Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Rinoa:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Habe mir mehr erwartet

Über die Toten nur Gutes von Andreas Izquierdo

Nachdem ich zuletzt "Kein guter Mann" von Andreas Izquierdo gelesen habe, das mir wirklich gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf "Über die Toten nur Gutes".
Und schon die ersten paar Seiten waren richtig vielversprechend und versprachen eine unterhaltsame und auch skurrile Geschichte mit einem ungewöhnlichen Protagonisten, der als Trauerredner arbeitet.

Leider flaute meine anfängliche Begeisterung aber recht schnell ab, das Buch ließ sich zwar weiterhin gut lesen, schnell schlichen sich aber doch Längen ein. Es fiel mir immer schwerer, Mads Madsen und seinen Ermittlungen zu folgen, die ihn mal hierhin, mal dorthin brachten, für meinen Geschmack aber überhaupt nicht spannend bzw. zielführend waren oder so, dass ich unbedingt wissen wollte, wo das alles hinführt. Ich konnte einfach keine Verbindung zu den handelnden Personen aufbauen und die Geschichte plätscherte eher so dahin.

Dies wurde dann gegen Ende zwar besser, auch wenn der Fall für mich weiterhin recht wenig greifbar war und einiges doch sehr konstruiert wirkte. Immerhin hat es mich dann am Ende doch gepackt und die Seiten flogen nur so dahin.

Alles in allem hatte ich mir allerdings schon mehr erwartet und war am Ende zwar nicht enttäuscht, aber doch ernüchtert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Rinoa
Habe mir mehr erwartet

Rezensionen von MarcoL:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein Fantasy-Spektakel sonder gleichen. Ganz große Erzählkunst!

Qwert von Walter Moers

Was für ein unglaublich fantastischer Ritt doch dieses Buch ist. Fans von Walter Moers kommen hier voll auf ihre Kosten, denn der Autor strotzt wieder mal nur so von Fantasie und Einfallsreichtum.
Qwert, der Gallertprinz und alter Bekannter aus anderen Büchern, stürzt durch ein Dimensionsloch in die Welt Orméa – und findet sich als DER Ritter zahlreicher Romane schlechthin wieder - als Prinz Kaltbluth.

Gefürchtet wie bewundert, kommt er mit seiner Rolle vorerst nur schwer zurecht. Zum Glück hat er „Tarnmeister“, seinen unsichtbaren Degen, der immer dann hilft, wenn es richtig brenzlig wird (also recht oft). Ganz am Anfang sieht er sich schon gezwungen, eine holde Maid zu befreien. Allerdings war das schöne Antlitz der jungen Frau nur eine Seite der Medaille, denn in Wahrheit ist sie eine Janusmeduse. Ihr anderes Gesicht macht das, was Medusen üblicherweise so tun – sie versteinern alles, was sie erblicken. Und dennoch entspannt sich zwischen den beiden doch so etwas wie eine Romanze – gibt natürlich niemand zu. Sie verlieren sich, dann finden sie sich wieder, wobei immer einer der beiden aus einer Gefahr gerettet werden muss. Und das, obwohl die Janusmeduse – liebevoll Jadusa (ein Kofferwort – und davon werden sehr viele mantrahaft verwendet) genannt – so ziemlich das gefährlichste Wesen in ganz Orméa ist.
Außerdem bekommt Qwert alias Kaltbluth Unterstützung von seinem (ehemaligen) Knappen Oyo und einem treuen Reittier.
43 Abenteuer muss der Gallertprinz in der leibgewordenen Statur des Helden erleben, erleiden und durchstehen, bis er – nun ja – wird natürlich nicht verraten.
Aber bis dahin kommen Flederfrösche vor, verschiedenste Ritter (gläserne (gruselig), hölzerne, eiserne, rote, blaue, usw.), Kristallskorpione (sehr böse), Riesengletscherzwerge, Ehrenrittertum samt Duellen, usw. vor.
Man reitet durch den Roman, staunt und staunt und staunt – auch über die tollen Illustrationen des Autors, die diesen 580 Seiten Klops sehr bereichern.
Große Leseempfehlung für alle Freunde von Zamonien, und die es noch werden möchten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von MarcoL
Ein Fantasy-Spektakel sonder gleichen. Ganz große Erzählkunst!

Rezensionen von Krani:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Gruselig und spannend

Wer die Toten stört von A. Rae Dunlap

James Willoughby ist ein junger Mann aus gutem, aber verarmtem Hause. Er will Arzt werden und kommt zum Studium nach Edinburg. Hier arbeiten die besten Anatomen jener Zeit an echten Leichen.
Die Geschichte ist sprachlich ganz im Stile jener Zeit geschrieben. Das Gruselige, das Toten anhaftet, weht geradezu durch durch die Buchseiten.

Huh! Manche der eigentlich grauenhaften Szenen erscheinen durchaus komisch. Und es ist schließlich der Beginn der modernen Medizin. Nur so kann man erfahren, wie es im menschlichen Körper aussieht: indem man ihn aufschneidet und hineinsieht.
In diesem Spannungsfeld entwickelt sich der junge James, und ebenso der Roman. Stehen zuerst noch der Gruselaspekt und die Faszination im Vordergrund, so wird das Ganze schnell zu einem Krimi und dann zu einem Thriller, in dem es darum geht, nicht selber zur Leiche zu werden, sondern Mörder zu überführen. Ganz nebenbei erlebt James noch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.
Es passiert also eine ganze Menge auf diesen vierhundert Seiten. Lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krani
Gruselig und spannend

Rezensionen von clematis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Innere Stimme

Glimmende Himmel von Lia Scott

1868: June hat sich in der Industriestadt Bradford arrangiert mit der harten Arbeit in einer Wollspinnerei und in Hattie eine liebe Freundin gefunden. Aber das Elend der Arbeiterfamilien, die rußige Luft und die kranken Kinder kann sie nicht einfach hinnehmen. Schließlich fasst June allen Mut zusammen und legt ihre bisher verfassten Artikel über grundlegende Hygienemaßnahmen und nahrhafte Speisen einem Zeitungsredakteur vor, der diese jedoch kaum beachtet.

Und wieder taucht der undurchschaubare Ire Franky auf, der June seit ihrer ersten Begegnung in den Craven Dales nicht mehr recht aus dem Kopf gehen mag.

Mit ihrer angenehmen Sprachmelodie und bildreichen Beschreibungen setzt Lia Scott die Saga mit den denkbar schlechten Arbeitsbedingungen in den Fabriken Mitte des 19. Jahrhunderts fort, lässt die Konflikte zwischen Engländern und Iren miteinfließen und lenkt die wunderbare Geschichte wieder auf eine mutige junge Frau, welche nun endlich ihre innere Stimme erhört und merkt, dass sie selbst zu verbesserten Zuständen beitragen kann. Warmherzig und berührend erzählt die Autorin von Freundschaften und unheilbaren Krankheiten, von Familienbanden und tiefer Schuld, welche besonders Franky verfolgen muss und ihn zu unbedachten Handlungen verleitet. June entwickelt sich in diesem zweiten Teil von „Die Fasern der Welt“ deutlich weiter und beeindruckt ihr Umfeld durch ihre Wortgewandtheit und ihren Einsatz für die Armen und Kranken, indem sie ihnen Anleitung gibt, sich selbst zu helfen. Lebendige Schilderungen und eine eingehende Recherche lassen jede einzelne Szene glaubwürdig und überaus realistisch erscheinen, sodass das Lesen bis hin zum Ende große Freude bereitet. Nun ist Phantasie gefordert, denn längst sind nicht alle Fragen geklärt, aber vielleicht erscheint ja schon bald Band Nummer 3?

Eine wirklich gelungene Fortsetzung des Romans Der Wind von Yorkshire, welchen man zuvor gelesen haben sollte. Mir sind einige Figuren nun schon so ans Herz gewachsen, dass ich mich über ein Wiedersehen sehr freuen würde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis
Innere Stimme

Rezensionen von Furbaby_Mom:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Kreative Grundidee

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us von Felicia Kingsley

Schon auf den ersten Blick versprüht "The Heat Is On" für mich pures RomCom-Feeling - Cover & Farbschnitt sind ein absoluter Traum: dieses frische Mintgrün, die verspielte Gestaltung, der moderne Look … allein optisch macht das Buch richtig Lust auf eine schwungvolle Liebesgeschichte.

… und die bekommen wir auch!



Für mich war es das erste Werk der Autorin; ihre zuvor veröffentlichte Time-Travel-Romance ("Courting – Be mine through all time") stand bereits auf meiner Wunschliste, und nun, da ich ihren Erzählton kennengelernt habe, möchte ich die Story umso mehr lesen! Felicia Kingsley schreibt nämlich genau so, wie man es sich von einer unterhaltsamen Love Story wünscht: leichtfüßig, locker, modern, frech, mit schlagfertigen Dialogen und viel Tempo.



Die herrlich kreative Grundidee habe ich geliebt: Tochter eines vermeintlichen Mafiosos trifft auf Undercover-Cop - Romeo und Julia lassen grüßen. SIE arbeitet im italienischen Familienrestaurant in New York, während ER (Dwight, Deckname: Romeo) sich undercover genau dort einschleusen soll. Allein das erste Aufeinandertreffen (- Motorrad, Spritzwasser, Lolli im Mund … Chemistry pur!) schreit förmlich nach einer Filmadaption. Überhaupt: Das atmosphärische Setting rund um das italienische Restaurant in New York war genau mein Fall!



Was für mich persönlich das Leseerlebnis etwas gebremst hat, war, dass sich die Geschichte stellenweise etwas gezogen angefühlt hat. Trotz vieler schöner (und witziger) Szenen fehlte mir zwischendurch der emotionale Sog, der mich komplett hätte mitreißen können. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass Julia mit Morbus Crohn lebt und einen Stoma-Beutel trägt. Dieser Aspekt ist sensibel und respektvoll umgesetzt worden, und ich finde es grundsätzlich sehr wertvoll, wenn solche Themen in Romanen sichtbar gemacht werden. Julia wird bewusst nicht auf ihre Krankheit reduziert und geht bemerkenswert selbstbestimmt damit um. Für mich persönlich ist das jedoch ein Thema, das ich - wenn ich es vorher weiß - eher meide, da ich beim Lesen vor allem nach Leichtigkeit und Alltagsflucht suche.



Julia ist ohne Frage eine starke, selbstbestimmte Protagonistin, die ihren eigenen Weg geht und sich gegen einen sehr überbehütenden italienischen Vater behaupten muss. Mir wirkte sie stellenweise jedoch einen Tick zu tough und etwas überzeichnet, was es mir emotional nicht ganz leicht gemacht hat, vollständig mit ihr warm zu werden.



Fazit:

Eine humorvolle, moderne Romance mit viel Charme, einer mega originellen Idee und tollem Setting, die ich mir wunderbar als Filmadaption vorstellen könnte. Ich bin mir sicher, dass die Story für RomCom-Fans mit Faible für starke Heldinnen und temporeiche Dialoge ein perfect match ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom
Kreative Grundidee

Rezensionen von brauneye29:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Hab mich schwer getan

Bad Actors von Mick Herron

Zum Inhalt:
Als eine wichtige Mitarbeiterin des Premierminister verschwindet, soll ausgerechnet Claude Whelan sie finden. Er war ehemals der Chef beim MI5 und kann seine Nachfolgerin Diana Taverner nun so gar nicht leiden. Doch die Spur führt direkt zum Hauptquartier und über Umwege auch zu Jackson Lamb.

Meine Meinung:
Mir war nicht wirklich bewusst, dass es sich hier um eine Art von Serie handelt und das hat mir beim Lesen schon das Leben schwer gemacht, denn es gab manches, was wohl in den Vorgängerbänden passiert ist und da fehlte mir dann schlicht und ergreifend das Wissen zu. Insgesamt ist es mir schwer gefallen in die Geschichte rein zu kommen, gelungen ist es mir im Grunde bis zum Schluss nicht. Den Schreibstil fand ich ganz okay, den schwarzen Humor fand ich auch ganz gut.
Fazit:
Hab mich schwer getan

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Hab mich schwer getan

Rezensionen von Liselottchen:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Historischer Roman rund um die Baumwollspinnereien

Glimmende Himmel von Lia Scott

June arbeitet nun in der Baumwollspinnerei, als ihr Franklin O’Donovan wiederbegegnet. Sie ist ihm nicht wohlgesonnen, auch die Arbeit ist hart, vor allem die schlechte Luft macht ihr zu schaffen. Ein Lichtblick ist ihre Freundin Hattie und die Briefe, die sie an ihre Familie schreibt. Auch ihre medizinische Erfahrung, die sie sich als Begleitung ihrer Tante angeeignet hat, kommt ihr nun zugute und sie gewinnt an Selbstsicherheit, als es ihr gelingt, den kleinen Sohn von Franklins Freunden von seiner Durchfallerkrankung zu heilen.

Franklin ermuntert sie, sich Gehör zu verschaffen. Bei der Zeitung lernt sie den Redakteur Jacob kennen, er ebenfalls gegen die Missstände in den Spinnereien kämpft und er sorgt dafür, dass sie künftig ihre Tipps und Ratschläge in einer Kolumne veröffentlichen darf.
Franklin hingegen befindet sich in einer Abwärtsspirale. Obwohl er und June sich näherkommen, hält er sich für nicht gut genug und trifft falsche Entscheidungen.

Ich war sehr gespannt auf den zweiten Teil. Voran möchte ich schicken, dass man zuvor den ersten Teil gelesen haben sollte, denn sonst ist vieles vermutlich unklar. Ein bisschen enttäuscht wurde ich, weil rund um Franklins Geschichte nichts aufgeklärt wurde. Man bleibt im Dunkeln, was es mit seiner ersten Frau auf sich hat, warum er seinen kleinen Sohn in die Obhut seiner Schwester gegeben hat und sich nicht einmal nach ihm erkundigt. Seine Figur entwickelt sich in diesem Band kaum weiter.
June hingegen reift ungemein und ihre Persönlichkeit wird zum starken Charakter, was mir sehr gut gefiel. Viel Historisches ist in den Roman eingearbeitet, die katastrophalen Zustände in den Baumwollspinnereien, die Profitgier der Besitzer und das unhygienisch elende Leben der Arbeiterinnen und Arbeiter.
Nur wenig erfährt man von Junes Familie, das fand ich schade. Doch ist vermutlich von einem Mittelteil zu erwarten, dass das meiste offenbleibt.
Der Schreibstil ist wie beim ersten Teil flüssig zu lesen, die Dialoge der damaligen Zeit angepasst. Ich warte mit Sehnsucht auf Band 3.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Liselottchen
Historischer Roman rund um die Baumwollspinnereien

Rezensionen von Shilo:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Leben zwischen Fabriken und Träumen

Glimmende Himmel von Lia Scott

Dieser zweite Teil knüpft eng an den Auftakt der Dilogie an und führt die Reise von June weiter. Nach ihrer Zeit in den Craven Dales lebt sie nun in einer Stadt, die von Fabriken, Armut und Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Durch die Arbeit in der Spinnerei versucht sie, ihrer Schwester einen Aufenthalt am Meer zu ermöglichen, der für deren Gesundheit entscheidend ist.

Schon die ersten Kapitel machen deutlich, wie hart das Leben der Arbeiterinnen und Arbeiter hier wirklich ist.
Lia Scott zeigt erneut ein feines Gefühl für Figuren, die zweifeln, wachsen und immer wieder Mut beweisen. June begegnet Menschen, deren Leben durch die Fabrik völlig bestimmt wird. Durch Franky, den sie aus den Craven Dales kennt, lernt sie eine Familie kennen, die kaum genug zum Leben hat. Diese Begegnung verändert in ihr viel, denn jetzt will June nicht mehr nur zuschauen. Sie versucht, mit Wissen und Worten gegen das Elend anzukämpfen, und findet in dem Journalisten Jacob Ford einen Verbündeten.
Franky selbst trägt aus seiner Vergangenheit eine schwere Schuld mit sich herum. Zwischen ihm und June keimt eine Zuneigung auf, die beide jedoch nicht akzeptieren wollen. Dagegen bringt Jacob zugleich neue Gedanken, neuen Schwung und auch eine neue Unsicherheit in Junes Leben.
Die Atmosphäre der Industriestadt ist eindrucksvoll beschrieben. Die gedrängten Wohnungen, die Krankheiten und die vielen erschöpften Kinder lassen schnell spüren, wie belastend das Leben dort ist. Dennoch verliert die Geschichte nie ihren warmen Kern.
Mehrere Wendungen sorgen dafür, dass der Roman durchgehend spannend bleibt. Die Entwicklung der Protagonisten wirkt nachvollziehbar und sehr menschlich. Ganz besonders hatte es mir der kleine Tommy angetan. Seine Klugheit, sein Mut und sein großes Herz waren stets Lichtblicke in den zum Teil sehr bedrückenden Momenten der Handlung.
Dieser zweite Band erzählt mit Gefühl und Spannung von Mut, sozialer Verantwortung und dem Willen eines einzelnen Menschen, etwas zu bewegen. Die Geschichte zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Mitgefühl gerade in schweren Zeiten sind.
Auch wenn sich dieses Buch sehr gut alleine lesen lässt, empfiehlt es sich doch zum besseren Verständnis der Handlung, mit dem ersten Teil "Der Wind von Yorkshire" zu beginnen.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Shilo
Leben zwischen Fabriken und Träumen

Rezensionen von Anilam:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Eine Geschichte, die Vergangenheit lebendig macht

Die Welt in unseren Händen von Emily Walton

Die Welt in unseren Händen von Emily Walton verbindet auf wunderschöne Weise Gegenwart und Vergangenheit. Ausgehend von einem scheinbar ganz normalen Besuch bei der Großmutter entfaltet sich eine beeindruckende Geschichte über Krieg, Liebe und Lebensentscheidungen. Der Roman führt von England bis nach Ägypten und schafft dabei eine richtig lebendige und fesselnde Atmosphäre.

Die Geschichte rund um June hat mich besonders berührt. Ihre Zeit im Zweiten Weltkrieg, der Weg von England bis Ägypten und die Begegnung mit Ken sind total spannend erzählt. Ich mochte im Roman auch sehr, dass wir nicht nur Junes Geschichte kennenlerne, sondern auch Emma beginnt ihr Leben neu zu betrachten. Das hat mich persönlich sehr abgeholt - vor allem mit dem Hintergrundwissen, dass die Geschichte auf dem echten Leben der echten Großmutter der Autorin basiert.

Der Schreibstil von Emily Walton ist flüssig zu lesen. Ich konnte während des Romans eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchmachen, da die Autorin einige Situationen so präzise und gut gelungen rüber gebracht hat, dass sie mir sehr nahe gingen.

Für mich ist Die Welt in unseren Händen ein sehr bewegender und historischer Roman gewesen, der mir auf jeden Fall noch etwas im Gedächtnis bleibt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anilam
Eine Geschichte, die Vergangenheit lebendig macht

Rezensionen von CanYouSeeMe:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

To Cage a Wild Bird

To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Ich habe schon lang keine Dystopie mehr gelesen, daher habe ich mich schon sehr auf die Welt von "To Cage a Wild Bird" gefreut. Das Setting ist auch durchaus düster, Dividium eine in sich geschlossene Gemeinschaft, die auf klare Unterschiede zwischen den einzelnen Bereichen setzt und damit von dem grundlegenden World-Building etwas an "Die Tribute von Panem" erinnert.

Tatsächlich hätte ich persönlich mir etwas mehr Informationen zur Welt, der Entstehung und den Strukturen gewünscht, Autorin Brooke Fast gibt aber insgesamt genug Informationen, so dass Dividium eine ausreichend strukturierte dystopische Welt ist. Das Gefängnis Endlock ist wirklich ein grausiger Ort, wenngleich mir einige Strukturen vor Ort zu gut ins Bild gepasst haben und für die Komplexität der Handlung zu platt waren.
Hauptcharakter Raven ist mir sympathisch, auch die Charakterentwicklung im Verlauf der Handlung gefällt mir gut. Auch hier gab es einen kleinen Holperer in der Charakterdarstellung, der mich inhaltlich nicht überzeugen konnte, aber für den Spannungsaufbau nützlich war. Vale war ein ebenso spannender Protagonist, die Anziehung zwischen ihm und Raven hat mir gefallen, die Spice-Szenen haben im Großen und Ganzen auch gut in die Story gepasst. Auch bei Vale gab es für mich kleinere Umgereimtheiten in der Charakterdarstellung, die das Gesamterlebnis aber nicht unbedingt schmälern.
Für mich ist "To Cage a Wild Bird" ein gelungenes Debut, das mich trotz kleinerer Schwächen im Storytelling (unelegante, etwas platte Lösungen für Herausforderungen) sehr gut unterhalten hat. Vor allem auch der angenehme Schreibstil und die genutzte Sprache, in Übersetzung durch Bettina Ain haben zu einem guten LEse-Erlebnis beigetragen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe
To Cage a Wild Bird