Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Eine ganz besondere Freundschaft
Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan
In ''Die Ballade von Ronan McCoy'' geht es um Brendan und seinen besten Freund Ronan. Nach den Sommerferien wartet Brendan wie immer darauf, Ronan endlich wiederzusehen. Doch Ronan kommt nicht zurück in die Schule. Erst Monate später sieht er ihn wieder und plötzlich ist alles anders.
Mich hat die Geschichte wirklich sehr berührt.
Der Schreibstil ist eher ruhig und einfach. Trotzdem werden richtig viele Gefühle im Buch rübergebracht. Man ist die ganze Zeit sehr nah an Brendan und seinen Gedanken. Manchmal empfand ich ihn etwas naiv aber gleichzeitig so ehrlich, dass ich ihn richtig schnell ins Herz geschlossen habe.
Am schönsten fand ich aber die Freundschaft zwischen Brendan und Ronan. Durch die vielen kleinen Erinnerungen merkt man immer mehr, wie wichtig die beiden füreinander sind.
Gleichzeitig geht es um ziemlich schwere Themen. Tod, Trauer, Einsamkeit und Verlust spielen eine große Rolle. Es gab einige Stellen, die mich echt erwischt haben. Aber im ganzen fand ich die Zusammensetzung dieser schwierigen Themen und auch der schönen Momente zwischen den beiden Freunden sehr gelungen. Ich würde das Buch nicht nur Fans von Coming-of-Age empfehlen, sondern allen die Genre-Offen sind und Lust auf eine berührende Geschichte haben.
Ein Traum für Vogelfans
Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White
Mit 'Das Museum der Vögel' bekommt man ein ganz tolles Buch über Vögel aus aller Welt. Schon allein die Größe macht richtig was her. Das Buch ist im großen A3-Format gehalten und wirkt dadurch wirklich fast schon wie ein richtiges kleines Museum für zu Hause.
Die Vögel sind in verschiedene Gruppen und Lebensräume aufgeteilt.
Zu jeder Gruppe gibt es erstmal einen allgemeinen Infotext. Danach werden die einzelnen Vögel auf den Illustrationen nochmal genauer vorgestellt. Man bekommt kurze Infos zur Größe, zum Lebensraum und zu verschiedenen Besonderheiten. So bekommt man richtig viel Wissen, ohne dass es sich trocken oder überladen anfühlt.
Mein absolutes Highlight sind aber die Bilder. Die Illustrationen sind sowas von toll! Ich habe bei einigen Seiten wirklich gedacht, dass ich sie am liebsten als Poster an die Wand hängen würde damit ich sie jeden Tag anschauen kann. Durch das große Format kommen die ganzen Details natürlich nochmal viel schöner zur Geltung.
Und für mich ist das definitiv nicht nur ein Buch für Kinder. Ich glaube sogar, dass vogelbegeisterte Erwachsene mindestens genauso viel Spaß damit haben können. Vor allem wenn man so wunderschöne Illustrationen zu schätzen weiß. Ich werde diesen Schatz bestimmt noch ganz oft aus dem Regal holen und einfach darin herumblättern.
Spannender Einblick in die Welt des Goldes
Wie viele Leben kostet ein Karat? von Guya Merkle
In Wie viele Leben kostet ein Karat? geht es um Gold und vor allem darum, wo es eigentlich herkommt. Guya Merkle beschäftigt sich mit dem Goldabbau, den Bedingungen vor Ort und den Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.
Die Übersichtlichkeit im Buch hat mir richtig gut gefallen. Auch der Schreibstil ist locker und leicht zugänglich.
Man muss definitiv keine Goldhändlerin sein oder vorher Ahnung von dem Thema haben, um gut mitzukommen. Selbst etwas fachlichere Inhalte werden so erklärt, dass man sie schnell versteht.
Für einen ersten Einblick fand ich das Ganze wirklich spannend. Vor allem hat mich das Buch dazu gebracht, meinen eigenen Umgang mit Gold nochmal zu hinterfragen. Aber auch bei anderen Rohstoffen macht man sich plötzlich Gedanken darüber, wo sie eigentlich herkommen und unter welchen Bedingungen sie gewonnen werden. Genau das fand ich besonders interessant, denn Gold begegnet uns schließlich nicht nur in Schmuck, sondern steckt auch in ganz alltäglicher Technik.
Willkommen in der Tiefsee
Be a Light in the Dark Sea 1 von Softcoral
In Be a Light in the Dark Sea geht es um Park Muhyun. Er ist Zahnarzt und nimmt einen Job auf einer internationalen Unterseebasis an. Plötzlich lebt und arbeitet er mehrere tausend Meter unter der Meeresoberfläche.
Die Gestaltung vom Buch finde ich richtig schön. Das Cover passt mega gut zur düsteren Unterwasserstimmung.
Auch innen wurde sich echt Mühe gegeben. Die Figurenübersicht am Anfang ist super praktisch. Gerade bei den koreanischen Namen hilft das total. Auch die kleinen Illustrationen passen richtig gut dazu.
Der Schreibstil hat mir auch gut gefallen. Er ist sehr bildlich und teilweise richtig trocken im Humor. Muhyuns Gedanken sind oft leicht sarkastisch und genau das mochte ich sehr. Dadurch wirkt die Geschichte trotz der vielen Erklärungen nicht zu schwer.
An manchen Stellen waren mir die ganzen Infos über die Unterseebasis aber etwas zu viel. Da hat sich das Buch für mich ein bisschen gezogen. Trotzdem fand ich die Welt total spannend. Vor allem die Stimmung in der Tiefsee kommt richtig gut rüber.
Für mich ist das mal etwas ganz anderes und genau das mochte ich total gern. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht. 4 Sterne von mir! ⭐⭐⭐⭐
Schule kann mehr
Schule, aber stabil von Gina Waibel
Ich kannte Gina Waibel vorher tatsächlich nicht von Social Media. Auf das Buch bin ich deshalb nur wegen des Themas aufmerksam geworden. Ich war total gespannt auf ihren Blick auf unser Schulsystem und darauf, was sie aus ihrer eigenen Erfahrung als Lehrerin zu erzählen hat. Genau darum geht es auch: um die Probleme und Ungleichheiten im Schulalltag und darum, was sich dringend ändern müsste.
Mega erfrischend fand ich die Gestaltung und Formatierung des Buches. Es gibt immer wieder hervorgehobene Aussagen, Beispiele, Fragen und Stimmen aus ihrer Community. Dadurch wirkt das Ganze überhaupt nicht wie ein trockenes Sachbuch und ich hatte einen richtig leichten Lesefluss.
Inhaltlich steckt wirklich viel drin. Es geht um Rassismus und Diskriminierung, aber auch um soziale Ungleichheit, Machtverhältnisse und die Frage, ob unser Schulsystem überhaupt allen Kindern die gleichen Chancen geben kann. Gina Waibel schreibt dabei sehr direkt, locker und manchmal auch ziemlich provokant. Man merkt auf jeden Fall, dass sie eine klare Haltung hat.
Für mich war es ein Buch, bei dem ich immer wieder hängen geblieben bin und über bestimmte Aussagen nachdenken musste. Ich teile vielleicht nicht jeden Gedanken zu 100 %, aber genau das muss ich bei so einem Buch auch gar nicht. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und mir an einigen Stellen nochmal einen anderen Blick auf Schule gegeben.
Einfach verschlungen
Death's Daughter von S. A. Barnes
In Death’s Daughter geht es um Jocasta, die Tochter des Todes. Eigentlich will sie einfach ihr Leben an der Uni leben. Dann erfährt sie aber, dass sie den Platz ihres Vaters einnehmen soll. Und als ihre beste Freundin plötzlich stirbt, wird das Ganze natürlich noch viel schlimmer.
Ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen.
Einmal angefangen wollte ich einfach immer wissen, wie es weitergeht. Der Mix aus Dark Academia, Fantasy, Mordfall und Romantasy hat mir mega gut gefallen. Vor allem die Idee, dass Jo sich von negativen Gefühlen anderer Menschen ernähren muss, fand ich richtig cool und mal was anderes.
Was ich auch total mochte, waren die unterschiedlich langen Kapitel. Es gibt längere, in denen man richtig in der Geschichte versinken kann, und dann wieder super kurze. Gerade die haben mich ständig dazu gebracht, doch noch ein Kapitel zu lesen. Und dann natürlich noch eins.
Jo mochte ich auch total gerne. Sie hat ihre Macken und macht nicht immer alles richtig, aber genau dadurch fand ich sie sympathisch. Und Devon… ja, sagen wir einfach, dass ich sehr schnell verstanden habe, warum er der Nachfahre der Lust ist.
Für mich war das einfach ein mega unterhaltsames Buch. Ganz klare 5 Sterne und ich will unbedingt weiterlesen!
Eine richtig schöne Geschichte übers Erwachsenwerden
Das Knistern im All von Stephan Lohse
In Das Knistern im All geht es ums Erwachsenwerden, Freundschaften, die ersten Erfahrungen mit Liebe und Sexualität und um eine Diagnose, die plötzlich nochmal einiges komplizierter macht.
Ich mochte das Buch wirklich gerne und vor allem der Schreibstil von Stephan Lohse hat mir richtig gut gefallen.
Er schreibt total locker und teilweise auch echt witzig, obwohl es gleichzeitig um ernstere Themen geht. Diese Mischung hat für mich mega gut funktioniert und ich bin dadurch auch ziemlich schnell in die Geschichte reingekommen.
Besonders die Freundschaften und die verschiedenen Charaktere mochte ich. Niemand wirkt irgendwie perfekt oder künstlich und gerade deshalb fühlt sich vieles so echt an. Manche Gedanken, Gespräche und Situationen sind einfach herrlich trocken geschrieben und haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Ein paar Stellen haben sich für mich allerdings etwas gezogen und da hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen. Für mich eine richtig schöne Coming-of-Age-Geschichte, die auch nach dem Lesen noch ein bisschen im Kopf bleibt. 4 Sterne von mir!
Ein wunderschönes Buch – innen wie außen
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Allein optisch ist Ms Atkins und die Bibliothek der Träume schon total bezaubernd. Ich liebe das Cover mit der riesigen Bibliothek und den warmen Farben. Das ist einfach so ein Buch, das man sieht und direkt haben möchte. Aber zum Glück sieht es nicht nur wunderschön aus, sondern konnte mich auch mit der Geschichte total überzeugen.
Amanda fand ich als Hauptfigur richtig sympathisch, gerade weil sie irgendwie ihre ganz eigene Art hat. Sie liebt ihre Routinen, mag Veränderungen so gar nicht und mit Romanen kann sie erstmal auch nicht besonders viel anfangen. Ich mochte es total, sie durch die Geschichte zu begleiten und zu sehen, was die Bibliothek und die Menschen dort mit ihr machen.
Generell hat das Buch einfach eine mega schöne Atmosphäre. Gerade als jemand, der selbst gerne liest, kann man sich in dieser Bibliothek richtig verlieren. Der Schreibstil ist locker und angenehm und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Für mich ist das einfach ein richtig schönes Wohlfühlbuch mit ganz viel Herz und ein bisschen Magie. Es sieht wunderschön im Regal aus und die Geschichte steht dem Äußeren in nichts nach. Von mir gibt es ganz klar 5 Sterne!
Eine wichtige Botschaft
Unshame von Louisa Dellert
Ich kannte Louisa Dellert bisher nur aus den sozialen Medien und war deshalb sehr gespannt auf ihr Buch. In UNSHAME geht es darum, wie Schönheitsideale entstehen, warum sie unser Denken so stark beeinflussen und wie wir lernen können, unseren Körper mit mehr Verständnis und weniger Scham zu betrachten.
Besonders gefallen hat mir, dass Louisa ihre eigenen Erfahrungen mit vielen Hintergrundinformationen verbindet. Dadurch wirkt das Buch sehr persönlich, gleichzeitig aber auch gut recherchiert. Einige Dinge waren mir zwar bereits bekannt, trotzdem habe ich viele neue Denkanstöße mitgenommen und an einigen Stellen meine eigene Sichtweise hinterfragt.
Der Schreibstil ist angenehm locker und leicht verständlich, sodass sich das Buch gut lesen lässt. Besonders gefallen hat mir, dass es nicht darum geht, sich plötzlich selbst perfekt finden zu müssen, sondern den eigenen Körper mit mehr Nachsicht zu betrachten.
Ein Buch, das lange nachwirkt
Tschikago von Alexandra Stahl
Tschikago erzählt von Familie, Erinnerungen, Abschied und den kleinen Momenten, die einen Menschen prägen. Es ist keine Geschichte mit viel Action, sondern eine, die von den Menschen und ihren Beziehungen lebt.
Mich hat das Buch wirklich überrascht. Der Schreibstil ist total angenehm und oft so humorvoll, dass ich trotz der ernsten Themen immer wieder schmunzeln musste.
Gleichzeitig schafft es Alexandra Stahl aber auch, unglaublich berührende Momente zu erschaffen. Genau diese Mischung hat das Buch für mich so besonders gemacht.
Was mir außerdem richtig gut gefallen hat, ist, dass einen die Geschichte immer wieder zum Nachdenken bringt. Während des Lesens habe ich oft an meine eigenen Großeltern und Erinnerungen denken müssen. Das Buch zeigt, wie wertvoll die kleinen, alltäglichen Momente eigentlich sind und wie sehr sie einen auch Jahre später noch begleiten können.
Die Figuren wirken unglaublich authentisch und man hat das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Dadurch fühlt sich vieles sehr nah und echt an.
Für mich war Tschikago ein Buch, das mich zum Lachen, zum Nachdenken und an manchen Stellen auch ein bisschen wehmütig gemacht hat. Genau solche Geschichten bleiben lange im Kopf – deshalb gibt es von mir ganz klar 5 Sterne. ⭐











