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Rezensionen von niknak:

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Im Leben ist nicht alles planbar

Inhalt:
(Klappentext)
Bei Flo läuft es. Rückwärts und bergab. Dabei hat sie ein super Leben, einen super Job, einen super Freund! Es könnte alles so perfekt sein, würde Julian sich nicht auf einmal nach jedem Kinderwagen den Hals verrenken und Flo täglich an ihre tickende biologische Uhr erinnern.

Als dann auch noch ein folgenschwerer Brief ihres Frauenarztes ins Haus flattert, verpufft Flos gut durchdachter Lebensplan wie jeder gute Vorsatz am Dessertbuffet. Zum Glück gibt es da noch ihre beste Freundin. Sunny eilt Flo mit teuflisch starkem Marillenschnaps und einem Flugticket nach Gran Canaria zu Hilfe. Ihr Liebster denkt allerdings so gar nicht daran, Flo mit ihrem Sorgenknäuel und ohne weitere Erklärung davonkommen zu lassen. Eins ist ganz klar: So war das wirklich nicht geplant!

Mein Kommentar:
Dieser Liebesroman der Autorin Mia Blum ist sehr unterhaltsam und kurzweilig geschrieben und beschreibt ein Paar, das versucht herauszufinden, wie sie eine gemeinsame Zukunft planen wollen. Doch dabei merken sie, dass nicht immer alles planbar ist.
Sie benützt dabei einen Schreibstil, der sich leicht und flüssig liest. Die Seiten fliegen einfach so dahin.

Die Protagonisten und Orte sind sehr schön beschrieben und auch detailliert. So hatte ich von allem ein klares Bild vor Augen und konnte mir die Situationen sehr gut vorstellen.

Die Geschichte wird aus Sicht beider Protagonisten erzählt, wobei jeweils zu Beginn eines Kapitel geschrieben steht, wessen Sichtweise gerade erzählt wird. Dabei verwendet die Autorin einen "moderierenden" Schreibstil, bei dem auch die Protagonisten die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen und somit auch ihre eigenen Gedanken und Gefühle sehr gut ins Geschehen einbauen können.
Ich konnte mich dadurch gut in beide Personen hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.

Die Geschichte hat viel Tiefgang und es wird sehr oft darauf hingewiesen, dass es wichtig ist in einer Beziehung miteinander zu reden. So kann man viele Missverständnisse schon im Vorfeld aus dem Weg räumen.
Aber auch eine Flucht vor den eigenen Problemen und dem eigenen Gefühlschaos bringt gar nicht, da einen die Gedanken und Gefühle immer wieder einholen. Man kann nicht davor weglaufen, sondern muss sich seinen Gefühlen stellen.

Sehr gut gefallen hat mir, dass auch der Humor bei dieser Geschichte nicht zu kurz kommt. Es gibt sehr viele Stellen bei denen man schmunzeln muss und somit wird sehr viel Unterhaltung geboten.
Bei diesem Buch ist für jeden etwas dabei: Romantik fürs Herz, Drama, Humor und der nötige Tiefgang, damit man auch zum Nachdenken kommt.

Mein Fazit:
Eine tolle und unterhaltsame Sommerlektüre, die aber dennoch einiges an Tiefgang zu bieten hat. So erhält der Leser eine kurzweilige Unterhaltung und kann sich auf eine gefühlvolle Reise begeben.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von thora01:

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Sehr schöner softer Krimi

Dir werd ich helfen von Cornelia Schmitz

Inhalt/Klappentext:
Wie hatte die Dame der Arbeitsagentur gesagt? »Sie brauchen einen Rahmen, endlich eine sinnstiftende Tätigkeit, Frau Sudfeldt, eine Tagesstruktur. Das wird ihnen ganz sicher helfen, mit der Erkrankung besser klarzukommen. Sie werden sehen, wie hilfreich das ist.«
Als Ergebnis dieser Unterhaltung findet Eli sich in einer Werkstatt für behinderte Menschen wieder, in ihren Augen keine geeignete Maßnahme, um ihr schon lang anhaltendes Stimmungstief zu beheben.

Sie vermisst nicht nur die »rosarote Brille der Manie«, die kommunikativen Typen aus der Psychiatrie und ihren Liebsten, den Journalisten Martin Regener, sondern eine komplexe Aufgabe zur Belebung ihrer Lebensgeister. Doch dann geschieht ein rätselhafter Todesfall. Und alles wird gut. Jedenfalls besser.
Eli Sudfeldt, die Heldin aus dem ersten Band »Betreutes Sterben«, hat es in eine Werkstatt verschlagen: Ein spannender Krimi und humorvoller Bericht aus dem Milieu der Behinderten-Werkstätten, der Erfahrungswissen und Kritik am psychiatrischen Versorgungssystem mit spitzer Feder und augenzwinkernder Selbstironie kombiniert. Eli Sudfeldt hat das Zeug zur Serienheldin!
(Quelle: BALANCE Buch + Medien Verlag)

Meine Meinung:
Sehr schöner Cosy Krimi. Er hat mich sofort in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und hat dennoch etwas Besonderes. Sehr schön fand ich wie die Autorin die Arbeit und das Umfeld in den Werkstätten geschrieben hat. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Sie sind sympathisch und haben ihre ganz besonderen Eigenheiten. Ganz besonders hat es mir Eli angetan. Ihre Art macht sie zu etwas ganz speziellem und ihre Gefühlsschwankungen sind auch nicht von schlechten Eltern. Ich hatte Mühe mit diesen Schwankungen klar zu kommen. Martin war mir auch sehr sympathisch. Er ist ruhig und beherrscht. Ich fand das Zusammenspiel der Beiden sehr schön. Sie ergänzen sich und sind miteinander ein tolles Team. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben. Ich fand es toll wie der rote Faden gesponnen wurde und ich lange nicht auf des Rätsels Lösung gekommen bin. Der Abschluss hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr spannend zu erfahren wer der wahre Täter war.

Mein Fazit:
Sehr schöner softer Krimi. Die Protas konnte durch ihre Eigenheiten sofort überzeugen. Der Spannungsbogen war sehr schön gestaltet und teilweise musste ich auch über die Situationen mit Eli schmunzeln. Alles in allem ist es ein gelungener Krimi für Leser die es nicht sehr gewalttätig mögen.

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Sehr schöner softer Krimi

Rezensionen von PFIFF:

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Das Leben eines Eichbeamten

Ein Leben nach Maß von H.M. van den Brink


Karl Dijk arbeitet mit seinem Kollegen, dem Erzähler, seit vielen Jahren gemeinsam für das niederländische Eichamt.
Wie ein Vertreter reist er quer durchs Land und prüft Waagen, Gewichte, Fieberthermometer und Gaszähler auf ihre Genauigkeit, justiert sie, wenn er Fehler bemerkt und setzt Strafen fest, wenn er Betrügereien feststellt.

Natürlich stößt er auf Feindseligkeit und Ablehnung. Doch der überkorrekte Beamte lässt sich nicht beeinflussen und geht seiner Arbeit bis zu seiner Pensionierung stetig nach.
Über sein Privatleben weiß niemand etwas. Als er zu seiner Verabschiedung nicht erscheint, ahnt nur sein langjähriger Kollege den Grund.
Die Niederlande seit den Sechzigerjahren im Wandel, der einem prinzipientreuen Beamten Probleme bereitet. Lyrisch geschriebene Erzählung.

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Das Leben eines Eichbeamten

Rezensionen von PFIFF:

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Johannes Kepler und seine Zeit

Der Astronom und die Hexe von Ulinka Rublack


Johannes Kepler ist in Baden-Würtemberg aufgewachsen. Er und seine Geschwister haben kaum Erinnerung an den Vater, der wenig zu Hause war und früh verstorben ist.
Katharina Kepler hat es schwer, als Witwe sich und ihre inder durchzubringen. Doch mit eisernem Willen und Fleiß schafft sie es, dass alle Kinder Karriere machen.

Sie ist zu einer harten Frau geworden, die nicht hinter den Berg hält, viele Neider hat und so die Missgunst einer Reihe von Nachbarn auf sich zieht, die sie dann der Hexerei bezichtigen und eine schwierige Zeit für die ganze Familie Kepler schaffen.
Johannes Kepler, inzwischen angesehener Astronom und Forscher, in Graz, Prag und Linz für das Fürstenhaus tätig, kommt seiner betagten Mutter zu Hilfe und lässt alle seine Beziehungen zu Rechtsgelehrten und der Obrigkeit spielen.
Er selbst verfasst Briefe, sammelt Beweise für die Unschuld seiner Mutter und Gegenargumente gegen die verleumderischen Anschuldigungen.
Kepler schafft es, seiner Mutter die Folter zu ersparen und letztendlich wird sie freigesprochen.
Ulinka Rublack entwirft ein buntes Sittenbild der Zeit zwischen 1570 und 1620, beschreibt die Gesellschaft in Mitteleuropa, die Probleme, den Aberglauben entstanden durch Unsicherheit, Armut und Unwissenheit. Der Katholizismus hat Konkurrenz von den Lutheranern und Calvinisten bekommen. Es ist eine unruhige Zeit der Kriege, der fortschreitenden Wissenschaft, die versucht, die Menschen eines Besseren zu belehren und mit Vernunft und Toleranz den Aberglauben und Hass zu bekämpfen.
Historisch interessant, objektiv geschrieben, minutiös recherchiert.

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Johannes Kepler und seine Zeit

Rezensionen von PFIFF:

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Edison-J.P.Morgan Beziehung

Licht von McCarten Anthony


Thomas Edison begegnet J. P. Morgan. Die folfenschwere Freundschaft und Partnerschaft bringt dem Erfinder zwar finanzielle Sicherheit, aber die Skrupellosigkeit und Machtgier des Milliardärs zerren am Gewissen Edisons.
Einige seiner Patente führen zu Rechtsstreitigkeiten mit anderen Erfindern, wie Nicola Tesla, und Unternehmern wie Westinghouse.

Rückschläge, Schwierigkeiten bei der Umsetzung seiner Erfindungen, Finanzierungsprobleme, Streitigkeiten mit Konkurrenten, machen Edison das Leben schwer. Sein Familienleben leidet durch seine ständige Abwesenheit.
Ein schillerndes Porträt Amerikas in den Jahren Anfang des 20. Jhdts. mit seinen Finanzgrößen und Wirtschaftsbossen, Finanzkrisen und technischen Errungenschaften.

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Edison-J.P.Morgan Beziehung

Rezensionen von Caroline :

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Zwei unterschiedliche Jugendliche

Licht von McCarten Anthony

Nur hinter vorgehaltener Hand sprechen die Schüler über den Schlussmach-Service. Cassidy hilft Jungen und Mädchen dabei, Beziehungen zu beenden. Ihre Entlohnung steckt sie in ihren Collegefonds, denn sie möchte unbedingt raus aus dem kleinen Ort, weg von ihrer chaotischen Mutter. Dabei zieht sie auch hin und wieder den Zorn eines verlassenen Partners auf sich.

Einer hat es ganz besonders auf sie abgesehen. Colton trägt ihr auch Monate später noch nach, dass sich seine Freundin Kim von ihm getrennt hat. Wenn die zwei aufeinander treffen, fliegen die Fetzen. Sie schenken sich nichts und müssen schließlich auch noch im Kunstunterricht ein gemeinsames Projekt betreuen.

Während die zwei Zeit miteinander verbringen müssen, schließen sie eine Wette ab: Cassidy muss ein Pärchen zusammen bringen. Sie soll ihre Kräfte für das Gute nutzen und nicht für das Böse. Dabei reizen beide ihre Grenzen aus und Cassidy muss sich eingestehen, dass Colton auch eine sanftere Seite hat, die sie ungemein fasziniert.



Wie hat es mir gefallen?



Bei der Lit.Love 2018 gab es zu diesem Buch eine Lesung von Tanja Voosen. Dabei hat sie ein paar großartige Szenen ausgewählt und damit hat sie nicht nur mich geködert, sondern auch meine Freundin Lisa. Mit ihr gemeinsam habe ich nun „My First Love“ gelesen.

Vor dem Hintergrund einer kalifornischen Kleinstadt spielt die Geschichte rund um Cassidy und Colton.

Cassidy lebt mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter, die leider oftmals ihrer Verantwortung nicht gerecht wird. So übernimmt Cassidy schon sehr jung mehr Verantwortung und ihr Wunsch nach Unabhängigkeit und einem Neuanfang am College ist völlig nachvollziehbar. Als sie den Schlussmach-Service ins Leben ruft, steckt sie das verdiente Geld sofort in ihren Ausbildungsfonds. Neben ihrer besten Freundin Lorna hat sie recht wenige Kontakte. Ihr gestörtes Familienleben hindert sie daran Freunde nach Hause einzuladen.

Colton ist beliebt, vor allem bei den Mädchen, aber ihn umgibt dennoch eine unnahbare Aura. Bei den Streitereien zwischen ihm und Cassidy lässt er jedoch seine Maske manchmal fallen.

Das Buch ist ein sehr gelungener Jugendroman. Es zeigt nicht nur die schönen Seiten des Lebens, sondern auch wie ungerecht es sein kann. Zwei Jugendliche, die unterschiedlich aufwachsen und sich in der Schule treffen. Ihre Wortgefechte sind humorvoll und treffend.

Ich bin zwar der Zielgruppe schon einige Jahre (naja, vielleicht auch schon Jahrzehnte) entwachsen, aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es sind auch die Nebenfiguren sehr gut getroffen und beschrieben. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.

www.mariessalondulivre.at

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Edison-J.P.Morgan Beziehung

Rezensionen von Caroline :

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Ein langes Leben im Rückblick

Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg

Mit 96 Jahren blickt Doris auf ein bewegendes Leben zurück. In Schweden geboren, durch die Welt gereist und nun gegen Ende ihres Lebens wieder nach Hause zurückgekehrt.

Immer mit dabei ihr in Leder gebundenes Adressbuch, welches sie von ihrem Vater bekommen hat. Viele Namen hat Doris dort verewigt und viele davon bereits durchgestrichen und mit TOT versehen.

Ihre Erinnerungen schreibt sie anhand der Namen aus dem Adressbuch für ihre Großnichte Jenny auf. Dabei enthüllt sie kleine und große Geheimnisse. Sie erzählt, wie sie aus Schweden fortging, um in Paris zu landen. Anschließend in die USA vor dem Krieg zu fliehen, um über verschiedene Stationen wieder in Schweden zu landen.

Eine nicht ganz alltägliche Lebensgeschichte erzählt von einer alten Frau, um für Jenny in Gedanken lebendig zu bleiben.



Wie hat es mir gefallen?



Um dieses Buch schleiche ich schon etwas länger herum. Diverse Empfehlungen und gute Rezensionen haben mich aufmerksam gemacht und dank einiger Gutscheine für meine Lieblingsbuchhandlung zog die Geschichte nun bei mir ein.

Der Titel gibt schon einen Hinweis, welche Richtung die Geschichte gehen wird. In Rückblicken erhält der Leser Einblicke in Doris Leben. Sie wird in eine Handwerksfamilie geboren, verlebt glückliche Tage in ihrer Kindheit, bis ihr Vater stirbt. Ab da beginnt ein spannendes und ungewöhnliches Leben.

Anhand ihres kleinen Büchleins erzählt sie die wichtigsten Kapitel ihres Lebens, welche Menschen ihren Weg kreuzten und in welche Teile der Welt es sie verschlug. Ihre Erinnerungen schreibt sie für ihre Großnichte Jenny auf, die fern von Schweden in den USA wohnt.

Doris und Jenny verbindet nicht nur die Familie sondern ein ganz besonderes Band. Selbst in ihrem hohen Alter, kennt sich Doris mit ihrem Laptop aus und daher skypen sie regelmäßig miteinander. Dieser Kontrast zwischen moderner Technik und alten Erinnerungen ergibt eine wunderbare Mischung.

Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch andere waren. Denn in der Inhaltsangabe wird auf die unzähligen Menschen, die man im Laufe eines Lebens trifft, hingewiesen. Mein Adressbuch quillt über vor Namen, aber die Geschichte konzentriert sich auf einige wenige. Dieses Augenmerk enthüllt eine emotionale Handlung, die ich als realistisch empfand und vor allem das Ende rührte mich zu Tränen.

Es freut mich sehr, dass ich eine weitere Autorin aus Schweden entdecken durfte, die sich nicht dem Krimi-Genre verschrieben hat.

www.mariessalondulivre.at

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Ein langes Leben im Rückblick

Rezensionen von Gaby 2707:

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Humorvoll, spritzig, spannend

Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg

Als ich das Buch vor mir liegen hatte, dachte ich, wow, ein aussergewöhnliches Cover. Erinnert mich eher an einen Comic. Jetzt, wo ich die Geschichte und die Handelnden kennengelernt habe, frage ich mich, wer auf dem Cover wer ist. Dem Wort „Tofu“ seine eigene Farbe zu geben, macht das Cover noch interessanter.

Worum geht es?
Nach einbem Murenabgang sitzt Fernsehköchin Francesca Carlotti in einem kleinen Berghotel irgendwo in den deutschen Alpen, wo sie zu einem Kochkurs gebucht ist, fest. Ausser ihr haben sich auch ihr Exmann Gianluca, von dem sie aber noch nicht geschieden ist, mit seiner neuen Perle Jaqueline und seine Ex-Fußballkameraden hier eingefunden, die den Geburtstag von ihrem Freund Enzo Rotundo feiern wollen. Nacheinander stranden auch Francescas Kinder Clara und Cosimo hier. Als es den ersten Mord gibt, fühlt sich Dorfpolizist Adam dazu berufen, diesen aufzuklären. Und schon ist die Hölle los…


Die Menschen, die hier zusammengefercht sitzen, haben alle sehr verschiedene Charaktere, kommen menschlich sehr gut rüber und ich kann mich in ihre Situation recht gut hineinversetzen. Die Freunde, verbunden im Fußball, sind heute zum Teil nicht gut aufeinander zu sprechen. Dorfpolizist Adam stellt die kuriosesten Motivtheorien auf, Cosimo, klugscheißert herum wie ein Großer und Francesca versucht, alle irgendwie auf Spur zu halten.

Eine unterschwellige Spannung ist von Anfang an da und wird noch etwas erhöht, durch kurze Kapitel, die ohne Namensnennung auskommen und die die Gedanken des Täters wiederzugeben scheinen. Das erhöht natürlich die Spannung noch mehr.

Wo genau man sich befindet, habe ich beim Lesen nicht herausfinden können. Hat aber für die Geschichte auch keine Bedeutung. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder die Bilder von den Lawinen im Kopf, die in den Bergen vor kurzem gesprengt wurden.

Untermalt mit farbenfrohen Szenebildern sehe ich die Gruppe auch optisch vor mir.

Da Francesca zum Kochen ins Hotel gekommen ist, bekomme ich als Nachschlag einige ihre Rezepte präsentiert.

Wer einen knallharten, blutrünstigen und anspruchsvollen Krimi erwartet, ist hier absolut falsch. Wer aber wie ich bei einem humorvollen und trotzdem spannenden Krimi gut unterhalten werden und auch mal schmunzeln will, der ist hier genau richtig.

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Ein langes Leben im Rückblick

Rezensionen von Bibliomarie:

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Tage der Abrechnung

Die Farben des Feuers von Pierre Lemaitre

Am Tag der Beisetzung des Bankiers Marcel Péricourt, stürzt oder springt der Enkel aus dem Fenster und bleibt schwerverletzt auf dem Katafalk liegen. Madeleine Pericourt verliert sich in ihrer maßlosen Trauer und in ihrer Sorge um den nach dem Sturz gelähmten Sohn Paul. So steht sie zwar formell an der Spitze des Bankhauses, aber der Prokurist der Bank Gustave Joubert lenkt die Geschäfte.

Umgeben ist Madeleine vom raffgierigen Onkel Charles und vom Hauslehrer André Delcourt, der auch ihr Liebhaber ist. Erst spät, zu spät begreift Madeleine, dass keiner ihrer Vertrauten ihr Wohlwollen im Auge haben. Joubert will Rache für die Kränkung, dass er mit einem Almosen im Testament des alten Péricourt abgespeist wurde.
Doch als Madeleine alles verloren hat, erwacht in ihr die Kraft ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Die politischen Wirren, die Wirtschaftskrise und die Vorboten des Zweiten Weltkriegs spielen ihr in die Hände und sie beginnt die Schuldscheine für den Verrat einzufordern.
Pierre Lemaitre findet einen leichten, oft sogar ironischen Ton um seine Figuren zu portraitieren. Der Roman entwickelt fast die Dynamik einer Kriminalgeschichte, wenn Madeleine Zug für Zug ihren Rachefeldzug umsetzt. Die farbige Darstellung der Gesellschaftsschichten und deren Umwälzungen im Vorkriegsfrankreich ist prägnant und gelungen. Der Roman entwickelt einen Sog, dem ich mich als Leserin nicht entziehen konnte. Besonders gelungen fand ich die Frauen der Geschichte, nicht nur Madeleine, sondern auch Kindermädchen Léonce und Pflegerin Vladi sind großartig portraitiert und stehen für ihre jeweilige Gesellschaftsschicht. Es ist ein groß angelegter Sitten- und Gesellschaftsroman, in den Lemaitre Madeleines Abrechnung einbettet. Dabei gefiel mir ganz besonders die Raffinesse der einzelnen Handlungsstränge, die auch mit Kritik an der damaligen Gesellschaft nicht spart. Ob nun es die Arroganz des Großbürgertums oder die Eitelkeit der Politiker oder die Geltungssucht der Presse ist. Madeleine hat viel verloren, aber ihre Freiheit hat sie sich zurück erobert.
Ein wunderbarer Roman, dessen brillante Sprache mich nachhaltig beeindruckt hat.

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Tage der Abrechnung

Rezensionen von Nepomurks:

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Absolut gelungene Autobiografie und ein tolles Hörbuch!

BECOMING von Michelle Obama

Michelle Obama dürfte jedem bekannt sein als Gattin des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. In ihrer Autobiografie „Becoming“ hat sie nun all ihre Erlebnisse, angefangen mit ihrer Kindheit zusammengetragen und gibt damit teils äußerst private Einblicke preis und zeigt sich von ihrer bis dato eher unbekannten Seite.

Das Hörbuch, erschienen im Hörverlag und 18 Stunden 41 Minuten umfassend, ist dabei sehr gut eingelesen und lässt sich durchweg sehr gut mithören. Die Lesestimme ist eingängig und gut verständlich.
Zum Inhalt des Buches lässt sich meinerseits sagen, dass ich die Schilderungen und Episoden größtenteils hochinteressant und packend fand. Die Kapitel widmen sich chronologisch verschiedenen Grundthemen aus Michelle Obamas Leben und beinhalten auch die ein oder andere Offenlegung ganz eigener Ansichten und Bewertungen. Sicherlich ist es nicht verwunderlich, dass Michelle Obama schon immer eine vermeintlich starke und moderne Frau war. Es wird durch die vielfältigen Darstellungen allerdings auch recht schnell klar, dass sie eine recht privilegierte Kindheit genoss, auch wenn die räumlichen Begebenheiten der Familie vielleicht als beengt bezeichnet werden konnten und zunächst auch nicht die Rede von „materiellem Reichtum“ war. Dennoch hatte Michelle Obama gute Voraussetzungen für ihren persönlichen Werdegang. Vieles davon ist beeindruckend, manches in späteren Kapiteln auch überraschend interessant und beinahe schon spannend. Man darf ein wenig hinter die Kulissen der amerikanischen Politik blicken, sieht die Ehefrau des Ex-Präsidenten hier aber auch sehr verletzlich, unverstellt und offen. Michelle Obama spricht recht unverblümt und gibt neben einigen politischem Statements auch ihre ganz persönlichen Lebensweisheiten preis.
Das Buch, bzw. Hörbuch ist meines Erachtens absolut empfehlenswert und ich würde es trotz weniger Längen mit vollen 5 Sternen bewerten – ganz einfach weil ich der Sprecherin die meiste Zeit über gebannt gelauscht habe und ich großen Respekt für Michelle Obama empfinde. Hut ab für diese beeindruckende Autobiografie!

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Absolut gelungene Autobiografie und ein tolles Hörbuch!