Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Shilo:
Zwei Rucksäcke, eine große Hoffnung und ein langer Weg
Septemberkinder 89 von Krisz Hardy
Paul ist dreizehn Jahre alt, als er plötzlich für seine kleine Schwester Michaela da sein muss. Die Eltern sind weg und von einem Tag auf den anderen liegt eine Aufgabe vor ihm, die eigentlich viel zu groß für einen Jungen in seinem Alter ist. Gemeinsam mit der neunjährigen Michi macht er sich auf den Weg, immer in der Hoffnung, seine Familie wiederzufinden.
Was während der Reise immer wieder auffällt, ist die Nähe zwischen den beiden Geschwistern. Paul versucht, Michi zu schützen und ihr Sicherheit zu geben, auch wenn er selbst oft nicht weiß, wie es weitergeht. Michi wiederum vertraut ihrem Bruder und hält zu ihm. Gerade diese Verbindung macht viele Situationen sehr nah.
Die Flucht durch die Wälder der Tschechoslowakei ist für die beiden Kinder nicht einfach. Sie sind müde, haben Angst und wissen nicht, was sie erwartet. Trotzdem gehen sie weiter. Dabei zeigt sich, wie viel Kraft in kleinen Momenten liegen kann. Ein Mensch, der hilft, ein paar freundliche Worte oder das Gefühl, nicht ganz allein zu sein, bedeuten plötzlich sehr viel.
Krisz Hardy nimmt die Leser mit in die letzten Wochen der DDR und erzählt diese Zeit aus der Sicht eines Kindes. Dadurch erlebt man die Ereignisse nicht aus der Entfernung, sondern bleibt nah bei Paul und Michi. Die Unsicherheit dieser Zeit wird spürbar, ohne dass die Geschichte mit geschichtlichen Erklärungen überladen wird.
Mir ist vor allem Pauls Entwicklung im Gedächtnis geblieben. Er muss schnell Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen, die kein Kind treffen sollte. Trotzdem bleibt er ein Junge mit Ängsten und Zweifeln. Genau das macht seinen Weg glaubhaft.
Die Begegnungen, die Paul und Michi unterwegs haben, geben der Geschichte immer wieder besondere Momente. Sie zeigen, dass es auch in schwierigen Zeiten Menschen gibt, die nicht wegsehen und helfen, wenn es darauf ankommt.
Die Geschichte lebt von der Beziehung der beiden Geschwister. Es geht um Familie, um Hoffnung und um den Wunsch, wieder dort anzukommen, wo man hingehört. Gerade diese einfachen Gedanken machen das Buch so nah.
Ein berührender Roman über zwei Kinder, die in einer schweren Zeit füreinander einstehen. Die Geschichte von Paul und Michi hat mich sehr bewegt und bekommt von mir vier Sterne.
Rezensionen von Odina:
Düsteres Grauen
Die Villa von Markus Heitz
In "Die Villa" von Markus Heitz geht es um Doreen und Marina Markert, die eine alte Villa in Leipzig kaufen und plötzlich großen Erfolg haben. Doch ihr neues Glück hat einen dunklen Preis. Gleichzeitig sucht Musiker Ethan in London den Mörder seiner Mutter und entdeckt eine gefährliche Verbindung.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, bildhaft und düster. Die beklemmende Atmosphäre passt perfekt zur Geschichte und jedes einzelne Kapitel sorgt dafür, dass die Spannung durchgehend hoch bleibt. Die Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt. Am liebsten habe ich die Kapitel um Doreen und Marina gelesen, da es in der Villa richtig zur Sache geht. Aber auch Ethans Kapitel sind wichtig, weil sich am Ende alles zusammenfügt. Insgesamt ist das Buch ein spannender und interessanter Horror-Roman, der die Fantasie anregt. Die Horrorelemente sind allerdings sehr detailliert beschrieben und daher nichts für empfindliche Leser.
Rezensionen von TheSinsh:
Tolles Sachbuch für (junge) Gamer:innen!
Kosmos SchlauFUX Gaming von Birk Grüling
Bei „Gaming“ aus der SchlauFUX Reihe des Kosmos Verlags handelt es sich um ein Kinder- und Jugendbuch ab 8 Jahren von Birk Grüling.
Ziel des Buches ist es, den Kindern und Jugendlichen interaktiv die Welt der Videospiele näher zu bringen, spannendes Wissen zu vermitteln und über mögliche Risiken aufzuklären.
Aufgeteilt in verschiedene Kategorien, sollen Lesende schnell einen Überblick darüber bekommen, welche Kategorien für sie am interessantesten sein könnten und sich so anhand von entsprechenden Symbolen leicht im Buch orientieren. Einem Thema ist stets eine Doppelseite gewidmet. Am Rand der linken Seite kann man nun sehen, von welchen Seiten man ursprünglich kommt und am Rand der rechten Seite werden neue Themen angeteasert, aus welchen man nun wählen kann und direkt auf die entsprechende Seite wechseln kann. Dieses Konzept sorgt für eine gute Übersicht und dafür, dass die jungen Leser:innen sich direkt mit den Themen beschäftigen können, die ihnen wirklich zusagen.
Die Bandbreite an Themen ist groß und vielfältig und mit Hinblick auf die Zielgruppe wirklich gut gewählt. Es werden verschiedene Berufe im Bereich der Spieleentwicklung vorgestellt, was für junge Leser:innen, welche ohnehin Begeisterung für das Gaming haben sehr interessant sein könnte. Zudem wird erklärt, wie beispielsweise Technologien wie KI Einfluss auf bestimmte Bereiche der Spieleentwicklung haben oder wie bestimmte Spiele unsere Kultur geprägt haben. Zwischendrin findet man auch Texte von Leuten, die in der Gaming-Branche tätig sind und über ihre Arbeit berichten. Bekannte und weniger bekannte YouTuber:innen und Streamen:innen werden vorgestellt und deren Arbeit auf entsprechenden Plattformen wird den Lesenden erklärt. Besonders gefallen hat mir auch, das die positiven Aspekte des Gaming hervorgebracht werden und erläutert wird, inwiefern sich das Zocken auf Koordinationsfähigkeiten oder Gedächtnis auswirken kann. Wichtig zu thematisieren ist natürlich auch das Suchtpotential, welches das Gaming aus verschiedenen Gründen mit sich bringen kann und darüber aufzuklären, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist.
Die Texte sind kurz und informativ, in einfacher und gut verständlicher Sprache formuliert. Auch die Farbgestaltung ist mit hauptsächlich gedeckten, unaufgeregten Farben gut gewählt. Die vielen Bilder, Illustrationen und Fotos veranschaulichen das Geschriebene und machen es besser greifbar.
Im Großen und Ganzen handelt es sich hierbei um ein tolles und informatives Buch für alle Gaming-Begeisterten. Ganz klare Empfehlung von mir!
Rezensionen von Harakiri:
Schönes Wochenende?
Happy Weekend - Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum. von Arno Strobel
Was ein schönes Wochenende an einem See werden sollte, wird zum Albtraum für Marcel und seine Verlobte.
Anfangs fand ich das Buch etwas konstruiert, aber zum Ende versteht man, warum alles so laufen musste.
Marcel war früher Undercover-Agent und wurde entlarvt. Seine ehemaligen Gangmitglieder sinnen auf Rache.
Und die hat es in sich. „Happy Weekend“ ist das bisher grausamste Buch von Arno Strobel. Allein die Maschine ist gruselig. Und teilweise sind die Szenen ziemlich ausführlich und grausam.
Das Buch ist ein Psychothriller, der von Anfang an in den Bann zieht und den Spannungsbogen bis zum Ende hält. Die Atmosphäre ist beklemmend, schon allein durch das Setting in dem alten Krankenhaus. Hier kommt so richtig Kopfkino auf. Die Grausamkeit und Unnachgiebigkeit der Täter sorgt zudem dafür, dass man beim Lesen eine leichte Gänsehaut bekommt.
Der Schreibstil ist wieder gewohnt flüssig.
Fazit: Strobel überrascht durch grausame Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.
Rezensionen von Harakiri:
Sehr gut
Die verschlossene Tür von Freida McFadden
Thriller von Freida McFadden sind immer Garant für Spannung. Und bieten Potenzial zum Miträtseln. Zugegeben: mir ist es noch nie gelungen, den wahren Täter zu entlarven, weil die Autorin immer Wendungen einbaut, mit denen man nicht rechnet.
In „Die verschlossene Tür“ führt uns McFadden wieder in einen Abgrund.
In einen Strudel der Ereignisse, die an den Nerven zehren.
Noras Vater ist ein Serienmörder und sitzt seit 26 Jahren in Haft als ein Nachahmungstäter auftaucht. Nora wird verdächtigt und ist verzweifelt. Wem kann sie überhaupt noch trauen?
Besonders spannend fand ich die Frage, wie sehr Nora tatsächlich von ihrer Vergangenheit geprägt wurde und ob sie ihrem Vater ähnlicher sein könnte, als sie selbst glaubt. Die Story spielt so geschickt mit Misstrauen und Verdächtigungen, dass die Spannung fast unerträglich wird. Der Schreibstil ist, wie man es von Freida McFadden kennt, sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel sind kurz und enden häufig mit kleinen Cliffhangern, sodass man immer wieder denkt: „Nur noch ein Kapitel.“ Dadurch entwickelt die Geschichte eine hohe Sogwirkung und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Fazit: ein rasant zu lesender Thriller mit einer gelungenen Ausgangsidee und einer Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe.
Diese Rezension bezieht sich auf die E-Book-Ausgabe
Rezensionen von Harakiri:
Tolle Fortsetzung
Hinaus in den Wind von Trude Teige
Die Kinder von Kristiane werden groß. Anders will aber kein Lotse werden. Dafür aber seine Schwester. Für Kristiane ist das alles nicht einfach. Und dann findet sie auch noch ein totes Kind am Meer. Die Mutter erwartet die Todesstrafe. Kann Kristiane das verhindern?
„Hinaus in den Wind“ ist die Fortsetzung von „Der Gesang der See“.
Ich würde empfehlen, diesen Band zuerst zu lesen, da der zweite Band stark auf diesem aufbaut.
Wieder entführt uns Teige an die raue Nordseeküste von Norwegen. Kristiane hat sich dort ein gutes Leben aufgebaut und kommt auch ihrem Mann wieder näher.
„Hinaus in den Wind“ ist eine sehr bewegende Geschichte, die auch sehr emotional erzählt wird. Die Charaktere wirken durchwegs glaubwürdig und handeln authentisch. Besonders gut konnte ich mich in Kristiane hineinversetzen, die nur das Beste für ihre Kinder will, von denen aber nicht wertgeschätzt wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und gut verständlich. Manche Stellen sind sehr emotional und nachdenklich, während andere für Spannung sorgen. Dadurch bleibt das Interesse an der Geschichte bis zum Schluss erhalten.
Fazit: Man merkt dem Buch die Heimatliebe der Autorin an. Die Geschichte ist mitreißend und ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band aus der Reihe geben wird. Ich würde auf jeden Fall gerne weiterlesen.
Rezensionen von LeserinLu :
Wirklich herzzerreißend
Anton und Alma von Dana Vowinckel
„Anton und Alma“ erzählt von zwei jungen Menschen, die sich lieben und trotzdem immer wieder an den Umständen und ihrer Herkunft zerbrechen. Anton und Alma kommen aus sehr unterschiedlichen Welten: Er wächst in einer akademischen jüdischen Familie auf, sie in eher schwierigen Verhältnissen am östlichen Rand Berlins.
Sie verlieben sich leidenschaftlich und versuchen, ein gemeinsames Leben aufzubauen.
Eine Weile hatte ich das Gefühl, dass der Roman eher vor sich hinplätschert. Gerade dadurch fühlt man sich aber immer stärker in die Beziehung der beiden ein. Anton und Alma wachsen einem mit der Zeit richtig ans Herz. Die wechselnden personalen Erzählperspektiven sorgen dafür, dass man beide Figuren sehr unmittelbar erlebt, ihre Gedanken und Gefühle versteht und nachvollziehen kann, warum sie manchmal streiten. Nach dem 7. Oktober 2023 überschlagen sich die Ereignisse und das Private wird untrennbar mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden. Ich fand, dass gerade die Dynamiken auf social media authentisch dargestellt wurden.
Zusätzlich enthält der Roman viele kluge Gedanken über jüdische Identität, den Umgang mit Geschichte und die Frage, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Es geht um Liebe und Zugehörigkeit, aber auch um Trauer, Verlust, Herkunft und die Suche nach einem Ort, an dem man man selbst sein kann. Dana Vowinckel erzählt all das sehr nah an ihren Figuren. Gerade deshalb hat mich die Geschichte emotional so erreicht.
Rezensionen von Lila:
anders
The Arcane Arts von S. D. Coverly
Optisch hatte mich das Buch auf den ersten Blick. Zugegeben, ich dachte erst es ging um medizinische Inhalte und hatte erst dank der Leseprobe gesehen, dass es um ein komplexes Magiesystem in einem Unisetting geht. Auch der Farbschnitt ist wunderschön und passt gut zur düsteren Stimmung. Am besten gefallen hat mir das von mir völlig unerwartete Magiesystem mit Ritualen und Runen.
Sowas lese ich normalerweise nicht, umso überraschter war ich bei diesem Buch. Das war mal etwas anderes und richtig spannend beschrieben. Auch die Dynamik zwischen Ellsbeth und Rawilns fand ich interessant. Mit dem Schreibstil musste ich aber erst warm werden. Leider war mir die Story zum Ende hin stellenweise zu langsam, wodurch etwas Spannung verloren ging. Trotzdem ein besonderes Buch mit toller Atmosphäre und einer Idee, die definitiv im Kopf bleibt.
Rezensionen von L.:
anders
The Arcane Arts von S. D. Coverly
Optisch hatte mich das Buch auf den ersten Blick. Zugegeben, ich dachte erst es ging um medizinische Inhalte und hatte erst dank der Leseprobe gesehen, dass es um ein komplexes Magiesystem in einem Unisetting geht. Auch der Farbschnitt ist wunderschön und passt gut zur düsteren Stimmung. Am besten gefallen hat mir das von mir völlig unerwartete Magiesystem mit Ritualen und Runen.
Sowas lese ich normalerweise nicht, umso überraschter war ich bei diesem Buch. Das war mal etwas anderes und richtig spannend beschrieben. Auch die Dynamik zwischen Ellsbeth und Rawilns fand ich interessant. Mit dem Schreibstil musste ich aber erst warm werden. Leider war mir die Story zum Ende hin stellenweise zu langsam, wodurch etwas Spannung verloren ging. Trotzdem ein besonderes Buch mit toller Atmosphäre und einer Idee, die definitiv im Kopf bleibt.
Rezensionen von Barbara G.:
Kompetent Aufsteigen Junior Deutsch – Rechtschreiben 4. Klasse Volksschule von Susanna Jarausch; Ilse Stangl
Für den Bereich Deutsch gibt es im @ggverlag mehrere Bände aus der Reihe "Kompetent aufsteigen".
Es gibt
-Rechtschreibung
-Grammatik
-Bildungsstandards
Ich hab mich bei uns für die Rechtschreibung entschieden, weil ich bei den Schularbeiten gesehen habe, dass der Rest gut sitzt. Es geht ja nicht darum, in den Ferien alles zu wiederholen - sondern gute Voraussetzungen für die weiterführende Schule zu schaffen.
Dort kommen ja unterschiedliche Kids zusammen und unterschiedliche Lehrer:innen haben diese vorher unterrichtet. Was mein Sohn super vorbereitet worden ist im Bereich der Grammatik, des Lesens und der Texte, werden vermutlich nicht alle gleich mitbringen. Aber die Rechtschreibung, da waren bei ihm einige Fehler drinnen, auch wenn sie nicht immer zählten, deshalb das Buch.
Es ist sehr logisch aufgebaut und meiner Meinung nach gut strukturiert. Viele Teile sind so strukturiert, dass man das auch unter dem Schuljahr gut weitertrainieren kann. Es wird etwa super erklärt, wie man eine individuelle Rechtschreibkartei anlegen kann. Dies erscheint mir sehr sinnvoll und wird bei uns sicher zum Einsatz kommen. Bei den anderen Teilen kann man auch gezielt das durchnehmen, wo Schwächen da sind- alles auf einmal wäre ja zu viel und lohnt sich nicht, weil dann nichts richtig gefestigt wird. Das empfehlen ja auch die Autorinnen, sie empfehlen nicht mehr als 30 min am Tage mit "neuem" Stoff aus dem Buch zu arbeiten und den Rest zu wiederholen (fast auch noch einmal so lange).
Einzig gestört hat die Einführung für Kinder und Eltern. Es sind zwar viele gute Tipps dabei, ich stoße mich aber sehr an der Formulierung "in der einer netten Schrift" schreiben. Für große Kinder mit 10 Jahren ist das nicht gerade motivierend und vor allem nicht sinnstiftend. Warum sollte ich in einer netten Schrift schreiben? Ich muss schon vermitteln, was der Schüler/ die Schülerin davon hat. Für die Eltern wäre auch ein Hinweis, warum gerade für Rechtschreibung mit einer gut leserlichen Schrift zusammenhängt (grad beim visuellen Lerntyp), sinnvoll gewesen.










