Kunden em pfehlungen
Rezensionen von dorli:
Falkenberg
Falkenberg von Regine Seemann
Hamburg. Am Falkenberg entdecken Schüler die grausam zugerichtete Leiche des 87-jährigen Psychiaters Henning Manteuffel. Ein auf dem Rücken des Toten eingeritztes Hakenkreuz lässt einen rechtsradikalen Hintergrund vermuten, doch es gibt schon nach kurzer Zeit Zweifel an dieser Theorie…
Regine Seemann wartet in ihrem Krimi „Falkenberg“ mit einem sehr aufwühlenden Thema auf.
Es geht um menschenverachtende Verbrechen während der NS-Zeit. SS-Ahnenerbe und Aktion T4 spielen eine Rolle – zwei Programme, denen damals unzählige unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sind.
Regine Seemann hat einen sehr fesselnden Schreibstil, der mich schnell in das Geschehen hineingezogen hat. Der Aufbau des Krimis hat mir besonders gut gefallen. Das Geschehen wird auf zwei Zeitebenen präsentiert. Die aktuelle Handlung mit den Ermittlungen im Mordfall Henning Manteuffel wird immer wieder von Tagebucheinträgen aus den 1930er und 40er Jahren unterbrochen. Ein junges Mädchen erzählt darin von ihrem Leben in einem Waisenhaus und ihren schrecklichen Erlebnissen in einer Heil- und Pflegeanstalt. Diese Berichte wirken sehr authentisch und sind äußerst ergreifend.
Die Autorin schickt mit Stella Brandes und Banu Kurtoglu zwei Kommissarinnen ins Rennen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten – dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen bilden die beiden ein gut aufeinander abgestimmtes Team. Am Ende des Krimis stellt Regine Seemann ihre Protagonistinnen vor eine gewichtige moralische Entscheidung – hier wird sehr gut dargestellt, das Recht und Gerechtigkeit manchmal meilenweit auseinanderklaffen.
„Falkenberg“ hat mir sehr gut gefallen – ein Krimi, der mit spannenden Ermittlungen daherkommt und durch das bewegende Thema besonders mitreißt.
Rezensionen von dorli:
3 Zimmer, Küche, Mord
Falkenberg von Regine Seemann
Ein halbes Jahr nach der Trennung von Pascal beschließt Loretta, in ihrem Leben gründlich aufzuräumen – neue Wohnung, Erinnerungsstücke an die Zeit mit Pascal entsorgen, angesammeltes Zeugs aus den letzten Jahren aussortieren und das Wichtigste: keine mörderischen Angelegenheiten mehr, Mordermittlungen sind ab sofort tabu! Nach einigen Wochen intensiven Suchens hat Loretta ein neues Domizil gefunden und ist ruckzuck umgezogen.
Als sie kaum eine Woche später einen augenscheinlich ermordeten Nachbarn im Hof findet, versucht sie eisern an ihrem Vorsatz festhalten und kann es dann – wie sollte es auch anders sein? - doch nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen…
„3 Zimmer, Küche, Mord“ ist bereits der zehnte Fall für die gewiefte Loretta Luchs und ihre nicht minder clevere Truppe, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.
Lotte Minck erzählt diesen Krimi gewohnt schwungvoll - Situationskomik, lockere Sprüche, witzige Kommentare, herrlicher Ruhrpottslang und natürlich spannende Ermittlungen warten auch diesmal wieder auf den Leser. Ich habe schmunzelnd das Miteinander und Gegeneinander in Lorettas neuer Hausgemeinschaft verfolgt und mich dabei köstlich über die illustre Schar ihrer Nachbarn amüsiert. Für Loretta steht schnell fest, dass hier nicht alles so ehrenwert ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint…
Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, wieder mit Loretta auf Mörderjagd zu gehen. „3 Zimmer, Küche, Mord“ bietet von der ersten Seite bis zu letzten Seite kurzweilige Unterhaltung - ein tolles Lesevergnügen.
Rezensionen von Caroline :
Gelungener Young Adult Roman
When it's Real - Wahre Liebe überwindet alles von Erin Watt
Vaughn hat die Schule im Eiltempo abgeschlossen. Dieses gewonnene Jahr verbringt sie mit ihrer Familie. Der Verlust ihrer Eltern hat die 4 Geschwister hart getroffen. Geldsorgen drücken Vaughn und ihre Schwester, deshalb arbeiten beide, um den Zwillingsbrüder eine gute Ausbildung zu ermöglichen.
Da scheint ein Angebot von den Managern vom heißesten Rockstar Oakley Ford gerade zum richtigen Zeitpunkt zu kommen.
Vaughn soll für ein Jahr Oaks Freundin spielen, um sein Image aufzubessern. Für diese Charade bekäme sie auch noch unverschämt viel Geld, das dringend gebraucht wird.
Zwar fühlt sich Vaughn nicht zu 100% zufrieden mit diesem Deal, aber nach einigen hitzigen Gesprächen mit ihrer Schwester, entschließt sie sich den Job anzunehmen.
Schon bei ihrer ersten Begegnung mit Oakley stellt sie ihre Entscheidung in Frage, denn dieser entpuppt sich als unhöflich und regelrecht unsympathisch. Dazu sieht sie bereits große Probleme auf sich zukommen, denn ihr Freund muss sich all den Forderungen zur Geheimhaltung auch unterwerfen. Somit scheint dieses Abkommen von Beginn an zum Scheitern verurteilt, aber Vaughn will unbedingt durchhalten.
Wie hat es mir gefallen?
Nachdem ich so viel über die Autorin und ihre „Paper“ Reihe gehört hatte, wollte ich mir selbst ein Bild machen, konnte mich aber zu „Paper Princess“ nicht durchringen. Somit griff ich zu „When it’s Real“.
Die Geschichte ist ganz eindeutig die Young Adult Genre zuzuordnen. Keine unschicklichen Szenen, sondern altersgerechte Darstellungen und Formulierungen. Das fand ich sehr passend und kann damit das Buch Jugendlichen empfehlen.
Zusätzlich fand ich die Geschichte auch sehr gut konstruiert. Anfangs frage ich mich, wie es dazu kommen kann, dass ein „normales“ Mädchen zur Fake Freundin eines Rockstars werden kann. Das Autorinnen-Duo hat das überzeugend gelöst und damit die Geschichte schnell in Fahrt gebracht.
Die zwei so unterschiedlichen Charaktere wie Vaughn und Oakley haben von Beginn weg unzählige Reibungspunkte, die in witzigen Wortduellen ausgefochten werden. Vaughn schenkt keinen cm Boden her, um sich gegen den „ach so großen Rocker“ zu behaupten. Dabei behält sie immer ihre Familie im Focus.
Oakley zeigt herzlich wenig von seiner echten Persönlichkeit. Sein Ruhm erschwert ihm das Leben. Normale Tage mit ganz gewöhnlichen Tätigkeiten gibt es nicht. Sobald er erkannt wird, haben die Menschen Erwartungen und auch Forderungen an ihn. Jeder einzelne Tag kostet ihn Kraft und Energie.
Gemischt mit ein paar Klischees, herzlosen Menschen und einer Portion Intrige gibt das einen ausgesprochen guten Young Adult Roman. Ich bin 47 und konnte mich gut in die Geschichte einfinden, fand die Hauptfiguren sympathisch und bin schon gespannt, wie sich „One small Thing“ lesen lassen wird.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von christina.hirschberger@gmail.com:
Brisante Ermittlungen in den Schären
Flucht in die Schären von Sten Viveca
> Handlung
Das Zentrum dieses Krimis ist Andreis Kovač, ein unangenehmer Zeitgenosse. Seine Frau Mina behandelt er so schlecht, sodass sie die Flucht vor ihm als einzigen Ausweg sieht, um sich und ihren Sohn zu schützen. Aber auch Nora Linde interessiert sich beruflich für den Drogenhändler und Geldwäscher Andreis Kovač.
Diese Begebenheiten führen dazu, dass Nora und Thomas beide ermitteln müssen. Dabei müssen sie nicht nur die Fakten im Blick behalten, sondern vor allem dafür sorgen, dass Mina in Sicherheit ist. Besonders Nora lässt sich in diesen Fall sehr tief hineinziehen und begibt sich in große Gefahr.
> Charaktere
Während der Leser Nora Linde in den letzten Romanen eher als Mutter und Privatperson kennengelernt hat, erfährt man in diesem Krimi mehr über ihre berufliche Tätigkeit als Wirtschaftsprüferin, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Thomas kämpft beruflich mit den Einsparungen im öffentlichen Dienst und privat mit dem Verhältnis zu Pernilla.
Mina Kovač schließt der Leser genauso schnell ins Herz, wie er Abneigung gegen die Weggefährten von Andreis Kovač entwickelt.
Alle Personen sind sehr authentisch geschildert und es gelingt dem Leser leicht, sich in sie einzufühlen.
> Leseerfahrung
Dieser Band hat wesentlich mehr aktuelle und brisante Themen in sich vereint, als seine Vorgänger. Ich finde das Thema der häuslichen Gewalt sehr geschickt umgesetzt und stimmig konstruiert. Auch die Rückblicke in die Zeit des Kriegs in Bosnien (Herkunft von Andreis Kovač) sind sehr eindrücklich beschrieben und gut platziert.
> Fazit
Ein rundum gelungener Krimi mit ernsten Themen, vielen Spannungsmomenten und authentischen Ermittlern. Ein Muss für alle Fans von Skandinavien-Krimis und für Fans von der wunderbaren Viveca Sten sowieso!
> Eckdaten
Titel: Flucht in die Schären
Autor: Viveca Sten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-05197-1
Preis: 15,00 € (broschiert)
Rezensionen von KimVi:
Deutsche Geschichte - interessant erzählt
Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben von Peter Prange
Die Familie Ising ist seit Generationen im Wolfsburger Land ansässig und betreibt dort eine Zuckerfabrik. 1933 macht sich allerdings auch dort der Wandel der Zeit bemerkbar und sorgt dafür, dass nicht nur das Unternehmen in Gefahr gerät, sondern auch die Familie auf eine harte Probe gestellt wird.
Zu unterschiedlich sind die Meinungen und Ansichten der einzelnen Familienmitglieder. Der älteste Sohn Georg wird lieber Autoingenieur, als das Familienunternehmen fortzuführen, der mittlere Sohn Horst fühlt sich stets ungerecht behandelt und findet in der Partei endlich die Anerkennung und Gemeinschaft, die er schon lange vermisst. Deshalb betrachtet er die Freunde seiner Schwestern auch mit ziemlichem Misstrauen, denn Edda hat sich für einen Kommunisten entschieden und Charlotte gar für einen Juden. Konflikte und Intrigen sind vorprogrammiert.....
"Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben" ist der Auftaktband des Zweiteilers, in dem die Familie Ising im Zentrum der Handlung steht. In diesem Band schaut man den unterschiedlichen Mitgliedern in den Jahren 1933 bis 1939 über die Schulter und beobachtet die Auswirkungen, die die historisch belegten Ereignisse auf das Leben dieser fiktiven Familie haben.
Der Einstieg in die Handlung gelingt relativ mühelos, denn Peter Prange stellt die einzelnen Familienmitglieder gleich am Anfang auf einem Fest vor. So lernt man sie nach und nach kennen und bekommt auch recht bald einen Eindruck von den Beziehungen untereinander. Das Geschehen wird dabei aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und ist in einzelne, recht kurze Kapitel unterteilt. Dadurch bekommt man nicht nur einen guten Überblick über die gesamte Handlung, sondern beobachtet außerdem, welche unterschiedlichen Auswirkungen die historisch belegten Ereignisse auf die jeweiligen Familienmitglieder haben.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen, sodass man die Familie lebhaft vor Augen hat. Dadurch, dass der Bau des Volkswagen Werkes und die damit verbundene Gründung der Stadt Wolfsburg, so eng mit dem Familienschicksal verknüpft wird, erfährt man Interessantes und lernt ganz nebenbei noch etwas. Die Auswirkungen der Machtergreifung wirken sich ganz unterschiedlich auf die Familienmitglieder aus. Schon bald wissen die Protagonisten, dass sie einander nicht mehr uneingeschränkt vertrauen können. Durch die durchgehend interessanten Schilderungen und den lebendigen Schreibstil fliegt man förmlich durch das Buch und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Denn man möchte unbedingt erfahren, welche Entscheidungen die einzelnen Familienmitglieder treffen und wie sie durch diese Zeit kommen werden. Man merkt, dass Peter Prange die historischen Fakten sehr gut recherchiert hat, denn sie fließen mühelos in die Handlung ein. Allerdings kann man bei der hohen Anzahl der Merkmale, die im damaligen Deutschland nicht erwünscht waren, sich aber in dieser Familie bündeln, schon den Eindruck gewinnen, dass hier möglichst viel untergebracht werden sollte. Dadurch wirkt diese Familiengeschichte leider ziemlich konstruiert. Wenn man darüber großzügig hinwegsieht, wird man allerdings sehr gut unterhalten.
Rezensionen von yellowdog:
Episch und wuchtig
Eine Familie in Deutschland - Zeit zu hoffen, Zeit zu leben von Peter Prange
Der Wilde ist ein imposanter, bemerkenswerter Koloss von Roman, der mich sofort gepackt hat, wie lange kein Buch mehr. Der Roman lässt sich gut lesen, enthält aber ab und zu auch einmal sprachliche Spielereien und kulturwissenschaftlich Ausflüge (z.B. einmal über den Schriftsteller Martin Luis Guzmann und Pancho Villa), die als Gleichnisse für die Romanhandlungen dienen.
Icherzähler und Protagonist ist der junge Juan, der das Pech hat, sowohl seinen Bruder zu verlieren, der ermordet wurde, als auch seine Eltern, die tödlich verunglücken. Das sind zu viele Schicksalsschläge auf einmal.
Er ist als 17jähriger alleine mit den verbleibenden Haustieren und seiner Wut und Hass auf den Mörder seines Bruders. Gleichzeitig quält ihn Eifersucht, da seine Freundin auch mit anderen Männern schläft. Perfekt ist in diesem Buch niemand, auch Juan schleppt Schuld mit sich.
Juan erzählt seine Kindheit und Jugend in den sechziger/siebziger Jahren ausführlich. Ein Wendepunkt erfolgt, als er einen aggressiven Wolfshund aufnimmt, der sich dann sogar als reinrassiger Wolf entpuppt. Ihn zu zähmen ist ein schwieriger Akt, der auch zu einem Kampf mit seinem eigenen Inneren wird. Es wird eine Geschichte von Rache und Überwindung!
Seine Emotionen sind zwingend geschildert, man kann sich ihnen als Leser nur schwer entziehen.
Eine schöne Idee des Autors ist es, zwischendurch eine Parallelhandlung um einen weiteren Wolf zu erzählen. Da geht es dann auch um die Menschen, die sich mit diesem Wolf auseinandersetzen, zuerst der Inuit Amaruq, später Robert und seine Familie. Schließlich werden beide Handlungsstränge geschickt zusammengeführt.
Guillermo Arriaga ist ein Filmschaffender, der als Drehbuchautor und Regisseur Erfolge hatte. Da wundert es nicht, dass seine wuchtige Sprache bildhaft und eindrucksvoll wirkt.
Rezensionen von Lilli33:
Nicht so überladen wie Band 1, aber genauso spannend
Bluthaus von Fölck Romy
Inhalt:
Nach den schrecklichen Ereignissen auf dem Apfelhof ihrer Eltern (siehe „Totenweg“) bleibt die Polizistin Frida Paulsen erst mal auf dem Land, um sich zu erholen. Sie weiß noch nicht, ob sie überhaupt wieder in den Polizeidienst zurückgehen will und soll. Doch als ihre Freundin Johanna Arndt in Schwierigkeiten steckt, wirft sich Frida sofort in die Ermittlungen.
Auch Bjarne Haverkorn ist mit dem Fall befasst, und auch wenn Frida gar nicht im Dienst ist, arbeiten die beiden doch wieder Hand in Hand.
Meine Meinung:
Wieder hat Romy Fölck einen sehr spannenden und fesselnden Kriminalroman geschrieben, bei dem es, ähnlich wie im 1. Band der Reihe, um einen alten, bisher ungeklärten Fall geht. Wie Johanna in diesen alten Fall verstrickt ist, war mir leider schon gleich am Anfang klar. Trotzdem bietet der Roman noch einige überraschende Momente.
Fölck hält die Spannung von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau. Mich ärgert es nur, dass dies oft dadurch geschieht, dass die Ermittler sich absolut unprofessionell benehmen und dadurch sich oder andere in große Gefahr bringen.
Trotzdem habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt - nicht zuletzt aufgrund der stimmungsvollen und anschaulichen Landschafts- und Personenbeschreibungen.
Die Reihe:
1. Totenweg
2. Bluthaus
Rezensionen von dorli:
Jahre des Aufbaus
Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus von Brigitte Riebe
Berlin 1945. Kriegsende. Die Stadt liegt in Trümmern und auch das Kaufhaus der Thalheims ist nur noch eine Ruine. Da weder der Vater noch der Bruder bisher aus dem Krieg zurückgekehrt ist, nimmt die 24-jährige Rike die Geschicke der Familie in die Hand…
„Die Schwestern vom Ku'damm – Jahre des Aufbaus“ ist der erste Band der großen 50er-Jahre-Trilogie von Brigitte Riebe.
Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine fesselnde Zeitreise und erzählt sehr anschaulich von den schwierigen Lebensumständen und dem kräftezehrenden Alltag in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Ganz ausgezeichnet vermittelt Brigitte Riebe im Verlauf der Handlung, wie die Zeit voller Zerstörung, Entbehrungen und Trostlosigkeit langsam weicht und die Menschen wieder optimistischer in die Zukunft blicken.
Alles, was die Berliner damals beschäftigt und bewegt hat, fließt in die Handlung ein. Neben Politik und wirtschaftlicher Situation sind auch die Lebens- und Arbeitswelt mit Trümmerbeseitigung und langsamen Wiederaufbau sowie gesellschaftliche Ereignisse und natürlich die Mode Thema in diesem Buch. Man erlebt viele aufregende und einschneidende Momente intensiv mit und kann sich daher bestens in die damalige Zeit und die Lage der Menschen einfühlen.
In diesem ersten Band steht mit Rike die älteste der Thalheim-Schwestern im Mittelpunkt des Geschehens. Rike ist mutig und hat den festen Willen, sich von Nichts und Niemanden unterkriegen zu lassen. Sie ist sehr umsichtig und hat einen Blick für das große Ganze. Rike hat die Sehnsucht der Menschen nach etwas Neuen und Schönen erkannt und beginnt gemeinsam mit ihrer Freundin Miriam mit den wenigen vorhandenen Mitteln ein Angebot an Kleidern zu schaffen, dass sich die Menschen leisten können. Rikes Verantwortungsgefühl, ihr Ehrgeiz und die Beharrlichkeit, mit der sie auf ihr Ziel - das Kaufhaus wieder aufzubauen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen - hinarbeitet, haben mich durchweg beeindruckt.
Während die strebsame Rike ihre Zukunft schon genau vor Augen hat, zeigen ihre beiden Schwestern ganz andere Charakterzüge.
Silvie lebt für den Augenblick. Sie amüsiert sich gern und wirkt unstet und leichtfertig. Ihre Talente – Verhandlungsgeschick, Wortgewandtheit und eine tolle Stimme – weiß sie klug einzusetzen und ich bin schon sehr neugierig, wie sie sich im weiteren Verlauf der Geschichte entwickeln wird.
Florentine zeigt eine große Leidenschaft für das Malen und kann sich gut in andere Menschen einfühlen. Sie ist noch sehr jung, pubertäres Aufbegehren und sanfte Rebellion lassen aber schon ahnen, dass es spannend wird, ihren Lebensweg zu verfolgen.
Auch all die anderen Akteure werden interessant und facettenreich dargestellt und bekommen schnell ein Gesicht. Jeder Einzelne hat Ecken und Kanten, agiert lebhaft und wirkt in seinem Tun überzeugend. Es hat Spaß gemacht, die drei Schwestern und ihr Umfeld kennenzulernen und sie auf dieser ersten Etappe der Trilogie zu begleiten. Ich bin schon sehr gespannt, was das Schicksal für die Thalheims bereithält und freue mich auf die weiteren Bände.
„Die Schwestern vom Ku'damm – Jahre des Aufbaus“ hat mich rundum begeistert – eine fesselnde Familiengeschichte, die mit ausdrucksstarken Figuren und präzise recherchiertem Zeitkolorit überzeugt.
Rezensionen von begine:
Nützliches über das Gehirn
Was das Gehirn essen will von Aileen Burford-Mason
Was das Gehirn essen will, dieser Titel hat mich angesprochen, allerdings war der Inhalt anders als erwartet, etwas theoretisch, aber trotzdem informativ.
Die Autorin Aileen Burford-Mason erklärt uns die Fähigkeit unseres Gehirns. Es ist wirklich interessant in welchem Maße das Gehirn unser Leben beeinflusst.
Es ist zwar irgendwie bekannt, aber man macht sich wenig Gedanken darüber.
Die Ernährungshinweise und Tipps sind hilfreich.
Einige Nahrungsergänzungsmittel werde ich ins Auge fassen. Allerdings muss ich sagen, das ich einige Tipps schon unbewusst anbringe. Es gibt auch einiges Neue, das ich unbedingt testen muss.
Ich werde immer mal wieder in dieses Buch sehen um mich weiter damit befassen kann. Für mich ist es von Nutzen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
EIn fesselnder Salzburg-Krimi
Mord in zwei Teilen von Max Oban
Privatdetektiv Paul Peck wird von seinem Freund Conrad Radauer als versteckter Ermittler in seine Firma geholt, weil er Korruption und finanzielle Unregelmäßigkeiten vermutet. Diesen Verdacht hat auch „Controlling-Paula“ Schober.
Der Fall lässt sich recht unspektakulär an, erfährt aber nach dem Verschwinden Paulas eine brisante Wendung.
Paule ist angeblich mit ihrem Freund Thomas Langer nach Kroatien auf Urlaub gefahren. Dort sind dann beide nicht aufzufinden. Unversehens gerät Paul Peck in einen Strudel von Intrigen als er von Paulas Bruder Ralf mit der Suche nach seiner vermissten Schwester beauftragt wird.
Die Ereignisse überschlagen sich. Pauls Lebensgefährtin Sophia erinnert ihn immer wieder an das erste Gebot der Ermittler: „Cui bono?“
Meine Meinung:
Dies ist der erste Krimi aus dieser Reihe. Doch die Vorgänger werde ich noch alle „nachlesen“.
Max Oban ist ein fesselndes Verwirrspiel gelungen. Der Autor legt manche heiße Spur, die recht bald erkaltet. Allerdings bin ich dem „Cui bono?“ gefolgt und habe bald den richtigen Riecher zum Täter gehabt. Das stört aber nicht weiter, denn
Herauszufinden, wie ein Ermittler die Sache angeht, ist fesselnd genug. Dass Paul dabei dem Auge des Gesetzes in die Quere kommt, ist unvermeidlich.
Der Schreibstil ist ansprechend. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten. Das Setting in Salzburg ist stimmig.
Fazit:
Ein fesselnder Krimi, dem ich gerne 4 Sterne gebe.









