Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Astrid:
Macht und Intrigen
Das Lied des Vogelhändlers von Ralf H. Dorweiler
Ein Roman für Liebhaber:innen des Historischen. Die Geschichte spielt einerseits im Jahr 1190, andererseits berichtet sie aus dem Jahr 1200. Bis sich schließlich im Finale die Personen in 1200 begegnen, was zu einer gemeinsamen Geschichte führt. Den Kapiteln vorangestellt, sind stets die Zeit- und Ortsangaben, sodass man nie verlorengehen kann.
Der Klappentext berichtet in kurzen Sätzen, worum es geht. Die Geschichte selbst ist angefüllt mit Intrigen, Machtkämpfen und dadurch auch Menschen, die auf der Strecke bleiben. Wunderbar lässt es sich mit den Protagonist:innen leben und leiden, und manches Leben endet tatsächlich, bevor es Erfüllung finden konnte. Aber genau das macht einen guten Roman aus. Details und Charakter wirken stimmig, die Handlung zieht einen in die Geschichte, sodass es schwer ist das Buch zwischendurch zur Seit zu legen.
Lesenswert!
Rezensionen von gerlisch:
Inspiration für Leib und Seele
Hildegards Schatzkiste von Hildegard von Bingen
Bereits seit ihrer Kindheit wurde Hildegard von Bingen von schweren Migräneattacken geplagt, diese haben ihr Leben und Wirken im Kloster früh geprägt. „Hildegards Schatzkiste“ ist eine nette kleine Sammlung von Einblicken in ihr Leben und Wissen als Geschäfts- und Kräuterfrau.
Über manche Weisheiten zur gesunden Ernährung habe ich mich sehr gewundert, wie z.
B. der Rat auf den Verzehr von frischem Obst und Rohkost zu verzichten. Weit voraus dagegen war sie mit dem Hinweis, selbst das Badewasser nur abgekocht zu nutzen.
Die auf dem Cover angekündigten Rezepte zum Kräuterwissen kamen in diesem Büchlein leider ein bisschen zu kurz, hier hatte ich mir mehr erhofft.
„Hildegards Schatzkiste“ eignet sich auch toll als kleines Geschenk für Menschen mit Interesse an Naturheilkunde und Lebensweisheiten.
Rezensionen von Vobabooks:
Cozy Autumn Young Adult Story
Falling Like Leaves von Misty Wilson
Das Buch „Falling Like Leaves“ ist von Misty Wilson. Ellis muss einige Zeit mit ihrer Mutter bei ihrer Tante und Cousine im kleinen Bramble Falls wohnen - und vermisst ihr aufregendes Leben in New York samt Praktikum bei Street Media, der Schülerzeitung und den Collegevorbereitungen schmerzlich.
Doch das Herbstlaub-Festival steht bevor - und Brumble Falls veranstaltet eine Herkbstaktivität nach der anderen, wie zB den Kürbisball. Und dann ist da ja auch noch Cooper, denn Ellis noch von früher kennt und mit dem sie nun wieder in die Schule geht - doch warum ist er so attraktiv und abweisend geworden…
Eine schöne und gemütliche Herbstgeschichte mit tollem Kleinstadtfeeling, sehr atmosphärisch geschrieben. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich viele Jugendliche mit Ellis und ihren Themen identifizieren können. Die Liebesgeschichte fand ich zudem auch greifbar und romantisch beschrieben. Ein sehr schönes Herbstbuch für Young Adult Liebhabende, das ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von Julia:
Spannende Mischung aus Roman und Reportage
Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin
Ich bin ein echter True Crime Fan und daher war natürlich auch dieses Buch eine spannende Lektüre für mich. Tatsächlich war sie etwas anders als erwartet, denn ich habe damit gerechnet, dass die Geschichte Roman-mäßig erzählt wird. Letztendlich war es aber ein Wechsel aus eben diesen Romanelementen und auch der Perspektive des Reporters, wie wir ihn bei seinen Gesprächen mit der Schwerster des Ermordeten und mit dem Täter begleiten.
Der erste Perspektivenwechsel kam daher etwas überraschend für mich, aber ich habe mich total schnell damit zurechtgefunden und fand dann vor allem diesen Wechsel total spannend.
Wir haben also einerseits die Geschehnisse im Leben von Schwester und Täter erzählt bekommen. Und andererseits können wir die Gespräche begleiten, in denen vor allem der Täter seine Unschuld beteuert. Während des gesamten Buches hat der Autor nicht irgendwie wertend geschrieben, sondern eine Art neutrale Berichterstattung von sich gegeben.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mochte es, dass auch dem Täter Platz gegeben wurde, auch wenn man als Leser natürlich nicht neutral an die gesamte Sache ran geht. Vielleicht hätte man auch dem Opfer etwas mehr Platz geben können, aber das wäre letztendlich alles nur eine Mutmaßung des Autors gewesen, da er mit Gabriel ja nicht mehr sprechen konnte. Insgesamt auf jeden Fall ein sehr gelungenes Buch und für True Crime Fans eine klare Empfehlung.
Rezensionen von milky:
Roman zum Wohlfühlen
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Der Roman "Die Tage im Café Torunka" erzählt drei verschiedene Geschichten, die alle miteinander verwoben sind. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist, dass die Hauptpersonen der drei Geschichten einen Großteil ihrer Zeit im Café Torunka verbringen und sich dort wohlfühlen.
Genau dieses Gefühl transportiert der Autor Satoshi Yagisawa an den Leser weiter.
Beim Lesen wird man in ein Café in der Unterstadt von Tokio versetzt und kann beinahe frisch gebrühten Kaffee riechen. Alles ist sehr unaufgeregt und man kann beim Lesen sehr gut entspannen.
Zu Beginn war es etwas verwirrend, dass die drei Geschichten aus der Ich-Perspektive erzählt werden, obwohl es sich um unterschiedliche Personen handelt. Man gewöhnt sich jedoch schnell an den Wechsel und kann sich gut mit dem Ich-Erzähler identifizieren und sich in ihn / sie hineinversetzen.
Fazit: Wer ein gutes Buch sucht, bei dem man sich einfach nur wohlfühlt und abschalten möchte, ist dieser Roman eine absolute Leseempfehlung. Wer sich mehr Spannung wünscht, könnte davon enttäuscht sein.
Rezensionen von peedee:
Freunde und Weihnachten
Ganz bald ist Weihnachten von Britta Sabbag
Biber und Bär, Band 4: Der erste Schnee ist da! Da wissen Biber und Bär gleich, dass es nicht mehr lange bis Weihnachten geht. Die Freunde wollen Weihnachten unbedingt gemeinsam feiern. Dafür müssen sie noch Baumschmuck basteln und einen Tannenbaum aufstellen. Der gewählte Baum ist aber viel zu gross für die Bärenhöhle, daher stellen sie ihn draussen auf.
Sie feiern mit den anderen Tieren aus dem Wald zusammen Weihnachten. Für Kinder ab 4 Jahren; illustriert von Eefje Kuijl.
Erster Eindruck: Sehr schöne, durchgehend farbige Illustrationen. Die Schrift des Textes ist aus meiner Sicht zu klein geraten.
Biber und Bär sind Freunde. Sie sind sehr unterschiedlich und können verschiedene Dinge gut: Der Biber kann zwar einen Baum fällen, ihn aber nicht tragen, der Bär hingegen hat so viel Kraft, dass er Bäume schütteln und tragen kann. Was der eine nicht kann, kann der andere. Sie sind immer füreinander da.
Die Geschichte ist mit 32 Seiten sehr schnell ausgelesen, aber das ist bei dem noch jungen Zielpublikum auch passend. Anhand der ganzseitigen Illustrationen kann mit dem Kind die Geschichte ganz einfach weitergesponnen werden. Ein schönes Buch, das Freundschaft – auch wenn man sehr unterschiedlich ist – und Weihnachten thematisiert. Von mir gibt es 5 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Ein trockenes, karges Land
Ein Mann namens Loprete von Mariana Travacio
Der Roman wirkt wie ein Western, ist aber in einer unwirtlichen Gegend in der Pampa von Argentinien angesiedelt. Es ist ein Rachedrama, dass die Selbstjustiz nicht verherrlicht, aber die Wut der Beteiligten vermittelt.
Der junge Manoel hat seine Eltern verloren. Schuld hat der Clan der reichen Loprete.
Als ein Loprete im Dorf auftaucht und da getötet wird, eskaliert es.
Die kurzen Kapitel prägen den Text. Manoel ist der Erzähler. Durch Form und Erzählstil entsteht eine eigenwillige Fabel über eine Spirale der Gewalt.
Die Schriftstellerin Mariana Travacio hat Potenzial, so dass man auf weitere Bücher von ihr hofft.
Rezensionen von nislin:
Erschöpft...
Der Schlaf der Anderen von Tamar Noort
Janis arbeitet als Aufsichtsperson in einem Schlaflabor. Dort begegnet sie der Lehrerin Sina, die dort Hilfe für ihre Schlaflosigkeit sucht. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein, und doch besteht eine Verbundenheit. Sie sind in ihrem Alltag festgefahren und ihr jeweiliger Leidensdruck wird eindrücklich dargestellt.
Tamar Noort kann die Gefühlswelt dieser beiden Damen feinfühlig und einfühlsam beschreiben. In Zuge dessen werden Fragen aufgeworfen, die gesellschaftliche Dynamiken, wie beispielsweise das Rollenbild als Frau bzw. Mutter, sowie die allgemeine Arbeitswelt unter Kritik nehmen. Inhaltlich passieren keine großen Sachen, aber es werden sehr viele Themen angesprochen, sodass die intensivere Auseinandersetzung mit diesen nicht immer den benötigten Raum bekommt. Trotz allem habe ich den Roman gerne gelesen!
Rezensionen von Kokoloreslot:
Gruselroman im viktorianischen Zeitalter
Whisperling - Die Geister-Detektivin von Hayley Hoskins
„Whisperling - Die Geister-Detektivin“ ist ein düsterer erster Band einer Kinderbuchreihe mit Gänsehautgarantie, das zunehmend spannender und schauriger wird und die beschwerlichen Zustände der viktorianische Zeit zeigt, als viele Kinder keine unbeschwerte Kindheit hatten und die Kirche und der Aberglaube noch einen entscheidenen Einfluss auf das Dorfleben hatten.
In dieser Location spielt sich die Geister-Geschichte um die zwölf Jahre alte Peggy ab, die mit ihrer Gabe als Whisperling mit Verstorbenen sprechen kann. Peggys beste Freundin Sally soll ihre Herrin umgebracht haben und zur Strafe gehängt werden. Peggy beginnt keine Mord-Ermittlungen im klassischem Sinne, wie ich es bei einer Detektivin erwartet hätte, sondern versucht vor allem die Unschuld ihrer Freundin zu beweisen, um sie aus dem Gefängnis zu holen, wobei die Zeit gnadenlos abläuft und einige Stolpersteine die Sache erschweren. Es wird dementsprechend nervenaufreibend und dramatisch. Es macht großen Spaß mitzufiebern, ob Sally mit dem Mord doch mehr zutun hat und wer Peggy sabotieren könnte.
Die schlüssige Auflösung des Falles hält eine Überraschung bereit, die sehr gut zum Buch passt.
Es ist schauriges Kinderbuch mit historischen und kriminologischen Anteilen. Dabei ist es nicht oberflächlich, sondern komplex und anschaulich, sodass man gut eintauchen kann. Dazu eine ordentliche Portion übernatürlicher Grusel, Spannung, Magie und ein wenig Humor und Feminismus.
Kein Cliffhanger, aber es bleiben am Schluss Fragen offen und die machen Lust auf der Fortsetzungen. Ich hätte mir gewünscht, dass es ersichtlicher ist, dass es sich nicht um einen Einzelband handelt. Der erste Band lohnt sich jedenfalls schon mal für jeden, der es düster, klug und spannend mag. Gegebenenfalls würde ich das angegebene Alter für Kinder etwas höher ansetzen (damit die bleibenden Eindrücke keine Albträume verursachen) oder ein gemeinsames Lesen empfehlen, denn auch Erwachsene werden hier ihren Gruselspaß haben.
Rezensionen von Immenhof:
Informativ
tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Tiere im Zoo von Inka Friese
Beim Tiptoi Buch "Tiere im Zoo" aus der Wieso, weshalb, warum?-Reihe handelt es sich wieder um ein informatives und schön gestaltetes Buch. Soweit ich es verstanden habe, ist der Zoo dem Kölner Zoo nachempfunden. Auch wenn wir noch nie dort waren, erinnern die Gehege im Buch anderen modernen Zoos, wie z.
B. dem Zoo in Zürich, in welchem auch Tiere gemeinsam gehalten werden. Im Buch sind dies zum Beispiel Giraffen, Nashörner und Zebras. Dementsprechend finde ich das Thema Zoo gut aufgegriffen und auch absolut vertretbar.
Im Vergleich zu den "klassischen" Wieso, weshalb warum-Büchern enthält das Buch auf jeder Doppelseite nur einen kurzen Text, da das Buch mit Tip-Toi Elementen ergänzt wird. Die Bilder laden aber auch bereits jüngere Kinder zum Entdecken ein.
Insgesamt enthält das Buch viele Informationen, ist schön illustriert und enthält klassische Tiptoi-Elemente.











