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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gabiliest:

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Durch Feuer und Eis zu den Göttern

Legende der Schattenwächter - Jagd nach dem Gjallarhorn von Lars Meyer

Im zweiten Band seiner Trilogie “Legende der Schattenwächter” entführt uns der bekannte Autor Lars Meyer in die nordische Götter- und Sagenwelt auf der “Jagd nach dem Gjallarhorn”. Schon das fantasievolle und ausdrucksstarke Hardcover dieses hochwertig mit Lesebändchen und farbigen Vorsatzblättern ausgestatteten Buches zeigt die drei Freunde Armin, Viktoria und Nari auf ihrer gefährlichen Mission.

Im Jahr 1889 begibt sich Rune, die die Blutlinie der Schattenwächter an Armin weitergegeben hat und die über magische Fähigkeiten verfügt, auf eine waghalsige Rettungsaktion. Sie will Gefangene des Konzerns Magus Signum, der die Schattenvölker versklavt, befreien. Doch die Mission misslingt, Rune verschwindet. Neun Jahre später sieht Armin ein Bild seiner totgeglaubten Mutter – sie ist in Norwegen.

Armin und die beiden Mädchen sind entschlossen, Rune zu finden und zu retten. In einer norwegischen Mine finden sie nicht nur Armins Mutter, sondern auch weitere Gefangene. Die Befreiung gelingt, doch Rune wird nur noch durch Magie am Leben erhalten. Heilung versprechen angeblich das Gjallarhorn eines nordischen Gottes und eine magische Quelle. Daher kämpfen sich die Freunde sowohl durch die eisige Kälte Norwegens als auch durch glühende Lava in unterirdischen Flüssen. Nach zahllosen Abenteuern und Gefahren finden sie in der zerstörten Welt der nordischen Götter nicht nur das Horn, sondern eines der stärksten göttlichen Artefakte überhaupt: Thors Hammer, der die Welt ins Verderben stürzen kann, wenn er in die falschen Hände gerät.

Lars Meyer hat ein ungeheuer vielschichtiges und ideenreiches Buch geschrieben, das die Lesenden sofort in magische Sagenwelten mitnimmt. Sie begleiten Armin und seine Gefährtinnen durch die trostlose Weite der norwegischen Landschaft, wobei ihr Überleben oft an einem seidenen Faden hängt. Nur der Zusammenhalt in der Gruppe und Ledermaul – eine magische Tasche, die nie schwerer wird, obwohl sie in ihren Tiefen alles Notwendige bereithält – retten die Mission.

Der Autor lässt seine Protagonisten eine wahre Höllenfahrt erleben, denn aus jeder Seite seines Buches kriechen gefährliche Kreaturen. Dabei wird lange nicht klar, welches Ziel Rune wirklich verfolgt. Armin sieht sich in Rückblenden als den kleinen Jungen, der am Fenster sitzt und auf seine verschwundene Mutter wartet. Für ihn bleibt die emotionale Distanz von Rune nach der Rettung unverständlich. Diese psychologische Ebene vertieft die Charakterzeichnung der Hauptfiguren. Die Halbelfe Viktoria kennt ihre Abstammung nicht und kann ihre magischen Kräfte kaum einordnen. Auch sie leidet unter ihrer Familiengeschichte, da ihre Adoptiveltern sie verstoßen haben. Erst spät werden die wahren Motive von Rune klar, denn sie sucht gar keine Heilung. Dieser unerwartete Twist ändert den Blickwinkel auf die Akteure und verleiht dieser Geschichte von Freundschaft und Loyalität, aber auch von Lüge und Verrat, zusätzlichen Reiz.

Die “Legende der Schattenwächter – Jagd nach dem Gjallarhorn” lässt sich unabhängig von Band eins lesen, doch ist es empfehlenswert, die Vorgeschichte zu kennen. Dann kann man den Freunden in diesem epischen, spannend und bildhaft geschriebenen Fantasy-Roman, der ab zwölf Jahren empfohlen wird, noch besser in eine geheimnisvolle Welt voller Rätsel folgen. Jugendliche Leserinnen und Leser mit Interesse an Abenteuer, Magie und Mythologie greifen hier sicher zum richtigen Buch.

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Durch Feuer und Eis zu den Göttern

Rezensionen von peedee:

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Allein glücklich – oder doch nicht?

Blumen schenke ich mir selbst von Blanca Imboden

Die Autorin Romy Reichlin ist erfolgreich, denn ihr Buch über das Alleinsein wurde zum Bestseller. Nur gibt es ein kleines Problem: Ihre heimliche Liaison mit einem erfolgreichen Anwalt passt natürlich überhaupt nicht zu ihrem Motto, dass man auch allein glücklich sein kann. Für die Medien ein gefundenes Fressen – für Romy ein Alptraum, denn einerseits trennt sich ihr Partner von ihr und andererseits verdonnert ihr Verleger sie, einen einwöchigen Schreibkurs im Kempinski Palace Engelberg zu halten.

Darauf hat sie nun so gar keine Lust, aber was sein muss, muss sein…

Erster Eindruck: Ein knalliges Cover mit einem sehr dezenten Blumenstrauss – aber hallo! Das gefällt mir.

Es ist eine verzwickte Situation für Romy: Als sie ihr Buch über das glückliche Alleinsein schrieb, war sie es auch – glücklich und allein. Doch das Leben bleibt nicht stehen und so hat das Liebesglück sie getroffen. Und nun? Die Partnerschaft nur im Geheimen führen? Wo und in welcher Zeit leben wir eigentlich?
Der Kurs findet im Kempinski Palace Engelberg statt. Die Autorin – ich meine hier Blanca Imboden – sucht sich immer sehr schöne Locations aus, bravo! Ich war zwar noch nie im vorgenannten Hotel, aber immerhin in Engelberg, wo es mir gut gefallen hat. Der Kurs besteht aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen angemeldet haben. Hierfür gibt es ein sehr hilfreiches Personenregister.

„Ich denk, ich denk zu viel.“ Tja, da fühlte ich mich irgendwie ein-ganz-klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar angesprochen. Warum bloss? Ich gebe zu, ich habe auch die Tendenz, persönliche Sachen zu stark durchzudenken. Ich sage nur „was wäre, wenn…?“

Ich war der Meinung, dass die Autorin ein neues Wort erfunden hatte, und zwar das „Glückchen“. Ich hätte nicht gedacht, dass es diese Diminutiv-Form vom Wort Glück tatsächlich gibt. Doch dem ist so – wenn es im World Wide Web steht, ist das einfach so (im Duden ist das Wort aber noch nicht). *laut lach*
Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen. Was immer gut spürbar ist, ist die Liebe der Autorin zur Natur, insbesondere zu den Bergen. Am besten, und zwar mit Abstand, haben mir die Monatsbriefe nach dem Kurs gefallen. Aber darüber will ich selbstverständlich nichts verraten. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Allein glücklich – oder doch nicht?

Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

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Höchste Ansprüche, präzise Schnitte

Ochsenkopf von Manik Sarkar

Rensing weiß genau, wie er das Messer ansetzen muss, um Schlachtvieh „in rechter Art und Weise von Haut und Organen zu befreien“ und Fleischstücke von höchster Qualität zu erhalten. Wenn es um Fleisch geht, gibt es bei ihm keine Kompromisse, mit seiner Umwelt hingegen kommt er nicht so gut zurecht.

Es ist ein außergewöhnliches Buch über anspruchsvolles Handwerk und Massenware, über Qualitätsbewusstsein und Billigkonkurrenz, über einen sturen Ochsenkopf, der seinen eigenen Weg geht, mit aller Konsequenz bis hin zum drastischen Ende.
Präzise und treffend ist auch die Sprache/die Übersetzung dieses Romans, literarisch absolut überzeugend!

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Höchste Ansprüche, präzise Schnitte

Rezensionen von Neluna:

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Zieht mich runter.

Alles Liebe von Ronja von Rönne

Alles Liebe von Ronja von Rönne beleuchtet in fünf Kurzgeschichten das Leben in emotional belasteten Zeiten. Zum einen wird gelogen, fantasiert oder ignoriert. Man wird in die jeweiligen Geschichten hineingestoßen und mit seelischem Balast konfrontiert die Lügen, Verlust, Trennung oder Selbstaufgabe thematisieren.

Genauso schnell wird man aber auch wieder hinausbefördert und zurück bleibt etwas Ratlosigkeit, weil ich nicht ganz verstehe was das Buch mir sagen möchte. Erst am Schluss werden die losen Fäden wieder aufgegriffen und locker verknüpft und dennoch bin ich sehr unschlüssig, was ich damit anfangen soll.
Denn so wie mir der Buchtitel suggerieren möchte alles wäre mit Liebe und Herzlichkeit erfüllt, so wenig hatte er mit dem Inhalt zu tun. Meiner Meinung nach ist in keiner Geschichte etwas aus Liebe passiert, sondern sind alle Protagonisten psychisch am Limit und ziehen einen mehr runter, als positive Vibes zu verströmen.
Ich sehe den Buchtitel daher nicht als ernst gemeinte Aussage sondern als diese einfach dahin gesagte höfliche Floskel, die man schnell mal am Ende eines Small-Talks einfließen lässt, ohne ihr einer wirklich tragenden Bedeutung beizumessen.
Ich denke daher, ein bisschen Liebe hätte nicht geschadet, da die Geschichten im Endeffekt von trostlosen Leben erzählen und man ihnen am Ende etwas Besseres gewünscht hätte.
Der Schreibstil ist bildhaft, trägt die Emotionen und man kann in die Geschichten gut eintauchen bzw. sich auch einfühlen in die jeweiligen Lebenssituationen. Lediglich ich bleibe etwas ratlos zurück, weil es kein richtiges Ende gibt, sondern nur einen geschlossenen Kreis bei dem leider einige Fragen offen bleiben.

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Zieht mich runter.

Rezensionen von Kit:

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Ein besonderer Roman über Menschlichkeit, Aufmerksamkeit und Begegnungen

Theo in Golden von Allen Levi

„Theo in Golden“ von Allen Levi ist für mich ein leiser und besonderer Roman, der vor allem von seiner warmherzigen Grundidee lebt. Theo kommt nach Golden und beginnt, die Porträts der Bewohner auf ungewöhnliche Weise an ihre Besitzer zurückzugeben. Dadurch entstehen viele Begegnungen, und nach und nach erfährt man mehr über die Menschen und ihre Geschichten.

Das Buch zeigt somit auf seine Weise, dass Zuhören, Aufmerksamkeit und kleine Gesten einen großen Unterschied machen können.
Die vielen unterschiedlichen Lebensgeschichten fand ich interessant und teilweise sehr berührend. Gleichzeitig war mir der Roman zwischendurch etwas zu ruhig, und einige Begegnungen ähneln sich einander, sodass sich die Handlung stellenweise etwas zieht. Auch Theo selbst war mir manchmal fast zu perfekt und idealistisch – ein paar mehr Ecken und Kanten hätten ihn für mich glaubwürdiger und realistischer gemacht.
Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen. Es ist kein Roman für alle, die viel Spannung oder überraschende Wendungen suchen, sondern eher eine ruhige Geschichte zum Innehalten. Gerade die Gedanken über Menschlichkeit, Nächstenliebe, der Wert jedes einzelnen Menschen und den Umgang miteinander werden in der Geschichte verdeutlicht. Zusammenfassend somit ein warmherziger Roman mit einer schönen Botschaft, die zum Nachdenken anregt.
Ich habe mir noch ein Interview von Allen Levi zu dem Buch angehört. Hier äußerst sich Levi dazu, dass Theo für ihn eine Art „vorbildliche“ Figur („christliche“ Ideal) darstellt: ein Mensch, der seinen Alltag mit kleinen, unspektakulären Akten der Liebe, Großzügigkeit und Freundlichkeit füllt. Dabei beruft er sich auch auf den Schriftsteller Wendell Berry und dessen Gedanken, dass große gesellschaftliche Probleme nicht unbedingt durch große Lösungen, sondern durch viele kleine gute Handlungen verändert werden.

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Ein besonderer Roman über Menschlichkeit, Aufmerksamkeit und Begegnungen

Rezensionen von peedee:

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Nur 117 Seiten

Winter im Kamelienhaus von Tabea Bach

Kamelienhaus, Band 3: Der Winter hat auch auf der Insel Soshima Einzug gehalten. Lucinde „Lucy“ Riwall freut sich sehr auf die kommenden Feierlichkeiten, denn über Weihnachten wird sie in die Bretagne reisen, wo ihre beste Freundin Lili heiraten wird. Finn wird ebenfalls dort sein und erstmals ihre Heimatinsel sehen.

Danach geht es zurück nach Japan, wo das japanische Neujahrsfest vorbereitet wird. Doch manchmal läuft nicht alles nach Plan…

Erster Eindruck: Ein schönes, winterliches Cover mit Berg und Wasser – gefällt mir.

Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Da ich die Bände 1 und 2 mit grosser Freude gelesen habe, habe ich Band 3, der erstaunlich kurz ist – dazu unten mehr – lange vorbestellt.

Lucy hat alle Hände voll zu tun, sowohl für die Kamelienölmanufaktur als auch für die bevorstehende Reise nach Frankreich. Doch sie weiss, dass sie sich auf ihre Mitarbeitenden verlassen kann und sie während ihrer Abwesenheit alles gut handeln werden. Kurz vor der Abreise erreicht sie ein Hilferuf eines befreundeten Grafikers, der für seine Manga- und Anime-Convention aufgrund einer Doppelbuchung händeringend einen Ersatzaustragungsort sucht. Und jetzt?

Mein Lieblingszitat in diesem Buch: „Wenn du feststellst, dass du unrecht hast, dann korrigiere deine Haltung und stehe offen dazu.“

Die Herausforderung war auch dieses Mal, die zahlreichen Protagonisten gedanklich korrekt zuzuordnen; in den Umschlagsklappen gibt es Personenlisten.
Mir haben die Einblicke in die Manga- und Anime-Kultur sehr gefallen. Der Bürgermeister meinte zu Lucy, dass sie wohl viel über Japan wisse, aber nicht über deren Manga- und Anime-Kultur. Ich wusste genauso wenig darüber wie Lucy, denn ich hätte auch gedacht, dass dies „nur“ die jungen Leute ansprechen würde, was aber nicht stimmt. Wieder etwas gelernt!
Ein Buch mit 144 Seiten lässt sich flüssig lesen. 144 Seiten sind nicht viel, umso grösser war für mich die Entdeckung, dass bereits auf Seite 117 „Ende“ stand – eine herbe Enttäuschung! Der Rest des Buches war sodann eine Leseprobe zu einem anderen Buch. Von mir gibt es für die zu kurze Geschichte 2 Sterne.

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Nur 117 Seiten

Rezensionen von BarbaraM:

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Dranbleiben lohnt sich

Offener Himmel von Jonas Eika

Mit Offener Himmel von Jonas Eika habe ich mich am Anfang wirklich schwergetan. Ich bin nur langsam in die Geschichte hineingekommen und musste mich zunächst erst einmal an die besondere Sprache, die religiösen Vorstellungen und die mittelalterliche Welt gewöhnen. Teilweise wusste ich gar nicht so recht, wohin mich die Geschichte führen würde.

Umso überraschter bin ich darüber, wie sehr mich das Buch inzwischen gepackt hat.
Die Geschichte führt uns nach Lüttich ins Jahr 1233. Die junge Ida wird halb erfroren am Flussufer gefunden und von Clarisse in einen Beginenhof aufgenommen. Dort lebt eine Gemeinschaft religiöser Frauen, die weder als Nonnen noch als Ehefrauen leben, sondern versuchen, ihren Glauben und ihr Zusammenleben selbst zu gestalten. Gerade diese Gemeinschaft fand ich mit der Zeit immer faszinierender. Die Frauen versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich Freiräume zu schaffen, obwohl die Kirche zunehmend Druck auf sie ausübt.
Auch Ida selbst wurde für mich immer interessanter. Ihre Visionen werden stärker und gewinnen für sie und die Menschen um sie herum zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig geht es in der Geschichte um so viel mehr: um Glauben und Zweifel, um Gemeinschaft und Solidarität, um Freiheit und Selbstbestimmung, aber auch um Macht und Ausgrenzung. Besonders spannend finde ich dabei, wie eine Geschichte, die vor fast 800 Jahren spielt, immer wieder Themen berührt, über die man auch heute noch nachdenken kann.
Was mich inzwischen aber ganz besonders begeistert, ist der Schreibstil von Jonas Eika. Die Sprache ist außergewöhnlich, intensiv und unglaublich bildhaft. Manchmal ist sie fast poetisch und lässt Bilder entstehen, die noch lange im Kopf bleiben. Gleichzeitig verlangt das Buch einem auch etwas ab. Nicht alles erschließt sich sofort und manche Passagen brauchen Zeit. Genau das, was mir am Anfang den Einstieg so schwer gemacht hat, macht für mich inzwischen aber einen großen Teil des Reizes aus.
Rückblickend glaube ich deshalb, dass meine anfänglichen Schwierigkeiten gar nicht unbedingt gegen das Buch sprechen. Man muss sich auf diese Geschichte und ihre besondere Sprache einlassen. Bei mir hat es eine Weile gedauert, aber dann war ich plötzlich mittendrin.
Und eines weiß ich jetzt schon ganz sicher: Ich werde Offener Himmel noch einmal lesen. Dann aber wahrscheinlich mit Begeisterung ab Seite eins. Ich bin mir sicher, dass ich beim zweiten Lesen vieles ganz anders wahrnehmen und gerade auf den Seiten, die mir beim ersten Mal noch Schwierigkeiten bereitet haben, unglaublich viel Neues entdecken werde.
Ein Buch, das es mir zunächst wirklich nicht leicht gemacht hat und das mich gerade deshalb am Ende umso mehr begeistert.

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Dranbleiben lohnt sich

Rezensionen von Igela:

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Komplex...

Alles wird Asche von Nele Neuhaus

Es soll eine rauschende Party werden. Axel Wiesheu hat zu seinem 55. Geburtstag Freunde und Familie nach Sylt eingeladen. Doch Axel taucht nicht auf und seine Frau Judith und seine erwachsenen Kinder Lennart und Alessia erstatten eine Vermisstenanzeige.

Oliver von Bodenstein vom K11 der Polizei Hofheim nimmt die Sache ernst.

Denn Axel Wiesheu war kein Unbekannter. Der Immobilienhändler umgab sich oft mit den Reichen in Frankfurt.

Pia Sander, gerade aus Afrika zurückgekehrt, steht ihrem Exmann Henning Kirchhoff, Chef der Frankfurter Rechtsmedizin, zur Seite. Dieser wird zu einem Tatort gerufen, ein Toter hängt kopfüber auf einer Baustelle der neuen Appartementsiedlung "Five".


"Alles wird Asche" ist Band 12 der einschlägigen Krimiserie von Nele Neuhaus und ist mein fünfter Band der Reihe. Wie gehabt und wie in den Vorgängern ist die Handlung überladen.

Das ist wohl einfach der Stil von Nele Neuhaus.

Viele Figuren, zwei Erzählstränge, die Sicht des Täters und etliche Nebengeschichten machen die Story komplex. Der Schreibstil ist detailliert und etliche irrelevante Darstellungen, Beschreibungen oder Figuren ziehen das Ganze in die Länge.

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine einflussreiche Familie, die mit der Entdeckung von KI, dem Programm Promotheus, viel Geld gescheffelt hat. Eine beträchtliche Anzahl Mitglieder, die verschwägert, getrennt, adoptiert, verheiratet, verbandelt oder Geschwister sind, haben mich manchmal den Überblick verlieren lassen. Zeitweise fühlte ich mich dabei wie Kommissarin Pia Sander, die "in den familiären Beziehungen der Familie Brinckmann allmählich den Überblick verlor". (Seite 278).

Doch auch das Privatleben von Ermittlerin Pia Sander bringt keine Ruhe ins Spiel. Im Gegenteil. Da geht es auch hoch zu und her. Sie reist fluchtartig von Afrika zurück nach Deutschland und stürzt sich in die Ermittlungen. So hofft sie ihren Mann, der in Afrika geblieben ist und die Zustände dort zu vergessen. Ich fand das schon sehr naiv, nach Afrika zu reisen und sich über die rudimentären Zustände dort zu nerven.

Ein wichtiger Punkt ist die Besteigung des Mount Everest. Diese Passagen habe ich mit Interesse gelesen, diese haben mich fasziniert. Die Handlung wird da sehr anschaulich und dicht beschrieben. Technische Details und Erläuterungen zum Aktienhandel hingegen habe ich grob überlesen. Oft ist zudem die Rede von Smart Home Steuerung, Cybersicherheit, geschützte Passwörter oder KI Schnickschnack.

Es bleibt schlussendlich nicht bei einem Toten und eine Mordserie zieht sich durch die Geschichte. Obwohl ich, wie oben erklärt, manchmal verwirrt war, wollte ich schon wissen, wer der Mörder ist und weshalb er tötet. Gegen Mitte habe ich mich deswegen auch regelrecht gezwungen weiterzulesen, so langatmig war es zu dem Zeitpunkt.

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Komplex...

Rezensionen von HEYN Leserunde, Marianne Schaffer-Schellander:

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Der talentierte Metzger

Ochsenkopf von Manik Sarkar

Als Vegetarierin hat mich schon das Cover des Buches eher abgeschreckt, als ermutigt das Buch zu lesen.
Doch bereits die ersten Zeilen sind in einem ganz eigenwilligen Stil verfasst, der mich neugierig machte.
Obwohl die Tätigkeiten eines Metzgers detailgetreu und mit viel Sachkenntnis beschrieben werden,
spürt man beim Lesen nicht die rohe Gewalt, die zum Zerlegen eines toten Tieres nötig ist, sondern
es gelingt dem Autor diese Handlungen äußerst liebevoll zu schildern und die intuitive
Begabung der Hauptperson für diesen Beruf darzustellen.

Eigentlich ist der Metzger im Flow,
wenn er die Klinge seines Messers ansetzt und er will nur die beste Qualität liefern.
Aber ist diese heutzutage noch gefragt, wo doch das Essen billig sein sollte, um sich
möglichst viele andere Konsumgüter kaufen zu können?
Ich empfehle dieses Buch, weil es spannend geschrieben ist und
ein zeitgemäßes Thema behandelt.

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Der talentierte Metzger

Rezensionen von Katzenmicha:

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Eine Katze mit vielen Weisheiten

Die Katze, die den Mönch das Leben lehrte von Bokyeong Sunim

Das Buch nimmt einen mit in den Alltag des Mönchs Bokyeong,dieser wohnt in ein ruhiges Bergkloster zurück gezogen.Nach einem hektischen Leben in Soul genießt er die Ruhe des Klosters.Im eisigen Winter steht plötzlich eine Katze vor seiner Türe.Er schließt und nach und nach mit der Straßenkatze Freundschaft .

Die beiden nähern sich an und bilden erst eine Zwegsgemeinsachft.Aber immer mehr lernt der Mönch von ihr und ihre Verbindung wird tiefer und so bleibt die Katze.

Der Autor Bokyeong Sunim schreibt fließend und nahm mich von der ersten Seite mit.Ich liebe Katzen und kann verstehen,das sie für ihn zum Lehrmeister wurde.Die Geschichte ist bezaubernd,und lehrt auch den Leser so einiges.Das Cover finde ich sehr schön und es zieht einen an.Was mir auch sehr gut gefallen hat die Zeichnungen und Bilder in dem Buch.Sie haben es rund gemacht -sehr gerne 5 Sterne.

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