaubsbekanntschaft eben.
Daher ist Cheng mehr als erstaunt als er ein Jahr später den Auftrag von Polnitz‘ Tochter erhält, ihren Vater aus dem Gefängnis zu holen. Polnitz hätte den Schauspieler ermordet.
Widerwillig nimmt Markus Cheng den Auftrag an und beginnt zu recherchieren. Seine Nachforschungen führen ihn unter anderem bis nach Island, wo er weitere Geheimnisse in Polnitz‘ Leben aufdeckt.
Meine Meinung:
Heinrich Steinfest hat einen eigenwilligen Erzählstil, der – wie man an den höchst unterschiedlichen Bewertungen sieht - polarisiert. Stellenweise schreibt der Autor poetisch (oder wie einige sagen würden, langatmig) und dennoch kann der Leser tief in die Atmosphäre eintauchen. Philosophische Gedankengänge erhöhen die Spannung, denn es ist nicht immer klar, ob sich Chengs Gedanken mit der Wirklichkeit in Koinzidenz bringen lassen.
Undurchsichtige Charaktere prägen diesen Krimi. Ein vielschichtiger Charakter ist auch Chengs Sekretärin, die – wie man am Ende sieht, das Heft fest in der Hand hält.
Wer Lesestoff abseits der üblichen Kriminalgeschichten sucht, wird hier bestens bedient. Allerdings halte ich es für opportun, beim ersten Band zu beginnen, was ich demnächst nachholen werde.
Fazit:
Für Liebhaber von geschliffener Sprache und Krimis abseits des Mainstreams ein Lesegenuss. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Pink Anemone:
Anfangs amüsant, doch im weiteren Verlauf eine eher langwierige und fade Geschichte ohne Ende
Der schlaflose Cheng von Heinrich Steinfest
Im Jahr 2014 bringt der krisengeschüttelte Buchmarkt auch die Absätze der deutschen Klassiker Goethe und Schiller zum Sinken, deshalb werden die beiden Herren (265 und 255 Jahre alt) von Verleger Cotta auf eine Lesereise durch den Harz geschickt. Krönender Abschluss soll die Lesung des ›Faust‹ auf dem Brocken sein.
Nur widerwillig lässt sich Goethe darauf ein. Ärgerlich, dass Kollege Schiller ihm im Umgang mit verspäteten ICEs, desinteressierten Schülern und der attraktiven mitreisenden Buchhändlerin immer eine Nasenlänge voraus zu sein scheint. Und schließlich mit neuen Ideen zum Höhenflug ansetzt...(Klappentext)
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"Aber Cotta glaubte ja, dass es seinen Büchern guttäte, wenn er sich mehr den Menschen zuwenden würde. Was für ein Blödsinn. Wann war je ein Stück wahrer Literatur entstanden, das nicht in der Einsamkeit der Studierstube geschrieben wurde?"
(S. 15)
Was wäre, wenn Goethe und Schiller noch leben würden? Zwar schon etwas in die Jahre gekommen, genauer gesagt 265 und 255 Jahre alt, mit so mancher verstaubten Ansicht, aber der modernen Zeit nicht gänzlich abgeneigt? In diesem Roman wird uns diese Frage auf sehr amüsante Weise beantwortet.
Goethe und Schiller müssen von ihrem Verlag aus auf eine Lesetour durch Schulen tingeln, um für ihre eigenen Werke etwas Marketing zu betreiben. Diese werden nämlich so gut wie nicht mehr verkauft, geschweige denn gelesen. Die klassische Literatur ist dem Untergang geweiht und dem muss entgegengewirkt werden, um gleichzeitig den gesamten Buchmarkt wieder zu pushen. Während Schiller sich zu einer wahren Rampensau entwickelt und diese Aufmerksamkeit geniesst, ist Goethe todunglücklich, denn Schulen waren Goethes Sache nicht.
Hier haben wir es mit zwei völlig verschiedenen Charakteren zu tun. Da wäre der extrovertierte Schiller, immer zu Späßen aufgelegt, manchmal etwas laut und immer in Flirtlaune. Er genießt den Rummel, lebt richtig auf und sonnt sich in der Aufmerksamkeit. Und dann haben wir den etwas arrogant wirkenden und griesgrämigen Goethe, der gerne im Stillen vor sich hin flucht, dabei kein Blatt vor den Mund nimmt und lieber zu Hause in seinem Studierzimmer hocken oder in den Armen einer jungen Frau liegen würde. Während wir die beiden auf ihrer Lesereise "Klassiker zum Anfassen" begleiten, sich Goethe in eine junge Buchhändlerin verliebt und Schiller auf einmal sein neuestes Werk, einen Fantasy, präsentiert, wird Schiller immer kränker und über Goethes Haupt braut sich ein Skandal zusammen ... wie wird diese Reise wohl enden?
"Aber Schiller, die korrupte Sau, kannte nichts: Er las tatsächlich eine stümperhaft zusammengeschusterte Geschichte von Elfen und Einhörnern, Gnomen und vielen bösen, finsteren Mächten, die im Krieg mit einer Heerschar von aberwitzig abgedroschen gezeichneten umotiviert handelnden Figuren-Versatzstücken aus tausenduneinem Papierkorb lagen. Es war schaurig."
(S. 91)
Goethe und Schiller waren schon zu ihren Lebzeiten enge Freunde, so eng, dass sich Goethe nach seinem Tod sogar neben Schiller begraben ließ. Goethe sah in Schiller schon immer den jungen Konkurrenten und Schiller war immer schon ein aufgeweckter Mensch, wenn man den Geschichten glauben darf. Dies wird in diesem Roman sehr gut aufgegriffen, vom Autor weitergesponnen und in unsere Zeit transportiert.
Zudem haben noch zwei weitere Figuren die Zeit überdauert. Johann Friedrich Freiherr von Cotta und Johann Peter Eckermann. Schon damals war Cotta der Verleger von Goethe und Schiller. Diese Tätigkeit führt er auch hier fort. Eckermann war ein enger Vertrauter Goethes und fungiert hier als so eine Art Sekretär von Goethe, ist quasi sein Mädchen für alles.
Der Schreibstil ist klar und flüssig und die Story enthält Witz und Humor. Auch die Idee die beiden Herren die Zeit überdauern zu lassen fand ich genial. Insgesamt habe ich mir aber wohl mehr von diesem Roman versprochen, als er geboten hat.
Anfangs war es noch amüsant die beiden Literaten auf ihrer Reise zu begleiten und insbesonders die Darstellung von Goethe fand ich sehr gelungen und witzig, aus dessen Perspektive übrigens erzählt wird. Doch im Grunde passiert hier immer das Gleiche und es wird zunehmend langweilig.
"Er suchte in seiner Tasche nach dem >Werther<. Den konnte er im Grunde auswendig. Aber er hasste ihn. Hätte er doch diesen Kitsch niemals geschrieben. Andererseits zog er noch immer."
(S. 30)
Es wird von einer Schule zur nächsten getingelt, Schiller freut's, Goethe motzt und ... ja, das war's auch schon. Und das Ende? Nun, es gibt irgendwie keines. Der Roman scheint mittendrin zu enden und lässt mich mit einem verdutzten und enttäuschtem Gesicht zurück.
Fazit:
Was habe ich mich auf diesen Roman gefreut, bin ich doch vor allem eine Bewunderin Goethes und lese seine Werke immer noch gerne, selbst den "Werther" finde ich toll.
Anfangs war ich begeistert von diesem Roman und fand den griesgrämigen Goethe durchaus witzig, doch leider wurde es schnell langweilig. Diese Idee zwei uralte klassische Schriftsteller in die Gegenwart zu transportieren würde einiges hergeben, doch leider wurde dies nicht genutzt. Zum Schluß hin scheint der Autor selbst keine Lust mehr darauf gehabt zu haben und ließ den Roman irgendwie unvollendet. Schade.
© Pink Anemone
Rezensionen von manu63:
Feuerblut
Feuerblut - Das Erbe der Macht, (Ungekürzt) Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek
Das vierte Hörbuch der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Feuerblut.
Nachdem Jen nun den Folianten lesen kann erkennen die Lichtkämpfer das der Wall in großer Gefahr ist. Jen, Alex und Suni gehen auf die Suche nach den Sigilsplittern und Clara, Chris und Chloe sollen die Bibliothek der Eltern von Clara nach Hinweisen zur Schattenfrau durchsuchen.
Ab diesem Hörbuch wird der Text von einem neuen Sprecher gesprochen dessen Stimme mit gut gefällt. Die Aussprache ist verständlich und der Erzählfluss gut abgestimmt. Die einzelnen Personen werden gut gesprochen und die Stimme nicht zu arg nach oben oder unten gebracht. Manches mal ist es kein Genuss zu hören wie männliche Sprecher die Frauenrollen interpretieren, hier ist es gut gelungen den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen.
In diesem Band warten wieder einige neue Gefahren auf die Protagonisten. Die einzelnen Höhepunkte werden gut aneinander geknüpft und die Hörer erfahren ebenso wie die Helden der Reihe neues rund um die Ereignisse der letzten Zeit und aus der Vergangenheit. Alex und sein loses Mundwerk sind wieder mit dabei und lockern das Geschehen auf.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Brutaler Politthriller macht nachdenklich
Feuerblut - Das Erbe der Macht, (Ungekürzt) Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek
Der Roman/Thriller von Gert Nygårdshaug hat zum Inhalt ein aktuelles gesellschaftliches Problem. Ganz in der Tradition seiner skandinavischen Autorenkollegen, die ebenfalls ein aktuelles gesellschaftliche Thema zum Inhalt ihres Thrillers gemacht haben, beschreibt er die skrupellose Vertreibung und Tötung der Einwohner, die Abholzung des Regenwaldes und die Ausbeutung der Bodenschätze, diesmal die Erdölgewinnung und Bananenplantagen.
Später kommen sämtliche Bodenschätze, Baumwolle, Holz, ... dazu.
Der rote Faden ist Mino, der seine Familie als Kind durch eine unmenschliche Terrorattacke verloren hat. Allein, später mit Mágico durchstreift er Länder Südamerikas, deren menschenverachtende Politik/Polizei/Militär ihn zu einem Rächer werden lässt.
Gert Nygårdshaugs Stil ist subtil indem er Mino als eifrigen Schmetterlingssammler in einer unberührten Urwaldgegend zeichnet, als Gegensatz dazu die brutale Realität zeigt, die seinem Mágico den Tod kostet. Nygårdshaug hat sich mit Flora, Fauna und der Geographie sehr im Detail beschäftigt, das den Roman authentisch erscheinen lässt. Er gibt dem Leser Zeit sich der Problematik auf dem südamerikanischen Kontinent bewusst zu werden ohne mit dem „erhobenen Zeigefinger“ dir ins Auge zu stechen.
Ruhige Sequenzen, wie die Zeit Minos Erwachsenwerdens in seinem Haus am Meer und sein sexuelles Erwachen wechseln kontrastvoll mit der nächsten Katastrophe ab.
Rakı statt Raki.
Aus dem Dschungel auf die Uni in eine linksrevolutionäre Gruppe. Die Mariposa-Gruppe: Mino, Orlando, Ildebranda und Jovina. Die Geheimdienste kommen ihnen langsam auf die Spur. Nygårdshaug lässt Mino in die USA fliegen und durch das Land reisen. Er lässt kein antiamerikanisches Klischee aus. Mino braucht für die geplanten Attentate eine Rechtfertigung. Minos Rache in den USA ist grausam. Die Gruppe „pflügt“ mordend durch die Welt, ihre Ziele sind die Verantwortlichen für den Raubbau in Südamerikas Regenwald und dessen Folgen. Ihre Taten versuchen sie durch Manifeste in der Presse zu rechtfertigen.
Vieles liest sich wie ein Killeragenda mit Durchführungsbestätigung.
Auf Madeira kommen der Vierergruppe erste Zweifel. Showdown in Istanbul. Nur Mino wird nicht von der Polizei erschossen und „taucht“ ab. María Estrella bleibt alleine zurück.
Bin nicht der große Lesefreund von aktuellen gesellschaftlichen Problemen, die in einen Thriller verpackt werden. Dieser Thriller könnte genauso gut ein Sachbuch sein. Trotzdem ein Thriller mit Spannung, der seine Leserschar finden wird.
Rezensionen von Baerbel82:
Hat Cupido überlebt?
Nemesis von Jilliane Hoffman
Als Fan der ersten Stunde musste ich dieses Buch unbedingt haben - und wurde nicht enttäuscht. Der neue Thriller von Jilliane Hoffman ist der Hammer!
Lana ist mit vier anderen Mädels in Miami und langweilt sich. Eigentlich ist klar was passiert, als sie über Tinder eine Nachricht erhält: Match! Du und Reid habt euch gelikt.
Cupido ist ja an und für sich tot. Wer also ist der Killer?
Staatsanwältin C.J. Townsend kommt einem Snuffclub auf die Spur, der per Videokonferenz Frauen quälen und töten lässt. Dank Informationen, die nur ihr vorliegen, nimmt C.J. erneut das Gesetz selbst in die Hand.
Auch in Band 4 werden Leser (un-)freiwillig zu Komplizen der mordenden Hauptfigur.
Fazit: C.J. Townsend auf dem Rachetrip. Ende der Cupido-Reihe?
Rezensionen von mfurch:
Racheengel
Nemesis von Jilliane Hoffman
Eine Frauenleiche mit den Merkmalen von Cupido, einem Serienkiller, wird aufgefunden. Doch Cupido ist tot, also muss ein Nachahmer am Werk sein. In diesem letzten Teil der Reihe wird C.J. Townsend zum Racheengel.
Der Thriller ist definitiv nichts für Leser mit schwachen Nerven, denn im letzten Teil der Reihe um die Staatsanwältin C.
J. Townsend geht es um Snuff Videos. Livevideos, bei denen die Zuschauer live miterleben können, wie eine Frau vergewaltigt, gefoltert und getötet wird. Eine so abartige Vorstellung, doch gibt es perverse Menschen, die auf Snuff Videos stehen.
Ich finde die Reihe hat eine große Authentizität, da die Autorin selbst als Staatsanwältin gearbeitet hat und sich in diesem Gebiet bestens auskennt. So ist die Spannungskurve auch auf hohem Niveau, die Story wirkt manchmal schon fast zu realistisch, so dass ich Verschnaufpausen brauchte um das Gelesene sacken zu lassen.
Der Schreibstil ist flüssig, die Figuren sehr gut charakterisiert, ein Thriller auf höchstem Niveau, bei dem man Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele erhält. Ein genialer Abschluss der Reihe.
Rezensionen von mfurch:
ungleiche Schwestern
Zara und Zoë von Alexander Oetker
Zusammen mit ihrem Kollegen Isaakson ermittelt Zara von Hardenberg, die beste Profilerin von Europol, im Fall eines ermordeten jungen Mädchens mit sudanesischen Wurzeln. Auf den ersten Blick ist kein Motiv auszumachen, die Ermittlungen führen die beiden tief in das Milieu der Bandenkriminalität von Marseille.
Zara weiß, dass jetzt nur noch ihre Zwillingsschwester
Zoë helfen kann. Die beiden Schwestern sind grundverschieden und stehen, was die Gesetz angeht, auf unterschiedlichen Seiten. Denn Zoë arbeitet für die korsische Mafia.
Ein spannender Plot, schon wegen den zwei Schwestern, die auf unterschiedlichen Seiten kämpfen und verfeindet sind. So unterschiedlich die Schwestern sind, so ist auch der Schreibstil, der der jeweiligen Figur angepasst ist.
Nach und nach erfährt man mehr über Zara und Zoë, ihr Verhältnis zueinander, ihre Vergangenheit, ihre Gedanken und Gefühle.
Der Fall ist spannend, gerade vor dem Hintergrund der Probleme, die in bestimmten französischen Vierteln herrschen. 5 Punkte für einen fesselnden, sehr aktuellen Thriller.
Rezensionen von Wanderpfa.de:
Umfangreiche Aufarbeitung des Lebensweges einer bemerkenswerten Person
Er ging voraus nach Lhasa von Nicholas Mailänder
„Die wahre Geschichte hinter dem Mythos“, so beschreibt der Klappentext kurz und prägnant die Biographie über Peter Aufschneiter. Aber was heißt schon „Mythos? Nun gemeint ist das hier in dem Sinne, dass mit falschen Vorstellungen aufgeräumt wird. Denn ungleich stärker im Bewusstsein der Bergsteiger verankert ist ja nicht Peter Aufschneiter, sondern Heinrich Harrer, dem mit „Sieben Jahre in Tibet“ unbestreitbar ein Bestseller gelungen ist.
Die wahrhaft treibende Kraft der beiden zu Beginn des zweiten Weltkriegs nach Tibet geflüchteten Männer war aber der weitgehend unbekannte Peter Aufschneiter.
Nicholas Mailänder geht unter Mithilfe von Otto Kompatscher einen interessanten Mittelweg zwischen Biographie und Autobiographie, lässt er doch Aufschneiter durch Einstreuung farbig hervorgehobener Originalzitate selbst zu Wort kommen. So bekommt der Leser einen unmittelbaren und naturgemäß authentischen Eindruck des Erlebten. Und nicht nur das. Auch Fotos und vor allem die Zeichnungen Aufschneiters illustrieren eindrucksvoll den Weg einer wirklichen Dokumentation des wechselvollen Lebenswegs von Peter Aufschneiter.
Dabei wird zunächst dem gesamten Umfeld, in dem sich der Student der Agrarwissenschaften seinerzeit befand mit all seinen historischen und persönlichen Bezügen geschildert. Gerade sein ursprüngliches Verhältnis zum Nationalsozialismus gibt doch zu denken, erleichtert aber durchaus auch eine Annäherung an den Menschen Peter Aufschneiter. In der Folge wird sehr detailreich die wechselvolle Geschichte der Flucht nach Lhasa, später aus Lhasa geschildert. Hier hätte durchaus manches gestrafft werden können. Wahrscheinlich war die Materialfülle die Ursache, dass eine Auswahl schwer erschien und so lieber zu viel des Guten in das Werk aufgenommen worden. Das wird auch deutlich am sehr umfangreichen Anmerkungsapparat. Hier findet sich Etliches, was über eine Quellenangabe weit hinausgeht. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus mag das schön sein; dem Unterhaltung suchenden Leser erschwert es die Lesbarkeit. Hilfreich ist es in jedem Fall, die Routen, die Aufschneiter zurücklegte, parallel im aufgeschlagenen Atlas anzusehen. Hinterher hat man jedenfalls eine recht exakte Vorstellung, wie weitläufig Tibet ist. Schön zu lesen ist, wie es Aufschneiter gelingt, nach der Besetzung Tibets durch die Chinesen in Nepal Fuß zu fassen. Dafür verzichtet er sogar zeitweise auf seine österreichische Staatsangehörigkeit, die er später auf sehr umständliche Art und Weise wieder erlangt. Sein von zwiespältiges Verhältnis zu Heinrich Harrer bleibt immer auch Thema. Ob es am Schluss schlichtweg Neid auf dessen Veröffentlichungerfolge ist, der eine Versöhnung verhindert oder ob dies schlichtweg dem Gesundheitszustand Aufschneiters zuzuschreiben ist?
Schön an dem Zeit und Muße zum Schmökern fordernden Buch ist jedenfalls, dass im Anhang u.a. kurze Abrisse über den Staat Tibet und den Buddhismus enthalten sind. Das erleichtert das Verständnis und die Lektüre an der einen oder anderen Stelle durchaus.
Insgesamt eine sehr umfangreiche Aufarbeitung des Lebensweges einer bemerkenswerten Person. Zeit zum Lesen sollte man freilich angesichts des Umfangs schon einplanen.
Buchbesprechung im alpinen Forum von Alpic.net von Gipfelsammler Claus









