Kunden em pfehlungen
Rezensionen von zenzi:
Freiheitskampf und Liebesabenteuer
Ein sehr interessanter Roman über das Problem des Freiheitskampfes und der Autonomiebestrebungen der Basken aus der Zeit 2001 und 2002. Dies war für mich sehr lehrreich und ich kann nun die Probleme der Bevölkerung und auch der Polizei besser verstehen. Wunderbar der letzte Abschnitt, dass die ETA nun ihre terroristischen Aktionen einstellt.
Historische Fakten werden mit 2 aufregenden Liebesbeziehungen von der deutschen Sofie verbunden - sie verliebt sich in die beiden Hauptkontrahenten und wird auch als Spion von der Polizei und der Freiheitskämpfer ausgenützt, obwohl sie eigentlich nichts mit diesem blutigen Kampf in der Baskenregion zutun haben will. Deshalb war es für mich sehr verwunderlich, dass sie sofort ihr neues Cafe an der Costa Brava aufgegeben hat, als Diego Jiménez, Capitán der Guardia Civil um sie geworben hat und sich dann einige Wochen später in einem ganz anderen Typen aus dem Volk verliebt hat. Dass der durch und durch Baske Garbi sich auch in eine Deutsche verliebt, konnte ich auch nicht verstehen, wo der doch so um sein Volk kämpft.
Trotzdem habe ich diesen Roman mit viel Interesse und Freude gelesen, da man beide Seiten gut kennenlernt. Außerdem werden die Bevölkerung, die wilde Landschaft gut beschrieben.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Angenehmer Schmöker
Frankreich im 17. Jahrhundert. Die junge Lianne hat das Herz am rechten Fleck, fristet jedoch ein unerfülltes Leben als Dienstmagd einer reichen Familie. Von der gehässigen Tochter erntet sie nur Spott und ist Opfer ihrer Gemeinheiten, vom Hausherrn wird sie sexuell genötigt. Ihre scheinbar aussichtslose Position erinnert entfernt an Cinderella, allerdings mit dem gravierenden Unterschied, dass Liannes leibliche Mutter keineswegs tot ist.
Den Begriff 'Mutter' hat dieses giftige Wesen kaum verdient – sie scheint Lianne zu hassen und erwartet lediglich, dass diese ihr regelmäßig Geld vorbeibringt…selbst wenn dies bedeuten würde, dass ihre Tochter sich dafür prostituieren müsste. Kein Wunder also, dass Lianne die Flucht ergreift, als sich eines Tages eine unverhoffte Gelegenheit bietet - als blinde Passagierin an Bord eines Handelsschiffes mit ungewissem Ziel. Als sie Luc kennenlernt, scheint sich ihr Schicksal endlich zum Guten zu wenden. Doch ihr ehemaliger Besitzer kann diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen und schwört Rache… Robina war einst selbst Tochter aus einem reichen Hause und als sie verarmt, scheint die arrangierte Ehe mit dem wohlhabenden Lexius ein sinnvolles Arrangement. Doch Robinas Stolz kann es nicht verwinden, von ihrer eigenen Mutter verkauft worden zu sein. Sie schwört sich, Lexius niemals an sich heranzulassen und begeht bald einen folgenschweren Fehler. Beide jungen Frauen träumen von der wahren Liebe. Aber dies ist nicht das Einzige, was sie miteinander verbindet. Das farbenfrohe Cover fängt wundervoll den Zauber des Meeres und das Gefühl der Sehnsucht ein.
Erzählt wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich Liannes und Robinas, die sich auf unterschiedlichen Zeitebenen bewegen. Anfangs war dies ein wenig verwirrend, weil man genau aufpassen musste, in welchem Jahr man sich mit dem neuen Kapitel nun wieder befindet. Beide Frauen werden anfangs sehr sympathisch dargestellt, sodass man als Leser mit ihnen mitfiebert und sich über das Unrecht, das ihnen widerfährt, empört. Hinsichtlich der charakterlichen Entwicklung gibt es jedoch eine unerwartete Wendung, die sicherlich hilfreich ist, um die Story voranzutreiben bzw. um die Grundlage für einen gewissen Handlungsstrang zu bilden, allerdings meine Lesefreude letztlich aufgrund der Negativität ein wenig getrübt hat. Obwohl es der erste Teil einer Reihe ist, kann dieser Roman sehr gut als in sich geschlossenes Werk gelesen werden, da keine Fragen offenbleiben. Das Ende war mir persönlich ein wenig zu weichgespült und in mancher Hinsicht eher unglaubwürdig, weil mir das Verhalten der Charaktere nicht stimmig erschien.
Der flüssige Schreibstil besticht vor allem durch die bildreichen Beschreibungen der Locations; man fühlt sich sofort in Meeresnähe und spürt beinahe das Salz auf den Lippen. Besonders La Rochelle, das einst für lange Zeit der größte Hafen Frankreichs an der atlantischen Küste war, wird überaus anschaulich geschildert.
Fazit: Ein angenehmer Schmöker für zwischendurch für Fans von historischen Frauenromanen.
Rezensionen von PFIFF:
Dantes Göttliche Komödie führt zu einem Wunder
Das Pfingstwunder von Sibylle Lewitscharoff
34 Experten der "Göttlichen Komödie" von Dante treffen sich zu einem Kongress in Rom und tagen im Saal der Malteser auf dem Aventin mit Blick auf den Petersdom.
Der Universitätsprofessor Gottlieb Elsheimer erzählt von den Vorträgen, bei denen jeder Redner ein anderes Kapitel interpretiert.
Frauen und Männer aus aller Herren Länder behandeln die Übersetzungen in viele Sprachen und die verschiedenen Auslegungen. Überaus engagiert steigern sich die Gelehrten in eine übernatürliche Stimmung.
Letztendlich kommt es zu einem Wunder, dem Verschwinden von 33 Teilnehmern, das Elsheimer der Polizei zu beschreiben versucht.
Interessant für Kenner der "Göttlichen Komödie" von Dante.
Rezensionen von PFIFF:
4x was wäre gewesen, wenn..
4 3 2 1 von Paul Auster
Archies Großvater, Isaac Reznikoff, musste sich bei seiner Einwanderung aus Minsk nach Amerika einen neuen Namen einfallen lassen. Ein Missverständnis verschaffte ihm den neuen Namen Ferguson, den seine Nachfahren beibehielten.
Archie Fergusons Leben, das 1947 begann, wird von Paul Auster in 4 Varianten beschrieben.
Drei der Jungs sterben mit 13, 20 und 24 Jahren. Nur Nr. 4 überlebt seine Jugend und wird Schriftsteller. Doch da hört die Erzählung auf.
Paul Auster arbeitet in diesem gewaltigen Epos auf über 1200 Seiten seine eigene Kindheit und Jugend auf, oder was hätte unter anderen Umständen sein können. Er erzählt von seinen sexuellen Erfahrungen mit Männlein und Weiblein, seinen finanziellen Sorgen, Erfolgen und Misserfolgen während seines Studiums.
Etwas Durchhaltevermögen und kräftige Arme braucht man schon beim Lesen. Aber die Erzählkunst Austers fasziniert und fesselt immer wieder, sodass man das Buch nicht weglegen möchte.
Rezensionen von Streiflicht:
Bitte daneben springen
Fettnäpfchenführer USA von Paul Auster
Autor Kai Blum hat mich schon mit seinen Auswandererromanen begeistert, daher war ich sehr gespannt und neugierig auf dieses Buch von ihm. Ein ganz anderer Ansatz, ein ganz anderes Genre und dabei genauso gelungen und genau recherchiert wie alles, was ich bisher von ihm kenne! Auch hier im Fettnäpfchenreiseführer hat Kai Blum hier wieder genau den richtigen Ton getroffen.
Durch die geniale Idee des fiktiven Reisetagebuches hat er eine gute Basis gefunden. So kann der Autor berichten, was dem Paar alles bei seinem Amerikabesuch widerfährt und wie man es hätte besser machen können. Vieles ist für uns Deutsche und Europäer nur schwer nachvollziehbar, denn hier zeigen sich dann doch immer wieder die Barrieren und kulturellen Unterschiede. Kai Blum zeigt die Probleme und Fettnäpfchen gekonnt und facettenreich auf – aber nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf eine nette, witzige Art und Weise. Da er als gebürtiger Deutscher selbst schon seit vielen Jahren in den USA lebt, kennt er beide Mentalitäten und damit auch die Fallstricke und Fettnäpfchen, die quasi am Wegesrand lauern.
Sehr gut gefällt mir auch die Aufmachung des Buches. Dass immer eine Geschichte erzählt wird und dann anhand des Geschehenen beschrieben wird, was falsch gelaufen ist, was aus Sicht der Amerikaner seltsam oder beleidigend ist und warum es so ist. Auch die Infokästen, die noch mehr Hinweise und Auskünfte geben, finde ich sehr gut. Man merkt, dass der Autor sich in Amerika auskennt und einfach weiß, wie die Menschen dort ticken, welche informellen Regeln gelten, was man besser nicht tut und warum wir oft so anders denken.
Dieses Buch ist eine gelungene Mischung, die gute Unterhaltung bietet, vor allem aber auch viele interessante Informationen über Amerika, die man so meistens gar nicht kennt. Das Ganze verpackt in eine interessante Geschichte, die sich leicht lesen lässt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und macht das Buch zu einem Lesevergnügen. Ein rundum gelungenes Buch, das Unterhaltung, Humor und Information auf beste Weise verbindet – hier macht das Lernen Spaß. Und nach dieser Lektüre sollte es jeder schaffen, neben das Fettnäpfchen zu springen! ;o)
Rezensionen von Streiflicht:
Beeindruckend, wunderschön und authentisch
Roadtrip – Eine Liebesgeschichte von Jennifer Glas; Peter Glas; Reisedepeschen
Dieses Buch habe ich gesehen und mich sofort verliebt. Ich wollte es unbedingt haben und habe es bis heute nicht bereut. Immer wieder blättere ich die herrlichen Seiten durch und freue mich mit den beiden über ihre unfassbar tolle Reise. Man bekommt direkt Lust, selbst die Koffer zu packen und sich auf die Socken zu machen.
Insgesamt hat das Buch eine tolle Aufmachung mit wunderbaren Bildern, die gleichzeitig auch sehr authentisch sind. Das hat mir das Paar und auch das Buch sehr sympathisch gemacht. Es macht Spaß, sich einfach die vielen schönen Bilder anzusehen. Aber auch die Texte haben mich begeis-tert und fasziniert. Sie sind aus dem Leben heraus entstanden und das merkt man auch – es gibt kein Drehbuch, sondern nur das Leben mit allen seinen wunderbaren Facetten. Dass einmal Jen und einmal Peter schreiben, ist auch toll, denn man merkt schon, dass sie einen unterschiedlichen Schreibstil haben, dass sie verschiedene Schwerpunkte beim Erlebten setzen. Das macht die gan-ze Reise noch greifbarer und noch erlebnisreicher.
Für mich war es so als würden gute Freunde mir ihre Geschichte erzählen und es war fast wie da-bei zu sein. Ich bewundere den Mut und die Stärke der beiden Protagonisten, Reisenden und Auto-ren und bin unglaublich froh, dieses wunderbare Buch entdeckt zu haben. Wer Reisen mag und die Welt mit anderen Augen sehen möchte, ist hier genau richtig. Einfach wunderschön und absolut lesenswert.
Rezensionen von Maria Gardener-Senfter:
Gelungenes Werk zur Zeit nach dem 1. WK in Tirol
Der hohe Preis des Friedens von Marion Dotter; Stefan Wedrac
Während die Kriegszeit in Tirol schon öfter beleuchtet und mit exemplarischen Einzelschicksalen und Lebensgeschichten von ZeitzeugInnen belichtet wurde, gibt es relativ wenige Werke, die sich mit dem Menschlichen in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg befassen. Das ist ein Grund dafür, dass dieses Werk so wichtig für die Aufarbeitung des 20.
Jahrhunderts in Tirol ist. Das Buch liest sich sehr gut, die einzelnen Kapitel sind weder zu lang noch zu kurz. Zahlreiche Bilder helfen, die damalige Zeit besser zu verstehen. Besonders die wirtschaftliche Entwicklung Gesamttirols in der Nachkriegszeit ist spannend aufgearbeitet, da die angespannte Situation in Tirol durch viele Geschichte und Anekdoten wiederbelebt wird.
Das Buch ist sicher besonders interessant für Personen, die sich mit der Zeit des 1. Weltkriegs und dem 20. Jahrhundert in Tirol bereits beschäftigt haben, da es durch das Augenmerk auf das Menschliche ein differenziertes Bild jener Zeit entwirft. Insgesamt ist das Werk also eine gelungene Ergänzung zur bisherigen Kriegs- und Nachkriegsliteratur.
Rezensionen von Streiflicht:
WItzig und spannend zugleich
Venuswalzer von Lotte Minck
Von Lotte Minck hatte ich bis vor wenigen Monaten zwar viel gehört, aber nichts gelesen. Dann bekam ich „3 Zimmer, Küche, Mord“ in die Finger und mochte es sehr. Gut gefallen hatte mir auch, dass man einsteigen konnte, ohne die Vorgängerbücher zu kennen. Leider kannte ich auch „Plane-tenpolka“ nicht, das erste Buch rund um die Astrologin Stella Albrecht.
„Venuswalzer“ hat mich aber so neugierig gemacht und da ich mit dem anderen Buch so gute Erfahrungen gemacht hatte, habe ich mich sofort in diese mir recht unbekannte Welt gestürzt. Und wieder hat es mir gefallen, sehr sogar.
Stella ist eine witzige, unterhaltsame und grundsympathische Hauptfigur, mit der man gerne „un-terwegs“ ist. Ihre Oma ist unglaublich komisch und lieb, die hätte ich am liebsten gleich adoptiert. Man merkt, dass Lotte Minck mit Leib und Seele Autorin ist und sich genau überlegt hat, wie die Figuren sein sollen. Sie sind lebendig und unterhaltsam, man mag mit ihnen Zeit verbringen, lacht, lebt und leidet mit. Genauso soll es sein. Wenn man als Leser manche Figuren sehr mag, andere dagegen am liebsten auf den Mond schießen würde, dann hat der Autor alles richtig gemacht.
Ich fand auch die Spannung zwischen Stella und Arno gut, das gibt dem Buch noch mehr Würze.
Dieses Buch ist wieder eine gelungene Mischung zwischen Witz und Humor einerseits und Spannung und Drama auf der anderen Seite. Eine Krimödie eben! Gut, dass ich Teil 1 noch nicht kenne und diesen lesen kann, solange ich auf den nächsten Teil warten muss.
Rezensionen von Streiflicht:
Ein toller Nachfolger
Gieriger Zorn von Wood Michael
Dieses Buch wollte ich sehr gerne lesen, weil ich bereits den ersten Band um Matilda Darke sehr mochte. Matilda ist eine unglaublich starke und zugleich zerbrechliche Frau, die ihren geliebten Mann auf schreckliche Weise viel zu früh verloren hat. Sie kann diesen Verlust einfach nicht über-winden und vergräbt sich in ihrer Arbeit.
Zugleich fühlt sie sich auch für das Verschwinden eines Kindes verantwortlich und wird auch immer wieder in der Öffentlichkeit dafür verurteilt. Vor diesem Hintergrund muss sie nun einen komplizierten Fall lösen, der viele Facetten hat, die nicht zusam-menpassen zu scheinen oder doch?
Gemeinsam mit dem Leser kommt die Ermittlerin der Wahrheit immer mehr auf die Spur, auch wenn die Verluste auf dem Weg dorthin nicht immer einfach zu verkraften sind. Ich fand ihre Art wieder sehr sympathisch, gerade weil sie nicht immer perfekt und einfach ist.
Der Autor schreibt sehr eindringlich und authentisch, man merkt, dass er weiß, wovon er schreibt. Die Figuren, ihr Leben und Leid, ihre Freude und ihre Erfahrungen bewegen den Leser und sorgen für gute Unterhaltung und Lesespaß. Natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz! Gerade im zweiten Teil des Buches wird es immer spannender und rasanter und das Tempo zieht immer mehr an. Ich habe geradezu atemlos die letzten Seiten gelesen und hoffe nun, dass der nächste Band, der im englischen Original bereits vorliegt (genau wie Band 4), bald ins Deutsche übersetzt wird. Andernfalls muss ich wohl auf Englisch weiterlesen.
Rezensionen von Streiflicht:
Leider enttäuschend
Gieriger Zorn von Wood Michael
Ich bin immer noch sehr enttäuscht von diesem Buch. Ich hatte mir die Inhaltsangabe durchgele-sen und auch die vielen begeisterten Stimmen und dachte, dass das sicherlich eine interessante Geschichte ist. Leider ist das Buch aber nur enttäuschend und schrecklich. Die Autorin, die zu-gleich die Hauptfigur im Buch ist, ist einfach nur eine schreckliche Person und kein netter Mensch.
Sie klaut Sachen aus dem Haus ihres Vaters und findet das normal, gleichzeitig hat sie ihm ge-sagt, sie würde nicht über ihn schreiben und hat es dann doch getan....
Das alleine würde schon reichen, aber leider ist das Buch nicht mal spannend oder interessant. Es ist eine in meinen Augen oft sinnlose und bruchstückhafte Aneinanderreihung von Ereignissen, die niemanden interessieren. Abgesehen davon, dass weder sie, noch ihre Mutter oder ihr Vater je-mals sympathisch rüberkommen.
Schade, aber dieses Buch ist keinen Cent wert.








