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Rezensionen von Danislesestube:

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Ein guter Fantasy Roman mit einem bekannten Konzept

Fallen Angels, Rising Demons - Der Wettstreit von Katharina V. Haderer

Von Katharina V. Haderer habe ich zuletzt „Das Hotel“ gelesen, ein großartiges Buch voller Spannung und Twists. Daher habe ich, als ich „Fallen Angels, Rising Demons – Der Wettstreit“ auf der VIECC gesehen, nicht lange gezögert und es mitgenommen. Urban Fantasy, der zwischen Himmel & Hölle, vermischt mit etwas Romantik, damit konnte ich bisher immer etwas anfangen.

Daher müsste dieses Buch ja ein Volltreffer gewesen sein, oder? Schauen wir uns das Ganze mal an.

Von außen sehen wir ein wunderschönes Cover, welches perfekt zur Handlung passt. Nicht generisches, einfach ein kleines Kunstwerk. Mag ich sehr. Wobei man sagen muss, dass der Titel das Ende etwas andeutet. Aber nun gut, das muss ja nichts heißen. ????

Der Anfang des Buches wurde von der Autorin recht kompakt gestaltet. Engel macht Puff auf der Erde. Ihm wird abermals sein Ziel eingetrichtert und schlussendlich zu einem vollwertigen Menschen zusammengezimmert. Oder wie es im Buch so schön geschrieben steht: Seine engelsgleichen und geschlechtslosen Züge werden in eine andere Dimension gezeichnet. Was übrig bleibt, ist von einem Menschen, in diesem Falle vom Typ Mann, nicht mehr zu unterscheiden. Lazael, so der Name unseres Protagonisten, muss sich nicht nur mit seinem Ziel, sondern auch mit den dazu gewonnenen Sinnen und Gedanken befassen. Engel sind sowohl körperlich als auch gedanklich komplett anders als von Gefühlen getriebenen Menschen. Zum Glück muss er da nicht alleine durch. Die beiden Künstler, sein Engelsbruder und die teuflische Haushälterin, stehen ihm zur Seite. Bis hierhin haben wir einen grundsoliden Aufbau vor uns.

Jedoch wankt Lazael immer mehr in seiner Überzeugung, je weiter die Handlung voranschreitet. Gut und Böse verschwimmen immer mehr, genauso wie sein eigentliches Ziel. Als Mensch hat er weit weniger Kontrolle über sein Handeln als in seiner Engelsgestalt. Apropos verschwimmen. Sein Ziel namens Eva ist leider etwas blass geraten. Sie ist da, vorhanden. Wirkt aber mehr wie eine Zielscheibe als ein Mensch, auch wenn sie ihre wenigen Glanzmomente hat. Dem Gegenspieler wurde zum Glück etwas mehr Liebe geschenkt als Eva, aber viel zu bieten, außer böse dreinzuschauen, hatte er bedauerlicherweise auch nicht. Lazael hingegen gewinnt immer mehr an Fahrt, je weiter er den Weg der Sünde, ich meine natürlich des göttlichen Herren geht. ^^ Sein Engelsbruder ist genau der nervige Charakter, den die Autorin im Sinn hatte, als sie ihn geschrieben hat. Manchmal jedoch hat er maßlos übertrieben. Aber das gehörte vermutlich einfach dazu. Die beiden Künstler wiederum habe ich richtig ins Herz geschlossen. Die Haushälterin hat mir von ihrer Entwicklung am besten gefallen, sie trägt auch sehr stark zum Ende des Buches bei.

Dieses wurde zwar sehr rasch eingeläutet, hat aber einen entsprechenden Eindruck und WOW-Moment bei mir hinterlassen. Ich frage mich, was ein möglicher Nachfolger für mich bereithalten könnte. Die Handlung ganz allgemein hat mir gut gefallen, es habe gefühlvolle Momente, etwas Spannung und natürlich knallte es vereinzelt. Stellenweise gab es ein paar Leerläufe, die mich aber nicht groß gestört haben.

Insgesamt ein guter Fantasy, der Fans des Konzeptes des Buches durchaus begeistern könnte.

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Ein guter Fantasy Roman mit einem bekannten Konzept
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Grundsolider Kurzroman

PRISM von Katherina Ushachov

Dieses Buch habe ich mit einem anderen Buch zusammen vom ohneohren Verlag im E-Book Format erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle. Meine Meinung wird davon wie immer nicht beeinflusst. Wenn es etwas zum Meckern gibt, dann ist das eben so. ????

Menschen und Zukunftstechnik sind vor allem in Filmen nicht selten eine eher ungünstige Kombination.

Was mit einer kleinen Idee beginnt, entwickelt sich oft in eine schräge und ethisch fragwürdige Richtung. Der Grundgedanke ist ja oft, der Menschheit einen Gefallen zu tun. Aber zu welchem Preis? Hier bekommen wir es beispielsweise mit PRISM zu tun. Damit soll es möglich sein, Menschen nach ihrem Tod beispielsweise zu den Umständen ihres Ablebens befragen zu können. Zum Verbrechen aufzuklären sicher eine feine Sache. Einfach den toten Körper an einen Computer anstecken, den Verstand hochladen und auf geht es. Die Oberfläche wird im Buch z. B. mit einem Point & Click Adventure (kennt das noch jemand von meinen jüngeren Lesern?) verglichen. Pixelmatsch und etwas Hilflosigkeit inklusive. Was kann da bloß schiefgehen? Etwa Missbrauch? Nein. Also wirklich. ????

Wir begleiten die Charaktere Penelope, Sofie und Kader, welche mit dem Projekt PRISM vertraut sind, damit zu arbeiten und im besten Fall weiterzuentwickeln. Deren Alltag las sich spannend. Mögliche Risiken wurden erwähnt. Genauso wie Bedenken, ob man das Richtige tut. Immerhin lässt man eine tote Person ihren Tod in der Theorie noch einmal erleben. Zumindest gedanklich. Denn, ob die Person bzw. der Verstand, der ja eigentlich nur ein Abbild der zuvor noch lebenden Person ist, wirklich in dieser digitalen Welt „lebt“ kann man durchaus hinterfragen.

Das Protagonisten-Trio hat mir gut gefallen. Drei unterschiedliche Charaktere, die in dieser kurzen Zeit mit dem Roman sehr viele Facetten gezeigt haben. Selbstverständlich wurde hier, wie im Klappentext angedeutet, mit einer Prise Queerness und als Garnitur Diversität gewürzt. Bin froh, dass aus der Beziehung der drei kein großes Drama gemacht wurde. Es ist, wie es ist. Punkt. Danke. Zwischendurch gab es rasante Momente, aber insgesamt tuckert die Geschichte eher gemütlich vor sich hin.

Viel spannender war, wie sich PRISM weiterentwickelt hat und was damit möglich ist. Es wurde von der Autorin ausreichend Infos hinzugefügt, dass man sich etwas darunter vorstellen kann. Drumherum schmiegt sich eine spannende Geschichte, die relativ abrupt endete. So 30, 40 Seiten mehr hätten der Geschichte gut getan. Aber insgesamt bin ich zufrieden.

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Grundsolider Kurzroman
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Tolle Idee, wenig Abwechslung

Knochenblumen welken nicht von Eleanor Bardilac

Heute habe ich ein weiteres Buch für euch, welches ich von der VIECC mitgenommen habe. Ich wollte schon seit Längerem ein Buch von Eleanor Bardilac lesen und habe nun endlich diesen Schritt gewagt. Von Außen betrachtet ist es wirklich hübsch. Nicht übertrieben, wirkt recht düster. (Passend zu Handlung) Aber wie sieht es innen aus? Hat es sich gelohnt, das Buch zu lesen? Schauen wir uns das wie immer im Detail an.

Aurelia, unsere Protagonistin, verfügt über eine magische Begabung, was an sich super ist, jedoch in ihrer Umgebung nicht gerne gesehen wird. In der Stadt Vhindona ist man viel mehr auf geschickte Erfinder und reiche Händler stolz. Durch Zufall ergibt es sich, dass sie von dem mächtigen Nekromanten Marius Cinna als Schülerin zugeteilt wird. So beginnt eine spannende Geschichte zweier spannender Charaktere. Einer davon trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum, welches erst am Ende gelüftet wird. Vorher dürften wir Aurelia bei ihrem Lernprozess und Alltag mit ihrem Lehrmeister begleiten. Glücklicherweise trifft sie auch auf andere Mitmenschen bzw. Wesen, die meistens recht freundlich und vor allem sehr hilfreich sind. Was fehlt noch? Richtig, eine spannende Handlung.
Spätestens hier könnten sich die Geister scheiden. Die meiste Zeit über ist die Geschichte recht gemächlich. Aurelia und Marius werden kaum aus ihrem gewohnten Alltag gerissen. Was einerseits gut ist, so lernen sich die beiden und wir sie besser kennen. Andererseits humpelt alles andere vor sich hin. Auch wenn recht früh angedeutet wird, welcher der Charaktere am Ende „böse“ ist, passiert bis zum Ende nicht wahnsinnig viel. Interessant fand ich vor allem die titelgebenden Knochenblumen, schon toll, was sich die Autorin da ausgedacht hat. Der Einbau von Diversität und den flexiblen Geschlechterrollen verlieh der Handlung etwas mehr Flexibilität. Schön, das in dieser unaufdringlichen Form zu lesen. Das hilft leider alles nichts, denn die Handlung ist, wie schon erwähnt, sehr gemächlich am Weg. Es kann also passieren, dass man sich beim Lesen etwas langweilt. Nicht viel, aber die Tendenz ist da. Ich musste recht viele Pausen einlegen, weil es mir sonst zu eintönig wurde.
Insgesamt ein spannendes Buch mit interessanten Charakteren und einem guten Ende. Jedoch mit Schwächen.

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Tolle Idee, wenig Abwechslung
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Spannend, gruselig, verstörend und brutal^^

Die Grenze der Dunkelheit von Michael Hirtzy

Heute habe ich wieder ein ganz besonders düsteres und spannendes Buch für euch. Ich lese Bücher aus dem Science-Fiction-Genre sehr gerne. Das kommt unter anderem von meiner Vorliebe für Filme zustande. Daher freute ich mich sehr, dass ich dieses Buch auf der Vienna Comic Con beim Stand von Michael Hirtzy, den ich bereits von einer anderen Buchmesse kannte, entdeckt habe.

Optisch ist es wirklich schön. Passt auch super zur Handlung.
Diese ist recht einfach erklärt. Der Jungfernflug des Forschungskreuzers Koukishin scheitert und das Schiff geht verloren. Jahre später, auf der Suche nach einem Hinweis, dass das Schiff noch existiert, bricht eine kleine Crew auf, dieses zu bergen. Die Hoffnung auf Überlebende ist gering. Nach 40 Jahren ist das ja auch kein Wunder. Viel spannender ist die Frage, was die Mannschaft des Rettungsschiffes vorfinden wird? Ein verwaistes, nahezu verfallenes Schiff mit ein paar Skeletten an Bord?
Der erste Teil der Frage ist fast korrekt. Beim zweiten Teil reicht nicht einmal die Fantasie eines größenwahnsinnigen Wissenschaftlers aus, um die Gefahr zu beschreiben, die dort auf unser Bergungsteam wartet. Spätestens bei der ersten Begegnung mit der Bedrohung musste ich direkt an einen alten Film namens „Virus – Schiff ohne Wiederkehr“ denken. Natürlich könnte man auch Filme wie Alien, Event Horizon und Das Ding aus einer anderen Welt als Beispiel für diese Handlung nehmen. Fakt ist, euch erwartet eine rasante, gruselige, klaustrophobische, verstörende, hoffnungslose und extrem spannende Handlung. Dennoch habe ich mir sehr viel Zeit mit dem Buch gelassen (mein einziger Vorsatz für 2026), um es vollends genießen zu können und nichts zu verpassen oder zu überlesen. Die Charakterentwicklung können wir recht schnell abhaken. Jedes Mitglied der Crew dachte, die Lage unter Kontrolle zu haben, bis sich diese recht schnell in Luft auflöste, bzw. in dem Wesen, welches sie auf dem verschollenen Schiff traf. Wenn ihr Probleme mit Blut, Verstümmelung, psychische Leiden und Verlust habt, könnte das Buch zu viel für euch sein. Jedoch ist es genau das, was ich bei diesem Buch erwartet habe. Eine Bedrohung aus dem Weltraum, aus einer anderen Dimension (scheinbar) geht meistens nicht lächelnd mit ausgestreckter Hand auf euch zu, um Hallo zu sagen. Diese reißt euch selbigen ab und verprügelt euch damit.
Und sonst so? Natürlich könnte ich mich fragen, warum man nur eine Handvoll Experten auf diese Mission geschickt hat, obwohl es sehr verdächtig ist, dass Jahre später ein einst verschollenes Schiff wieder auftaucht und brav darauf wartet, besucht zu werden. Warum wurde ein anderes Rettungsteam nicht stutzig, als es kein Signal mehr von diesem Team bekam und dementsprechend sofort aufbrach, anstatt zu warten? Alles wichtige Fragen. ABER hier geht es nicht darum, eine unfassbar realistische Geschichte zu erzählen und mit Fakten um sich zu werfen. Ich wurde gut unterhalten und würde gerne mehr Bücher aus diesem Universum lesen.

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Spannend, gruselig, verstörend und brutal^^
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Ein grandioser Start einer Reihe

Wolfswille von Melanie Vogltanz

Dieses Buch habe ich von der Autorin als Leseexemplar erhalten. Wie immer beeinflusst diese Tatsache nicht meine Meinung. Entweder ich mag das Buch, oder eben nicht. ????

Dark Fantasy Romane mag ich sehr gerne. Mittlerweile fast schon mehr als Urban Fantasy Romane, welche ich bisher großteils gelesen habe.

Aber ein Roman, der sich um mindestens einen Wolfsmenschen und andere düstere Kreaturen dreht, trifft eben auch meinen Geschmack.

Nach einem düsteren, etwas bedrückenden Prolog lernen wir unseren Protagonisten, Alfio kennen. Dieser ist kein strahlender, super gelaunter Wolfsmensch, welchen man von romantisierten Büchern und Filmen kennt. Wenn er in seiner Wolfsform nicht gerade unkontrolliert Menschenleben beendet oder Schuldeneintreiber spielt, benebelt er seinen Verstand, fügt sich Schmerzen zu, um sein inneres Biest unter Verschluss zu halten. Hier merkt man schon, er ist weder ein Held noch ein Antiheld. Alfio ist ein Wesen, welches schon ewig auf der Welt umherwandert und keinen richtigen Platz hat. Seine Verwandlung ist weder schön noch heldenhaft. Trotzdem hat er es geschafft, nicht vollkommen wahnsinnig zu werden. Tief in seinem Inneren steckt ein gutes Herz. Dies wird im Laufe der Handlung deutlich. Selbst als er eines Verbrechens bezichtigt wird, welches er offenbar nicht begangen hat, fängt er nicht an, sein Umfeld abzuschlachten. Das hat der eigentliche Mörder selbst übernommen. Spätestens hier wird klar, dass sich die Autorin möglicherweise an Jack the Ripper orientiert hat. Es gibt sehr viele Anspielungen auf diesen Fall. Garniert mit einer gesunden Portion Fantasie.

Alfio als Protagonist hat mir sehr gut gefallen. Seine innere Zerrissenheit, sein Gerechtigkeitssinn und seine eigene Herangehenweise, Probleme zu lösen, hat mir sehr gefallen. Auch die Nebencharaktere, wie z.B. eine bestimmte Prostituierte, bekamen reichlich Persönlichkeit spendiert. Die menschlichen Kolleg:innen müssen ebenfalls sich nicht verstecken. Generell entwickelten sich alle Charaktere stetig weiter. Der Handlungsverlauf reicht von ruhig bis spannend. Emotional bis wutentbrannt. Gerade in diesem Genre ist das ein großer Pluspunkt. Was als scheinbar blinde Zerstörungswut und Selbsthass beginnt, entwickelt sich mit der Zeit zu einer emotionalen, dunklen und rasanten Geschichte. Gibt es etwas zu kritisieren? Nein. Selbst wenn ich mit der Lupe durchgehe, gibt es nichts, was mich gestört hätte. Der Showdown hat das Gesamtwerk gut abgerundet. Das Cover gefällt mir ebenso.

Es war eine gute Idee, dieses Buch anzunehmen. Teil zwei werde ich auf jeden Fall lesen.

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Ein grandioser Start einer Reihe
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Ein wundervoller Liebesroman

Unwritten Love (Unwritten, Bd. 1) von Teresa Sporrer

Livia schreibt unter ihrem Pseudonym A. Lovelace supererfolgreiche Liebesromane. Was unglaublich toll und der Traum jeder Autorin ist. Ihr Buch soll nun verfilmt werden. ein männlicher Schauspieler für die Hauptrolle ist schnell gefunden. Jedoch handelt es sich bei Julian um einen A….. Ja, wirklich.

Der Typ hat es in Rekordverdächtiger Zeit geschafft, die zurückhaltende Livia zur Weißglut zu bringen. Da er weder von Livia noch von der Rolle sonderlich begeistert ist, lässt er beide sausen. Er ist schließlich bessere Rollen gewohnt.

Wie es der Zufall so will, gehen Livia und Julian nach ihrem ersten Treffen nicht getrennte Wege. Aber warum und wieso? Genau das ist der spannende Teil dieses Buches. Wer meine Rezension zu „Unplayed Love“ gelesen hat, weiß, dass ich mit Julian als Nebencharakter so gar nicht warm geworden bin. Der Typ ging mir einfach derb auf die Nerven. Daher war ich neugierig, wie er sich als Hauptcharakter neben Livia, die ich im genannten Buch recht gern hatte, schlägt.

Nun, was soll ich sagen? Im ersten Drittel des Buches ist er genauso, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ein absoluter Vollhonk. Livia tat mir stellenweise echt leid. Sie hat sich doch nur eine akzeptable Besetzung für die Hauptrolle gewünscht. War das zu viel verlangt? Dazu kommt noch, dass er sie unter ihrem Klarnamen auf Social Media erwähnt. Kann es noch schlimmer kommen? Ja. Kann es. Und zwar eine Fake-Beziehung. Was kann da schon schiefgehen? Natürlich nichts.^^

Ab der Mitte des Buches bessert sich Julians Verhalten nach und nach. Der Typ war mir zeitweise sogar sympathisch. Aber vermutlich auch nur, weil er Livia aus diversen Situationen geholfen hat. ???? Sie als laufendes Chaos zu bezeichnen ist, denke ich, recht treffend. Aber wie zuvor erwähnt, ist sie sonst super sympathisch. Toppen kann das nur Julians Schwester Charlotte, welche mit ihrer aufgedrehten und liebenswerten Art vor allem im ersten Drittel für sehr viel Auflockerung gesorgt hat.

Was mir ebenfalls ausgezeichnet gefallen hat, war Livias Liebe zu Büchern und wie sie darüber gesprochen hat. Da wurde mir warm ums Herz. Generell sind Bücher und Schreiben ein großes Thema. Wundervoll. Was mag Julian so? Schlechte Filme? Auf Livia herumhacken und sie „liebevoll“ Gremlin nennen? Das kommt fast hin.

Und sonst so? Was wäre ein Liebesroman ohne Dramen? Richtig, entspannt. Hier gab es gleich zwei größere Stimmungskiller, auch Dramen genannt. War jetzt nicht unbedingt nötig, hätte locker vermieden werden können. Aber zum Glück wurden diese recht schnell wieder aufgelöst. Danke.

Insgesamt hat mir Unwritten Love besser gefallen als Unplayed Love. Nicht weil letzteres so schlimm gewesen ist, eher weil mir das Thema und die Charakterentwicklung in diesem Buch besser gefallen haben.

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Ein wundervoller Liebesroman
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Ein gelungener Auftakt

Lilienopfer. Dein Tod gehört mir von Leo Born

Ich fahre mit dem Zug und nehme mit: Einen Thriller von Leo Born. Aber nicht irgendeinen, sondern den Anfang einer Reihe, die schon lange auf meiner Wunschliste vor sich hin vegetiert. Seit ich den ersten Teil der Mara Billinsky Reihe gelesen habe, ließ mich die Reihe rund um die Ermittlerin, die auch die Krähe genannt wird, nicht mehr los.

Aber da gibt es noch jemanden.
Nämlich Jack Diehl. Klingt nicht nur cool, der Typ ist es definitiv. Zumindest, wenn man den Menschen in diesem Buch glauben darf. Selbstverständlich hat er wie seine Genre-Kollegin auch seine Schattenseiten und einen guten Musikgeschmack, welcher ihn nicht weniger sympathisch macht. Viola Hendrick ist sein Sidekick, wenn man so will. Diese hat es faustdick hinter den Ohren und kann, wenn sie ein Ziel hat, ihren Mitmenschen tierisch auf die Nüsse gehen. Eine tolle Kombination. Aber können die beiden die brutale Mordserie, die erneut für Schrecken sorgt, stoppen? Denn eigentlich hätte diese ja enden sollen, da der Mörder gefasst wurde.
Was unser Dream-Team jedoch stutzig macht, sind die feinen Unterschiede im Vergleich zu den alten Morden. Diesen gehen die beiden auf die Spur. Was gleich geblieben ist: Frauen werden gequält und anschließend brutal ermordet. Je weiter der Fall voranschreitet, desto mehr geraten die Ermittler selbst ins Visier des Mörders.
Die Handlung hat mir ausgezeichnet gefallen. Ebenso der Schreibstil. Toller Einstieg. Zwischenkapitel, die Ereignisse aus der Vergangenheit des Mörders zeigen. Spannende Einblicke in das Privatleben von Jack und Viola. Ebenso gibt es Einblicke in die Ermittlungsarbeit der beiden. Apropos Ermittlungen. Natürlich laufen diese nicht alleine durchs Gebäude, sondern arbeiten natürlich mit anderen Kollegen zusammen. Diese spielen oft „nur“ eine Nebenrolle. Das reicht aber vollkommen aus.
Dieser Thriller ist nicht unbedingt etwas für schwache Mägen. Auch wenn nicht gezeigt wird, WIE die Opfer zugerichtet werden, reichen die Informationen, die wir von Jacks Eindrücken bekommen, vollkommen aus, um das Kopfkino anzuwerfen. Welches manchmal echt brutal ist.
Die Auflösung hat mich etwas überrascht. Leo Born hat die Fäden elegant wie immer zusammengeführt und uns ein tolles Ende spendiert. Denke, ich werde die Jack Diehl Reihe ebenso weiterlesen.

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Ein gelungener Auftakt
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Eine tolle Anthologie mit ausreichend Material für Albträume ;)

Dunkle Wesen, stille Schatten von Mika M. Krüger

Am 1.9.25 habe ich bei dem Cover Reveal dieser Anthologie mitgemacht und nun durfte es auf meinem E-Book-Reader einziehen. Binnen weniger Stunden habe ich diese zu Ende gelesen. Hat es sich gelohnt? Immerhin erwarten uns düstere Geschichten mit ausreichend Stoff für Albträume. Ist es wirklich so gruselig? Manche Geschichten definitiv, andere wiederum überlassen sehr viel der eigenen Fantasie.

Manchmal möchten die Protagonisten auch nicht wissen, was in den Schatten lauert. Und da gibt es einiges, wie die erste Geschichte eindrucksvoll gezeigt hat.

Was mir gut gefallen hat, waren die Bezüge zu Wesen aus verschiedenen Sagen und Mythologien. Diese beiden Themen mag ich sehr, daher ist es nicht verwunderlich, dass mir besonders jene Geschichten gefallen haben, in denen diese vorgekommen sind. Die Handlungen selbst waren logischerweise, da es sich ja um Kurzgeschichten handelt, recht kurz gehalten, dennoch hatten sie alles, was eine gute Geschichte braucht. Interessante Charaktere, eine spannende Idee, einen Auslöser (um die Geschichte ins Rollen zu bringen) und natürlich eine gute Umsetzung.

Insgesamt eine tolle Zusammenstellung und ein großes Lob an die Autoren, die bei diesem Projekt mitgemacht haben. Es wurde im Übrigen auch darauf geachtet, Trigger-Warnungen einzubauen, denn manche Geschichten können durchaus unter die Haut gehen. Habe ich etwas vergessen? Achja. Das Cover. Es gefällt mir auch nach über zwei Monaten immer noch gut.

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Grundsolider Liebesroman mit Gaming Bezug

Unplayed Love (Unwritten, Bd. 2) von Teresa Sporrer

Dieses Buch habe ich bei einem Gewinnspiel der Tyrolia Buchhandlung gesehen und gewonnen. Sonst hätte ich nie von diesem Buch oder der Autorin erfahren. Dem Zufall sei Dank. Dieses Buch bietet einem auf den ersten Blick recht viele Gründe für einen Kauf an. Queere Liebesbeziehung, Einblick in den Gaming-Bereich, etwas Drama zwischendurch, Konkurrenzkampf und vieles mehr.

Vorausgesetzt, ihr mögt diese Art von Liebesroman. Mir persönlich ist die Umsetzung wichtiger als das Umherwerfen von Begrifflichkeiten. Also, wie siehts aus?

Der Anfang wurde recht einfach gestaltet. Gleiches gilt für ihr Umfeld und natürlich auch Serenity. Kein großes Tam Tam oder zu lange Leerläufe. Dinge wie die Vergangenheit der beiden Protagonistinnen und deren Vorlieben werden fein säuberlich über die Zeit aufgedeckt. Alles schön entspannt, bis Serenitys Konkurrent die Bildfläche betritt und ein paar Aussagen vom Stapel lässt, die sich unsere Gamerin nicht gefallen lässt. Ihre Schlagfertigkeit mochte ich sehr. Sie ist keine Frau, die gerettet werden muss. Sie macht ihr Ding und das ist toll. Heidi wirkt zunächst unschuldig und unsicher, aber sie bietet zum Glück noch weit mehr als das. Die Nebencharaktere voran Julian waren dagegen etwas blass. Das empfand ich als nicht so schlimm, jedoch ging er mir etwas auf die Nerven. Sein Verhalten war zwar nachvollziehbar, aber etwas „erwachsener“ hätte er sich durchaus geben können. Der queere Anteil im Buch hielt sich in Grenzen und wurde zum Glück nicht zum Hauptthema gemacht. Es gab immer irgendwo einen logischen Grund für bestimmte Konstellationen.

Richtig gut haben mir die Verweise auf bestimmte Video- und Kartenspiele, die ich selbst spiele oder gespielt habe, gefallen. Musste jedes Mal grinsen, vor allem bei der Erwähnung von Persona 5. (Liebe die Reihe) Das gab der Handlung etwas mehr Detailreichtum. Spannend war diese natürlich auch. Es gab zwar ein paar kleinere Dramen und ein größeres zum Schluss, jedoch hielt sich das Ausmaß zum Glück in Grenzen. Genauso wie die intimen Momente von Heidi und Serenity. Ihr Kennenlernen und das Eingestehen der Liebe am Ende fanden in einem angenehmen Tempo statt.

Alles in allem ein grundsolider Liebesroman, den man sich durchaus näher anschauen kann.

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Grundsolider Liebesroman mit Gaming Bezug
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Ein würdiger Nachfolger

Die Legende der Nathril von Asna Chiron

Seit Band 1 bin ich großer Fan der “Die Legende der Nathril" -Reihe. Der Rollenspiel-Aspekt gepaart mit dem wunderschönen Design der Bücher ist bislang einzigartig. Nach dem Ende von Band 2 konnte ich Band 3 kaum erwarten.

Wird es so weitergehen wie bisher? Kann die Autorin die Ereignisse aus den ersten beiden Büchern toppen? Ja.

Aber anders als ihr denkt. Denn …

… dieses Buch konzentriert sich, nach den vergangenen Ereignissen, die einige Fragen aufkommen lassen, mehr auf die Hauptcharaktere. Mit Fokus auf Vincent und Alexander, inklusive derer, die in ihre Geschichte verwickelt sind. War das nötig? Ja. Unbedingt. Die beiden Kollegen sind mir einfach ans Herz gewachsen. Sehr sympathisch. Spätestens jetzt ist klar, dass die beiden Schürzenjäger ein Auge auf Luscinia geworfen haben. Nun. Es kommt nicht nur einmal zu bestimmten Szenen, in denen die beiden ihre Messerchen im Schrittbereich schärfen und dabei um die Gunst ihrer Geliebten kämpfen. Wobei der “Kampf” eher ein gemächlicher Spaziergang ist. Kein Machogehabe, keine Lügen, Betrug. Typen mit Hirn und Herz am rechten Fleck. Und eine Geliebte, die nicht nur einen für sich haben möchte. ;)

Und sonst so? Astrum und Stella sind auch wieder mit von der Partie. Beide bekommen genauso wie Vincent und Alexander etwas mehr Tiefe spendiert. Die beiden schlagen sich, während sich die drei anderen ein paar “entspannte” Stunden gönnen, durch Stock und Stein in der Hoffnung, irgendwann am Ziel anzukommen.

Die Gruppe an Nebencharakteren ist auch diesmal wieder etwas gewachsen. Die schon bekannten wurden inhaltlich sinnvoll ausgebaut und sorgten für einige Überraschungen.

Auch mit diesem Buch hat es Asna Chiron wieder geschafft, mehrere Handlungsstränge, Charaktere und die daraus resultierenden Perspektiven sinnvoll im Buch zu verteilen und vor allem kurzzuhalten, sodass man die anderen Fäden nicht wieder im Sand suchen muss. Der Schreibstil war wieder ein Träumchen. Alles schön klar und verständlich formuliert. Die Eigennamen verursachen keinen Knoten in der Zunge.

Zum Ende. Ich brauche einen weiteren Teil. Das war der Wahnsinn. Super, dass die Handlung am Ende noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen hat. Am Ende finden alle Fäden an den richtigen Stellen zusammen. Hut ab. Gute Arbeit.

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