Kunden em pfehlungen
Rezensionen von milky:
Toller Auftakt der Thriller-Reihe
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
"Der Prätorianer" spielt in Kopenhagen und handelt von der Kriminalkommissarin Sara Levin, die eine ungewöhnliche Reihe an Mordfällen aufdecken muss. Dabei hat sie Unterstützung von ihrem Kollegen Janus West als auch ihrem Bruder, einem hoch angesehenen Psychologen, Adam.
Die Geschichte wird chronologisch aus der Sie- bzw.
Er-Perspektive erzählt und hat dabei pro Kapitel bestimmte Personen im Blick. In den meisten Fällen wird die Sichtweise von Sara beschrieben. Durch diesen Wechsel erhält man als Leser zum einen einen guten Überblick über das Geschehen als auch Einblick in verschiedene Charaktere.
Zum Großteil wird sehr spannend, flüssig und nachvollziehbar erzählt. Am Ende mancher Kapitel hat mir der Aufhänger für das nächste Kapitel gefehlt. Im Idealfall sollte es bei Krimis und Thrillern keinen oder nur sehr wenige Momente geben, das Buch guten Gewissens wegzulegen, um eine Lesepause zu machen. Hier gab es diese Momente öfter, obwohl die Geschichte an sich spannend ist. Ich kann es nicht richtig benennen, ohne zu spoilern, aber insgesamt hat mir das gewisse Etwas gefehlt.
Das Cover hingegen ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Alles ist stimmig und die Haptik ist sehr schön, sodass ich das Buch immer wieder gerne in die Hand genommen habe.
Leider nicht meins
If Books Could Kill von Kate Eberle
Das Hörbuch "If Books Could Kill" von Kate Eberle handelt von Roxy, die Liebesromane nur so verschlingt, selbst aber keine romantischen Beziehungen eingeht. Eines Tages wünscht sie sich, die Hauptfigur im zukünftigen Roman ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews zu sein. Wie durch ein Wunder, wird ihr Wunsch erfüllt; jedoch verkündet Anna Matthews auf den sozialen Medien, dass ihr neuer Roman keine Liebesgeschichte wird, sondern ein Thriller.
So beginnt eine turbulente Reise für Roxy.
Der Klappentext hat sich für mich nach viel Potential angehört, da ich hauptsächlich Thriller lese, aber ab und an ganz gerne Liebesromane. Für mich war die Geschichte ein Mix aus Comedy, Romance und Thriller. Leider wurde alles drei eher schlecht als recht umgesetzt. Gerade zu Beginn und im Mittelteil haben mich die Figuren genervt und alles wirkte so aufgesetzt und künstlich. Ich konnte leider gar keine Verbindung zur Hauptfigur aufbauen. Gegen Ende war es dann ganz ok, sodass ich noch den Schluss hören wollte und nicht schon vorher abgebrochen habe.
Die Sprecherin hat das Buch sehr gut gelesen. Die Betonungen waren klasse und auch die Änderung der Stimme je nach Charakter war meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir gut gefallen.
Sehr spannend und geheimnisvoll
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Der Thriller "Tödliches Verderben" von Karin Slaughter handelt vom Mord an einer Polizistin und der schweren Verletzung ihrer Tochter. Beide werden in ihrem Haus von Sheriff Emmy Clifton, der Hauptfigur, und ihrer Schwester Jude sowie Emmys Sohn gefunden. Jude ist ehemalige FBI-Agentin, ihr Sohn Deputy im selben Department wie Emmy und beide unterstützen Emmy dabei, den Fall aufzuklären.
Während des Aufklärung kommen immer mehr Geheimnisse der Stadt und ihrer Bewohner ans Licht.
Der Text ist total spannend geschrieben und ich konnte mich sehr leicht in dem Buch verlieren und die Zeit vergessen. Durch die vielen Geheimnisse und Wendungen bleibt die Spannung aufrecht erhalten und man wird als Leser immer wieder von der Geschichte überrascht.
Erzählt wird chronologisch und aus der Sie-Perspektive (Großteils aus Emmys Sicht, selten auch aus Judes Sichtweise). Ein, zwei Mal war ich verwirrt, weil ich nicht ganz folgen konnte, ob nun mit "sie" Emmy oder Jude gemeint war, aber man hat sich recht schnell wieder einfinden können.
Fazit: wer ein spannendes Buch mit vielen Wendungen sucht, ist hier genau richtig.
Cozy Crime mit Anlaufschwierigkeiten
Three Willows: Mord und Häkeldeckchen von Katie Kento
Der Krimi "Three Willows" von Katie Kento handelt von der 83-jährigen Adelaide Peel, die ins Altersheim muss. Eigentlich sind dort keine Tiere erlaubt, doch von Beginn an gelingt es ihr, ihren Rauhaardackel Broderick einzuschmuggeln, die einzige Konstante in ihrem Leben. Von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern will sie nichts wissen und versteckt ihre grantige Art nicht.
Doch als ihre Zimmernachbarin stirbt und sich einige merkwürdige Dinge in Three Willows ereignen, fängt Adelaide Peel, die eingefleischte Kimi-Leserin, selbst an zu ermitteln.
Die Geschichte ist in der Sie- bzw. Er-Perspektive geschrieben und deckt Adelaides und die ihres Großneffen Oliver ab. Das war aus meiner Sicht gut gewählt, da sich eine Ich-Perspektive unpassend angefühlt hätte. Insgesamt war das Buch etwas zu langwierig und vor allem zu Beginn während der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich nicht wirklich gut einfinden und fand auch die Hauptfigur etwas aufgesetzt. Das hat sich mit der zweiten Hälfte geändert und sowohl die Geschichte als auch die Hauptfigur waren etwas nahbarer.
Fazit: man darf hier keine große Spannung erwarten, aber wenn man einen gemütlichen Krimi zum Schmunzeln sucht, ist man hier richtig.
Familiengeheimnisse
Eine zu viel von Samantha Hayes
Der Thriller „Eine zu viel“ von Samantha Hayes handelt von der Familie Hunter. Nach dem Tod des Vaters Ray lädt die Mutter Connie ihre Töchter Kate, Darby und Bea inklusive deren Familie in die Ferienhütte der Hunters ein. Connie möchte sowohl Zeit mit der Familie verbringen als auch das Rays Testament mit ihren Töchtern besprechen und ein Geheimnis lüften.
Im Laufe der Geschichte wird klar, dass nicht nur Connie Geheimnisse mit sich herumträgt..
Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt und je Teil wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Connie, Kate, Darby, Bea, Theo (der Stiefsohn von Darby) und Ray. Das finde ich eine sehr gute Wahl, da der Leser einen umfassenden Blick erhält und die Geheimnisse jeder Person nach und nach erfährt. Zusätzlich steigt dadurch die Spannung, da die Perspektiven immer wieder unterbrochen werden. Die Autorin legt einige falsche Fährten und versteht sich, die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten. Nach und nach ergibt alles Sinn und die Geheimnisse werden gelüftet. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, da ich mich schnell in die Geschichte einfinden konnte und eine Verbindung zu den Personen aufbauen konnte.
Fazit: ich kann das Buch nur empfehlen, da ich es kaum aus der Hand legen konnte und es bis zur letzten Seite spannend blieb.
spannend, aber nicht 100 % überzeugt
Komm spielen von Linwood Barclay
Der Thriller "Komm spielen" handelt von der New Yorker Schriftstellerin Annie, die nach einem schrecklichen Jahr mit ihrem Sohn eine Auszeit im Ort Castle Creek verbringt, um wieder zu sich zu finden und Abstand zu gewinnen. Das gelingt auch zunächst ganz gut, bis plötzlich seltsame und unerklärliche Dinge mit ihr und ihrem Sohn Charlie passieren.
Zeitgleich wird im Buch auch beschrieben, wie es zu den Morden im Ort Lucknow kam und wie das mit Annie und Charlie zusammenhängt.
Der Thriller ist in verschiedene Teile aufgeteilt, die abwechselnd das Geschehen um Annie und das um den Ort Lucknow erzählen. An sich ist der Text gut geschrieben, sodass ein stetiges Zuhören ohne abzuschweifen möglich ist, jedoch hätte ich - ausgehend vom Klappentext - erwartet, dass sich die Geschichte hauptsächlich um Annie dreht und die Vergangenheit von Lucknow nur nebenbei erklärt wird. Ich glaube, mir hätte das Buch besser gefallen, wenn das der Fall gewesen wäre. Vielleicht, weil ich diese Erwartung hatte, vielleicht auch weil ich mir gehofft hätte, mich dann noch besser in Annie hineinversetzen zu können und näher an der Geschichte gewesen wäre.
zu oberflächlich
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
Der Roman "Nächstes Mal für immer" handelt von der Hamburgerin Mona, die 1999 ein Auslandssemester in Paris verbringt. Dort wohnt sie mit ihrer irischen Mitbewohnerin Lou in einem kleinen Apartment, findet Freunde und lernt auch Thibauld kennen. Nach 20 Jahren kehrt Mona nach Paris zurück und trifft zufällig wieder auf Thibauld, den sie nie ganz vergessen konnte.
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, genauso wie die Verarbeitung und die hervorstehenden Buchstaben des Titels. Es verkörpert das Gefühl, das man sich vom Leben in Paris vorstellt.
Was mir auch gut gefällt ist der Aufbau des Buches: die Geschichte wird abwechselnd im Jahr 1999 und 2019 erzählt. Dadurch wird etwas Spannung aufgebaut und ich war als Leser daran interessiert, wie es in der jeweiligen Zeit weitergeht.
Zu den Figuren selbst konnte ich leider keine Verbindung herstellen und mich in sie hineinversetzen. Es war, als ob ich alles durch eine dicke Glaswand beobachte und die Gefühle einfach nicht bei mir ankommen. Ein gutes Buch macht für mich aus, dass ich mit den Hauptfiguren mitfiebern, -weinen und -lachen kann und ihre Emotionen verstehen kann. Hier war das leider nicht der Fall, sondern eher neutral und aus der Vogelperspektive erzählt. Das war sehr schade, da das Setting und der Paris-Flair gut beschrieben war und auch die Geschichte Potential hätte, die Leser zu berühren.
Heilung
People in Love von Claire Daverley
Der Roman People in Love von Claire Daverley handelt von Nora und Bren. Beide sind als Nachbarn aufgewachsen und waren unzertrennlich bis sich Bren, fast 18, nach einem Schicksalsschlag auf Reisen in die weite Welt macht und nicht mehr nach Hause zurückkehrt, aber sporadisch mit Nora in Kontakt bleibt.
Nora hingegen bleibt in der Heimat, lebt ihr Leben weiter und lernt Robin kennen. Obwohl sie eigentlich nie heiraten möchte, sagt sie Ja, Ja, Ja! als Robin ihr einen Antrag macht. An ihrer Verlobungsfeier steht plötzlich Bren vor Noras Tür und ihre Gefühlswelt gerät durcheinander.
Die Geschichte wird sowohl aus Noras als auch aus Brens Perspektive erzählt und ab und an aus Robins, was dem Leser einen guten Überblick gibt und die Möglichkeit, eine Verbindung zu den drei Hauptfiguren aufzubauen.
Was erstmal nach einer 08/15 Geschichte klingt, hat so viel mehr zu bieten. Es geht um Heilung, Freundschaft, Verzeihen, Familie und Liebe. In diesem Roman stecken viele Themen, die ich dort erst gar nicht erwartet hätte.
Fazit: aufgrund dieser Überraschung gibt es fünf Sterne, auch wenn Liebesromane eigentlich nicht mein Lieblingsgenre sind.
anders als erwartet
Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett
In "Fünf Tage im Licht" spielt Sophie die Hauptfigur: sie verbringt mit ihren drei Freundinnen fünf Tage auf einer griechischen Insel, um von einer der Freundinnen den Junggesellinnenabschied zu verbringen. Nach den fünf Tagen sollen die jeweiligen Partner nachkommen, um noch weitere gemeinsame Tage zu erleben.
Sophie befindet sich in einer Sinnkriese und stürzt sich Hals über Kopf in eine Affäre mit dem Griechen Ky.
Die Stimme von Henriette Schreurs passt total gut zum Roman und sie füllt die Geschichte mit Leben.
Das Cover hat mir gleich zu Beginn total gut gefallen, weil es so schön frisch und sommerlich aussieht und genauso habe ich mir auch das Gefühl beim Lesen vorgestellt. Vielleicht hatte ich auch falsche Erwartungen, aber für mich war die Hauptfigur Sophie nicht richtig sympathisch und auch die Stimmung im Roman war die meiste Zeit eher bedrückt, sodass der Sommer-Vibe bei mir leider nicht aufkam.
Die Lebensfragen, die sich Sophie stellt, sind gerade in den späten 20ern und 30ern relevant und auch gut thematisiert im Buch. Diesen Part hat die Autorin gut umgesetzt.
unentschlossen
Insel der Ratten von Jo Nesbø
Der Roman "Insel der Ratten" spielt in einer Welt, in der eine schwere Pandemie herrschte und anschließend das System zusammenbrach. Nur noch die Reichen können sich sicher fühlen und ein - den Umständen entsprechend - angenehmes Leben führen. Für den Rest der Menschen heißt es, sich möglichst mit einer Bande zusammenzutun, um eine gewisse Sicherheit zu erhalten.
Die Geschichte dreht sich vor allem um einen der reichsten Männer, Colin Lowe, seinen Sohn Brad sowie Colins engsten Freund und Juristen Will. Brad ist Anführer einer Bande und entführt Wills Tochter. Eine zentrale Frage des Romans ist, ob Will auf Rache aus ist oder dem noch ansatzweise bestehenden Rechtssystem vertraut.
Erzählt wird in der Ich-Perspektive von zwei Charakteren. Trotzdem konnte ich mich bei beiden nicht vollständig in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, jedoch wird kaum Spannung aufgebaut, was dazu führte, dass ich nicht gefesselt war und nicht den Drang hatte, unbedingt weiterlesen zu wollen.
Fazit: die Welt im Roman wurde von Jo Nesbø sehr gut aufgebaut, allerdings hat mich die Geschichte an sich nicht vollständig überzeugt.











