Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Dagmar Pfleger:
Essen und Co
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
Der Anfang des Buches hat sich etwas gezogen. Dann wurde es allerdings lustig und spannend. Fancy Familiengeschichte gemixt mit Essensgeschichten macht aus den Seiten eine leichte und meist flüssig zu lesende Lektüre. Was mit Sicherheit bleibt: Chilli und Papprikermammelarde.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde Dagmar PflegerRezensionen von Janine2610:
Was man aus Liebe tut ...
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
... muss nicht immer besonders logisch sein. Oder legal. In Andrew Hopkins' Fall war es gegen das Gesetz. Verdenken konnte ich ihm seine Taten allerdings nicht, denn als ich nach und nach die Gründe dafür erfahren habe, war ich immer mehr der Überzeugung, dass ich genauso gehandelt hätte. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht von der teilweise erschütternden Wahrheit verraten, das soll schon jeder selbst herauslesen, wie Andrew versucht hat, das Leben seiner Tochter Delia zu "retten".
Ich möchte lieber erklären, warum das Buch von mir nur drei Sterne bekommen hat ...
~ Es ist immer leichter, einen Menschen zu verurteilen, als sich zu überlegen, was ihn vielleicht so weit gebracht hat, eine illegale oder moralisch verwerfliche Tat zu begehen, weil er glaubt, dass er dann besser dran ist. ~
(S. 377)
Die Handlungen der Figuren (in der Gegenwart) konnte ich größtenteils nicht nachvollziehen. Warum? - Weil mir manche Entscheidungen für erwachsene Menschen etwas überstürzt und kindisch erschienen sind. Mit ein Grund für das Unverständnis der Handlung, war wahrscheinlich auch die Tatsache, dass die Autorin ziemlich stark an den Emotionen der Buchfiguren gespart hat. Es wird fast alles so nüchtern und gefühllos beschrieben - das hat mir gar nicht gefallen. Auf diese Weise habe ich zu keinem der Hauptcharaktere eine gewisse Nähe aufbauen können. Die Geschichte/die Buchfiguren waren nur aus der Distanz zu betrachten, so richtig einfühlen konnte ich mich leider in niemanden.
Zusätzlich erschwert wurde der Nähe-Aufbau durch die Kapitelwechsel. In jedem neuen Kapitel wird aus der Sicht einer anderen wichtigen Person erzählt - und davon gab es gar nicht mal so wenige, fünf waren es mindestens.
~ Ich könnte ihr aus eigener Erfahrung sagen, dass Menschen, die wir lieben, manchmal Entscheidungen treffen, die wir nicht nachvollziehen können. Aber wir sind trotzdem in der Lage, diese Menschen weiterhin zu lieben. Nicht das Verständnis zählt, sondern die Vergebung. ~
(S. 86)
Was mir wiederum gefallen hat, waren die Einblicke, die man über alkoholkranke Menschen bekommen hat. Der Alkohol spielt in diesem Buch eine tragende Rolle, genauso wie eine Verhandlung vor Gericht (aber die ist ja fast schon Markenzeichen von Jodi Picoult) und ich persönlich fand es sehr interessant, zu dieser Thematik auch einmal mehr lesen zu können. Ebenso, aber das hat mir nur zum Teil gefallen, tauchen im Text immer wieder bedeutungsschwere Sätze, Gespräche und Fragen auf, über die man vermutlich stundenlang philosophieren könnte. Für mich war das manchmal etwas zu viel, aber ich glaube, das ist sowieso eher Geschmacksache.
Dann gab es da noch Gefängnisszenen, die zwar zum Teil heftig zu lesen waren, mir aber dennoch wie reine Seitenfüller vorgekommen sind, da sie mit dem eigentlichen Problem mit Delia nicht viel zu tun hatten.
Ganz genauso wie ein Abschweifen vom Thema sind bei mir die Szenen angekommen, in denen eine Indianerfrau mit Delia Kontakt hatte. Die alte Indianerin hat von abgehobenen Dingen gesprochen, die in ihrem Glauben verankert sind, mit dem ich aber nicht viel anfangen konnte. Es kamen auch einige indianische Ausdrücke vor, die unaussprechlich waren und mich eigentlich nur gelangweilt haben.
~ »Ja!« falle ich ihr ins Wort. »Er ist ein Lügner. Er hat mich achtundzwanzig Jahre belogen, wollen Sie das von mir hören? Aber die Alternative war die Wahrheit, und die will niemand hören.« ~
(S. 457)
Und zu guter Letzt muss ich noch erwähnen, dass es in dieser Geschichte auch um eine Dreiecksbeziehung geht. Interessanterweise lese ich in letzter Zeit viele Geschichten mit Dreiecksbeziehungen, aber diese hier ist mir irgendwie auf die Nerven gegangen. Eben, weil ich, wie oben schon erwähnt, die Handlungen so mancher Charaktere nicht nachvollziehen konnte, wegen deren fehlender Gefühle.
Alles in allem also eine kleine Enttäuschung für mich. Mein Gesamteindruck war allerdings gar nicht so negativ, wie man durch meine zahlreichen Kritikpunkte jetzt vermuten könnte, unbedingt weiterempfehlen möchte ich »Die Wahrheit meines Vaters« aber auch nicht.
Rezensionen von verrückte Buchlady:
Quer durch ein verwüstetes Land
Am Ende aller Zeiten von Walker Adrian J
Inhalt
Wir lernen Ed und seine Familie kennen, die in Schottland ein beschauliches Leben führen. Als Familienvater versagt Ed im Moment leider auf voller Strecke und lässt sich öfter lieber voll laufen, als sich um seine Kinder zu kümmern.Doch dann passiert die Katastrophe: Asteroideneinschläge verwüsten die ganze westliche Welt und Großbritannien trifft es besonders schlimm.
Das ganze Land geht förmlich zu Grunde und im Laufe der Evakuierung werden Ed und seine Familie voneinander getrennt. Seine einzige Chance seine Lieben wieder zu sehen besteht darin von Schottland bis ganz in den Süden Englands zu laufen.
Meinung
Die Geschichte fängt stark an und die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Besonders stark finde ich, dass Ed kein klassischer Held ist. Durch sein Verhalten seiner Familie gegenüber fällt es einem sehr schwer, ihn sympathisch zu finden. Genau deswegen finde ich seine Story gut, denn es ist realistisch. Nicht jeder Vater ist der geborene Held und nicht jeder Mensch ist von Anfang an stark genug, so ein Szenario zu überlegen. Die Figuren, die Ed auf seinem Weg trifft und die ihn begleiten, finde ich allesamt gut geschildert und facettenreich. Besonders gefallen haben mir Bryce und Harvey, aber auch Bartonmouth, dessen Geschichte mich beinah zu Tränen gerührt hat und die mordende Teenie Mom Gloria.
Teilweise war die Geschichte eklig, teilweise morbide, aber ich hatte immer den Eindruck es muss so sein, die Gewalt erfüllt einen Zweck und gehört einfach zum Verlauf der Geschichte dazu.
Gegen Ende wurde es leider etwas zäh, da hatte ich den Eindruck dass absichtlich dramatisiert wurde, aber bis dahin habe ich mich immer gut unterhalten gefühlt.
Das Ende erfüllt vielleicht nicht die Erwartungen jeden Lesers, aber bleibt realistisch, was ich sehr positiv empfinde.
Fazit
Mir hat das Buch sehr gefallen, besonders die Grundidee und die Personen. Ich habe mich stets unterhalten gefühlt und denke, dass es sich von den üblichen Endzeitgeschichten abhebt, alleine durch Ed,den Versager in der Hauptrolle und den Kraftakt den er auf sich nimmt.
Rezensionen von Leselust:
Großartiges Porträt einer Familie -mit allen Höhen und Tiefen und Geheimnissen
Die Geschichte der Baltimores von Dicker Joël
Kurzmeinung:
Wieder ein sehr gutes Buch. Eine mitreißende Geschichte wunderbar ruhig erzählt mit glaubwürdige Protagonisten. Das großartige Porträt einer Familie -mit allen Höhen und Tiefen und Geheimnissen.
Zum Buch:
Alles dreht sich um eine Katastrophe, die 2004 geschehen ist. Der Protagonist Marcus Goldmann schreibt darüber im Jahr 2012.
Aber die Rückblicke reichen bis 1989 zurück, um die Geschichte der Baltimores zu erzählen und dem Leser zu erklären, wie es zu der Katastrophe kommen konnte.
Als Kind verbringt Marcus seine Ferien und verlängerten Wochenenden in Baltimore, um mit seinen beiden Cousins das perfekte Dreiergespann zu bilden. Denn in Baltimore ist Marcus' Meinung nach alles besser. Die Familie seines Onkels Saul Goldmann ist sehr reich, lebt in einem schicken Viertel in einem riesigen Haus, hat Angestellte und teure Autos. Sein Onkel ist gütig und intelligent und seine Tante Anita warmherzig und elegant. Der junge Marcus kann nicht umhin, die Goldmanns aus Baltimore (die Baltimores) mit seiner ganz und gar durchschnittlichen Familie zu vergleichen und ertappt sich dabei, wie er manchmal seine Eltern "betrügt", weil er lieber ein Baltimore wäre.
Doch aller Luxus ist nicht so wichtig, wie die Zeit, die er mit seinen beiden besten Freunden verbringen kann. Zusammen mit Hillel und Woody wird er schwerelos und unbesiegbar. Sie verbringen unbeschwerte Momente zusammen und teilen alles -auch ihre Liebe zu Alexandra Neville, einem älteren Mädchen aus der Nachbarschaft.
Doch langsam beginnt eine Entwicklung, die schließlich in der Katastrophe münden wird, die alles für immer verändert.
Marcus beginnt acht Jahre nach der Katastrophe, die Geschichte seiner Familie aufzuschreiben und dabei zu hinterfragen und zu verarbeiten. In den diversen Rückblicken erhalten wir neue Informationen, sehen die Dinge in einem anderen Licht und entdecken Details, die den drei Jungen von damals verborgen blieben, die sie noch nicht verstehen konnten.
Und wieder einmal zeigt sich, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, und dass jeder seine eigene Wahrheit hat.
Meine Meinung:
Dieses Buch hatte es wahrscheinlich nicht leicht mit mir. Ich habe "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" so geliebt und konnte es kaum erwarten, dass zweite Buch von Joel Dicker zu lesen. Aber dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Und unwillkürlich habe ich dann beim Lesen dieses Buch mit dem Erstlingswerk verglichen -und wurde nicht enttäuscht. Zwar können die Baltimores nicht ganz an das erste Meisterwerk heranreichen, aber eben nur ganz knapp.
Joel Dicker kreiert hier ein weiteres Mal sehr plastische, echte Charaktere. Sie haben Ecken und Kanten, machen Fehler und gerade das macht sie so nah und menschlich. Sie lieben, leiden, sind neidisch, verzeihen -und als Leser erlebt man das alles mit ihnen, denn Dicker zieht uns so sehr in seine Geschichte hinein, bringt und die Personen so nah, dass man gar nicht anders kann, als all ihre Gefühle mit ihnen zu empfinden.
Dabei behält er auch seinen herrlich unaufgeregten, eleganten und verzaubernden Schreibstil, der mich schon bei "Harry Quebert" so begeistert hat.
Auch dieses Buch wird wieder in mehreren Zeitebenen erzählt. Das ist hier allerdings nicht ganz so gut gelungen, wie bei dem ersten Buch.
Am Anfang war ich oft ein bisschen verloren und musste wieder zurückblättern, um mich an den Jahreszahlen zu orientieren. Aber dann findet man doch recht schnell in die Geschichte.
Alles dreht sich um diese eine große Katastrophe. Schon auf den ersten Seiten wird sie erwähnt und erst ganz zum Schluss erfahren wir, worum es sich dabei handelt. Allerdings wird während des ganzen Romans immer wieder Bezug auf "die Katastrophe" genommen. Dieses Stilmittel empfinde ich normalerweise als etwas billige Masche zum Spannungsaufbau. Doch bei Dicker hatte ich diesen Eindruck nur ganz selten und auch nur ganz leicht. Irgendwie hat er es mit seinem brillanten Schreibstil geschafft, sogar dieses Stilmittel gut umzusetzen. Aber ich finde, das hätte er eigentlich gar nicht nötig. Denn wer Geschichten so grandios erzählen kann, der braucht eigentlich keinen extra Trick zum Spannungsaufbau.
Neben den Zeitsprüngen und dem Verweis auf die Katastrophe ist mein einziger kleiner Kritikpunkt, dass ich die Person des Marcus Goldman als nicht ganz konsequent weiterentwickelt empfunden habe. Wir erfahren in "Die Geschichte der Baltimores" viel über seine Jugend. Doch diesen jungen Marcus konnte ich nicht ganz in Einklang bringen mit dem Bild, was ich in dem ersten Buch von ihm gemacht habe.
Aber innerhalb des zweiten Buches sind die Entwicklungen der Charaktere und auch ihrer Beziehungen zueinander absolut stimmig, nachvollziehbar und glaubwürdig.
Richtig gut gefallen hat mir die Entwicklung der Geschichte. Wir erfahren viel aus dem "aktuellen" Leben von Marcus Goldmann, aber auch aus seiner Vergangenheit. Wir bekommen Szenen aus seiner Jugend geschildert, wie er sie damals wahrgenommen hat, aber der ältere Marcus reflektiert die Geschehnisse von damals auch.
Und nach und nach entblättert sich vor dem Leser die Geschichte der Goldmanns, zweier sehr unterschiedlicher Familien. Und immer dann, wenn man sich gerade eine Meinung gebildet hat, gibt Dicker eine neue Sicht auf die Dingen, die den Leser wieder alles hinterfragen lassen.
Sehr gelungen fand ich die subtile Darstellung, dass, wenn die Geschichte einer Familie erzählt wird, es nicht DIE eine, gültige Wahrheit gibt, sondern das eben jeder seine eigene Sicht, seine eigene Wahrheit hat.
Fazit:
Insgesamt ist es wirklich ein hervorragendes Buch, dass nur ganz knapp hinter dem Meisterwerk "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" zurückbleibt.
Es ist wahrscheinlich gemein, dieses Buch mit seinem Vorgänger zu vergleichen, da es ein unglaublich hoher Vergleichsmaßstab ist. Und dennoch schneidet "Die Geschichte der Baltimores" sehr gut ab. Es ist ein schön geschriebenes, spannendes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Rezensionen von Uschi62:
"Zusammengerollt zu einer Kugel,... irgendwo im Glück"
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Maisie Bean hatte noch nicht viel Glück in ihrem Leben. Jahrelang muss sie es mit einem gewalttätigen Ehemann an ihrer Seite aushalten, bis die Situation eines Tages eskaliert. Als sie aus dem Koma erwacht beschließt sie sich von ihrem Ehemann zu trennen. Mit ihren beiden wundervollen Kindern, dem einfühlsamen Jeremy und der sensiblen Valerie kehrt sie zurück in ihr Elternhaus, zu ihrer Mutter Bridie, von den Kindern liebevoll Grammy genannt.
Doch nach einer kurzen unbeschwerten Zeit schlägt das Schicksal wieder zu. Bridie leidet an Demenz und braucht fast rund um die Uhr Betreuung. Doch auch diese Hürde meistern die drei zusammen und es gelingt ihnen Bridie nicht in ein Pflegeheim geben zu müssen.
Es scheint als würde sich jetzt alles zum Guten wenden und als sogar Maisie langsam wieder daran glaubt vielleicht doch noch eine schöne Zukunft haben zu können, geschieht das Unfassbare.
Jeremy verschwindet spurlos!
Eine dramatische Suche beginnt und Maisie findet sich plötzlich in einem Kampf wieder, den sie so nicht vorhersehen konnte. Sie kämpft diesen Kampf mit dem Herzen einer Löwin, so wie nur eine Mutter für ihr Kind kämpfen kann und aufgeben ist dabei keine Option.
Dieses Buch beschreibt sehr eindringlich die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern und ist gleichzeitig ein flammendes Plädoyer für alle Menschen, egal ob Kinder oder Erwachsene, die nicht den Vorstellungen unserer Gesellschaft entsprechen. Es ist ein Buch das ans Herz geht und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.
Anna Mc Partlin versteht es meisterhaft die Protagonisten so darzustellen, dass man sich mit ihnen total identifizieren kann und für kurze Zeit in ihre Haut schlüpft, sich mit ihnen freut und mit ihnen leidet. Dieses Buch macht jedoch auch Hoffnung auf eine bessere Welt, in der Menschen von sämtlichen Vorurteilen befreit, zusammen leben werden.
?Irgendwo im Glück? bekommt von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Gudrun67:
mal was anderes, das sicherlich polarisieren wird
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Das Thema an sich spaltet sicherlich sowieso die Gemüter und polarisiert.
So, wie die Autorin mit ihrer fiktiven Geschichte, die sie hervorragend mit Ausschnitten des Sachbuches "Life Before Life: Children´s Memories of Previous Lives" von Dr. Tucker verknüpft hat, die Ereignisse und Vorgehensweisen schildert, berührt das allemal.
Oft musste ich innehalten und reflektieren, weil das Erwähnte so emotional und ergreifend dargestellt wurde.
Das Buch handelt von Noah, der sich durch sein Verhalten von anderen abgrenzt und auch in anderen Dingen "Auffälligkeiten" zeigt. Seine Mutter Janie setzt alles daran, ihm zu helfen und trifft dabei auf Dr. Anderson.
Werden Janie und Dr. Anderson, deren beider Leben auch noch aus weiteren Gründen aus den Fugen geraten ist, Noah und sich selbst helfen können?
Eigentlich sind es aber viel mehr Protagonisten, denn zur Hauptgeschichte sind viele, genauso ergreifende Nebengeschichten enthalten, die zum Ende hin dann ein Ganzes ergeben.
Sehr interessant und aufschlußreich sind auch noch das Lokalkolorit zum Beispiel von Thailand und vieler anderer Orte. Hier werden Sitten und Gebräuche ebenso wie Land und Leute wunderbar geschildert.
Äußerst mitfühlend werden die Geschehnisse erläutert. Die Autorin hat die Charaktere so dargestellt, dass der Leser sich in die jeweilige Person hineinversetzen und deren Handlungen und Beweggründe sehr gut nachvollziehen kann.
Vielerlei Gefühlsregungen von Verzweiflung bis zu Glücksgefühlen werden treffend und emotional anrührend geschildert.
Mein Fazit: mal was anderes, das sicherlich polarisieren wird
Rezensionen von britta70:
Düsteres Endzeitszenario
Am Ende aller Zeiten von Walker Adrian J
Edgar ist Mitte dreißig, hat Frau und zwei Kinder, ebenso wie einen Job. Doch ist er dennoch mit sich und dem Leben unzufrieden. Doch ein plötzliches Ereignis wühlt alles durcheinander und fordert ihn, wie nie zuvor: Durch einen Asteroideneinschlag werden die britischen Inseln verwüstet. Eds Familie hat Glück im Unglück: Sie kann sich in den Keller retten und überlebt.
Nach ihrer Rettung jedoch kommt es zu einer schicksalhaften Trennung, denn Edgar verpasst die Evakuierung von Frau und Kindern. Fortan ist er 500 Meilen von seiner Familie getrennt. Diese gilt es laufend durch ein sterbendes Land, in den es kaum Überlebende gibt und in dem Willkür und Gewalt vorherrschen, zu überwinden. Wird Edgar rechtzeitig die Schiffe erreichen, die seine Familie außer Landes bringen sollen?
Ich war sehr gespannt auf das Buch von Adrian J. Walker, denn mich interessierte, wie die Endzeitthematik hier umgesetzt wurde. Von Schreibstil her ist die Geschichte sehr gut lesbar. Es gibt eher spannendere, aber auch recht schleppende Passagen. Besonders interessant wurde es für mich immer dort, wo es um die Beschreibung der Verwüstung und deren Folgen ging. Gepackt hat mich auch das Ende, mit dem ich in der offenen Ausgestaltung recht gut leben kann. Dennoch konnte mich das Buch leider nicht begeistern. Über weite Strecken plätscherte das Geschehen für mich dahin. Ich hätte mir weit konkretere und detailliertere Beschreibungen des Überlebenskampfes gewünscht. Immerhin durchläuft Edgar eine Entwicklung, die man ihm nicht unbedingt zugetraut hätte. Trotzdem blieben die Charaktere für mich insgesamt etwas blass, ich konnte mich mit ihnen weder identifizieren, noch richtig an ihnen reiben. Sicherlich ein Buch, das kontrovers aufgenommen wird.
Rezensionen von Henny176:
500 Meilen mit einigen Längen
Am Ende aller Zeiten von Walker Adrian J
Klappentext:
Wie weit würdest du gehen? für die, die du liebst?
Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer weiß er nur eins: So kann es nicht weitergehen.
Als das Ende kommt, kommt es von oben: Asteroideneinschläge verwüsten die Britischen Inseln.
Städte, Straßen, Internet - all das gehört plötzlich der Vergangenheit an. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Edgar wird von seiner Familie getrennt und vor die größte Herausforderung seines Lebens gestellt: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er von Schottland nach Cornwall laufen, 500 Meilen durch ein sterbendes Land. Und er muss zu dem Mann werden der er schon immer sein wollte.
Meinung:
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte ich mich recht schnell an den Schreibstil des Autors gewöhnt und konnte das Buch dann ziemlich flott weglesen. Genauso hatte ich meine Startschwierigkeiten mit dem Hauptprotagonisten Edgar (Ed). Dieser war mir zu Beginn des Buches leider ziemlich unsympathisch und ist auch im Laufe der Geschichte nicht gerade mein Liebling geworden. Die Geschichte an sich fand ich im Grunde schon recht spannend aber es gab immer wieder Abschnitte die sich ziemlich in die Länge gezogen haben. An manchen Stellen wurde es mir auch einfach ein bisschen zu philosophisch oder zu abgespacet. Mache Sachen waren für mich auch leider nicht ganz schlüssig und am Ende blieben für meinen Geschmack zu viele offene Fragen übrig.
Fazit:
Spannende Grundidee, aber eine Umsetzung die nicht wirklich meinen Erwartungen entsprochen hat.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Essen- cool und abgefahren
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
Eine absolut schräge Geschichte, und egal, was der Verlag über Familie und Freunde und Beziehungen ankündigt- es geht ums ESSEN.
Am Anfang gibt es Lutefisk, norwegischen Stockfisch, der mit Ätznatron behandelt wird. Das ist keine Erfindung des Autors, sondern ein echtes Weihnachtsrezept aus Norwegen.
Auch Fischstäbchen und Fast food haben ihren Platz, genauso wie hausgemachte süße Riegel, die nach glücklicher Kindheit schmecken.
Manchmal gibt es Chili, so scharf, dass es wie Feuer brennt, aber auch Essen für Gesundheitsfanatiker mit wenig Geschmack und kaum Kalorien.
Das Kobe-Rind darf nicht fehlen, sautierter Zander ist dabei und handgepflückter Zuckermais, bei dem man weiß, aus welcher Ackerfurche er kommt. Das alles natürlich mit passender Weinbegleitung.
Bei dieser Bandbreite an Betrachtungen über das Essen ist die Familiengeschichte rund um Spitzenköchin Eva Thorwald eigentlich nur die Klammer, die am Schluss alle zusammenführt.
Schon jedes Kapitel für sich ist eine geniale Milieuschilderung unserer Zeit, in der das Essen, oder besser gesagt das Food&Cook-Thema zum allgemeinen Trend geworden ist. Kein Sender ohne Kochshow, keine Verlag ohne Kochbücher, ganz zu schweigen von den zahllosen Foodbloggern.
Wie gesagt, eine schräge Geschichte, die mir auf die Dauer nur zu detailreich war, auch habe ich viele Ausdrücke und Zutaten gar nicht gekannt, manches nur noch quergelesen.
Unvergesslich allerdings sind Lutefisk und Papprikermammelarde
Rezensionen von HEYN Leserunde Silvia Grutze:
Paprikamarmelade- der Erfolg liegt im Geschmack!
Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von Stradal J. Ryan
...ich war sprichwörtlich Feuer und Flamme, von der Schärfe (weil ich diesbezüglich ein Weichei bin) - der Roman ist leicht zu lesen mit versuchten amerikanischem Humor, welcher bei mir nicht immer so angekommen ist, da die Geschichte zeitweise ziemlich traurig und nachdenklich macht. Ein Roman für zwischendurch, die einzelnen Kurzgeschichten sind ein wenig irreführend, und ich musste einige Seiten zurückblättern um dem Verlauf der Geschichte und den einzelnen Personen zu folgen.
Doch ab dem Zeitpunkt der Sonntagsdinner war ich nur mehr hungrig und es wird noch besser beim Weiterlesen, man möchte gerne in der Welt der Küche experimentieren. Eva Thorvald die Protagonistin dieses Romans kommt sehr gut durchs Leben, obwohl sie als Baby beide Elternteile verloren hat. Den Vater durch den Tod und ihre Mutter hat sich die Mutterrolle nicht zugetraut, sie war überfordert und wollte Ihren Beruf als Sommeliere leben. Es hat mich traurig gemacht, dass Eva der wahre Vater verschwiegen wurde und sie erst mit 15 Jahre durch das heimliche auffinden Ihrer Geburtsurkunde ihre Wurzeln fand. Eva wollte immer nur kochen, gut kochen mit den Besten hochwertigsten Zutaten .... zu jedem Preis (Sprichwörtlich) und dass führte Eva auch zum Erfolg und zur angesagtesten Spitzenköchin, welche durch ihre Exklusivität und Geschmacksgabe/sinn so bekannt und beliebt wurde, dass sie auf Jahre im Voraus ausgebucht ist. Cindy - Evas leibliche Mutter trifft ihre Tochter nach Jahren. Cindy bekommt auch die Gelegenheit mit Eva persönlich zu sprechen und durch die vertraute Unterhaltung habe ich das Gefühl, Eva ahnt, dass sie gerade ihre Mutter kennenlernen durfte... und die Zukunft wird sich zeigen...
..lies das Buch, koch nach einem der Rezepte und lade mich oder Freunde ein :-)





