Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Soko St. Peter-Ording

Nordwesttod von Svea Jensen

Nordwesttod ist ein ansprechend geschriebener Kriminalroman, der mich deswegen überzeugt, weil die Hauptfiguren vor großen Veränderungen im Leben stehen.
Hendrik Norberg übernimmt nach dem Tod seiner Frau die Dienststellenleitung in St.Peter-Ording. Das ist für seine Karriere ein Abstieg, aber so können seine Kinder im gewohnten Ort bleiben.

Die aus München stammende Kommissarin Anna Wagner wechselt auch nach Schleswig-Holstein und muss sich erst eingewöhnen und ihr gewohnten Grüß Gott durch ein Moin ersetzen.
Ich mag es, wie die norddeutsche Umgebung und Mentalität eingesetzt werden, ohne dass der Roman dadurch zu einem typischen Regionalkrimi wird.
Die Hamburger Autorin Svea Jensen kennt sich aus, da sie inzwischen auch in Schleswig Holstein lebt.
Während Norberg noch sehr mit seiner privaten Situation, der Trauer und das Verhältnis zu seinen Söhnen, beschäftigt ist, ermittel Anna Wagner bereits fleißig.
Es dauert ein wenig, bis sie eine Draht zueinander finden. Doch schließlich arbeiten sie gut zusammen. Die Autorin lässt sich mit dieser Beziehung Zeit, das ist gut so und es wird auch noch eine Fortsetzung mit der Soko St. Peter-Ording geben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Soko St. Peter-Ording
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Eien Familiengeschichte

Nächstes Jahr in Berlin von Astrid Seeberger

Es gibt in der Literatur eine Reihe heraustragender Mutter-Bücher und jetzt gehört Astrid Seebergers auf schwedisch verfasster Roman „Nächstes Jahr in Berlin“ mit dazu.
Nachdem die Mutter stirbt zeigt die Erzählerin in diesem vermutlich autofiktionalem Buch ihren Zustand. Dazu nutzt sie bemerkenswerte Bilder, z.

B. die klirrende Kälte in der Natur. Das ist sprachlich sehr ansprechend. Hinzu kommen Geschichten ihrer Mutter. Ihre Jugend wurde vom Krieg und der Flucht aus Ostpreußen bestimmt. Eine erste Liebe endete mit dem frühen Tod des Geliebten. Dann kommen die Nachkriegsjahre, aber es wechselt dann wieder zurück in die Ereignisse der Kriegsjahre.

Die Erzählerin lebt mit ihrem Gefährten Lech zusammen. Ihn kennt man schon aus dem Roman Goodbye, Bukarest. Auch Bruno, der Bruder der Mutter, der dort eine große Rolle spielte, wird erwähnt. Hier wird ein wichtiger Teil seiner Geschichte verraten. Solche Zusammenhänge geben dem Erzählten eine umfassende Geschlossenheit.
Ich mag auch die literarischen Verweise, die die Autorin nutzt W.G.Sebald, Lars Gustafsson, Czelaw Milosz.

Astrid Seebergers Art zu schreiben finde ich sehr überzeugend.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Eien Familiengeschichte
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Wasser, Eis und Feuer

Nächstes Jahr in Berlin von Astrid Seeberger

Trauma – Kein Entkommen wird schon auf dem Cover als Thriller angekündigt, aber nach meiner Leseauffassung handelt es sich mehr um einen Kriminalroman mit psychologischen Momenten.

Der Roman ist gut strukturiert und hat 3 Teile, die mit Wasser, Eins, Feuer überschrieben sind.

Die Ermittlerin Katja Sand ist alleinerziehende Mutter und ihr Privatleben nimmt viel Raum ein, was ich prinzipiell nicht schlecht finde.

Dennoch fehlt hier etwas, die Figur bleibt mir als Leser schließlich doch auf Distanz.
Dennoch, die Passagen, die die schwierige Beziehung von Katja zu ihrer 15jährigen Tochter Jenny zeigt, sind nicht schlecht gemacht. Jenny haut dann ab, um ihren Vater kennen zu lernen. So trifft auch Katja schließlich wieder auf ihren Ex.
Einen guten Kollegen hat Katja in Rudi Dorfmüller.

Die Szenen mit dem vom Vater gequälten kleinen Kind sind schmerzhaft zu lesen.
Daraus ergeben sich psychologische Folgen, die mir hier zu schematisch dargestellt werden.
Auflösung und Ende des Falls sind dann zu abrupt, aber okay.

Am Ende bleibe ich zwiespältig mit dem Roman zurück. Er ist solide und flüssig geschrieben, hat gute und weniger gelungene Passagen. Aber ein rausragen aus der Masse an Krimis kann ich auch nicht sehen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Eien Familiengeschichte
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

jenseits der Rocky Mountains

Die kanadische Nacht von Jörg Magenau

Jörg Magenau hat einige brillante Biografien geschrieben. Ich selbst habe 3 Stück davon. Jetzt hat er sich erstmals mit einem Roman in eine andere Position gebracht und schlägt sich nicht schlecht. Etwas einlesen muss man sich in das Buch aber.
Es ist die Reise eines Mannes, geschätzt in den fünfzigern, der nach Kanada reist, um noch einmal seinen im sterben liegenden Vater zu sehen.

Seit vielen Jahren sind sie einander entfremdet.
In Calgary angekommen reist er mit einem Mietwagen weiter durch Kanada jenseits der Rocky Mountains.
Dabei kommen ihm die Erinnerungen und viele Überlegungen, die den Text bestimmen.
Er denkt über seine Kindheit und Jugend in Deutschland nach. Die Eltern trennten sich, als er Jugendlicher war. Da sein Vater mit seiner neuen Frau nach Kanada auswanderte, riss der Kontakt ab.
Ob er jetzt seinen Vater noch lebend antreffen wird, weiß er nicht.
Zudem beschäftigt ihn seine eigene, erst kürzlich erfolgte Trennung von seiner Frau und seine Probleme mit seinem aktuellen Buchprojekt über die Beziehung eines Dichters und einer Malerin.

Die Reise nimmt 2/3 des Romans ein, bis er sein Ziel erreicht und es zum Abschied kommen kann.

Es ist ein konzentriertes, gut durchdachtes Buch, das Jörg Magenau vorlegt und sicher seine Leserschaft finden wird und ich gehöre dankbar dazu.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
jenseits der Rocky Mountains
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ein Fall für ihre Majestät

Das Windsor-Komplott von Bennett S J

S.J.Bennett hat hier Band 1 der Reihe Die Fälle ihrer Majestät vorgelegt.

Die fast neunzigjährige Queen als heimliche Detektivin. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Ernst nehmen sollte man das nicht, sonst ist der Spaß schnell weg.
Unterstützung hat die Queen von der nigerianischen Privatsekretärin Rozie.

Ein weitere origineller Einfall. Rozie ist meine favorisierte Figur im Buch, da sie als noch neue im Haus Windsor noch einen Blick von Außen mitbringt und das ist interessant.
Die Gedanken der Queen bestimmen aber den Hauptteil des Romans. Hinzu kommen diverse Details über das im königlichen Haushaltes, des man so vielleicht nicht kennt.

Das cozy-typische reizte mich sehr an dem Buch und der Roman ist very british gestaltet, gerade bei den Dialogen. Gleichzeitig ist der Roman ziemlich zeitgemäß.
Das gefällt mir besser als wenn die Handlung in die Vergangenheit gelegt worden wäre. Obwohl, vielleicht hat sich für die Queen auch nicht so viel geändert.
Irgendwann war für mich der Reiz an dem ganzen dann doch nicht mehr so da, weil mich der maue Kriminalfall nicht so besonders überzeugte. Es bleibt aber ein solides Buch, obwohl ziemlich durchkalkuliert und auf Nummer sicher.

Ich denke, dass S.J.Bennett durch diese Reihe ausgesorgt hat. Viele werden sie um ihre Idee beneiden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Ein Fall für ihre Majestät
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Das Leben auf dem Land und an sich

Das, was du suchst von Marjoleine de Vos

Dieses kurze Buch ist ein sperriges kleines Ding, aber so das es wirklich Spaß macht.
Es ist im Prinzip ein Essay und die Autorin Marjoleine de Vos weiß wirklich viel, das merkt man beim Lesen. Sie nutzt treffende Vergleiche und Bezüge.
Zwischen dem Text befinden sich einige atmosphärische schwarzweiß-Fotos von dem Fotojournalisten Anjo de Haan.

Wirklich fantastisch! Aber eigentlich reichen auch schon die Sätze der Autorin um sich die Natur bildlich vorzustellen. Man denkt sogar, sie zu riechen, also allumfassend wahrzunehmen.
Die Umgebung von Groningen ist sehr wichtig, und es geht über das hinaus, was man vom Untertitel „Von der Sehnsucht nach dem Spazierengehen“ erwarten konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Das Leben auf dem Land und an sich
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Bemerkenswerter Jugendroman aus Norwegen

Was Sara verbirgt von Kathrine Nedrejord

Dieses kleine Buch ist ein sperriges Ding, aber so das es wirklich Spaß macht.
Es ist im Prinzip ein Essay und die Autorin Marjoleine de Vos weiß wirklich viel, das merkt man beim Lesen.
Die Umgebung von Groningen ist sehr wichtig, aber es geht über das hinaus, was man vom Untertitel „Von der Sehnsucht nach dem Spazierengehen“ erwarten konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Bemerkenswerter Jugendroman aus Norwegen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Melancholie

Abhängigkeit von Tove Ditlevsen

Der dritte Teil der Kopenhagen-Trilogie setzt an Jugend an und ist deutlich düsterer gefärbt. Tove ist zu Anfang mit Viggo, einem deutlich älteren Mann verheiratet, doch bald verlässt sie ihn und heiratet unmittelbar wieder. Doch auch da läuft es nicht ohne Probleme. Ein Großteil der zweiten Romanhälfte behandelt Tove Tablettenabhängigkeit und sie kann schlecht mit ihrer Sucht umgehen.

Tove Ditlevsen hat jetzt ihr Leben nahezu vollständig literarisch verarbeitet und es ist schade, dass es nicht glücklicher verlaufen ist.
Insgesamt halte ich die Trilogie für sehr lesenswert, daher bin ich froh über den ambitionierten Verlag, der sie komplett herausgegeben hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Melancholie
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

außergewöhnlich

Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor

Es gibt Romane, die sind wegen ihrer Erzählperspektive so großartig und Die ganze Wahrheit /wie Mason Buttle sie erzählt) gehört dazu.
Mason ist ein Junge, der eine Lernschwäche hat und deswegen zu den Außenseitern gehört.
Vor Buchbeginn hat er einen guten Freund durch einen Sturz von einem Baum verloren.

Doch der Grund ist ungeklärt und ein Polizist befragt immer wieder Mason.
Daher ist das atmosphärische Buchcover mit dem großen Baum und dem Baumhaus durchaus von Bedeutung.

Die amerikanische Schriftstellerin Leslie Connor zeigt den Schulalltag und auch Masons Familienleben. Ärger hat er mit dem Schulhofrüpel Matt und dessen fiesen Spießgesellen Lance.
In Calvin findet Mason jedoch einen Freund, auch als der Ärger zunimmt.

Leslie Connor weiß zu schreiben. Herausgekommen ist ein außergewöhnlicher, streckenweise auch spannender Jugendroman über Dinge im Leben, die zählen, wie Freundschaft, Familie und Anständigkeit.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
außergewöhnlich
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Zweiter Teil der Kopenhagen-Trilogie

Jugend von Tove Ditlevsen

Der erste Band Kindheit war recht beeindruckend. In Teil 2 wird zunächst relativ unspektakulär Toves Jugend in Dänemark geschildert. Sie ist ca. 15 Jahre alt, weiterhin sensibel, emotional aber auch zurückhaltend. Es drohen unruhige Zeiten. Hitler ist an die Macht gekommen, Mussolini viel im Gespräch.

Tove ist nicht sehr verliebt, verlobt sich aber dennoch mit Aksel. Eine eher laue Sache.
Tove ist jung, aber nicht naiv. Mit 18 liest sie liest viel, auch über Judenverfolgung und Konzentrationslager und weiß daher, die politischen Zeiten einzuschätzen.

Schließlich nimmt ihre Arbeit als Dichterin Gestalt an.

Tove Ditlevsens Art vollkommen ehrlich über ihr Leben zu schreiben entfaltet eine eigene Wirkung. Für Tove ist die Jugend nichts als ein Mangel und ein Hindernis, das sie überwinden will.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Zweiter Teil der Kopenhagen-Trilogie