Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
Etwas zum Nachdenken
Thaïs fährt von Paris nach Arles, um ihre Großmutter zu beerdigen, ihre letzte Verwandte. Das einzige Erbe, ein Häuschen in der Nähe soll sie zusammen mit einem Mitglied des ? Zirkus Perdu? bekommen.
Sie lernt alle Mitglieder des Zirkus kennen, Freunde ihrer Großmutter, die bei einem Zirkus Beck seinerzeit eine Nummer mit Pferden und einem Schimpansen vorführte.
Thaïs erkennt, dass ihr bisheriges Leben ein Irrtum war, beendet ihre Partnerschaft, kündigt ihren Job in einem Brautmodengeschäft und macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Großmutter und ihrer eigenen.
Immer mehr findet sie ihren eigenen Weg, indem sie das Geheimnis um ihre Eltern lüftet und den Anweisungen ihres Großvaters folgt.
Resümee: Jeder Mensch sollte auf seine Gefühle achten, unvoreingenommen und tolerant sein und offen für neue Eindrücke.
Ein romantisches und zugleich lehrreiches Buch.
Rezensionen von Mag. Karin Pfeiffer:
England in den 70gern
Loney ist eine Küstenregion Nordenglands, in der früher Eltern ihre an Tuberkulose erkrankten Kinder schickten, um auf Heilung zu hoffen.
Die Bewohner der Gegend sind abergläubisch und verschlossen.
In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine kleine Gruppe aus London zu der dortigen Wallfahrtskirche, um für den zurückgebliebenen Hanny die Erlösung aus seiner Behinderung zu erlangen.
Seine Mutter ist wie besessen und will die Heilung ihres Sohnes erzwingen. Sein jüngerer Bruder versteht ihn am besten und steht ihm bei.
Die beiden Jungen werden Zeugen eines schrecklichen Geheimnisses, das 30 Jahre später ans Tageslicht kommt.
Spannend geschrieben mit gut profilierten Personen und deren komplizierten Verbindungen.
Rezensionen von Pearl:
Ein Zimmer über dem Meer
Die Geschichte handelt von Kim die ihren Freund Paul durch einen Flugzeugabsturz an der Kürste von Cornwall verloren hat. Aus Kummer steht sie am Unglücksort und will sich dort ins Meer stürzen. Doch
Janet eine alte Dame die zufällig dort auftaucht hält Kim im letzten Augenblick zurück und lädt sie ein, ein paar Tage bei ihr zu wohnen.
Aber auch Janet hat so ihre Geheimnisse und ist sehr krank
Sie drückt Kim ein uraltes Tagebuch in die Hände, worin die Geschichte von Leandra einer taubstummen jungen Frau die vorort vor 200 Jahren gelebt hat und das gleiche Schicksal wie Kim erlitten hat und ebenfalls Selbstmord begehen wollte, geschrieben steht. Aber letztendlich durch Liebe gerettet wurde.
Eine herzzerreissende Geschichte im Schatten von Cornwall die auf zwei Zeitebenen geschrieben ist, die überzeugt und mitreißt.
Hinter dem Namen Danna Paul steckt die Autorin Corina Bomann, was man auch an der Art des Schreiben und dem tollen Schreibstil sofort erkennt.
Rezensionen von Apollo:
Poldark Band 2
Im 2. Teil wachsen Demelza und Ross immer mehr zusammen, trotz der unterschiedlichen Gesellschaftschichten aus denen sie stammen. Sie haben jetzt sogar eine kleine Tochter namens Julia.
Demelza kümmert sich heimlich um das Liebesglück von Verity die unglücklich in einen Kapitän verliebt ist. Ihr Bruder Francis und ihr Vater waren im ersten Teil dagegen und haben die Beiden auseinandergebracht.
Demelza kann die Trauer von Verity nicht ertragen und führt sie wieder zusammen. Verity sagt sich von der Familie los und flüchtet in die Arme ihres Kapitäns, der sie auch sofort heiratet.
Die Passagen über die Konflikte der Kupferbesitzer sind etwas langatmig, tun dem zweiten Band spannungsmäßig jedoch keinen Abbruch.
Das Cover ist genau wie beim ersten Band ein Eyecatcher
Rezensionen von Apollo:
Poldark Band 1
Ross Poldark kommt aus dem Krieg in Nordamerkika nach Cornwall seiner Heimat zurück. Er findet dort große Veränderungen vor, sein Vater tot, seine große Liebe Elisabeth ist jetzt mit seinem Cousin Francis verlobt. Das Gut ist ebenso ziemlich heruntergekommen, sodass viel Arbeit auf ihn wartet. Als ihm Demelza ein Kind welches von seinem Vater geschlagen wurde, über den Weg läuft, stellt er sie als Küchenmädchen ein.
Die Jahre vergehen, die Gefühle für Elisabeth lassen nach, da sie inzwischen verheiratet ist und schnell ein Kind bekommen hat. Doch irgendwie sind bei Elisabeth noch immer Gefühle da, da sich Fancis zu seinem Nachteil verändert hat. Er trinkt, spielt und man sieht ihn auch mit anderen Frauen. Doch Ross ist geheilt und irgendwann Demelza die nun fast 18 Jahre alt ist, zugeneigt. Er heiratet sie, obwohl sie aus einer niederen Gesellschaftschicht kommt. Das passt seinem Umfeld überhaupt nicht, und Elisabeth reagiert auch ein wenig eifersüchtig.
Der 1. Teil lässt eine langsam in die Familiensage hineinkommen, es fehlt etwas die Spannung. Der Schreibstil ist flüssig und gut. Manche Wörter passen nicht in die Zeit, wie Einkaufzentrum oder Jalousien, das liegt aber doch eher an der Übersetzung.
Jetzt geht es zum 2. Teil auf den ich schon sehr gespannt bin.
Rezensionen von Gaby 2707:
Geschichten einer Insel
Amadeo, *1875, Findelkind wie viele Andere auch zu dieser Zeit im italienischen Florenz, wird unter die Obhut von Dr. Alfredo Esposito gestellt. Von klein auf mag er Geschichten. Von seinem Mentor bekommt er eine rote Kladde , geziert von einer goldenen Lilie, geschenkt. Nach seinem Berufswunsch gefragt, möchte er Arzt werden.
Nachdem ein Uhrmacher, ein Bäcker und ein Drucker ihn nicht brauchen können, sitzt er wieder auf der Schulbank und und wird wirklich Arzt. Da er in Italien keine Anstellung findet, nimmt er 1914 die Stelle des Arztes auf der kleinen vor Sizilien liegenden Insel Castellamare an. Hier lernt er seine Frau Pina kennen, bekommt mit ihr drei Söhne und eine Tochter. Aber auch mit der Frau des Conte hat er einen gemeinsamen Sohn. Als dieser ihm die Stelle des Inselarztes aberkennt, nimmt sich Amadeo eines verfallenen Hauses an, dem ?Haus am Rande der Nacht?, wie es die Einheimischen nenne und macht hier eine kleine Bar auf.
Auf der kleinen Insel, auf der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, fühle ich mich gleich wohl. Catherine Banner beschreibt die kleine Insel mit ihren Bewohnern, ihren Bräuchen, ihren Mythen und Eigenarten so liebevoll, dass es mir geht wie drei Generationen der Familie Esposito. Ich wäre auch dort geblieben. Zumal im Laufe der Jahre ganz langsam die Modernisierung kommt. Das erste Auto fährt über die Insel, die Häuser bekommen Strom, der erste Computer wird noch misstrauisch beäugt. Amadeo hält die vielen kleinen Geschichten der Insel in seiner roten Kladde fest. Aber auch die Nöte und Sorgen der Familie bleiben nicht unerwähnt.
So wird die Bar im Haus am Rande der Nacht von einer in die andere Hand gegeben. Ist immerwährender Ort, wo sich die Bewohner treffen, ratschen, tratschen und ein paar ungezwungene Stunden mit Reisbällchen und Limoncello verbringen.
Ich bin tief eingetaucht in die Geschichte der Familie Esposito und durfte sie bis ins Jahr 2009 begleiten. Die Insel hat sich in den Jahren stark verändert. Aber die Verehrung der Heiligen Santa Agatha bleibt.
Ich habe einen wundervoll ausgestalteten Familienroman gelesen. Gerne wäre ich noch länger auf Castellamare geblieben. Vielen Dank für ein paar wundervolle Lesestunden.
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Ein köstliches Fest für die Sinne
Was mir an diesem Buch gefallen hat?
sind die lose miteinander verbundenen Kurzgeschichten. Die fangen den Leser mit einer packenden Eröffnung, um in einem kleinem Spannungsbogen zu einer Lösung zu führen oder eben auch nicht, denn die Kurzgeschichten spielen damit, durch offenes Ende dem Leser die platte Lösung vorzuenthalten und ihm zu nachdenken anzuregen.
J. Ryan Stradal schreibt über den Aufstieg der Feinschmeckerkultur und dem unglaublichen kleinen Mädchen namens Eva, die in eine Frau mit großem kulinarischen Talent wächst und sich entwickelt, eine unerwartete Mutter-Tochter-Geschichte und Dekadenz der amerikanischen Gesellschaft.
Solche Bücher erinnern mich daran, warum ich gerne lese.
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
Die perfekte Sommerspeise
In einer klaren, prägnanten Sprache zeichnet Ryan Stradal authentische Menschen und verstrickt diese in kurzweiligen, amüsanten Geschichten miteinander. Ich habe dieses warmherzige Buch in einem Stück verschlungen und kann es sehr empfehlen.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marianne Schaffer-SchellanderRezensionen von Aaaaa123:
Ein Buch das zum Nachdenken anregt
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Nachdem ich "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna Mc Partlin gelesen habe und es mich nicht 100%ig überzeugen konnte, war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Und ich muss sagen, es hat mich wirklich überzeugt und begeistert.
Der Prolog spielt sich 20 Jahre nach der eigentlichen Geschichte ab und greift somit das Ende vor.
Man weiß schon wie es ausgehen wird. Erst dann wird nach und nach die ganze Geschichte erzählt. Man lernt die Personen und ihre Vergangenheit kennen und erfährt, wie es zu dem Ende kam.
Maisie hatte es in ihrem Leben nie leicht. Und trotzdem ist sie eine starke Frau, die sich um ihre beiden Kinder und ihre demente Mutter kümmert. Als ihr Sohn dann plötzlich eines Tages verschwindet, macht sie sich Selbstvorwürfe, gibt aber dennoch nicht auf, ihn wieder zu finden. Dabei unterhält sie Unterstützung von vielen Personen, stößt aber auch auf Herausforderungen.
Ich mag den Schreibstil von Anna Mc Partlin sehr. Dadurch, dass die Geschichte aus der Sicht verschiedener Personen erzählt wird, bekommt man viel bessere Einblicke in die Geschichte und lernt die Personen besser kennen. Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Durch die ungeklärten Fragen und Geheimnisse wird Spannung aufgebaut und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, um die Antworten darauf zu erfahren.
Dieses Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und verändert die Sichtweise auf gewisse Tabuthemen der Gesellschaft. Mich hat das Buch sehr berührt und es wird definitiv nicht das letzte Buch von Anna Mc Partlin in meinem Bücherregal sein.
Rezensionen von Runar RavenDark:
Tragödie durch Intoleranz!
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Das Buch "Irgendwo im Glück" von Anna Mc Partlin ist 464 Seiten lang und ein Rowohlt Taschenbuch.
Das Softcover hat einen wunderschönen mittelguten Einband mit leicht abgehobenen Elementen zb Schmetterlinge und Blumen, welche sich super anfühlen und einen tollen Effekt zaubern. Die Leseseiten sind schön dick und wertig.
Die Geschichte spielt mitten in den 90ern in Irland, Die Leute dort sind sehr konservativ, besonders zu dieser Zeit. Maisie Bean lebt nach einer Ehe voller Gewalt, bei ihrer Mutter, die leider dement ist. Jeremy ihr ältestes Kind ist ein sehr feinfühliger, liebenswerter Junge der tatkräftig mit anpackt und für sein Alter sehr vernünftig ist. Valerie steckt mitten in der Pubertät und macht ihrer Mutter schon mehr Kopfzerbrechen. Trotz aller Schwierigkeiten konnte Maisie sich von ihrem Exmann lösen und das Leben scheint endlich rund zu laufen. Sie hat sogar eine tolle Freundin an ihrer Seite, die ihr oft unter die Arme greift. Doch dann kommt das nächste Drama in Maisies Leben, denn Jeremy verschwindet spurlos...
Das Buch hat einen schönen flüssigen, leichten Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Die Geschichte an sich ist schon sehr dramatisch und berührend. Man kann sich leicht mit den Protagonisten identifizieren. Was ich besonders schön finde ist, dass immer die Sichtweise gewechselt wird. Einmal stecken wir in Jeremys Kopf und Welt, einmal in der seiner Schwester oder im Kopf der dementen Oma Briedie oder der überforderten Mutter Maisie, die es allen recht machen möchte. Das ist auf jeden Fall ein sehr schönes Leseerlebnis, denn so kann man besonders bei Oma Bridie ihre seltsamen Handlungen und Aggressionen nachvollziehen, die für Außenstehende total befremdlich sind und überhaupt nicht verständlich. Da es Maisie so unglaublich schwer hat, hätte ich mir Emotionen gewünscht bei 3/4 des Buches. Aber die Autorin hat immer etwas Distanz gelassen, so dass man sich nicht verliert und weint. Ob sie das wohl extra gemacht hat? Denn zum Ende hin gibt es eine überraschende Tragödie, die schockiert und die eigene Welt einstürzen lässt und dann fließen mehr als nur ein paar Tränen. Ich schreib gezielt nicht das Hauptthema des Buches, damit ich nicht spoiler, aber es behandelt ein tolles Thema, welches gerade in den 90ern noch mit viel Intoleranz, Scham, Vorurteile und Ablehnung behaftet war.
Fazit: Ein flüßig geschriebenes, dramatisches Buch, welches besonders zum Ende hin unerwartet tragisch wird und voller Emotionen steckt! Absolut zu empfehlen!


