Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Immenhof:
Vielfältig
Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge von Maria Höck
„Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge“ gehört zu einer Reihe, die bereits für Kinder ab einem Jahr ausgewiesen ist. Enthalten sind viele verschiedene Fahrzeuge und dabei nicht nur die Klassiker wie Bagger, Traktor oder Feuerwehr. Auch eher ungewöhnliche Fahrzeuge wie Lastenräder, eine Kehrmaschine oder ein Zeppelin können entdeckt werden.
Gerade diese vielfältige Auswahl gefällt mir gut und erweitert nebenbei den Wortschatz.
Allerdings ist für mich nicht ganz ersichtlich, weshalb dieses Wimmelbuch bereits ab einem Jahr empfohlen wird, während andere Bücher erst für Kinder ab zwei Jahren ausgewiesen sind. Die Bilder sind zwar übersichtlich gestaltet, den Wortschatz finde ich teilweise aber doch recht anspruchsvoll für Einjährige. Dafür wächst das Buch sicherlich eine ganze Weile mit.
Ansonsten bekommt man ein klassisches Wimmelsuchbuch mit schönen und detailreichen Bildern. Auf den Doppelseiten gibt es viel zu entdecken und einzelne Gegenstände und Fahrzeuge können gezielt gesucht werden. Dadurch ergeben sich auch immer wieder Gesprächsmöglichkeiten. Für kleine Fahrzeugfans auf jeden Fall ein schönes Wimmelbuch mit einer wirklich abwechslungsreichen Fahrzeugauswahl und einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis.
Spannend
Weißer Rausch von Anu Ojala
„Weisser Rausch“ ist der erste Band einer Trilogie. Die weiteren Bände sollen im Oktober 2027 und Oktober 2028 erscheinen. Leider bedeutet das nach diesem Auftakt erst einmal ein Jahr Wartezeit.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Man begleitet das finnische Ermittlungsteam, das schwedische Ermittlungsteam und einen Zollbeamten, der eher durch Zufall Teil des Geschehens wird.
Gerade dieser Perspektivwechsel hat mir gut gefallen und sorgt immer wieder für Spannung.
Am meisten mochte ich die Sicht des Zollbeamten. Er ist Vater und wird von seiner Frau Opfer häuslicher Gewalt. Diese eher selten dargestellte Perspektive fand ich sehr authentisch und spannend umgesetzt. Seine private Situation begleitet ihn durch das gesamte Buch und gerade mit ihm habe ich im Verlauf der Geschichte besonders mitgefiebert.
Inhaltlich geht es um Drogen und die Geschichte ist äusserst spannend aufgebaut. Es gibt immer wieder Wendungen und durch die angenehmen Kapitellängen liest sich das Buch sehr schnell. Etwas schwierig fand ich die vielen verschiedenen Personen. Gerade durch die schwedischen und finnischen Namen kann man schnell den Überblick verlieren. Eine Übersicht der Figuren mit der Information, wer auf welcher Seite der Grenze lebt beziehungsweise ermittelt, hätte mir sehr geholfen.
Das Ende kommt etwas abrupt und man merkt deutlich, dass die Geschichte noch nicht wirklich zu Ende erzählt ist. Insgesamt aber ein sehr spannender Auftakt, bei dem ich definitiv wissen möchte, wie es weitergeht. Umso schade, dass man auf den nächsten Band so lange warten muss.
Nicht so stark wie der Vorgänger
Falling Like Snowflakes von Misty Wilson
„Falling like Snowflakes“ ist bereits der zweite Teil der Reihe, welche in Bramble Falls spielt. Dieses Mal steht Sloane im Zentrum. Generell finde ich es schön, wenn die Charaktere wechseln. Leider war mir Ellis wesentlich sympathischer und ich finde es schade, dass sie in diesem Band nur eine Randerscheinung war.
Gelungen fand ich die natürliche Einbettung des Schneeflockenfestivals nach dem Erfolg im Vorgängerband. Hier hatte ich befürchtet, dass es etwas künstlich konstruiert wirken könnte. Das erste Drittel des Buches war für mich auch atmosphärisch sehr schön. Danach war jedoch ziemlich klar, wie das Buch enden wird, und die Geschichte hat sich für mich zu lange gezogen.
Leider gibt es im Buch nur wenige Spannungsmomente. Im Vergleich dazu gab es im Vorgängerband neben der Liebesgeschichte auch die Spannungen mit dem Vater. Auch die amerikanischen Schulevents waren dieses Mal nicht so brisant wie im ersten Band. Die Prüfungen flackern zwar durch die Vorbereitungen kurzzeitig als Thema auf, der eigentliche Prüfungstag wird dann aber nicht einmal erzählt. Das fand ich schade, da dieser Handlungsstrang dadurch etwas im Sande verläuft.
Die abgesagte Reise nach New York fand ich literarisch sehr schade. Ich denke, New York in der Weihnachtszeit hätte dem Buch noch eine andere Dimension gegeben. Auch finde ich durchaus, dass eine Bürgermeisterin einige Tage ohne ihre minderjährige Tochter auskommen sollte.
Buchcover und Farbschnitt sind wieder wunderschön und auch die winterliche Atmosphäre passt sehr gut zur Jahreszeit. Inhaltlich war dieser Band für mich jedoch leider nicht so stark wie der Vorgängerband.
Winterlich
Hilda Hasenherz. Das Abenteuer bei den Winterwölfen von Tobias Goldfarb
„Das Abenteuer bei den Winterwölfen“ ist bereits der vierte Band der Reihe rund um Hilfa Hasenherz. Grosses Vorwissen aus den vorherigen Bänden benötigt man meiner Meinung nach aber nicht, sodass man auch mit diesem Band gut in die Reihe einsteigen kann. Die Kapitel sind angenehm kurz und damit sehr gut für die Zielgruppe geeignet.
Immer wieder wird die Geschichte durch schöne Illustrationen aufgelockert. Besonders gut gefällt mir, dass neben der eigentlichen Handlung auch Sachwissen über die Tiere eingebaut wird. So erfahren die Kinder beispielsweise etwas über Winterschlaf und Winterruhe. Das Wissen fügt sich gut in die Geschichte ein und wirkt nicht wie ein zusätzlicher Sachbuchteil. Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen. Es wird ein schöner und abwechslungsreicher Wortschatz verwendet. So ist beim Hasen beispielsweise von den Löffeln anstatt einfach von den Ohren die Rede. Durch das winterliche Setting passt die Geschichte ausserdem wunderbar in die kalte Jahreszeit. Für mich eine schöne Mischung aus Abenteuer, Tiergeschichte und Sachwissen.
Viel Sachwissen
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 4 - Was entdecken wir auf dem Bauernhof? von Inka Friese
Die klassische Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ ist sehr bekannt. Das Konzept der Vorlesegeschichten gefällt mir aber ebenfalls sehr gut, da hier Geschichten und Sachwissen miteinander verbunden werden.
Tino und Charlie verbringen ihre Ferien auf dem Finkenhof und entdecken gemeinsam mit Matz und Fenna das Leben auf dem Bauernhof.
Sehr praktisch finde ich, dass zu Beginn die verschiedenen Personen vorgestellt werden. Auch eine Karte hilft dabei, sich auf dem Hof und in der Umgebung zurechtzufinden.
Das Buch enthält 15 kurze Geschichten. Die Länge ist zum Vorlesen sehr angenehm und die Geschichten können auch einzeln gelesen werden. Inhaltlich gibt es einiges zu entdecken. Die Kinder sammeln Eier, lernen den Schweinestall kennen, gehen mit den Ziegen spazieren und erleben ein Apfelerntefest. Besonders gut gefällt mir, dass immer wieder Sachwissen ganz selbstverständlich in die Handlung eingebaut wird. So erfährt man beispielsweise, dass Laufenten Schnecken fressen. Dadurch lernen auch die Erwachsenen noch das eine oder andere dazu.
Die vielen Illustrationen lockern die Texte auf und passen gut zur Zielgruppe. Insgesamt eine gelungene Mischung aus Vorlesegeschichten und Sachwissen rund um den Bauernhof.
Lehrreich
Wieso? Weshalb? Warum? Band 66 - Was Tiere alles bauen von Susanne Gernhäuser
Die Bücher aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ haben ein bekanntes und bewährtes Format. Auch „Was Tiere alles bauen“ hat stabile Seiten und eine sehr robuste Spiralbindung, die gerade beim gemeinsamen Anschauen praktisch ist. Natürlich dürfen auch die zahlreichen Klappen nicht fehlen, hinter denen es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.
Thematisch bietet das Buch erstaunlich viel Fachwissen rund um Tiere und ihre Bauwerke. Dabei können meiner Meinung nach auch Erwachsene noch das eine oder andere lernen. Der Aufbau gefällt mir gut. Es werden sowohl heimische Tiere vorgestellt als auch Tiere aus anderen Ländern, die wir besonders spannend fanden.
Unser Highlight war der Aufbau eines Termitenbaus. Wir hatten Termitenbauten im Urlaub bereits von aussen gesehen und fanden es deshalb besonders interessant zu entdecken, wie es im Inneren aussieht und wie komplex diese aufgebaut sind.
Insgesamt wieder ein gelungenes Sachbuch der Reihe, das Wissen altersgerecht vermittelt und durch die Klappen zum gemeinsamen Entdecken einlädt.
Museum
Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White
„Das Museum der Vögel“ fällt bereits durch sein grosses Format auf. Das Buch ist deutlich grösser, als ich erwartet hatte. Zum gemeinsamen Anschauen ist das sehr schön, beim Verstauen allerdings etwas unpraktischer.
Inhaltlich ist das Buch wie ein Museum aufgebaut und in verschiedene Säle unterteilt.
Vorgestellt werden unter anderem flugunfähige Vögel, Seevögel, Wasservögel, Greifvögel, Bodenvögel, Tropenvögel, Waldvögel sowie insektenfressende und samenfressende Vögel. Besonders gut gefallen mir die Illustrationen. Sie wirken etwas klassischer und älter und passen dadurch sehr gut zum Museumsthema.
Zu den einzelnen Bildern gibt es jeweils eine Bildlegende mit dem deutschen und lateinischen Namen, der Grösse und weiteren Informationen. Zusätzlich finden sich allgemeine Informationen zu den verschiedenen Vogelarten. Dadurch bietet das Buch nicht nur viel zum Anschauen, sondern auch einiges zum Nachlesen und Entdecken. Am Ende gibt es ausserdem ein Stichwortverzeichnis, das sehr hilfreich ist, wenn man gezielt nach einem bestimmten Vogel suchen möchte.
Für Vogelfans ist das Buch sehr zu empfehlen. Durch den besonderen Zeichenstil und den Museumscharakter unterscheidet es sich deutlich von vielen anderen Sachbüchern zum Thema Vögel.
Für Kleinkinder
Play+ Mein allererstes Soundbuch Tiere im Wald - ab 12 Monate von Maria Höck
„Mein allererstes Soundbuch Tiere im Wald“ aus der Play+ Reihe richtet sich an Kinder ab einem Jahr. Das Buch besteht aus fünf Doppelseiten und die Buchseiten sind aus stabilem Karton gefertigt, sodass sie auch von kleinen Kinderhänden gut umgeblättert werden können. Sehr praktisch für den Alltag finde ich den An und Ausschalter.
Auch die Knöpfe zum Auslösen der verschiedenen Geräusche sind schön gross und lassen sich bereits von Einjährigen gut drücken.
Die Zeichnungen sind eher einfach und übersichtlich gehalten und passen damit gut zur Altersgruppe. Trotzdem gibt es auf den einzelnen Seiten verschiedene Tiere zu entdecken, sodass sich beim gemeinsamen Anschauen immer wieder Gesprächsmöglichkeiten ergeben. Auch die Auswahl der unterschiedlichen Lebensräume und der dazu passenden Tiere gefällt mir gut.
Im Vergleich zu anderen Kleinkinderbüchern fehlen mir ein wenig die unterschiedlichen haptischen Elemente, beispielsweise Fell zum Fühlen. Dafür sind die Knöpfe einfacher zu bedienen und meiner Meinung nach gerade für Kinder ab einem Jahr sehr gut geeignet. Insgesamt ein schönes erstes Soundbuch, bei dem insbesondere die altersgerechte Gestaltung überzeugen kann.
Lustige Idee
Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre von Maria Höck
„Mein lustiges Spielbuch – Wut im Bauch“ ist Teil einer neuen Ravensburger Reihe für Kleinkinder und wird ab 2 Jahren empfohlen. Diese Altersangabe finde ich passend, da die Inhalte einfach, verständlich und sehr spielerisch vermittelt werden.
Im Mittelpunkt stehen die Gefühle Angst, Ekel, Freude, Trauer und Wut.
Im Buch treten verschiedene Tiere als handelnde Figuren auf und erleben passende Situationen aus dem Alltag, anhand derer die einzelnen Gefühle aufgegriffen werden. Besonders gut gefallen haben mir die Emotionskärtchen, da sie dabei helfen, Gefühle sichtbar und dadurch auch greifbarer zu machen. Eine schöne und lustige Idee ist es außerdem, die jeweils passende Emotion in den Bauch zu legen.
Das Buch bietet damit einen ersten spielerischen Zugang zum Thema Emotionen und lädt dazu ein, gemeinsam über Gefühle zu sprechen. Gleichzeitig gibt es für die Kinder einiges zu entdecken und auszuprobieren. Für mich ein gelungenes Mitmachbuch für die angegebene Altersgruppe.
Wohlfühlkrimi
Mordsbohei in der kleinen Frittenbude am Strand von Kirstin Hesse; Marion Hahn
Ich lese sehr gerne Bücher passend zu den jeweiligen Jahreszeiten. Bisher waren dies allerdings überwiegend Liebesromane, weshalb „Mordsbohei in der kleinen Frittenbude am Strand“ mein erster Krimi dieser Art war. Meine Erwartungen an einen Herbstroman wurden absolut erfüllt. Die Landschaft, das Wetter und die Atmosphäre werden schön beschrieben und sorgen für eine gemütliche Herbststimmung.
Der Kriminalfall fügt sich gut in die Handlung ein und macht neugierig auf den weiteren Verlauf. Allerdings handelt es sich für mich eher um einen Wohlfühlkrimi. Wer viel Detektivarbeit oder extreme Spannung erwartet, wird vermutlich etwas enttäuscht sein. Trotzdem bleibt die Geschichte unterhaltsam und hat mir gerade durch die Mischung aus Krimi und Herbstroman gut gefallen. Für mich ein gelungener Einstieg in herbstliche Krimis.











