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Rezensionen von LEXI:

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Es gibt Dinge, für die es sich lohnt zu kämpfen und gegebenenfalls auch das eigene Leben zu riskieren!

„Alleine, auf der Flucht, vor der Tür eines fremden Herrenhaues, inmitten der schottischen Highlands.“

Der Überfall auf ihre Kutsche kostete sowohl dem Kutscher, als auch Lady Fionas Tante Maud und dem mitreisenden Anwalt Dr. Keith das Leben. Auf der Suche nach Hilfe irrt die neunzehnjährige Fiona durch die raue Landschaft der schottischen Highlands.

Sir Aidan Thirstane, Laird und Baronet von Thirstane Manor, gewährt der Tochter des Earl Hemington schließlich Unterschlupf. Dem düsteren Herrenhaus eilt ein schlimmer Ruf voraus, im Dorf munkelt man von dunklen Dämonen und wilden Flüchen. Die feinfühlige Fiona ist durch seltsame Ereignisse und Geräusche zunächst irritiert, erliegt aber trotz alledem ihrer unerklärlichen Anziehungskraft zu diesem alten Gemäuer. Eine Anziehungskraft, die sich bald auch auf den verschlossenen Laird ausweitet, der Fiona mit abweisender Arroganz und einer aufbrausenden Art begegnet. Den unnahbaren Mann umgibt eine dunkle Aura der Verzweiflung, er leidet an schlimmen Albträumen und kämpft mit seinen inneren Dämonen. Doch auch Fiona kämpft bereits ihr Leben lang gegen quälende Bilder und hört seltsame Klänge. Sie blickt auf eine einsame und lieblose Kindheit zurück, in der sie infolge ihrer außergewöhnlichen Wahrnehmungen stets abgelehnt und gedemütigt wurde. Aidans grobe und herablassende Bemerkungen schaffen es jedoch nicht, Fiona in die Flucht zu treiben, und nach und nach gibt es zarte und flüchtige Momente der Vertrautheit und Nähe zwischen Aidan und Fiona. Die zierliche Frau mit den zimtfarbenen Locken fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben nicht mehr als ungewollter und ungeliebter Schandfleck der Familie, muss sich nicht mehr unsicher und beschämt im Hintergrund verstecken. Doch das große dunkle Geheimnis des Lairds droht die aufkeimende Zuneigung, ja sogar das gesamte Leben von Fiona, zu zerstören.

Maria W. Peter hat sich mit diesem außergewöhnlich schönen Roman und den wundervoll ausgearbeiteten Charakteren wieder einmal in mein Herz geschrieben. Die Autorin bedient sich einer bildhaften Sprache, die sehr viel dazu beitrug, die malerische und wildromantische Landschaft der schottischen Highlands sowie dieses düstere Herrenhaus lebendig und anschaulich zu gestalten.

Fionas und Aidans Darstellung zeichnet sich durch sehr hohe Authentizität aus, ihre inneren Seelenqualen und die Aufarbeitung der Vergangenheit wurde von der Autorin hervorragend dargestellt. Man liebt, lacht, fühlt und leidet mit den beiden Protagonisten und darf sich zudem über interessante und vielschichtige Nebenfiguren freuen. Aidans wortkarge Haushälterin Glenna Dunnett besticht durch ihre unerschütterlichen Treue und ihre sanfte, mitfühlende Art. Aidans Bursche Seoc ist ein schlaksiger Junge, der sich Fiona gegenüber ganz besonders feindselig verhält. Doch seine jugendliche Unsicherheit und seine zaghaften Ansätze von Freundschaft und Dankbarkeit haben mein Herz im Sturm erobert. Die schwatzhafte Wäscherin Elspeth stellt für Fiona durch ihr heiteres Gemüt einen kleinen Lichtblick dar, während der alte zahnlose Gärtner Duncan der englischen Sprache kaum mächtig ist und Fremde meidet. Aidans Freund Kari empfand ich als Bereicherung – seine stille, zuvorkommende und verlässliche Art und seine Aufgeschlossenheit ließen ihn rasch zu einer meiner favorisierten Nebenfiguren avancieren. Reverend MacKerron und seine Frau stellen Fionas Verbindung zum Dorf dar, ihre verständnisvolle Großherzigkeit machen sie zu echten Sympathieträgern. Nicht zuletzt wartet diese Geschichte natürlich auch mit Antagonisten auf – allen voran dem harten, selbstgerechten und kalten Earl Hemington sowie der Familie Thomson.

Den wunderschönen Schreibstil und die gewählte Sprache der Autorin habe ich bereits in einem ihrer anderen Romane zu lieben gelernt. Besonders faszinierend finde ich in diesem Buch die Verwendung einiger gälischer Ausdrücke, die im Anhang alphabetisch aufgelistet und übersetzt sind. Historische Romane ohne Glossar und Personenregister empfinde ich grundsätzlich als unvollständig. Beim vorliegenden Buch darf man sich nicht nur über die genannten Extras, sondern darüber hinaus auch noch über eine detaillierte Landkarte Schottlands zur Zeit der Handlung (1837) sowie ein ausführliches Register mit einigen Anmerkungen zu den historischen Persönlichkeiten, die in diesem Buch vorkommen, freuen.

Das große Geheimnis um Thirstane Manor und seinen Laird ist das zentrale Thema dieses Buches. Auf irgendeine Art und Weise scheint Fionas Vater den Unmut von Sir Aidan Thirstane auf sich gezogen zu haben. Der Handlung liegt aufgrund der Geheimnisse in der Vergangenheit ein gewisser Spannungsbogen zugrunde, der im Verlauf des Buches durch eine aufregende Verwicklung seinen Höhepunkt findet. Dem Leser wird in diesem eindrucksvollen Roman aus den schottischen Highlands alles geboten, was das Herz begehrt: eine wildromantische Landschaft, hervorragend ausgearbeitete handelnde Figuren, eine fesselnde Handlung und exzellent recherchierte historische Fakten.

Völlig begeisterte fünf Sterne für dieses fantastische Buch, das meinem Lesegeschmack in jeder Hinsicht entsprochen hat!

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Rezensionen von Bibliomarie:

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Ehemänner und andere Störenfriede

Sterbenstörtchen von Beate Ferchländer

Hanna Stadler führt das Hotel und Gasthaus ihrer Familie, ihr Mann Willi ein Schürzenjäger vor dem Herrn und die Mutter ist pflegedürftig und anstrengend. Diskretion ist Willis Sache nicht und so weiß jeder im Dorf und bald jeder Gast, wer seine neueste Gespielin ist. Hanna erträgt das alles ohne zu murren und in Resignation.

Dann ruft die hochbetagte Mutter ihre drei Töchter ans Krankenbett um ihnen das Testament zu erläutern: Erben wird nur die, die zum Todeszeitpunkt nicht mehr verheiratet ist. Denn alle gewählten Ehemänner sind Taugenichtse. Paulas Gatte ist gewalttätig und schlägt seine Frau, Gerdas Mann ist nie seinem Hippiedasein entwachsen und lässt seine Frau für den Lebensunterhalt aufkommen und über für Willi spricht auch nicht viel. Wie sie es anstellen, ist der Mutter egal und es gibt immer Mittel und Wege, die auch kurzfristig Erfolg bringen.
Schon wenige Tage später ist Alex tot. Paulas Ehemann ist in seiner Waldhütte verbrannt, ob ein Unglück oder nicht, ermittelt die Polizei. Jetzt sind die beiden Schwestern in Zugzwang.

Sterbenstörtchen ist einerseits ein rabenschwarzer Krimi, aber auch ein Familiendrama. Das Verhältnis von Mutter und Töchtern und von Schwestern ist ja oft nicht ganz einfach. Vieles wird über Jahre totgeschwiegen und trotzdem gären die unausgesprochenen Vorwürfe. Als die Ereignisse sich überschlagen, kommen langgehütete Lügen, Vertuschungen und Geheimnisse ans Licht. Das Leben von Mutter und ihrer drei Töchter wird gehörig durchgerüttelt.

Der Krimi punktet mit bösem Humor und treffsicherer Personenbeschreibung. Dass dabei die Ehemänner nicht gut wegkommen, ist klar. Beate Ferchländer hat sie ganz unterschiedlich charakterisiert, man spürt das Vergnügen, dass sie bei der Ausgestaltung wohl hatte. Natürlich wirken die Frauen sympathischer, obwohl ich auch sie nicht ganz von der Verantwortung für ihre Lage nicht freisprechen kann. Aber das macht auch die Faszination aus. Auch eine gute Portion Schadenfreude macht dem Leser Laune, mir ging es jedenfalls so, ganz instinktiv hatte ich ein „Geschieht dir ganz recht“ im Kopf.
Immer wenn ich beim Lesen dachte, jetzt ist alles klar, überraschte mich dann wieder eine gelungene Wendung im Plot, so blieb Spannung und Lesevergnügen bis zur letzten Seite hoch.

Ein wirklich gelungener Regionalkrimi aus Österreich, mit Charme und perfekt getimter Situationskomik.

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Ehemänner und andere Störenfriede

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Ein in jeglicher Hinsicht "köstlicher" Roman!

Ein Sommer voller Himbeereis von Persephone Haasis

Mit ihrem Debütroman hat die Autorin Persephone Haasis ein wundervolles Werk geschaffen, das Sommerfeeling pur und jede Menge Herzklopfen verspricht!

Mit der Eröffnung eines eigenen Eiscafés hat sich die sympathische Pauline einen Lebenstraum erfüllt – nicht nur, dass sie nach einer gescheiterten Liebe einen Neuanfang in der Heimat gewagt hat, durch ihr Eisgeschäft "Paulines Eishimmel" fühlt sie sich auch auf ganz besondere Weise mit ihrer geliebten Oma Toni verbunden, die stets an sie geglaubt und sie darin unterstützt hatte, ihr einzigartiges Talent für köstliche Eiskreationen zum Beruf zu machen.

Auch wenn Pauline mittlerweile schweren Herzens Abschied nehmen musste von Toni, bemüht sich deren gute Freundin Anna (- die Betreiberin eines nahegelegenen urig-gemütlichen Antiquitätengeschäfts und eine Seele von Mensch -), die Rolle der Ersatzoma mit aller Liebenswürdigkeit auszufüllen.

So kreativ und originell Pauline bei der Erschaffung neuer Eissorten vorgeht, so hart ist der Kampf im Geschäftsleben, neben den großen Franchiseketten zu bestehen. Leider rennen die Kunden der Konkurrenz (- der kürzlich im selben Ort eröffneten Frozen-&-Friends Filiale -) die Bude ein, während es im "Eishimmel" trotz aller Bemühungen eher mau aussieht. Normalerweise würde die lebensfrohe Pauline einfach optimistisch bleiben und darauf vertrauen, dass Qualität und individueller Kundenservice sich auf Dauer durchsetzen werden…doch leider sitzt sie auf einem Schuldenberg und die Bank drängt auf Tilgung, denn ein Investor hat es auf das Grundstück des kleinen Lokals abgesehen. Zu allem Überfluss taucht plötzlich noch Annas Enkel Christian auf – ein arroganter Schnösel par excellence! Zur Ablenkung von ihren Alltagssorgen und Existenzängsten verfasst Pauline gelegentlich kleine Botschaften und versteckt diese in Anna Geschäft – der Gedanke, den Käufern der Antiquitäten durch die Entdeckung der Nachrichten eine Überraschung zu bereiten, erfüllt sie mit Freude. Nie hätte Pauline erwartet, dass sie eines Tages eine Antwort darauf erhalten würde…

Bereits das farbenfrohe Cover suggeriert: Wohlfühlroman - zurücklehnen, entspannen und einfach genießen! Der wunderbar sommerlich-leichte Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen; mühelos bindet die Autorin detaillierte Beschreibungen zur Zubereitung von Eisspeisen mit in die Handlung ein, ohne dass es erzwungen, aufgesetzt oder lediglich wie eine Auflistung der entsprechenden Arbeitsschritte wirkt. Überhaupt besticht dieser Roman mit seiner Natürlichkeit – in den realitätsnahen Dialogen und Gedankengängen der Figuren, der einladenden Beschreibung der Stadt Bamberg (- der lokale Tourismusverband wird es der Autorin danken -), einer allgemein emotionsgeladenen Wortwahl und vor allem aufgrund der Tatsache, dass auf gängige Klischees verzichtet wurde, was ich als ausgesprochen erfrischend empfunden habe; die Annäherung der Charaktere, ihr Alltag und die einzelnen Handlungselemente könnten kaum authentischer sein. Nicht nur, dass ich mich im wahren Leben sofort mit Pauline anfreunden würde, auch Anna würde ich direkt als 'Zweitoma' adoptieren – die ältere Dame war mir mit ihrem herzlichen Wesen so vertraut und hat mich häufig an meine eigene Oma erinnert. All die liebevoll gestalteten Figuren würden sich gewiss auch gut in einem Fortsetzungsroman machen – man möchte sich als Leser einfach nicht von ihnen verabschieden.

Hier und da gibt es ein paar unerwartete Wendungen, es kommt also nie Langeweile auf – und auch für Fans von Familiengeheimnissen ist etwas dabei. Für alle Leser, die während der Lektüre nun Heißhunger auf ein leckeres Eis bekommen haben, hat die Autorin im Innencover ein besonderes Schmankerl parat: das Rezept für Paulines Himbeereis!

Fazit: Eine traumhafte Geschichte über Freundschaft und Familie, die Liebe und das Leben (- mit all seinen Höhen und Tiefen -), die Lust auf Sommer macht und einen himbeersüßen Nachgeschmack hinterlässt...

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Ein in jeglicher Hinsicht "köstlicher" Roman!

Rezensionen von S.:

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Was Gärtnern alles bewirken kann

Die Gärten von Monte Spina von Scriverius Henrike

Toni, 32, verwitwet, depressiv. Kann ihre Leidenschaft fürs Gärtnern sie aus ihrem Seelentief holen? Eine neue Umgebung, andere Menschen - nein, das bringt nichts. Sie nimmt das Angebot, auf einer kargen Insel einen Garten zu gestalten, an und spürt, dass diese harte Arbeit ein wenig hilft. Wäre da nur nicht der fiese Inselbesitzer Max Brohr, der sie behandelt wie seine Sklavin.

Der ein mieses Spiel mit ihr spielt. Warum lässt sie sich das bieten? Henrike Scriverius gibt ihrer Protagonistin viel Raum, stattet sie mit viel gärtnerischem Engagement aus und kreiert eine stets auf das Gute im Menschen hoffende Heldin. Man erfährt etwas über das Gärtnern, die Natur auf Lanzarote und menschliche Unzulänglichkeiten. Schnell nimmt man Anteil an Tonis Leben, versteht ihr Handeln aber nicht immer. Ein Buch, in das man sich gut einlesen, über deren Hauptpersonen man aber geteilter Meinung sein kann.

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Was Gärtnern alles bewirken kann

Rezensionen von C. P.:

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Aschenputtel mit vertauschten Rollen

Die Gärten von Monte Spina von Scriverius Henrike

Lasst uns bei Aschenputtel doch einfach mal die Rollen tauschen: Der Prinz wird zum Stalljungen Nathaniel, der von seiner bösen Stiefmutter und ihren Töchtern ausgebeutet wird und Prinzessin Alessandra sucht beim Ball nach ihrem zukünftigen Gemahl. Dabei reitet sie lieber in bequemen Hosen durch den Wald, statt in Korsett und Glitzerkleid Tanzstunden zu nehmen.

Natürlich dürfen bei einem Märchen auch Hexen, Zauberer und Wunschfeen nicht fehlen. Aber wer da jetzt wen rettet, "Prinz Nathaniel" die Prinzessin, die Prinzessin den Prinzen oder der Drache die Prinzessin - ja, es gibt auch einen Drachen - das bleibt die große Überraschung.

"... aber manchmal muss man an Magie glauben, auch wenn man sie nicht sieht" (Zitat S. 82)

"Aschenglitzer" ist eine Märchenadaption, die auf Aschenputtel basiert, aber auch einige weitere Märchenelemente beinhaltet. Es beginnt so, wie man das Märchen kennt, nur eben, dass diesmal Nathaniel mit Hilfe einer Wunschfee versucht, auf den Ball zu gelangen und das Herz der Prinzessin zu erobern. Wobei Wunschfee Rosalinda ein wenig "speziell" ist. Und da die Autorin eh schonmal dabei war, sämtliche Klischees über den Haufen zu werfen, hat sie vor dem Happy End einfach nochmal eine Wendung eingebaut und schickt Prinzessin Alessandra gemeinsam mit Nathaniel und einigen anderen auf ein gefährliches Abenteuer.
Mich hat das Märchen regelrecht verzaubert. Ich weiß nicht, ob da vielleicht etwas Feenstaub im Spiel war? Wobei die Autorin das gar nicht nötig hat. Alessandra ist endlich mal keine dieser verwöhnten, unselbständigen Prinzessinnen, sondern würde glatt selbst losziehen, um ihren Prinzen aus den Klauen des Bösen zu befreien. Nathaniel übernimmt perfekt die Rolle des Aschenputtel und Wunschfee Rosalinda - nunja, ist einfach erfrischend anders und bringt Humor und Abwechslung ins Märchen. Der Schreibstil ist herrlich unterhaltsam und abwechselnd aus der Sicht von Alessandra und Nathaniel geschrieben. Kleine Schmunzler und Glitzermomente inklusive.
Mit Aschenglitzer ist der Autorin eine wunderschöne, glitzertastische Märchenadaption gelungen mit Humor, Spannung, Tragik und natürlich Romantik.

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Was Gärtnern alles bewirken kann

Rezensionen von heinoko:

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Vergnügliche Jugendlektüre

Immer kommt mir das Leben dazwischen von Kathrin Schrocke


Noch selten habe ich solch ein witziges Jugendbuch gelesen. Auch Wenigleser jeden Alters kann man mit dieser Geschichte auf den Geschmack bringen, dessen bin ich mir sicher.
Worum geht es? Der 13-jährige Karl steckt die Trauer um seinen toten Opa im Allgemeinen sehr geschickt weg. Dass ihm Opa in einem Traum einflüstert, er solle YouTube-Star werden, macht es ihm einerseits leichter, andererseits klappt es mit der Karriere nicht, weil Oma plötzlich in ein Mehrgenerationenhaus umziehen möchte und er ihr helfen möchte, die Eltern eigene, bedrohlich wirkende Pläne haben, und dann ist da auch noch Irina…
Sehr gekonnt und mit leichter Feder berührt die Autorin viele durchaus ernsthafte Themen, die nicht nur in der Pubertät eine Rolle spielen.

Mir gefällt sehr, wie humorvoll und locker Kathrin Schocke erzählt und der realen Welt entlehnte Geschehnisse überzeichnet und in Situationskomik verpackt. Nicht nur die Zwillinge Master und Desaster sind dafür ein großartiges Beispiel. Durch das gesamte Buch zieht sich diese augenzwinkernde Erzählweise, und so bringt das Buch zwar auch Tiefe für den Leser, der sie erspürt, aber vor allem eine rundum vergnügliche, lebendig-frische Lektüre, nicht nur für Jugendliche!

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Vergnügliche Jugendlektüre

Rezensionen von KimVi:

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Interessante Fortsetzung, die durch deutlich lebendigere Charaktere überzeugt

Café Engel von Marie Lamballe

Wiesbaden, 1951: Nach dem Ende des Krieges beginnt das Leben sich auch im Café Engel langsam wieder zu normalisieren. Doch leider hat das Café Konkurrenz bekommen. In unmittelbarer Nähe befindet sich nun das deutlich modernere Café König. Hilde Koch erkennt die Gefahr, die von der Konkurrenz ausgeht und drängt die Eltern, auch das Café Engel endlich zu modernisieren.

Doch die wollen davon nichts hören. Hilde erhofft sich für ihre Pläne Unterstützung von ihrem Ehemann. Doch der möchte nicht nur der Handlanger im Café sein, sondern hat eigene Zukunftsträume. Da Hilde davon nichts hält, geraten die beiden in eine Krise. Auch das Liebesglück der beiden Koch-Brüder lässt auf sich warten...

Es handelt sich bei diesem Roman um den zweiten Band der "Café Engel-Saga". Im Zentrum der Handlung steht die Familie Koch, die das Café Engel im Wiesbadener Kurviertel führt. Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Da diese immer mit dem Namen des Protagonisten, der gerade im Zentrum der Ereignisse steht und dem entsprechenden Datum gekennzeichnet sind, fällt es leicht, den Überblick zu behalten. Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt relativ mühelos. Die Autorin streut kleine Details aus dem ersten Band in die Handlung ein, sodass die Erinnerung an die damaligen Ereignisse und die Akteure schnell wieder lebendig wird. Das Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren und einigen neuen Protagonisten ist wirklich gelungen, denn man fühlt sich im Café Engel sofort wieder heimisch.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vorstellen und wieder ganz ins Geschehen eintauchen. Dieses Mal wirken die Charaktere deutlich lebendiger. Im letzten Band hatte man gelegentlich das Gefühl, sie etwas distanziert zu betrachten, doch in diesem Teil der Saga konnte man sich mehr auf sie einlassen und mit ihnen mitfiebern.

Ich habe bereits den ersten Band mit großem Interesse gelesen und mich nun über ein Wiedersehen mit der Familie Koch gefreut. Dieser Teil der Saga hat mir besser gefallen als der vorherige, da die Charaktere auf mich lebendiger wirkten und ich mich so leichter auf die Handlung einlassen konnte. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht und freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung.

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Interessante Fortsetzung, die durch deutlich lebendigere Charaktere überzeugt

Rezensionen von yellowdog:

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Thriller für die lange Zugfahrt durch die Nacht

Tiefes Grab von Nathan Ripley

Dieser Thriller um Serienmörder hat einen originellen Ansatz
Hauptfigur ist ein Mann, der ermordete Frauen findet und die Funde der Polizei meldet.
Das dient dazu, dass die Opfer beerdigt werden können und die Angehörigen endlich Gewissheit haben.
Teilweise ist der Roman in erster Person geschrieben.

Man erfährt von ihm und seinem Leben mit Frau und Tochter, denen er seine Tätigkeit verschweigt.
Seine Suche ist schon sehr obsessiv. Interessant ist die Frage nach der inneren Motivation des Mannes.
Zum Teil ist eine ermittelnde Polizistin im Mittelpunkt.

Schließlich kommt es zur Konfrontation mit einem Serienmörder. Ab da wird der Thriller konventioneller, da viel mit Stereotypen gearbeitet wird und manches ist vorhersehbar.
Nach sehr guten Beginn würde ich den Mittelteil als durchschnittlich bezeichnen. Zum Finale hin gibt es noch mal eine Steigerung.

Auf einer langen Zugfahrt durch die Nacht ist das Buch gute Unterhaltung!

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Thriller für die lange Zugfahrt durch die Nacht

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Hat mich nicht vollends überzeugt

Tiefes Grab von Nathan Ripley

„Rosentod“ ist ein Thriller aus Hans-Peter Vertacniks Feder. Der Autor war lange Jahre selbst Kriminalbeamter und kennt daher die „Szene“.

Worum geht’s?

Die Kriminalbeamtin Ulla Spärlich wird von ihrer alten Dienststelle in Graz in die kleine Universitätsstadt Leoben versetzt. Als einzige Frau im Team der Kripo hat sie eine schweren Stand in dem männerbündlerischen Team.

Dann verschwindet eine Studentin der Montan-Uni und keiner, außer Ulla, will an ein Verbrechen glauben. Als dann die Vermisste tot und eine zweite weiblichen Leiche tot aufgefunden werden, steht die Dienststelle ein wenig ratlos da und ein Ermittler des LKA Steiermark steht vor der Tür. Blöderweise handelt es sich dabei um den ehemaligen Freund Ullas, der nichts unversucht lässt, Ulla zu desavouieren.

Meine Meinung:

Grundsätzlich versteht es der Autor realistische Figuren darzustellen.
Der Dienststellenleiter, der als Führungskraft völlig versagt und hauptsächlich durch blöde Sprüche und dem täglichen Zitat aus einem Kalender auffällt, den gibt es in der einen oder anderen Form sicherlich nicht nur bei der Polizei.

Ulla Spärlich selbst ist ebenfalls eine schwierige Person. Ihre traumatische Kindheit und Jugend sowie eine extrem klammernde Mutter haben Spuren auf ihrer Seele hinterlassen. Zum Teil lebt sie das Leben ihrer Mutter, die von ihrem Mann wegen einer jüngeren, schlankeren Frau verlassen worden ist. Daher lebt sie von Appetitzüglern, Schmerztabletten und zu viel Alkohol – unheilvolle Kombination. Ihre Alleingänge und ihr konfuses Privatleben machen sie nicht unbedingt sympathisch. Außerdem trägt sie ein (dienstliches) Geheimnis mit sich herum, das erst recht spät gelüftet wird. DAS verstehe ich als Beamtin ja gar nicht. Die Polizei ist ja ein recht inzestuöser Haufen, wo jeder jeden kennt und die Buschtrommeln bestens funktionieren als anderswo. Dass dieser Vorfall vor vier Jahren in Graz, keinem der Kollegen bekannt sein soll, ist unglaubwürdig. Das chaotische Privatleben mit einem viel jüngeren Studenten, der sie (und viele anderen Frauen)ausnützt sowie die Verhältnisse mit zwei Kollegen sind nachvollziehbar. Die Szene, in der sich der aktuelle und abgelegte polizeiliche Liebhaber prügeln, habe ich mit Schmunzeln gelesen.

Die Ermittlungen kommen über den Befindlichkeiten von Ulla stellenweise ins Hintertreffen. Da hätte einiges gestrafft werden können. Mehrmals ist von Unterleibsschmerzen Ullas die Rede und man wartet auf einen Blutsturz oder einen akuten Blinddarm – nichts dergleichen. Der Polizeiarzt stellt dann eine Diagnose, die man glauben kann oder auch nicht.

Der Autor erzählt den Krimi aus mehreren Perspektiven und so dürfen wir auch die Sicht des Mörders kennen lernen. Ich habe den Täter relativ früh ausgemacht. Das stört mich grundsätzlich einmal nicht, denn ich finde es immer spannend, die Ermittlungsarbeit der Polizei zu beobachten.

Die Motive des Täters sind durchaus schlüssig.
Was mich wundert ist, dass die Ermittler, die schon Jahre in Leoben ihren Dienst tun, so wenig vom Brauchtum der Studenten der Montanuni wissen.
Aufgefallen ist mir noch, dass mehrfach von einem „Oberbürgermeister“ die Rede ist. So etwas gibt es in ganz Österreich nicht. Ob da ein deutsches Lektorat zugeschlagen hat?

Leider ist dieser als Thriller beschriebene Krimi nicht das beste Buch des Autors. Mir gefallen die Reihen um Peter Zoff bzw. Radek Kubica viel besser. Vielleicht liegt es daran, dass dort männliche Ermittler im Mittelpunkt stehen, deren Darstellung einfach glaubwürdiger ist.

Fazit:

Ein Thriller, der nicht zu den besten Büchern des Autors zählt. Leider kann ich hier nur 3 Sterne vergeben.

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Thriller für die lange Zugfahrt durch die Nacht

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Rache für die SÜnden der Väter

Bretonisches Vermächtnis von Jean-Luc Bannalec

Dieser nunmehr achte Fall für Georges Dupin, den sympathischen Kommissar aus Concarneau ist wieder besser gelungen als der vorhergehende.

Diesmal wird er vor mehrere Herausforderungen gestellt. Da ist zum einem das Pfingstwochenende mit dem drohenden Besuch seiner Schwiegereltern in spe, das ihm auf die Nerven geht, zum anderen befinden sich seine Mitarbeiter Nolwenn, Riwal und Kadeg auf Urlaub bzw.

Elternkarenz. Ja, und der Mord selbst. Der wird nämlich just in seinem Wohnort Concarneau verübt. Was zuerst wie ein Heimspiel aussieht, wird dann doch eine komplexe Mordermittlung, bei der es nicht nur bei einer Leiche bleiben wird, sondern ein Krimi des Altmeister Maigret eine bedeutende Rolle spielen wird.

Dann erschüttert eine Explosion in der Schiffswerft die Idylle. Besteht hier ein Zusammenhang mit den Toten oder ist das Ganze ein Ablenkungsmanöver oder ein Anschlag?

Der Verdächtigen gibt es viele und auch der Bürgermeister gerät ins Visier der Ermittler.

Meine Meinung:

Nachdem der letzte Band eher zu einem Fremdenführer durch das Finistère verkommen ist, bietet nun der Autor wieder mehr Krimispannung.
Es werden – auf Grund der urlaubsbedingten Abwesenheit dreier seiner Mitarbeiter, zwei neue Charaktere eingeführt, die sich recht gut machen. Ich hoffe, die beiden Frauen dürfen bleiben und in weiteren Fällen ihre Rollen spielen. Amüsant finde ich, dass Dupin Kadeg und Nolwenn mit Hilfe der Gendarmerie aus dem (wohlverdienten) Urlaub holen lässt, weil er auf deren wertvolle Arbeit nicht verzichten kann. Vor allem Nolwenn ist nach wie vor unentbehrlich, wenn es um Geheimnisse des Ortes oder um das elegante Herbeiholen von Informationen geht.

Claire, Dupins Freundin, ist ja an die unregelmäßigen Arbeitszeiten gewöhnt, zumal sie als Ärztin auch keinen „nine-to-five“-Job hat. Claires Mutter nervt Dupin (und die Leser) ungemein, glaubt sie doch das Klischee der unfähigen, Pause machenden Polizisten bestätigt.

Ein genialer Schachzug ist das Integrieren von Georges Simenons Krimi „Der gelbe Hund“ in die Handlung. Dieser Kriminalroman spielt zu Beginn eine zunächst unklare Rolle. Bald jedoch wird Dupin der Zusammenhang mit den aktuellen Mordfällen klar.

Fazit:

Diesmal wieder ein gelungener Krimi aus dem Finistère, dem ich gerne wieder 5 Sterne gebe.
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Rache für die SÜnden der Väter