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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Dicht in Wien

Dicht von Stefanie Sargnagel

Der Titel Aufzeichnungen einer Tagediebin ist Programm.
Die Wienerin Stefanie Sargnagel zeichnet ein Bild ihrer Jugendzeit, die sie nicht selten mit abhängen und kiffen oder saufen zugebracht hat.
Schließlich bricht sie die Schule ab. Später wird sie aber doch noch Studentin am der Akademie der bildenden Künste Wien

Es wimmelt in dem Buch von ungewöhnlichen Typen.

Zu nennen ist da besonders der durchgeknallte, aber liebenswürdige Michi.

Es ist ein eigenwilliger Humor, voller Ironie. Diese Form muss man natürlich mögen, sonst ist der Text wohl kaum bekömmlich.

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Dicht in Wien
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altmodischer Kinderkrimi

Die Neufundländer und ein Millionendieb in Köln von Peter Spürk

Der Trierer Schriftsteller Peter Spürk hat mit Die Neufundländer und ein Millionendieb in Köln eine Kinderkrimi-Reihe (9 – 12 Jahre) begonnen.

Hier kurz der Klappentext:
Neufundländer, ein Emu und das Mädchen Luisa, Tochter einer Staatsanwältin, sind die Stars im Kinderkrimi „Die Neufundländer und ein Millionendieb in Köln“.

Alleine aber kann man nichts ausrichten. Freundin Anna, Tochter einer Hauptkommissarin, und zwei weitere Freundinnen gründen eine Ermittlergruppe, als im Kölner Norden zahllose Einbrüche geschehen. Die Kinder finden eine heiße Spur. Auch ihr Betteln um einen Hund wird erhört. Es wird spannend.

Ich bin bei dem Buch eher skeptisch.
Der Anfang mit der Geburt der Welpen hat mir sehr gut gefallen. 6 Wollwürste hat die Neufundländerin Else geboren. 5 sind braun wie die Mutter, alle weiblich und einer war schwarz wie Papa. Dieser eine Hund wird Otto genannt und von der jungen Luisa aufgenommen.

Ich habe den kurzen Roman eher wegen der Hundeszenen gelesen als wegen dem Kinderkrimi-Anteil. Leider folgten nur wenige starke Hundepassagen, was sich vermutlich in den Fortsetzungen ändern wird
Überraschenderweise ist der Stil betont altmodisch und an klassische Kinderbücher wie 5 Freunde orientiert. Das betrifft auch das Verhalten der Kinder. Für sie spielen Smartphones und soziale Medien anscheinend keine Rolle. Wie in den siebziger/frühen achtziger Jahren, als man das noch nicht kannte.
Man hat sogar das Gefühl, diese Kinder würden Filme noch auf Beta sehen, weil VHS noch nicht erfunden war.
Daher frage ich mich, inwieweit sich Kinder mit dieser Reihe identifizieren werden.

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altmodischer Kinderkrimi
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Strahlung und Materie

Captain Future: Jenseits der Sterne von Edmond Hamilton

Edmund Hamilton hat seine Serie konsequent vorangetrieben.
Diesmal überzeugt mich der Plot sofort und man erkennt natürlich Parallelen zu unserer momentanen Situation. Gesellschaftliche Unzufriedenheit und massive Umweltprobleme.

Eine Gesellschaft in Gefahr. Ihre einzige Chance ist Captain Future, der im Auftrag der Regierung mit seinen Freund Otho auf den Merkur angekommen ist, um die Atmosphäre-Probleme zu lösen.

Curt Newton, so Futures bürgerlicher Name, weiß geschickt sich an die Menge zu wenden. Ich finde es gut, dass Edmund Hamilton seinen Helden mit Intelligenz ausgezeichnet hat.
Natürlich kommen auch die anderen Futuremen Simon und Grag vor.
Sie planen das Problem wissenschaftlich zu lösen, der zyklische Wechsel zwischen Strahlung und Materie.
Und los geht die Reise mit wieder einigen Abenteuern.

Viele Sätze sind übertrieben überborden, aber auch ausdrucksstark. Der Autor schafft es bildgewaltig zu schreiben und Welten entstehen zu lassen.

Auch diesmal hauen mich Cover und Illustrationen einfach um. Grandios!

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Strahlung und Materie
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Aus der goldenen Ära

Captain Future 08: Im Zeitstrom verschollen von Edmond Hamilton

Leute meines Alters, der in seiner Jugend Science Fiction-Fan war, wird auch Captain Future kennen und auch Edmund Hamilton, der zur goldenen Ära des Genres gehörte.
Dieses goldene Feeling kennzeichnet auch diesen Roman.
Über Cover und Illustrationen kann man sich heute amüsieren, aber auch sie tragen zur Atmosphäre bei.

Captain Futures Kreuzzug gegen das Böse bringen ihn in die Richtung Superheld.
Natürlich sind neben Curt Newton auch der Roboter Grag, der Androide Otho und das Gehirn Simon Wright dabei.

Um ehrlich zu sein, finde ich den Plot dieses Teils nicht ganz so zwingend.
Zum Beispiel hätte man aus der Figur des Brad Melton mehr machen können.

Es geht action-orientiert voran. Zum Stil gehören auch detailreiche, ausschmückende Beschreibungen.

Bemerkenswert der Anhang!

Irgendwie bin ich froh, dass diese Art von Literatur auch heute noch bewahrt wird.

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Die Geschichte von Irma Weckmüller und Erich Bragenheim

Wo du nicht bist von Anke Gebert

Der Roman von Anke Gebert basiert auf einem realen Ereignis und zeigt Deutschland ab 1930 bis in die Nachkriegszeit.
Die Berlinerin Irma verliebt sich in den jüdischen Arzt Erich. Doch bevor sie heiraten können, kommen die Rassengesetze, die es ihnen verbieten und dann wird Erich deportiert. Zunächst nach Theresienstadt.

Er wird dann später Auschwitz ermordet.

Mein Problem ist ein wenig, dass der Clou des Plots schon von vornherein bekannt ist. Das lässt nicht gerade viel Spannung zu. Dafür halte ich die Darstellung der Beziehung zwischen dem Liebespaar für ganz gut gelungen. Das wird auch in Rückblicke noch später im Buch vertieft. Das Paar hatte in der schlimmen Zeit zueinander gestanden, soweit es ging.
Dann wird die Nachkriegszeit glaubwürdig gezeigt. Dass schließt auch eine spürbar andauernde antisemitische Stimmung mit ein.

Bei den Nebenfiguren finde ich es schade, dass Irmas Schwester Martha zu blass bleibt. Sie wurde ungewollt schwanger. Daraus hätte man mehr machen können.

Anke Geberts Erzählungskünste sind gut. Sie schaffte es, das Leben in dieser Zeit zu verdeutlichen.
Erich halte ich für die stärkste Figur des Buches. Irma steht für eine Frau, die nicht aufgibt.

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Die Geschichte von Irma Weckmüller und Erich Bragenheim
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Mir ist es zu unspezifisch

Ungezähmt von Glennon Doyle

Ungezähmt ist ein Buch einer US-amerikanischen Autorin, das mich ratlos zurücklässt. Es gibt eine große Vielzahl von Thesen und Überzeugungen, die Glennon Doyle ausspricht. Vieles davon tendiert zum simplen. Sie nimmt ihr eigenes Leben als Beispiel.
Doch was ich damit anfangen soll, außer es zur Kenntnis zu nehmen, weiß ich nicht.

Man erfährt ein wenig über ihr Privatleben, z.B. die Trennung von ihrem Mann und ihre Hinwendung zu einer Frau, die sie dann heiratet. Auch gibt es Abschnitte über ihre Kindheit, inklusive Bulimie. Später dann Süchte.

Immerhin finde ich den Ansatz, in erster Linie mit sich selbst zufrieden zu sein anstatt immer nur die Erwartungen anderer zu erfüllen nicht schlecht. Das macht die Autorin zu, Beispiel deutlich, wenn sie sich mit ihren Kindern vergleicht, die offenbar selbstbewusster sind als sie es damals war.
Aber manchmal ist es einfach zu missionarisch. Davon abgesehen auch zu unspezifisch. Und gelegentlich kommt es mir zu routiniert daher, als wäre es nur so eben runtergeschrieben.
Naja, die Autorin wird damit leben können, mal einen Leser nicht begeistert zu haben. ES kann aber auch sein, das sie auf entsprechenden Applaus sehr angewiesen ist.

Vielleicht hätte ich mehr Zugang zum Buch gefunden, wenn ich zuerst Love warrior gelesen hätte.

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Sankt Pauli 1970

Ungezähmt von Glennon Doyle

Die Schilderungen der Stadt und der Menschen in der Zeit 1970 halte ich für glaubwürdig.Manche Haltungen und Wortwendungen von damals unterscheiden sich deutlich von heute. Natürlich wird es keine Rückkehr in diese Zeit geben.

Der eigentliche Plot ist dem alltäglichen Verpflichtet. Man erfährt, wie die ehemaligen Krankenschwester Henrike als Polizistin nach Hamburg kommt und da ihren beruflichen und privaten Anschluß findet.

Das geht ein wenig zu glatt für meinen Geschmack, aber okay.
Henrike stösst gleich zu Anfang auf ein 14jähriges Mädchen, das zur Prostitution gezwungen wurde. Kinder und Jugendliche im Milieu werden ein wichtiges Thema für Henrike.

Ingrid Weißmann schreibt relativ betulich, die Action reißerischer zeitgenössischer Thriller ist nicht ihr Ding. Für meinen Geschmack war der Roman zu harmlos.

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Der Retter von Malloniland

Das geheimnisvolle Verschwinden von Toni Malloni von Harmen van Straaten

Dieses Buch für junge Leser aus den Niederlanden nutzt bewährte Zutaten, die gut funktionieren.
Ein Junge, der sich durchschnittlich fühlt und damit für viele eine Identifikationsfigur bieten wird. Ein Familiengeheimnis. Und Zauberei in einem Maß, dass die Phantasie beflügelt. Schließlich eine magische Reise in die Welt des Zirkus und eine wichtige Mission für Toni.

Ein guter Mix. Die Ausgestaltung funktioniert auch wunderbar. Dazu gehören auch die vielen Illustrationen, die vom Autor Harmen van Straaten selbst stammen.

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Sanft flüstere ich dem Meer zu: Ich bin eine Insel. Und du hast mich Hause getragen

Das geheimnisvolle Verschwinden von Toni Malloni von Harmen van Straaten

Ein autobiografischer Lebensbericht einer Frau, die zusammen mit ihrem Mann London verlässt und auf die schottischen Hebriden zieht.

Sie hat viel Pech im Leben, z.B. ein schlimmer Unfall, sie kann keine Kinder bekommen, die Ehe zerbricht, sie bleibt allein zurück auf der Farm.
Alleine ist die Arbeit auf der Farm hart.

Während sie die Tiere und die Natur liebt, bleiben ihr die Menschen der Insel fremd.
Sie wird von den Einheimischen nicht akzeptiert und so bleibt sie ganz für sich.

Ihr Entschluß trotz aller Widerstände zu bleiben ist stark.
Wie der Untertitel des Buches „Meine langsame Rückkehr vom Rande des Abgrundes“ andeutet, beginnt sie sich mit ihrem Leben zu arrangieren und ihren Platz in der Welt zu finden. Therapeutisch wird für sie das Schwimmen im Meer.

Die Beschreibungen sind sehr authentisch. Und oft nicht einfach zu verdauen, zum Beispiel die offene Feindseligkeit, die die Inselbewohner ihr entgegenbringen. Das ist manchmal beklemmend zu lesen.

Es gibt auch intensive Natur- und Tierbeschreibungen. Es ist kein Wunder, das Amy Liptrot, Autorin von Nachtlichter, im Zusammenhang genannt wird. Auch „Vor mir nichts als Meer“ ist ein gelungenes Stück Nature Writing!

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Die Liste

Kissing Chloe Brown von Talia Hibbert

Kissing Chloe Brown ist ein kleiner, sympathischer Roman, der die anfangs zögernde, später intensive Beziehung der Protagonisten Chloe und Red wirklich in den Mittelpunkt steht. Der Roman ist eigentlich nicht so kurz, aber wegen seiner konzentrierten Dichte wirkt er kammerspielartig. Kontinuierlich sind fast immer nur Chloe und Red im Bild, ergänzt um wenige Szenen, in denen Chloes zwei lustige Schwestern Dani und Eve dazukommen.

Für Chloe ist ein normales Leben nicht einfach, da sie durch ihre Krankheit mit chronischen Schmerzen belastet wird.
Neben diesem ernsten Hintergrund gibt es aber auch Humor im Buch durch komische Situationen und besonders durch ironische Dialoge. Diese sind der Autorin Talia Hibbert gut gelungen.
Interessanterweise ist Kissing Chloe Brown der erste Band der Brown-Schwestern-Trilogie. Der nächste Band wird voraussichtlich nächstes Jahr kommen.

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Die Liste