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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

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Chronologie der Manipulation

Most Hated Girl von Kirsty Lockwood

Die 19-jährige Odette wird verhaftet, weil sie während eines TikTok-Livestreams Amos getötet haben soll. Den liebenswürdigen 80-jährigen, der sie bei sich aufnahm, als sie keine Bleibe hatte. Und mit dem sie zuvor bereits ein paar herzliche, gemeinsame Videos gepostet hatte, die auf große Resonanz stießen.

Für die vielen Follower sowie die Presse ist der Fall klar, der Ermittelnde hält die Sachlage auch für eindeutig: Odette ist schuldig! Ist sie das?

YummyMummyMe sagt: Du bist eine Zierde Schottlands, Odette. Weiter so, Sweetie. (Zitat S. 130)

Odette ist eine aussergewöhnliche Jugendliche, die bedingt durch ihre Mutter lange Zeit durch das System gerutscht ist; soziale Interaktionen sind ihr dadurch größtenteils fremd. Und doch wird beim Lesen schnell klar, welch liebenswerter Mensch hinter dem unscheinbaren, einsamen Mädchen steckt. Bei einem ihrer Museumsbesuche trifft sie auf Amos und versucht, ihr neu erworbenes Wissen, Freundschaften zu schließen, an ihm auszuprobieren. Der Wendepunkt, als der frühere Psychologe plötzlich verstärktes Interesse an ihr zeigt, sie sogar bei sich wohnen lässt, hinterlässt beim Lesen ein mulmiges Gefühl, ohne dies zunächst genauer benennen zu können. Tatsächlich freut sich Odette riesig, endlich einen guten Freund gefunden zu haben, mit dem sie auch auf Social Media zu einer unerwartet hohen Follower-Zahl gelangt. Geschickt baut die Autorin auf diesem Fundament eine Chronologie der Manipulation auf, welche für Aussenstehende größtenteils unter dem Radar abläuft.

„Er ist mein Freund, glaube ich“, erwiderte Odette und strich sich die Haare glatt. (Zitat S. 225)

Most Hated Girl ist eines dieser Bücher, welches mich innerhalb weniger Seiten derart in seinen Bann zog, dass ich gefühlt nur so durch die rund 400 Seiten flog. Der Aufbau des Romans ist von der Autorin überaus geschickt gewählt: während die Vergangenheit bis hin zur Tat primär aus Odettes Sicht erzählt wird, wird parallel hierzu die Zeit danach ausschließlich aus der Perspektive anderer Personen geschildert, die über Odette urteilen. Und ja, die meisten verurteilen sie, ohne Odette oder die Geschehnisse überhaupt zu kennen, geschweige denn zu hinterfragen. Tatsächlich gibt es einige wenige Stimmen, die darauf verweisen, doch mal genauer hinzusehen, doch die werden überhört oder ignoriert. Zunächst jedenfalls.
Ich muss sagen, mich wundert es nicht, dass die Warnsignale ausschließlich von Frauen als solche erkannt wurden. Die Blindheit der Ermittelnden auf diesem Auge empfand ich als erschreckend realistisch und beschämend zugleich. Die Spannungkurve nach der Tat entwickelte sich für mich dadurch langsamer als Odettes Perspektive: Die Polizei ruht sich bequem auf Vorurteilen aus und kommt nur langsam in die Gänge, während man Odettes Entwicklung ab dem Zeitpunkt der Einäscherung ihrer verstorbenen Mutter mitverfolgt, neugierig darauf, wie es zu diesem tödlichen Höhepunkt mit Amos kommen konnte; stets auf der Suche nach kleinen Hinweisen, die irgendwann die Grenzen der Subtilität überschreiten.
Kirsty Lockwood versteht es, geschickt Sympathien aufzubauen und zu verschieben, subtile Hinweise zu streuen und ein Phänomen zu beschreiben, welches umso verstörender wirkt, da es für Aussenstehende kaum zu erkennen ist. Auch emotional hat mich der Roman alles andere als kalt gelassen; mit fortschreitender Seitenzahl habe ich verstärkt mitgefiebert, Odette aus ihrer Situation retten zu können, sowohl vor als auch nach dem tödichen Ereignis.
Du möchtest einen Roman mit emotionaler Wucht? Eine Protagonistin mit aussergewöhnlicher Vorgeschichte? Die Wahrheit ist dir wichtiger als Täterschutz? Dann ist dieses Buch bestimmt das Richtige für dich.

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Chronologie der Manipulation

Rezensionen von Piet1990:

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Cowboy-Vibes mit viel Humor und Gefühl

The Brave and the Reckless von Dilan Dyer

„The Brave and the Reckless“ hat mich vor allem durch das Setting neugierig gemacht. Eine Romance in einem Western-Themenpark? Das klang erst mal ungewöhnlich, hat für mich aber richtig gut funktioniert. Bravetown wirkt beim Lesen wie eine eigene kleine Welt mit Shows, Kostümen, kleinen Details und ganz viel Cowboy-Atmosphäre.

Esra war mir schnell sympathisch. Sie ist selbstbewusst, manchmal etwas impulsiv, aber gerade dadurch auch sehr lebendig. Noah mochte ich nach und nach immer mehr, auch wenn ich nicht jede seiner Handlungen sofort verstanden habe. Die Dynamik zwischen den beiden hat mir gut gefallen: viele Sticheleien, Wortgefechte und dieses typische Enemies-to-Lovers-Knistern.

Der Schreibstil ist locker, humorvoll und sehr flüssig. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen und hatte Spaß beim Lesen. Besonders die Dialoge haben für mich gut funktioniert. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass mir der Spice gegen Ende stellenweise ein bisschen zu viel geworden ist

Fazit:
Ein unterhaltsames, witziges und romantisches Buch mit tollem Western-Setting und sympathischen Figuren. Nicht perfekt, aber ein schöner Wohlfühlroman für alle, die Cowboy-Vibes, Humor und eine ordentliche Portion Knistern mögen.

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Cowboy-Vibes mit viel Humor und Gefühl

Rezensionen von bookloving:

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Ein Mosaik aus Begegnungen – Bewegende Lebenserinnerungen

Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami

In seinem neuen, faszinierenden Roman „Das Mosaik der Frauen“ erzählt Rafik Schami über das Leben als fein gesponnenem Geflecht aus Erinnerungen, Verlusten und prägenden Begegnung mit Frauen, die sich manchmal nur kurz, manchmal jedoch für immer in die Biographie einschreiben.
In der Rahmenhandlung begegnen wir Said Mardini, einem Mann, der vor Jahrzehnten aus Syrien nach Heidelberg gekommen ist und dem der todkranke Nadim Suri seine bewegte Lebensgeschichte anvertraut.

Im eigentlichen Hauptteil des Romans bildet jedoch Nadim Suris Perspektive, der ebenfalls aus Damaskus über Beirut nach Heidelberg geflüchtet ist und nun rückblickend nicht nur von politischen Umbrüchen, Flucht und Neuanfängen berichtet, sondern vor allem jene Frauen in den Blick nimmt, die seinen Lebensweg zeitweise begleitet, geprägt, bereichert und nachhaltig verändert haben.
Mit einer Ausnahme ist jeder Frau ein eigenes, selbstständiges Kapitel gewidmet, in dem Nadim in wohltuender, hochachtungsvoller Erinnerung von ihren Begegnungen, ihrer Liebe, von stillen Momenten der Zuneigung, aber auch von Schmerz, Enttäuschung und schmerzhaften Trennungen berichtet.
Aus diesen unterschiedlichen Episoden, gleichsam als einzelne, bunten Mosaiksteinchen, entsteht nach und nach ein vielgestaltiges, von Brüchen durchzogenes Lebensbild, das Nadim zu dem charismatischen Menschen werden lässt, der er heute ist. Schami gelingt es hervorragend, aufzuzeigen, dass das Leben seines Protagonisten keine geradlinige, kontinuierliche Chronik darstellt, sondern aus zahlreichen, jeweils prägenden Begegnungen besteht, in denen sich die Persönlichkeit im Laufe der Zeit immer wieder aufs Neue zusammensetzt. Jede von ihnen hinterlässt dabei Spuren von anderer Art, Tiefe und Wirkung.
Gerade durch die Verbindung von Nadims persönlicher Lebensgeschichte mit der politischen Enge und der kulturellen Vielfalt Syriens gewinnt der Roman eine besondere Eindringlichkeit und fast greifbare atmosphärische Dichte. Insbesondere die Fragilität privaten Glücks gegenüber den ständigen Bedrohungen, dem Verlust von Freiheit und der Gefahr, Menschen zu verlieren, lässt die zwischenmenschlichen Beziehungen umso wertvoller und zärtlicher erscheinen.
Eindrucksvoll zeichnet Schami seine syrische Heimat, indem er uns einen lebendigen Blick auf das alltägliche Leben in Damaskus ermöglicht, eine widersprüchliche Stadt, die geprägt ist von religiöser Vielfalt, Aberglauben, fragilen Hoffnungen und den vielen Facetten der Beziehungen. Mit großer Empathie und sicherem Blick für Details entwirft er ein Bild des Landes, das von einem repressiven Regime geprägt ist und dessen Bevölkerung ständig im Schatten von Misstrauen, Überwachung, Gewalt und diffuser Angst lebt.
Schami schreibt über die Frauen in Nadims Leben als lebendige, komplexe Charaktere, die Nadim geformt und deutliche Spuren hinterlassen haben, aber auch durch ihn geprägt wurden.
Schami beweist erneut sein großes erzählerisches Können. Sein bildgewaltiger, oft poetischer Schreibstil strahlt eine warmherzige, fast vertrauliche Nähe aus, als säße man selbst im Raum und hörte Nadim beim Erzählen zu. Zwar fordert die verschachtelte, mäandernde Erzählweise viel Aufmerksamkeit und Geduld, doch gerade die scheinbar beiläufigen Abschweifungen und eingeschobenen Geschichten verleihen der berührenden Lebensgeschichte einen besonderen Reiz. Sie wirken nie willkürlich, sondern ergänzen die zentrale Metapher des Mosaiks, das keine perfekten, geraden Linien kennt, sondern aus Brüchen, Lücken und scheinbar unzusammenhängenden Teilen besteht. Erst mit Abstand und im Rückblick erschließt sich das Ganze auf beeindruckende Weise vollständig.

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Ein Mosaik aus Begegnungen – Bewegende Lebenserinnerungen

Rezensionen von Petra:

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Fortune 2.0

Klatsch, Tratsch und Mord von Jana DeLeon

Fortune ist zurück in Sinfull. Jetzt unter ihrem richtigen Namen und als EX CIA Agentin. Wenn man jetzt denkt es folgt ein ruhiges Leben an der Seite vom Sheriff, der hat sich geirrt. Denn es geschieht ein Mord mit dem Fortune und ihre Freundinnen gar nicht gerechnet hatten. Eigentlich wollten sie sich auch nicht einmischen, erst mal ankommen und dann weiter sehen war die Devise.

Leider wird eine gute Freundin unter Mordverdacht verhaftet, da kann das Trio nicht weiter zusehen, es muss handeln.
Es ist alles wie gehabt, die drei gut ausgebildeten Frauen ( sie können z.B.: Fallschirmspringen ) mischen wieder einmal die Gemeinde auf. Mit Dynamit, Krokodilen, und schweren SUVs kennen sie sich aus. Diesmal ist auch ihre Menschenkenntnis gefragt und da sie immer erstmal das Schlimmste annehmen, außer bei ihren Freunden, kommt einiges zutage.
Es ist wieder einmal ein gelungener Cozy Crime mit sehr viel Wortwitz und Situationskomik.
Ich freue mich sehr das gegen meiner Erwartung die Serie fortgesetzt wird. Es geht doch nichts über einen Sommerabend am Bayou.

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Fortune 2.0

Rezensionen von 19cici95:

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Wer Travis Baldrees cosy Fantasys liebt, kann hier bedenkenlos zuschlagen

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe

Die Prinzessin Tandy ist eine People Pleaserin sondergleichen. Deswegen muss sie als Vertreterin der königlichen Familie durch das ganze Reich reisen und Städten ihre Aufwartung machen. Dabei schneidet sie Bänder zu Brückeneröffnungen durch, tanzt mit langweiligen Abgeordneten und segnet Einhörner.

Während sie einige Dinge an diesen Reisen ermüden, genießt sie jedoch die Zeit in der Kutsche, denn dann kann sie ihrer eigentlichen Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Lesen.

Ein Buch über Bücher, Buchhandlungen, magische Irrlichter, Flüche, eine Drakonin und einen Piraten. Mit Besagtem gibt es natürlich eine Liebesgeschichte, doch diese ist wirklich nur eine – zugegebenermaßen sehr süße – Fußnote in diesem Buch. Viel wichtiger sind die Beziehungen, die Tandy mit Sasha, der pubertierenden Drakonin, und anderen Bewohnern des Ortes aufbaut und die persönliche Weiterentwicklung, die sie dadurch erfährt, dass sie das erste Mal in ihrem Leben für etwas Eigenes verantwortlich ist.

Mit der Hilfe des halben Ortes (und des Piraten) verwandelt Tandy den Buchladen in ihr eigenes kleines Reich und muss sich am Ende etwas Großes eingestehen, um ihre Fluch zu brechen. Doch will sie die Buchhandlung überhaupt noch verlassen?

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Mit Witz und Charme zieht uns Tandy auf ihre Seite. Es gibt weder große Überraschungen, noch Szenen, die zu Herzklopfen führen, doch genau das ist es, was den cosy vibe ausmacht. Die Geschichte mit den sieben Prinzen (m,w,d) ist natürlich obligatorisch für ein Buch, das einen Fluch zum Aufhänger macht. Die Umsetzung hat Spaß gemacht, auch wenn mindestens einer der Prinzen gekürzt hätte werden können.

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Wer Travis Baldrees cosy Fantasys liebt, kann hier bedenkenlos zuschlagen

Rezensionen von Petra:

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17. Juni

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Tilla sucht ihre beste Freundin, Rena war diejenige mit der sie ohne Vorbehalte über alles reden konnte. Über den Vater, Roman den Jungen der sie beschützt, der sie mag aber den sie nicht küssen möchte, über die Schule, über das Leben in der jungen DDR. Je mehr Tilla über Rena erfährt, bzw.

nicht erfährt. Denn alles was sie bisher wusste war eine Lüge, aber warum? Mit jeder Frage zu Rena, hinterfragt Tilla auch ihr eigenes Leben, ihre Ansichten stehen auf dem Prüfstand. Das Bild was sie bis jetzt von Halle der Stadt, dem Sozialismus, dem Staat und sein Personenkult, alles gerät in Zweifel.
Ich habe den 17. Juni noch als Feiertag als den "Tag der deutschen Einheit" erlebt. Daher war für mich das Thema nicht fremd.
Die Menschen des 17. Juni wurden wieder lebendig. Das Wissen um ihre Hoffnungen und dann die Enttäuschungen waren für mich sehr gut dargestellt. Vor allem die Tiefe der Gefühle und Gedanken waren beeindruckend. Das haben wir anscheinend dem beruflichen Werdegang der Autorin zu verdanken. Es wurden nicht nur die Geschehnisse von damals erzählt. Thema waren die Gefühle, Gedanken eines jungen Mädchens das verhältnismäßig behütet aufwächst und dessen Vater trotz seiner Vergangenheit, für die Tochter immer ein offenes Ohr hat. Vielleicht ein zu offenes, denn sein aktueller Beruf als Stasioffizier zeigt zwei Seiten seiner Persönlichkeit.
Die Autorin beschreibt das Erwachen eines jungen kritischen Verstands, durch die Umstände etwas schneller als normal. Die Geschichte springt in den Monaten vor und während des Aufstands hin und her. Daher erleben wir Leser diese Entwicklung bis zu ihrem Höhepunkt sehr dicht am Geschehen mit.
Ich hätte mir einen kleinen Ausblick auf die Jahre danach gewünscht. Denn so wie die Autorin kann ich die Geschichte in meinem Kopf nicht weiterspinnen.
Beim Fall der Mauer wären die Protagonisten Anfang 50 gewesen. Was hätten sie empfunden oder was haben Zeitzeugen von beiden Ereignissen empfunden wenn sie die Ereignisse miteinander vergleichen würden.

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17. Juni

Rezensionen von PucKker:

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Chaotisch

Die Rückkehr der Hoffnung von Rutger Bregman

Es schmerzt mich wirklich, diesem Buch keine höhere Bewertung geben zu können. Der Vorgänger „Moralische Ambition“ hat mich total mitgerissen und von mir fünf Sterne bekommen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses schmale Büchlein mit gerade einmal 80 Seiten.

Leider konnte ich daraus kaum etwas für mich mitnehmen.

Auf so wenigen Seiten werden viele Gedanken angerissen, aber kaum einer wirklich vertieft. Stattdessen wiederholt Rutger Bregman manche Aussagen mehrfach, sodass für neue Impulse oder eine tiefere Auseinandersetzung kaum Platz bleibt.
Etwas irritiert hat mich außerdem, dass der Autor mehrfach betont, keine Spaltung zwischen links und rechts fördern zu wollen, dann aber ausgerechnet linke Positionen oder Akteure wiederholt kritisiert. Das wirkte auf mich nicht ganz stimmig.

Insgesamt hatte ich am Ende das Gefühl, gar nicht so richtig verstanden zu haben, was mir dieses Buch eigentlich vermitteln wollte. Zwischen Wiederholungen, Gedankensprüngen und ständig wechselnden Themen fehlte mir ein roter Faden. Ich habe das Buch beendet und hatte leider nicht das Gefühl, etwas Neues gelernt oder einen Gedanken wirklich vertieft zu haben. Schade. Gerade weil ich den Vorgänger so stark fand, hatte ich mir von diesem Buch deutlich mehr erhofft.

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Chaotisch

Rezensionen von PucKker:

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Wahnsinnig spannend

Sturmland von Miriam Georg

Zuvor hatte ich von Miriam Georg schon „Die Verlorene“ gelesen, welches anfangs eher zäh war und hinten raus dann wahnsinnig spannend wurde. Deshalb wollte ich gerne noch ein Buch der Autorin lesen und ich muss sagen: Hier ist nichts zäh und alles spannend!

Ich habe das Buch wirklich schnell durchgelesen und mich nachts im Bett schon wieder auf den nächsten Tag gefreut, damit ich weiterlesen konnte.

Besonders gut gefallen hat mir, wie Miriam Georg die Natur und die Umgebung einfängt. Die Landschaft, die Nordsee und das Leben auf Norderney werden so schön beschrieben, dass man sich direkt mittendrin fühlt.
Auch die Charaktere haben mir richtig gut gefallen. Sie fühlen sich echt an, sind nicht eindimensional und gerade Cora hat unglaublich viele verschiedene Seiten. Die Geschichte macht es einem dabei nicht einfach. Es gibt Geheimnisse, Lügen und einige wirklich ernste Themen, wodurch das Buch teilweise ziemlich intensiv wird.
Und dann kam das Ende! Ich war ehrlich gesagt etwas verzweifelt, weil ich gar nicht wusste, dass es einen zweiten Teil gibt und plötzlich noch so viele Fragen offen waren. Jetzt kann ich kaum auf das zweite Buch warten.

Für mich bisher definitiv mein Lieblingsbuch von Miriam Georg und ich bin sehr gespannt, wie es mit Cora und Onnen weitergeht.

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Wahnsinnig spannend

Rezensionen von Katto:

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Nachdenkliche und gute Unterhaltung mit kleinen Schwächen

Tage am Fluss von Jochen Mariss

„Tage am Fluss“ von Jochen Mariss erzählt die Geschichte von Sara und Leon, die sich an einem Fluss begegnen und sich nach und nach über ihre Ängste, ihre Vergangenheit und ihre Sicht auf die Zukunft austauschen. Besonders das Thema Klimakrise und die damit verbundenen Zukunftssorgen fand ich spannend und sehr aktuell – genau deshalb hat mich das Buch von Anfang an neugierig gemacht.

Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen und bietet viel Potenzial. Allerdings hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu viele (ernste) Themen gleichzeitig aufgreift, die aus meiner Sicht aber an einigen Stellen noch mehr Raum verdient hätten. Dadurch blieb manches etwas oberflächlich und ich hätte mir mehr Fokus auf die zentralen Themen gewünscht.
Die Handlung war stellenweise vorhersehbar. Auch gab es einige spannende Passagen. Das Buch setzt bewusst auf ruhige, nachdenkliche Momente und ist eher eine schöne Unterhaltungsgeschichte. Gerade das macht aber auch seinen besonderen Reiz aus.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil von Jochen Mariss. Er schreibt ruhig, einfühlsam und teilweise fast poetisch, ohne dabei überladen zu wirken. Die Sprache lädt dazu ein, sich auf die Gedanken und Gefühle der Figuren einzulassen. Und genau daher wollte ich das Buch trotz der kleineren Schwächen gerne weiterlesen.
Insgesamt ist „Tage am Fluss“ für mich eine schöne Lektüre, die wichtige Themen aufgreift, immer wieder zum Nachdenken anregt und unterhält. Auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe und einen stärkeren Fokus gewünscht hätte, habe ich die Zeit mit dem Buch genossen. Für mich ist es ein ruhiger Roman mit einer gelungenen Grundidee, einigen spannenden Stellen und einem wirklich schönen Schreibstil.

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Nachdenkliche und gute Unterhaltung mit kleinen Schwächen

Rezensionen von Pearl:

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Verluste

Das Jahr der Wale,2 Audio-CD, 2 MP3 von Kelly Anderson

Der Roman das Jahr der Wale ist eine sehr fantasievolle Geschichte die etwas übertrieben und sehr weit hergeholt, daherkommt.
Annie wird mitten im Wasser des Ozeans geboren, das würde keine Mutter wagen. Die Eltern von Annie, Aiden und Mara die einst am Meer von Aiden gefunden wird, leben auf einem Boot bis, bis sie in einen Tsunami geraten und dabei umkommen.

Annie kann den Tod der Eltern schwer verkraften, wäre das nicht Evan ihr Kinderfreund der sie auch ein Leben lang begleiten wird. Eines Tages gibt der Meer wieder einen Menschen frei, Walker der auch nicht weiß, wo er her kommt, aber Annie sich in ihn verliebt. Doch durch einen Sturm kommt er scheinbar ums Leben, obwohl Annie immer das Gefühl hat er lebe noch. Später leben Evan und Annie die Ärztin geworden ist, in Vancouver. Das kann nicht gutgehen, da Annie doch zu sehr mit dem Meer verbunden ist.
Fazit:
Die Handlung ist sehr unrealistisch und übertrieben, aber sehr naturverbunden. Wale kommen nur kurz darin hervor, als man einen gestrandeten Wal am Strand findet, der im sterben liebt, was sehr traurig ist. Dagegen tauchen Menschen aus dem Meer auf, die nicht wissen, wo sie herkommen. Das Cover ist sehr schlicht gehalten aber allein durch das tiefe blau ein Hingucken. Der Schreibstil manchmal zu schnelle Wechsel mit dem Jetzt und Gestern.

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Verluste