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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Ruhelos in New York

One Last Song von Nicole Böhm



Es in New York als Schauspieler oder Sänger zu schaffen, ist der große Traum.
Auch für Riley Maddock, die sich aber zum überleben als Kellnerin durchschlagen muss. Ihr Charakter ist ehrlich, geradlinig und direkt. Man mag sie sofort.
Das ist wichtig, den Liebesromane kann ich nur mit vernünftigen Hauptfiguren ertragen.

Riley trifft Ally, die Schauspielerin werden will. Und dann lernt sie Julian Slow kennen, der ein großer Rockstar ist. Schnell werden sie vertraut miteinander.

Die Kapitel werden wechselnd aus der Perspektive von Riley und Julian erzählt.
Beide haben eine gewisse emotionale Tiefe.

Bei den Nebenfiguren bin ich nicht ganz so sicher. Ally hat wenig Tiefgang und Juliasn Bandkollege Ethan wirkt übertrieben. Funktional funktionieren sie aber als treibende Nebenfiguren gut.

Der Roman zeigt das Leben in New York City und der Musikbranche sehr glaubhaft und das hat mir wie der ganze Roman gut gefallen.

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Ruhelos in New York
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zwiegespalten

Die Stille von Don DeLillo

Don DeLillo, der große amerikanische Autor der Postmoderne, hat schon öfter kurze Romane geschrieben. In guter Erinnerung geblieben sind mir Der Omegapunkt und Körperzeit, auch einige Kurzgeschichten.

Die Stille ist auch sehr kurz, prägnanter als mir als Leser lieb ist. Die Handlung ist 2022 angesiedelt.

Zugang zu den Figuren findet man nicht ganz leicht. Dabei haben viele von ihnen vielversprechende Ansätze.Interessant sind die Figuren allemal.
Da sind z.B. Max Stenner, Diane und Martin die den Superbowl ansehen wollen. Doch dann wird der Bildschirm schwarz.
Dann gibt es noch Jim und Tessa, die einen Flugzeug-beinahe-Absturz überlebt haben. Auch anderes fällt aus, z.B. Handys, Strom etc. Das nimmt im zweiten Teil immer größere Ausmaße an.

Es gibt einige Sätze, die ich ziemlich originell sind, dann gibt es aber auch ein paar, die mir einfach zu verknappt waren. Streckenweise kommt es mir wie ein zu lockeres Geplauder über den möglichen Weltuntergang vor. Als Gedankenspiel hat das auch was.

Das schmale Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Mir hat es schon gefallen, aber das erwartete Lesefest war es doch nicht. Ein zweiter Lesegang mit etwas Abstand erscheint mir zwingend!

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zwiegespalten
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Kurzgeschichten

Untreuen von Kirsty Gunn

Kirsty Gunn ist eine geschickte Autorin von originellen Kurzgeschichten.

Manchmal wirken die Erzählungen wie aus der Zeit gefallen. Schade, dass einige der Kurzgeschichten thematisch limitiert sind. Deswegen erreicht mich nicht alles so ganz.
Doch mich beeindruckt, mit welch feinen Nuancen Kirsty Gunn beschreiben kann.

Mein favorisierte Kurzgeschichte ist „Elegie“. Sie beschreibt die Ankunft der Protagonistin von Schottland kommend in London. Den Titel hat die Erzählung verdient. Es gibt viele bemerkenswerte Sätze, die man sich anstreichen möchte.

Es sind die Kleinigkeiten, die ich an den Stories mag, z.B. in „Szenario“, in der 2 Freundinnen über einen Film (Melancholia von Lars Trier) diskutieren. Oder wie eine Buchpassage eine Flut von Erinnerungen auslösen kann.

Auffällig die Highland-Geschichten: 4 eigenständige und doch verbundene Geschichten um zwei Schwestern und ihren Kindern.

Erwähnenswert auch die Kurzgeschichte Füchse und die längste Geschichte Untreue.

Nicht alle, aber doch einige der Kurzgeschichten haben mir wirklich gut gefallen.

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Kurzgeschichten
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Eigenwillig

Briefe von Klara von Tove Jansson

Die 1914 in Helsinki geborene Autorin Tove Jansson hatte mit Briefe von Klara 1991 ein Erzählungsband geschrieben, dass sich durch eigenwillige Figuren und Bissigkeit auszeichnet.
Ein besonderer Ton kennzeichnet die Erzählungen.

Die Heldin der Titelgeschichte ist typisch für Tove Janssons Ansatz.

Klara akzeptiert nicht die Mittelmäßigkeit und lässt ihre Briefpartner das auch ungeschminkt wissen.
Nicht nur Klara ist eine interessante Figur. Den Figuren werden ihre Eigenheiten gelassen, z.B. der Kunststudent Robert in der gleichnamigen Erzählung.
Tove Jansson hatte ein Talent für skurrile Szenen, z.B. beim Ende der Erzählung Der Seerosenteich.
Abschließend möchte ich noch meine Lieblingsstory „Im Sommer“ erwähnen, die neun Kapitel umfasst und die Gedanken eines fantasievollen Kindes zeigt.

Es tut wirklich gut, mal Erzählungen zu lesen, die sich den erwartbaren entziehen.

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Eigenwillig
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Solide Kost

Sullivans Gesetz/ Sullivans Rache/ Dunkler Garten von Nancy Taylor Rosenberg

Die 2017 verstorbene amerikanische Schriftstellerin Nancy Taylor Rosenberg war ein moderner Klassiker der amerikanischen Thrillerliteratur.
Vor Jahren habe ich ein paar ihrer Romane sehr gerne gelesen.

Lobenswert, dass ihre Trilogie um die Bewährungshelferin Carolyn Sullivan in einem Gesamtband erscheint.

Enthalten sind:
Sullivans Gesetz
Sullivans Rache
Dunkler Garten

Ich habe alle 3 Romane angelesen, um schnell zu einer Meinung zu kommen. Am meisten habe ich mit Dunkler Garten von 2006 auseinandergesetzt, der meiner Meinung nach der beste Teil der Reihe ist.

Carolyn Sullivan lebt in der US-amerikanischen Kleinstadt Ventura in Kalifornien, sie ist alleinerziehende Mutter und Bewährungshelferin. Ihre Klienten sind schwere Fälle.

Die Thriller sind sehr amerikanisch und haben einen vergleichbaren, leicht formelhaften Aufbau.
Einige Passagen wirken durchaus realistisch. Insgesamt sind die Thriller etwas zu routiniert gemacht. Als Thrillerleser ist man zufrieden, aber nicht umgehauen, da die Plots nicht dramatisch genug sind. Insgesamt bleibt die Reihe hinter meinen Erwartungen zurück.
Dafür finde ich das Porträt einer berufstätigen amerikanischen Frau als alleinerziehende Mutter zweier Kinder durchaus glaubwürdig und lesenswert.

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Tennis und Literatur

Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht von Andrea Petković

Die Tennisspielerin Andrea Petkovic hat eine bemerkenswerte Karriere, aber auch Literatur bedeutet ihr viel. Sie erzählt in diesem wirklich hervorragenden Buch von ihrem Leben als Tennisspielerin und ihren Empfindungen dabei. Sie beobachtet den Sportbetrieb genau und detailliert. Da sie das mit einer großen Energie und einer gesunden Portion Selbstironie tut, wird das Buch mehr als eine Autobiografie, es wird Literatur.

Wesentliche Momente sind Begegnungen, z.B. mit anderen Tennisspielerinnen. Viele ihrer Kolleginnen sind sehr verschieden.
Sozialkritische Ansätze kann man ableiten, wenn Andrea darüber schreibt, wie Tennisspielerinnen wahrgenommen werden, z.B. Aburteilung des Aussehens in sozialen Medien.
Immer wieder schreibt Andrea über die Wirkung von Literatur anhand von Beispielen, wie sie die Lektüre empfand. Das geht von Dostojewskis Schuld und Sühne hin zu David Foster Wallace Bücher und zu Roberto Bolano, einem Gedicht von Robert Frost und viele andere. Diese Passagen habe ich besonders gerne gelesen.
Andrea Petkovic hat den Mut, verschiedene Sachen auszuprobieren, ohne den Tennissport deswegen aufzugeben. So begleitet sie einmal eine Rockband auf Tour um darüber eine Reportage zu schreiben.
Packend sind aber auch die Beschreibungen ihrer häufigen Sportverletzungen und wie schwer es war, dann wieder zu kommen. Doch sie schaffte es. Und sie schaffte auch dieses Buch!

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Luc Verlain im Baskenland

Baskische Tragödie von Alexander Oetker

Baskische Tragödie ist der vierte Aquitane-Krimi um Commissaire Luc Verlain. Teile des Buches spielen sich in San Sebastian ab. Es gibt einige reizvolle Landschaftsbeschreibungen.
Luc hat diesmal einen besonders kritischen Fall. Ein fünfjähriger Junge findet am Strand eine Substanz, von der er probiert, doch es war Kokain.

Dann wird Luc plötzlich selber verhaftet. Das ist unerwartet und überrascht den Leser. Bald ist Luc auf der Flucht. Klar, das Luc etwas angehangen wurde. Wer ist das, der da sein Spiel mit Luc spielt? Schließlich stellt sich heraus, dass die Vergangenheit dabei eine Rolle spielt. Diese Passagen sind gut gemacht und erzeugen Spannung. Ich finde, Alexander Oetker hat sich in der Krimi-Reihe inzwischen gesteigert.

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Ein Roman wie eine Dampfwalze

Love & Bullets von Nick Kolakowski

Nick Kolakowski ist ein amerikanischer Schriftsteller und das merkt man seiner Prosa an. Die Bonny und Clyde-Motive sind offensichtlich.
Das Buch Love & Bullets hat viele komische und unterhaltsame Momente. Mein Problem ist, dass Bill und Fiona für mich als Figuren nicht funktionieren.
Wenn man sich von diesem Anspruch verabschiedet, bleibt immerhin noch ein oftmals rasantes Buch mit einigen kraftvollen Passagen und das ist ja auch schon was.

Nick Kolakowski drückt aufs Tempo. Der unleugbar vorhandene Erzähl-Drive nutzt sich aber über die gesamte Länge des Romans langsam ab.

Einen guten erzählerischen Kniff wendet Nick Kolakowski mit den Zwischenspielen zwischen den 3 Akten an, da dort die Figuren tiefer dargestellt werden, zum Beispiel Fiona als Schülerin.

Es sind also schon gute Ansätze da, die aber nicht reichen, mich von dem Buch zu überzeugen. Aber vielleicht schafft der Autor das bei seinem nächsten Roman.

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Ein Roman wie eine Dampfwalze
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Niveaulos

Der Erste von uns von Thomas Pregel

„Der erste von uns“ ist ein Roman, der eigentlich über einen Verlust gehen sollte, der dann doch nicht erkennbar ist.
Man ist fassungslos über ein so unfassbar schwaches Buch. Auf jeder Seite Sätze zum Fremdschämen.

„Und was?“ bellte Rolf…

„Trotzdem frage ich mich manchmal“ plapperte Rolf drauflos…

„Armin seufzte langanhaltend“

„Ich muss mal pinkeln“

„Es platzte aus ihm heraus wie Eiter aus einem Pickel“

„Ich verstehe nicht ganz“ piepste Gundula kläglich.

usw.

So ein niedriges Niveau kannte ich bisher nicht! Man ist beim Lesen peinlich berührt.
Was ist das für ein Verlag, der so etwas veröffentlicht?

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niederländische Literatur

Verlangen von Bregje Hofstede



Die niederländische Literatur habe ich schon immer gemocht, doch die jüngere Generation von ihnen kenne ich wenig, Bregje Hofstede gehört zu ihnen und sie hat offensichtlich außerordentliches Talent.

Interessanterweise heißt die Icherzählerin und Hauptfigur des Romans Bregje, wie die Autorin.

Das lässt natürlich ein Spiel mit Realität und Fiktion zu.

Neben der Selbstbetrachtung ist es auch ein intensiver Blick auf eine langjährige Liebesbeziehung.
Bregje und Luc kennen sich schon aus der Schule und sind lange ein Paar.
Aber Bregje hat Probleme mit sich selbst. Schlaflosigkeit, Unruhe, fühlt sich elend.

Diese Beziehung scheint am Anfang des Buches am Ende, denn sie verlässt Luc. Rückblickend wird ihre Geschichte erzählt.

Als Leser versucht man herauszufinden, was los ist. Es wird so sensibel geschildert, dass man mitleidet. Das ist eine große literarische Qualität. Auffällig ist außerdem der eigenständige Ton der Autorin.

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niederländische Literatur