Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Schlafmurmel:
Spannend, aber nicht ganz überzeugend
Im Dunkel von Petra Hammesfahr
Im Dunkel“ von Petra Hammesfahr war für mich eine Geschichte, die ganz anders war als die Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe – und davon waren schon einige dabei.
Mit Rita Voss, der Kommissarin im Mittelpunkt der Geschichte, bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ihr Verhalten war mir teilweise sehr unsympathisch, besonders weil sie ihre Position bei der Polizei nutzt, um private Interessen durchzusetzen.
Auch ihr Umgang mit ihrem Exmann war für mich mehr als fragwürdig. Ihre persönliche Vorgeschichte wird zum Glück nur kurz angerissen, und auch das Verhältnis zu ihren Eltern wirkt eher kühl und funktional. Gerade die Beziehung zu ihrer Mutter, die als alleinerziehende Kriminalbeamtin zwar ihre minderjährige Enkelin betreut, darüber hinaus aber kaum Nähe zu Rita zu haben scheint, fand ich ziemlich distanziert.
Überhaupt gibt es in diesem Krimi eine große Anzahl an Figuren. Unter anderem geht es um Thea, Ritas Tochter, die nach langer Zeit erstmals wieder Kontakt zu ihrem Vater aufnimmt.
Und dann sind da noch die verschleppten Mädchen Juliette, Malu und Hannah. Hannah gelingt mit viel Glück die Flucht aus ihrem Martyrium. Was hier beschrieben wird, ist teilweise wirklich schwer zu ertragen. Gewalt gegen Frauen wird in vielen grausamen Facetten dargestellt, und einige Szenen haben mir beim Lesen tatsächlich die Haare zu Berge stehen lassen. „Im Dunkel“ ist definitiv keine Gute-Nacht-Geschichte.
Besonders ungewöhnlich wird die Handlung durch Mira. Sie behauptet, vergangene und sogar zukünftige Ereignisse in ihren Träumen sehen zu können. Dadurch bekommt die Geschichte fast schon etwas Mystisches und geheimnisvoll Unheimliches. Auch wenn ich diesen Ansatz interessant fand, war mir die Auflösung zu unkonventionell und teilweise nicht wirklich glaubwürdig. Dass sich so vieles allein durch diese Träume klären lässt, konnte ich mir einfach nur schwer vorstellen – gerade bei einem Krimi, bei dem ich eigentlich mehr klassische Polizeiarbeit erwartet hätte.
Neben dem aktuellen Fall wird während der Ermittlungen auch noch ein alter Fall aufgegriffen und gelöst. Dadurch bekommt die Geschichte noch eine weitere Ebene.
Insgesamt war „Im Dunkel“ durchaus spannend, aber für mich auch etwas verwirrend und an manchen Stellen unglaubwürdig. Ich habe den Krimi gerne gelesen, doch so richtig begeistern konnte er mich leider nicht. Von Petra Hammesfahr kenne ich Geschichten, die mich deutlich mehr gepackt und vom Hocker gerissen haben.
Rezensionen von Lilli33:
Knüpft genial an die Vorgänger an
Totenfrau – Die Rückkehr von Bernhard Aichner
Knüpft genial an die Vorgänger an
Seit zehn Jahren ist so etwas wie Ruhe in Blums Leben eingekehrt. In Reza hat sie eine neue Liebe gefunden und lebt mit ihm in Kroatien. Mit ihrer Yacht veranstalten sie Ausflüge für Touristen. Als bei einem dieser Ausflüge ein Gast stirbt, kommt Blums ganzes Lebenskonstrukt ins Wanken.
Schnell geraten sie und ihre Lieben in Gefahr. Blum muss handeln …
Eigentlich war die Reihe mit dem 3. Band für mich beendet. Dass nach so vielen Jahren nun ein weiterer Band veröffentlicht wurde, hat mich überrascht, aber natürlich konnte ich ihn nicht links liegen lassen, denn die Totenfrau-Trilogie hatte mich einfach begeistert. Nun wird Blums Leben - und auch ihre Vergangenheit - in einem 4. Band weitergesponnen. Klar, das hätte nicht sein müssen, aber ich bin froh, dass Bernhard Aichner dieses Buch geschrieben hat, denn es knüpft einfach genial an die Vorgänger an. Diese sollte man wenn möglich gelesen haben. Im größten Notfall kann man Band 4 aber auch ohne Vorkenntnisse genießen.
Aichners Schreibstil ist wie gewohnt kurz und knackig. Die schnellen, kargen Sätze lassen die Getriebenheit der Protagonistin erahnen. Ich liebe seine Art zu schreiben wirklich. Sie geht mir durch und durch.
Blum ist keine Sympathieträgerin im herkömmlichen Sinn, und trotzdem habe ich mit ihr mitgefiebert und mitgebangt, habe versucht, hinter die Kulissen zu schauen, um herauszufinden, wer ihr nun wieder etwas Böses will. Ich gebe zu, ich war zwar nicht ganz so blauäugig wie Blum, aber die Zusammenhänge haben sich mir trotzdem nicht offenbart, bevor der Autor dies wollte. Die Überraschung ist ihm wirklich gelungen. Und wenn ich das Ende richtig interpretiere, könnte es auch noch eine weitere Fortsetzung geben, obwohl die Handlung eigentlich abgeschlossen ist. Ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen.
Die Reihe:
1. Totenfrau. Die Rache bzw. Totenfrau
2. Totenfrau. Das Haus bzw. Totenhaus
3. Totenfrau. Der Rausch bzw. Totenrausch
4. Totenfrau. Die Rückkehr
Rezensionen von Ryria:
Die Geschichten unserer Mitmenschen
Theo in Golden von Allen Levi
Die ganze Geschichte überzeugt durch ihre Ruhe und so ist es nicht verwunderlich, dass schon das Setting und die Grundidee recht unaufgeregt sind: Theo ist 86, wohlhabend, und zieht eines Tages in die kleine Stadt Golden im Süden der USA. Dort entdeckt er in einem Café knapp 100 Bleistiftporträts verschiedenster Einwohner und in ihm reift der Plan, jedes Bild der darauf dargestellten Person zu schenken.
Dabei entwickeln sich überraschend offenherzige Gespräche und wir lernen viele der Charaktere besser kennen.
Den Anfang habe ich verschlungen, man kommt gemeinsam mit Theo in Golden an, kennt noch niemanden, erkundet die Stadt und lernt nach und nach die ersten Einwohner kennen. Über all dem schwebt außerdem das Geheimnis um Theo selbst: Wer ist er und was treibt ihn nach Golden?
Nach einer Weile wurde es ein wenig repetitiv, das Grundkonzept der Handlung verändert sich nicht wirklich, es wirkt etwas episodenartig.
Statt großer Spannung gibt es hier eher gemütliche kurze Geschichten, die sich auch Stück für Stück lesen lassen.
In dieser Form fand ich es doch angenehm und entspannend und habe dem Roman gerne mehr Zeit gegeben.
Insgesamt war die Erzählung doch ein wenig unrealistisch und eher schwarz/weiß gehalten, fast wie ein Märchen, aber mit diesem Gedanken im Hinterkopf ließ es sich gut lesen. Manchmal muss nicht alles authentisch sein, manchmal ist es auch schön zu lesen, wie ein alter Mann etwas in seinen Mitmenschen bewegt.
Dabei ist der Roman zweifellos von amerikanischen Idealen und Gesellschaftsbildern geprägt, was vermutlich auch den Hype dort erklärt, aber viele der Emotionen sind doch universell.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Die Stimmen der Überlebenden
Der einzige Stern am Himmel von Otonyia Juliane Okot Bitek
Otoniya J. Okot Bitek lässt in ihrem Roman Frauen zu Wort kommen, die als junge Mädchen im Alter neun bis 13 Jahren von der Lords Resistance Army in Norduganda entführt und zu Sex, Zwangsverheiratung und Rekrutierung neuer Mädchen missbraucht wurden.
Im konkreten Fall wurden 139 Schülerinnen mitten in der Nacht direkt aus dem katholischen Mädcheninternat St.
Marys College im Norden Ugandas verschleppt. 109 Mädchen kamen wieder frei, durch den Einsatz ihrer Lehrerin, die mit den Rebellen ebenso engagiert wie furchtlos, erfolgreich verhandelte, 30 verblieben aber in den Händen der Entführer. Es kommen jedoch auch Frauen zu Wort, die aus den Häusern ihrer Eltern, beim Wasserholen oder beim Arbeiten im Garten entführt wurden.
Der Roman beginnt damit, wie die Mädchen vor der Entführung lebten, dass sie von Überfällen gehört hatten und in Angst lebten. Es folgt die Entführung, in einem weiteren Kapitel das Leben im Busch mit denen Entführern und die Unerträglichkeit dieses Lebens. Schließlich widmet sich ein Kapitel dem Leben danach.
Otoniya J. Okot Bitek lässt die Frauen erzählen – Unvorstellbares. Die Frauen leben heute traumatisiert mit Kindern, deren Väter die Entführer sind. Viele möchte die Schule nachholen, ein normales Leben führen, was jedoch schwierig bis fast unmöglich ist, andere wurden von ihren Familien verstoßen.
In den Mainstreamnachrichten wird wenig über die Bürgerkriege und Rebellionen am afrikanischen Kontinent berichtet. Bücher wie dieses können solche Lücken in der Berichterstattung füllen.
Große Empfehlung
Rezensionen von scorpio:
Eine zweite Chance für die Liebe
Cinnamon Spice Love von Harper Graham
Was gibt es im Herbst Schöneres zu lesen, als romantische Herbst-Romane!
Nachdem ich bereits in Willow Falls unterwegs war, hat es mich dieses Mal nach Maple Falls verschlagen.
Eine bezaubernde Kleinstadt mit viel Charme, Herbstfeeling und netten skurrilen Bewohnern, die zusammenhalten.
Dort treffen wir auf Madison und Zach, deren Geschichte einen vom ersten Moment an gefangennimmt.
Nach ihrer Rückkehr trifft sie auf ihre Jugendliebe Zach, der noch immer, zwischen Kürbisfest, Halloween und dem Cinnamon Spice Inn, die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum Flattern bringt.
Ein warmherziger second chance Roman, der auch ohne große Aufregung auskommt. Er besticht durch seine eher leisen Töne und versetzt einen beim Lesen in Wohlfühlstimmung.
Lesen, genießen, träumen und dazu eine heiße Tasse Tee und eine Zimtschnecke!
Rezensionen von katis zettelchen:
Starke Frauen, die stürzen, aber ihr Krönchen wieder aufsetzen und weitermachen
Schwestern. Trotz allem von Max Moor
Ausgangsposition: Drei Schwestern, die nach dem Krieg voneinander getrennt werden und unabhängig voneinander ihr Leben leben. Ich mag den Autor, kenne ihn als Moderator von TTT. So hatte ich beim Lesen immer seine Stimme im Ohr. Der Roman ist ein gut lesbarer umfangreicher Roman, eine Nachkriegs-Familiengeschichte, die mit dem Kriegsende beginnt, einer sehr spannenden Zeit, in der die Familienstrukturen neu gemischt wurden: Väter waren gefallen oder in Gefangenschaft, Frauen übernahmen Verantwortung, die ihnen vorher abgesprochen wurde, gleichzeitig sollten sie sich den gesellschaftlich schicklichen Erwartungen anpassen.
Die Protagonistinnen sind starke Frauen. Sie leben sehr modern, wir vergessen aber oft, dass es vielen Frauen unmöglich war, innerhalb der schicklichen Normen zu existieren. Das macht das Buch interessant. Ich finde allerdings den Titel irreführend. Hauptsächlich wird das Leben der ältesten Schwester und ihres Mannes erzählt, die Geschichte der beiden jüngeren Schwestern läuft eher nebenher, die Auflösung hat mich etwas enttäuscht. Der Roman basiert wohl auf der Geschichte der Schwiegermutter des Autors, ich denke, er hatte einfach viel mehr Informationen über ihr Leben als das ihrer Schwestern. Sprachlich ist der Roman gut erzählt, hätte ein bisschen komprimierter sein können, er ist ein gutes Buch für kuschelige Herbsttage.
Rezensionen von cosmea:
Ein Trauerredner ermittelt
Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo
“Niemals geht man so ganz“ ist Andreas Izquierdos zweiter Roman um den Trauerredner Mads Madsen, der wieder zum Ermittler wird. In einer Sommernacht führt er seine geliebte Malteserhündin Bobby in Glücksburg an der Ostsee spazieren, als er eine Frau auf einem Steg entdeckt, die offensichtlich Selbstmord begehen will.
Mads versucht vergeblich, sie vom Suizid abzuhalten, springt ihr sogar hinterher, kann sie aber nicht retten. Vor ihrem Sprung hat Anna Schmidt ihm noch das Versprechen abgenommen, ihrer neunjährigen Tochter eine noch unbekannte Botschaft zu übermitteln und sich um das Kind zu kümmern. Mads muss nun herausfinden, was er der Kleinen mitteilen soll und warum sich die Mutter umgebracht hat. Sie fühlte sich offensichtlich verfolgt und wollte mit ihrem Tod ihr Kind schützen. Schon bald hat Mads sich und sein gesamtes Umfeld in größte Gefahr gebracht. Auch Hauptkommissarin Mills mit ihrem Problem der Aggressionskontrolle kann ihm zunächst nicht weiterhelfen.
Es geht in dieser Geschichte jedoch nicht nur um die Lösung eines Kriminalfalls, sondern auch um Verlust und Trauer und aus diesem Anlass die von Mads mit viel Empathie verfassten Trauerreden. Mads ist zusammen mit seiner Hündin auch in der Lage, schnell das Vertrauen des Waisenkinds zu gewinnen, das fortan mit ihm und Bobby leben möchte. Sein exzentrischer Vater Fridtjof sorgt für eine gewisse Leichtigkeit in der Geschichte, wenn er zum Beispiel drei Seniorinnen dazu bringt, für ihn zu putzen und zu kochen, mit ihnen eine Band gründet und für einen öffentlichen Auftritt bei einem Festival am Strand probt.
Izquierdos Roman ist kein typischer Krimi. Das liegt an den Figuren der Geschichte und dem Verzicht auf brutale Gewalttaten. Der Roman bietet zwar keine große Spannung, ist jedoch unterhaltsam und schnell gelesen.
Rezensionen von scorpio:
Herbstromantik pur
Willow-Falls-Reihe, Band 3 - Wait For Me in Willow Falls von Greta Milán
Endlich geht die Geschichte der "Willow Falls"-Reihe weiter!
Auch im dritten Band gibt es in der idyllischen Kleinstadt, die umgeben ist von Ahornwäldern und deren Einwohner einen ans Herz wachsen, jede Menge Herbst-Feeling.
Dieses Mal dreht es sich um Reese und Owen. Zwei die erst zueinander finden müssen, ihre Gefühle füreinander nicht länger ignorieren können.
Endlich erfahren wir, welche Geheimnisse beide umgibt.
Emotionen, Gefühle und Handlungen werden von der Autorin authentisch wiedergegeben und machen diese Reihe so besondern.
Da man sich in einer Kleinstadt immer wieder mal über den Weg läuft, begegnen einem natürlich auch hier wieder bekannte Gesichter aus den ersten beiden Bänden.
Willow Falls ist magisch schön, bietet aufregende Unterhaltung und verbreitet jede Menge knisternde Herbststimmung. Da möchte man am liebsten hinziehen. Eine wunderbare Fortsetzung
Ich freue mich schon im Winter dorthin zurückkehren zu können mit Band 4!
Rezensionen von cosmea:
Drei Leben
Schwestern. Trotz allem von Max Moor
In seinem Debütroman “Schwestern. Trotz allem“ erzählt Max Moor das Leben der Schwestern Gerti, Rudi und Hansi von 1945 bis 1973 mit einem Ausblick auf das Jahr 2016, als nur noch Gerti übrig ist. Nach dem Krieg wird die Familie auseinandergerissen. Erst verlässt der Vater Frau und Kinder, dann stirbt Johanna, die Mutter.
Der Großvater lebt mit seiner rabiaten Tochter Hedwig in deren Haus. Die will keine ihrer Nichten im Haus haben, duldet aber schließlich widerwillig Gerti, die älteste. Die beiden jüngeren Mädchen müssen ins Heim der Barmherzigen Schwestern, die alles andere als barmherzig sind. Hansi wird nach kurzer Zeit von einem liebevollen Paar adoptiert. Sie bleibt ihren Adoptiveltern ein Leben lang verbunden. Dort wachsen auch ihre Kinder aus zwei gescheiterten Beziehungen auf. Nach einer furchtbaren Zeit gelingt Rudi die Flucht, und sie kann endlich ein selbstbestimmtes Leben führen. Die Geschichte der Schwestern ist bewegend und mit viel Empathie erzählt. Sie kämpfen ein Leben lang, jede für sich. Keine weiß, was aus den anderen geworden ist. Erst 27 Jahre später arrangiert Gertis Partner Albert ein Wiedersehen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. An die zahlreichen Ausdrücke im österreichischen Dialekt habe ich mich schnell gewöhnt, zumal dem Buch zum besseren Verständnis ein kleines Glossar beigefügt ist. Für mich bekommt die Geschichte durch den Dialekt noch mehr Authentizität. In einem Nachwort schreibt der Autor, dass sein Buch von der Familiengeschichte seiner Frau inspiriert ist. Auch seine Schwiegermutter und ihre Schwestern wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergerissen und hatten völlig unterschiedliche Lebensläufe. Ich bin sehr gespannt, ob der ehemalige Moderator von ttt seine Schriftstellerkarriere fortsetzt. Sollte dies der Fall sein, werde ich mir seinen nächsten Roman nicht entgehen lassen.
Rezensionen von PMelittaM:
Ich liebe diesen Humor!
Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman
Vern Blackwood macht sich Sorgen, einer seiner Leibwächter wurde ermordet und ein Zettel mit einer Drohung bei ihm gefunden. Zufällig sieht er die Krimiautorin Rosie D‘Antonio in einer Talkshow, die dort auch von ihrer Detektei mit Namen „Wir finden Mörder“ erzählt. Kurz entschlossen ruft er sie an und bittet um Hilfe.
Zusammen mit dem ehemaligen Polizisten Steve Wheeler und dessen Schwiegertochter, der erfahrenen Bodyguard Amy Wheeler, reist Rosie zu Verns Villa in die Toskana. Bald stecken die Drei wieder mitten in einem verzwickten Fall, der sie zwar nicht rund um den Globus, aber doch in einige Länder führt, und alles andere als ungefährlich ist.
Beim Start in den zweiten Band machten sich Rosie, Amy und Steve noch Gedanken darum, ob die Gründung der Detektei eine gute Idee war, denn nach den Ereignissen im Vorgängerband blieben die Fälle aus. Steve überlegte schon, ob er vielleicht nicht nur auf Morde warten, sondern auch Fälle von verschwundenen Haustieren und ähnlichem annehmen solle.
Neben den schon erwähnten trifft man auch andere Charaktere aus dem Vorgängerband wieder, alle ein bisschen skurril aber größtenteils auch liebenswert. Ein neuer Charakter ist der Spanier Ernesto Manuelo Santiago de Sousa de Cuéllar, der für Interpol arbeitet; ein alter Freund Rosies ist und gut zum Trio zu passen scheint.
Wer die Donnerstagsmordclub-Reihe des Autors kennt, weiß, dass man bei ihm auf Humor hoffen darf, und zwar auch auf schönen schwarzen britischen Humor. Die Wir suchen Mörder-Reihe legt sogar noch ein bisschen oben drauf, wie man auch hier wieder sehen kann. Es geht sehr turbulent und nicht immer gesetzestreu zu, man kann nicht immer erkennen, wer zu den Guten oder zu den Bösen gehört und geschossen wird auch.
Natürlich hat der Fall am Ende einige Überraschungen zu bieten, wird aber nachvollziehbar gelöst. Im Nachwort verspricht Richard Osman einen weiteren Fall, zunächst soll es aber einen neuen Fall für den Donnerstagsmordclub geben, gegen Ende dieses Romans gibt es sogar eine kleine Verknüpfung zwischen den beiden Reihen – ich liebe so etwas ja.
Band 2 der Reihe bietet wie erhofft sehr gute Unterhaltung mit viel britischem Humor. Man trifft einige bekannte Charaktere wieder, reist mit den Protagonist:innen durch mehrere Länder und erlebt eine spannende Geschichte. Ich würde sagen: Zugreifen!










