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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Ein ganz besonderer Tag

Der Krönungstag von Paul Gallico

Paul Gallico war ein amerikanischer Schriftsteller, der früher mal sehr bekannt wer. Damals gab es den „humorvollen Roman“ als Markenzeichen.
Vieles davon war nicht unbedingt anspruchsvoll, aber Gallico war ein souverän schreibender Autor mit Qualitäten.
Ich glaube, dass der Autor heute weitgehend vergessen ist, daher ist es eine gute Leistung des Kampa-Verlags eins seiner Bücher wieder herauszubringen.

Hier geht es um eine Familie die 1953 bei der Krönungszeremonie der Königin in London anwesend ist. Dafür opfern sie gerne ihren Jahresurlaub, denn beides können sie sich nicht leisten. Es ist halt eine ganz normale Familie, das macht sie mir sympathisch und vom Autor auch gut gewählt.
Aber die Familie muss doch noch erst einige Schwierigkeiten überwinden. Man kann sich mit ihnen identifizieren. Fast glaubt man dabei zu sein.

Das Buch ist entspannt, mit guten Dialogen. Man liest es gerne .

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Ein ganz besonderer Tag
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Das hoch gelegene Haus

Und dann verschwand die Zeit von Jessie Greengrass

Und dann verschwand die Zeit ist ein ergreifender Roman der britischen Autorin Jessie Greengrass. Der Originaltitel The High House ist aber besser. Dabei ist kein Hochhaus gemeint, sondern ein Haus, das hoch gelegen ist und daher den Protagonisten dieses Romans Schutz bietet.
Der Roman ist sehr figurengetrieben.

Im High House leben zusammen und sehr isoliert die Geschwister Caro und ihr viel jüngerer Halbbruder Pauly sowie Sally und ihr Großvater „Grandy“. Sie sind wie alle in England vom extremen Wetter und Hochwasser bedroht. Das Buch ist auch darin britisch, dass andere Länder nicht betrachtet werden. Wenn London überflutet wird, sind anderer Länder vermutlich längst versunken.

Es sind sehr sympathische Figuren, aber auch mit ihren Eigenheiten. Caro ist sehr sensibel, Pauly erlebt alles sehr intensiv und Sally ist nicht selten schlecht gelaunt, da sie einen großen Teil der Verantwortung übernimmt. Meine Lieblingsfigur war der gütige Grandy. Aber eigentlich mochte ich alle, sogar sehr.

Das Buch konzentriert sich lange darauf, wie die kleine Gruppe als Gemeinschaft zusammenlebt und auf das Warten auf das kommende steigende Wasser.
Das Buch ist reich an Bildern, die vor dem inneren Auge des Lesers entstehen und an Metaphern.

Ich fühlte mich von dem Buch emotional angesprochen.

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Das hoch gelegene Haus
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Êine Liebesgeschichte

Der Gärtner von Wimbledon von Jane Crilly

Die englische Schriftstellerin Jane Crilly hat mit Der Gärtner von Wimbledon (Originaltitel: The Head Gardener of Wimbledon) ein warmherziges, sympathisches Buch geschrieben.
Eine etwas verpeilte Zeitungskolumnistin bekommt den Auftrag über den Gärtner Henry Evans eine Artikel zu schreiben. Im Gespräch wird dann ins Jahr 1938 gesprungen als Henry 14 Jahre alt war und seine Jugend wird geschildert.

Zentral dabei ist seine Freundschaft und Liebe zu der selbstbewussten Rose. Eine Liebesgeschichte!

Der Kampaverlag gestaltet das Buch mit einem leicht altmodischen Charme, der zur Sprache der Autorin passt. Das zusammen erzeugt viel Stimmung.

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angenehm zu lesen

Where the Fireflies Dance von Mareike Allnoch

Where the Fireflies Dance ist der zweite und letzte Teil der Lake Louise-Reihe, die in Alberta nahe den Rock Mountains handelt und somit einen überaus reizvollen und interessanten Schauplatz hat. Die Umgebung verleiht dem Buch eine eigene Atmosphäre.
Die Ausgangsposition ist zunächst eine ernste.

Nell ist traumatisiert, weil ihr Bruder Luke in den Wäldern bei einem Unfall schwer verletzt wurde. Der Unfallbeteiligte hat Fahrerflucht begangen und Luke sitzt nun im Rollstuhl.
Dann taucht Caleb auf, der bei der Ferienhausvermietung anfängt zu arbeiten. Doch Caleb hat ein Geheimnis und sucht Nells Nähe nicht ohne Grund.
Es gibt auch ein paar Kapitel, die aus Calebs Sicht erzählt werden, aber die meiste Zeit ist man nahe dran an Nells fragiler, emotionaler Lage.

Nun ist die Story nicht ganz neu, aber das macht nichts. Der Roman lässt sich gut lesen, die Umgebung kann man sich gut vorstellen und auch die restlichen Figuren sind sympathisch. Insgesamt hat mir das Buch besser gefallen als erwartet.

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angenehm zu lesen
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Zwei Ebenen

Straße nach überallhin von Roger Zelazny

Roger Zelazny war ein erfolgreicher Science Fiction Autor, dessen Name heutzutage nicht mehr so bekannt ist. Gut, dass der Piper Verlag nun einen seiner Romane neu rausbringt.
Straße nach überallhin hat eine lebhafte Handlung und einen ungewöhnlichen, experimentellen Ansatz.
Erzählt wird in zwei wechselnden Ebenen.

Die mit 1 gekennzeichneten Abschnitte zeigen linear erzählt die Handlung um den Protagonisten Red.
In 2 wechseln die Figuren. Das ist ungewöhnlich und nicht alles ist immer sofort zu verstehen. Es gibt aber einige originelle Einfälle. Meiner Meinung nach lebt das Buch mehr von der Struktur als von den eindimensionalen Figuren und der Handlung.

Erwähnenswert ist das Nachwort von Uwe Anton, indem er den Schriftsteller, sein Leben und sein Werk vorstellt.

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Träume vom Wolf

Wolf,3 Audio-CD von Sasa Stanisic

Wolf von Sasa Stanisic ist ein gutes Jugendbuch, das besonders als Hörbuchversion gut funktioniert. Dazu trägt auch bei, dass der Autor den Text selbst liest. Er geht so mit, dass man als Zuhörer auch mitgerissen wird.

Der junge Kemi muss ins Ferienlager, dabei hat er nicht viel für Wald und Natur übrig.

Seine ablehnende Haltung kann er aber nicht durchgängig durchhalten. Schließlich gilt es , sich mit den Mitschülern zu arrangieren, was nicht immer leicht ist.
Doch es bleiben die immer wiederkehrende Träume von einem Wolf.

Das Buch ist wohl für Kids von 11 bis 14 Jahre, aber auch erwachsene Leser können sich problemlos einfühlen. Solche Emotionen, Überlegungen und Zweifel, wie der junge Erzähler hat, hat wohl jeder mal gehabt und es wird leicht, sich zu identifizieren.

Sasa Stanisic, einst Gewinner des Deutschen Buchpreis, ist ein intelligenter Autor und schafft es, mitfühlend zu schreiben und diese Empathie auch zu vermitteln. Vielleicht das beste Jugendbuch des Jahres.

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Träume vom Wolf
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Die Erbschaft

In unseren Kreisen von Georg M. Oswald

Eine Familie, Tatjana, Nikolai und Marie, erben von der exzentrischen Tante Rosa eine große Villa und viel Geld. das bedeutet für sie erhebliche Veränderungen. Georg M. Oswald zeigt geschickt, was das für sie bedeutet. Man sieht, wie sehr sie in einer Blase leben.
Die Figuren sind interessant, bleiben aber auch im vordergründigen stecken, z.

B. Tante Rose war vor allen exzentrisch, aber nicht unbedingt glaubwürdig. Die junge Familie hatte aber meine Sympathien. Vermutlich geht es bei ihnen nicht zu sehr in die Tiefe, damit man sich leichter mit ihnen identifizieren kann.
Am meisten überzeugt mich, dass Oswald seinen Roman mit einem eigenständigen Ton versehen hat. Von meiner Seite aus also eine Empfehlung.

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Über Identität in der fragilen Gegenwart

Wo die Fremde beginnt von Elisabeth Wellershaus

Wo die Fremde beginnt ist beim C.H.Beck-Verlag erschienen und dieses Jahr für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.
Die Autorin Elisabeth Wellerhaus nutzt stark eigene Erfahrungen, zitiert aber auch gezielt andere Autorinnen wie Daniela Dröscher, Alice Hasters u.a.
Kapitelweise handelt Elisabeth Wellerhaus Themen wie Stadt, Arbeit, Familie etc.

ab.
Es gab in den letzten Monaten viele starke Sachbücher, die leider nicht nominiert wurden, aber dieses Buch ist auch keine schlechte Wahl.

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Zentrum der Welt

Das Café ohne Namen von Robert Seethaler



Das Café ohne Namen heißt der neue Roman von Robert Seethaler, den ich schon mehrfach mit Begeisterung gelesen habe. Das Feld, Der letzte Satz, Ein ganzes Leben. Das waren großartige Romane und Das Café ohne Namen fügt sich da sehr gut ein.
Seethaler betrachtet dabei, wie die Menschen die Nachkriegszeit in Wien bewältigen.

Der Protagonist Robert Simon eröffnet 1966 ei gutgehendes Café, nur einen Namen hat es nicht.
Trotzdem wird das Café für ihn, seine Angestellte Mila und die Gäste zum Zentrum der Welt.
Eine Reihe von Figuren werden betrachtet, zum Beispiel der Ringer René, der Maler und Schwerenöter Mischa, Rose Gebhartl, Heide, der Angeber Arnie, ein Fleischermeister und weitere.
Und eines Tages taucht die junge Jascha auf, in die Robert sich verliebt. Doch die junge Frau trägt erhebliche Probleme mit sich herum.
Auch manchen der anderen Figuren folgt man über Jahre hinweg. Das ist wirklich gut gemacht. Man spürt die Routine des erfahrenen Autors.

Durch die Szenen im Café erhält man ein Porträt einer Generation.

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Zentrum der Welt
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Ein besonderer Sommer

Gidget. Mein Sommer in Malibu von Frederick Kohner

Volker Weidermann veröffentlicht ein Buch von 1957 wieder und erreicht damit vielleicht eine neue Lesergeneration.

Der Roman ist in einem burschikosen Ton gehalten, der der jugendliche Protagonistin geschuldet ist. Ihre übersprudelnde Quirligkeit gibt dem Buch seine eine Form.

Wenn man bei Gidget von der amerikanischen Antwort auf Francoise Sagans Bonjour Tristesse spricht, mag das von der Stimmung her passen.

Literarisch kommt es aber nicht daran. Das muss es auch nicht, um nicht dennoch unterhaltend zu sein.
Mein persönliche, subjektive Wertung: 7 von 10 Punkte

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Ein besonderer Sommer