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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von F.H.:

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Tolle Fortsetzung

Die Schule der magischen Tiere 16: Land unter! von Margit Auer

Margit Auers neuestem Buch aus der Reihe "Die Schule der magischen Tiere" haben meine Töchter entgegengefiebert und sie wurden auch keineswegs enttäuscht. Obwohl die Illustration für uns alle noch etwas gewöhnungsbedürftig ist - Nina Dulleck hatte hier einfach Maßstäbe gesetzt - hat uns das Buch sehr gut gefallen.

Auch das Ende ist spannend geschrieben und lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen - wie aufregend! Margit Auer greift aktuelle Themen auf, was mir als Mutter sehr gut gefällt und auch die Kinder zum Nachdenken bringt. Alles in allem ein must-read, sowohl für Kinder als auch Eltern. Wir sind schon sehr gespannt, wie Margit Auer diese Reihe weiterführen wird und wir fiebern inzwischen dem nächsten Film entegegn, der im Herbst in die Kinos kommt. Schade daran ist nur, dass die Filme sehr von den Romanvorlagen abweichen.

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Tolle Fortsetzung

Rezensionen von Lisoka:

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Schöner Liebesroman

Variation - Für immer oder nie von Rebecca Yarros

"Variation" von Rebecca Yarros ist ein schöner Liebesroman, der durchaus ernste und tiefgründige Themen behandelt.
Inhaltlich dreht sich im Buch vieles um die Vergangenheit der Hauptcharaktere, denn diese wirft ihren Schatten auf die Gegenwart der beiden. Doch der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Vergangenheit zu diskutieren ohne allzu viele Rückblenden zu benutzen.

Das hat mir sehr gefallen, denn ich bin kein großer Fan von vielen Rückblenden! Das Buch spielt die meiste Zeit über in der Gegenwart.
Außerdem hat mir die Dynamik zwischen den einzelnen Charakteren sehr gut gefallen. Die Emotionen von Allie und Hudson und wie sie zueinander stehen sind sehr greifbar und authentisch. Auch die Nebencharaktere kommen gut zur Geltung. Sie sind keine oberflächliche Randerscheinung, sondern sehr gut in die Handlung integriert!
Obwohl ich die Handlung zu jeder Zeit interessant fand, hatte ich leider dennoch das Gefühl, dass es sich an manch einer Stelle etwas gezogen hat. Trotzdem empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter. Dem Thema Ballett gegenüber, sollte man allerdings nicht abgeneigt sein, denn es ist im Buch allgegenwärtig.

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Schöner Liebesroman

Rezensionen von Lisoka:

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Gelungener

A Dance of Lies von Brittney Arena

"A Dance of Lies" konnte mich richtig fesseln! Denn es erwartet einen eine Handlung voller Spannung und Intrigen, die sehr abwechslungsreich ist! Der Autorin Brittney Arena ist ein toller Debütroman gelungen. Sie schreibt sehr bildgewaltig, sodass sie mich direkt in ihren Bann gezogen hat.

An manch einer Stelle habe ich mit Vasalie mitgelitten, an anderer Stelle die Hände über den Kopf geschlagen wegen manch einer ihrer Entscheidungen. Insgesamt ist sie ein sehr sympathischer Charakter voller Tiefgang, der es im Leben nicht leicht hatte. Ebenso gefällt mir, dass man einen guten Einblick in die Nebencharaktere erhalten hat, was das Buch gleich noch einmal interessanter werden lassen hat. Darüber hinaus gibt es so manch eine überraschende Wendung, die für Spannung sorgt.
Mich hat allerdings gestört, dass vorher nicht ersichtlich war, dass es kein Einzelband ist. Es folgt definitiv ein weiterer Teil, denn die Handlung ist nicht abgeschlossen. Jetzt heißt es leider Warten, aber dennoch freue ich mich sehr auf den zweiten Band. Darum sollte es nicht verwunderlich sein, dass ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehle!

PS: Das Hardcover besitzt ein integriertes Lesebändchen, was mich sehr gefreut hat!

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Gelungener

Rezensionen von DoraLupin:

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Gelungenes Ende der Dilogie

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit von Corina Bomann

Die Handlung führt nach Karlskrona ins Jahr 1910. Dank ihrer Freundschaft und ihres Mutes haben Marlene und Liv gemeinsam eine Zuflucht geschaffen: Der malerische Rosenhag ist ein Ort, an dem Frauen einander helfen, sich gegenseitig unterstützen und Geheimnisse austauschen – ganz gleich, welche Herkunft sie auch haben mögen.

Doch als ein Mann aus Marlenes Vergangenheit plötzlich in ihrem wohl geordneten Leben auftaucht, scheint alles, woran sie einst glaubte, nicht mehr gültig. Und auch das zarte Band zu Oskar könnte nun zerreißen. Liv hingegen ist bereit, sich neu zu verlieben. Wäre da nicht ihr grausamer Ehemann Sten Boregard, der mit allen Mitteln versucht, ihr Leben aus den Angeln zu reißen. Mit Zuversicht wollen die Frauen in eine selbstbestimmte Zukunft schreiten – aber ihnen werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Können sie ihren Gegnern endlich gemeinsam die Stirn bieten? Oder müssen sie ihre Träume ein für alle Mal aufgeben?

Ich habe wieder ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden, das Buch knüpft quasi nahtlos an den ersten Teil an und die Geschichte wird hier weitergeführt. Der Schreibstil war wie gewohnt einfach traumhaft: Locker-leicht, schön bildlich, so dass ich mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens wiedergefunden habe. Wie das harte Leben der Frauen in Schweden 1910 beschrieben wurde, war einfach nur toll und lehrreich. Und zudem war ein sehr schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen gelassen hat.

Die meisten Charaktere kannte ich bereits vom ersten Teil der Reihe und Marlene und Liv waren wieder absolut sympathisch. Es gibt alte Bekannte, jedoch auch einige neue Charakere, die die Handlung großartig abrunden. Manche sind mir schnell ans Herz gewachsen, andere waren einfach nur unsympathisch. Die Autorin schafft es aber immer die Personen authentsich und voller Emotionen zu beschreiben. Alle haben ihre Stärken und Schwächen und das ist gut so und macht Spaß zu lesen.

Ich wurde auf jeden Fall wieder sehr gut von der Geschichte unterhalten. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Vor allem die überraschenden und auch sehr emotionalen Wendungen haben mich in ihren Bann gezogen. Ausserdem konnte ich wieder einiges über das Leben der Frauen und Sufragetten mitnehmen und ganz nebenbei Neues lernen. Ein wirklich tolles Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Ich vergebe dafür 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Fans der Autorin und vorallem an die, die den ersten Teil schon toll fanden.

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Gelungenes Ende der Dilogie

Rezensionen von Anndlich:

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Warum?

QUID+ Aber warum? von

Aber warum? von Barbara Franco beschäftigt sich mit 27 Aber-warum-Fragen. Die Idee aus Fragen, die sich Kindern alltäglich stellen, kleine Vorlesegeschichten zu erstellen, hat mir sehr gut gefallen und auch, dass am Ende nochmal ein Informationstext für die Erwachsenen eingefügt wurde. Die Umsetzung konnte mich aus einigen Gründen leider weniger begeistern.

Die Texte werden Kindern von drei bis sechs Jahren empfohlen, doch für mein Empfinden ist der Sprachstil zu hochtrabend und wenig kindgerecht. Teilweise wirken auch die Figuren wenig authentisch, eine ältere (aber nicht alte) Schwester, die dem jüngeren Geschwisterlichen die ‚aber warum‘ Frage erklären möchte ist schön, aber wirkt inhaltlich und vor allem sprachlich nicht authentisch.

Die Fragen selbst sind teilweise nicht gut beantwortet. Hautfarben bestimmten Herkunftsländern zuzuordnen sehe ich sehr kritisch! Dass das jüngere Kind seinen Penis als Wurm tituliert finde ich nicht schlimm, aber dass in der Folge mit Schmetterling und Penis gearbeitet wird, also nur das männliche Geschlecht benannt wird, hat einen faden Beigeschmack. Ganz schlimm fand ich jedoch die Geschichte zum Thema Streit zwischen den Eltern, diese Frage wird auf eine Weise beantwortet, die am Ende das Gefühl geben könnte, dass ein Streit zwischen Eltern eine Verhaltensweise der Kinder voraussetzt und gibt Kindern (indirekt) eine potenzielle Schuld oder trägt ihnen eine Pflicht auf. Klar, die Frage wird von der großen Schwester beantwortet und diese kennt die genauen Gründe nicht, sie versucht sich lediglich selbst etwas zu erklären und eine Lösung zu finden. Da aber genau das nicht die Lösung ist, möchte ich meinem Kind diese Geschichte auch nicht vorlesen und damit ein Gefühl erzeugen, dass das überhaupt und jemals die Lösung sein könnte. Es gibt noch einige weitere Geschichten, deren Umsetzung ich relativ schwach fand und leider nur wenige, die mich inhaltlich wirklich überzeugen konnten.

Insgesamt fand ich die Anordnung auch sehr durchgewürfelt und hatte nicht das Gefühl, dass sich das Buch als komplettes Vorlesewerk eignet, sondern eher einen gezielten Einsatz bedarf, bei dem man als Elternteil vorab schauen sollte, welche Geschichte die Frage wirklich ausreichend (und gut) beantwortet.

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Warum?

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Eine Hommage an eine fast Vergessene

Die Gipfelstürmerin von Andrea Günther

Andrea Günther hat sich in diesem historischen Roman, der der Beginn einer Reihe sein soll, einer Pionierin in Sachen Bergsteigen angenommen: Es handelt sich um Lucy Walker (1836-1916), die Tochter des britischen Alpinisten Frank Walker, der mit seinem Sohn Horace bereits zahlreiche Gipfel bestiegen hat.

Lucy ist ein Bewegungstalent, obwohl sie von Rheumaschüben geplagt wird. Zudem ist es Frauen auf Grund gesellschaftlicher Konventionen nicht erlaubt bequeme Kleidung zu tragen. Schnürmieder, Krinolinen, bodenlange bauschige Röcke aus vielen Lagen Stoff sowie dünnsohlinge Schuhe machen schon den Alltag beschwerlich. Doch Lucy setzt ihren Kopf durch. Anstatt wie von Tante und Mutter gefordert, die Schweizer Alpen von der Terrasse des feudalen Hotels aus zu betrachten, schlüpft sie in zwei Paar Socken und die Bergschuhe ihres Bruders. Gemeinsam mit Vater und Bruder, die von erfahrenen Bergführern, unter anderem Melchior Anderegg geführt werden, feiert sie nicht nur einen Gipfelsieg nach dem anderen sondern den Sieg über sich selbst sowie über Konventionen. Dabei kommt ihr der Ruf, dass Engländer spleenig sind, gerade recht.

Mit dem verheirateten Bergführer Melchior Anderegg entspinnt sich eine zarte verbotene Liebe. Als Lucy erfährt, dass die Amerikanerin Meta Breevort das Matterhorn besteigen will, kommt sie ihrer Konkurrentin zuvor und steht am 22. Juli 1871 auf dem Gipfel des höchsten Berg der Schweiz.

Lucy wird nie heiraten und, weil die Britische Alpine Club keine Frauen als Mitglieder akzeptiert, tritt sie dem 19067 gegründeten Ladies‘ Alpine Club bei und ist von 1913 bis 1915 dessen zweite Vorsitzende.

Meine Meinung:

Schon das Cover lädt ein, dieses Buch zu lesen und der Inhalt fesselt bis zur letzten Seite. Man kann Lucy Walkers Mut und Entschlossenheit (oder Sturheit?) nicht hoch genug einschätzen, in einer Zeit in der Frauen künstlich dumm gehalten und wie Ware gewinnbringend an einen vom Vater ausgesuchten Ehemann verschachert worden sind, sich diesen Konventionen entgegen zu stellen.

Wenn ich nur daran denke, mit welcher Ausrüstung die Männer damals die Alpen bezwungen haben sind, wird mir schon Angst und Bang. Und dann noch als Frau, immer daran denken müssend, keinesfalls die Knöchel zu zeigen, dafür nicht zu schwitzen, mit gerafften Röcken und tadelloser Frisur auf mehr als 4.000 Meter aufzusteigen. Wahnsinn! Schmunzeln musste ich, als Lucy von ihrer Mutter ansteckbare Löckchen erhält, um im Tal den Eindruck einer ordentlich frisierten Frau zu erwecken.

Ich habe ja schon einige Biografie und/oder Romane über Bergsteigerinnen gelesen, doch diese hat mir besonders gut gefallen. Autorin Andrea Günther hat hier Fakten und Fiktion geschickt zu einem leicht lesbaren und amüsanten historischen Roman verknüpft.

Gut gelungen ist der Autorin auch die Zweifel der Lucy Walker darzustellen, die sich den Vorurteilen der damaligen Gesellschaft entgegenstellt, aber doch beinahe den Einflüsterern, der einzige Daseinszweck einer Frau sei es, zu heiraten und Kinder zu bekommen, erliegt. Nachdem sie die Hochzeit mehrmals unter zum Teil fadenscheinigen Ausflüchten verschiebt, löst Henry Pernick zornig und enttäuscht die Verlobung.

So verschieden Lucy Walker, die Tochter aus guten Hause, und der Schweizer Bergführer Melchior Anderergg gewesen sind, so eint sie neben ihrer Liebe zu Bergen, dass weder nach ihr noch nach ihm, ein Gipfel, Grat oder eine Route benannt worden sind. Nach Meta Breevort ist in der französischen Dauphiné trägt der höchste Gipfel, der 3.675 Meter hohe Pointe Breevort ihren Namen. Pointe Walker in den Grandes Jorrasses ist nach Lucy Walkers Bruder Horace benannt.

Lucy Walkers bestieg innerhalb von 21 Jahren 59 Berge, darunter Eiger, Mönch, Jungfrau, Matterhorn und Ortler. Auf sechzehn Gipfel war sie die erste Frau. Ihre Leistungen sind fast vergessen, aber nur fast. Mit diesem historischen Roman wird ihr Beifall gezollt.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser Hommage an die britische Alpinisten Lucy Walker eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Eine Hommage an eine fast Vergessene

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Hat mir gut gefallen

Der große UFA-Bluff von Anton Leiss-Huber

Dieser historische Roman von Anton Leiss-Huber beruht auf wahren Begebenheiten. Worum geht’s?

Der Zweite Weltkrieg geht nun, 1944/45, in seine finale Phase. Während die Alliierten vom Westen her Stadt für Stadt einnehmen und die Sowjet-Armee vom Osten auf Berlin vorrückt, trommeln Hitler und Konsorten die große Mär von Wunderwaffen und Endsieg.

Auch die in Babelsberg ansässige Ufa muss ihren Beitrag leisten und entsprechende Filme drehen.

Doch auch hier, im Zentrum der Illusionen weiß man, wie die Wirklichkeit aussieht. Zahlreiche Schauspieler, Beleuchter und Kameramänner leben in steter Angst, eingezogen zu werden und die Mangelwirtschaft lässt die Menschen hungern. Rund um die Ufa gibt es zwar noch Lebensmittel, Zigaretten und Schnaps, woher, will niemand so recht wissen.

Also redet der (fiktive) Produktionsleiter Eberhardt Schmidt Minister Goebbels ein, einen weiteren Propagandafilm für den Endsieg zu drehen. Er erhält tatsächlich den Befehl und so begibt sich das Filmteam samt Ausrüstung auf abenteuerlichem Weg nach Mayrhofen, im österreichischen Zillertal. Mit dabei unter falschem Namen ist Erich Kästner, dessen Bücher verboten sind. Zunächst scheint alles wie ein Ferienaufenthalt zu laufen, doch auch im Zillertal gibt es stramme Nazis wie den Ortsgruppenleiter oder das Fräulein Rottecker, die fest an den Endsieg glauben, weshalb die Filmcrew in große Gefahr gerät, aufzufliegen.

Wie sie es schaffen, selbst den Tiroler Gauleiter Franz Hofer, von ihrer Arbeit zu überzeugen, müsst ihr schon selbst lesen.

Meine Meinung:

Dieser historische Roman ist Autor Anton Leiss-Huber, der durch seine Altötting-Krimis bekannt ist, sehr gut gelungen. Wie er im Nachwort schreibt, hat er penibel in diversen Archiven und vor Ort in Mayrhofen recherchiert, dort mit Zeitzeugen gesprochen. Die beste Quelle um dieses Buch authentisch zu schreiben, ist - wie er sagt - Erich Kästners Tagebuch. Kästner hat diese Ereignisse später in seinem Werk „Notabene 45“ literarisch verarbeitet.

Erich Kästner ist nicht der einzige Prominente der uns hier über den Weg läuft. So taucht plötzlich die Sängerin und Tänzerin Marika Rökk, der Haltung zum Regime durchaus ambivalent zu sehen ist, zumal sie sich, wie hier zu lesen, aufmacht, zu den britischen oder amerikanischen Befehlshabern zu eilen, um für deren Unterhaltung zu sorgen.

Die Rökk ist nicht der einzige bekannte Namen. Zu Beginn des Romans, noch in Berlin, treffen wir mit Gustav Gründgens, Elisabeth Flickenschild, Kristina Söderbaum und Veit Harlan zahlreiche Größen der Ufa, die in zahlreichen Propagandafilmen mitgespielt haben.


Mir hat dieser historische Roman, der eine nicht ungefährliche Aktion beschreibt, sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Anton Leiss-Huber hat geschickt Fakten mit Fiktion verknüpft.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem, auf wahren Ereignissen beruhendem, historischen Roman 5 Sterne.

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Hat mir gut gefallen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Fakten und Fiktion gut verknüpft

Fanny Leicht - Eine Frau und ihr schwäbisches Bierimperium von Günther Thömmes

Dieser historische Roman von Günter Thömmes beschäftigt sich mit Fanny Leicht, die Ende des 19. Jahrhunderts, nach dem frühen Tod ihres Bruder, heimlich das Brauhandwerk bei ihrem Vater Carl Johann Widmaier erlernt. Allerdings muss Fanny, um die Konzession zu behalten, einen Braumeister heiraten.

In Robert Leicht findet sie einen fortschrittlichen Ehemann und Geschäftspartner. Dennoch kommt Fanny nicht gegen die gesellschaftlichen Konventionen an. So werden Robert zahlreiche Ehrungen wie Kommerzienrat zuteil, während Fanny mehrmals leer ausgeht. Sie darf zwar mildtätig sein, aber gewürdigt wird sie erst nach ihrem Tod als man die von ihr gestiftet Mädchenoberschule nach ihr benennt. Das Fanny-Leicht-Gymnasium in Vaihingen besteht heute noch.

Bevor wir uns Fanny widmen können, entführt uns der Autor zwei Generationen zuvor in die Familiengeschichten der Leichts und Widmaiers. Diese durchaus spannende Reise ist notwendig, um die gesellschaftlichen und familiären Hintergrund zu verstehen, der auch die eine oder andere Widrigkeit mit Verwandten mit sich bringt.

Ich bin ja ein Fan von historischen Romanen, die sich mit beinahe fast vergessenen starken Frauen beschäftigen. Ich trinke zwar kein Bier, doch der eine oder ander Name einer Brauerei ist mir geläufig. Als Wienerin kenne ich natürlich die Schwechater Brauerei, die von Franz Anton Dreher, der 1760 ein kleines Brauhaus nahe Wien pachtet, gegründet worden ist. Seine Nachkommen werden die Brauerei weiter ausbauen, bis die 130-jährige Familientradition mit dem Tod von Anton Eugen Dreher (1871-1925) erlischt. Die Schwechater Brauerei firmiert heute gemeinsam mit anderen Brauereien als Brau-Union unter einem Dach.

Was ich nachlesen möchte, wann den Frauen das Bier brauen untersagt worden ist. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde im Mittelalter bis zur Neuzeit in bäuerlichen (?) Haushalten Bier gebraut. Vermutlich nur zum Eigengebrauch und mit geringem Alkoholgehalt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Ausflug in die Kunst des Bierbrauens 5 Sterne.

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Fakten und Fiktion gut verknüpft

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Hier ist wenig, wie es scheint

Hamburg Chinatown von Anette Strohmeyer; Eric Niemann

Das Autoren-Duo Anette Strohmeyer und Eric Niemann entführt uns in das Hamburg der 1920er-Jahre. Es ist die Zeit kurz nach dem Ende des Großen Krieges, wie man den Ersten Weltkrieg damals genannt hat. Die Wirtschaft liegt darnieder, an Körper und Geist versehrte Soldaten betteln auf den Straßen, weil es weder Unterkünfte noch Sozialsystem gibt.

Besonders schwer haben es jene Kriegsversehrte, die eine Gesichtsverletzung davongetragen haben und sich kaum in die Öffentlichkeit trauen. Man nennt sie „Gueules Cassées, zerhauene Visagen". Einige engagierte Frauen fertigen Gesichtsmasken für diese Männer an, um ihnen ein wenig ihrer Würde zurückzugeben. Gleichzeitig leben einige wenige, wie der Reeder Alfred Möller auf großem Fuß. Seine Tochter Tessa treibt sich heimlich in Chinatown herum und lernt Li Lim kennen, der einen besonderen Auftrag hat.

Zahlreiche kleinere und größere Verbrechen halten die Polizei, wie den Ordnungspolizisten Peder Hansen in Atem, der zusätzlich noch den Mörder seines Bruders Claas sucht und ihn unter den Chinesen vermutet. Muss sich Peder mit einem Chinesen verbünden, um den Mörder seines Bruder zu entlarven?

Die Sucht nach Betäubung von Hunger und Schmerzen lassen den illegalen Opiumhandel blühen. Nicht immer sind er nur die Chinesen, die Nutzen daraus ziehen. Ohne Verbindungen zu Hamburger Kaufleuten könnte auch die Chinatown von St. Pauli nicht so florieren. So ist auch hier der Fall, das der Drahtzieher des groß angelegten Opiumschmuggels kein Chinese ist, sondern ein Verbrecher, der sich hinter einer Maske eines dieser Kriegsversehrten versteckt.

Dutzende Chinesen, die auf der Suche nach einem besseren Leben auf deutschen Schiffen angeheuert haben, sehen sich nach ihrer Ankunft in Hamburg der Hoffnung beraubt und leben wieder prekär. Nur ganz wenige Chinesen schaffen es, mit Wäschereien oder Imbissstuben Erfolg zu haben. Akzeptiert werden sie von den Hanseaten nicht, zumal sie als Drehscheibe des Opiumhandels und Bandenkämpfe gelten.

Meine Meinung:

Mir hat dieser historische Krimi im Hamburg der 1920er-Jahre sehr gut gefallen. Allerdings habe ich Ähnliches schon einmal gelesen. Selbst der Name des gejagten Phantoms Keyser, hat bei mir ein déjà vu hinterlassen. Es wird mir schon wieder einfallen, welcher Krimi (Krimi-Reihe) das war. Weshalb ich recht bald eine Idee hatte, wer hinter den Verbrechen steckt. Aber das behindert diese fesselnde Lektüre nicht im geringsten.

Dieser Krimi zeigt deutlich die Doppelmoral der Wohlhabenden. Der Reeder, der den Tod seiner Beschäftigten billigend in Kauf nimmt, nur um Profite zu machen, werden ebenso an den Pranger gestellt, wie korrupte Polizisten. Die einen halten die Hand auf, um Razzien zu verraten und andere, wie höhere Chargen lassen sich ihr Wohlwollen und Wegschauen durch weibliche Dienstleistungen bezahlen.

Um sich in der fesselnden Geschichte gut zurecht zu finden, gibt es zu Beginn ein Personenverzeichnis, das schon auf Grund der vielen chinesischen Namen eine große Hilfe ist.

Der Krimi ist flott geschrieben, so dass die knapp 450 Seiten nur so verfliegen. Hin und wieder wird das eine oder andere Klischee bemüht, was aber nicht weiter stört.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat, 5 Sterne und hoffe auf die angedeutete Fortsetzung.

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Hier ist wenig, wie es scheint

Rezensionen von Anndlich:

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Lasset die Puppen tanzen!

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe. von E. V. Woods

Emberlyns größter Traum ist es zu Tanzen. Aus diesem Grund schließt sie sich der berühmten Balletttruppe New Koras an, den Marvellous Marionettes. Doch ihr Traum wird schnell zum größten Alptraum, denn Malcolm Manrow hat seine Tänzerinnen verflucht und sie dadurch an sich gebunden. Malcolm kann jede Bewegung seiner Tänzerinnen kontrollieren und Abend für Abend lässt er sich nach seinen Fäden tanzen.

Emberlyn versinkt in der dunklen Welt und nur ihr Tanzpartner, ein mysteriöser Schatten, kann ihr wenige Sekunden Erleichterung verschaffen. Doch die reichen Emberlyn nicht, sie möchte fliehen, doch kann sie den Fluch überhaupt brechen?

Girls of Dark Divine von E.V. Woods nimmt einen mit nach New Kora in die düstere Welt des ‚Puppenspielers‘ Malcolm Manrows. Die Geschichte erleben wir durchgehend aus der Sicht Emberlyns, durch die ‚sie’-Erzählweise wird jedoch eine gewisse Distanz erzeugt. Der Einstieg konnte mich direkt packen, es beginnt düster, die Atmosphäre baut sich gut auf und durch eine detaillierte Erzählweise, kann man sich die Welt in der die Schwestern stecken, sehr gut vorstellen. Diese Erzählweise sorgte jedoch auch dafür, dass ich irgendwann gelangweilt war. Über die Hälfte des Buchs fühlt sie wie der Einstieg in eine Geschichte ein, während es erst gegen Ende wirklich in Fahrt kommt und mit Spannung überzeugen kann. Die Geschichte wirkt auf mich unausgewogen, während die ersten +200 Seiten sehr detailliert beschrieben wurden, fehlte es den letzten +100 Seiten an eben diesen Details. Die sehr detailgetreuen Beschreibungen sorgten auch für viele Wiederholungen, denen ich irgendwann überdrüssig war, sei es die Beschreibung des Atems, das Zähneknirschen oder wieder einmal die Kakofonie.

Gespannt war ich darauf, was das alternative Ende zu bedeuten hat und ich muss leider sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Das Originalende hat zur Geschichte gepasst und wirkte authentisch, wohingegen das vom Verlag gewünschte Ende aufgesetzt wirkt und nicht in die Atmosphäre des Romans passt. Jedoch möchte ich auch erwähnen, dass die Autorin den Wunsch wirklich gut umgesetzt hat und es Schwingungen des Originalendes beinhaltet, die mir sehr gefielen. Ich mache der Autorin auch keinen Vorwurf, dass sie dem Wunsch entsprochen hat, schließlich ist eine potenzielle Übersetzung eine große Chance und doch finde ich es schade, dass ein Verlag ein solches Ende erwünscht. Was ich dann aber ganz schlimm finde, ist dass das Originalende als ‚alternatives Ende‘ betitelt wird. Nein, wenn dann ist das gewünschte Ende die Alternative!

Dennoch gab es auch viele Dinge die mir wirklich gut gefallen haben. Ich mochte die Grundidee wirklich gerne und finde diese innovativ. Der Schreibstil hat mir generell auch sehr zugesagt, dieser hat die Atmosphäre und die Gefühlswelt sehr gut transportiert. Gefallen hat mir auch das Bund der Marionetten, die sich selbst als Schwestern bezeichnen. Die Handlungsweisen der Schwestern wirkten dabei besonders authentisch und auch die Entwicklungen konnte ich super gut nachvollziehen. Emberlyns Gedanken- und Gefühlswelt waren super verständlich, ihre Entwicklung genial und der Schatten ein toller Gegenpart zu Malcolm und auch das Originalende fand ich passend. Deswegen gibts von mir drei gute Sterne, die Kritik am alternativen Ende hat keine Auswirkung auf die Bewertung (da sie sich an den Verlag richtet).

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Lasset die Puppen tanzen!