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Rezensionen von Katja K.:

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Ein netter Snack für zwischendurch

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West

Das Buch liest sich unglaublich schnell und leicht weg, es ist ein echt netter Snack für zwischendurch, auch wenn ich gestehen muss, dass ich mir ein bisschen mehr erwartet hatte.

Um das schlechte Date geht es im Prinzip nur im Prolog. Die Inkompatibilität der beiden Charaktere war für mich von Anfang an fadenscheinig.

Für mein Empfinden war es eher Fast Burn, auch wenn sich die Beziehung selbst tatsächlich erst langsam entwickelt hat. Aber irgendwie war alles sehr offensichtlich und generell fand ich die Story vorhersehbar.

Allerdings habe ich den Wortwitz wirklich genossen und es war richtig schön, diese leichte Lektüre auf dem Balkon zu lesen.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und humorvoll und die Charaktere haben zwar nicht viel Tiefgang, sind aber liebevoll gezeichnet. Besonders Margot ist eine sehr sympathische, chaotische und schlagfertige Protagonistin. Auch das Setting der Buchbranche hat mir gut gefallen und es war interessant, ein bisschen mehr über die Arbeit als Literaturagentin zu erfahren. Manche Übersetzungen fand ich holprig; sie klangen für mich im Deutschen eher altmodisch, aber das hat mich nicht weiter gestört.

Mein Fazit: Leicht, witzig und vorhersehbar und eignet sich damit gut als nette Urlaubslektüre. Viel Spannung und Tiefe darf man nicht erwarten. 3,5 Sterne.

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Ein netter Snack für zwischendurch
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Elfenkrone meets Bridgerton: nicht ganz so viel Fantasy, aber umso mehr Charme und ein toller Schreibstil!

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain von Sasha Peyton Smith

Ich bin begeistert! Das Buch kommt zunächst leise daher. Ich hatte immer Spaß beim Lesen, konnte es anfangs aber auch gut wieder aus der Hand legen, bis das, nun ja, irgendwann nicht mehr möglich war und ich es am Ende bis spät in die Nacht hinein regelrecht verschlungen habe.

Ein guter Schreibstil und glaubwürdige, spürbare Charaktere sind für mich meist am wichtigsten bei einem Buch und hier stimmt für mich beides.

Der Schreibstil hat mir wirklich wahnsinnig gefallen: flüssig, bildhaft, humorvoll, präzise gewählte Begriffe und eine dem viktorianischen Setting angemessene Sprache. Ich konnte mir alles wie in einem Film vorstellen und musste öfters schmunzeln und lachen. Auch die Wahl der POV hat mir gut gefallen.

Vorrangig wird hier aus Sicht von Ivy erzählt. Sie ist eine herrliche Protagonistin; ein bisschen tollpatschig, klug, verschmitzt, stur und mutig. Ich fand sie authentisch in ihrer Art und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Badass-Heldinnen, die nie so ganz mein Fall sind. Ihre Emotionen konnte ich gut spüren. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Man lernt sie nach und nach besser kennen.

Die Fae werden hier tatsächlich ähnlich wie die Elfen in den Büchern von Holly Black dargestellt. Sie sind also keine zarten, sanftmütigen Wesen, sondern ... ganz anders. Es gibt in jedem Fall auch so etwas wie Trials in der Story.

Man darf hier kein komplexes Worldbuilding erwarten und insgesamt war der Fantasy-Anteil, zumindest in diesem ersten Band, eher gering. Das hat meinem Lese-Vergnügen aber überhaupt keinen Abbruch getan. Ich fand das Buch rundum stimmig und gelungen und es gab auch einige für mich überraschende Elemente.

Ein Hinweis zum Spice: Es gibt hier eine Szene, allerdings wird sie wirklich der Zeit entsprechend sehr elegant beschrieben. Auch das fand ich charmant und passend. Die Liebesgeschichte hat mich richtig berührt.

Fazit: Für mich ist dieses Buch ein rundum stimmiges Highlight und ich kann es allen empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame und spannende Story mit Jane Austen-Vibes und ein wenig Fantasy haben. Es soll ja Leute geben, denen Elfenkrone von Holly Black aufgrund des rudimentären Worldbuildings nicht gefallen hat. In dem Fall kann ich nicht einschätzen, inwiefern dieses Buch eine gute Wahl ist.

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Elfenkrone meets Bridgerton: nicht ganz so viel Fantasy, aber umso mehr Charme und ein toller Schreibstil!
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Etwas kurz und vorhersehbar, aber ich mag die Reihe einfach

Autumn Secrets von Sarah Fulmar

Nach dem ersten Band "Summer Tides" habe ich mich sehr gefreut, für den Herbst zurück nach St. Ives zu reisen und Penelope und Nathan bei ihrer Geschichte zu begleiten.

Der Schreibstil ist auch in diesem Band wie gehabt sehr angenehm und echt. Er wirkt reif und an keiner Stelle ungekünstelt.

Für mich macht er auch den größten Pluspunkt dieses Buches aus, da es dadurch wirklich sehr leicht zu lesen ist.

Nathan und Penelope haben mir als Charaktere prinzipiell gut gefallen, auch wenn ich ein bisschen das Gefühl hatte, dass ich in die Story hineingeworfen wurde und nicht so viel Zeit hatte, sie erstmal etwas kennenzulernen. Allgemein war mir das Tempo zu hoch. Auch erschienen mir manche Situationen konstruiert, als ob möglichst viele Tropes abgearbeitet werden sollten. Sie entwickelten sich nicht so natürlich wie die Geschichte von Scarlett und Jonah im ersten Band. Das fand ich etwas schade. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Story noch etwas mehr Raum bekommen hätte, um sich zu entfalten.

Bis auf wenige Ausnahmen, die im Nachhinein reflektiert wurden, haben sich die Charaktere weitgehend reif verhalten und spätestens im Nachhinein auch recht erwachsen kommuniziert, was mir gut gefallen hat.

In den kleinen Ort kehre ich immer wieder gerne zurück mit den verschiedenen teils skurrilen Charakteren und dem Zusammenhalt. Ich mag einfach die Atmosphäre, auch wenn ich sagen muss, dass die Herbst Vibes in diesem Buch für mein Gefühl eher untergingen.

Mein Fazit: Eine solide und für heutige Verhältnisse relativ kurze Romance, die sich nett lesen lässt, für meinen Geschmack aber noch ein bisschen mehr in die Tiefe hätte gehen können.

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Etwas kurz und vorhersehbar, aber ich mag die Reihe einfach
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Zwischen Beklemmung, Slapstick und Hoffnung

Pause von Lena Kupke

"Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst." (Vorwort)

Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe es regelrecht verschlungen. Mit Hanna konnte ich mich so gut identifizieren wie lange nicht mehr mit einer Protagonistin.

Im Prinzip passiert vom äußeren Geschehen her nicht viel mehr als das, was im Klappentext schon angedeutet wird.

Doch bei diesem Buch geht es auch nicht so sehr um eine spektakuläre Handlung, sondern vielmehr um das innere Erleben, das durch den unaufdringlichen, humorvollen und doch eindrücklichen Schreibstil der Autorin spürbar wird. Es ist ein leises Buch, das zum Fühlen und Nachdenken anregt. Ich habe gelacht, ich war wütend und es sind auch ein paar Tränen geflossen.

Die Familiendynamik wurde grandios und fast Slapstick-mäßig beschrieben. Hanna wollte ich abwechselnd in den Arm nehmen und kräftig durchschütteln angesichts ihrer (mangelnden) Kommunikation. Sehr gelungen fand ich, dass ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ganz leise und natürlich geschah und doch deutlich zu spüren war. Ihre traumatischen Erlebnisse werden nur angedeutet, den Rest können wir uns zusammenreimen. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich es emotional sehr intensiv und hätte eine Content Note und Triggerwarnung mit einem Hinweis zu Beginn des Buches für sinnvoll gehalten.

Einziger Kritikpunkt von mir: Die Dialoge mit den gleichaltrigen FreundInnen erschienen mir etwas zu aufgesetzt und gewollt cool mit den vielen englischen Begriffen. Das war sicherlich auch satirisch gemeint, aber ich fand es "too much" und es hat mich teilweise ein bisschen aus dem Lesefluss gerissen.

Mein Fazit: Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich emotional so abgeholt und berührt hat. Ich kann dafür nur eine große Empfehlung aussprechen, besonders an diejenigen Personen, die selbst Schicksalsschläge erlebt haben und mit den Reaktionen ihres Umfelds zu kämpfen hatten.

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Angenehm unaufgeregt, ohne langweilig oder seicht zu sein

Summer Tides von Sarah Fulmar

Wow, von diesem Buch war ich echt positiv überrascht! Die Meinungen scheinen auseinander zu gehen und mir hatte sogar eine Person davon abgeraten es zu lesen. Dabei muss ich wirklich sagen, mir hat die Geschichte richtig gut gefallen und ich habe sie an zwei Tagen ganz locker durchgelesen.

Der Schreibstil ist angenehm "echt", flüssig und locker und insgesamt ist es das, was für mich auch die Atmosphäre des Buches ausgemacht hat.

Alles wirkt irgendwie authentisch und wie aus dem Leben gegriffen. Ein paar ernste Themen waren dabei und wurden in meinen Augen gut aufgearbeitet. Und die Found Family Vibes waren toll.

Sowohl Scarlett als auch Jonah fand ich als Charaktere richtig angenehm und authentisch. Auch die Beziehungsdynamik konnte ich fühlen.

Mein Fazit: Eine unaufgeregte und leicht zu lesende Sommerlektüre, die ich allen empfehlen kann, die New Adult mögen (auch wenn die Charaktere hier schon älter sind) und nicht unbedingt wahnsinnig viel Action in einer Story brauchen.

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Nicht ihr bestes Buch, aber immer noch Abby Jimenez

The Night We Met von Abby Jimenez

Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, weil ich gespaltene Meinungen dazu gehört habe. Ich kenne bislang zwei Bücher der Autorin, die ich sehr geliebt habe.

Der Einstieg fiel mir wie immer leicht. Ich liebe einfach den humorvollen, bildhaften und emotionalen Schreibstil der Autorin. Er ermöglicht es mir immer, wirklich in ihre Welt einzutauchen und mich von der Geschichte wegtragen zu lassen.

Außerdem mag ich es, dass sie sich ausgiebig mit ernsten Themen im Bereich Mental Health auseinandersetzt und diese in der Regel realistisch darstellt. Eine Dreiecksgeschichte ist zudem immer eine heikle Sache und erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Meine Kritik bezieht sich vor allem auf das Verhalten eines Hauptcharakters und das Konzept von Liebe, das hier teilweise vermittelt wird. Ich habe sein Verhalten als äußerst problematisch und fast schon pathologisch übergriffig und bevormundend erlebt, co-abhängig in allen erdenklichen Varianten, obwohl es als selbstlos und wünschenswert dargestellt wurde. Das fand ich sehr unglücklich und schade, gerade, weil die Autorin so gerne psychische Probleme adressiert.

Nichtsdestotrotz vergebe ich vier Sterne aufgrund des tollen Schreibstils und der Tatsache, dass ich wirklich ganz in die Geschichte abtauchen konnte und sie mich dennoch berührt hat. Außerdem geht es auch um Freundschaft und dieser Part ist gut gelungen.

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Von der Kunst, sich in ganz unterschiedliche Charaktere glaubhaft hineinzuversetzen

The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh

Kyra Groh ist für mich eine Meisterin der liebenswert authentischen RomComs, die mich mit ihrem Wortwitz und ihren bildhaften Vergleichen immer wieder zum Lachen bringt. Ich bewundere ihr Talent, sich in ganz unterschiedliche, auch unbequeme oder "anstrengende" Charaktere glaubhaft hineinzuversetzen und diesen eine eigene Stimme zu geben.

Auch hier fand ich besonders beeindruckend, dass sich die POV von Nore und Dex im Ton deutlich unterschieden haben und man sie nicht nur anhand der Überschriften auseinanderhalten konnte, wie es leider sonst oft der Fall ist. Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Es sind nicht die typischen wunderhübschen 0815 Protagonisten, sondern sie haben auch äußerlich ihre Eigenarten, durch die sie aber umso liebenswerter und schöner wirken. Dex war eine willkommene Abwechslung zu den typischen muskulösen, sportlichen und wortkargen Männern des Genres und Nore zu den oft etwas vorlauten, chaotischen und unangepassten Frauen.

Die Liebesgeschichte fand ich wunderschön dargestellt, ich bin ein bisschen dahingeschmolzen. Und ich konnte die Persönlichkeitsentwicklung von beiden gut nachvollziehen und spüren. Nores Selbstzweifel waren mir zwischendurch ein bisschen zu überspitzt dargestellt, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

Fazit: Diese herrlich frühlingshafte RomCom ist etwas fürs Herz und ich kann sie nur wärmstens empfehlen!

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Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!

We Who Will Die von Stacia Stark

Für mich war dieses Buch ein Pageturner mit einer faszinierenden Welt aus Gladiatoren, Vampiren, Intrigen und interessanten Charakteren. Ich fand es durchweg spannend. Immer dann, wenn ich dachte, dass es etwas zäh werden könnte, ist etwas Neues passiert, so dass ich das Buch verschlungen habe.

Arvelle ist eine verbitterte, starke und verzweifelte Protagonistin, die mir gut gefallen hat.

Die anderen Hauptcharaktere sind zu einem großen Teil undurchsichtiger. Ich belasse es absichtlich vage, um nicht zu spoilern. In jedem Fall gehört die Interaktion von Arvelle mit den männlichen Protagonisten und potentiellen Love Interests zu den Elementen, die mir an der Story besonders gut gefallen haben (Stichwort Tension!), obwohl die Romance angenehm im Hintergrund bleibt und niemals den Plot dominiert.

Die erschaffene Welt ist mal eine erfrischend andere mit ihren Vampiren, Gladiatoren und den verschiedenen magischen (Tier-) Wesen in einem Setting, das an das alte Rom erinnert.. Sie ist teilweise sehr komplex und es passiert gefühlt ständig etwas, so dass ich zwischendurch auch mal den Überblick verloren und Einzelheiten vergessen habe, was mich aber nicht weiter gestört hat. Die Komplexität lädt dazu ein, Hypothesen über Hintergründe und weitere Geschehnisse anzustellen und fleißig zu rätseln, was mir großen Spaß gemacht hat.

Besonders die Welt der Götter fand ich faszinierend und hätte gerne noch einen genaueren Einblick erhalten. Auch die magischen Wesen werden zum Teil nur erwähnt, als wüsste man bereits, was damit gemeint ist. Einige konnte ich mir dank Latein-LK einigermaßen vorstellen, andere blieben blass. Ein Glossar sowohl zu den verschiedenen Völkern, den magischen Wesen und den Göttern wäre definitiv hilfreich gewesen. Insgesamt ist ein umfassendes und nachvollziehbares Worldbuilding etwas zu kurz gekommen, aber womöglich baut es sich langsam über die Reihe hinweg auf.

Fazit: Ich kann nur eine große Empfehlung für diese kurzweilige Fantasy mit ihren spannenden Entwicklungen und interessanten Charakteren aussprechen und freue mich schon riesig auf den nächsten Band.

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Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!
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Grandioser Start, aber wo war die Spannung danach?

The Crane and the Nightjar von Ada Bailey

Wie schade! Was ist da nur passiert?! Ich habe es selten, dass ich von dem Beginn eines Buches so begeistert bin. Tatsächlich fand ich die Leseprobe richtig genial und habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut, aber es konnte mich einfach nicht fesseln und ich musste mich immer wieder regelrecht dazu aufraffen weiterzulesen.

Gefühlt wurde da ganz viel Potenzial verschenkt.

Der Schreibstil ist an sich flüssig und sehr schön atmosphärisch, das Setting düster und die Magie, bei der man immer ein Stück seiner Seele verliert, wirklich faszinierend. Auch die Charaktere fand ich angenehm, sie wirkten erwachsen und reif.

Von den logischen Fehlern konnte ich persönlich gut absehen. Teilweise tauchen Personen an Stellen wieder auf, obwohl sie eigentlich gerade woanders sind, oder die Haarfarbe einer Person ändert sich einfach mal willkürlich. Aber wie gesagt, das hat mich persönlich nicht so gestört.

Ich hatte vielmehr Probleme damit, dass einfach für mich keine wirkliche Spannung aufkam, erst im letzten Achtel wieder. Ich nehme an, dass es zum einen daran lag, dass ich mir mehr und tiefere Emotionen gewünscht hätte und zum anderen daran, dass das Worldbuilding zu dem an sich interessanten Magie-System nicht sehr ausgereift war. Die Magie hat schlussendlich in dieser Story gar nicht so eine große Rolle gespielt. Den Plot Twist habe ich kommen sehen, aber auch darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn ich einfach gefesselter gewesen wäre.

Fazit: Sicherlich eine solide Romantasy mit einem wirklich starken Beginn und vielversprechendem Magie-System, die dann aber geschwächelt hat und mich enttäuschend wenig mitreißen konnte.

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Beeindruckend realistische Darstellung einer Essstörung

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1) von Maxine Reuker

Vorab: Bei Problemen mit dem Essen und dem Gewicht sollte man zuvor die Triggerwarnung durchlesen. Auch bin ich nicht sicher, inwieweit sich dieses Buch wirklich für Jugendliche eignet, die ja häufig ohnehin in einer sensiblen Phase in Bezug auf ihre Figur stecken.

Was mich persönlich angeht, so bin ich etwas holprig gestartet.

Manche Dialoge und Formulierungen kamen mir etwas umständlich und konstruiert vor, manche Handlungen nicht wirklich nachvollziehbar. Ich bin froh, dass ich wegen der Empfehlung einer Freundin trotzdem weiter gelesen habe.

Den Klappentext finde ich irreführend. Hier steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, wie angedeutet, sondern tatsächlich Milas Belastung und ihr Weg in die Essstörung. Ich bin selbst Psychotherapeutin und war wirklich tief beeindruckt davon, wie realistisch die Autorin die Essstörung, vor allem auch die Körperwahrnehmungsstörung und die Hartnäckigkeit dieser Erkrankung dargestellt hat. Man merkt, dass sie selbst Erfahrung mit dieser gefährlichen Störung hat.

Insgesamt fand ich die Charaktere sehr liebevoll gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Milas Unsicherheit und Ambivalenz waren für mich deutlich spürbar.

Am Ende fand ich den Schreibstil dann wieder etwas holprig, die Liebesgeschichte kitschig und das Tempo zu hoch. Außerdem wurde schnell noch etwas Drama hineingebaut, das hätte ich persönlich nicht gebraucht. Aber so ist das Ende offen geblieben und man kann gespannt auf die Fortsetzung sein.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für das Thema sensibilisieren möchten und generell an Mental Health-Themen interessiert sind. Bei eigenen Problemen mit der Figur und dem Essen würde ich hingegen gut abwägen, ob die Lektüre das Richtige für mich ist.

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