Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Philiene :
Peppina
Signora Verdi. Die Primadonna des Komponisten von Verena Maatman
Verena Maatman schreibt wunderbare Bücher über Frauen die eine wichtige Rolle in der Musikgeschichte gespielt haben, aber oft im Schatten berühmter Männer gestanden haben. In ihrer neuesten Roman Biographie befasst sie sich mit Giuseppina Strepponie, genannt Peppina. Sie lebte im Neunzehnten Jahrhundert und war Opernsägerin.
Sie war aber auch die geheime Frau von Verdi.
Ihr Leben war geprägt von der Musik, sie war eine Frau voller Gefühle die sich immer wieder um ihre Familie sorgte, diese unterstüzte. Verdi war ihre große Liebe und sie seine große Stütze.
Der Roman erzählt ihr Leben beginnend als sie ihr unendliches Kind heimlich zur Welt bringen musste und erzählt dann ihre Geschichte. Er erzählt von den vielen Schwierigkeiten die sie nur hatte weil sie eine Frau war, von ihrer Kariere, von Auftritten und Auszeiten. Aber eben auch von ihrer Beziehung zu Verdi und wie wichtig sie für ihn war.
Wieder einmal ist es Verena Maatman gelungen eine einfühlsame und bewegende Geschichte über eine großartige Frau zu schreiben, die es einfach verdient hat in den Vordergrund zu rücken.
Rezensionen von Lilli33:
Es zieht sich ...
Casino Durable - Betting on a Stranger von Carina Benning
Es zieht sich …
Nachdem mir der 1. Band dieser Reihe wirklich gut gefallen hat, konnte mich der 2. nur schwer abholen. Hauptfiguren sind diesmal Bastien Durable und Jade Lemoine, eine Trapezkünstlerin. Die beiden kennen (und lieben) sich schon seit der Kindheit. Romeos Tod hat sie auseinander gebracht.
Jetzt ist Jade zurück, um das Café ihres erkrankten Großvaters zu retten, doch Bastien weist sie ab, um sie nicht in Gefahr zu bringen, denn er wird erpresst und muss fürchten, dass ihm das Liebste genommen wird.
Die Story mit den Erpressungen, verschiedenen Attentaten usw. wäre durchaus spannend, wenn das Dazwischen nicht wäre. Mir ging das Hin und Her zwischen Bastien und Jade schon bald auf die Nerven. die Hälfte davon hätte auch gereicht, um die Gefühle rüber zu bringen, zumal es unglaublich viele Wiederholungen gibt. Nicht immer konnte ich die Handlungsweisen und Gedanken der Protas nachvollziehen. Stellenweise kommt die Handlung überhaupt nicht vom Fleck. Es zieht sich einfach viel zu lange, bis es mal eine echte Entwicklung und einen Plottwist gibt. Das ist schade, denn zwischendurch musste ich mich buchstäblich zum Weiterlesen zwingen. Die zweite Buchhälfte hat dann mehr Tempo. Das gefiel mir wesentlich besser.
In Band 1 hatte es mir auch das Casino-Feeling angetan, das diesmal leider kaum zur Geltung kommt, da große Teile der Handlung woanders stattfinden.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Nach einem spannenden Höhepunkt kommen wir zu einem Abschluss der Handlung. Der Epilog leitet dann zum nächsten Band über und macht neugierig, wie es mit den Brüdern Durable weitergeht. Ich nehme an, in Band 3 wird Mathis die große Liebe finden. ????
Die Casino Durable-Trilogie:
1. All in with the Devil
2. Betting on a Stranger
3. A Deal with the Enemy (ET 30.11.2026)
Rezensionen von Ele:
Ihrer Zeit voraus
Die Komponistin von Alissa Wenz
Die Komponistin, Roman-Biografie von Alissa Wenz EBook, Verlag Klaus Wagenbach
Eine Romanbiografie über die Komponistin Mélanie Bonis.
Die Protagonistin geb. 1858, wächst in kleinbürgerlichen Verhältnissen in Paris auf, der Tod ihrer kleinen Schwester prägte sie schon in frühen Jahren, ein sensibles und ruhiges Kind und sehr gläubig.
Nur durch selbsterdachte kleine Stücke am Klavier, das Klavierspielen hat sie sich auch selbst beigebracht, kann sie sich gut ausdrücken. Sie erhält Klavierunterricht und wird entdeckt. Die Eltern stimmten einem Studium am Pariser Musikkonservatorium zu. Dort kann sie sich, obwohl als Frau, gut behaupten sie belegt Klavierbegleitung und Harmonielehre. Dort lernt sie auch Amédée Louis-Hettich kennen. Die beiden verlieben sich und komponieren zusammen, sie veröffentlichen und sie benutzt den männlich klingenden Namen Mel Bonis. Doch aus der leidenschaftlichen Liebe wird nichts, ihre Eltern lehnen den Antrag von Amédée ab. Die Eltern drängen sie zu einer Ehe mit dem 22 Jahre älteren, und zweifach verwitweten Industriellen Albert Domange. Mit wenig Enthusiasmus komponiert sie kleinere Stücke, sie geht in ihrer Rolle als Mutter auf. Finanziell ist sie nun gut abgesichert. Nach Jahren trifft sie, den nun nach Paris zurückgekehrten und ebenfalls verheirateten Amédée, die beiden beginnen ein Verhältnis, ihre musikalische Zusammenarbeit ist sehr erfolgreich. Sie haben auch ein gemeinsames Kind. Noch immer wird in den einschlägigen Kreisen Mel Bonis als Mann vermutet. Als Frau wurde sie nie anerkannt und gewürdigt. Erst im 21. Jahrhundert erfährt ihr Werk wieder Aufmerksamkeit.
Das Buch ist sehr dicht und tiefgehend geschrieben. Nicht nur Musiker werden an diesem Roman ihre Freude haben, auch andere können das aufregende und mutige Leben dieser schaffensreichen Frau interessant finden, ich habe es genossen, obwohl ich „Mel Bonis“ bisher nicht kannte. Ich habe mir viele ihrer Stücke inzwischen angehört und finde sie faszinierend. Ich hoffe ihr wird die ihr gebührende Aufmerksamkeit zuteil. Wieder eine Frau aus der Vergangenheit die einiges mehr leisten musste um mit Männern mithalten zu können. Die einzelnen Kapitel sind voller Leben Musik und Emotionen und atmosphärisch unglaublich dicht gepackt. Durch die konsequente Nutzung der Du-Erzählperspektive schafft die Autorin eine beklemmende Nähe zur Hauptfigur, sie zieht den Leser mitten in das Geschehen, das ist anfangs doch sehr gewöhnungsbedürftig, der Leser ist kein passiver Beobachter, sondern wird zum Akteur gemacht. Das war neu für mich, aber ein tolles Leseerlebnis. Jedes Kapitel trägt einen zusammenfassenden Titel
Die Figur Mélanie ist hochinteressant, ihre tiefe Gläubigkeit, macht ihr schwere Schuldgefühle, nur wenn sie komponiert ist sie frei, schwere Schicksalsschläge kann sie nur mit ihrer Musik aushalten. Ich habe mich gefreut sie kennenzulernen. Wieder einmal hat sich bestätigt, wie abschätzig das Frauenbild zu dieser Zeit war, das macht mich – wieder einmal - sehr betroffen. Ihre Musik werde ich gewiss immer wieder anhören. Auch die anderen Charaktere sind authentisch, voller Leben und handeln nachvollziehbar.
Die Autorin, Alissa Wenz ist Autorin und ebenfalls Komponistin und Interpretin, das merkt man in jeder Zeile
Mit Interesse habe ich das Buch gelesen, empfehlen möchte ich es allen, nicht nur denen, die sich für klassische Musik begeistern. Von mir 4 Sterne.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Humorvoll, reflektiert und sympathisch
Hundeheimat von Don Pablo Mulemba
Don Pablo Mulemba ist der Sohn eines Angolaners, der im Rahmen eines Arbeitskräfteprogramms in die DDR kam, und einer ostdeutschen Mutter. In diesem Hörbuch, das er nicht nur selbst geschrieben, sondern auch selbst eingesprochen hat, was es ganz besonders authentisch macht, erzählt der Autor auf sehr unterhaltsame und zugleich tiefgründige und nachdenklich machende Weise von seinem Leben zwischen zwei Kulturen.
Es geht um das Aufwachsen in einer angolanisch-deutschen Familie im wiedervereinigten Deutschland, um die wirtschaftlich und politisch schwierigen 1990er und 2000er Jahre, in denen es leider speziell in den Bundesländern des ehemaligen Ostdeutschlands zu einem immer stärker werdenden Rechtsradikalismus und damit verbundenen Attacken auf Menschen, die als anders oder fremd gelesen werden, kam.
Bedrückend macht, dass der dunkelhäutige Vater des Autors sich in Ostdeutschland mit der Zeit so unwohl fühlte, dass er entschied, in die afrikanische Heimat zurückzugehen und dort ein Haus zu bauen, in das ihm wenige Jahre später seine hellhäutige deutsche Frau folgte, während die beiden Kinder, damals Teenager bis junge Erwachsene, alleine in Deutschland zurückblieben und die Eltern ihnen aus Afrika Geld zu schicken versuchten. Und auch der Autor selbst überlegte immer wieder, ob es für ihn unter der Sicherheitsperspektive noch vertretbar sei, weiterhin in Cottbus zu bleiben, insbesondere, da auch von Seiten der Polizei wenig Unterstützung zu erwarten war.
Dieses Beispiel zeigt schon, dass es der Autor mit seiner Kindheit, seinen Rassismus-Erfahrungen und auch mit dem Verhältnis zu seiner Familie nicht immer leicht hatte. Doch es geht auch noch um so viel mehr: um gute Freundschaften, um die Liebe zum Basketball und um einige Reisen nach Angola, deren bisher letzte vieles veränderte, denn der Autor lernt verloren geglaubte Verwandte kennen und sich und seine Wurzeln damit noch einmal mit ganz anderen Augen sehen.
Ich habe den Autor als Sprecher seines eigenen Hörbuches als sehr sympathischen Menschen mit einem feinen Humor und einer guten Beobachtungsgabe wahrgenommen und es gefällt mir, wie er gesellschaftliche Entwicklungen pointiert zu beschreiben versteht.
Damit ist es insgesamt eines der Hörbücher, wie ich sie ganz besonders mag: unterhaltsam und nahbar, aber gleichzeitig lehrreich, eine neue Sicht auf vieles eröffnend und mobilisierend, sich gemeinsam mit anderen für eine Gesellschaft frei von Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Ich kann das Hörbuch einer breiten Leserschaft wärmstens empfehlen!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht von Misha Schoeneberg
Mit Misha Schoenebergs Vater ist irgendetwas anders. Aber lange weiß Misha nicht, was es sein könnte, denn der Vater ist gebrochen, tief traumatisiert, und er spricht nicht darüber. Jedenfalls nicht mit seiner Frau und seinen Kindern. Später wird Misha erfahren, dass der Vater mit seiner älteren Schwester durchaus sogar darüber gesprochen und sogar bald nach Kriegsende einer Sekretärin seine Geschichte diktiert habe, doch davon findet sich leider keine Spur mehr.
Aber feinfühlige Menschen wie Sohn Misha spüren schon früh die Dunkelheit, die den Vater umgibt: "Ich erinnere mich allzu gut an meines Vaters Augen. Meist starrten sie in unbestimmte Ferne. Nicht in der Art, dass man sie traurig nennen könnte, vielmehr ließ die rätselhafte Leere seines Blickes uns mit betretenem Schweigen allein zurück. Es war etwas Dunkles, etwas Unnahbares an dem Geheimnis, das meinen Vater umgab. Wir Kinder hatten nicht daran zu rühren - Punktum!" (S. 8 im E-Book)
Misha Schoeneberg ist 1959 geboren, seine Kindheit war also in den 1960er Jahren. Da war die dunkelste Zeit Deutschlands noch gar nicht lange her und viele der Täter waren noch jung, vital und Teil der Gesellschaft:
"Und diese Zeit war dermaßen dunkel, dass niemand Lust hatte, darüber zu reden. Vielleicht aber lag das Dunkel schon so weit zurück, dass sich kaum noch jemand daran erinnern konnte oder nicht erinnern wollte oder bloß nicht daran erinnert werden wollte. Oder das Dunkel war derart dunkel, dass niemand dafür Worte fand. Jedenfalls nicht die richtigen. Und was wären die richtigen Worte gewesen?" (S. 10 im E-Book)
Irgendwann beginnt der Vater, zu erzählen, dass er Auschwitz überlebt hat, doch es dauert noch einmal länger, bis die Kinder erfahren, dass der Vater aus einer jüdischen Familie ist und viele Verwandte und seine erste Frau von den Nazis ermordet wurden. Denn zu wissen, jüdisch zu sein, das sei noch gefährlicher, als, dass einer in Auschwitz gewesen sei, denn Auschwitz sei nicht ansteckend, das sei das persönliche Trauma des Vaters, aber was bedeute es für die Nachkommen, wenn der Vater Jude sei, in einem Nachkriegsdeutschland, das von all dem nichts mehr hören und alles unter den Teppich kehren wolle, aber damals Menschen jüdischer Abstammung erbarmungslos verfolgt hatte, selbst wenn sie den Glauben nicht einmal praktizierten? Man könne als Jude oder Kind von Juden niemals sicher sein, sobald andere davon wüssten.
Immerhin gibt es "Tante", eine der älteren Schwestern des Vaters, die rechtzeitig fliehen konnte und dadurch überlebt hatte, aber an der Last trägt, dass es ihr nicht mehr gelungen ist, ihre Familienmitglieder ins rettende Ausland nachzuholen. Zu ihr entwickelt Misha ein enges Verhältnis, er ist ihr Lieblingsneffe, mit dem sie "befreundet sei, obwohl sie verwandt seien", eine besondere Auszeichnung.
Tante antwortet auf die neugierigen Fragen des Neffen, sie beginnt zu erzählen, zum Beispiel von den zwischenmenschlichen Veränderungen im Deutschland der 1930er Jahre: "Es sagt sich so leicht, nach 1933 hätte sich das Leben in Deutschland verändert. Ach, das Leben, das Leben! Die Menschen hatten sich verändert!" Das sei furchtbar gewesen. Überall nur unfreundliche Gesichter." (S. 52 im E-Book)
Der Vater wird weiterhin nicht viel erzählen, doch aus Beobachtungen und Schlussfolgerungen, eigenen Nachforschungen und den Erzählungen der Tante reimt sich Misha so einiges zusammen und versucht dem schweigsamen, in sich gekehrten Vater, der doch nach außen so ein erfolgreiches, gutbürgerliches Leben lebt, für seine Familie einiges an Wohlstand geschaffen hat und mit einer Deutschen verheiratet ist, die früher beim BDM war, so ein bisschen näher zu kommen. Dabei ist ein zutiefst berührendes, sehr persönliches und mutiges Buch entstanden.
Klar nimmt der Autor auch zu dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, den Folterungen, Ermordungen und Verschleppungen unschuldiger feiernder Israelis und dem darauffolgenden Krieg der israelischen Armee gegen die Hamas Stellung.
Erschüttert ist er nicht nur von den Gräueltaten dort, sondern auch von den einseitigen Schuldzuschreibungen vieler europäischer und auch deutscher sich für linke Intellektuelle haltende Menschen, die sich seiner Meinung nach einseitig auf die Seite der Palästinenser stellen und nicht genug würdigen würden, wer diesen Angriff begonnen habe und dass es der schlimmste Massenmord an Juden seit dem Holocaust sei:
"Es lässt sich nur so erklären, dass die sogenannten linken Intellektuellen weder links noch intellektuell sind, sie stehen vielmehr, in beiden Strängen der Geschichte, der westlichen wie der arabischen, in der Tradition des Nationalsozialismus. Ihr offener Antizionismus folgt ihrem verschämten Antisemitismus. Was Wunder, dass da am Ende die israelische Armee mit der deutschen Wehrmacht gleichgesetzt wird." (S. 99 im E-Book)
Es macht sehr betroffen, zu lesen, wie alleingelassen und schutzlos sich nicht der Autor, sondern auch viele andere jüdische Menschen in Mitteleuropa seitdem verstärkt fühlen, wie wenig Solidarität sie erfahren (das ist nicht der erste jüdische Autor, von dem ich so etwas lese, und es macht mich jedes Mal wieder bestürzt) und wie sich seitdem jüdische Menschen noch weniger als davor öffentlich als ihrem Glauben zugehörig zu zeigen trauen:
"Lass niemanden etwas über dich wissen. Die Schlechten wie auch die Guten, sie schauen dich anders an. Ich stand dem Schweigen meines Vaters kritisch gegenüber. Ich hatte gedacht, es wäre vorbei. Jedenfalls in unseren Breiten. Dabei, ich hätte es besser wissen müssen, hatte ich doch Geschichte studiert. Sie lehrt: Es ist nie vorbei. Nirgends." (S. 90 im E-Book)
Ich habe schon viele Bücher über den Holocaust, über Israel, über das Judentum und insgesamt von jüdischen Menschen gelesen. Doch dieses ist in seiner Eindringlichkeit noch einmal etwas ganz Besonderes, es findet zutiefst berührende Worte, mit denen es hoffentlich viele Menschen erreichen und uns unsere Verantwortung, die wir für Menschenrechte insgesamt, aber ganz besonders im Eintreten gegen Antisemitismus haben, noch einmal anders bewusst macht.
Rezensionen von Micki:
Unterhaltsame Rachekomödie mit Netflix-Flair
Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester
„Das habe ich wegen dir getan“ hat mir insgesamt gut gefallen. Der Roman lässt sich leicht und schnell lesen und ist damit für mich eine ideale Urlaubslektüre. Die Mischung aus Rachekomödie, Ehe- und Generationenkonflikt sowie der Welt der Streaming-Serien sorgt für kurzweilige Unterhaltung.
Besonders gelungen fand ich die Idee, dass das eigene Leben plötzlich als Vorlage für eine erfolgreiche Netflix-Serie dient. Dadurch entsteht ein interessantes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Kate und Phoebe, das immer wieder amüsant und bissig ist. Lanchester nimmt dabei nicht nur die Figuren, sondern auch gesellschaftliche Themen wie Macht, Privilegien und die Unterschiede zwischen den Generationen aufs Korn.
Allerdings war die Handlung für mich – abgesehen vom Anfang – nur selten wirklich überraschend. Vieles entwickelt sich ziemlich vorhersehbar, sodass die Spannung für mich eher aus dem unterhaltsamen Schlagabtausch der beiden Frauen als aus unerwarteten Wendungen entsteht.
Trotzdem ist „Das habe ich wegen dir getan“ eine nette, kurzweilige Unterhaltung. Wer eine leichte Lektüre mit etwas schwarzem Humor, Rache, Beziehungsdrama und dem Flair einer Netflix-Serie sucht, macht mit diesem Roman wenig falsch. Für mich genau das richtige Buch für entspannte Urlaubstage.
Rezensionen von Micki:
Tolles und hochwertiges Nachschlagewerk
Monstrologica von Martin Maudsley
"Monstrologica" versammelt 50 legendäre Wesen aus den Mythen und Sagen aller Kontinente. Von Riesen und Ghulen über Meerjungfrauen bis zu japanischen Fuchsgeistern und dem Krampus – jedes Wesen wird mit einem großformatigen, atmosphärischen Porträt von Victoria Topping vorgestellt.
Ergänzt werden die Illustrationen durch fundierte Texte des Folkloristen Martin Maudsley.
Er ordnet die Legenden kulturhistorisch ein und vermittelt Wissen zu Herkunft, Bedeutung und regionalen Unterschieden der Sagengestalten. Dabei bleibt das Buch trotz der Tiefe gut lesbar und anschaulich.
Besonders hervorzuheben ist die hochwertige grafische Aufmachung. Das Buch ist ein echter Hingucker im Regal und eignet sich durch seine Aufbereitung sowohl für interessierte Kinder ab 10 Jahren als auch für erwachsene Leser, die sich für Mythologie und Folklore begeistern.
Fazit: Informativ, prachtvoll gestaltet und mit viel Liebe zum Detail. Ein gelungenes Sachbuch für alle, die sich für fantastische Welten und Sagen interessieren.
Rezensionen von Ulgu1978:
Nichts für Vegetarier
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Als ich anfing, das Buch zu lesen, wusste ich tatsächlich nicht, was mich erwartet. Tatsächlich wird auf den ersten Seiten die Tötung und das Zerlegen eines Tieres beschrieben. Und obwohl ich überlegt hatte, auf Grund dessen, das Buch wieder zuzuklappen, habe ich weiter gelesen.
Rensing sieht sich als Künstler und Kenner in seinem Fach - was er vermutlich auch ist.
Ihm geht Qualität über alles. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er die Schlachterei und heiratet Jacomine. Er hat hochfliegende Pläne, die er mit einem Kredit verwirklicht und teure Anschaffungen vornimmt. Allerdings hat er die Rechnung ohne die Kunden gemacht, die sich nicht an die Neuerungen gewöhnen können oder wollen. Seine Frau übernimmt eines Tages das Ruder, um den Betrieb vor dem Ruin zu bewahren.
Ein interessanter Roman, der die Leserschaft nachdenklich zurücklässt. Spätestens beim nächsten Einkauf an der Fleischtheke im Supermarkt wird man sich an das Gelesene erinnern. Und vielleicht überlegt man dann, doch mal wieder bei einem Fleischerfachgeschäft einzukaufen.
Ich habe es nicht bereut, den Roman bis zum Ende gelesen zu haben.
Rezensionen von Sarah Stone:
“Where the Light Begins” is a book that comes straight from the heart.
Where the Light Begins von Daniela Klose; Ralph Klose
Daniela and Ralph Klose write with a gentle honesty that stays with you long after you’ve finished reading. Their thoughts are both comforting and insightful, like a calm conversation that brings clarity. A truly uplifting and inspiring read. Best regards, Sarah
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sarah StoneRezensionen von Streiflicht:
Kleine Schwächen
Kräuter-Zwillinge von Tami von Seyr
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich mich sehr für Pflanzen und Kräuter interessiere. Ich finde allerdings schon den Begriff Kräuter-Zwillinge irritierend, weil im Buch zum Beispiel auch Zitterpappel, Brennnessel und Holunder vorkommen - für mich eindeutig keine Kräuter, auch wenn man Teile davon vielleicht essen kann.
Außerdem gibt es wohl gerade beim Bärlauch und seinem hochgiftigen Zwilling Maiglöckchen einen Fehler im Buch. In meinem Exemplar lag kein Zettel auf dieser Seite - in anderen Ausgaben wohl schon. Das finde ich extrem gefährlich. Klar, man sollte sowieso immer lieber doppelt schauen und gerade bei diesem Paar gibt es zum Beispiel den auffälligen Knoblauchgeruch, der gut hilft, aber wenn ein Buch schon auf dem Cover schreibt "idiotensicher unterscheiden", dann sollte es dieses Versprechen auch einlösen.
Abgesehen davon gefällt mir das Buch gut. Es dürften deutlich mehr Bilder sein, weil die wirklich weiterhelfen, wo Beschreibungen vielleicht auch mal an Grenzen kommen. Aber ich finde die Auflistungen und Merkmalsbeschreibungen schon ziemlich gut. Eine schöne Idee finde ich auch die Eselsbrücken und vor allem das Klugscheißerwissen hat mir gut gefallen - das kenne ich schon aus einem anderen Buch der Autorin.
Für mich ein gutes Buch, wenn man noch nicht so viel über Pflanzen weiß. Ein guter Ratgeber für den Alltag - auch wenn man trotzdem immer vorsichtig bleiben sollte!











