Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sichtbarer Benutzername:
Rachegeschichten
Hustle von Julia Bähr
Mir gefällt der Roman von Julia Bähr sehr gut. Die Protagonistin Leonie finde ich sehr sympathisch, auch, wenn sie ein illegales Hobby als Nebenverdienst hat. Sie übt für andere Menschen Rache aus an Personen, die ihnen das Herz gebrochen haben. Die Idee ist wirklich nett und es gibt scheinbar einen Bedarf an solchen anonym ausgeüben Racheplänen.
Leonie achtet darauf, daß sie nie Menschen dabei körperlich verletzt oder Existenzen zerstört - aber peinlich und unangenehm muss es natürlich trotzdem sein - und für ihre Auftraggeberinnen natürlich auch lustig. Ihr Nebenjob wechselt mit ihrem richtigen Job im Insektenarchiv eines Instituts ab - das sind Leonies langweilige Zeiten, in denen sie vor sich hin dümpelt. Ihr zweites Hobby sind Schleimpilze, die sie mit Menschen und der Gesellschaft vergleicht und diese Vergleiche sind nicht immer unverständlich. Alles in Allem ein sehr amüsantes Buch, wenn es auch einige Längen beinhaltet. Es ist aber richtig gut und flüssig geschrieben und die Kapitel sind kurz gehalten, so daß man das Buch recht schnell lesen kann.
Rezensionen von Daggy:
Zarte Liebe und andere Probleme
Das Feuer vergessen wir nicht von Sarah Jäger
Kennst du das, wenn du ein Buch schnell auslesen möchtest, weil es dich so interessiert, du dann aber traurig bist, dass es zu Ende ist. Du hättest gerne noch so viel erfahren wollen. Mir ging es mit diesem Buch so.
Ari lebt mit ihrer schwangeren Schwester und ihrer Mutter zusammen in einem Haus, in dem sich die Bewohner*innen als Freunde betrachten und sich auch so verhalten.
Mirjam und Milan kennt Ari schon ihr Leben lang und sie nennt sie kurz ihre MiMis. Die drei verbringen ihre Tage und manchmal auch ihre Nächte zusammen und kennen sich total gut.
Ari liest, um etwas Geld zu verdienen, in einem Altersheim vor. Dort trifft sie Flint, der hier aushilft. Die beiden verbindet etwas und es ist angenehm zu lesen, wie Ari dieses Zusammentreffen empfindet. Etwas Zartes wird sich entwickeln. Als die alte Frau Martin, die nie spricht, Ari Streichholzmädchen nennt, möchte Ari gerne verstehen, was sie damit gemeint hat. So erfährt sie von einem Streik, der vor 100 Jahren in einer englischen Streichholzfabrik stattfand. Und für sie taucht die Frage auf, was in 100 Jahren noch von ihr übrig sein wird.
Schnell war ich beim Lesen in den Zauber dieser jungen Liebe eingetaucht, aber auch die äußeren Umstände, die nicht so einfach waren, die ich aber durch den Zusammenhalt und die Freundschaft rund um Ari so angenehm empfunden habe. Das Ungeborene der Schwester wurde „das kleine Wesen“ genannt, daraus spricht die ganze Zärtlichkeit einer werdenden Tante. Die Berührung von Flints Hand so zart und forschend, die ein Kribbeln bei Ari auslöst, da kann ich beim Lesen die Schmetterlinge spüren.
Das etwas karge Cover passt hervorragend zur Geschichte, die zum Ende noch an Dramatik zunimmt. Ein Buch geschrieben für Jugendliche ein Coming-of-Age-Roman, wie es heute genannt wird. Ich kann aber auch allen Erwachsenen dieses Buch ans Herz legen.
Rezensionen von Morten:
Halleluja!
Monstergott von Caroline Schmitt
Gut möglich, dass Caroline Schmitts zweiter Roman auf ein kontroverses Echo stoßen wird, schreibt sie doch über Menschen in einer Freikirche. Zur Beruhigung all jener, die sich bereits mit Blasphemie-Plakaten auf dem Weg zum Verlag machen möchten: Glaube und Religion wird in „Monstergott“ nicht kritisiert – wohl aber diejenigen, die diese bigott ausleben und andere darunter leiden lassen.
Ben und Esther sind in ihren 20ern und seit Jahren in der Freikirche aktiv, deren Gründung ihre Eltern mitbegleitet haben. Der Pfarrer ist ein hipper Typ, der mit „Ostersonntag Mindset“-Cap und Elektroroller durch die Gegend düst und vor sich hinkumpelt. Neben ihren Jobs als Krankenpflegerin und Fluglotse sind die Geschwister Teil des Lobpreis-Teams, das die Gottesdienste musikalisch untermalt, ja, sogar aufwertet. Gleichzeitig haben sie zu kämpfen. Esther mit dem Pfarrer, Ben mit sich selbst. Und dann heiratet auch noch Esthers beste Freundin – und lädt Leute aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit ein.
Hatte schon ihr Debüt „Liebewesen“ großartig gezeichnete Figuren, legt Caroline Schmitt hier noch einmal eine Schippe drauf. Ausnahmslos alle Charaktere sind schlüssig, greifbar, bekannt. Man lernt sie zu lieben oder zu hassen, je nachdem welche Rolle sie in diesem Geflecht spielen.
Wie wunderbar Esther ausrastet, als sie ihre Jugendliebe wiedertrifft, Paul, der von jetzt auf gleich weg war. Und wie sie innerlich zusammenbricht, als sie den wahren Grund dafür erfährt.
Wie Ben hadert, mit sich und seiner nie ausgesprochenen, aber doch klar skizzierten sexuellen Orientierung, die doch scheinbar der Bibel widerspricht. Wie er Hilfe sucht und dabei doch nur erniedrigt wird, genötigt wird zu einer Konversationstherapie, die mehr Schein als sein ist und ihn in nur noch tiefere Depression stößt.
Wie der scheinbar sympathische Pfarrer Esther und Ben gleichermaßen manipuliert, welche Geheimnisse er selbst verbirgt und wie klein er wird, nachdem Esther Tacheles redet. Überhaupt, wie schlüssig sich die Figuren auf diesen nicht einmal 300 Seiten entwickeln, auf dieser Tour de Force im Namen des Herrn.
Ein ganz wunderbares Buch, das nicht nur Leute anspricht, die nicht (mehr) an Gott glauben, sondern auch von Christ:innen gelesen werden sollte. Denn es zeigt, wie sehr Menschen gleichzeitig an Gott glauben und denn von vermeintlich nächstenliebenden Gemeinschaften ausgegrenzt werden können. Dabei könnte es doch so einfach sein – mit etwas mehr Empathie, Weltoffenheit und Liebe. Halleluja!
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein Genuss für Gaumen und Augen
Sissi. Das kaiserliche Kochbuch von Sebastian Kadas
Schon das Cover mit einem Bild von Kaiserin Sissy und Kaiser Franz-Joseph macht richtig Lust sich mit dem Buch und den Rezepten zu beschäftigen.
Das Inhaltsverzeichnis vermittelt einen kleinen Eindruck von dem, was da alles auf mich zu kommt.
Nachdem ich einen Einblick in das Osterreich-Ungarn der damaligen Zeit bekommen habe, lerne ich viele der Figuren und Menschen kennen, die ich aus den Sissy-Filmen kenne.
Dann geht es um Sissy – Romy Schneider und um Franz-Joseph – Karlheinz Böhm.
Nach einem Willkommen in Possenhofen in Bayern, dem damaligen Lebensmittelpunkt der späteren Kaiserin von Österreich, bekomme ich Rezepte der bayerischen Küche. Von Kaspressknödelsuppe über Böfflamott, Hüttenpilzpfanne und Pudding Bavaroise ist hier für jeden etwas Delikates dabei. Gefolgt von kulinarischen Gaumenfreuden aus Österreich und aus Ungarn, wobei auch Torten und Kuchen zum nachbacken dabei sind. Ein paar Grundrezepte fehlen ebenso nicht, wie ein Glossar und das Register der Rezepte am Ende des Buches. Jedes Rezept enthält eine Angabe zur Portion, zur Zubereitungszeit, den Zutaten und der Koch- bzw. Backanleitungen, die wirklich leicht von der Hand gehen. Dazu auf der rechten Seite jeweils ein Foto der 60 authentischen Gerichte, die mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt.
Immer wieder bereichert durch wunderschöne Bilder und Zitate aus den Sissy-Filmen macht dieses außergewöhnliche Kochbuch insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.
Eine wundervolle Ergänzung und ein Blickfang in jedem Kochbuchregal. Nicht nur für diejenigen, die die bayerische, österreichische oder ungarische Küche zu schätzen wissen.
Rezensionen von Shilo:
Wenn Liebe, Schmerz und Besessenheit sich vermischen
Kopflos von Ariana Harwicz
Schon mit den ersten Seiten baut sich eine Spannung auf, die sofort spürbar ist. Lisas Verzweiflung, ihre Kinder nur noch selten sehen zu dürfen, überträgt sich beim Lesen direkt und schafft eine bedrückende, zugleich traurige Atmosphäre. Besonders die Szene im Supermarkt, in der sie versucht, ihre fünfjährigen Zwillinge aus der Ferne zu beobachten, hat sich mir stark eingeprägt.
Schmerz, Sehnsucht und langsam aufkommende Besessenheit sind so intensiv beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mitten in dieser Situation zu stehen.
Ariana Harwicz erzählt stürmisch und eindringlich von einer Mutter, deren Liebe und Trauer sie an die Grenzen ihrer selbst bringen. Es wird deutlich, wie schnell Menschen über sich hinausgehen oder Dinge tun können, die sie vorher für unmöglich gehalten hätten. Besonders eindrucksvoll sind die Szenen, in denen Lisa Orte aus ihrer Vergangenheit aufsucht: die Brücke, an der einst Streit und Leidenschaft aufeinandertrafen, das Landhaus der Schwiegerfamilie, die Erinnerungen, die wieder hochkommen.
Die Sprache ist klar, intensiv und manchmal schon schmerzhaft direkt, genau das macht die Geschichte so besonders. Das Buch ließ sich kaum zur Seite legen, so stark hat es mitgerissen. Es ist ein Roman über Leidenschaft, Schmerz und menschliche Abgründe, der noch lange nachhallt.
Vier Sterne, weil die Geschichte emotional sehr mitgenommen hat, die sprachliche Intensität beeindruckend ist, manche Kapitel aber schwer zu verdauen waren. Ein außergewöhnliches Buch über Mutterschaft, Grenzen und die zerstörerische Kraft von Gefühlen.
Rezensionen von clematis:
Hinaus in die Welt
Der Schmuckpalast – Emma und das Geheimnis des Diamanten von Eva-Maria Bast
Das Hause Cartier floriert, die Brüder Louis, Pierre und Jacques streben hinaus in die Welt, um London, New York und St. Petersburg zu erobern. Tatkräftig unterstützt werden sie von Schwester Suzanne, denn bei den Cartiers ergreifen auch Frauen das Wort. Wertvolle Edelsteine und das Glück der Liebe dominieren auch diesmal das Geschehen.
An der Erfolg der Eltern und Großeltern knüpfen die vier ehrgeizigen Geschwister an. So unterschiedlich sie in ihrem Temperament auch sind, das Unternehmen ist in ihrer aller Leben ein zentraler Punkt und wird zum Glück auch von (fast) allen Ehepartnern unterstützt. So geht es hinaus in die Welt, erst London, dann New York werden auf entsprechende Geschäftstauglichkeit hin überprüft, aber auch Russland und Indien stehen am Reiseplan. Vielfältige Schauplätzte, Anekdoten aus dem Reich von Schmuck und Uhren und der Fluch, der auf dem Diamanten Bleu de France lastet, bereichern die Geschichte, wiewohl dem Diamanten etwas mehr Raum gewidmet hätte werden können. Beschwingt führt uns Eva-Maria Bast durch die Jahre und schaut mit uns direkt ins Wohnzimmer der einzelnen Cartiers.
Ein würdevoller Abschluss dieser interessanten Trilogie, welche einige Szenen zum Schmunzeln bereithält. Ich war gerne dabei.
Rezensionen von Immenhof:
Gute Ansätze
Einschlafrituale für dein Kind von Ksenija Rodos
Der Ratgeber "Einschlafrituale für dein Kind" bietet vielfältige Ansätze zur Einschlafbegleitung. Besonders gelungen finde ich die Unterteilung in die verschiedenen Alterskategorien. Die Einschlafmassage für Babys finde ich einen guten Tipp und werde sie demnächst ausprobieren. Zu den anderen Alterskategorien gibt es ebenfalls Ideen, wie ein (Anti-monsterspray).
Im Anhang befindet sich noch ein Glossar, in welchem Begriffe erklärt werden. Dies finde ich sehr gelungen.
Leider reichen die angegebenen Quellen nur bis zu den Seiten 27 des Buches. Auch später werden immer wieder Studien angeführt; Teilweise mit genannter Hochschule, teilweise ohne. Ich finde es schade, dass die Studien nicht genauer ausgeführt bzw. zumindest im Glossar geführt werden. Ich hätte mich hierzu gerne weiter informiert. Manche Ansätze, wie das Ausräuchern sind weniger etwas für mich, die Wirkung von verschiedenen Düften hätte mich hingegen mehr interessiert. Diese wurden leider nur kurz erwähnt.
Zusammenfassend ist es ein kompakter Ratgeber mit alternativen Ansätzen. Selbstverständlich muss man diesen gegenüber offen sein.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Autistische Wahrnehmung aus der Du-Perspektive
Was ich dir erzählen möchte oder Lebensweisheiten für ein kleines Alien von Alice Franklin
Ich habe im Laufe meines Lebens schon einige Bücher gelesen, die aus der Perspektive von Menschen aus dem autistischen Spektrum geschrieben sind. Auch dieses Buch gehört dazu: die Besonderheit ist diesmal, dass nicht direkt aus der Ich-Perspektive erzählt wird, sondern eine unsichtbare Stimme sich per "Du" an das kleine "Alien" wendet, ein Mädchen mit einer ganz eigenen Weltwahrnehmung, die in vielem der autistischen ähnelt.
Die Autorin Alice Franklin wurde selbst als Erwachsene als autistisch diagnostiziert und dieses Buch ist laut Interviews ein Versuch von ihr, diese Welt anderen Menschen näher zu bringen.
Auch wenn das nirgends explizit so benannt wird, gibt es im Buch viele Hinweise auf die Besonderheiten des Erlebens und Wahrnehmens autistischer Menschen, z.B. auf das Wörtlich-Nehmen vieler Aussagen, auf Schwierigkeiten, üblichen Humor zu verstehen, körperliche Ungeschicklichkeiten oder, wie an dieser Stelle, fehlenden Blickkontakt: "In dem Dokumentarfilm spricht eine Frau mit schiefen Zähnen mit jemandem, den die Kamera nicht zeigt. Vielleicht hält diese Person genau wie du nicht gern Augenkontakt. Vielleicht ist auch in Gedanken versunken, während sie von Büchern und der Vergangenheit erzählt. Hinter der Frau befinden sich Bücher. Zudem trägt sie eine Brille. Daher weißt du, dass die Frau schlau ist, denn in der Welt des Fernsehens sitzen ausschließlich schlaue Leute vor Büchern und tragen Brillen." (S. 71)
Diese Du-Perspektive begleitet das Mädchen von der Zeit als Kleinkind über die Volksschulzeit bis ins Teenageralter, als es zufällig vom geheimnisvollen Voynich-Manuskript erfährt, das vielleicht Aliens erstellt haben könnten, sich darin wiedererkennt und es unbedingt finden und mehr darüber erfahren will: "Bisher war dir nicht klar, dass Aliens existieren, zumindest in Wirklichkeit. Bisher war dir nicht klar, dass sie ihre eigene Sprache haben. Das erscheint dir sehr einleuchtend. Es leuchtet ein, weil du manchmal das Gefühl hast, deine Sprache wäre gar nicht deine Sprache. Andere Leute sagen Dinge und du weißt nicht, was sie damit meinen. Andere Leute tun Dinge und du weißt ebenso wenig, was sie damit meinen. Da ist etwas entkoppelt, durch und durch falsch. Das spürst du ganz stark, tief in deinem Inneren." (S. 73)
Dabei führt sein Weg über verschiedene Bibliotheken und Bekanntschaften. Im Hintergrund geht es aber auch stark um die Familiengeschichte des Mädchens und insbesondere um dessen psychisch kranke Mutter, die sich hinter der Lektüre unzähliger Ratgeber versteckt, kaum auf das Mädchen und seine Bedürfnisse eingeht und mal von Lethargie, dann von Wahnvorstellungen und Verfolgungsängsten geplagt wird und auch schon mal unfreiwillig länger in der geschlossenen Psychiatrie landet.
Am Ende jeden Kapitels finden sich humorvoll ausgesuchte Literaturtipps, passend zur Lektüre der Sachbücher verschlingenden Mutter, z.B. "Wie man das volle Potenzial eines Bibliotheksausweises ausschöpft" oder "Der riskante Weg: Sind Sie gemacht für das Leben als Versicherungsmathematiker?" (S. 89)
Insgesamt ist es ein interessant und liebevoll geschriebenes Buch, das sich leicht und schnell liest und an vielen Stellen Empathie für Menschen aus dem autistischen Spektrum und generell für alle, die sich auf dieser Welt unzugehörig und anders fühlen, fördern kann. Es ist also durchaus ein bezauberndes Buch, das für das Thema sensibilisieren und zum Nachdenken anregen kann, und das eine besondere Erzählperspektive aufweist.
Dass es für mich persönlich dennoch kein 5-Sterne-Buch ist, hat vielleicht auch mit den vielen anderen Werken zum Thema zu tun, die ich kenne und von denen einige mich mit ihrer Authentizität und Tiefe deutlich mehr überzeugt haben: trotz allen Hinweisen habe ich den Eindruck, das Gesamtgefühl für eine autistische Wahrnehmung kommt für mich durch die vermeintlich allwissende Du-Außenperspektive etwas zu kurz, und die Geschichte ist für mich auch etwas zu stark vermischt mit den psychischen Problemen der Mutter. Irgendetwas macht für mich da das Bild insgesamt nicht ganz rund, sodass es ein etwas weniger starker Leseeindruck ist, als es sonst gewesen sein könnte.
Auch der Titel passt für mich nicht ganz: so richtig um Lebensweisheiten geht es für mich darin nicht, es wird die Welt des autistischen Mädchens eher beschrieben als dem Mädchen verständlich gemacht, es ist keine Aufklärung über die Welt und wie sie funktionieren könnte, und so, wie das Buch geschrieben ist, hätte es auch sehr gut aus der Ich-Perspektive des Mädchens erzählt sein können und würde genauso aufzeigen, wie das Mädchen sich fremd fühlt und viele Dinge nicht versteht, die nicht explizit erklärt werden und nur die vermutlich überwiegend neurotypischen Leserinnen und Leser verstehen werden. Es ist trotz der Du-Form viel mehr Innenperspektive einer Autistin als Dialog mit der Welt.
Von mir als Bewertung gibt es jedenfalls gut verdiente 4 Sterne und eine Empfehlung für alle, die sich für besondere und etwas andere Bücher interessieren. Es ist durchaus empfehlenswert, das Buch kurz anzulesen, um selbst entscheiden zu können, ob dieser spezielle Schreibstil einen emotional erreichen kann oder nicht.
Rezensionen von Claudia H.:
Ich hatte ein paar schöne lustige Stunden
So wahr ich auf dieser Paellapfanne sitze von Dagmar Krautscheid
Worum es geht:
Conny fliegt mit ihrer Familie, zusammen mit der Familie ihrer besten Freundin in den wohlverdienten Urlaub. Dabei sind daher 2 Ehemänner, diverse Kinder und Teenager, eine Oma, ein Hund und ein Meerschweinchen. Klingt das für euch nach Erholung? Für Conny auch nicht.
Mein Fazit:
Die Story ist echt witzig und ich habe fast die ganze Zeit geschmunzelt, hin und wieder herzhaft gelacht.
Zwischendurch habe ich mich gefragt, worum Conny sich das überhaupt antut und ich hatte richtig Mitleid mit ihr. Stellenweise ein bisschen abgedreht und ein ganz kleines bisschen überzogen, aber das hat mich nicht gestört. Schließlich ging es nur darum, etwas Lustiges zum Lesen zu haben. Auf jeden Fall hatte ich ein paar schöne Stunden mit Conny und ihrem Urlaubschaos. Eine hervorragende Urlaubslektüre, mit kurzen Kapiteln. Obendrein perfekt für Leute, die womöglich nur im Urlaub lesen und keine dicken Schinken mögen, da das Buch lediglich 220 Seiten hat. Die dürfte eigentlich jeder im Urlaub schaffen.
Von mir gibt es für diese heitere Urlaubslektüre eine klare Leseempfehlung, auch für Wenigleser und ich vergebe sehr gerne sehr gute 4 Sterne. Bitte mehr davon.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gefallen
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Zum Inhalt:
Als Rosemary, genannt Mimi eine Einladung der reichen Nachbarin Jane erhält, will sie eigentlich gar nicht hingehen, aber da gibt es diese Notiz, dass ihr Geheimnis ans Licht kommt, wenn sie nicht erscheint und das muss sie verhindern. Gemeinsam mit Enkelin Addie geht sie hin. Und es gibt weitere Gäste, die alle ein Geheimnis haben.
Als die Gastgeberin plötzlich tot ist, ermordet, ist Mimi und Addie klar, dass der Mörder unter ihnen ist.
Meine Meinung:
Das Buch sprach mich schon vom Cover an und auch der Klappentext klang interessant. Das Buch liest sich auch gut, der Schreibstil ist flüssig und dadurch wirklich gut lesbar. Mimi und Addie fand ich im Zusammenspiel sehr gelungen und die Figuren gut ausgearbeitet. Bis zum Ende wird man immer wieder auf neue Fährten geführt, so dass man selbst längere Zeit im Dunkeln tappt. Zum Ende hin geht es dann auf einmal relativ schnell, aber logisch erklärt. Mir hat der Stil des Buches gefallen. Ein bisschen fühlt ich mich an Agatha Christie erinnert, aber nur ein bisschen.
Fazit:
Hat mir gefallen











