Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ameland:
Von Geistern und Dämonen
Creepy Castle - Die Schule der Geisterjäger (1). Total verspukt! von Thomas Poppe; Heiko Wolz
Auf der Geisterjägerschule Creepy Castle lernt man alles übers Flüchebrechen und Geisterbekämpfung und endlich darf Weeny diese Schule besuchen. Ihre Freude erhält einen Dämpfer als ihr Sitznachbar Finn sich abweisend ihr gegenüber benimmt. Ob er ein Geheimnis hat oder etwas im Schilde führt? Ich weiß es, werde es euch aber nicht verraten.
Lest lieber selbst sonst verpasst ihr eine tolle Geschichte.
Weeny mochte ich sofort. Ich fand es toll, dass sie mehr auf ihr Herz hört und dann schonmal Regeln missachtet. Bei Finn hat es etwas gedauert bis ich ihn gemocht habe, aber dann fand ich ihn einfach nur liebenswert. Es gibt aber eine Figur, die mein Herz im Sturm erobert hat und das war der kleine Dämon Whisk. Seine Auftritte sorgten für Lacher meinerseits und brachten Atempausen, wenn die Spannung fast zu viel wurde.
Der Schreibstil der Autoren Thomas Poppe und Heiko Wolz ist kindgerecht. Nur die englischen oder gälischen Namen und Ausdrücke bereiten in Sachen Aussprache vielleicht Schwierigkeiten. Aufgrund der Erklärungen gibt es aber, genau wie bei den lateinischen Begriffen, keine Verständnisprobleme. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Weeny und Finn.
Die wunderschönen und detaillierten Illustrationen von Sarah Friede geben den Text zusätzlich sehr bildhaft wieder.
Gefallen hat mir, dass in die Geschichte Begebenheiten eingeflossen sind, welche die Kinder auch an normalen Schulen erleben. Da geht es z. B. zu Beginn darum, Freunde zu finden oder es wird schlecht über einen anderen Schüler geredet. Aber egal wie, was zählt sind Zusammenhalt, Freundschaft und Vertrauen.
Wer gerne spannende Bücher über Geister und Dämonen liest und sich auch vor etwas Grusel nicht fürchtet, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Morde in den traumhaften Highlands
Sturm über den Highlands von Sybille Baecker
Als in ihrer Heimat einige Schafe brutal getötet werden, reist die Privatermittlerin Alison Dexter in ihr Heimatdorf im Norden Schottlands und nimmt die Ermittlungen auf. Weitere Vorfälle bringen Unruhe in das Dorf, aber es sollte noch schlimmer kommen.
Ich war schon zu einem Wanderurlaub in den Highlands und gerate immer noch ins Schwärmen, wenn die Sprache darauf kommt.
Sybille Becker hat mir daher mit ihren Schilderungen der herben Naturschönheiten Glanz in die Augen gezaubert. Sie versteht es auch, die Bewohner dieses Landstrichs sehr treffend und facettenreich zu beschreiben. Sie machen nicht viele Worte, halten zusammen und man kann sich auf sie verlassen.
Bei diesem relativ unblutigen Krimi gibt es nicht wie gewohnt den einen aufzuklärenden Mordfall, sondern es reihen sich einige Vorfälle aneinander. Das bringt Abwechslung und lässt mich Vermutungen anstellen. Die Spannung wird langsam aufgebaut, kann dann aber auf dem Niveau gehalten werden.
Die sympathische Alison Dexter geht bei ihren Recherchen auch mal unkonventionelle, aber zielführende Wege. Ganz anders als Campbell, der zuständige Polizeichef. Er zaubert jedes Mal schnell einen Verdächtigen aus dem Hut, ohne überhaupt zu ermitteln oder handfeste Beweise vorweisen zu können.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und sehr bildhaft. Ich sah die Highlands, Burgen, Steinhäuser, Schafweiden und die raue Küste förmlich vor meinem inneren Auge. Ich bekam einen guten Einblick in die Schafzucht und auch in das harte Leben der Bewohner im Norden Schottlands. Allein schon wegen der mit viel Herzblut beschriebenen Kulisse werde ich diese Reihe weiterhin verfolgen.
Hat alles was ein Weihnachts-Wohlfühl-Roman braucht
Schneezauber über der Donau von Angelika Schwarzhuber
Eigentlich ist es noch ein bisschen früh im Jahr für einen Weihnachtsroman, auch wenn in den Läden schon Spekulatius und Lebkuchen ausliegen. Aber wenn es um einen Weihnachtsroman von Angelika Schwarzhuber geht, kann ich nicht auf die Adventszeit und Schnee warten.
Worum geht’s? Jasmin hat vor kurzem ihre Mutter verloren und will daher das erste Weihnachtsfest ohne sie auf den Kanaren verbringen.
Weit weg von Weihnachtszauber und Glockenklang. Aber als ihre Halbschwester Ariana Hilfe braucht, um ihre hoch über der Donau liegende Burg vor dem Verkauf zu retten, ist Jasmin zur Stelle.
Jasmin und Ariana habe ich sofort in mein Herz geschlossen, aber auch die meisten anderen Protagonisten fand ich sympathisch. Mein Herz im Sturm erobert haben die tierischen Statisten trotz ihrer nur kurzen Auftritte.
Angelika Schwarzhuber hat einen locker leichten Schreibstil. Diese Familiengeschichte ist wieder sehr liebevoll und mit viel Herzblut geschrieben. Ich mag den wertschätzenden Umgang der beteiligten Personen untereinander sehr. Aber der Roman würde sich nicht so realitätsnah anfühlen, gäbe es nicht auch Probleme, Streit, Schicksalsschläge und Missverständnisse. Aber mit etwas gutem Willen, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft können Hürden überwunden und vieles kann geschafft werden.
Ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein romantischer Weihnachtsmarkt, Schnee, sich anbahnendes Liebesglück und natürlich ein Happy End mehr braucht es nicht für einen herzerwärmenden Weihnachtsroman. Wenn einen dann noch einige Widrigkeiten des Lebens daran erinnern, dass es auch anders sein kann, finde ich es eine perfekte Mischung.
Einen romantischen Weihnachtsmarkt auf einer Burg im Schnee mit Blick auf die Donau würde ich auch gerne besuchen. Mal schauen, ob ich etwas in der Art finden kann. Bis es soweit ist, kann ich noch das ein oder andere Rezept aus dem Buch nachbacken.
Die Stadt hat mehr zu bieten als Hafen und Elphi
Baedeker SMART Reiseführer Hamburg von Dorothea Heintze
Los geht es mit einer Beschreibung und zugehörigem Foto der 10 Top-Ziele in Hamburg. Ich war erstaunt, dass ich davon bereits sieben besucht habe. Danach gibt es allgemeine Informationen zur Stadt, den Menschen, der Waterkant und weiteren Themen. So bekommt man schonmal ein Gefühl für diese Metropole.
Die fünf Hauptkapitel widmen sich den in der Klappen-Innenseite farblich gekennzeichneten Bereichen. Zur ersten Orientierung gibt es einen kurzen Text sowie einen Kartenausschnitt, in welchem die Sehenswürdigkeiten und Orte eingezeichnet sind, die einen Besuch wert sind. Ausführlichere Beschreibungen inklusive Einkehrmöglichkeiten, kulturellen Angeboten und Infos zu allem was das Herz sonst noch begehren könnte folgen. Mir haben die aufgeführten „Magischen Momente“ wie z. B. die Candlelight-Therme besonders gefallen.
Wer nicht einfach drauf los bummeln möchte, kann sich an eine der bereits ausgearbeiteten Tagestouren, Spaziergängen oder Radtouren halten.
Dieser Reiseführer mit seiner handlichen Größe und der Spiralbindung ist ideal für einen Besuch der Hansestadt. Neben dem herausnehmbaren Cityplan enthält er einen integrierten Stadtplan nebst Straßenverzeichnis sowie einen Plan der öffentlichen Verkehrsmittel. Gerade letzteres dürfte bei einem längeren Aufenthalt wichtig sein. Die praktischen Infos zur Vorbereitung, aber auch für den Aufenthalt runden das Angebot ab.
Dieser kompakte Reiseführer zeigt mir, dass es trotz bereits mehrerer Besuche immer noch viel zu entdecken gibt. Ein Grund mehr Hamburg mal wieder zu besuchen.
Die Qual der Wahl
Landlust Hausgemacht: Obstkuchen von Landlust
Dieses Backbuch von Landlust macht es mir wirklich nicht leicht, mich für einen Obstkuchen zu entscheiden, woran auch die appetitlichen Fotos schuld sind. Beim ersten Durchblättern habe ich gefühlt auf jeder zweiten Seite gedacht: den Kuchen backe ich auch. Jetzt musste ich nur entscheiden welchen ich zuerst ausprobiere.
Da inzwischen der Herbst Einzug gehalten hat, wurde es der Dinkel-Streuselkuchen mit Pflaumen. Nur so viel: das Rezept bekam ein Post-it zur Wiedervorlage für den nächsten Herbst.
Es gibt Rezepte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für jede Jahreszeit und jeden Geschmack. Im Frühjahr, Sommer und Herbst werde ich die Kuchen mit frischem heimischem Obst zubereiten. Im Winter kann ich auf Tiefkühlobst oder exotische Früchte zurückgreifen.
Die Rezepte sind in folgende sechs Rubriken eingeteilt: Kuchenklassiker; Fruchtiges vom Blech; Kleingebäck; Kuchen ohne Backen; Tartes und Pies sowie Kuchen und Torten. Zusätzlich gibt es eine Rubrik Wissenswertes mit Tipps und Tricks rund ums Backen. Toll finde ich, dass es dabei auch eine Umrechnungstabelle für unterschiedliche Springformgrößen gibt.
Was mir auch sehr gut gefällt, sind die Angaben vor jedem Rezept, besonders für welche Backformgröße das Rezept gedacht ist. Die Zeitangaben für Zubereitung, Kühlen, Backen und Auskühlen sorgen dafür, dass das fertige Produkt rechtzeitig für die Kaffeetafel fertig ist. Die übersichtlichen Zutatenlisten und verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind genau mein Ding. Außerdem gibt es zu fast jedem Rezept noch zusätzliche Tipps, Hinweise oder Erklärungen.
Ich bin ganz angetan von meiner neuen Errungenschaft und werde mich in den nächsten Monaten durch das vielfältige Angebot durchprobieren.
Heftige Thematik
Totensee von Sophie Czerny
Die suspendierte LKA-Kommissarin Ada Sabel ist auf der verzweifelten Suche nach ihrer entführten Tochter. Dabei ist sie ziemlich auf sich allein gestellt, denn außer einer Freundin glaubt ihr niemand. Während ihrer privaten Ermittlungen ploppen immer wieder bisher tief in ihrem Inneren verschlossene Erinnerungsfetzen auf, die echt heftig sind.
Wer steckt hinter dem Ganzen und wird sie Mara rechtzeitig finden?
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund vieler Zeitsprünge, Orts- und Perspektivwechsel nicht leicht. Im Verlauf der Erzählung wurde es besser. Ada fand ich auch unter Berücksichtigung ihres Ausnahmezustandes nicht sonderlich sympathisch.
Mir haben besonders die Ereignisse in Adas Kindheit sehr zugesetzt. Dieser Blick in menschliche Abgründe ging mir sehr unter die Haut. Auch wenn vieles nicht in aller Deutlichkeit beschrieben wurde, haben die Andeutungen gereicht, um mein Kopfkino in Gang zu setzen und sich das weitere Geschehen vorzustellen. Ich hätte mir eine Triggerwarnung gewünscht, denn dann hätte ich wahrscheinlich die Finger von dem Buch gelassen.
Insgesamt ein spannender Thriller, bei dem ich aber nicht alles logisch oder nachvollziehbar fand.
Zeit der Entscheidungen
Dreamslinger - Die Macht der Elemente von Graci Kim
Band 2 dieser außergewöhnlichen Fantasy-Reihe schließt nahtlos an den ersten Band an. Zum besseren Verständnis sollte man diesen vorher gelesen haben. Schon das prächtige grüne Cover mit den goldenen Elementen zieht meinen Blick magisch an. Danach tauche ich ab in die fantasievolle Welt, die Graci Kim erschaffen hat.
Das Geschehen treibt mich förmlich durch die Geschichte. Aria und ihre Freunde machen eine starke Entwicklung durch und müssen schwerwiegende Entscheidungen treffen. Mir gefällt, dass es anders als im ersten Band um mehr geht. Es geht um die Gier nach Macht und ihren Missbrauch, um Tod, Verlust und Trauer, aber auch um Hoffnung, Mut, Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe. Für viele Schmunzler zwischendurch sorgt der snackverliebte Blütendrache Rio.
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Gekonnt hat sie fantasievolle Elemente mit Besonderheiten und Riten anderer Nationen verknüpft, ohne dass es der Spannung Abbruch getan hätte. Dazu regen die Auswirkungen dieser Jagd nach Macht zum Nachdenken an. Wie weit würdest du für die Erfüllung eines Wunsches/Traums gehen?
Gedacht ist diese Reihe für Jugendliche ab ca. 10 Jahre. Es gibt einige Szenen, die meiner Meinung nach für diese Altersgruppe zu krass sind. Andererseits werden Jugendlichen heutzutage durch Social Media schon mit härteren Sachen konfrontiert.
Mir hat auch die Fortsetzung sehr gut gefallen und das Ende lässt auf weitere Abenteuer mit Aria, Leon, Tui und ihren Freunden sowie den tierischen Seelengefährten hoffen. Ich freue mich schon drauf.
Mit einem One-Way-Ticket in ein neues Leben
Tausche Büro gegen Boot von Jens Brambusch
Auch wenn ich nicht plane, den Rest meines Lebens auf einem Boot zu verbringen. Fand ich dieses Buch richtig interessant. Geplant hatte Jens Brambusch diese Veränderung in seinem Leben auch nicht von vorneherein. Erst nach Panikattacken, Angstzuständen und Burnout hofft er damit auf Besserung. Bis er dann auf seinem Boot an der türkischen Küste einziehen kann, gehen Monate ins Land.
Gut gefallen hat mir, dass ich den Autor durch seine Planungs- und Vorbereitungszeit begleiten konnte. Wahnsinn was es da alles zu bedenken gibt. Bisher habe ich mir auch noch nie Gedanken dazu gemacht, welche Arbeit ein Segelboot mit sich bringt und wie viele Teile es da so gibt. Ich habe viele Begriffe gelernt, obwohl gelernt der falsche Ausdruck ist. Spätestens nach 5 Seiten hatte ich die meisten Begriffe schon wieder vergessen oder aber deren Bedeutung. Aber vielleicht kann ich in entsprechender Gesellschaft mal mit Ausdrücken wie schwoien oder Gelcoat Eindruck schinden.
Toll fand ich wie sehr sich die Segler untereinander unterstützen, besonders die sogenannten Liveaboards, die dauerhaft auf dem Boot lebenden Segler. Eine eingeschworene Gemeinschaft, wo Nationalität oder Religionszugehörigkeit egal ist.
Jens Brambusch gibt uns auch einen sehr guten Einblick in das türkische Leben und räumt so mit einigen Vorurteilen auf, von denen ich auch mich nicht ganz freisprechen konnte. Wer hätte gedacht, dass es in der Türkei eine App gibt, mit der man fast alle Verwaltungstätigkeiten online abwickeln kann? Ich jedenfalls nicht. Da ich bisher noch nie in der Türkei war, fand ich diese Informationen besonders interessant.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, da der Autor neben dem Seglerlatein und seinen Fahrten immer wieder von Missgeschicken und schönen Momenten berichtet, sowie Anekdoten zum Besten gibt. Den Einblick in das Bootsleben fand ich zwar interessant, aber er hat mich auch darin bestätigt, dass dieses minimalistische Leben für mich nie in Frage käme. Umso schöner, dass es für Jens Brambusch der richtige Schritt war.
Verschafft einen guten Überblick
DUMONT Bildatlas Allgäu von Daniela Schetar
Mich zieht es ja eher in die nördlichen Gefilde an Nord- und Ostsee, aber vielleicht sollte ich dem Süden Deutschlands auch mal mehr Aufmerksamkeit schenken. Gedacht, getan und meine erste Wahl fiel auf das Allgäu. Der Bildatlas von Dumont erschien mir für einen ersten Eindruck und Überblick dazu passend.
Mir gefiel die Einteilung in fünf Regionen mit kurzen Informationen und entsprechendem Kartenausschnitt. Für größere Städte in der Region gibt es zusätzliche Tipps zu Unterkünften, Restaurants, Sehenswertes und vielem mehr. Wie von einem Bildatlas zu erwarten, gibt es viele tolle Fotos, die sofort Lust auf einen Urlaub im Allgäu machen.
Das Allgäu hat für jeden etwas zu bieten, egal ob man an Kultur interessiert ist, aktiv sein will oder einfach die herrliche Natur genießen möchte. Die Städte laden zu ausgedehnten Shoppingtouren ein und Entspannung findet man in zahlreichen Wellness-Hotels oder bei einer Kneipp-Woche.
Von deftiger Brotzeit über Teigtaschen zu Fleischküchle bis hin zu den süßen Mehlspeisen, den Käse nicht zu vergessen, kommt auch der Genuss nicht zu kurz. Da ist es gut, dass die Natur zum Abtrainieren der Kalorien direkt vor der Tür liegt.
Am Ende findet man noch eine Übersicht zu Festen und Festivals sowie praktische Informationen für die Reise ins Allgäu.
Ich bin jetzt angefixt und das Allgäu ist auf meine Urlaubsliste gewandert.
Bewegender Abschluss der Familiensaga
Zeit des Umbruchs von Tara Haigh
Weitere Jahre sind ins Land gezogen. Familie Berger hat inzwischen Finschhafen verlassen und ist nach einem weiteren Neuanfang in einer anderen Kolonie in Neuguinea weiterhin erfolgreich. Mit Paul und Marie rückt die nächste Generation in den Fokus. Aber auch in Friedrichs-Wilhelmshafen verläuft das Leben nicht ohne Probleme und Intrigen machtbesessener und gelgieriger Menschen.
Ihre Charaktere hat Tara Haigh nicht nur sehr lebensnah dargestellt, sondern auch realistisch weiterentwickelt. Bei mir hat sich mit jedem Band der Eindruck verstärkt, am Leben einer wahren Familie teilhaben zu können. Auch in diesem Band habe ich mit den Familienmitgliedern gelitten, getrauert, aber auch mich mit ihnen gefreut. In Verbindung mit den bildhaften Beschreibungen der Landschaft und Vorkommnisse spulte sich das Leben der Familie Berger wie ein Film vor meinem inneren Auge ab.
Historische Begebenheiten sind geschickt in den fiktiven Teil eingebunden. Und gerade diese Einbindung macht die historischen Romane der Autorin für mich so lesenswert. Dabei wählt Tara Haigh ganz bewusst vom Mainstream abweichende Handlungsorte aus. Von den Um- und Zuständen in Neuguinea hatte ich bisher, wenn überhaupt nur rudimentäre Kenntnisse.
Nun bin ich am Ende einer bewegenden Familiensaga angekommen und es heißt Abschied nehmen von Familie Berger. Gerne hätte ich noch erfahren wie es der nächsten Generation ergehen wird und vielleicht wird dieser Faden irgendwann ja noch wieder aufgenommen.
Mir bleibt nur noch, fünf glänzende Sterne zu vergeben und diese Reihe weiterzuempfehlen.











