Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Danislesestube:
gute Ergänzung zur Hauptreihe
Geschichten aus Ashturia von Naomi Huber
Mit der Ashturia Reihe verbinde ich viele schöne Erinnerungen. Angefangen mit der Entdeckung der Bücher und den ersten Seiten des ersten Teiles, die mich sofort in ihren Bann gezogen haben, bis hin zum dritten und bisher letzten Band der Reihe, welcher mich nicht weniger begeistern konnte. Mittlerweile habe ich nicht nur alle drei bisher erschienenen Bücher gelesen, sondern auch die Autorin inklusive ebenso sympathischer Begleitung mehrfach persönlich getroffen.
(Buchmessen und Loricon) Solche schönen Ereignisse sind es unter anderem, die ich am Blogger-Dasein so liebe.
Monate später hat uns die Autorin mit einem weiteren Buch aus dem Ashturia Universum beglückt. Diesmal blicken wir in die Vergangenheit. Wie haben sich Trina und Fecyre kennengelernt? Zugegeben, dieses wichtige Ereignis wurde in der Trilogie bereits angeschnitten. Dennoch fehlten noch ein paar kleine Puzzlestücke, welche der Geschichte noch etwas mehr Tiefe verleihen. Dies wird mit „Geschichten aus Ashturia: Tales of Trina“ nachgeholt. Da es „nur“ um die Vorgeschichte (Erstes Aufeinandertreffen mit Fecyre unter anderem) bis zur Krönung geht, ist das Buch nicht wirklich lang. 60 Seiten sind schnell gelesen.
Trotzdem hatte ich eine schöne Zeit mit dem Buch. Trina war zwar nicht unerfahren, immerhin hat sie lange vorher bis zur Prüfung trainiert, dennoch merkt man einen deutlichen Unterschied zu der Trina aus dem dritten Teil der Reihe. Was schön ist. Das zeigt einfach, wie sehr sie sich mit der Zeit entwickelt hat und mit ihren Erfahrungen gewachsen ist. Gleiches gilt natürlich für ihre Partnerin. Eben noch ein schwarzes Häufchen Schuppen, einige Zeit später ein riesiger Drache, der ihren Gegnern das Fürchten lehrt.
Ich bleibe dabei, dass die Ashturia Reihe für Fantasy-Fans ein Muss ist, und das schreibe ich nicht, weil ich das E-Book einfach so geschickt bekommen habe. ????
Ein gelungener Nachfolger
The Story of Mara - Getrennte Wege (inklusive Farbillustrationen) von Venice M. Summer
Es ist gar nicht so lange her, seit ich die Autorin und ihre „The Story of Mara“ Reihe kennen und lieben gelernt habe. Was mit der Suche nach ihrer Schwester begann, ist spätestens mit Teil zwei zu einem großen Abenteuer geworden, bei dem es nicht mehr nur darum geht, ein Leben zu retten, sondern mehrere Völker.
Am Ende des ersten Buches wurde Mara von einem Drachen entführt und vorerst außer Gefecht gesetzt. Dementsprechend liegt es an Blaze, Erion und Serena (die dem Volk der Serpentari angehört, einer eigentlich feindlichen Fraktion), die Suche nach Maras Schwester fortzusetzen.
Was zunächst etwas ungewohnt war, immerhin ist Mara vorerst nicht mehr Teil der gewohnten Gruppe, entpuppte sich recht schnell als gute Entscheidung, die Gefährten eigene Wege gehen zu lassen. Wie Blaze tickt und was seine Motive sind, wussten wir ja bereits aus den vergangenen Ereignissen. Aber Erion und vor allem Serena hatten bisher nicht so viel Rampenlicht spendiert bekommen. Wie haben sich vor allem diese beiden geschlagen? Ausgesprochen gut. Endlich erfahren wir, was Erion außer seinem guten Gemüt sonst noch so auf dem Kasten hat und wie es um die Gefühle für seine Partnerin bestellt ist. Seine Charakterentwicklung im Laufe der Handlung ist hervorragend gelungen.
Serena, von der wir bisher rein gar nichts wussten, außer dass sie eigentlich zu den Feinden gehört, war für mich am interessantesten. Ihr zunächst verschlossener und vor allem feindseliger Charakter entwickelte sich immer mehr ins Positive. Ihre Vorgeschichte wurde elegant und ohne von der spannenden Handlung abzuweichen, stückchenweise erzählt. Selbstverständlich haben sich auch alle andere Charaktere weiterentwickelt.
So ganz allgemein hat mir der Verlauf der Handlung und die Erzählweise wirklich gut gefallen. Trotz der Länge des Buches gab es keine Leerläufe oder langweilige Passagen. Die ruhigen Momente wurden genutzt, um uns die Charaktere/Umgebung näherzubringen, die rasanten haben für das nötige Tempo gesorgt. Zwischendurch wurde ich immer wieder von einer emotionalen Szene, oder dem Gegenteil, überrascht. Selbstverständlich gab es am Ende wieder einen Cliffhanger. Optisch ist das Buch ebenfalls wieder gelungen. Worum es geht, ist gut, im Hintergrund zu erkennen. Die Zeichnungen im Buch sind ein Traum.
Was bleibt mir am Ende zu schreiben als: Auch Teil zwei hat sich seinen Platz der spannendsten Fantasy-Romane, die ich bisher lesen durfte, verdient.
Grundsolider Thriller
Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? von Emily Rudolf
Vor einiger Zeit habe ich „Die Auszeit“ von Emily Rudolf gelesen und insgesamt als lesenswerten Thriller bewertet. Monate später liegt das nächste Buch beendet neben mir. Was mir direkt aufgefallen ist, wie ähnlich sich die beiden Bücher sind. Wir haben es wieder mit einer Freundesgruppe zu tun, welche von Anfang an eine seltsame Dynamik hat.
Wieder ist etwas passiert/passiert etwas, worauf die Gruppe reagiert bzw. zurückblickt. In diesem Fall steht großteils letzteres an der Tagesordnung. Vor fünf Jahren verschwand Maria spurlos. Keiner kann sich erklären, was damals vorgefallen ist. Um nicht vollends den Kontakt zueinander zu verlieren/ihrer Freundin zuliebe, organisiert Jonathan mit seiner Verlobten Lotta ein Krimi-Dinner. Der alten Zeiten willen, so heißt es. Was kurz nach dem Aufeinandertreffen der Freunde passiert, ist interessant und leicht verstörend zugleich, was mich zweifeln lässt, wie sehr die Gruppe wirklich miteinander befreundet war.
Fangen wir mit den Charakteren an, welche die Handlung mit Masse am Leben erhalten. Diese bestehen mehr oder weniger aus Stereotypen, welche man z.B. aus Horrorfilmen kennt. Es gibt die Schöne, einen Nerd/intelligenteren Menschen, einen Halbstarken, eine mit einem „leichten“ Knacks, usw. Nichts Besonderes, sorgt aber für Abwechslung. Glücklicherweise haben diese Charaktere auch mehr zu bieten als ihre oberflächlichen Eigenschaften. Aber eben nur so viel, dass man erahnen kann, wie es in ihnen aussehen könnte. Letzteres wird durch mehrere Schwenks in die Vergangenheit mehr und mehr klar. Was nicht zwingend dafür gesorgt hat, dass mir irgendjemand, außer Lotta, sonderlich sympathisch war. Nicht selten rutschte mir ein Fluch nach einem „was davor geschah“ Kapitel raus.
Der Ablauf der Handlung läuft wie schon angedeutet nach einem einfachen Muster ab. In der Gegenwart, beim Krimi-Dinner, kommt etwas ans Tageslicht, worauf die Handlung kurz in der Vergangenheit spielt und im Nachgang etwas aufgedeckt wird, wovon bisher nur einzelne etwas wussten. So setzt sich nach und nach das Puzzle zusammen, was mit Maria damals passiert ist.
Das Spiel funktioniert bis etwa zur Hälfte des Buches so, wie es die Veranstalter geplant haben, bis dann alles eskaliert. Von da an verliert das Buch ein wenig von seinem bisher gut funktionierenden System. Ab diesem Zeitpunkt ähnelt die Handlung eher einem Jugenddrama als einem waschechten Thriller. Hier gibt es wieder Parallelen zum am Anfang erwähnten Buch. Ist das schlimm? Jein. Es kann einem etwas aus der Bahn werfen, wenn man etwas anderes erwartet hat. Das Ende ist dafür einwandfrei. Viele ungeklärte Fragen werden beantwortet und was in den letzten Absätzen passiert kann man interpretieren, wie man möchte. Es ist nicht eindeutig, was danach geschieht.
Insgesamt betrachtet wieder ein guter Thriller der Autorin.
In der heutigen Zeit ein sehr wertvolles Buch
Herz gegen Kopf. Life is a Story - story.one von Hanna Roth
Seid ihr schon einmal auf einer Poetry-Slam-Veranstaltung gewesen? Bei dieser treten Teilnehmer mit einem selbst geschriebenen Gedicht auf die Bühne und kämpfen um die Aufmerksamkeit des Publikums. Nicht selten wird ein Wettbewerb daraus gemacht. Vor einigen Jahren war ich zuletzt selbst vor Ort. Dieses Buch hat mich wieder zurück zum besagten Abend geworfen, mich die Stimmung für Sekunden erneut durchleben und an daran denken lassen, was gewisse Texte in mir auslösten, obwohl ich so ziemlich alle vergessen habe.
Aber die Gefühle sind bis heute geblieben.
Genauso könnte man eigentlich dieses kleine aber feine Büchlein beschreiben, welches mit vielen Erinnerungen jeglicher Art zu jeglichem Zeitpunkt im Leben eines Menschen aufwarten kann. Die Autorin hat hier viele kleine, aber aussagekräftige Gedichte zusammengetragen und mit wundervollen Illustrationen kombiniert. An dieser Stelle ein Dank an die Illustratorin. Die Bilder sind dir definitiv gelungen. Der Unterschied zur Veranstaltung ist nur, dass ihr die Texte immer wieder nachlesen könnt.
Meine angesprochenen Empfindungen kommen nicht von irgendwo her, denn diese Texte wurden offenbar, wenn man an den Klappentext glauben darf, unter anderem für Poetry-Slam-Liebhaber und Menschen mit Interesse an lyrischen Kunstwerken geschrieben. Es ist perfekt zum Nachdenken, zum Schwelgen in Erinnerungen, zum Motivieren und vieles mehr geeignet. Viele Passagen der Gedichte sind einzeln ebenso schön zu lesen wie im großen Ganzen. Ich habe mir ein paar Passagen sogar abfotografiert, weil mir diese so gut gefallen haben. Wer weiß, vielleicht findet ihr andere Zeilen, die euch berühren oder zum Nachdenken anregen. Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden. ????
Ein grandioser neunter Teil
Kalte Erlösung von Leo Born
Mittlerweile sind wir bereits bei Teil neun der Mara Billinsky Reihe. Ein Ende ist, zumindest wirkt es so, bisher nicht in Sicht. Warum auch? Es gibt auch nach diesem Buch immer noch Dinge, die aufgeklärt werden können. Was unter anderem auch daran liegt, dass mit jedem Teil etwas Spannendes dazu kommt.
Der Anfang des Buches hält sich nicht lange mit einer ewigen Einführung auf, sondern knallt uns gleich die kalte Realität um die Ohren. Nicht nur, weil wir das erste Opfer zu Gesicht bekommen, sondern auch weil Mara Billinsky wieder eine neue Seite ihrer Persönlichkeit zeigt, die man zuvor nicht gekannt hatte. Besonders in diesem Buch wurde mir wieder klar, dass im Inneren unserer knallharten Ermittlerin doch ein weicher Kern steckt, den sie die Teile zuvor erfolgreich vor uns verborgen hat. Nicht nur sie durchlebte eine spannende Charakterentwicklung. Auch Rosen, Klimmt und alle anderen wichtigen Nebencharaktere haben wieder ein Stück mehr Persönlichkeit spendiert bekommen.
Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend. Wenn es mal etwas Ruhe einkehrt, dann, nur wenn unser Täter zu Wort kommt. Seine Vorgeschichte ist leider sehr nah an der Realität. Kein Wunder also, dass dieser irgendwann die Faxen dicke hatte und es sämtlichen Menschen heimzahlen wollte. Konsequenzen hin oder her. Irgendwer muss dafür büßen. So ein Mensch könnte übrigens auch so in unserer Welt existieren. Lest euch nach diesem Buch ein paar Geschichten zu Serienmördern durch, vielleicht seht ihr ein paar Parallelen.
Generell ließ es sich der Autor nicht nehmen, sämtliche Szenen so detailliert wie es die Wirklichkeit zulässt zu beschreiben. Dennoch wirkte nichts übertrieben oder gar überzogen. Die abwechslungsreiche Erzählung sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und innerhalb von zwei Abenden beendete. Der Schreibstil gefiel ganz allgemein wieder unglaublich gut. Leo Born hat's einfach drauf. ;)
Unerwartete Wendungen gab es eher spärlich, dafür wurden diese ausgezeichnet eingesetzt, sodass mir nicht nur einmal die Kinnlade Richtung Boden segelte.
Schlussendlich kann gesagt werden, dass auch Teil neun dieser wundervollen Reihe ein Knaller ist.
Ein solider Krimi
Die letzte Aufführung von Lisa Stidl
Dieses Buch habe ich das erste Mal auf der Buchmesse in Pasching entdeckt. Doch leider war dieses nicht vorrätig, daher dauerte es eine Weile, bis es den Weg zu mir nach Hause gefunden hat. Danke an die Autorin für das Zusenden.
Der Einstieg ist relativ entspannt. Jeder der im Buch vorkommenden Charaktere wird in aller Ruhe vorgestellt.
Wer sind diese Menschen? Was machen diese in ihrer Freizeit? Wie stehen sie zueinander? All das erfährt ihr auf den ersten 100 Seiten. Danach beginnt die Handlung, ihre eigentlichen Stärken zu entfalten. Es wird spannend, dramatisch und gefährlich. Adalinde Addix welche zu Beginn eher am Rand agiert hat, kommt von da an so richtig in Fahrt. Keiner der Hotelgäste, selbst die Angestellten, sind nicht vor ihrer Neugier sicher. Mit ihrer freundlichen und mitfühlenden Art kitzelt sie selbst die geheimsten Informationen aus den Befragten. Was logischerweise nicht bei allen sonderlich gut ankommt. Immerhin ist das Hotel für seine Diskretion und Geheimnisse bekannt.
Die Stimmung hat mir gut gefallen, diese erinnerte mich nicht selten an das Spiel Cluedo. (kennt das noch jemand?) Die Autorin hatte ein Händchen dafür, mich durchgehend an der Nase herumzuführen. >> Ein neuer Hinweis, der Person xy belasten könnte. Nun ja, die war schon von Anfang an verdächtig. << Und dann kommt plötzlich der nächste Hinweis um die Ecke.
Leider gab es auch, vor allem am Anfang, etwas zähe Leerläufe, in denen kaum bis gar nichts Spannendes passiert ist. Durch diese musste ich mich etwas durchbeißen. Wobei sich mein Durchhaltevermögen jedes Mal gelohnt hat. Die Auflösung, wer den Hotelgast umgebracht hat, wurde hervorragend in Szene gesetzt. Erinnerte mich an Sherlock Holmes. Offenbar hat die Autorin eine Schwäche für Detektivfilme bzw Krimis. ????
Insgesamt betrachtet handelt es sich bei diesem Buch um einen grundsoliden Krimi, der Leser für einige Stunden gut unterhalten wird.
Solider Fantasyroman
Rosenrot - Die Farbe von Schnee von Alex J. Nitrak
Mit Rosenrot beglückt uns die Autorin wieder mit einem Buch im Fantasy-Genre. Diesmal wurde sich ein Vorbild aus dem Schneewittchen “Universum” genommen. Was passiert nach der uns bereits bekannten Geschichte? In diesem Fall hat die Märchenfigur zwei Töchter. Nur eine davon kann ihre Nachfolgerin werden.
Aus Gründen ist Rosenrot jene, die fortgejagt und verfolgt wird. Praktischerweise ist sie nicht alleine unterwegs. Die verstoßene Schönheit sammelt recht schnell eine anständige Anzahl an Gefährten an.
Soviel zum Grundgerüst. Die Eine so weiß wie Schnee ist scheinbar die Böse und die andere rot wie Blut die Gejagte und eventuell die Gute. So ähnlich läuft auch die Klassifizierung der anderen Charaktere ab. Man kommt schnell dahinter, wer zu welchem “Team“ gehört, was für die Lesbarkeit nur Vorteile hat. Ich flog recht schnell von Kapitel zu Kapitel und genoss es, die unterschiedlichen Stimmungen und Ereignisse zu erleben. Sowohl die Hauptcharaktere als auch deren Umgebung wurde gut genug ausgearbeitet, um sich ein gutes Bild von denen machen zu können. Extra Details oder Ausflüchte in deren Vergangenheit gab es kaum bis gar nicht. Was nichts Schlechtes ist. Ich vermisste es nicht und brachte etwas Abwechslung und vor allem mehr Platz für andere Dinge. Wie z.B. zwischenmenschliche Beziehungen und das Kennenlernen zwischen den Charakteren.
Dann hätten wir noch die Handlung selbst und das eigentliche Ziel der roten Schwester. Ab hier fängt mein eigentlich positiver Eindruck zu bröckeln an.
Denn wofür kämpfen eigentlich unsere Gefährten? Bis zum Ende hin wirkte es so, als würde bald ein Kampf, um Leben und Tod auszubrechen, nur um dieses relativ schnell abzuschließen, worauf dann wieder Frieden eingekehrt und alles supi ist? Ich meine. Ja, kann man so machen. Nur wirkt alles bisher Geschehene etwas umsonst. Wofür waren die Verluste da, wenn am Ende alles so einfach ist? Wofür gab es einen langen Dialog zwischen den Schwestern, wenn ein “Schubs" ausreicht, um die Schreckensherrschaft zu beenden?
Insgesamt betrachtet würde ich sagen, es war in Ordnung, gehört aber nicht zu meinen Highlights der Autorin.
Gelungener Dark Fantasy Roman
Artefakt des Todes von C. Gina Riot
Vor einer Weile habe ich Teil drei der Spikero Reihe von C. Gina Riot gelesen. Zur Abwechslung wanderte ein Exemplar in meine Hände, welches mit der Reihe nichts zu tun hat. Bis auf eine offensichtliche Sache. Der Schreibstil. Denn von Anfang bis Ende zieht sich ein fast identischer poetischer Stil durch die Handlung.
In diesem Fall hat die Autorin diesen etwas ausgebaut und an die Gegebenheiten angepasst.
Die Hauptcharaktere, namentlich Weidemar, Loras und Dandrian genannt, sind nicht irgendwelche dahergelaufenen Scharlatane. Ihre Fähigkeiten und ihr unerschütterlicher Mut widerlegen diese Annahme. Jeder von ihnen zeigt im Laufe der Handlung eine ganz eigene Palette an Entscheidungen, welche man durchaus hinterfragen darf und meiner Ansicht nach auch sollte. Auch wenn die drei im Grunde ein gemeinsames Ziel verfolgen, sind diese nicht immer einer Meinung. Dies artet in vielen Fällen in Diskussionen aus, welche eine Weile andauern können. Das Schöne hierbei ist, mich haben diese nicht einmal gelangweilt. Im Gegenteil, aufgrund des höflichen Umgangtones und der guten Argumentation habe ich diese Passagen mit Freude verfolgt. Aber keine Sorge, an actiongeladenen Passagen wurde nicht gespart.
Ich bin ein großer Fan von Mythen und Sagen. Dementsprechend war ich gespannt, wer dieser rachsüchtige Geist ist und wie dieser zu jenem wurde. Wie man sich denken kann, hat die Vorgeschichte einen eher tragischen Hintergrund. Diese wird im Verlauf der Handlung nach und nach aufgedröselt. Selbstverständlich endet die Reise des Trios hier noch nicht. Es gibt für sie noch viel mehr zu bestaunen und zu entdecken. Aber ist es das Risiko am Ende wert, wenn der Gewinn den Verlust überwiegt? Eine berechtigte Frage. Besonders gefiel mir, dass sich Weidemar, Loras und Dandrian nicht selten auch selbst hinterfragt haben. Sogar vor den eigenen Fähigkeiten machten diese nicht halt. Stellenweise zurecht.
Das Buch hat mir gut gefallen und mir schöne Lesestunden beschert. Die abwechslungsreiche und interessante Handlung konnte mich von Anfang bis Ende packen. Letzteres kam unerwartet. Das Timing für den Überraschungsmoment ist der Autorin wirklich gut gelungen.
Grundsolide Anthologie
Wolfswinter von Autor*innenkollektiv Winterworte
Anfang des Monats gab es eine Aktion, bei der Buchblogger diese optisch sehr ansprechende Anthologie, welche am 21.12.24 erschienen ist, bewerben durften. Ich war einer davon. Mich sprach sowohl das Cover als auch die Themen dieser Kurzgeschichten Sammlung sehr an. Praktischerweise gab es für mich auch noch ein Leseexemplar in Form eines E-Books.
Soweit so gut.
Aber wie hat mir das Gesamtwerk denn jetzt gefallen? Wer mich schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich Anthologien sehr gerne lese. Habe bisher schon ein paar Genres durchprobiert. Hier gefiel mir die bunte Mischung aus Genres innerhalb einer Anthologie wirklich gut. Das sorgte nicht nur für Abwechslung, sondern auch dafür, dass ich nur so durch die Kurzgeschichten geflogen bin. Jede dieser hatte das gewisse Etwas. Mal gab es etwas zum Nachdenken, zum Gruseln, zum Träumen und Staunen. Oder alles auf einmal. Thematisch orientierten sich die Schreiberlinge immer an Wolfswesen. Bei dem Titel hätte ich mir auch nichts anderes erwartet.
Das Leseerlebnis würde ich insgesamt als solide betrachten. Obwohl ich jeder der Geschichten etwas abgewinnen konnte, haute mich keine davon so richtig vom Hocker. Eine gute Unterhaltung für etwa eine Stunde. Sollte es von den Kurzgeschichten eine „Vollversion“ geben, biete ich mich gerne zum Lesen an. Was die Autoren aus ihren Schnipseln machen, wäre schon spannend.
Gelungener Science Fiction Roman
Brüder der Finsternis von Jacqueline Mayerhofer
Dieses Buch habe ich auf der vergangenen Vienna Comiccon direkt bei der Autorin gekauft. Wäre es mir in einer Buchhandlung untergekommen, hätte ich es liegen lassen.
Warum? Der Klappentext beschreibt nicht einmal ansatzweise, was sich in diesem Buch auf den knapp 600 Seiten abspielt. Dieser sollte Lust auf die Handlung und die Charaktere machen.
Jedoch liest sich der hier so, als würde man als Leser:in eine x-beliebige Science aufgetischt bekommen.
Wenn ihr also diese Zeilen nehmt und eine ordentliche Schippe drauflegt, kommt ihr dem Endergebnis relativ nahe. Denn von Anfang bis Ende erwartet euch ein umfangreiches Abenteuer einer kleinen Mannschaft, die es in sämtliche Winkel der von der Autorin erschaffenen Welt verschlägt.
Die verschiedenen Planeten werden von zahlreichen verschiedenen Rassen/Wesen bewohnt, mit denen die Charaktere interagieren. Die Vorgeschichte der Mitglieder der Crew des Raumschiffes wird immer mal wieder angerissen und im Verlauf der Haupthandlung weiter ausgeführt. Sogar der scheinbar einfache Androide Leyxor bietet ausreichend Stoff für mindestens eine Kurzgeschichte. Im Fokus steht hauptsächlich die Mission von Connel, ein Charakter, den ich am Anfang nicht sonderlich mochte, der allerdings mit der Zeit sehr über sich hinaus gewachsen ist. Was natürlich auch für seine Mannschaft gilt.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Sämtliche Ereignisse, Charakterbeschreibungen und Schlüsselmomente wurden hervorragend beschrieben. Vor allem bei letzteren merkte man direkt, wenn man diese vor der Nase hatte, dass es gleich ordentlich knallt und/oder eine wichtige Enthüllung folgt. Vor allem das Ende profitierte sehr davon. Der Endkampf wurde unglaublich gut in Szene gesetzt. Hier hat die Autorin nicht mit Details gespart.
Dieses Buch eignet sich durch die einfachen Erklärungen, die gut nachvollziehbare Handlung und die gut durchdachten Charaktere für Einsteiger im Science-Fiction-Genre.











