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Rezensionen von Danislesestube:

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Ein gelungener Auftakt

Of Ice and Fire - Eissonne von Jana Stehr

Heute habe ich wieder ein Buch von Jana Stehr für euch. Nach den Dark Romantasy Büchern war ich gespannt, wie mir ihr Romantasy Buch mit etwas nordischem Touch und Drachen gefallen wird. Der Klappentext klingt ja erst einmal spannend. Frauen und Männer haben getrennte Ziele, werden von der Gesellschaft entsprechend behandelt.

Männer sind die Helden, die das Land beschützen. Frauen, nun, haben wenige Rechte und werden mit irgendeinem Typen verheiratet. Unsere Protagonistin Ember hat darauf sehr wenig Lust. Entsprechend rebellisch ist ihre Einstellung, was nicht nur ihre Familie alles andere als gutheißt. Als dann ihr Bruder stirbt, der ja eigentlich in einem Wettkampf sein Können unter Beweise stellen sollte, ist Ember entschlossener denn je etwas zu ändern. Nicht ahnend, dass der Wettkampf kein Spaziergang ist und nicht nur wesentlich stärkere Kontrahenten ihr Ableben wollen, auch ihr Mentor scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben. Wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch gegen Drachen behaupten, deren Ursprung und Sinn in der Geschichte ganz andere Abgründe aufzeigt.

Fangen wir wie immer am Anfang an. Der Einstieg ist relativ einfach gestaltet. Ember und ihren Bruder lernen wir früh kennen, bekommen ihren Alltag etwas mit und wenige Kapitel darauf ist er auch schon tot. Embers Weg zum Wettkampf ist ebenfalls simpel gehalten. Was gut ist, denn daraus eine viel zu epische und dramatische Geschichte zu konstruieren, wäre etwas seltsam gewesen, zudem geht es eigentlich darum was Ember während des Wettkampfes erlebt. Denn dieser ist eindeutig das Herzstück der Geschichte. Aber wie behauptet sich Ember jetzt unter Männern? Sie ist nicht übermächtig. Hat keine geheimen Talente oder lässt ihren Charme spielen. Sie versucht wie ein ganz normaler Mensch Schritt zu halten und geht temporäre Bündnisse ein. Sie scheitert, hat aber dann wieder die Überhand. So kann sie sich Schritt für Schritt an die Spitze kämpfen. Sie selbst ist als Charakter gut gelungen. Stur, ehrgeizig, aber auch verletzlich. Die Glaubwürdigkeit ist auf jeden Fall vorhanden. Alle anderen abseits vom Mentor, der wirklich gut gelungen ist und seine eigene Geschichte mitbringt, erfüllen ihren Zweck. Was nicht negativ gemeint ist, nur sind sie eben nicht so vielschichtig.

Der Spannungsbogen hält sich die ganze Zeit über tapfer. Keine Dämpfer, keine Leerläufe, keine unnötigen Dramen auch als Ember erfährt, was wirklich mit ihrem Bruder passiert ist, nimmt alles seinen Lauf. Das Ende und die Aufklärung was es mit den Drachen auf sich hat, wurde kurz und knackig gestaltet. Eine gesunde Mischung für einen Auftakt. Die rasanteren Passagen sind ebenfalls gut gelungen auch gibt es den einen oder anderen Plottwist. Kann das Buch also ruhigen Gewissens empfehlen.

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Ein gelungener Auftakt
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Großartige Fortsetzung

Sera: Verlorene Vergangenheit von Rebecca L. Knippen

Vor einer Weile, fast einem Jahr, habe ich den ersten Teil der Sera Reihe gelesen. „Sera: Verborgene Macht“ hat mir wirklich gut gefallen. Toller Aufbau der Welt. Spannende Charaktere mit sehr unterschiedlichen Wesenszügen und Fähigkeiten. Nach einem gelungenen Ende wartete ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil.

Hat sich das Warten gelohnt?

Zu Beginn der neuen Handlung wird Sera samt ihrer Begleiterin Soela in eine neue Umgebung transportiert, in der sie laut Talim ihre Eltern wiedersehen wird, aber zuvor muss noch einiges erledigt werden. Sehr zum Leidwesen von Sera. Was sie nicht weiß, er war mehr an den Ereignissen in der Vergangenheit beteiligt als zunächst angenommen. Zudem wirken seine Begleiter alles andere als vertrauenswürdig. Noch nie fühlte sie sich so fremd und alleingelassen. Zum Glück weichte ihr Soela nie von der Seite. Immerhin lernt sie eine neue Gegend kennen. Lernt ihre neuen Fähigkeiten besser einzusetzen. Etwas Geschichte rund um die Inseln und Begleitwesen kommt noch obendrauf. Aber was, wenn das auch zu seinem Plan gehört?

Zwei Absätze, die ich mit einer Frage beendet habe. Das kann nur eines bedeuten. Spannung ohne Ende. Fragen bis zum Abwinken. Ereignisse, die an Seras Nerven zehren. Wo ist sie da nur hineingeraten? Egal, wie schlimm es ist und vor allem noch kommen wird. Sie hält tapfer durch. Aus dem eher schwächlichen Mädchen ist eine starke junge Frau geworden, die sich mit jedem Widerstand immer weniger gefallen lässt. Wer wird schon gerne durch die Gegen gescheucht? Diesen Mut braucht sie dringend. Die Handlung ist vollgepackt mit Fallen. Menschen, die ihr nichts Gutes wollen. Sogar ihre Eltern könnten einfach nur ein Köder in einer Falle sein, aus der sie nicht mehr entwischen kann. Gutes Stichwort. Denn das kann Sera unglaublich gut. Talim und seinen Begleitern ist sie zwar körperlich nicht wirklich gewachsen, aber dafür geistig meilenweit voraus. Vor allem merkt man hier umso mehr, dass sie tatsächlich nachdenkt, bevor sie etwas macht. Sogar ihre impulsiven Momente hatten zuvor mindestens eine Überlegungsphase. Das Thema Liebesgeschichte (oder angedeutet, wie ich geschrieben hatte), könnt ihr knicken. Zugegeben, diese hätte spätestens hier keinen Platz gefunden. Die Handlung hatte so auch genug Material, um zu funktionieren.

Das Ende des letzten Teiles konnte die Autorin toppen. Was bleibt mir also zu schreiben als: Ich freue mich auf Teil drei. Yay.

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Großartige Fortsetzung
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Definitiv gelungen

Dunkler Sog von Leo Born

Hurra, endlich habe ich es geschafft, den zehnten Teil meiner aktuell liebsten Thriller-Reihe zu lesen, dessen Protagonistin Mara Billinsky immer schlimmer werdende Verbrechen aufklären musste. Glücklicherweise hatte sie immer ausreichend Rückendeckung, um sich in aller Ruhe, auf Befehle von ihrem Chef pfeifend, ins Getümmel zu stürzen, um dem nächsten Verbrecher das Handwerk zu legen.

Wie immer beginnen wir am Anfang. Da zeigt uns der Autor schon sehr eindrücklich, mit welcher Härte das Verbrechen diesmal zuschlägt. Wobei zuschlagen das falsche Wort ist. Es ist eher so, dass die Opfer in diesem Buch entweder besonders qualvoll oder sehr effektiv den Weg ins Jenseits antreten. Genau darum dürfen sich Mara Billinsky und ihr neuer Kollege Tobias Cronberg kümmern. Wobei, wer Mara kennt, weiß, dass sie ihren Kollegen eher als Laufbursche anstatt als vollwertigen Kollegen betrachtet. Cronberg ist nicht Rosen. Der steht unserer Ermittlerin weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn er sich damit bei seinem neuen Chef keine Pluspunkte verdient. Aber genauso wie seine ehemalige Kollegin dehnt er Anweisungen etwas aus.

Der Einstieg ist wieder sehr gut gelungen. Ich war nach diesem noch viel motivierter, das Buch zu lesen. Und dann konnte Leo Born den Spannungsbogen halten? Wie sonst auch steht nicht nur das Verbrechen im Vordergrund. Sondern auch die Entwicklung der Charaktere. Vor allem Mara hat diesmal wieder sehr viel Substanz dazu gewonnen. Genauso wie ihr Chef, der leider nicht mehr den gesündesten Eindruck macht, aber auch Rosen, obwohl er nicht mitten im Geschehen war, bekam ein paar Charakterpunkte spendiert. Und der neue Kollege? Na ja. Sagen wir es so. Jung, naiv und neigt im richtigen Moment dazu, nicht viel nachzudenken.

Wie sieht es mit den Verbrechen aus? Reichte das Motiv aus, um die Taten irgendwie „logisch“ erscheinen zu lassen? Ja. Definitiv. Wer so etwas erlebt hat, kann kein normales Leben mehr führen. Da hilft nur: Rache. Egal an wem. Wer einen daran hindert, wird aus dem Weg geräumt.
Insgesamt war es mir wieder eine Freude, ein Buch von Leo Born zu lesen. Spannung gab es zuhauf. Ruhige Momente wurden toll genutzt. Der Showdown war perfekt

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Definitiv gelungen
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Gelungener erster Teil der Dilogie

Erträumt: Die Nächte des Schicksals von Jasmin Engel

Stellt euch vor, ihr könntet nicht nur jede Nacht eure Träume als Zuschauer erleben, sondern ins Geschehen eingreifen, um Dinge zu ändern, Orte zu besuchen, die ihr bisher nur von Weitem gesehen habt. Das wär doch etwas, oder?
Für Rain, unsere Protagonistin, ist das mittlerweile ein alter Hut. Auch wenn die letzte Traumreise zu Beginn der Handlung schon etwas her ist, fällt es ihr recht leicht, ihre alte Traumwelt zu besuchen.

Jedoch hat sich seit ihrem letzten Besuch einiges verändert. So als hätte diese Welt, die eigentlich nur in ihrem Kopf existieren sollte, ein Eigenleben entwickelt. Nicht nur das, ihre süße Hündin Polly kann offenbar auch luzid träumen. Das erste Treffen der beiden war einfach nur schön. Apropos schön. Silas, ein weiterer Charakter, dem Rain über den Weg läuft, ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern behauptet, dass er von ihr erschaffen worden ist und dementsprechend sehr an ihr hängt. Rain weiß zu Beginn nicht, ob sie sich geehrt oder überrumpelt fühlen sollte. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den dreien allerdings nicht, denn ein Wanderprediger und seltsame Gestalten machen die Traumwelt unsicher. Mit einem Plan, der alles andere als friedvoll ist. Daher muss unser Trio handeln. Nebenbei muss Rain überlegen, ob es schlau ist, sich in eine „Fantasie-Gestalt“ zu verlieben.
Das war wieder ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Nicht nur, weil ich die Thematik super spannend fand, sondern auch weil die Autorin die Umsetzung sehr gelungen ist. Die Charaktere, egal, ob es sich um Rain, Silas, Polly und den Wanderprediger handelt, tragen alle etwas Sinnvolles zur Handlung bei. Genauso wie Rains Eltern, Freunde und ihr Bruder in der richtigen Welt. Man merkt recht deutlich, wie sehr es Rain immer schwerer fällt, in ihrer Welt ihrem Alltag nachzugehen, während Silas und Polly munter durch die Traumwelt streifen. Bei letzterer haben wir zum Glück nicht nur ein weißes Nichts vor uns, sondern eine recht nahbare und bodenständige Umgebung. Mit Stadt, Land und verschiedenen Ebenen. (Erinnerte mich irgendwie an Inception) Die Bedrohung in Form von Kuttenträgern und dem Wanderprediger, dessen Absichten man erst gegen Ende erfährt, wirkt echt und nicht nur angedeutet. Toll fand ich neben dem Zusammenhalt unserer Traumgruppe ebenso die Konversationen mit Rains Bruder, der sie nicht direkt verurteilt, wenn sie von ihrem „Traummann“ spricht. Jedoch hinterfragt er genauso wie Rain, ob alles mit rechten Dingen vor sich geht.
Und sonst so? Interessanter Cliffhanger am Ende und ein wunderschönes Cover. Teil zwei wartet schon auf meiner Wunschliste auf mich. ^^

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Gelungener erster Teil der Dilogie
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Sehr unterhaltsame Anthologie

Schw̶einwerfer in der M̶Nacht von Anke Höhl-Kayser; Lorenzo Maxwell; Michael Feldhofer; R. F. Krammer; Thomas Heidemann; Paul Liedvogel; Kiàn KoWananga; Carolin Lüders; Charline Winter; Susanne Bonn; Lina Sienemann; Katharina Kanzan; T. S. Orgel; Ivan Ertlov; Frederik Elting

Rechtschreibfehler sind menschlich und passieren sogar Autoren, die mit scheiden, ähm schreiben, ihr Geld verdienen. Anstatt die Fehler nach dem Löschen zu vergessen und in Zukunft etwas mehr darauf zu achten, keine mehr zu machen, dachten sich die Schreiberlinge samt Herausgeberin dieser Anthologie (vermutlich): „Hey, warum keine Geschichten um diese Fehler bauen? Könnte unterhaltsam sein.



Spoiler: Ja, die Idee ging auf. Aber was erwartet euch in dieser Anthologie, die von Wortwitzen, absichtlichen Fehlern und chaotischen Zuständen so trieft? Das wird doch irgendwann so witzig wie ein Blondinenwitz, oder?

Sagen wir so. Die Handlung ohne Rechtscheibfehler oder Wortverwehungen klingt ja erst einmal recht unaufgerehgt. Mal soll ein Urwerk repariert werden, dann eine Stadt planiert oder ein Angriff mittels einer Clownkrieger durchgeführt werden. Wären da nicht diese kleinen Tippfehder, die alles etwas kuhmplizierter machen, als es ist. Wie sehr verdreht sich eine Geschichte, wenn statt eines Feinstaubfilters ein Feenstaubfilter eingesetzt wird?

Da tun sich ganz neue Welten auf, sag’ ich euch. Hätte man eine „nicht lachen“ Challenge gemacht, hätte ich relativ schnell aufgegeben. Glücklicherweise haben sich die Schreiberlinge nicht nur an plumpen Wortspielen bedient, bei manchen war es erst auf den zweiten Blick ersichtlich, was ursprünglich gemeint war, denn die Geschichte wurde nicht nur auf beide Versionen angepasst, sondern lies diese plötzlich in einem ganz anderen Licht stehen. Ein bestimmter „Fürchtetee“ zum Bleistift war so ein Fall, bei dem ich zuerst dachte, „aaah ja. Okay. “ nur um dann zu „Ist das geil. “ umzuschwenken. Etwas Gesellschaftskritik ist natürlich auch mit dabei, ebenso etwas Diversität, was man bei dem Verlag ohnehin erwartet.

Und sonst so? Gibt es etwas zum Kleckern? Hab ich etwas Falz in der Kuppe gefunden, über das ich mich aufregen könnte? Nö. Wirklich nicht. Das war eine sehr unterhaltsame Anthologie, die eine Banalität einmal quer durch alle Genres gepflogen hat. Sehr lesenswert, sofern ihr etwas resistenter gegen Tehler seid.

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Sehr unterhaltsame Anthologie
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Solider Urban Fantasy Roman

Velvet-Dilogie 1: Velvet Falls, but the Gods forgot to die von Julia Dippel

Dieses Buch habe ich bei der „Seitenweise Herzklopfen“ Veranstaltung der Tyrolia nach der Lesung von Julia Dippel gekauft. Optisch sah es interessant aus, der Klappentext versprach in meiner Version nicht viel, aber spätestens bei der Lesung hatte ich Bock bekommen, es lesen zu wollen. Und nun? Hat es sich gelohnt? Mal schauen.

Velvet ist glücklicherweise keine Protagonistin, die einfach so mit göttlicher Macht oder vom Glück gesegnet wurde, sondern ihre Kräfte auf eine andere tragischere Art bekommen hat. Dieses Schlüsselereignis wird uns lange vorbehalten, nur um am Ende mit einem Knall enthüllt zu werden. Sie selbst ist eher bissiger und verschlossener Natur. Wer kann es ihr verübeln? Spätestens als sie sich an ihren Ex wenden muss, um ihren Auftrag zu erfüllen, ist ihre Laune so richtig im Keller. Und ja, diese zieht sich, ähnlich wie ihr Drang nach Essen und Geschlechtsverkehr, durch die gesamte Handlung.

Velvet hatte aber zu meiner Freude noch etwas mehr als nur das zu bieten. Ihr Ex-Freund spielt, wie könnte es anders sein, natürlich auch eine Hauptrolle. Kash ist gut aussehend, mächtig, der Fels in der Brandung (was für ein A…loch eine seltsam positive Eigenschaft ist) und hat sehr viele Mittel, um Velvets Auftrag zu erfüllen. Während der Handlung kommen natürlich auch ein paar Nebencharaktere dazu, die alle ihren Teil zum Fortlaufen der Handlung beitragen. Nicht mehr und nicht weniger. Was gut ist, denn die Welt der Götter und Widersacher braucht Platz, um sich entfalten zu können. Soweit so spannend.

Garniert wird das Ganze noch von den Visionen, die Velvets Geist regelmäßig heimsuchen. Was vielleicht daran liegt, dass in ihr ein böser Dämon sein Unwesen treibt und ihr ihre Kräfte verleiht. Ein Nebencharakter, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist Monty. Ein von einem Dämon besessener Körperteil. Klingt seltsam, ist aber so. Und vor allem eines: Richtig witzig. Das vor sich hin wabernde Geschöpf brachte mich regelmäßig zum Lachen und lockerte die Handlung auf, die sich stellenweise fast zu ernst nahm. Vor allem die Jagd nach Trigger, einer Identität, von der keiner wissen darf, die aber schnell abgefrühstückt wurde. Die Leerläufe wurden durch ihn zum Glück auch recht gut überspielt, denn teilweise passierte nicht wirklich viel in den einzelnen Kapiteln. Gelegentlich gab es ein Liebesdrama, mal wurde mehr und dann noch mehr der Akt der Liebe vollzogen, aber sonst? Ach ja, die Bösewichte hätte ich fast vergessen. Sie waren da, hatten Böses im Sinn und waren nicht so wirklich glaubwürdig. Warum wollten diese noch einmal die Götter auslöschen, wenn die Gefahr bestand, dabei selbst draufzugehen? Keine Ahnung. Zu viele Fragen sollte man da nicht stellen. Der Showdown war schnell und hart, genauso wie ….. nein aus Pfui.

Grundsätzlich mochte ich das Buch. Es hat mich gut unterhalten. Liefert das was es soll. Eventuell schaue ich mir Teil zwei an.

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Solider Urban Fantasy Roman
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Ein Satz mit X, .....

Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf

Es gibt Bücher, die mich auf Anhieb begeistern können, dann gibt es welche, die ziemlich schnell bei mir durchfallen. „Die Auszeit“ und „Das Dinner“ haben mir wirklich gut gefallen. Etwas anderer Ansatz. Charaktere mit viel Substanz und eine Handlungshergang der nicht einfach zu durchschauen gewesen ist.

Insgesamt zwei sehr gelungene Thriller von Emily Rudolf. Dann gibt es „Die Housesitterin“, ein Buch, bei dem ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ab wann es mich endgültig verloren hat. Also: Wo fange ich da nur an?
Am besten bei der Grundidee. Cecilia arbeitet als Housesitterin (passt in der Abwesenheit der Bewohner auf das Haus auf) in einer Villa der Familie Waldner. Nicht zufällig, wie wir später erfahren. Unsere Protagonistin hat offenbar einiges an Vorarbeit geleistet, um so weit zu kommen. Aber warum? Um Johannes Waldner näherzukommen. Auch das ist kein Zufall, wie wir recht früh im Buch erfahren, oder wer zwischen den Zeilen des Klappentextes lesen kann, findet es auch so heraus. Prinzipiell bin ich voll fein mit der Idee. Hat recht viel Potenzial für eine interessante Umgebung. Am Anfang der Handlung, nach einem vielsagenden Prolog, wird auch angedeutet, dass wir uns auf Spannung freuen können. Nur um dann eine Vollbremsung zu machen, um erst einmal zu erläutern, wer Johannes ist, was er getan hat (auch hier lohnt sich ein Blick in den Klappentext). Ab diesem Moment begann meine Vorfreude zu bröckeln. Okay. Ich habe also erfahren, was Cecilia womöglich im Schilde führt. Dass Johannes sein dunkles Geheimnis hat. Worauf soll ich mich noch freuen, wenn ich ohnehin schon weiß, wie der Hase läuft? Richtig. WIE ist das alles eigentlich passiert. Ja, cool, rein ins Geschehen.
Zuvor lernen wir noch unsere beiden Protagonisten, deren Perspektive wir abwechselnd erleben, und die Nebencharaktere kennen. Zwei davon kann man aus offensichtlichen Gründen direkt aussortieren. Einer ist interessant und sorgte mit seinem Verhalten für etwas mehr Zündstoff, den das Buch definitiv nötig hatte. Denn Cecilia und Johannes sind unglaublich langweilige Charaktere. Von Grund auf unsympathisch, auch wenn mir die Handlung weiß machen wollte, dass ich schon irgendwie Mitgefühl empfinden sollte. Immerhin mussten beide durch eine schlimme Zeit durch. Aber nein, dieses Gefühl haben sie sich beide zerstört. Zum einen, weil Cecilia keine wirklichen Stärken hatte, Schwächen dafür einige. Johannes fiel bei mir direkt durch. So oft wie bei der Knalltüte das Wort f….. fiel ist nicht mehr normal. Genauso wie seine Gedankenwelt und sein Verhalten. Cecilia hatte offenbar Tomaten auf den Augen, aber wie bereits erwähnt, hat sie sich nicht einfach so in ihn verliebt. Und wie sieht es mit dem Zündstoff-Nebencharakter aus? Er war der Einzige, dem ich sein Verhalten abgekauft habe. Und die beiden anderen Charaktere? Die eine war nur da, um die schlechte Seite des einen Charakters zu zeigen und die andere ….. war existent. Yay.
Der Schreibstil ist für mich das einzig Positive an dem Buch. Der Rest, puh, nein, nicht mein Fall. Von einem Thriller erwarte ich Spannung, Wendungen, unvorhergesehene Entwicklungen und kein Liebes- und Familiendrama.

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Ein Satz mit X, .....
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Solider Einstieg in die Reihe

Diener des Ordens von C. Gina Riot

Lange bin ich um das Buch herumgeschlichen. Jetzt liegt es endlich vor mir. Hat es sich gelohnt. Ja, ABER …

Am Anfang der Handlung hat die Autorin sehr viele Informationen über die Charaktere, Ortschaften, Praktiken und und und hineingepackt. Das könnte Leser etwas überfordern. Ich empfand es persönlich als gut dosiert, so hatte die Handlung mehr Platz, um sich entfalten zu können.

Und hat sie das? Ja. Denn dieses Buch ordnet sich nicht einfach so im Dark Fantasy Bereich ein. Hier wird geopfert, gemeuchelt und sehr viel Blut in sämtliche Himmelsrichtungen verteilt. Klar. Die Charaktere gehen auch nicht einfach mal eben spazieren. Apropos Charaktere.

Diese haben sich zu meiner Freude im Laufe der Handlung gut weiterentwickelt. Sie wurden erfahrener und vielschichtiger. Es gab auch eine politische Ebene, die recht gut in die Handlung gepasst hat und viele Ereignisse, mit denen man als Leser großteils zu tun hat, ausgelöst hat. Intrigen, Lügen und Gewalt inklusive. Die Beschreibungen der Ortschaften, Tätigkeiten der Charaktere, Gegenstände und der Umgebung allgemein haben mir durchgehend gut gefallen. Sich das Ganze bildlich vorzustellen, war gar kein Problem.

Kritik gibt es bei mir unter anderem beim Ende. Das war seltsam ruhig und nicht wirklich befriedigend. Außerdem wurde mit dem Zweigesicht erstaunlich wenig gemacht. Schade. Offenbar reichte dessen Existenz aus, um was genau damit zu machen? Ich habe mir längere Zeit den Kopf darüber zerbrochen. Die Art und Weise, wie es entstanden ist, wurde wiederum super umgesetzt.

Am Ende haben wir hier, trotz Kritik, einen soliden Dark Fantasy Roman, den sich Fans des Genres anschauen sollten.

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Solider Einstieg in die Reihe
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Hatte eine schöne Zeit mit diesem Thriller

Das Signal von Ursula Poznanski

Info vorweg: Die eBook Version habe ich von der Plattform NetGalley erhalten. ????

Wie lange ist es jetzt her, seit ich ein Buch von Ursula Poznanski gelesen habe? Zu lange. Dementsprechend zögerte ich nicht lange, als ich es auf NetGalley gesehen habe. Viola steht nun aus Gründen nicht mehr mit beiden Beinen im Leben.

Ein Unfall, dessen Ursache zu Beginn sehr viele Fragen aufwirft, beschädigte eines ihrer Beine so stark, dass dieses amputiert werden musste. Was macht man also Zuhause, wenn man sich nicht groß bewegen kann? Richtig. Nach und nach Tracker verteilen, um zu schauen, was die lieben Mitmenschen, darunter der Ehemann, den ganzen Tag so treiben. Was zunächst eine Vorsichtsmaßnahme ist, stellt sich später als intelligent heraus, da vor allem das Verhalten von Adam verdächtig ist. Nicht nur im Umgang mit seiner Frau, sondern auch seine Abweichungen von seinen Erzählungen. Was wird Viola entdecken, wenn sie ihm weiter hinterherspioniert?

Viola als Protagonistin hat super funktioniert. Sie verfällt nicht dauerhaft in Trauer oder Hilflosigkeit. Von Anfang an hat sie das vermeintliche Ruder in der Hand. Aufgrund der eingeschränkten Umgebung, sie kommt außer vor dem Haus nicht wirklich herum, dennoch bleiben ihre Passagen das ganze Buch über spannend, da es irgendwie immer etwas Neues zu entdecken gibt. Sie stellt sehr vieles infrage, manchmal könnte man meinen, sie sei gerade zu süchtig danach, mehr über ihren Mann und den Verbleib der verteilten Tracker herauszufinden. Andererseits, was soll sie außer der Spiegeltherapie und schlafen auch sonst machen? (Aus dem Fenster schauen, ein Buch lesen, so normale Dinge. ???? ) Aber wie schon erwähnt, ihre Beharrlichkeit und Neugier sollen sich auszahlen, denn Adam ist nicht nur aus reiner Selbstlosigkeit um seine Frau besorgt. Auch die Pflegerin, welcher man nicht im Dunkeln begegnen möchte, ist ihr nicht geheuer. Die Charaktere inklusive ihrer Freundinnen, welche ebenfalls eine größere Rolle spielen, können wir beruhigt abhaken. Die Tatsache, dass Adam von Anfang an verdächtig ohne Ende war, lassen wir jetzt einfach mal so stehen. War ja klar. ????

Und sonst so? Die Handlung langweilte mich zu keinem Zeitpunkt. Diese war immer spannend und trumpfte in regelmäßigen Abständen mit neuen Informationen und Wendungen auf. Das bereits in mehreren Kapiteln zuvor angedeutete Ende hat mir gut gefallen. Was ich erwähnen möchte, ist, wie nah sich die Autorin an der Realität gehalten und keinen realitätsfernen Twist eingebaut hat, bloß um die Spannung zu erhöhen. (Ja, Sebastian Fitzek, ich meine dich) Kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen. Und nein, auch mit Erbsen zählen und Haar in der Suppe suchen steht das Buch bei mir nicht schlechter da. ????

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Spannend, thematisch sehr aktuell

Shape Me von Melanie Vogltanz

Heute habe ich für euch ein weiteres Mitbringsel von der VIECC. Dieses Buch ist mir beim Stand der sympathischen Autorin Melanie Vogltanz direkt ins Auge gefallen. Nicht nur, weil das Lesezeichen ein Maßband ist, was perfekt zum Thema des Buches passt, sondern auch weil das Cover sehr nach Science-Fiction aussah.

Was neben Fantasy und Thriller zu meinem liebsten Genre gehört. Außerdem bin ich ein Fan von Büchern, in denen Körpertausch thematisiert wird. Die Zeichen standen also gut, dass mir „Shape Me“ gefallen könnte. Oder?

Abnehmen ist in der Welt von Body Sharing Technologie nur noch eine Unterschrift entfernt. Wozu sich selbst mit Diäten und Sport quälen, wenn eine andere Person diesen Job für einen übernehmen kann? Wenn wir den psychologischen Aspekt und den mangelnden Lerneffekt vorerst ausklammern, klingt das nach einer tollen Sache. Vor allem, wenn die Gesellschaft darauf abzielt, dass jeder Mensch einen Traumkörper hat und dieser zu mehr Erfolg im Leben verhilft. (und Geld) Soweit so gut. Was kann da nur schiefgehen?

Nun. So einiges, wie der Fall von Nena Jean beweist. Von einem Tag auf den anderen ist sie ihren Körper los. Einfach so ist es jemandem gelungen, das Gerät, welches den Körpertausch einleitet, zu stehlen und sich in Nenas Wohnung zu schleichen. Natürlich kann man sich jetzt die Frage stellen, warum man den Dieb nicht tracken kann, immerhin hat jeder Mensch einen Chip eingepflanzt bekommen, der das möglich macht. Daran hat der Dieb natürlich gedacht. Da hilft es auch nicht, dass man eventuell darüber hätte nachdenken sollen, dass EIN Gerät eventuell zu wenig ist, dafür dass Body Sharing ein Geschäft ist. Während Nena ihrem Körper zunächst nachtrauert, sich anschließend auf die Suche nach Hinweisen begibt, verfolgen wir eine Trainerin (Ein Mensch, der mit Kunden Körper tauscht) welche spätestens nach dem Diebstahl des Gerätes ein mieses Gefühl hat, auf ihrem Weg durch die Geschichte. Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Nach einer kurzen Einleitung geht es auch schon spannend los. Die Autorin verschwendet nicht viel Zeit und wirft uns in die fast schon dystopische Welt, in der dicke Menschen das Nachsehen haben. Gerade Nenas Passagen haben mir ausgezeichnet gefallen. Ihre Machtlosigkeit, ihr Gerechtigkeitssinn und Beharrlichkeit gefielen mir. Auch die Trainerin hat ähnliche Charakterzüge spendiert bekommen, nur hat diese aufgrund ihrer Position eine etwas andere Sichtweise, was für Abwechslung gesorgt hat. Apropos Abwechslung. Davon gibt es genug. Vor allem haben wir auch Einblick in die Gedankenwelt des Diebes bekommen. Eines stand recht schnell fest, rein für Macht und Geld wurde diese Aktion nicht ausgeführt. Was mal etwas anderes ist! Bis zum Ende wurden nur kleine Hinweise gestreut, aber nicht ganz offenbart, wer dahintersteckt. Sehr gut, so knallte das Ende umso mehr rein.

Dieses wurde zum Glück nicht zu dramatisch gestaltet. Konsequenzen gab es natürlich für alle Beteiligten. Ein Happy End gibt es nicht. Wie auch, wenn Menschen mehr und mehr begreifen, was hinter den Kulissen eigentlich abgeht. Glücklicherweise wurde es nie zu politisch. Stellenweise gab es auch schockierende Momente, welche das Problem des Systems noch etwas mehr betonten.

Und sonst so? Die Charaktere wurden insgesamt gut ausgearbeitet und zeigten mehrere Facetten, was sie lebendiger und interessanter machte. Die Körpertausch-Thematik bleibt im Fokus der Geschichte und verlor sich zum Glück nicht im Sand, weil irgendetwas dazwischenkam. Insgesamt ein super interessanter Science-Fiction-Roman mit sehr viel Tiefe und Abwechslung. Definitiv einen Blick wert.

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