Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Ein Mann erinnert sich an seine Kindheit mit seinem Großvater
An Großvaters Hand von Michael Krüger
Was mir an dem Buch so gut gefiel, war das Cover, auf dem der kleine Junge so vertrauensvoll die Hand seines Großvaters hält. Dazu der herbstliche Baum und die schönen Farben.
Der Autor Michael Krüger berichtet von seiner Kindheit, die er in den ersten Lebensjahren bei seinen Großeltern auf dem Bauernhof verbrachte.
Er ist ein Kriegskind und seine Eltern wollten ihn nicht im zerstörten Berlin groß werden lassen. „Die Russen“, die im Leben des kleinen Jungen allmächtig und abschreckend waren, haben einen Verwalter für den Hof eingesetzt und die Großeltern müssen sich mit ihrem Enkel auf ein Zimmer mit Plumpsklo beschränken. Natürlich leidet so ein Kind nicht so sehr unter den Umständen, während sein Großvater eine große Traurigkeit ausstrahlt. Er zeigt dem Kind die Natur, mit ihren Pflanzen und Tieren. Michael darf sogar mit vier Jahren draußen übernachten. Wenn es auch keine ganze Nacht war, die er in der Dunkelheit verbracht hat, so schwärmt er noch heute davon. Mit Beginn der Schule zieht er dann zu den großen Geschwistern und den Eltern nach Berlin, hier kommt er auf ungewöhnlichem Wege an eine Schildkröte.
Gerade wenn man selbst keine Großeltern hat, die von früher erzählen, ist so ein kleiner Erzählband eine feine Sache. Mich haben auch die warmen Illustrationen im Buch erfreut.
Schade fand ich, dass das Schulkind wohl nicht mehr die Großeltern besucht hat oder er hat es einfach nicht mehr erwähnt.
Rezensionen von Daggy:
Unsere Gesellschaft und ihre Klassen
Klassenbuch - Wer gewinnt im Spiel des Lebens? von Gerda Raidt
Unter einem Klassenbuch hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt und ich denke, so ist es auch beabsichtigt. Denn dieses Klassenbuch beschreibt die Klassen unserer Gesellschaft, die es immer noch gibt und wie ich befürchte, immer geben wird.
Eine kleine Fotogalerie beginnt mit einem Babybild und auf dem letzten Foto geht der kleine Junge mir der lustigen Zahnlücke in die Schule.
Da sitzt er mit seinen Mitschülerinnen und Mitschüler in der Klasse. Was werden sie wohl mal werden? Ist das, was jetzt folgt ein großes Spiel? Uns werden Personen vorgestellt, die sich durch ihre Kleidung sehr voneinander unterscheiden, durch kleine Infos werden wir auf die Unterschiede hingewiesen. Aber stimmt das, was behauptet wird oder sind es Vorurteile? Wir unterscheiden uns auch durch unsere Sprache oder durch unsere Tischgewohnheiten. Wir lieben unterschiedliche Musik und Kunst und treiben verschiedenen Sport. Aber auch unsere Vor- und Nachnamen sind sehr verschieden und sie führen eventuell dazu, dass wir einen Job oder eine Wohnung nicht bekommen. Wo und wie wir wohnen, liegt u.a. am Einkommen und an der Herkunft. Vielleicht fühlen wir uns nicht dazugehörig, weil wir irgendwie anders sind und uns dadurch ausgegrenzt fühlen?
Neben den vielen kleinen Bildern, die die beschriebenen Menschen und Situationen abbilden, gibt es kurze Texte und gelb unterlegte Sterne. Auf diesen Sternen sind Aussagen wie „Das ist doch schrecklich ungerecht“ oder „Und hat man das dann verdient?“ gedruckt. Diese Aussagen werden sicher zu Diskussionen bei den Leserinnen und Lesern führen und dafür ist dieses Buch sicher auch gedacht. Es endet mit einem Text der „Aber eigentlich müssen wir die Regeln ändern!“ überschrieben ist. Und ich frage: „Warum eigentlich?“
Rezensionen von Daggy:
Dieses Buch solle jeder lesen!!!
Noch mal sehen wir nicht weg! von Andrée Poulin
Wir sehen viele hundeähnliche Wesen in Kleidung auf dem Cover, sie alle halten sich an den Händen.
Der weiße Hund im braunen Anzug, ist der Großvater von dem hier berichtet wird. Aber zunächst gibt es eine Warnung des Enkels vor der Gleichgültigkeit. Der Großvater steht auf der Terrasse seiner Villa und schaut in eine friedliche Landschaft, doch „niemand ahnt, dass die Kaltschnauzen sie beobachten.
“ Dann sehen wir sie schon, graue Hunde mit brauen uniformartigen Anzügen und einer schaut durch das Fernglas ins Tal.
Im Ort wohnen Rotfüchse friedlich mit den anderen zusammen, sie werden freundlich gegrüßt. Doch die Kaltschnauzen finden sie zu Rot, sie passen nicht ins Stadtbild. So führen die Kaltschnauzen sie ab und wie alle hat der Großvater geschwiegen. „Er war ja kein Rotfuchs.“ Auch die Wölfe bestellten bisher friedlich ihr Feld, bis die Kaltschnauzen fanden, sei gehörten nicht hierher, weil sie ihren Acker haben wollen. Wieder hat der Großvater nichts unternommen.
Doch nachdem vieler der Abgeführten in Umerziehungslagern umkamen, hassten die Kaltschnauzen auch große Hunde, besonders, wenn sie superreich waren, wie der Großvater. „Als die Kaltschnauzen meinen Großvater holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
Die Autoren wurden angeregt von den Worten Martin Niemöllers aus dem Gedicht „Habe ich geschwiegen“.
Gerade in dieser Zeit, die leider immer häufiger mit 1933 verglichen wird, ist es wichtig zu begreifen, dass wir jetzt nicht wegsehen dürfen und hoffen, dass es vorbei geht, ohne dass es uns trifft. Meine Familie hat keine Verfolgung erlebt und sie war nicht in der Partei, was auch immer das beweis kann. Aber trotzdem bleibt die Schuld, dass keiner etwas unternommen hat. Ich hoffe, dass wir diesmal mutiger sind und dieses Buch kann vielleicht aufrütteln. Mich hat es betroffen gemacht und nachdenklich. Bitte schaut es euch an!
Rezensionen von Daggy:
Voller Wunder und wunderschön
Marias Weihnachtsgeschichte von Mathilde Stein
Auf dem Cover sehen wir die junge Maria, die ziemlich wütend ausschaut.
„Stell dir mal vor…“ so beginnt das Buch und wir werden aufgefordert in die Rolle der Maria zu schlüpfen. Sie ist gerade mal 14 oder 15 Jahre alt und soll schon heiraten. Dann macht sie sich auf, um Wasser zu holen und auf dem Rückweg begegnet ihr ein Engel.
Das Mädchen ist so erschrocken, dass sie den Krug mit Wasser loslässt und er klirrend zerbricht. Der Engel beruhigt Maria mit netten Worten und nennt ihr den Namen, der das Kind, das sie bekommen wird, tragen soll. Als sie dem Zimmermann Josef von ihrer Schwangerschaft erzählt, wird der schrecklich wütend und zerstört in seiner Wut Möbel, die er schon für Haus gemacht hat. Doch über Nacht beruhigt er sich wieder und am Morgen überrascht er Marie mit einer Wiege.
Neben der gut verständlich erzählten Geschichte, die wir schon so oft gelesen und gehört haben, sind die Illustrationen so passend gezeichnet, dass ich mich direkt in die Landschaft hineinversetzt gefühlt habe.
Diese Buch werde ich ganz sicher in diesem Advent und zu Weihnachten vorlesen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die neben den Geschenken und dem Baum, den Grund erfahren möchten, weshalb wir Weihnachten feiern. Auch wenn sie selbst nicht an Jesus glauben.
Rezensionen von Petra Sch.:
Fotos vom Gardasee: ein spannender 4. Fall für Lanza & Zeitler
Salute - Das letzte Foto von Friedrich Kalpenstein
Im 4. Fall der Salute-Reihe wird der 78jährige Domenico Spina, Besitzer eines Fotoladens in Bardolino, tot auf einem Felsvorsprung gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass er vom Abhang gestoßen wurde.
Kommissar Lorenzo Lanza hat auch schnell einige Verdächtige gefunden: Emma, die Nichte Spinas und Alleinerbin; Eduardo Silvestri, ein konkurrierender Fotograf und Bruno Bassi, ein Immobilienmakler, der die Häuserzeile, in der Spiras Haus steht, aufkaufen und renovieren will.
Ich war sofort wieder mitten in der wunderschönen Stadt Bardolino am Gardasee, man bekommt richtig Urlaubsfeeling! Das italienische Lebensgefühl wird so lebendig dargestellt; und alle handelnden Personen haben Ecken und Kanten.
Paul Zeitler, Hauptkommissar a.D. aus München, der in Bardolino ein Café betreibt, ist mir ja seit Band 1 ans Herz gewachsen. Nun hat er auch endlich einen Mitarbeiter: Emil, der zwar sehr altklug, aber auch sympathisch und geschäftstüchtig ist. Ich freue mich sehr, in einem nächsten Band mehr von ihm zu lesen!
Mit Lanza bin ich zu Beginn immer noch nicht so ganz warm geworden, doch in diesem Band taut er tatsächlich auf! Und er nimmt Zeitlers tolles Ermittlergen endlich ernst und seine Hilfe in Anspruch. (Jaa, Paul, der nun im Ort zu Paolo geworden ist, war natürlich super neugierig! Und hat wieder sehr zum Erfolg der Ermittlung beigetragen.) Und ich war ganz erstaunt: die beiden werden wohl langsam wirklich sowas wie Freunde.
Aber ob Zeitler jemals italienisch lernen wird?! ;)
Die Fotografie wurde sehr interessant dargestellt. Und auch die korrupte Immobilienwirtschaft, und mich welchen Mitteln dabei vorgegangen wird, ist (leider) sehr realistisch veranschaulicht.
Der Fall selbst war total spannend, und der Autor hat jede Menge Verdächtige geliefert, sodass man toll miträtseln konnte. Und jeder hatte ein handfestes Motiv. Ich muss ja zugeben, dass ich leider auf der falschen Fährte war.
Somit hat mich die Auflösung überrascht, die jedoch authentisch und nachvollziehbar war. Auch der gefährliche Showdown hat super gepasst.
Fazit:
Ich liebe das italienische Flair; das malerisches Gardasee-Feeling, und den spannenden Fall um einen toten Fotografen. Schön, dass Lanza und Zeitler nun wirklich zu einem Ermittler-Duo zusammenfinden. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit dem ungleichen Duo!
Rezensionen von Ryria:
Gefühle in Worte fassen
Der Briefladen, in dem ich dich fand von Baek Seungyeon
Die Autorin nimmt uns wieder mit nach Seoul, hinein in einen Briefladen und in die (Gefühls-)Welt der Mitarbeiter. Im Fokus steht hierbei Hyoyeong, die seit einigen Monaten von Yeonggwang getrennt ist und ihm nun nach langer Zeit wieder begegnet. Gleichzeitig läuft ihr aber auch ihr alter Freund Donggyu über den Weg, doch für wen schlägt ihr Herz?
Ich kannte den ersten Band noch nicht, wurde aber gut vom Buch in Empfang genommen.
Gleich zu Beginn gibt es eine Personenübersicht mit kurzer Zusammenfassung und Hinweis zur Aussprache der koreanischen Namen. Die ersten Seiten waren ein wenig herausfordernd durch die ungewohnten Namen und Handlungsorte, jedoch habe ich danach auch ohne Vorwissen erstaunlich gut in die Geschichte hineingefunden.
Durch die Übersetzung und den Charakter des Buches ist der Schreibstil vielleicht ein wenig ungewöhnlich und Geschmackssache, ich fand es aber doch sehr angenehm zu lesen insgesamt.
Besonders schön waren die vielen kleinen Zitate und Textstellen, die ich auch öfters doppelt gelesen habe, da es berührende oder kluge Worte waren. Falls jemand Sachen in Bücher markiert, hier gibt es wirklich ganz viel dafür.
Aber auch die normalen Gespräche zwischen den Charakteren und die verschiedenen Briefe haben mir sehr gefallen, da ist viel Liebe in die Worte geflossen. Dies liegt teilweise auch daran, dass tatsächlich echte Briefe ihren Einzug ins Buch gefunden haben, was ich als tolles Detail empfunden habe, die Gefühle waren so extra authentisch.
Auch die erfundenen Elemente der Geschichte konnten mich überzeugen, so habe ich den Briefladen als einen interessanten Wohlfühlort aufgenommen. Hierbei mochte ich die Idee des Penpal Services sehr, davon hätte ich auch gerne noch viel mehr gelesen. Generell kam mir die Handlung im Briefladen manchmal ein wenig zu kurz, was aber vielleicht auch meiner Neugier geschuldet war, da ich den ersten Band noch nicht kannte.
Das Liebesdreieck hätte es für mich jetzt nicht unbedingt gebraucht, allerdings hat es dann doch zu einigen witzigen (und auch emotionalen) Szenen geführt. Generell habe ich die Entwicklung der Gefühle gerne verfolgt, nicht nur bei den Hauptcharakteren, sondern auch bei den ganzen Nebenfiguren. Viele sind mir regelrecht ans Herz gewachsen und immer wieder habe ich auch richtig mitfühlen können.
Insgesamt ein sehr warmherziger Roman, der mit berührenden Textstellen und einem tollen cozy Setting punkten kann.
Rezensionen von Kwinsu:
Für die Ideale kämpfen
Tage am Fluss,1 Audio-CD, 1 MP3 von Jochen Mariss
Sarah übt einen ungewöhnlichen Beruf aus: sie ist Fährfrau an einem Fluss, der ihr Dorf von der nächsten Stadt trennt. Sie lebt sehr einsiedelig auf einem kleinen Hof, umgeben von Tieren und viel Natur. Sie ist eine zurückgezogene Frau, die kaum jemanden an sich heranlässt. Dies ändert sich aber, als eines Tages Leon auf ihrer Fähre landet - ohne Geld und mit vielen Geheimnissen.
Er bringt nicht nur Sarahs Leben durcheinander, sondern zeigt ihre auch, für was es sich zu kämpfen lohnt.
Jochen Mariss legt mit "Tage am Fluss" einen ruhigen, aber berührenden Roman vor, der zeigt, dass Fortschritt nicht immer das Beste für alle ist und das die Natur einerseits unberechenbar, andererseits aber irrsinnig schützenswert ist. Der Autor schafft vor allem durch atmosphärische Naturbeschreibungen, einprägsame Bilder in den Kopf zu zaubern. Die Charakterzeichnung hingegen ist für meinen Geschmack an der ein oder anderen Stelle etwas übertrieben. So ist Leon ein Bobo-Idealist der Sonderklasse. Seine oberste Priorität ist es, die Natur zu schützen, was grundsätzlich sehr lobenswert ist, ganz so abkaufen konnte ich es ihm jedoch nicht immer. Sarah hingegen stößt fast jeden von sich ab, sie hat eine harte Schale, aber natürlich einen weichen Kern. Das Abwechseln dieser zwei Pole ist meines Erachtens nicht immer gelungen, denn auch dies wirkt teilweise leicht übertrieben. Auch Sarah kämpft für ihre Sache - denn sie will ihren eher mau rennenden Lebensunterhalt - das Fährgeschäft - freilich um jeden Preis erhalten. Es gibt aber Gegenspieler, die ihr Rückgewandtheit vorwerfen und auf Biegen und Brechen eine Brücke für den Fortschritt errichten möchten. Auch diese Figuren sind für mich etwas zu platt und stereotyp gelungen. Und dann gibt es auch noch Themen, die Leon lange verschweigt, die dann, als sie aufgelöst werden, etwas zu konstruiert wirken.
Trotz dieser kritischen Anmerkungen muss ich sagen, dass ich das Hörbuch wirklich sehr gern gehört habe. Das Buch wird jeweils abwechselnd aus der Sicht von Sarah sowie jener von Leon erzählt, was einen wirklich gelungenen Perspektivwechsel ausmacht. Was ich am Hörbuch besonders mochte, sind die Erzählstimmen: Sarahs Part wird von Heike Warmuth gelesen, jener von Leon von Nils Kretschmer. Beide Sprecher*innen haben tolle und angenehme Stimmen und erzählen die Geschichte sehr lebendig und glaubwürdig. Ihnen gelingt es, die besondere Atmosphäre der Natur und des Dorfes perfekt in Szene zu setzen.
Mein Fazit: "Tage am Fluss" ist ein Roman mit atmosphärischer Natur- und Dorfbeschreibung, dessen Charaktere vielleicht manchmal etwas überspitzt gezeichnet sein mögen. Sie kämpfen aber mit glaubhafter Vehemenz für ihre Anliegen und lassen auch persönliche Entwicklung zu. Das Hörbuch dazu ist sehr gut gelungen. Wer einen ruhigen Roman mit klarer Botschaft und bildhafter Sprache sucht, ist hier genau richtig.
Rezensionen von Tara:
Über Liebe, Verrat und Rache
Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester
„Das habe ich wegen dir getan“ ist ein unterhaltsamer, aber auch überaus bösartiger Roman des Autors John Lanchester.
Handlungsort ist London. Das gut situierte Ehepaar Jack und Kate ist glücklich verheiratet. Intern machen sie sich gerne über ihre Freunde lustig, geben sich aber nach außen gut verträglich und genießen das gesellschaftliche Leben.
Nach Jacks plötzlichem Tod kommt eine neue Netflix-Serie - „Betrug“ - heraus und Kate muss zu ihrem Entsetzen feststellen, dass es in ihr um ihr Eheleben geht. Diese Details kann niemand außer ihr und Jack wissen. Hatte Jack eine Affäre mit der Drehbuchautorin?
Das Grundthema ist hier Rache und die wird hier in den unterschiedlichsten Formen verübt. Teils vorhersehbar, aber ich wurde auch immer wieder dermaßen überrascht, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
Die Charaktere sind gut angelegt. Allerdings fiel es mir schwer Sympathien zu entwickeln. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt ein Buch mit so vielen unsympathischen Personen gelesen habe. Aber auch das hat gut gepasst.
Dieser Roman ist bitterböse und humorvoll, so dass ich von Beginn an gefesselt und gleichzeitig auch immer wieder entsetzt war. Der Autor beschreibt vieles sehr detailliert, wodurch mir einige Stellen ein wenig langatmig erschienen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass jedes Detail wichtig war.
Wer britischen Humor, ein wenig Gesellschaftskritik, richtig bösartige Racheaktionen und lebendige Dialoge mag, dem kann ich diesen Roman empfehlen.
Rezensionen von nuean:
Ein toller 3. Band, viel Gefühl und Spannung
Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán
Seit dem ersten Band der Willow Falls Reihe, möchte ich wissen, was zwischen Reese und Owen läuft. Und jetzt geht es im 3. Band endlich um die Beiden. Als Reeses Haus bei einem heftigen Sturm unbewohnbar wird, kommt sie bei Owen unter. Was nur für eine Nacht sein sollte, ändert sich als Owens Bruder Hunter unerwartet auftaucht und denkt Reese und Owen wären verlobt.
Reese willigt ein, das Spiel für kurze Zeit mitzuspielen, aber die gemeinsame Zeit, dass nicht nur Owen Gefühle hat.
Reese war schon in den letzten Bänden, eher die beherrschte, hart arbeitende Ärztin in Willow Falls, die zwar Dates hatte, aber keinen Mann nah an sich ranlässt, seit sie von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit betrogen und sitzen gelassen wurde. Und Owen kennt man auch schon, der beste Freund von Jared, der Reese mit Haut und Haaren verfallen ist.
Die Geschichte der beiden ist einfach zauberhaft. Wie sie sich langsam annähern, Owen der wirklich alles gibt und Reese, die nicht ganz unempfänglich dafür ist. Viel kann ich ohne zu spoilern nicht sagen, aber ich liebe die Vibes in Willow Falls, die alten und die neuen Charaktere. Es gibt viel Humor, Gefühl und auch Spannung. Für mich bis jetzt der Beste Teil der Reihe. Ich bin sehr gespannt auf Ryders Geschichte.
Fazit: Für mich bis jetzt der Beste Teil der Reihe.
Rezensionen von Odina:
Skandinavische Spannung
Weißer Rausch von Anu Ojala
„Weißer Rausch“ von Anu Ojala handelt von einer Mordserie im eisigen Grenzgebiet zwischen Finnland und Schweden. Kommissarin Ronja Jentzsch ermittelt in brutalen Verbrechen, einer tödlichen neuen Droge und rätselhaften Spuren nach Schweden. Die Autorin schreibt sehr flüssig, bildhaft und atmosphärisch dicht.
Besonders die eisige, raue Umgebung wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort mitten im Geschehen fühlt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Spannung ist von Anfang an hoch und hält sich bis zum Schluss. Ich wollte ständig wissen wie es weitergeht, welche Verbindung die einzelnen Ereignisse haben und welche Rolle Kristian wirklich spielt. Gerade dieser hatte von Beginn an mein Mitgefühl. Es war hart mitzuerleben, was er alles durchmachen und einstecken musste und in welchem inneren Zwiespalt er stand. Ronja fand ich als Ermittlerin großartig und sehr authentisch. Sie wirkt klug, entschlossen und gleichzeitig menschlich. Auch die übrigen Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt, sodass man der Geschichte sehr gut folgen kann. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller und für alle Skandinavien-Fans ein Muss. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!











