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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

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Unterhaltsamer Steampunk-Krimi mit pfiffiger Ermittlerin

Elijah Fuchs ist wahrhaftig kein Klischee-Pfarrer. Als er aus der Metropole Berlyn zu seiner Schwester Harriet ins Bergbaustädtchen Bonpoint zieht fällt er den Bewohnern dort buchstäblich auf wie ein bunter Hund. So auch Thea Elster, die bei Harriets neuestem Mordfall schnell zur Hauptverdächtigen der Polizistin wird: Das Opfer wurde mit einem Federkiel in der Brust und mit Tinte übergossen aufgefunden und hat zu Lebzeiten nicht nur Thea das Leben schwer gemacht.

Die meisten sind sogar regelrecht froh über seinen Tod und nicht wenige hätten ein Motiv. Doch Thea ist nicht auf den Kopf gefallen und versucht auf eigene Faust, den Mörder zu finden. Und Harriet hat die Idee, dass ihr Bruder sich ein wenig an den Recherchen beteiligen könnte...
Das Buch entdeckte ich zufällig auf einer Buchmesse, die Ähnlichkeit zu einem Fall von Sherlock Holmes (A Study in Scarlet) zog mich magisch an. Der Hinweis, dass es sich um einen Steampunk-Krimi handelt, erweckte meine Neugier. Ich kaufte das Buch - und wurde nicht enttäuscht. Dieser Krimi lebt von starken Frauen - Elijah Fuchs übernimmt im Privatschnüffler-Duo entsprechend den Part des im Krieg verwundeten Dr. Watson. Im Vergleich zu Sherlock Holmes ist Thea allerdings zum Glück deutlich sympathischer. Der Krimi spielt in einer fiktiven Vergangenheit, in welcher Autos noch eine neue Erfindung sind, Steampunk-Elemente jedoch bereits zum Alltag gehören. So glänzt der Roman nicht nur mit einem verzwickten Mordfall, sondern auch mit ein paar dezent platzierten ausgefallenen Erfindungen, pfiffigen Ermittlerinnen und einer angenehmen Portion Humor, welche sich zuweilen hinter augenzwinkernden Andeutungen versteckt. Dadurch liest sich das Buch hervorragend unterhaltsam. Im Gegensatz zum Original war der Täter allerdings diesmal leider nicht der Kutscher.

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Rezensionen von Petra Sch.:

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Nicht ganz was ich erwartet habe - zu wenig Hintergrundinfos, zu viel 'Teenie'-Liebes-Geschnülze, aber schnell zu lesen

Good Morning, Mr. President! von Beck Dorey-Stein

Kurz zum Inhalt:
Beck Dorey-Stein zieht im Frühjahr 2011 nach Washington, D.C., um an der renovierten Sidwell Friends Scool als Nachhilfelehrerin zu arbeiten. Als ihr Vertrag ausläuft, bleibt sie der Liebe wegen in D.C.
Doch dort Arbeit zu finden ist nicht einfach. Durch Zufall wird sie zu einem Vorstellungsgespräch geladen - und der angebotene Job ist Stenographin des Präsidenten im Weißen Haus!
Beck nimmt die Arbeit an und erzählt nun in ihrem Buch über ihre Jahre von 2012 bis 2017 an der Seite des 44.

Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama.


Meine Meinung:
Der Schreibstil von Beck Dorey-Stein ist, wie auch ihre Freunde es ihr immer wieder gesagt haben, locker, flüssig und schnell zu lesen. Das Buch ist in Tagebuch-Erzählstil verfasst, kein trockenes Sachbuch, deshalb lässt es sich wie ein Roman lesen.

Ich finde den Blick hinter die Kulissen des Weißen Hauses richtig spannend und zu erfahren, wie es dort tatsächlich zugeht, v.a. für die Mitarbeiter; die Hierarchien; die Freundschaften, die sich bilden (oder auch nicht) etc... Obwohl Becks Job in der unteren Stufe der Hierarchie angesiedelt ist, und sie 'nur' die Gespräche des Präsidenten aufzeichnen und tlw. danach ins Reine tippen muss, ist es interessant, ihr Leben mitzuverfolgen.
Und dass der Präsident (President of the Untied States) von den Mitarbeitern intern nur Potus genannt wird, finde ich total interessant. Seine Frau ist folglich Flotus. ;)
Beck hat ein aufregendes Leben. Sie fliegt als Teil der "Blase" oft in der Air Force One in viele verschiedene Länder mit, wo sie auch bei Sightseeing Touren mit dabei ist; sie läuft morgens in den Hotels oft mit Potus am Laufband, und sie findet auch nach und nach Freunde.

Was mir allerdings gar nicht gefällt ist, dass sich Beck in Liebesdingen wie ein unreifer Teenager verhält - nein, sogar noch schlimmer, obwohl sie zu der Zeit Mitte bis Ende 20 ist - und dass diesem Teil im Buch sehr viel Platz gewidmet ist. Daher muss ich einen Stern abziehen. Darüber hätte für meinen Geschmack weit nicht so ausführlich berichtet werden müssen, ich hätte sie oft schütteln können und fragen: "Echt jetzt?"
Ich hätte lieber noch mehr Hintergrundinfos über die Arbeit im Weißen Haus und allem Rundherum gelesen.


Fazit:
Interessante Hintergrund-Infos über das Arbeitsleben im Weißen Haus; leider war mir zu sehr das Liebes-Drama von Beck inkludiert, das hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht.
Aufgrund des Tagebuch-Stils schnell und flüssig zu lesen und ich vergebe 4 Sterne.

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Nicht ganz was ich erwartet habe - zu wenig Hintergrundinfos, zu viel 'Teenie'-Liebes-Geschnülze, aber schnell zu lesen

Rezensionen von Streiflicht:

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Ein tragischer Mörder

Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist nicht nur ein Roman und ein Krimi, sondern auch ein Zeitzeugnis. Man merkt ganz deutlich, dass es aus einer anderen Zeit stammt, in der andere Regeln galten als heute. Überschrieben ist das Buch mit „ein psychologischer Kriminalroman in der Tradition von Agatha Christie“.

Es erschien 1933 und wurde nun neu aufgelegt bzw. erstmalig ins Deutsch übersetzt. Der Leineneinband gefällt mir gut, er fühlt sich hochwertig und angenehm an und ist zudem herrlich gestaltet. Zugleich irgendwie altmodisch und doch modern.
Nicht so gut gefällt mir der deutsche Titel, denn er ist einfach nicht passend. „Portrait eines Mör-ders“ – wie im Original – würde deutlich besser passen. Oder „Die Geheimnisse der Grays“, denn im Prinzip hat so gut wie jedes Familienmitglied etwas zu verbergen.
Los geht es mit einer Vorstellung der Familienmitglieder und deren Anhang. Keiner ist so richtig sympathisch, den meisten geht es um Geld und Prestige. Aber dennoch fühlt man mit den Figuren, weil sie so detailreich und gut beschrieben werden. Im Laufe des Romans entwickelt man dennoch gewisse Sympathien, gerade auch für den Mörder und das Familienmitglied, das ihn schließlich entdeckt. Eine tragische Geschichte, von der man die ganze Zeit hofft, dass sie doch noch irgend-wie gut ausgeht.
Interessant ist, dass man als Leser schon direkt nach dem Mord weiß, wer es getan hat. Es geht also nicht darum, wer es war, sondern wie sich das Drama dann weiterentwickelt. Das ist umso interessanter, weil zur Entstehungszeit dieses Buches die klassischen „Whodunit“-Romane üblich waren.
Ich fand es sehr interessant, in die damalige Welt und ihre Vorstellungen abzutauchen, auch wenn es phasenweise etwas anstrengend ist, weil man von diesen Gedanken so meilenweit weg ist und es nicht immer nachvollziehbar ist. Insgesamt ein spannender Roman aus der Vorkriegszeit in England, der interessante Einblicke ermöglicht.

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Ein tragischer Mörder

Rezensionen von yellowdog:

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Wild und ungezähmt

Blut auf dem Mond von James Ellroy

Blut auf dem Mond ist der erste Teil der Lloyd Hopkins-Reihe von James Ellroy, entstanden 1984. Es ist ein typisches Produkt der Achtziger Jahre. Das ist nicht abwertend gemeint. Ellroys Prosa wirkt wild und ungezähmt, manchmal scheint er es ein wenig zu sehr zu genießen. Manchmal wirkt es, als würde er den Dichter verherrlichen, wie es Thomas Harris mit seinem Hannibal gemacht hat.

Manche überzogen beschriebene Gewaltszene hätte man sich gerne erspart.
Der Roman ist ein typischer Serienkiller-Thriller, hat aber viele originelle Details und einen eigenständigen, grimmigen Humor. Sergant Lloyd Hopkins ist ein extremer Typ. Weitere Teile der Reihe zu lesen ist vorstellbar, aber besser nur gut dosiert.

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Wild und ungezähmt

Rezensionen von Vicky:

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Eine Wanderin zwischen den Welten

Wir nannten es Freiheit von Silke Schütze

'Wir nannten es Freiheit' ist ein historischer Roman der Autorin Silke Schütz.

Das Buch umfasst zweiundzwanzig Kapitel sowie einen Epilog. Unter 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um die Lehrerin Lene und ihren Verlobten Paul holen.

Das Cover ist recht einfach gehalten aber dennoch ansprechend gestaltet und sehr passend zur Geschichte gewählt.

Mir persönlich gefällt es gut, ich stelle mir immer vor dort Lene zu sehen wenn sie auf dem Weg zur Schule ist :-)

Ich fand den Einstieg eher schwierig, anfangs ging es bei mir mit dem Lesen nur langsam und schleppend dahin. Allerdings bessert sich dieses Gefühl bald und ich bin von der Geschichte gefangen. Die ‘Frauenrechtlerinnen‘ bzw. Lene’s Kolleginnen gefallen mir, sie sind unterhaltsam und wollen, trotz den Widrigkeiten der Zeit, für ihre Rechte eintreten! Das finde ich gut.

Hier muss ich ein Zitat aus dem Buch erwähnen da ich es sehr passend fand und finde das man sich das auch in der heutigen Zeit noch öfters in Gedanken rufen sollte: >>Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können.<<

Fazit: Wegen der anfänglichen Schwierigkeiten ziehe ich einen Stern ab. Ich empfehle das Buch aber dennoch allen, die sich gerne ins Berlin des Jahre 1916 begeben und Lene bei ihrem Kampf für ihre Rechte begleiten möchte!

Ich persönlich habe hier bezüglich der Geschichte einiges neues lernen dürfen. Zum Beispiel kannte ich bisher die Zölibatsklauseln für Lehrerinnen nicht, das fand ich sehr interessant!

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Eine Wanderin zwischen den Welten

Rezensionen von KimVi:

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Spannender Krimi

Der Hunger der Lebenden von Beate Sauer

Im Juni 1947 wird Köln von einer Hitzewelle heimgesucht. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei wird bei einem Mordfall an einer ehemaligen Kollegin als Unterstützung angefordert. Der Fall scheint klar, da die vermeintliche Mörderin mit der Tatwaffe am Tatort angetroffen wurde. Doch Friederike fallen Ungereimtheiten auf.

Deshalb überschreitet sie ihre Kompetenzen und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Diese werden erleichtert, als Richard Davies von der Royal Military Police wieder nach Deutschland zurückkehrt, um die Ermordung britischer Soldaten aufzuklären....

"Der Hunger der Lebenden" ist nach "Echo der Toten" der zweite Fall für Friederike Matthée. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Wichtige Hintergrundinformationen zu beruflichen und privaten Nebenhandlungen fließen so in die Handlung ein, dass alles gut verständlich und nachvollziehbar ist.

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet und ist in einzelne Kapitel unterteilt. Da diese mit Handlungsort und Datum gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte und Personen problemlos vorstellen und so ganz in die kniffeligen Ermittlungen eintauchen. Es gelingt der Autorin außerdem hervorragend, nicht nur die Hitzewelle, sondern auch die Sorgen und Nöte, die in der damaligen Nachkriegszeit herrschten, in die Handlung einzuflechten, sodass die Hintergrundkulisse authentisch wirkt.

Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, da das Interesse am Fall sofort vorhanden ist. Man kann Friederikes Zweifel an der Schuld der vermeintlichen Täterin nachvollziehen und verfolgt deshalb gespannt Friederikes Bemühungen, mehr über diese Frau und ihren Hintergrund zu erfahren. Friederike wirkt sehr sympathisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Man kann beim Lesen spüren, wie beschränkt ihre Kompetenzen sind und mit welcher Hingabe sie dennoch versucht, Licht ins Dunkle zu bringen. Dabei kommt es zu einigen Wendungen, die dafür sorgen, dass man erst spät erfährt, was wirklich geschehen ist. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis sehr gut unterhalten, da ich von Anfang an in den Sog der Geschichte geriet und unbedingt erfahren wollte, was hinter dem Mord steckt und wer dafür verantwortlich ist. Die historische Hintergrundkulisse wirkte auf mich so authentisch, dass ich mühelos in die damalige Zeit und den spannenden Kriminalfall eintauchen konnte. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung mühelos folgen und die spannenden Ermittlungen genießen.

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Spannender Krimi

Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:

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Requiem für Tat'ka, in Dankbarkeit

Fünf Tage im Mai von Elisabeth R. Hager

Man ist versucht, die Beschreibung des vorliegenden Romans mit "Alles neu macht der Mai" zu beginnen, denn jeweils fünf Tage im Mai, verteilt über mehrere Jahre, verändern nachhaltig das Leben von Illy. Angefangen mit der verunglückten Erstkommunion über markante Stationen der ersten Liebe bis hin zum seelischen Neubeginn nach dem Tod des geliebten Urgrossvaters muss und darf sie sich in ihrem jungen Leben neu orientieren.

Dieser Urgrossvater Korbinian, von ihr zärtlich Tat'ka genannt, war von jeher die aufrechte, starke Säule der Familie und ganz besonders in ihrem eigenen Leben. Ein knorriger Tiroler Fassbinder, unbeugsam und lebensklug, stirbt kurz vor seinem 100. Geburtstag. Doch zuvor gibt er seiner Urenkelin aus seinem reichen Erfahrungsschatz mit, was sie braucht, um den eigenen Schmerz bezwingen zu können. "Das Glück is a Vogerl, gar liab, aber scheu. Es lasst si schwer fangen, aber fortg'flogn is glei."
In "Fünf Tage im Mai" geht es um Entscheidung und Verantwortung, um Verlust und Schuld über Generationen hinaus, aber vor allem um eins: um bedingungslose Liebe. Es ist ein Requiem, wie es nur von einer Seelenverwandten angestimmt werden kann, mit einem dankbaren, leuchtenden Lächeln. Man schliesst Illy und ihren Tat'ka sofort ins Herz und ist tief betroffen, wenn das Unglück sie trifft. Mit dem hoffnungsvollen letzten Satz aber schliesst man lächelnd das Buch.
Geschrieben in einer frischen, sehr farbigen Sprache, die zusätzlich durch Dialektteile in der wörtlichen Rede belebt wird, ist das Werk ein reines Lesevergnügen. Mich erinnert es ein wenig an Vea Kaisers "Blasmusikpop". Mit Tempo führt Elisabeth R. Hager durch die einzelnen Maitage und die Zeit dazwischen. Gut gefallen hat mir die zarte Holzstruktur der Buchdeckel, ein Hinweis auf Tat'ka, einen der letzten Fassbinder Tirols.
Alles in allem: einfach hervorragend! Ich hoffe, noch viele Werke von dieser jungen Autorin lesen zu können.

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Requiem für Tat'ka, in Dankbarkeit

Rezensionen von jiskett:

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Eine weitgehend schöne Liebesgeschichte mit etwas zu viel Drama

Fünf Tage im Mai von Elisabeth R. Hager

"Versuchung küsst finnisch" ist auf den ersten Blick eine typische Rockstar-Liebesgeschichte, allerdings gibt es einen großen Unterschied. Es geht um eine eher schüchterne Frau, die einen berühmten Musiker kennen lernt, sich sofort zu ihm hingezogen fühlt und eine Beziehung jedweder Art mit ihm beginnt.

.. doch Emilia ist zum Zeitpunkt ihrer ersten Begegnung bereits verheiratet.

Die Protagonistin führt ein unglückliches Leben und eine eher lieblose Ehe, was schon aus der Inhaltsangabe hervorgeht, aber die dort verwendete Formulierung, sie fühle sich "unverstanden", ist fast zu harmlos; ihre Mutter und ihr Mann bringen ihr keinerlei Zuneigung entgegen und es ist deutlich, dass sie sich damit abgefunden hat, weshalb es leicht war, Mitgefühl für sie aufzubringen. Aus diesem Grund ist auch nachvollziehbar, wieso sie sich auf Panu einlässt; er ist attraktiv, zeigt Interesse an ihr und bringt frischen Wind in ihr Leben, ganz zu schweigen davon, dass es zwischen ihnen knistert. Natürlich fand ich es nicht gut, dass sie ihren Ehemann betrogen hat, doch es wurde deutlich, dass sie einen Anstoß brauchte, um eigene Entscheidungen zu treffen und sich auszumalen, dass sie Optionen hat und nicht so feststeckt, wie sie es zuvor glaubte. Es war schön zu sehen, wie sie nach und nach offener geworden ist und größere Wagnisse einging, auch wenn mir das ganze zunächst etwas zu schnell ging; zum Glück wurde das Tempo dann durch Rückschritte, Missverständnisse und Kummer ausgebremst. Die Hindernisse für eine Beziehung waren weitgehend realistisch und es wurde gut damit umgegangen, obwohl es für meinen Geschmack zu viel Drama gab, gerade in der zweiten Hälfte.

Panu selbst mochte ich ebenfalls und er war ein gut ausgearbeiteter Charakter, aber es gab ein paar Momente, in denen ich seine Gedankengänge gar nicht nachvollziehen konnte, was wohl unter anderem daran lag, dass Emilias Perspektive dominanter war und ich deshalb eher mit ihr sympathisiert habe. Auch seine Arbeit als Musiker kam mir fast schon zu kurz, was ich schade fand, weil die Dynamik der Bandmitglieder Potential hatte. Allerdings bin ich darüber gestolpert, dass es Parallelen zu der Band Sunrise Avenue zu geben schien - so heißt beispielsweise die Gruppe Moonset Road und die Namen 'Panu' und 'Samu' klingen irgendwie ähnlich. Dies hat mich ein wenig von der eigentlichen Erzählung abgelenkt, da ich mich immer wieder gefragt habe, ob diese Band und der Sänger selbst als Inspiration dienten.

Der Schreibstil ist locker und lässt sich gut lesen. Die Handlung betrachte ich ein wenig zwiespältig; zwar haben mich die Klischees, die es gibt, nicht besonders gestört, da die Geschichte von den dramatischen Entwicklungen abgesehen trotzdem schön ist, doch das Buch war mir manchmal ein wenig zu kitschig und teilweise nicht emotional genug. Dagegen hat mir gefallen, wie Emilia langsam begonnen hat, neue Erfahrungen zu sammeln und mehr für sich einzustehen. Auch das Ende an sich war sehr gelungen und macht neugierig auf mehr. Ich mochte zudem, wie stark und durchgängig präsent die Verbindung zwischen den Protagonisten war; man spürt, dass sie zusammen passen würden und wünscht sich für sie ein Happy End, was für mich bei einem Liebesroman entscheidend ist. Da "Versuchung küsst finnisch" mich deshalb alles in allem gut unterhalten hat, vergebe ich trotz der genannten Kritikpunkte drei Sterne.

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Requiem für Tat'ka, in Dankbarkeit

Rezensionen von manu63:

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Selbstfindung

Fünf Tage im Mai von Elisabeth R. Hager

Eine Heimat in den Highlands von Morag McAdams erzählt die Selbstfindung von Juliane die unter der lieblosen Beziehung mit ihrem Verlobten Hannes leidet. Während einer Auszeit in den schottischen Highlands findet sie Unterkunft und Arbeit beim verschlossenen Bauern Harry McNeill. Harry und seine Familie umgeben etliche Geheimnisse, denen Juliane nach dem plötzlichen Tod von Harrys Tante auf die Spur kommt.

Die Geschichte wird zum größten Teil aus der Sicht von Juliane erzählt und kommt eher in leisen Tönen daher. Der Schreibstil ist ruhig und die Ereignisse reihen sich langsam fließend aneinander. Julianes Gedankenwelt ist gut nachvollziehbar, auch wie sie in die Fänge des eher tyrannischen Hannes geraten ist. Etwas nervig fand ich die Geheimniskrämerei rund um die Schafherde. Auch Harry blieb eher blass und wenig greifbar. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht rund um Harry und sein Leben. Auf jeden Fall ist das Buch eher was für ruhige Lesestunden mit wenig Aufregung und es war auch nicht so spannend das ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Insgesamt hat es mir gut gefallen und ich habe es gerne gelesen.

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Requiem für Tat'ka, in Dankbarkeit

Rezensionen von BarbaraM:

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Ein wunderbares Elfenabenteuer für Leseanfänger, das zum Mitfühlen und Mitfreuen einlädt!

Lara und die freche Elfe in der Schule - Leserabe 1. Klasse - Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren von Anja Kiel

Lara darf in der Schule einen Vortrag über etwas, das fliegt, halten und sie hat sich das Thema „Elfen“ ausgesucht. Nach kurzer Zeit fangen ihre Mitschüler an zu lachen und Nick behauptet sogar, dass es überhaupt keine Elfen gibt. Lara ist traurig und wütend. Aber zum Glück gibt es Ben, der sie tröstet, aufheitert und zu Lara hält und natürlich ist da auch noch die kleine Elfe, die in der Schule nun allerhand Unfug anstellt.

Ob die Mitschüler von Lara doch noch anfangen, an Elfen zu glauben? Lest selbst!

Mit ihrem Band „Lara und die freche Elfe in der Schule“ aus der Leserabenreihe (1. Lesestufe) ist Anja Kiel ein witziges und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag erschienen ist und 43 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache verfasst und in vier Kapitel unterteilt. Also absolut für Leseanfänger geeignet und eine tolle Lesemotivation. Die Lust auf das Lesen wird sicherlich auch noch durch die beigelegten Sticker unterstützt, die nach dem Lesen eines jeden Kapitels eingeklebt werden dürfen und am Ende des Buches wartet sogar noch ein schönes Lesequiz.
Passend zur Geschichte sind viele ausdrucksstarke Zeichnungen von Illustratorin Elke Broska zu finden. Sie ergänzen und unterstreichen das Gelesene und sind wunderschön anzusehen.

Die Geschichte um die kleine Elfe weist viele schöne Ideen auf, die zum Mitfühlen und auch Nachdenken einladen und aus dem Lebensalltag von Kindern gegriffen sind. So wird Lara bei ihrem kleinen Vortrag von den Mitschülern etwas ausgelacht und muss mit dieser Situation umgehen. Doch zum Glück ist da Ben, der ihr glaubt und eine gute Stütze ist. Eine solche Situation haben bestimmt schon viele Kinder erlebt und können sich wunderbar in Lara hineinversetzen, überlegen, wie es ihr genau geht und auch erkennen, dass Ben ein toller und wichtiger Freund für Lara ist. Für meine Kinder war das beim Lesen ganz wichtig und auch die kleine „Bestrafung“ der kleinen Elfe für die Mitschüler, die Lara ausgelacht haben. So hat sich alles gut die Waage gehalten.

Fazit: Wir sprechen eine Empfehlung aus, für Kinder ab 6 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer selbst erlesen wollen. Zum Vorlesen ist es sicherlich schon ab 5 Jahren geeignet.
Meinen Kindern hat das Buch sehr gut gefallen und das Einkleben der Sticker und das Leseraben-Leserätsel am Ende war natürlich ein großer Ansporn.

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