Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lerchie:
Die Wilder Jagd
Die Geister der Rauhnächte von Sabrina Kreisle
Im Allgäu ziehen die Krampusse in den längsten Nächten der Welt durch die Straßen. Ein Mann wird ermordet und Antonia, eine Hexe, gerät in einen Fall, tiefer als jedes Verbrechen. Benedikt, ein Mann voller Geheimnisse, und sie folgen den Spuren okkulter Rituale, die während der Rauhnächte eine Macht erwachen lassen.
Eigentlich darf Antonia Benedikt nicht vertrauen und auch er soll ihr nicht zu nahe kommen. Doch die Anziehung zwischen ihnen wird immer stärker, Ein Krimi aus Spannung und Romantik vereint. Aus den Schatten der Legenden treten Rauhnächte, Krampus, wilde Jagd.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Antonia Stadler, die Hexe, sollte sich eigentlich von Benedikt fernhalten, und er sich von ihr. Und doch kommen sie sich näher. Ein Mann mit Krampusmaske wird ermordet und nicht viel später gibt es einen zweiten Toten. Toni und Benedikt haben sich verbündet. Die Polizei sucht im Schnitzermilieu nach jemandem, der sein Schnitzmesser nicht mehr hat. Benedikt schnitzt teilweise auch Krampusmasken. Und dann stellt Antonias Schwester Sonja eine Forderung, die Toni nicht erfüllen will. Warum nicht? Das erfährt der Leser beim Lesen des Buches, und natürlich auch was alles deswegen geschieht. Es hat mir sehr gut gefallen ist spannend, hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Eine Weiterempfehlung und fünf Sterne von mir.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Praxisnah, verantwortungsbewusst und mit vielen Übungen
Lebe deine Intuition und verbinde dich mit deiner Geistführung von Astrid Spirig
Dieses Buch ist der dritte Band der Autorin zum Thema Medialität, es ist aber auch sehr gut verwendbar, ohne die beiden anderen Bücher gelesen zu haben. Es geht um einen niederschwelligen und praxisorientierten Einstieg in die Verbindung mit dem Übernatürlichen, in uns und in der Welt.
Zuerst werden allgemeine Prinzipien dazu erklärt und es wird auf Chakren, Wahrnehmungskanäle und unterschiedliche Tiefenebenen der Entspannung und Trance eingegangen.
Sehr interessant ist, wie die Autorin beispielsweise erklärt, wie verschiedene Menschen zu verschiedenen Hellsinnen neigen und das auch viel damit zu tun hat, welche unserer Sinne sonst im alltäglichen Leben präsent sind. Beispielsweise wird ein visuell orientierter Mensch sich mit Hellsehen leichter tun, während es bei einem sehr auditiv orientierten Menschen vielleicht eher Hellhören ist. Trainieren lassen sich aber alle dieser Hellsinne und es wird auch beschrieben, wie.
Überhaupt ist es ein sehr praxisorientiertes Buch mit vielen einfach auszuprobierenden Übungen, um die eigene Medialität besser kennen zu lernen. Anschauliche Grafiken machen auch noch einmal leichter verständlich, worum es geht.
Sehr gut gefällt mir auch der verantwortungsbewusste Umgang der Autorin mit diesem sensiblen Thema, die Grenzen, die sie aufzeigt und selbst einhält und wie sie auch darauf eingeht, wie ein ethisch verantwortungsvolle Klientenberatung in der Praxis aussehen kann.
Insgesamt ist es ein sehr interessantes Werk, das ich allen, die für dieses Thema offen sind und die eigene Medialität besser kennen lernen möchten, sehr empfehlen kann. Vom Niveau her ist es bestens für Anfängerinnen und Anfänger geeignet, aber auch Fortgeschrittene werden sich bestimmt das eine oder andere daraus mitnehmen können.
Rezensionen von Pearl:
Alte Mythen
Der Abend der Seelen von Maria Laura Berlinguer
Die Geschichte der Abend der Seelen führt den Leser nach Sardinien in eine längs vergangene Zeit. Nach dem Tod von Irides Vater auf Sardinien, kommt sie wieder auf die Insel. Durch ihre Tante erfährt sie endlich mehr über ihre Familie und man geht mit ihr zurück in die Vergangenheit zu Mimi die von ihrem Vater unglücklich verheiratet wurde, sich aber dann in einen Piraten verliebt.
Eine verhängnisvolle Liebe, über die sich auf der Insel viele Geheimnisse ranken. Mimi die eines Tages verschwand und die Ururgroßmutter von Iride ist.
Fazit;
Eine mythische Geschichte, die sehr spannend daherkommt. Sagen die noch heute auf Sardinen präsent sind. Mythen über verstorbene Seelen die am ersten November wieder erscheinen. Die Handlung ist daher sehr fesselnd, es geht hier auch um einen großen Verrat und viele Intrigen und die große Liebe.
Rezensionen von Pearl:
Nachdenken übers Leben
Alte Pfade von Alexa Hennig von Lange
Lilianes Vater ist sehr krank, trotzdem fährt er nach Schottland um noch einmal wie in einer Jugend durch die Highlands zu wandern. Leider scheitert sein erster Versuch. Man findet ihn und er landet mit einem Herzinfarkt im Krankenhaus. Seine Tochter Liliane reist sofort zu ihm. Doch der Vater lässt sich nicht aufhalten und bricht wieder, trotz seines desolaten Zustandes auf um zu wandern.
Liliane geht sofort mit ihm. Sie beobachtet ihn dabei wie der immer schwächer wird es aber schafft durchzuhalten. Als die Beiden so durch die Einsamkeit wandern, kommen sie sich wieder näher und können auch ihre gemeinsamen Erlebnisse wie den frühen Freitod von Lilanes Mutter aufarbeiten.
Fazit:
Eine nicht einfache Handlung über das Altwerden und Sterben. Die Autorin hat hier einen gefühlvollen und sehr bewegenden Roman geschrieben, der einen aufwühlt. Wunderbar die Naturbeschreibung der schottischen Highlands.
Rezensionen von Kate:
Spannung trifft auf privates Chaos
Aschermittwoch von Beate Winter
Nach einem Rosenmontagsball wird Romy Seifert ermordet aufgefunden. Kommissar Frommelt ermittelt und stößt auf mehrere Verdächtige. Eifersucht, alte Liebe und eine geheimnisvolle Frau, machen den Fall immer komplizierter.
Ich bin gut in den zweiten Fall rund um Kilian Frommelt gestartet. Da mir einige Personen bereits aus dem ersten Band bekannt waren, fiel der Einstieg etwas leichter.
Die Geschichte ist von Anfang an mysteriös und geheimnisvoll und hat mich schnell weiterlesen lassen.
Kilian Frommelt ist dabei alles andere als ein glattgebügelter Ermittler. Beruflich weiß er durchaus, was er tut, privat wirkt er dagegen oft ziemlich orientierungslos. Ich möchte ihn manchmal wirklich schütteln, wenn er sich wieder so unbeholfen benimmt.
Sein Privatleben nimmt in diesem Buch stellenweise sehr viel Raum ein, sodass ich zwischendurch das Gefühl hatte, der eigentliche Kriminalfall müsse regelrecht gegen Frommelts Privatleben um Aufmerksamkeit kämpfen.
Der Fall selbst hat mir gut gefallen, auch wenn viele Spuren lange ins Leere liefen. Besonders wichtig ist mir bei einem Krimi nicht nur das „Wer?“, sondern vor allem auch das „Warum?“.
Die Auflösung war für mich nachvollziehbar und stimmig, auch wenn sie mich nicht mehr ganz überraschen konnte.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Nichts ist perfekt
Aprikosenkind von Judith Merchant
Ich mag den Schreibstil von Judith Merchant sehr – ihre Bücher sind immer eine Garantie für spannungsgeladene Lesestunden und so habe ich mich auf ihr neues Buch „Aprikosenkind“ sehr gefreut :
Das Cover und der wunderschöne, zum Thema passende Farbschnitt sind schon optisch ein Highlight und lassen erahnen, was da auf einen als Leser/in auf einen zukommt.
Nathalie, Gabriel und Ruby leben ein scheinbar perfektes Familienleben auf dem Land. Doch nachdem im Kindergarten ein verstörendes Bild auf Rubys Initiative hin gemalt erscheint, beginnt nach und nach die perfekte Idylle zu verblassen.
Eine unfassbar düstere Atmosphäre und das unterschwellige Böse, dass einen beim ersten Lesen über die Kapitel begleitet, bringen durchaus auch Gänsehaut mit sich. Judith Merchant versteht es, den Leser / die Leserin in einen Sog zu ziehen, dem man sich nicht entziehen kann. Man merkt beim Lesen vor lauter Spannung kaum, wie die Seiten fliegen.
Ein Spannungsbogen, der sich über das komplette Buch hinweg aufrecht hält und Gänsehaut-Momente, die die Autorin gekonnt in ihrem Thriller verteilt – wer mal wieder richtig in einen tollen Thriller eintauchen möchte, der ist bei „Aprikosenkind“ genau richtig.
Für mich eines der Highlights in diesem Jahr und deshalb gibt es von mir eine absolute Empfehlung dafür.
Das Buch „Aprikosenkind“ von Judith Merchand ist am 01. Oktober 2026 beim KiWi-Verlag erschienen.
Rezensionen von robertp:
Wir suchen einen Auftrag
Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman
Das Titelbild zeigt prominent drei Personen, zwei Frauen und einen Mann. Eine schwarze Katze sitzt zu Füßen einer älteren Dame und im linken Hintergrund sieht man eine (vielleicht) toskanische Villa. Rechter Hand ein Aufkleber (?) mit den Worten „vom Autor des Mordclubs“. Ja Richard Osman hat schon eine biografische Altlast und auch dieser Roman ist der zweite Band einer Serie.
Die Detektei „Wir finden Mörder“ ist wieder aktiv. Die junge Personenschützerin, die ältere Krimischriftstellerin und der eigentliche Detektiv (im Ruhestand) sind wieder im Einsatz.
Zunächst nur im Zuge einer Buchpräsentation, aber in Kürze schon wird ein neuer Fall an das Trio herangetragen werden. Ein, sich in der Toskana zurückgezogener, Krimineller, Vern Blackwoods, bö sucht die Aufklärung eines Todesfalls in seiner Villa. Die Polizei kann und will er nicht einschalten, aber den Fernsehapparat und wen sieht er dort in einer Talkshow? Genau Rosie, die ihren neuen Roman promotet und schon erfolgt ein Anruf bei der Detektei.
Was nun folgt ist eine atemberaubende Jagd um den halben Globus, nach einem Phantom, einem Schatten und Auftragskiller, der die Konkurrenten von Vern ausschaltet. Kann es dem Trio gelingen den Mörder rechtzeitig zu finden?
Mit viel Humor und Liebe beschreibt Osman seine drei ProtagonistenInnen und ihre inneren Spannungen, die seit der Gründung ihrer Zweckgemeinschaft aufgetreten sind. Die Figuren der Detektei werden uns LeserInnen nahegebracht. Wir erfahren von den Sorgen und Problemen der Protagonisten.
Der Roman liest sich wie in einem Fluss, immer neue Wendungen lassen die Aufmerksamkeit nicht abschweifen. Die Lösung des Falles bleibt auch nach knapp vierhundert Seiten offen und führt letztlich zu einem logischen Ende.
Für alle die britischen Humor lieben und eine gute und spannende Abenteuergeschichte zu schätzen wissen. Die handelnden Personen werden mit ihren Ängsten und Nöten in humorvoller Weise beschrieben und wachsen einem beim Lesen immer mehr ans Herz. Die Geschichte ist spannend und man wird bis zur letzten Seite unterhalten.
Normalerweise meldet sich ja niemand, der gerade eine Leiche eingegraben hat, bei den Behörden, aber das Triumvirat wird es schon richten. Ein „heißer“ Tatort und dolce vita Italien verspricht viel Spannung und noch mehr Spaß.
Rezensionen von LeserinLu :
Bitterböse
Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester
Als „Rachekomödie“, wie der Roman im Klappentext angekündigt wird, würde ich den Roman definitiv nicht bezeichnen. Dafür fand ich die Geschichte viel zu düster und stellenweise beklemmend. Für mich war es eher eine Mischung aus Psychothriller und bitterböser Gesellschaftssatire. Genau das hat für mich richtig gut funktioniert.
Kate führt mit ihrem Mann Jack ein scheinbar perfektes Leben. Doch als eine erfolgreiche Netflixserie intime Details ihrer Ehe aufgreift, gerät ihre Welt aus den Fugen. Kate will herausfinden, wer hinter der Serie steckt und warum jemand versucht, ihr Leben zu zerstören. Gleichzeitig gerät auch das Leben der jungen Autorin Phoebe zunehmend aus den Fugen. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt, wie die verschiedenen Personen miteinander zusammenhängen und wer wohl was als Nächstes tun wird. Immer wieder gab es neue Hinweise und Wendungen, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Daneben steckt der Roman voller treffender Beobachtungen über Beziehungen, gesellschaftliche Erwartungen, den Literatur- und Medienbetrieb und darüber, wie schnell Privates zur öffentlichen Unterhaltung werden kann. Vieles davon ist zugespitzt, aber gerade dadurch auch ziemlich bissig.
Insgesamt habe ich den Roman richtig spannend gefunden und sehr gerne gelesen. Wer allerdings eine humorvolle Rachekomödie erwartet, könnte überrascht sein. Wer Lust auf einen ungewöhnlichen, gesellschaftskritischen Psychothriller mit schwarzem Humor hat, dürfte hier deutlich besser aufgehoben sein.
Rezensionen von verhei:
ruhig mit viel detaillierter Betrachtung - typisch japanische Literatur
Akikos kleines Café von Yoko Mure
Akikos Mutter Kayo stirbt unerwartet und hinterlässt ihr ein Haus mit traditioneller Kneipe und Wohnung darüber. Doch Akiko hat ihren eigenen Beruf. Sie arbeitet als Lektorin bei einem Verlag und betreut vor allem Kochbücher. Doch Akiko entscheidet sich ihr Leben umzukrempeln und ein minimalistisches Cafe zu betreiben.
Angeregt und unterstützt durch eine bekannte Köchin, die sie im Zuge ihrer Arbeit beim Verlag getroffen hat. Sie findet eine wundervolle Küchenhilfe, mit der sie perfekt harmoniert. Privat liefert der ehemalige Streunerkater Taro Ausgleich.
Als Leser folgt man Akiko bei ihrem neuen Alltag im Cafe und im Privaten. Durch Kapitel in Rückblende erfährt man wie die Eröffnung des Cafes ablief. Doch neben den Schilderungen über die Arbeit im Cafe und der Essenszubereitung, nimmt die Gefühlswelt, bzw. zwischenmenschliche Beziehungen viel Raum ein. Dies geschieht vor allem im Fortlauf des Buches, wodurch das Cafe immer mehr in den Hintergrund gerät.
Wie bei anderen japanischen Büchern liegt hier viel Fokus auf der Schilderung eines Momentes und dem Einfangen einer Atmosphäre. Detailliert wird über die Zubereitung von Mahlzeiten geschrieben, dem Reinigen einer Wohnung, und einem Spaziergang durch ein Stadtviertel. Auch Trauer und der Umgang damit wird genau beschrieben. Dies lässt einen doch sehr zur Ruhe kommen und ist fast meditativ. Man darf sich allerdings keine großen Themenwechsel, Spannungswechsel und packende Handlung erwarten.
Man bekommt dafür aber einen entspannenden Einblick in den japanischen Alltag und den etwas anderen Umgang bzw. Wertigkeit von Essen und Trauer. Alles sehr ruhig, entschleunigt, ja fast schon meditativ. Geschickt werden Emotionen der Charaktere eingefangen. Der Fokus liegt auf den kleinen Momenten, an manchen Stellen fast wie das detaillierte Betrachten eines Gemäldes.
Definitiv ein etwas anders Leseerlebnis, vor allem wenn man noch keine japanische Literatur gelesen hat.
Rezensionen von LeserinLu :
Grundlagen
Bärenstark durchs Leben von Ingo Froböse; Martina Schößler
„Bärenstark durchs Leben“ möchte Familien dabei begleiten, Ernährung, Bewegung und Erholung ganz selbstverständlich in den Alltag einzubauen. Das Konzept setzt dabei nicht auf strenge Regeln, sondern auf gemeinsame Aktivitäten und spielerische Impulse, was eigentlich eine schöne Idee ist. Zu Ernährung und Bewegung werden wichtige Grundlagen für Menschen vermittelt, die sich noch nicht damit auseinandergesetzt haben.
Bei den Rezepten war ich allerdings etwas zwiegespalten. Manche fand ich eher überflüssig, zum Beispiel die Frühstücksideen mit Overnight Oats, die für mich nichts Neues waren. Andere wiederum haben mir richtig gut gefallen, gerade die kreativeren Snackideen für den Nachmittag. Hier habe ich tatsächlich ein paar Anregungen mitgenommen.
Gerade bei einem Buch, das sich ausdrücklich an Kinder ab drei Jahren richtet, hätte ich mir eine kindgerechtere Gestaltung gewünscht. Dieser Teil wirkte auf mich insgesamt etwas lieblos. Es fehlten mir vor allem Fotos und bunte Illustrationen, die Kinder direkt ansprechen und zum Mitmachen einladen.
So bleibt für mich ein Buch mit einer guten und grundsätzlich zeitgemäßen Idee, das mich in der Umsetzung aber nicht ganz überzeugen konnte. Für Eltern finden sich durchaus einige schöne Anregungen, für die Kinder selbst hätte ich mir deutlich mehr spielerische und visuelle Elemente gewünscht.











