Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Eternal-Hope:
Eine Wucht, die ich so nicht erwartet hätte
Ist doch schön hier von Miriam Burdelski
"Ist doch schön hier" ist der Debütroman von Miriam Burdelski. Wie sie im Nachwort erzählt, hat die Autorin selbst familiäre Wurzeln im ehemaligen Ostpreußen und ist mit ihrer Familie in die Gegend gereist ist, aus der ihre Oma als Kind vertrieben wurde. Dieses Thema hat sie zu diesem fiktiven Roman inspiriert, für den sie ganz neue Figuren erschaffen hat, die nicht ihren eigenen Verwandten entsprechen.
Daraus ist ein sehr lebendig erzählter, tragischer Coming-of-Age-Roadtrip-Roman entstanden, der einen rasch in seinen Bann zieht.
Worum geht es? Liesel hat es wahrhaftig nicht leicht im Leben: gerade hat sie das Abitur erfolgreich hinter sich gebracht, muss sie sich mal wieder, wie schon öfters in ihrem Leben, mit wirklich schweren Themen herumschlagen, von denen die meisten Gleichaltrigen noch verschont bleiben: ihre Mutter Melanie hat sie als Teenager bekommen, aber ihr kaum eine wirkliche Mutter sein können. Antriebslos und depressiv schläft sie bis Mittag, bewegt sich meist nur vom Bett auf die Couch und wieder zurück, hat nie ins Berufsleben gefunden und lebt von Sozialhilfe.
Aufgezogen wurde Liesel deshalb von ihrer Oma Emmi, die bis vor kurzem ebenfalls mit den beiden in einer Wohnung gelebt hat. Emmi war für Liesel überwiegend eine liebevolle und fürsorgliche Großmutter, für ihre Tochter Melanie hatte sie aber kaum jemals ein nettes Wort übrig, hat sie verachtet und beschimpft. Und nun ist Emmi dement, wechselt zwischen klaren Momenten und dem Versinken ins Vergessen hin und her, ist mal freundlich, dann zornig, und lebt seit kurzem in einem Pflegeheim, wo Liesel sie regelmäßig besucht.
Liesel weiß, dass ihre Oma als 10-jährige 1945 gemeinsam mit ihrer Familie mitten im Winter aus dem damaligen Ostpreußen, dem heutigen Polen bzw. Russland (Kaliningrad) flüchten musste und aus dieser Zeit wohl heftige Traumatisierungen mit sich herumschleppt. Doch wirklich viel weiß Liesel nicht darüber, über vieles wollte die Oma nicht so wirklich reden. Nun möchte Liesel in diese Gegend reisen, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, und das wird sie auch machen. Dann gibt es noch Jascha, ein junger Pole, der als Aushilfskraft im Pflegeheim arbeitet und Liesel kurzerhand auf der Reise begleitet. Und auch Emmi möchte unbedingt mitfahren, sobald sie von den Plänen erfährt.
Über zwei Drittel habe ich die Lektüre dieses Buches wirklich genossen. Nach dem allerersten Kapitel, das ein bisschen verwirrend sein kann, sich aber im Rückblick aufklärt, kommt man zügig in das Buch hinein, schließt die liebenswerten und lebensecht gezeichneten Charaktere ins Herz und erlebt mit ihnen einen interessanten Roadtrip mit so einigen unvorhergesehenen Stationen und Begegnungen. Warmherzig stellt das Buch dabei wie nebenbei tiefgründige Fragen dazu, was es bedeutet, im Moment zu leben, welche Prioritäten man setzen sollte und was im Leben wirklich wichtig ist. Den Großteil des Buches habe ich also sehr genossen und dachte schon, dass das ein Buch wird, das ich so einigen Menschen aus meinem Bekanntenkreis von Herzen empfehlen und vielleicht auch zu Weihnachten schenken werde.
Doch im letzten Drittel des Buches kommt der Hammer, der mich bis jetzt, wo ich das Buch zugeschlagen habe, emotional tief betroffen zurücklässt. Und eigentlich ist es nicht nur ein Hammer, sondern gleich mehrere hintereinander. Mir hätte die Fluchtgeschichten aus Ostpreußen und die Demenz der Oma als Hardcore-Themen schon gereicht, doch das Buch belässt es bei weitem nicht dabei, da kommt noch so einiges mehr dazu. Um nicht zu spoilern, kann ich inhaltlich hier nichts dazu sagen, außer, dass noch viel mehr geschieht, als dass Liesel Antworten auf so einige Fragen bekommt, und man mit Liesel zutiefst mitfühlt. Ganz am Ende versucht die Autorin noch einen kleinen positiven Ausblick, der mich aber an dieser Stelle nicht mehr glaubwürdig erreicht hat.
Somit empfehle ich das Buch nur psychisch stabilen Menschen, die sich auch von sehr harten Schicksalsschlägen, die lieb gewonnene Figuren treffen, nicht zu sehr runterziehen lassen. Es ist also insgesamt definitiv keine Wohlfühllektüre, auch wenn das Cover und der Einstieg das vermuten lassen, sondern ein Buch, das auch innere Bilder von mehreren richtig schlimmen Ereignissen entstehen lässt. Wer das gerade nicht in seinem Leben brauchen kann, der lasse lieber die Finger davon.
Insgesamt vergebe ich gute vier Sterne für ein ansonsten mitreißend geschriebenes, gut erzähltes und an vielen Stellen sehr warmherziges Buch, das insbesondere die Themen Demenz sowie transgenerationale Traumatisierung und ihre Auswirkungen auf Familienbeziehungen sehr gut recherchiert und authentisch behandelt. Auf weitere Bücher dieser talentierten Autorin bin ich gespannt.
Rezensionen von peedee:
Ein düsterer Thriller
Weißer Rausch von Anu Ojala
Lappland-Trilogie, Band 1: Kommissarin Ronja Jentzsch von der Polizei Lappland ist erschöpft – bis tief in die Knochen. Nicht nur die Arbeit mit den vielen Überstunden fordert ihren Tribut, sondern auch die privaten Probleme mit ihrer Mutter. Diese Probleme muss sie hintan stellen, denn die Verbrecher im finnisch-schwedischen Grenzgebiet schlafen nicht: Ein Mann wird mit einer Nagelpistole getötet, eine polizeibekannte Frau gefoltert und erschossen, eine Drogenparty verlassen nicht alle lebend.
Die Vorfälle scheinen irgendwie zusammenzuhängen. Was hat Kristian, ein Zöllner, damit zu tun? Und weswegen ist plötzlich der Geheimdienst involviert?
Erster Eindruck: Das Cover und insbesondere die Haptik (Buchstaben und „Eisspuren“) gefallen mir sehr gut.
Ronjas Partner Janne ist auf einer Fortbildung, daher ist sie mit Toni bei einem Einsatz. Dieser läuft jedoch aus dem Ruder und Toni wird verletzt. Als Janne davon erfährt, bricht er seine Fortbildung ab, um Ronja und die Kollegen vor Ort unterstützen zu können. Wenn ein Polizist bei einem Einsatz lebensgefährlich verletzt wird, hat das auch immer Auswirkungen auf die Kollegen, die dabei waren. Die Gefahr ist Teil ihres Jobs und gerade deshalb müssen sie immer 100% geben und achtsam sein. Die Polizei findet einen jungen Mann, dem zuerst in die Knie geschossen und sodann getötet wurde. Seine Eltern wurden im Haus an den Tisch genagelt. Wie bitte? Ja, genau! Huch, das ging gleich deftig los! Im zweiten Erzählstrang geht es um Kristian, einen jungen Zollbeamten, der grosse private Probleme hat, sich aber niemanden anvertrauen kann.
Demenz, Drogen, Gier und häusliche Gewalt sind einige der behandelten Stichworte. Häusliche Gewalt für einmal von der weniger bekannten Seite, denn die Frau misshandelt ihren Mann! Schlimm! Wenn ich mir nur vorstelle, wie ein fast zwei Meter grosser Mann von seiner Frau immer und immer wieder Schläge, Tritte, Demütigungen einkassiert und sich nicht wehren kann… nicht wehren darf, denn Aussenstehende würden nicht verstehen, dass seine kleine Frau zu solcher Gewalt fähig sein würde. So erduldet er alles, da er seine kleine Tochter um jeden Preis schützen muss. Tragisch!
„Und dann, irgendwann, fiel der erste Schlag. Seitdem stand die Tür zur Hölle weit offen.“
Fazit: Ein düsterer Thriller, der viele für mich erbarmungslose Bilder vor meinem inneren Auge entstehen liess. Auch wenn die für mich ungewohnten skandinavischen Namen der Protagonisten etwas schwierig waren, hat sich das Buch flüssig lesen lassen und ich war auf die Auflösung gespannt. Von mir gibt es für den Reihenauftakt sehr gute 4 Sterne und bei der Fortsetzung bin ich wieder mit dabei.
Rezensionen von gabiliest:
Schaurig-schön: Eine spannende Spukgeschichte
Creepy Castle – Die Schule der Geisterjäger (1). Total verspukt! von Thomas Poppe; Heiko Wolz
Kennst du schon die Schule für Geisterjäger? Wo man lernt, Dämonen, Gespenster, Vampire und Flüche unschädlich zu machen? Nein? Dabei ist sie ganz leicht zu finden. Im Buch der bekannten Autoren Thomas Poppe und Heiko Wolz kannst du alles über “Creepy Castle – Die Schule der Geisterjäger” erfahren.
Und weil dort alles “Total verspukt!” ist, gehen auf dem freundlich-fröhlichen und nur ein ganz kleines bisschen gruseligen Hardcover schon zwei Kinder auf Gespensterjagd: Weeny und Finn.
Weeny ist die Tochter des Direktors und hat gerade ihren ersten Schultag. Wird sie Freunde finden und alles richtig machen? Mist, gleich zur ersten Stunde kommt sie zu spät und im Klassenzimmer ist nur mehr der Platz neben Finn, einem blassen Jungen, frei. Unfreundlich ist der auch noch, aber Weeny wird schon herausbekommen, was mit ihm los ist! Doch eines ist komisch: Am Vorabend hat sie ein Nebelgebilde in Menschenform am Schultor gesehen. War das ein Geist? Wo ist der hin?
Als Weeny Finn besser kennen lernt, erfährt sie, dass die Schule von diesem Nebelwesen bedroht wird. Als Tochter des Direktors fühlt sie sich verantwortlich, den Geist zu stellen. Wenn das mal nicht schiefgeht! Aber vielleicht können Finn und sein kleiner, niedlicher Dämon Whisk helfen? Sehr überzeugt sind Finn und Weeny von Whisks Fähigkeiten nicht, denn er muss noch viel lernen – doch er ist einfach so knuddelig!
Thomas Poppe und Heiko Wolz haben ein fröhliches und spannendes Buch über ein verspuktes Schloss geschrieben, von dem die Kinder bezaubert sein werden. Der Gruselfaktor und die Sprache sind kindgerecht – das Buch wird ab acht Jahren empfohlen. Kurze Kapitel und die große Schrift sorgen für leichte Lesbarkeit. Fantasievolle Schwarz-Weiß- Illustrationen erhöhen das Lesevergnügen und unterstützen das Kopfkino, das unweigerlich entsteht, wenn man Weeny und Finn auf der Geisterjagd begleitet. Die Geschichte eignet sich sehr gut zum Vorlesen, aber auch Kinder, die schon gerne selbst lesen, werden das Buch sicher oft zur Hand nehmen. Auch für erwachsene (Mit-)Lesende gibt es einiges zu schmunzeln, denn manche Details sind wirklich witzig.
“Creepy Castle: Die Schule der Geisterjäger” erzählt von Freundschaft und Mut, aber auch davon, dass der erste Eindruck von einer Person – oder einem Geist – trügerisch sein kann. Weeny ist nicht nur superschlau, sondern eine gute Freundin, die sich für ihre Freunde auch in Gefahr begibt. Finn umgibt lange Zeit ein Rätsel und sein Verhalten ist für Weeny unerklärlich. Doch gleichgültig, wie sich die Umstände entwickeln: Finn und Weeny halten zusammen.
Natürlich gibt es, wie wohl auch im richtigen Leben, einen Schulfiesling, der vor allem Weeny das Leben schwer macht. Der heimliche Star des Buches ist aber der kleine Dämon Whisk, der niedlich und unbeholfen noch viel üben muss, damit seine Flüche den gewünschten Erfolg haben.
Ich habe das Buch mit meinem Enkel gelesen und wir hatten beide viel Spaß. Daher empfehlen wir “Creepy Castle – Die Schule der Geisterjäger: Total verspukt!” gerne allen jungen und jung gebliebenen Lesenden, die Humor, Action und Gänsehaut lieben und wir freuen uns schon auf Band zwei.
Rezensionen von Ameland:
Von Geistern und Dämonen
Creepy Castle – Die Schule der Geisterjäger (1). Total verspukt! von Thomas Poppe; Heiko Wolz
Auf der Geisterjägerschule Creepy Castle lernt man alles übers Flüchebrechen und Geisterbekämpfung und endlich darf Weeny diese Schule besuchen. Ihre Freude erhält einen Dämpfer als ihr Sitznachbar Finn sich abweisend ihr gegenüber benimmt. Ob er ein Geheimnis hat oder etwas im Schilde führt? Ich weiß es, werde es euch aber nicht verraten.
Lest lieber selbst sonst verpasst ihr eine tolle Geschichte.
Weeny mochte ich sofort. Ich fand es toll, dass sie mehr auf ihr Herz hört und dann schonmal Regeln missachtet. Bei Finn hat es etwas gedauert bis ich ihn gemocht habe, aber dann fand ich ihn einfach nur liebenswert. Es gibt aber eine Figur, die mein Herz im Sturm erobert hat und das war der kleine Dämon Whisk. Seine Auftritte sorgten für Lacher meinerseits und brachten Atempausen, wenn die Spannung fast zu viel wurde.
Der Schreibstil der Autoren Thomas Poppe und Heiko Wolz ist kindgerecht. Nur die englischen oder gälischen Namen und Ausdrücke bereiten in Sachen Aussprache vielleicht Schwierigkeiten. Aufgrund der Erklärungen gibt es aber, genau wie bei den lateinischen Begriffen, keine Verständnisprobleme. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Weeny und Finn.
Die wunderschönen und detaillierten Illustrationen von Sarah Friede geben den Text zusätzlich sehr bildhaft wieder.
Gefallen hat mir, dass in die Geschichte Begebenheiten eingeflossen sind, welche die Kinder auch an normalen Schulen erleben. Da geht es z. B. zu Beginn darum, Freunde zu finden oder es wird schlecht über einen anderen Schüler geredet. Aber egal wie, was zählt sind Zusammenhalt, Freundschaft und Vertrauen.
Wer gerne spannende Bücher über Geister und Dämonen liest und sich auch vor etwas Grusel nicht fürchtet, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Rezensionen von Dragon:
Des Pudels Kern
Dunkle Künste 1. Pudel-Panik von Daniel Bleckmann
Vom Erfolgsduo Bleckmann/Hussung gibt es mit der „Dunkle Künste“-Reihe nun neue spannende und gruselige Abenteuer, die kleine Lesende lieben werden. Mir hat das Buch sehr gefallen, da es ein überzeugendes Gesamtpaket aufweisen kann: ein Cover, das schon zeigt, dass es unheimlich und interessant werden wird; die tolle Aufmachung im Stil eines Tagebuchs; der leicht zugängliche Text sowie das altersgerechte Thema für junge Lesende ab etwa 9 Jahren und die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Magie.
Das Freunde-Trio bestehend aus Henri, Charlotte und Sahin beweist in „Pudel-Panik“ einen tollen Zusammenhalt und echte Freundschaft, als es darum geht, herauszufinden, warum sich Henris Hund neuerdings richtig gruselig verhält. Seit Henri alte Schriften aus dem Nachlass seines Opas in seinem Besitz hat und sich sehr für Alchemie interessiert, ist schon einiges passiert, wovon seine Eltern nichts wissen dürfen. In seinem Alchemie-Keller erforscht Henri unermüdlich die Geheimnisse der Alchemie, hat bereits auch Sahin damit angesteckt und mit ihren unterschiedlichen Charakteren passen die drei Freunde bestens zusammen, um die bisher entdeckten Geheimnisse möglichst verborgen zu halten. Doch wie lange wird das gelingen, wenn sie nicht schnellstens heraus finden, was mit Henris Pudel Jowo passiert ist und warum dieser sich so seltsam verhält…?
Das Thema ist genau richtig für die Zielgruppe und bietet jede Menge Lesespaß, Grusel und sogar Wissenswertes. Mir gefällt besonders die Form eines Tagebuchs, in der Henri von seinen Erlebnissen berichtet. In aufgelockertem Schreibstil mit vielen Zeichnungen, Skizzen, Querverweisen und Randnotizen wirkt der Text authentisch und animiert auch ungeübtere Lesende zum Dranbleiben. Denn die Story ist allemal spannend, denn es gilt herauszufinden, was mit Henris Hund passiert ist.
Dabei spart der Autor nicht an witzigen Passagen und Anspielungen durch Namen und Hinweisen auf Goethes Werk „Faust“. Meiner Meinung nach trifft er auch genau den richtigen Ton, um das Buch spannend und gruselig zu gestalten, jedoch nicht zu sehr, um nachhaltige Ängste bei den kleinen Lesenden zu schüren. Besonders die Dynamik der drei Freunde untereinander gefällt mir, da sie so unterschiedlicher Charaktere sind, die dann doch im Ganzen eine tolle Einheit bilden. Ein wenig schade finde ich das Klischee der braven, regeltreuen und immer sauberen Charlotte, sodass die Freunde mich ein wenig an ein berühmtes Trio einer Zauberschule erinnern. Hier hätte ich mir ein wenig Vielfalt bzw. etwas realitätsnahere Eigenschaften der Kinder gewünscht. Ansonsten ist die Story sehr modern und für das jetzige technische Zeitalter angepasst, da Henri sogar sein eigenes KI-Wesen hat.
Der Band überzeugt, macht Spaß und schürt die Vorfreude auf weitere. Deshalb empfehle ich das Buch für alle kleinen Lesenden, die magische, leicht gruselige Abenteuer und sympathische Charaktere erleben wollen.
Rezensionen von brauneye29:
Ganz okay
Lemon Blossoms - Geheimnisse auf der kleinen Zitronenfarm am Gardasee von Rebecca Martin
Bücher, die am Gardasee spielen ziehen mich irgendwie magisch an, denn ich bin oft dort und liebe es einfach da und lese gerne Bücher, die dort spielen. Hier hätte die Geschichte gefühlt auch überall spielen können, denn irgendwie spielte der Gardasee für mich nur wenig eine Rolle, wenn man von den Limonen und den Produkten absieht.
Insgesamt fand ich die Geschichte ganz nett, aber leider auch nicht mehr. Schreibstil war okay und lies sich gut lesen.
Rezensionen von brauneye29:
Wie immer gut
Alles wird Asche,11 Audio-CD von Nele Neuhaus
Zum Inhalt:
Was nach diversen Unfällen aussieht, stellt sich schnell als eine sehr brutale und raffinierte Mordserie heraus. Die Ermittlungen führen in den Umkreis des tödlich verunglückten Tech-Milliardärs Brinkhoff und während Von Bodenstein und Sander noch versuchen durch Verbindungen in Familie und Firma zu entwirren, stoßen sie auf weitere Morde, die mit Brinkhoff zusammenhängen.
Und schnell wird klar, sie müssen schnell sein, sonst wird es weitere Morde geben.
Meine Meinung:
Auf die Autorin kann man sich echt verlassen. Wieder hat sie eine komplexe und wirklich spannende Geschichte entwickelt, die einen fesselt und auch immer verführt weiter und weiter zu lesen oder eben zu hören. Was mir jedes Mal gut gefällt, ist dass man die Vorgänger nicht unbedingt kennen muss, den die Fälle sind in sich abgeschlossen. Klar, das ein oder andere Detail, speziell aus dem Privaten der Ermittler fehlen einem dann schon, sind aber überhaupt nicht wichtig für die jeweiligen Bücher. Ich hatte das Hörbuch und fand es auch sehr gut gelesen. Daumen hoch und Lese- bzw. Hörempfehlung.
Fazit:
Wie immer gut
Rezensionen von Harakiri:
Humorvoll und teilweise skurril
Madame Mort und der tote Onkel von Pierre Lagrange
Endlich darf die Gerichtsmedizinerin Berthe ein eigenes Buch haben. Mir gefiel sie schon in der Albin-Leclerc-Reihe sehr gut.
Auch Berthe hat eine ungewöhnliche Art, sich Kriminalfällen anzunehmen. Als sie von dem Verschwinden einer Leiche aus einem Bestattungsinstitut erfährt, gehen bei ihr alle Lichter an und die Neugierde lässt sie nicht los.
Wer könnte ein Interesse daran haben, die Leiche zu stehlen? Und was sind die Hintergründe?
Ich mag die humorvollen Romane des Autors sehr gerne und kenne die gesamte Leclerc-Reihe. Dass Albin auch in diesem Buch eine (Neben-)rolle spielen darf, hat mich sehr gefreut. Berthe steht aber im Vordergrund und dieses Mal hat der Autor auch die ganzen Nebensächlichkeiten weggelassen, die mich mittlerweile bei der Leclerc-Reihe stören. Berthe Sauniers Abenteuer ist erfrischend und mitreißend und so undurchsichtig, dass man sich auf die Lösung freut. Auch als ein Zwischenerfolg verbucht werden kann, ist das Buch noch lange nicht zu Ende. Wobei das Buch mit 300 Seiten doch relativ kurz ist. Mittlerweile habe ich aber kürzere, knackige Bücher zu schätzen gelernt.
Gewisse Parallelen sind in beiden Reihen zu finden: auch Berthe hat einen stillen Ratgeber. Wo Albin mit seinem Mops spricht, ist es bei Berthe ein Skelett. So herrlich kurios und teilweise auch wieder witzig, dass ich mich gleich in der Handlung wohlgefühlt habe. Zudem beginnt das Buch mit einer Geburt und so werden die ganzen Charaktere gleich einprägsam eingeführt.
Fazit: Madame Mort und der tote Onkel ist der Auftakt einer neuen Reihe von Pierre Lagrange, die ich sicher weiterverfolgen werde.
Rezensionen von Leserin:
Eine Geschichte, die berührt!
Lunar New Year Love Story von Yang Gene Luen - Pham Leuyen
Ich lese gerne romantische Geschichten, warum nicht mal eine Graphic Novel? Es war mein erstes Buch dieser Art und sicherlich nicht das letzte.
Valentinas Name ist Programm, denn sie liebt den Valentinstag. Aber sie glaubt, dass ein Liebesfluch auf ihrer Familie liegt, in der niemand seit Generationen Glück in der Liebe fand.
Als sie die Wahrheit erfährt, nimmt sie ihr Glück selber in die Hand...
In diese Geschichte ist die ganze Familie eingewoben. Die verschiedenen Figuren wirken sehr authentisch, sind vielschichtig charakterisiert und jeder auf seine Art interessant.
Die Graphic Novel ist viel mehr, als nur eine zauberhafte Romantikkomödie. Sie geht viel tiefer, thematisiert den Familienzusammenhalt, stellt die kulturelle Identität in den Vordergrund und verwebt asiatische Traditionen mit westlichen Einflüssen.
Das Buch ist etwas schwerer, sehr ansprechend gestaltet mit wunderschönen detaillierten Zeichnungen auf Glanzpapier. Lebendig, mit kräftigen Farben, wirken sie wie ein Film. Es hat richtig Spaß gemacht Vals Geschichte zu lesen. Sie ist unterhaltsam, berührend und voller Emotionen.
Rezensionen von lu_rkz:
Gefühle verstehen
Mein artgerecht-Trotzbuch: Nein! von Nicola Schmidt
„Mein artgerecht-Trotzbuch: Nein!“ von Nicola Schmidt beschäftigt sich mit einem Thema, das wohl viele Eltern von Kleinkindern nur allzu gut kennen: Trotz, Wut und scheinbar endlose „Nein!“-Momente. Anhand der Eichhörnchen-Kinder Vincent und Sophia werden verschiedene Alltagssituationen gezeigt, in denen Kinder überfordert, müde, hungrig oder unzufrieden sind und entsprechend heftig reagieren.
Besonders schön ist dabei, dass der Trotz nicht einfach als schlechtes Verhalten dargestellt wird. Stattdessen wird vermittelt, dass hinter dem Verhalten ein Bedürfnis steckt, das gesehen und ernst genommen werden sollte.
Sehr gelungen finde ich die liebevollen Illustrationen von Iris Blanck. Die kräftigen Farben und die ausdrucksstarke Mimik der Eichhörnchen machen die Gefühle der Figuren für kleine Kinder gut nachvollziehbar. Gerade bei einem Buch über Emotionen sind die Bilder besonders wichtig, und hier unterstützen sie die Geschichte wunderbar. Die Figuren wirken sympathisch und lebendig, sodass Kinder leicht einen Bezug zu den Situationen herstellen können.
Auch die Gestaltung als stabiles Pappbilderbuch passt hervorragend zur Zielgruppe ab etwa zwei Jahren. Die Geschichte ist alltagsnah und zeigt Situationen, die Familien tatsächlich erleben können – vom Anziehen bis zum Umgang mit Frust und Enttäuschungen. Zusätzlich gibt es hilfreiche Hinweise für Eltern, wie sie in solchen Situationen reagieren und ihr Kind begleiten können. Dadurch ist das Buch nicht nur eine schöne Vorlesegeschichte, sondern gleichzeitig eine kleine Unterstützung für Eltern im turbulenten Familienalltag.
Insgesamt ist „Mein artgerecht-Trotzbuch: Nein!“ ein warmherziges und hilfreiches Bilderbuch, das Kindern ihre Gefühle näherbringt und Eltern dazu ermutigt, hinter dem Trotz das eigentliche Bedürfnis ihres Kindes zu erkennen. Besonders die Kombination aus verständlicher Geschichte, liebevollen Illustrationen und praktischen Impulsen macht das Buch zu einer empfehlenswerten Begleitung durch die Trotzphase.










