Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Julia:
Wenn Schönes und Schreckliches so nahe beieinander liegen
Das Mädchen, das aus Auschwitz floh von Ellie Midwood
Von Auschwitz haben wir alle schon einmal gehört, vielleicht auch schon das ein oder andere Buch zu diesem Thema gelesen. Und dennoch finde ich es so wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, wie schrecklich die damalige Zeit war. Diese Geschichte verbindet so viel Grausames und schafft es doch gleichzeitig, dass wir auch schöne Momente genießen können.
Die langsam aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Mala und Edek hat mich beim Lesen verzaubert. Die Dinge, die sie heimlich tun und mit denen sie im Kleinen Widerstand leisten, und dann natürlich auch die Planungen zur Flucht. All das zeigt, dass die Menschen im Konzentrationslager noch lange nicht aufgegeben haben.
Gerade dieses Zusammenspiel aus Hoffnung und Verzweiflung hat die Geschichte für mich so besonders gemacht. Zwischen all dem Grauen gibt es immer wieder kleine Momente, die zeigen, dass selbst unter den schlimmsten Umständen Menschlichkeit, Zusammenhalt und Hoffnung ihren Platz haben. Gleichzeitig wird nichts beschönigt, wodurch die Geschichte trotz dieser schönen Momente ihre bedrückende Wirkung behält.
Der Schreibstil und die Geschichte ziehen die Lesenden regelrecht in ihren Bann. Die Schicksale, egal ob die der beiden Hauptcharaktere oder die der Nebencharaktere, sind einfach nur herzzerreißend. Ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.
Sehr spannend fand ich auch, dass das Buch auf wahren Begebenheiten beruht. Daher habe ich vor allem beim Nachwort noch einmal einen richtig dicken Kloß im Hals bekommen. Gerade dadurch wurde mir noch einmal bewusst, dass hinter dieser Geschichte reale Menschen und ihre Schicksale stehen.
Wer historische Romane zu dieser Zeit gerne liest, für den ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung!
Eine sanfte Geschichte zum Abschalten
Once, Again, Always (deutsche Ausgabe) von Amanda Gayle
JuliKo98vor 21 Stunden
Ich muss ehrlich sagen, der Klappentext hat mich ein wenig an den Film „Für immer Liebe“ erinnert und daher hatte ich total Lust auf diese Geschichte. Und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Der Schreibstil ist eher ruhig gehalten, was beim Lesen ein total schönes Gefühl vermittelt hat.
Keine aufgebauschten Dramen, sondern eine sanfte und stimmige Entwicklung der Geschichte.
Die Charaktere sind allesamt super sympathisch und dabei so unterschiedlich. Die Art und Weise, wie jeder ganz anders mit Molly umgeht ist herrlich und dabei hat Molly bei einigen überhaupt keinen Schimmer davon, dass sie überhaupt befreundet sind. Gemeinsam mit Molly erfahren wir beim Lesen immer nur stückchenweise, was in den letzten sechs Jahren passiert ist. Dazwischen gibt es immer wieder ganz kurze Rückblicke in Mollys Schulzeit, bei denen man deutlich merkt, wieso sie sich heute überhaupt nicht vorstellen kann, mit Aster verheiratet zu sein.
Das Ende war für mich an einer Stelle zwar etwas zu viel, aber das hat dem Gesamten keinen Abbruch getan. Ich habe die Geschichte, wie Molly ohne Erinnerungen, aber dennoch mit einer unerklärlichen körperlichen Anziehung, Aster immer wieder näherkommt, auf jeden Fall sehr gerne verfolgt.
Das Buch lädt dazu ein, einfach mal für eine Weile abzuschalten, und zählt für mich definitiv zu den Wohlfühlromanen. Wer also eine ruhige Geschichte sucht, die ohne große Dramen auskommt und sich sanft entwickelt, ist hier genau richtig.
Ein Bergdorf voller Geheimnisse
Die Verlorenen von Santa Chionia von Juliet Grames
Diese Geschichte ist auf jeden Fall kein Roman für zwischendurch, sondern überzeugt durch Tiefgang und eine langsame Entwicklung, die jedoch sehr gut zur Handlung passt und die Atmosphäre der damaligen Zeit vermutlich besonders gut widerspiegelt.
Ich muss zugeben, dass ich mich am Anfang etwas schwergetan habe, in die Geschichte hineinzukommen.
Auch bis zum Schluss haben mich die vielen Charaktere und die Verbindungen zwischen ihnen immer wieder etwas verwirrt. Wobei man sagen muss, dass es am Anfang des Buches ein Personenverzeichnis gibt. Bei einem E-Book ist es allerdings etwas umständlich, immer wieder dorthin zurückzublättern.
Dennoch ist es insgesamt ein wirklich gelungener Roman. Die vielen Verbindungen untereinander sind wohl genau das, was ein abgelegenes Bergdorf in Süditalien ausmacht. Jeder kennt jeden und hinter vielen Beziehungen scheint noch eine weitere Geschichte zu stecken. Die gesponnenen Intrigen werden nur Stück für Stück aufgedeckt und das Buch punktet für mich gerade mit dieser ruhigen und langsamen Entwicklung.
Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken auf mich sehr authentisch. Der Schreibstil schafft genau die passende Atmosphäre, die man sich wohl in einem kalabrischen Dorf in den 1960er-Jahren vorstellen kann. Man weiß nie so genau, wem man trauen kann, und genau das zeigt sich auch am Ende der Geschichte noch einmal.
Das Buch ist sicherlich keine leichte Sommerlektüre für zwischendurch und vermittelt auch nicht unbedingt das typische italienische Flair, das man vielleicht erwarten könnte. Dafür überzeugt es mit Tiefgang, historischen Einblicken und einer Geschichte, die sich bewusst Zeit für ihre Charaktere und deren Verbindungen nimmt.
Wer also Lust auf eine etwas anspruchsvollere und ruhig erzählte Lektüre hat, die sich langsam entfaltet und dabei immer wieder neue Verbindungen und Geheimnisse offenlegt, ist hier genau richtig.
Ein stiller Beobachter in einer dunklen Zeit
Der Betrachter von Judith Fanto
Kurz und prägnant ist der Titel dieses Buches, und doch passt er so perfekt zu dieser Geschichte. Wir begleiten Hermann bei seinem Blick in die Vergangenheit und erleben dabei, wie sich seine Freundesgruppe während der Zeit des Nationalsozialismus entwickelt. Dabei sind nicht nur wir Lesenden, sondern auch Hermann selbst in gewisser Weise die Betrachter dieser Geschehnisse.
Hermann ist ein eher ruhiger Mann, der jedoch sehr viel wahrnimmt und hinterfragt und sich genau zur richtigen Zeit einbringt. Gerade seine zurückhaltende Art hat ihn für mich zu einem interessanten Protagonisten gemacht. Er drängt sich nicht in den Vordergrund und ist dennoch mitten im Geschehen.
Auch der Schreibstil trägt diese Entwicklung der Geschichte sehr passend mit. Während in den Jahren vor der Machtübernahme und dem Krieg noch die Freude überwiegt und auch die jugendliche Freiheit ihren Platz findet, wird die Stimmung mit der Zeit zunehmend bedrückender. Man spürt, wie sich die gesellschaftlichen Veränderungen immer stärker auf die Freundesgruppe und ihre einzelnen Mitglieder auswirken.
Beim Lesen fragt man sich unweigerlich, wie man selbst in der damaligen Zeit gehandelt hätte. Haben wir doch alle Menschen in unserem Umfeld, die aus irgendeinem Grund durch das Raster fallen könnten. Die Geschichte gibt darauf keine einfachen Antworten, zeigt aber eindrucksvoll, welche Auswirkungen eine solche Zeit auf Freundschaften, persönliche Entscheidungen und einzelne Schicksale haben kann.
Wird die Freundschaft den Krieg überstehen? Und welche Wege werden die einzelnen Mitglieder der Freundesgruppe einschlagen? Diese Fragen begleiten einen durch die Geschichte und machen neugierig darauf, wie sich die einzelnen Schicksale entwickeln.
Für mich war Der Betrachter eine eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Lektüre, die ich sehr gerne gelesen habe, auch wenn sie alles andere als leichte Kost ist. Gerade durch seine Zurückhaltung war Hermann für mich ein sympathischer Protagonist, dessen Blick auf diese bewegende Zeit mich noch eine Weile beschäftigt hat.
Spannender Schluss nach zähem Einstieg
Summer Heat von Kastner Solveig-Marie
Dieses Buch konnte mich leider nicht zu 100 % überzeugen. Der Klappentext hat eine sehr spannende Geschichte versprochen, die für mich in der ersten Hälfte allerdings eher vor sich hingedümpelt ist. Wir wissen, dass Mia aus einem bestimmten Grund in dem Resort ist, und dieser wird auch immer wieder angeteasert.
Wirklich greifbare Hinweise gibt es jedoch kaum. Dadurch kam bei mir leider kein richtiges Miträtseln auf, sondern eher das Gefühl, dass sich die Geschichte immer wieder im Kreis dreht.
Auch die Beziehung zwischen Mia und Yanis war für mich mit sehr vielen Fragezeichen versehen. Etwa ab dem zweiten Drittel bekommen wir durch einen Perspektivenwechsel dann auch Einblicke in seine Sicht auf die Geschichte. Allerdings konnte mich auch das nicht vollständig abholen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir nahezu keiner der Charaktere wirklich sympathisch war. Viele schienen hauptsächlich auf sich selbst bedacht zu sein, und auch manche Handlungen konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. Teilweise waren mir die Entwicklungen dadurch etwas zu wirr und ich hatte beim Lesen irgendwann fast den Wunsch, einfach aus diesem Resort zu verschwinden.
Da ich aber von Natur aus neugierig bin und natürlich unbedingt wissen wollte, was nun wirklich hinter allem steckt, habe ich weitergelesen. Und das hat sich für mich definitiv gelohnt! Im letzten Drittel kommt endlich deutlich mehr Bewegung in die Geschichte. Es entsteht Spannung, die Entwicklungen liefern immer mehr Hinweise zum Miträtseln und auch die Plottwists waren für mich sehr gut eingebaut. Gleichzeitig wurden die Charaktere für mich in diesem Abschnitt endlich greifbarer und ihre Handlungen nachvollziehbarer.
Im Gegensatz zum Anfang konnte mich das letzte Drittel dann tatsächlich richtig an die Seiten fesseln. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles auflösen würde, und war gespannt darauf, welche Erkenntnisse noch auf mich warten.
Der Schreibstil selbst hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und angenehm zu lesen und war vermutlich auch einer der Gründe, warum ich trotz des für mich eher schwierigen Einstiegs an der Geschichte drangeblieben bin.
Für mich hätte es insgesamt gerne etwas weniger Hin und Her zwischen Mia und Yanis und dafür mehr versteckte Hinweise auf das große Ganze geben dürfen. Gerade am Anfang hätte ich mir mehr Möglichkeiten zum Miträtseln gewünscht. Trotzdem konnte mich die Geschichte zum Ende hin noch deutlich mehr abholen und mit einigen gelungenen Wendungen überraschen.
Extravagant, spannend und einfach zum Weglesen
What the Sand Remembers von Magdalena Gammel
Wow, was für eine absolut fantastische Geschichte! Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Der Schreibstil war fesselnd, die Entwicklung der Story spannend und die Welt der Superreichen, naja, extravagant trifft es wohl ziemlich gut. Gleichzeitig fand ich es spannend, dass eben nicht alle Charaktere so waren, wie man es sich vielleicht stereotypisch vorstellt.
Gerade dadurch wirkten die Figuren für mich noch interessanter.
Obwohl erst ungefähr bei der Hälfte der Geschichte wirklich damit begonnen wurde, die Todesursache von Sofia genauer zu hinterfragen, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Geschichte dadurch unnötig in die Länge gezogen wurde. Ganz im Gegenteil: Es passiert so viel Spannendes, dass ich teilweise gar nicht mitbekommen habe, wie ich nur so über die Seiten geflogen bin.
Auch die Charaktere sind großartig beschrieben. Besonders Ari ist mir sehr ans Herz gewachsen. Schon bei ihrer Ankunft merkt man, dass sie es nicht leicht haben wird und mit einigen Dingen zu kämpfen hat. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und verliert dabei auch ihre freche und schlagfertige Art nicht. Gerade diese Mischung hat sie für mich zu einer unglaublich sympathischen Protagonistin gemacht.
Das Buch endet natürlich mit einigen fiesen Cliffhangern. Und ganz ehrlich: Das Einzige, was mich daran wirklich stört, ist, dass wir noch so lange auf den zweiten Band warten müssen! Denn nach diesem Ende würde ich am liebsten direkt weiterlesen. Für mich eine absolut fantastische Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Zwischen mystischer Atmosphäre und unerfüllten Erwartungen
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods
Ich habe bereits einige Bücher von Elvie Woods gelesen und liebe ihren Schreibstil sowie die wundervollen Geschichten, die sie erschafft. Bei diesem Buch muss ich allerdings sagen, dass mich die Geschichte selbst nicht ganz überzeugen konnte. Der Schreibstil war wieder einmal fesselnd und bildhaft, und auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.
Ich habe ihre Zeit in der Geschichte sehr gerne begleitet. Allerdings hat der Klappentext bei mir eine etwas andere Erwartung an die Handlung geweckt.
Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge zu Opaline. Ihren Handlungsstrang fand ich tatsächlich sehr interessant und hätte gerne noch mehr davon gelesen. Die Geschichte rund um Martha und Henry konnte mich hingegen deutlich weniger fesseln. Ihre Beziehung fühlte sich für mich ein wenig wie ein Tanz auf Eierschalen an und kam dadurch nicht so richtig in Fahrt.
Auch die Suche nach der verschwundenen Bibliothek hat in meinen Augen weniger Raum eingenommen, als ich erwartet hatte. Sie war zwar ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und insgesamt gut eingebunden, fühlte sich für mich jedoch eher wie eine Hintergrundhandlung an als wie der zentrale Aspekt, den ich nach dem Klappentext erwartet hatte.
Zum Ende hin gibt es dann noch einmal einige unerwartete Wendungen, die mir sehr gut gefallen haben und der Geschichte einen gelungenen Abschluss geben konnten. Dadurch hat die Handlung zum Schluss noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen.
Insgesamt gehört dieses Buch für mich eher zu den schwächeren Werken der Autorin. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen, dass es sich um ihr erstes Buch handelt und ich ihre späteren Werke ebenfalls kenne und liebe. Trotz meiner Kritik habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und besonders die mystische Atmosphäre genossen. Und auch wenn mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen konnte, werde ich jederzeit wieder zu den Büchern von Elvie Woods greifen.
Eine Geschichte, die wie Musik nachhallt
Das Geheimnis des Geigenbauers von Evie Woods
Das Geheimnis des Geigenbauers erzählt von einer geheimnisvollen Geige, die wunderschöne Klänge hervorbringt und durch Zufall drei Menschen zusammenführt, die sonst kaum etwas gemeinsam haben.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Einer davon spielt in der Gegenwart und führt die drei Hauptcharaktere zusammen.
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und doch sind sie alle von der Geige fasziniert. Ihre Geschichte verfolgen wir im zweiten Handlungsstrang und erfahren dabei nicht nur, wie die Geige geschaffen wurde, sondern auch, durch welche Hände sie im Laufe der Zeit gegangen ist.
Musik selbst hat bereits etwas Beruhigendes, daher verwundert es nicht, dass auch diese Geschichte eine ganz besondere Ruhe ausstrahlt. Evie Woods verzaubert mal wieder mit ihrem atmosphärischen Schreibstil und einer ebenso zauberhaften Geschichte.
Schade, dass man Bücher nicht hören kann, denn ansonsten bin ich mir sicher, dass die Klänge der Geige die Lesenden zusätzlich in ihren Bann gezogen hätten. Doch auch ohne sie hören zu können, schafft es die Autorin, die Musik allein durch ihre Worte lebendig werden zu lassen.
Die Entwicklung der Geschichte hatte für mich genau das richtige Tempo. Fast wie ein Musikstück, das leise beginnt, sich immer weiter aufbaut und schließlich in einem voluminösen Finale endet, dessen Klänge auch danach noch im Körper nachhallen.
Evie Woods hat auf jeden Fall mal wieder Großartiges geleistet und eine Geschichte geschaffen, bei der man sich einfach rundum wohlfühlt. Für mich ein wunderschönes und atmosphärisches Leseerlebnis, das noch ein wenig nachklingt.
Mordermittlungen mit kaiserlichem Charme
Sisi ermittelt - Tod in Schönbrunn von Fritzi von Wahl
Ein neuer Fall für Sisi – und diesmal geht es nicht nur um gestohlene Diamanten, sondern sogar um Mord. Wer treibt sein Unwesen im Schloss Schönbrunn und bringt die Gäste der Kaiserin um?
Wer bereits den ersten Band kennt, weiß: Sisi lässt sich durch nichts einschüchtern und möchte natürlich auch diesmal direkt an vorderster Front bei den Ermittlungen dabei sein.
Doch schnell merkt sie, dass sie nicht einmal weiß, ob sie ihren engsten Freunden wirklich trauen kann und dass sie sich mit ihren Nachforschungen womöglich selbst in Gefahr bringt.
Einige der Charaktere kennt man bereits aus dem ersten Band, weshalb ich empfehlen würde, mit diesem zu starten. So lassen sich die Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren noch besser nachvollziehen. Gerade das Zusammenspiel der Charaktere hat für mich einen großen Teil des Charmes der Geschichte ausgemacht.
Der Schreibstil ist locker und herrlich leicht zu lesen und entführt einen direkt in ein richtiges Cozy-Crime-Abenteuer. Besonders die Kombination aus historischem Setting, bekannten Persönlichkeiten und einem klassischen Mordfall hat mir gut gefallen. Die historischen Details fügen sich dabei wunderbar in die Geschichte ein, ohne dass die Handlung dadurch trocken wirkt.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich an Fahrt auf und die Auflösung des Falls hält so einige Twists bereit. Dadurch bleibt es bis zum Schluss spannend und man darf sich immer wieder fragen, wem man eigentlich trauen kann.
Insgesamt ist Tod in Schönbrunn für mich ein wirklich gelungener Cozy Crime, der mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Geschichte und jeder Menge historischem Charme überzeugt. Die historischen Details sind dabei für mich das besondere I-Tüpfelchen. Eine unterhaltsame Mischung, die Lust auf weitere Fälle mit Sisi macht.
Ein Pageturner voller unerwarteter Wendungen
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Dieses Buch hat mich direkt von Anfang an fesseln können und mich bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Nicht nur das eigentliche Thema, welches hinter der Geschichte steht, sondern auch der spannende Schreibstil haben mich förmlich an das Buch gefesselt.
Dabei schwebt immer die Frage im Raum: Was passiert wirklich in dieser geschlossenen Community und wem kann man überhaupt trauen? Immer wenn man denkt, man hätte nun einigermaßen verstanden, was hinter den Geschehnissen steckt, kommt plötzlich eine unerwartete Wendung, die das bisherige Bild wieder völlig ins Wanken bringt und neue Fragen aufwirft.
Genau das ist für mich die perfekte Grundlage für einen gelungenen Pageturner, bei dem man einfach immer weiterlesen möchte.
Besonders gut hat mir auch Laura als Protagonistin gefallen. Sie ist ein wirklich starker Charakter, der sich nicht einfach mit den Gegebenheiten abfindet, sondern hinterfragt, nach Antworten sucht und dabei immer wieder über sich selbst hinauswächst. Aber nicht nur ihre Perspektive hat dafür gesorgt, dass ich die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert habe und unbedingt wissen wollte, wie sich alles für sie entwickeln wird, sondern auch die ihrer Schwester Lea. Wir sehen bei Lea eine ziemlich starke Entwicklung, die für viele vielleicht nicht so nachvollziehbar, aber sicherlich kein Einzelfall ist.
Die verschiedenen Handlungsstränge und Zeitebenen sind sehr gelungen miteinander verwoben und fügen sich nach und nach zu einem immer größeren Gesamtbild zusammen. Dabei schafft es die Autorin, genau so viele Informationen preiszugeben, dass man zwar miträtseln kann, aber trotzdem immer wieder überrascht wird.
Auch die Atmosphäre hat mich überzeugt. Sie ist durchgehend bedrückend und teilweise beklemmend, und das, obwohl die Handlung in einer eigentlich so makellosen und idyllischen Kulisse spielt. Gerade dieser Kontrast hat für mich einen besonderen Reiz ausgemacht.
Für mich ist dieses Buch ein absoluter Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die spannende Handlung, die unerwarteten Wendungen, die besondere Atmosphäre und allen voran Laura als starke Protagonistin haben mich vollkommen überzeugt. Ein Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte und das von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.











