Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Netti:
Ein wunderbarer Liebesroman als Comic
Kiss Me Once: Die Graphic Novel (Kiss the Bodygard, 1) von Stella Tack
Ich besitze bereits die ganze Kiss me once Reihe in Textversion und finde sie wirklich toll. Umso gespannter war ich auf den ersten Band der Reihe als Graphic Novel. Dies ist ein Comic.
Alle Bilder sind in schwarz weiß gezeichnet, nur die beiden Hauptcharaktere haben etwas pink als einzigen Farbtupfer.
Ivy eine pinke Haarsträhne und Ryan ab und zu pinke Wangen.
Die Bilder sind schön gezeichnet. Und das Buch ist als Comic wirklich sehr gut umgesetzt und gelungen. Es hat an manchen stellen auch etwas Humor.
Das Buch ist dünner als das normale mit dem Text. Aber die Geschichte kommt nicht zu kurz.
Ivy ist ein Kind aus reichen Haus. Sie soll an eine Universität gehen. Damit ihr nichts passiert, soll ein Bodygard sie dort bewachen. Bloß blöd, das er so gut aussieht und Ivy sich ihn ihn verliebt.
Ein toller Liebesroman mit Höhen und tiefen und vielen Gefühlen.
Ich kann ihn auf alle Fälle weiter empfehlen. Er hat mich verzaubert. Eine wirklich tolle Geschichte.
Rezensionen von gerlisch:
Unter den Sternen
Honor & Claws 1: Untamed Hearts von Asuka Lionera
In „Honor & Claws erwartet den Leser eine Welt voller Magie, Geheimnisse und Konflikte.
Mit einem flüssigen und mitreißenden Schreibstil schafft die Autorin Spannung aufzubauen und Emotionen greifbar zu machen. Besonders die Darstellung der magischen Wesen verleiht der Geschichte Mystik, die neugierig auf mehr macht.
Während Garvin mit seiner geheimnisvollen Aura und sympathischen Art sofort mein Herz gewonnen hat, bleibt Reina als Protagonistin überraschend blass. Ihre Gedanken und Handlungen wirken oft verbissen, sodass es mir schwerfiel, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen.
Besonders gefallen haben mir die Wechsel zwischen den Perspektiven von Reina und Garvin. Diese Erzähltechnik sorgt für Dynamik und erlaubt einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt beider Figuren, auch wenn manche Handlungsstränge nicht ganz nachvollziehbar sind und gelegentlich den Flow der Story stören.
Die romantische Entwicklung zwischen Reina und Garvin beginnt zögerlich, ist so gut wie nicht vorhanden. Auch im weiteren Verlauf hätten es gern mehr kribbelige, intensive Momente geben können.
Der Weltenaufbau ist bisher noch etwas dünn. Die Umgebung bleibt vage und werden nur angedeutet. Dadurch verliert die Geschichte stellenweise an Tiefe. Trotz dieser Kritikpunkte bietet die Story spannende Twists und eine Grundlage für eine mitreißende Fortsetzung.
Honor & Claws ist ein vielversprechender Auftakt einer fesselnden Romantasy.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Ein Gedankenexperiment über Politik in den 1970er Jahren
Die Frau der Stunde von Heike Specht
Ich lese sehr gerne historische Romane, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Dieser ist fiktiv, also wie ein Science-Fiction in der Vergangenheit.
Die Autorin baut hier ein Gedankenexperiment, das in der damaligen Zeit undenkbar war.
Wir befinden uns in den 1970er Jahren. Die Politikwissenschaftlerin Catharina Cornelius wird überraschend Außenministerin und Vizekanzlerin.
Da sie eine Frau ist, stößt sie auf massiven Widerstand. Neben ihr gibt es weitere starke Protagonistinnen, die bedeutsame Posten belegen.
Während die Charaktere fiktiv sind, ist es der Hintergrund der Handlung nicht. Politische Ereignisse der damaligen Zeit im In- und Ausland sind eng mit der Geschichte verwoben. Obwohl ich wusste, dass das alles niemals so stattgefunden hat, konnte ich mir gut vorstellen, dass das alles genau so hätte ablaufen können.
Hier wird Politik für jeden zugänglich gemacht und unterhaltsam präsentiert. Gleichzeitig ist es ein wenig erschreckend wie wenig sich seitdem verändert hat. Politik ist nach wie vor eine Männerdomäne und die starken weiblichen Charaktere dieses Romans sind bis heute die Ausnahme geblieben.
Rezensionen von nil_liest:
Magie, Machtspiele und ein Hotel voller Geheimnisse
Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater
Schon beim ersten Aufschlagen des Romans hatte ich Bilder im Kopf: ein schimmernder Marmorboden, gedämpftes Stimmengewirr, Kellner in makellosen Uniformen, die mit Tabletts durch die hohen Hallen gleiten. Ein Nobelhotel, das wie eine eigene Welt wirkt. Doch Maggie Stiefvater zeigt schnell, dass das Grand Hotel Avalon mehr ist als eine Bühne für Glanz und Eleganz – es ist ein Ort mit Geheimnissen, einer Quelle, die heilende Kräfte haben soll, und einer Direktorin, die mit all ihrer Hingabe für diesen besonderen Platz lebt.
Wir befinden uns im Jahr 1942. Während draußen der Zweite Weltkrieg tobt, verwandelt sich das abgeschiedene Luxushotel in den Appalachen in einen Internierungsort. Deutsche und japanische Diplomaten mit ihren Familien werden hier vom FBI einquartiert – eine historisch fundierte, aber wenig bekannte Episode, die dem Roman seine Schärfe verleiht. Zwischen Etikette und Argwohn, zwischen alten Gästen, die weichen müssen, und neuen Bewohnern, die unfreiwillig zu Gästen werden, entstehen Spannungen, Begegnungen und stille Dramen.
Im Mittelpunkt steht June Porter Hudson, die Hoteldirektorin. Sie ist keine glatte Heldin, sondern eine Frau, die unter Druck Haltung bewahrt, die das Hotel zusammenhält, während die Fassade zu bröckeln droht. Ihre Liebe zum Avalon, ihr unerschütterliches Pflichtbewusstsein, aber auch ihre Zweifel und Verletzlichkeiten machen sie zu einer Figur, der man gerne folgt.
Stiefvaters Sprache ist atmosphärisch dicht, voller Zwischentöne und beinahe poetisch. Sie lässt uns die Hallen des Hotels hören, riechen und spüren – und manchmal glaubt man, selbst ein Glas des geheimnisvollen Wassers zu kosten. Besonders gelungen ist die Art, wie sie historische Genauigkeit mit einem Hauch Magie verbindet.
Mich hat der Roman gefesselt, weil er mehrere Ebenen miteinander verknüpft: die große Politik im Hintergrund, die leisen privaten Geschichten der Internierten, die Leidenschaft und Verantwortung der Angestellten. Das Grand Hotel Avalon wird so zum Mikrokosmos, in dem die Widersprüche dieser Zeit verdichtet sichtbar werden.
Fazit: Grand Hotel Avalon ist ein Roman, der Historie, Atmosphäre und ein wenig Zauber verbindet. Er erzählt von Loyalität, Verrat und Menschlichkeit inmitten einer Ausnahmesituation – und von einem Hotel, das selbst fast zur Hauptfigur wird. Für mich ein berührendes, kluges und stimmungsvoll erzähltes Buch, das lange nachhallt.
Rezensionen von Harakiri:
Albin auf Agatha Christies Spuren
Schweigende Provence von Pierre Lagrange
Albin Leclerc auf Agatha Christies Spuren
Als Albin Leclerc die Einladung eines Millionärs erreicht, zögert er nicht eine Sekunde und findet sich auf dessen Landsitz ein. Albin soll den Tod der Frau des Millionärs klären. Die Situation eskaliert als ein Sturm das Landhaus von der Außenwelt abschneidet.
Bereits der 13. Fall für Albin und Mops Tyson. Und dieses Mal ist Albin ganz auf sich gestellt. Was ich schön fand, denn so langsam ist das Thema „Albin stolpert zufällig in die Ermittlungen seiner ehemaligen Kollegen“ etwas ausgelutscht. In „Schweigsame Provence“ darf Albin also alleine ermitteln. Die Verdächtigen sind auf dem Landgut versammelt und haben alle ein Motiv. Eine mühsame Kleinarbeit beginnt und langsam kommt Albin dem Täter auf die Spur.
Leclerc lesen ist immer etwas Besonderes. Was nicht zuletzt an Tyson liegt. Auch der Schreibstil von Lagrange ist erwähnenswert. Sehr lebendig, flüssig und anschaulich. Und die Charaktere liebenswert. Natürlich allen voran Albin Leclerc, der nicht nur logisch denkt, sondern auch mit viel Empathie an seine Fälle und die Verdächtigen herangeht. Die Dialoge im Buch sind pointiert und das Ende konnte mich dann in vielen Dingen überraschen.
Fazit: Nicht nur für Frankreich-Liebhaber ein Genuss. Ich bin bei diesem Buch wieder voll auf meine Kosten gekommen und freue mich schon auf den nächsten Fall.
Rezensionen von Harakiri:
Auch die dritte Reihe der Autorin punktet
Das erkaufte Glück von Anna Johannsen
Mit einer neuen Kommissarin startet Anna Johannsen ihre neue Reihe.
Lea Nielsen wechselt den Arbeitsplatz, um besser für ihren erkrankten Vater sorgen zu können. Gleich ihr erster Fall ist mehr als knifflig: die 19-jährige Maya van Berg verschwindet. Entführung oder ist das Mädchen vor ihrer dominanten Mutter geflohen? Lea hat es nicht leicht in einem von Männer dominierten Revier und ermittelt auf eigene Faust.
Ein sehr kniffliger Fall, der sich von einer Entführung zu einer Fahndung wandelt. Johannsens Charaktere sind lebensnah gezeichnet und ein wenig Romantik darf natürlich nicht fehlen.
Johannsen schreibt locker und flüssig und lädt ein zum Miträtseln. Ihre Krimis leben nicht von Blut und Splatter, sind aber deshalb nicht minder spannend.
Fazit: Auch die dritte Reihe der Autorin lädt zum Verfolgen und Mitfiebern ein.
Rezensionen von Harakiri:
Puffeline in Weihnachtsstimmung
Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum von David Safier
Puffeline in ihrem ersten Weihnachtskrimi
Nach einem abgebrochenen Urlaub auf Hawaii entdecken Angela und ihr Mann Achim eine Leiche in ihrem Kamin. Die Zeit, den Mord aufzuklären, eilt. Denn schließlich soll ja Hl. Abend auf dem Schloss gefeiert werden.
In gewohnt humorvoller Weise nimmt Safier uns mit in seinen neuen Merkel-Krimi.
Dabei nimmt er nicht nur die Ermittlungen in einem Kriminalfall auf, sondern nebenbei auch noch den einen oder anderen Politiker auf die Schippe.
Safiers neues Buch ist eher eine Kurzgeschichte, denn die 192 Seiten sind schnell gelesen. Aber gern gelesen, denn der Schreibstil ist locker und regt zum Schmunzeln an. Die Handlung ist überschaubar und die Charaktere gewohnt sympathisch. Leider kam Marie dieses Mal kaum vor. Amüsiert habe ich mich über den Urlaub auf Hawaii mit den Obamas.
Safier schreibt mit Mord unterm Weihnachtsbaum einen leichten und unterhaltsamen Krimi mit einem Mix aus Humor und Ermittlungen. Angela Merkel als Ermittlerin ist eine skurrile Idee, die aber gut funktioniert.
Der Fokus des Krimis liegt, wie bei den anderen Büchern aus der Reihe, auf Unterhaltung, nicht auf Spannung.
Fazit: ein schöner Cosy-Krimi, nicht nur für den Weihnachtsurlaub.
Rezensionen von Katja K.:
Sanfte Gehirnwäsche in ländlicher Idylle
Heimat von Hannah Lühmann
Dieses hochaktuelle Buch wird sicher noch lange nachwirken. Bereits das Cover lässt etwas vom Inhalt erahnen: unbelassene grüne Natur, über der sich dunkle Wolken zusammenbrauen, in deren Mitte der plakative Titel "Heimat" prangt. Es ist direkt klar, dass es sich hier nicht um einen Wohlfühlroman handelt.
Obwohl in den ersten Seiten noch gar nicht so viel passiert, haben mich der lebendige Sprachstil und das bereits unterschwellig angedeutete hochbrisante Konfliktthema direkt gefesselt. Die Autorin baut in ruhiger, unaufgeregter, aber sehr anschaulicher Erzählweise psychologisch so viel Spannung auf, dass ich das Buch bis zum Schluss kaum aus der Hand legen konnte. Vom Begriff der Tradwife hatte ich vor dem Lesen der Buchbeschreibung noch gar nichts gehört, wohl aber von dem Phänomen, das hier von Karolin verkörpert wird. Dieses ruft bei der neu hinzugezogenen Jana, deren Erleben die neutrale Erzählstimme folgt, zunächst Befremden, dann aber zunehmend Faszination hervor. Fast urteilsfrei werden hier zentrale menschliche und politische Werte kontrastiert, die immer mehr verschwimmen. Der Autorin ist es gelungen, äußerst eindrücklich und plausibel darzustellen, auf welch sanfte und verführerische Weise Karolin ihre gefährliche Ideologie – immer unter dem Deckmantel der Menschlichkeit und Christlichkeit – mittels sozialer Medien und lokaler Hilfsaktionen verbreitet und damit das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sorglosigkeit befriedigt. Dies alles geschieht so genial subtil, dass es gerade deshalb umso beklemmender und gruseliger wirkt. Das Ende kam für mich unerwartet und ich muss gestehen, dass ich es nicht gänzlich verstanden habe. Ich hätte es mir ein bisschen konkreter gewünscht, auch wenn ich eine unheimliche Ahnung habe. Fazit: Große Empfehlung für alle Leser*innen, die gesellschaftlich und politisch aktuelle und kritische Romane mögen und gerne zum Nachdenken angeregt werden.
Rezensionen von manu63:
Etwas zäh
The Night is Defying von Chloe C. Peñaranda
The Night is defying ist der Mittelteil der Nytefall Trilogie geschrieben von der Autorin Chloe P. Peñaranda.
Astraea und Nyte müssen weiterhin gegen Widerstände kämpfen und Astraea trauert noch immer ihren verlorenen Erinnerungen nach. Mit Hilfe von Nyte versucht sie einiges davon wieder zu bekommen und ihre Kräfte neu zu erwecken, doch das ist eine langwierige Angelegenheit.
Die Geschichte wird wie in einer sich wiederholenden Schleife erzählt und Dialoge über Gefühle und Freundschaften sind eher zäh als Zielführend. Auch die expliziten Szenen zwischen Astraea und Nyte werden immer häufiger und ausführlich dar gestellt. Das bringt für mich die Geschichte nicht weiter und ist für mich eher ermüdend zu lesen, weil sie sich nur in Nuancen ändern. Weniger wäre da mehr gewesen.
Erst auf den letzten 60-70 Seiten kommt Fahrt auf und einige der Fragen für die Leser und auch für Astraea und Nyte werden gelöst. So dynamisch hätte ich mir das gesamte Buch gewünscht und auch straffer erzählt.
Die Wendungen am Ende des Buches sind spannend und versprechen ein interessantes Finale wenn nicht wieder so viele Dialoge ähnlich werden und wenn es weniger explizite Stellen gibt.
Für mich durch die vielen Wiederholungen ein eher mittelmäßiger Mittelteil mit Potential nach oben für den Abschlussband.
Rezensionen von Lese:
Authentisch, aber nicht durchgehend fesselnd
Mit kalter Hand von Michael Tsokos
Die Geschichte hat mich zu Beginn schnell gepackt. Auch ohne die Vorgängerbände kommt man gut zurecht. Im Zentrum stehen zwei Fälle: Zum einen die grausamen Taten des „Pferderippers von Lübars“, zum anderen die Funde zerstückelter Leichenteile im Spandauer Forst. Beide Fälle sind interessant und ungewöhnlich.
Trotz vieler Details liest sich das Buch sehr schnell und flüssig, allerdings baut sich die Spannung erst in der zweiten Hälfte richtig auf.
Man bekommt einen realistischen, authentischen und fachlich fundierten Eindruck in die Arbeit der Rechtsmedizin, vor allem durch das Fachwissen von Sabine Yao. Ich hätte mir jedoch mehr Spannung und etwas Raffinesse gewünscht, um stärker gefesselt zu sein. An manchen Stellen hätte der Text gut gekürzt werden können. Zudem hätte ich mir mehr Einblicke in Sabines Privatleben gewünscht. Wahre Begebenheiten sind in die fiktive Geschichte eingebunden, was sie noch interessanter macht.
Das Fachwissen fand ich faszinierend und lehrreich, insgesamt fehlte mir aber etwas die Spannung und etwas mehr persönliche Note und Hintergrund zur Figur Sabine Yao. Trotzdem hat mich das Buch neugierig gemacht, und ich habe Lust bekommen, auch die früheren Teile der Reihe zu lesen. 3,5 Sterne.











