Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Carolin:
Magisch und mitreißend
Played by the Piper - Die Unbeugsame von Raven Kennedy
Ich habe bereits die "the darkest gold"-Reihe von Raven Kennedy geliebt und hatte daher sehr große Erwartungen an dieses neue Buch von ihr. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist magisch, mitreißend, düster, spannend und einnehmend. Man fliegt durch die Geschichte und wird von der Dynamik mitgerissen.
Die Idee der verheerenden Plagen, die die Welt heimsuchen finde ich sehr spannend umgesetzt. Diese Thematik habe ich bisher noch in keinem anderen Buch gelesen. Die Dynamik zwischen Esti und Varrik, dem Rattenfänger, ist stark und intensiv und so ein wahrer Genuss beim Lesen. Der Schreibstil ist zudem sehr bildhaft und gewaltig und damit genau so wie man es von Raven Kennedy kennt. Für mich ein sehr gelungener Auftakt, der mich sofort packen konnte und sehnsüchtig wartend auf Band 2 zurücklässt! Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Guten Appetit...
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Was für eine starke Geschichte!
Auf gerade mal 172 Seiten erzählt Manik Sarkar das Leben von Rensing. Dieser Rensing (ohne Vornamen) ist ein seltsamer Charakter: genial-perfekt als Metzger, aber völlig untalentiert im Umgang mit anderen Menschen und als Geschäftsmann ein Versager, der sich nicht gegen Supermärkte und Billigfleisch behaupten kann.
Es ist die Geschichte seines Scheiterns.
Rensing scheitert an seiner Leidenschaft für höchste Qualität aber auch an der Doppelmoral der Konsumenten und Produzenten. Messerscharfe, schonungslose Gesellschaftskritik!
Absolut kein Wohlfühlbuch: einige Szenen sind sogar übelkeitserregend und verstörend. Ich kann nicht beurteilen, ob diverse Praktiken in der Herstellung von Fleisch- oder Wurstwaren, wie sie hier beschrieben werden, auch tatsächlich so vorkommen oder ob sie nur gruselige Phantasien sind, aber sicherheitshalber bin ich doch froh, Vegetarierin zu sein.
Auch das Ende des Buches ist skurril und doch perfekt logisch.
Ein eindringlicher Roman – von Ruth Löbner großartig ins Deutsche übertragen! – der sprachlich überzeugt, inhaltlich fasziniert und viel Stoff zum Nachdenken liefert.
Unbedingt lesen!
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Sturkopf
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Beim ersten raschen Durchlesen habe ich keinen Zugang zu dieser vermutlich irgendwo in den Niederlanden situierten Geschichte über den langsamen Untergang der Fleischerei Rensing & Sohn gefunden und das Buch weggelegt. Für mich war die Erzählung zu einfach, zu vorhersehbar und letztlich könnte alles auf den Satz reduziert werden:
Wer nicht mit der Zeit geht, geht eben mit der Zeit.
Die so positiven Rezensionen in unserer Leserunde haben mich verunsichert und zu einem zweiten und langsameren Lesen gebracht, bei dem in einigen Passagen mir dann doch etliche tiefgründige Zwischentöne bewusst geworden sind. Dennoch kommt mir die Erzählung ziemlich abstrahiert/konstruiert vor. Ich vermisse einen Bezug zu einem zeitlich-historischen Rahmen und zu einem weiteren lokalen und sozialen Umfeld über das eigene Geschäftslokal samt Wohnung, die Besuche beim Viehmarkt und die 2 Besuche in der Bank hinaus. So macht auf mich der Roman eher den Eindruck eines Theaterstückes, mit wenigen Bühnenbildern und einem nicht besonders gesprächigen Hauptdarsteller.
Gut gelungen finde ich die Beschreibung der (offenbar nicht lohnenden) Begeisterung von Rensing für sein Fleischerhandwerk, losgelöst von äußeren (Markt) Erfordernissen, mit einer Unnachgiebigkeit nicht nur gegenüber den Veränderungen im Laufe der Zeit, sondern auch gegenüber seiner Frau, bis hin zu seinem Ende in Einsamkeit und Ausweglosigkeit.
Und als roter Faden durchzieht die Geschichte die Frage, wieviel Wert wir qualitativ hochwertigen und dementsprechend teureren Lebensmitteln einräumen.
Rezensionen von Anabellb:
Abenteuer unter Wasser
WAS IST WAS. Dr. Floh taucht ab. Der Schatz der Cenote. Ein Tauchabenteuer von Florian Huber; Benjamin Schreuder
Tauchen und die Unterwasserwelt hat mich schon immer fasziniert. Bei einer Kreuzfahrt in die Karibik hätte ich auch einen Ausflug zu einer Cenote machen können, habe mich aber nicht getraut.Daher fasziniert mich dieses Buch besonders.
Das Cover ist toll gestaltet und man erkennt direkt, worum es geht.
Das Buch ist farblich wunderschön mit tollen Fotos und Illustrationen; es ist sehr wertig mit stabilen Seiten und einer angenehmem Schriftgröße.
Die drei Protagonisten Dr. Floh, Frido und Luzie werden liebevoll im Einband vorgestellt. Sie sind sehr authentisch und uns direkt ans Herz gewachsen. Dies trifft aber auch auf Robbie zu.
Die Geschichte über das Tauchabenteuer ist gleichzeitig spannend, lustig und lehrreich.
Meine Enkelin und ich, wir lieben dieses Buch, unser Erstes aus der WAS IST WAS -Reihe, aber sicher nicht unser Letztes.
Die beiden Autoren und die Illustratorin haben ein wunderschönes, interessantes Buch für Klein und Groß geschaffen, welches ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von spozal89:
Herbstfeeling in deutscher Kleinstadt
Kiss me in Orange von Alix Bente
Herbst ist einfach meine liebste Jahreszeit und ich liebe Bücher die Herbst thematisiert sind. Kiss me in Orange ist mir natürlich wegen des tollen orangen Covers ins Auge gestochen. Obwohl mir persönlich die Personen darauf nicht gefallen, fand ich den Klappentext dennoch ansprechend, weshalb ich das Buch gelesen habe.
Positiv möchte ich als erstes hervorheben, dass die Herbststimmung hier wirklich total toll rüberkommt. Goldried ist eine typische deutschr Kleinstadt, aber mit dem Herbstfest und den anderen Beschreibungeb bin ich richtig gut in Stimmung gekommen. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und angenehm und ich bin gut durch die Geschichte gekommen. Warum ich dann letztendlich aber nur drei Sterne gebe? Mit der Protagonistin Emma bin ich absolut nicht warm geworden und auch Niklas war jetzt nicht mein Favorit Book Boy. Auch die Beziehung und wie sich die Freundschaft/Liebe der beiden entwickelt hat war mir nicht tiefgründig genug. Dafür gab es andere tiefere Themen wie die Familienverhältnisse von Niklas und Emmas Vater, die ich persönlich nicht gebraucht hätte und so auch nicht erwartet habe. Das mochte ich persönlich nicht so gerne und ich würde es jetzt auch nicht zu den cosy Herbstbüchern zählen.
Rezensionen von rewareni:
Erinnerungen
Als die Wolken noch süß waren von Bunye Ngene
Feyi lebt mit ihrer Familie in Nigeria, als sie plötzlich die Nachricht bekommt, dass ihre Großmutter in Deutschland verstorben ist. Da sie sie nicht gekannt hat, betrifft sie im ersten Moment diese Mitteilung nicht wirklich. Erst als sie erfährt, dass sie ein Haus in Starnberg geerbt hat beginnt sie sich mit ihrer Familiengeschichte mehr auseinander zu setzen und beschließt zu ihrer Tante Claudia nach Deutschland zu fahren.
Hier begegnet ihr eine für sich doch unbekannte und manchmal auch etwas beängstigende neue Welt. Als ihr Claudia Briefe von ihrer Oma überreicht taucht sie in eine Zeit ein wo ihre Oma Erna ihre Lebensgeschichte erzählt und so manches für Feyi klarer wird, warum ihre Mutter keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.
,, Als die Wolken noch süß waren“ ist ein ruhiger und berührender Roman, wo der Autor Bunye Ngene, eine Familiengeschichte erzählt, bei der eine falsche Entscheidung Folgen für viele Menschen hat.
Das Erzähltempo ist eher gemächlich aber intensiv, da man in die Gefühls-und Gedankenwelt der Oma eintauchen kann, die ihre verbleibenden Erinnerungen, ob ihrer Demenzerkrankung, für ihre Enkelin zu Papier gebracht hat. Das Thema Demenz wird hier einfühlsam, aber auch erschütternd beschrieben, wenn die Großmutter selber bemerkt hat, dass sowohl mit ihrem Geist als auch mit ihrem Körper etwas nicht stimmt. Ihre Verzweiflung und auch ihre Wut, hat der Autor dabei gut beschrieben.
Die Erinnerungen an ihre Kindheit, ihre Jugend und auch die Kriegserlebnisse waren dabei immer wieder berührend und haben dabei auch Themen wie Rassismus, Homosexualität... aufgegriffen, die gezeigt haben, dass sich bis heute dabei nicht wirklich viel verändert hat.
Die falsche Entscheidung, die Erna damals ihrer Tochter Ursula gegenüber getroffen hat, hat sie die ganzen Jahre über belastet und auch bereut, wo aber beide nie einen Weg gefunden haben, sich gegenseitig zu verstehen und zu verzeihen.
Somit war es auch für Feyi eine besondere Reise in die Vergangenheit, wo sie nie die Chance hatte, ihre Oma kennen zu lernen.
Die Briefe von Erna waren spannend zu lesen, wo ihre fortschreitende Demenz, dabei auch immer wieder eine Rolle gespielt hat.
Es ist ein Roman in dem man langsam eintauchen kann und wo das berührende und auch erschütternde Ende trotz allem der richtige Abschluss ist.
Rezensionen von Anabellb:
Packender historischer Krimi
Four Heads Missing von Thorsten Schleif
Ich mag Spannung (Thriller und Krimis), aber auch historische Romane.
Dieses Buch vereint beides und
hat mich aufgrund des ungewöhnlichen Covers direkt angesprochen.
Das Buch ist der zweite Band um das Ermittlerduo der Gesellschaftsdame Irene Adams und des Leibwächters William Berger des Autors und Richters Thorsten Schleif.
Der Autor war mir bisher unbekannt, aber ich mag seine Sprache, eindringlich und bildhaft. Man fühlt sich direkt in das düstere und nebelige London um 1888 versetzt.
Die Protagonisten sind interessant und authentisch. Es macht Spaß, Ihrem Miteinander zu folgen.
Die Geschichte, deren Basis eine gut recherchierte True Crime Story ist, wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Das fordert die Aufmerksamkeit des Lesers, fördert aber auch, ebenso wie durch gekonnte Wendungen , die Spannung.
Packende Unterhaltung, die ich an einem Tag ausgelesen habe!
Ich freue mich auf weitere Fälle dieses Duos und werde mir jetzt auch frühere Bücher des Autors besorgen.
Rezensionen von SelinaW:
Tolles Gesamtpaket
Das verfluchte Gold von Hell Gate von Davide Morosinotto
Allein optisch ist „Das verfluchte Gold von Hell Gates“ ein richtiger Hingucker. Die Idee, die gefundene Streichholzschachtel nachzubilden, ist genial und macht das Buch schon vor dem ersten Aufschlagen zu etwas Besonderem. Aber auch im Inneren ist das Buch wunderschön illustriert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Die Charaktere wurden großartig ausgearbeitet und konnten mich sehr begeistern. Da wäre ich doch glatt auch gerne eine Kakerlake. Besonders die Dynamik der Gruppe fand ich sehr gelungen, da jede Figur ihre eigene Persönlichkeit und ihre eigenen Stärken mitbringt. Für mich waren die Kapitel von Bill insgeheim die Highlights, da ich sie besonders interessant fand.
Das Setting kam für mich sehr authentisch rüber und wurde durch die Illustrationen noch stärker zum Leben erweckt. Die Handlung blieb bis zum Schluss spannend und lud immer wieder zum Miträtseln ein.
„Das verfluchte Gold von Hell Gates“ werde ich auf jeden Fall gerne für Jung und Alt weiterempfehlen.
Rezensionen von isa_mw:
Moral vs. Moral
Honey von Imani Thompson
Tu es!
Aber eigentlich ist es falsch.
Egal, nun mach!
Oder ist es doch zu viel?
Beim Lesen von Imani Thompsons 'honey' erlebt man eine Achterbahn der Moralvorstellungen. Die Protagonistin Ysra lebt ein auf den ersten Blick typisches Universitätsleben: Freundschaften, Partys, Beziehungen und Männer.
Während ihrer soziologischen Recherchen scheint sie dabei ein ganz eigenes Moralverständnis zum Umgang mit Diskriminierungen aller Art zu entwickeln. Während sie sich in ihrer Arbeit auch mit Rache und Gewalt beschäftigt, entwickelt sie eine Methodik, um sich aus der systemischen Unterdrückung freizukämpfen. Schnell stellt man sich die Frage: Darf ich das gut finden? Was darf Female Rage?
Meine Antwort ist eine Gegenfrage: Warum werden männliche Autoren für Thriller gefeiert, in denen Gewalt an Frauen teils noch konkreter dargestellt wird?
Das Fazit: Wir dürfen und sollten 'honey' gut finden.
Aufgrund der Kälte, die von Ysra ausgeht und meinem Missverständnis gegenüber einiger ihrer Umgangsweisen mit anderen Menschen, wollte ich zuerst einen Stern abziehen. Am Ende habe ich mich dennoch für die fünf Sterne entschieden, da diese Eigenschaften und Taten genau das sind, was die Geschichte braucht und realistisch macht: Wir dürfen Wut empfinden. Wir dürfen Grenzen setzen. Wir dürfen Fehler machen.
Besonders gut gelingt Imani Thompson der Umgang mit Intersektionalität. Sehr natürlich und dabei so offensichtlich wird im Roman deutlich, wie erdrückend Sexismus und Rassismus für sich, aber vor allem im Zusammenspiel sind. Einige männliche Charaktere wirken im ersten Moment in ihrer Überheblichkeit überspitzt dargestellt. Doch schnell fällt auf: das ist Alltag. Das ist eine Welt mit Männern.
Rezensionen von BarbaraM:
Wieder ein bisschen genauer hinsehen
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
„Das Jahr der Wale“ von Kelly Anderson ist für mich ein ganz besonderes Buch. Eine Geschichte, die mich vor allem durch ihre besondere Atmosphäre und ihre tiefe Verbundenheit zur Natur berührt hat. Ganz besonders haben es mir die Charaktere angetan. Vor allem Mara, Annie und Evan sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Ihre Geschichten, ihre Beziehungen zueinander und ihre ganz eigene Verbindung zur Natur haben mich sehr berührt. Annie steht dabei immer wieder zwischen verschiedenen Welten, zwischen Meer und Land, zwischen Vernunft und Gefühl und zwischen dem Leben, das von ihr erwartet wird, und dem Leben, das sich für sie richtig anfühlt. Am meisten begeistert hat mich jedoch, welchen Stellenwert die Natur in diesem Buch bekommt. Das Meer, die Wale und die Landschaft sind nicht einfach nur Kulisse. Sie gehören ganz selbstverständlich zum Leben der Menschen und verbinden alles miteinander. Dabei wird auch deutlich, wie wunderschön und gleichzeitig unberechenbar die Natur sein kann. Genau das macht dieses Buch für mich so wertvoll. Ich glaube, dass vielen von uns dieses Gespür für die Natur ein Stück weit verloren gegangen ist. Wir leben unseren Alltag und vergessen manchmal, wie eng wir eigentlich mit unserer Umwelt verbunden sind. Wir Menschen stehen nicht außerhalb der Natur, sondern sind ein Teil von ihr. Das Jahr der Wale erinnert auf eine sehr besondere und überhaupt nicht belehrende Weise daran. Auch das leicht Mystische der Geschichte mochte ich sehr. Nicht alles wird erklärt und vielleicht muss es das auch gar nicht. Manches darf einfach gefühlt werden. Gerade das passt für mich wunderbar zu diesem Buch. Das Jahr der Wale hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Über unsere Verbindung zur Natur, darüber, wo wir wirklich zu Hause sind und wie wichtig es manchmal ist, wieder genauer hinzusehen und auf das eigene Gefühl zu hören. Vielleicht brauchen wir manchmal genau solche Geschichten, um uns wieder daran zu erinnern, dass wir selbst ein Teil von all dem sind.










