Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Julia:
Zwischen mystischer Atmosphäre und unerfüllten Erwartungen
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods
Ich habe bereits einige Bücher von Elvie Woods gelesen und liebe ihren Schreibstil sowie die wundervollen Geschichten, die sie erschafft. Bei diesem Buch muss ich allerdings sagen, dass mich die Geschichte selbst nicht ganz überzeugen konnte. Der Schreibstil war wieder einmal fesselnd und bildhaft, und auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.
Ich habe ihre Zeit in der Geschichte sehr gerne begleitet. Allerdings hat der Klappentext bei mir eine etwas andere Erwartung an die Handlung geweckt.
Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge zu Opaline. Ihren Handlungsstrang fand ich tatsächlich sehr interessant und hätte gerne noch mehr davon gelesen. Die Geschichte rund um Martha und Henry konnte mich hingegen deutlich weniger fesseln. Ihre Beziehung fühlte sich für mich ein wenig wie ein Tanz auf Eierschalen an und kam dadurch nicht so richtig in Fahrt.
Auch die Suche nach der verschwundenen Bibliothek hat in meinen Augen weniger Raum eingenommen, als ich erwartet hatte. Sie war zwar ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und insgesamt gut eingebunden, fühlte sich für mich jedoch eher wie eine Hintergrundhandlung an als wie der zentrale Aspekt, den ich nach dem Klappentext erwartet hatte.
Zum Ende hin gibt es dann noch einmal einige unerwartete Wendungen, die mir sehr gut gefallen haben und der Geschichte einen gelungenen Abschluss geben konnten. Dadurch hat die Handlung zum Schluss noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen.
Insgesamt gehört dieses Buch für mich eher zu den schwächeren Werken der Autorin. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass es sich um ihr erstes Buch handelt und ich ihre späteren Werke ebenfalls kenne und liebe. Trotz meiner Kritik habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und besonders die mystische Atmosphäre genossen. Und auch wenn mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich jederzeit wieder zu den Büchern von Elvie Woods greifen.
Rezensionen von Julia:
Eine Geschichte, die wie Musik nachhallt
Das Geheimnis des Geigenbauers von Evie Woods
Das Geheimnis des Geigenbauers erzählt von einer geheimnisvollen Geige, die wunderschöne Klänge hervorbringt und durch Zufall drei Menschen zusammenführt, die sonst kaum etwas gemeinsam haben.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Einer davon spielt in der Gegenwart und führt die drei Hauptcharaktere zusammen.
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und doch sind sie alle von der Geige fasziniert. Ihre Geschichte verfolgen wir im zweiten Handlungsstrang und erfahren dabei nicht nur, wie die Geige geschaffen wurde, sondern auch, durch welche Hände sie im Laufe der Zeit gegangen ist.
Musik selbst hat bereits etwas Beruhigendes, daher verwundert es nicht, dass auch diese Geschichte eine ganz besondere Ruhe ausstrahlt. Evie Woods verzaubert mal wieder mit ihrem atmosphärischen Schreibstil und einer ebenso zauberhaften Geschichte.
Schade, dass man Bücher nicht hören kann, denn ansonsten bin ich mir sicher, dass die Klänge der Geige die Lesenden zusätzlich in ihren Bann gezogen hätten. Doch auch ohne sie hören zu können, schafft es die Autorin, die Musik allein durch ihre Worte lebendig werden zu lassen.
Die Entwicklung der Geschichte hatte für mich genau das richtige Tempo. Fast wie ein Musikstück, das leise beginnt, sich immer weiter aufbaut und schließlich in einem voluminösen Finale endet, dessen Klänge auch danach noch im Körper nachhallen.
Evie Woods hat auf jeden Fall mal wieder Großartiges geleistet und eine Geschichte geschaffen, bei der man sich einfach rundum wohlfühlt. Für mich ein wunderschönes und atmosphärisches Leseerlebnis, das noch ein wenig nachklingt.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir sehr gut gefallen
Hummerjahre von Beatrix Gerstberger
Zum Inhalt:
Drei Frauen, die sich mit einem Schicksal auseinandersetzen müssen, um zu sehen, welches der richtige Weg ist. Da ist Mina, die mit Tochter und ihren Eltern zurück nach Eagle Island reist. Der kranke Vater seht sich nach der Leichtigkeit von früher zurück, Mina hat gemischte Gefühle, da dort der Vater ihrer Tochter lebt.
Judith kämpft mit der Vergangenheit und ihrer Schuld und muss sich ihr stellen, Julie kommt nicht mit dem Alleinsein klar und sucht neue Möglichkeiten.
Meine Meinung:
Das war ein richtig schönes Buch, wobei nicht alles völlig aufgelöst wird, aber vielleicht gibt es ja noch einen weiteren Band, was mich sehr freuen würde. Ich habe die Protagonisten echt gerne begleitet, es gibt natürlich noch viel mehr Personen als die Genannten und alle tragen die Geschichte mit. Und irgendwie habe ich die Geschichte als enorm intensiv empfunden, z. B. die Geschichte zwischen Mina, Sam und Carlos, wo man sich immer wieder hin- und hergerissen fühlt wie sich das entwickeln sollte. Erstaunlicherweise habe ich den ersten Band nicht so super gefunden, diesen aber umso mehr.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen
Rezensionen von Katja:
Gut
And Midnight Fades to Dawn von Nina Schilling
Nach den dramatischen Ereignissen der Tag-und-Nacht-Spiele befinden sich beide Höfe in größter Gefahr. Trotz der Feindschaft ihrer Völker bleibt Cass und Nox daher nichts anderes übrig als zusammenzuarbeiten, nachdem sie sich unverhofft allein am Dritten Hof wiederfinden. Dabei versuchen die Lichtkriegerin und der Schattenprinz noch immer, über die verbotene Anziehung zwischen ihnen hinwegzukommen - und den Schmerz, den sie sich gegenseitig zufügten.
Doch nur gemeinsam kann es ihnen gelingen, ihre Reiche vor dem Untergang zu bewahren. Also müssen sie über den Hass hinwegsehen, zu dem sie erzogen wurden, und über den Verrat, der zwischen ihnen steht. Die unaufhaltsamen Gefühle darunter könnten ihre Rettung sein - oder zur Vernichtung aller Höfe führen.
Da es sich hierbei um das Finale einer zusammenhängenden Reihe handelt, ist es erforderlich den ersten Band zu kennen. Die Geschichte startet ohne Umschweife und schließt nahtlos an das Ende des Vorgängers an. Ohne das Vorwissen ist der Einstieg in diese Geschichte somit unmöglich.
Besonders positiv fällt auf, dass sich die Geschichte im Vergleich zum Auftakt konsequent und reif weiterentwickelt. Tatsächlich konnte mich der Inhalt hier weit mehr überzeugen als bei Band ein. Der Fokus verschiebt sich spürbar weg von den reinen Action-Elementen des Turniers hin zu einer psychologisch dichteren Ebene. Es geht nun primär um das Treffen folgenschwerer Entscheidungen und das vermeintliche Tragen der Konsequenzen aus früherem Handeln.
Nina Schilling baut hier immer wieder tiefgründige Momente des Nachdenkens ein. Dadurch wirkt die gesamte Atmosphäre im Vergleich zu Band eins deutlich intensiver, emotional aufgeladener und erwachsener. Die existenzielle Bedrohung der Höfe verleiht der Story das nötige Gewicht.
Auch in diesem Band punktet die Autorin mit ihrem bewährten, modernen und überaus angenehm zu lesenden Schreibstil. Der Lesefluss ist hoch und reißt zu keinem Zeitpunkt ab. Besonders die emotionalen Passagen fühlen sich in dieser Fortsetzung echter und greifbarer an als im Vorgänger – die emotionale Achterbahnfahrt der Charaktere überträgt sich viel besser auf den Leser.
Es gibt zahlreiche Szenen, die so lebendig und detailreich beschrieben sind, dass man sie sich beim Lesen mit Begeisterung farbenfroh ausmalt. Positiv ist, dass der Lesefluss niemals durch zähe, übermäßige Erklärungen blockiert wird. Allerdings kippt dieses Prinzip an einigen wenigen Stellen ins Gegenteil um: Hier und da hätte ich mir tatsächlich ein bisschen mehr Tiefe und ausführlichere Erläuterungen zum Worldbuilding oder den magischen Gesetzmäßigkeiten gewünscht, um die Hintergründe noch besser zu durchdringen.
Ein echter Genuss in diesem Band ist die Entwicklung der beiden Protagonisten. Sowohl Cass als auch Nox machen eine beachtliche Reifung durch. Sie wachsen spürbar über sich selbst hinaus und gewinnen durch die harten Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen, an Profil. Das ist der Autorin so gut gelungen, dass ich beim Lesen erwischt habe, wie ich angefangen habe, die Handlungen und die moralischen Ansichten der Figuren zu hinterfragen und mit ihnen mitzufühlen.
Kritik muss sich das Buch jedoch beim Erzähltempo und der Spannungskurve gefallen lassen. Dem Handlungsverlauf hätte an einigen Stellen ein bisschen mehr Dynamik gutgetan. Manche Erzählstränge wirken schlichtweg zu ruhig und erzeugen dadurch kleinere Längen, die das Vorankommen etwas ausbremsen. Auch einige der Konflikte blieben mir etwas zu oberflächlich; diese hätten für meinen Geschmack noch intensiver und dramatischer ausgearbeitet werden können, um das volle Potenzial der verfeindeten Fraktionen auszuschöpfen.
Fazit: Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung und in vielerlei Hinsicht stärker als der Einstieg in die Welt. Durch den Fokus auf Konsequenzen, moralische Fragen und eine intensivere emotionale Tiefe bietet das Buch ein packendes Leseerlebnis. Zwar leidet die Geschichte im Mittelteil unter kleineren Längen und verpasst es manchmal, Konflikte bis auf die Spitze zu treiben, aber dennoch habe ich dieses Buch weitaus lieber gelesen als Band eins.
Rezensionen von Julia:
Mordermittlungen mit kaiserlichem Charme
Sisi ermittelt - Tod in Schönbrunn von Fritzi von Wahl
Ein neuer Fall für Sisi – und diesmal geht es nicht nur um gestohlene Diamanten, sondern sogar um Mord. Wer treibt sein Unwesen im Schloss Schönbrunn und bringt die Gäste der Kaiserin um?
Wer bereits den ersten Band kennt, weiß: Sisi lässt sich durch nichts einschüchtern und möchte natürlich auch diesmal direkt an vorderster Front bei den Ermittlungen dabei sein.
Doch schnell merkt sie, dass sie nicht einmal weiß, ob sie ihren engsten Freunden wirklich trauen kann und dass sie sich mit ihren Nachforschungen womöglich selbst in Gefahr bringt.
Einige der Charaktere kennt man bereits aus dem ersten Band, weshalb ich empfehlen würde, mit diesem zu starten. So lassen sich die Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren noch besser nachvollziehen. Gerade das Zusammenspiel der Charaktere hat für mich einen großen Teil des Charmes der Geschichte ausgemacht.
Der Schreibstil ist locker und herrlich leicht zu lesen und entführt einen direkt in ein richtiges Cozy-Crime-Abenteuer. Besonders die Kombination aus historischem Setting, bekannten Persönlichkeiten und einem klassischen Mordfall hat mir gut gefallen. Die historischen Details fügen sich dabei wunderbar in die Geschichte ein, ohne dass die Handlung dadurch trocken wirkt.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich an Fahrt auf und die Auflösung des Falls hält so einige Twists bereit. Dadurch bleibt es bis zum Schluss spannend und man darf sich immer wieder fragen, wem man eigentlich trauen kann.
Insgesamt ist Tod in Schönbrunn für mich ein wirklich gelungener Cozy Crime, der mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Geschichte und jeder Menge historischem Charme überzeugt. Die historischen Details sind dabei für mich das besondere I-Tüpfelchen. Eine unterhaltsame Mischung, die Lust auf weitere Fälle mit Sisi macht.
Rezensionen von Julia:
Ein Pageturner voller unerwarteter Wendungen
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Dieses Buch hat mich direkt von Anfang an fesseln können und mich bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Nicht nur das eigentliche Thema, welches hinter der Geschichte steht, sondern auch der spannende Schreibstil haben mich förmlich an das Buch gefesselt.
Dabei schwebt immer die Frage im Raum: Was passiert wirklich in dieser geschlossenen Community und wem kann man überhaupt trauen? Immer wenn man denkt, man hätte nun einigermaßen verstanden, was hinter den Geschehnissen steckt, kommt plötzlich eine unerwartete Wendung, die das bisherige Bild wieder völlig ins Wanken bringt und neue Fragen aufwirft.
Genau das ist für mich die perfekte Grundlage für einen gelungenen Pageturner, bei dem man einfach immer weiterlesen möchte.
Besonders gut hat mir auch Laura als Protagonistin gefallen. Sie ist ein wirklich starker Charakter, der sich nicht einfach mit den Gegebenheiten abfindet, sondern hinterfragt, nach Antworten sucht und dabei immer wieder über sich selbst hinauswächst. Aber nicht nur ihre Perspektive hat dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert habe und unbedingt wissen wollte, wie sich alles für sie entwickeln wird, sondern auch die ihrer Schwester Lea. Wir sehen bei Lea eine ziemlich starke Entwicklung, die für viele vielleicht nicht so nachvollziehbar, aber sicherlich kein Einzelfall ist.
Die verschiedenen Handlungsstränge und Zeitebenen sind sehr gelungen miteinander verwoben und fügen sich nach und nach zu einem immer größeren Gesamtbild zusammen. Dabei schafft es die Autorin, genau so viele Informationen preiszugeben, dass man zwar miträtseln kann, aber trotzdem immer wieder überrascht wird.
Auch die Atmosphäre hat mich überzeugt. Sie ist durchgehend bedrückend und teilweise beklemmend, und das, obwohl die Handlung in einer eigentlich so makellosen und idyllischen Kulisse spielt. Gerade dieser Kontrast hat für mich einen besonderen Reiz ausgemacht.
Für mich ist dieses Buch ein absoluter Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die spannende Handlung, die unerwarteten Wendungen, die besondere Atmosphäre und allen voran Laura als starke Protagonistin haben mich vollkommen überzeugt. Ein Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte und das von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.
Rezensionen von Ele:
Zertörungswut
Honey von Imani Thompson
Honey ein Rowohlt E-Book von Imani Thompson
Ein Streifzug durch diverse Genres
Yrsa ist Doktorandin in Cambride, sie ist sexy, sehr klug und sarkastisch. Ihre Dissertation zum Thema Afropessimismus stagniert, denn sie ist mit anderen Dingen beschäftigt, bitterbösen Dingen. Ihr erster Mord ist aus Versehen passiert, danach fühlt sie sich ausgesprochen lebendig, der zweite Mord geschieht im Affekt und von da ab steigert sie sich zur Serienmörderin.
Ich konnte das Buch keinem Genre zuordnen, eine wilde Mischung aus Thriller, Frauen-, oder auch Campusroman. Viele Worte und Phrasen waren mir nicht geläufig und ich musste mich zuerst einmal informieren, auch das Thema ihrer Doktorarbeit und überhaupt das soziale Thema welches diese jungen Frauen beschäftig, die mit Vehemenz versuchen zu beweisen wie woke sie unterwegs sind, ist mir fremd.
Wenn ich gewusst hätte was bei der Lektüre auf mich zukommt hätte ich das Buch wohl eher nicht gelesen, absolut danebengegriffen. Das Buch teilt sich in 3 Teile mit, auf den Inhalt hinweisenden Überschriften, die in Kapitel mit römischen Ziffern unterteilt sind. Gerne hätte ich von einer jungen taffen Frau gelesen, die sich an Männern rächt, das ganze mit raffinierten Methoden, evtl. auch ein wenig Zwischenmenschliches dabei. Eine schwarze Witwe habe ich erwartet, Doch hier ging es nur um Wutaktionen gegen Männer, die zum Ende hin nicht mehr nachvollziehbar ausgewählt wurden. Yrsa hat ein Spiel daraus gemacht und hat es immer mehr genossen, verfiel in einen regelrechten Rausch. Ich denke dahinter lag ein psychisches Problem, welches m. M. nach mit dem Tod ihrer Großmutter zu tun hat. Die ermittelnden Behörden sind dabei nicht gut weggekommen, nach dem Schlachtfeld in Felix Wohnung spätestens, hätte ich eine Überführung erwartet. Weder die Protagonistin noch ihre Freundinnen oder ihre Familie konnte ich besonders leiden, die einzig sympathischen Menschen im Buch waren Isiah und seine Großmutter Blake
Den angepriesenen Humor im Buch habe ich nicht gefunden oder nicht verstanden, die Emails, zitierten Vers- und Liedzeilen, Gedichte, vor allem die wie nachträglich eingeschobene Textstellen, für mich ohne Zusammenhang, die mir nicht zum Buch passend vorkamen haben mit irritiert und hatten für den Plot keinerlei Relevanz. Abgebrochen habe ich das Buch nur nicht, weil ich am Ende wissen wollte wodurch und wann Yrsa erwischt wird. Doch nicht einmal das Ende des Buches hat mir gefallen. Immer wieder habe ich weitergelesen obwohl ich längst den Faden verloren hatte.
2 Sterne.
Rezensionen von nanu?!:
Spannende Flucht zweier Kinder
Septemberkinder 89 von Krisz Hardy
Die Eltern von Paul und Michi fühlen sich gezwungen, aus der DDR zu flüchten. Nur können sie schweren Herzens ihre Kinder nicht mitnehmen. Die Flucht wäre zu beschwerlich und gefährlich.
Das sieht der 13-jährige Paul aber anders und bevor die Oma die Kinder an die Polizei übergeben kann - die findet nämlich, die Kinder seien schon immer besser im Heim aufgehoben - packt Paul seinen und Michis Rucksack und zusammen machen die beiden sich leise auf, Richtung Tschechoslowakei.
Ihr Ziel: Österreich!
Die Geschichte von Paul und Michi ist zwar fiktiv, aber sie hat mich voll mitgenommen.
Erzählt wird die ganze Zeit aus Pauls Sicht und der arme Kerl kann einem die ganze Zeit nur Leid tun, bei dem was er sich und seiner kleinen Schwester aufbürdet.
Die Strapazen, die Erschöpfung und die Unsicherheit die Paul während der Reise fühlt. Und mehr als ein Mal bereut er, es überhaupt versucht zu haben mit die Flucht. Vor allem wegen seiner Schwester, für die alles ja noch mal ein Stück anstrengender ist.
Und die kleine Michi, die erst neun ist und das unerschütterliche Vertrauen, das sie in ihren Bruder hat. Egal was passiert, Paul wird es schon für sie richten.
Nicht immer trifft Paul die besten Entscheidungen, und mehr als einmal habe ich als erwachsene Leserin für mich gedacht: "Oh, tu das nicht Paul, ihr werdet noch entdeckt".
Denn die Flucht der beiden bleibt natürlich nicht lange unbemerkt und überall wird nach den Kindern gefahndet.
Sehr schön fand ich die unerwartete Hilfe, die die Kinder überall von Menschen erleben, die schon ihre eigenen Erfahrungen mit dem Staat gemacht haben.
Von Anfang an habe ich mit den beiden mitgefiebert und ihnen das beste Ende für ihr unfreiwilliges Abenteuer gewünscht. Und vielleicht habe ich auch an der einen oder anderen Stelle ein Tränchen verdrückt, weil Paul und Michi mich so sehr berührt haben.
Die beiden habe ich richtig in mein Herz geschlossen.
Rezensionen von Chrissi:
Zoe
Halbwach von Sophia Como
Nachdem „Halbwach“ von Sophia Como von so vielen herbeigesehnt wurde, hat auch mich die Vorfreude angesteckt und das Buch hat mich absolut begeistert.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Das Hörbuch ist von Josi Wismar gesprochen, ihre Stimme ist unglaublich angenehm und lebendig.
Die Charaktere sind nicht perfekt, was sie unglaublich nahbar und verständlich machen.
Zoe ist selbstbewusst, echt, freiheitsliebend, Liebesromanautorin (die selbst nicht an die Liebe glaubt) und gibt nichts auf die Meinung anderer.
Sie geht auf Partys, hat unverbindlichen Sex, glaubt nicht an die Liebe und erst recht nicht an Beziehungen, bis sie Meal trifft der ihr so ähnlich zu sein scheint, der ihre Lebensweise versteht und nicht verurteilt.
Doch eigentlich ist Zoe tief in sich drin unsicher und will geliebt werden, obwohl sie schwer Liebe zulassen kann.
Ihre Entwicklung hat mich sehr berührt.
Dieses Buch ist so erfrischend ehrlich und verstehend.
Eine ganz klare Empfehlung.
Ich freue mich auf mehr solcher Bücher von Sophia Como.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Vielen Dank an Sophia Como und den HarperCollins Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.
Rezensionen von yellowdog:
Geheimnisvolles in der Allan Gardens Public Library
Besondere Vorkommnisse von Martha Baillie
Der Wagenbach-Verlag hat oft ganz besondere Bücher, und dieses gehört auf jeden Fall dazu. Es hat eine ungewöhnliche Erzählform, da es ausschließlich aus Berichten besteht.
Die Handlung spielt sich in einer Bibliothek in Toronto ab. Die Berichte stammen von der 32jährigen Bibliothekarin und es sind ungewöhnlich viele außergewöhnliche Vorfälle, die da geschehen.
Viele der Nutzer verhalten sich auffällig. Nicht selten gibt es Konflikte. Außerdem tauchen da Briefe auf, die die Protagonistin als persönlich und bedrohlich empfindet.
Hinzu kommt ihre Beziehung zu dem Künstler Janko.
Das Buch ist trotz der Form gut lesbar und wird nie langweilig. Empfehlenswertes Buch!











