Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rainbowly:
Ich bin total begeistert! Endlich ganz einfach leckeres Brot selber backen!
Brot backen in Perfektion mit Hefe von Lutz Geißler
Erster Satz
"Hartes Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart.", lautet ein altes Sprichwort.
Fakten
Autor: Lutz Geissler
Verlag: Becker Joest Volk Verlag
Erscheinungsdatum: 21.09.2016
Genre: Sachbuch
Seiten: 192
Inhalt
Ganz einfach Brot zuhause selbst backen - ohne ausgefallene Zutaten oder spezielles Backzubehör, nur mit etwas Geduld und dem Plötz-Prinzip!
Gestaltung
Das Buch ist einfach so toll gestaltet! Ich bin total verliebt! Die Bilder, die jedes(!) Rezept begleiten sind großflächig und zum Reinbeißen.
Auch das Inhaltsverzeichnis ist komplett mit kleinen Bilder gestaltet. Die Lesebändchen sind super praktisch. Das Format ist für meinen Geschmack etwas zu groß und unhandlich, aber es macht das Buch auch sehr wertig. Den Schutzumschlag habe ich abgenommen, denn die Umschläge sind immer so empfindlich und das Buch ist darunter genauso schön gestaltet!
Sprache
Der Aufbau ist einfach und klar strukturiert. Erst erzählt Lutz Geissler von seinen Anfängen, die einen schmunzeln und selbst Mut schöpfen lassen. Darauf folgt eine Einführung in das Prinzip, das benötigte Zubehör, die Zutaten - alles sehr interessant und verständlich beschrieben. Dann schlussendlich die Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte - bebildert und gut erklärt. Einzig etwas schade finde ich, dass man (zumindest anfangs) oft zwischen den Arbeitsschritten (S.22) und dem Grundrezept (S.42) hin und her blättern muss.
Dann folgen die Rezepte vom klassischen Weizenbrot, Fladenbrot, Brötchen, Baguette, Pizza über Pain d'Epi, Grissini und Focaccia bis hin zum süßen Rosinenbrot oder Milchzopf - eins sieht leckerer aus als das nächste!
Fazit
Ich freue mich einfach riesig über dieses Buch! Das Nachbacken macht so viel Spaß! Das Ergebnis ist großartig - das Brot sieht toll aus und schmeckt soooooo lecker! Ich habe bisher ein Dreikornbrot und ein Kartoffelbrot gebacken - beides bereits beinahe aufgegessen! Und ich habe nichts weiter gebraucht als Weizenmehl, Roggenmehl, Dinkelmehl, Frischhefe, Wasser, Salz, Kartoffeln, ein paar Schüsseln und Töpfe, eine Waage und meine Rührmaschine (optional!). Bisher habe ich mich immer ein bisschen vor Teigen mit langer Ruhezeit gedrückt, aber es war wirklich einfach und das Ergebnis ist absolut überzeugend! Ich kann mich gar nicht entscheiden welches Rezept ich als Nächstes ausprobieren soll!
Rezensionen von Sanni09:
Absolut lesenswert
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Das Cover ist typisch Anna McPartlin. Ich mag es sehr, wenn die Covers ein bestimmten Wiedererkennungswert haben. Ihre letzten Covers waren in schwarz, was mir optisch etwas besser gefallen hat, da der Kontrast einfach schöner war. Aber das Cover wirkt auf mich trotzdem sehr verspielt und trotzdem übersichtlich.
Etwas schade ist, dass man mit dem Cover so gar nichts mit der Geschichte verbinden kann. Trotzdem finde ich es gut, da es fabenfroh und fröhlich wirkt. Und schließlich bin ich auch so auf das Buch aufmerksam geworden.
Ich habe bisher noch keine Bücher von Anna McPartlin gelesen und war daher sehr gespannt auf ihren Schreibstil. Dieser hat mir wirklich sehr gefallen. Ich kam schnell in das Buch rein und es hat sich sehr flüssig gelesen. Sie weiß, wie man den Leser mitreisen kann und Emotionen in einem hervorruft.
Das Buch greift ein trauriges Ereignis auf, mit dem Verschwinden von Jeremy. Gleichzeitig wird ein sehr wichtiges und besonders für die Zeit 1995, in dem das Buch spielt, tabu Thema aufgegriffen. Auch die häusliche Gewalt von Maisies Exmann kommt immer wieder zur Sprache. Das hat die Autorin in diesem Buch wirklich sehr gut gemacht.
Die Protagonisten sind gut gelungen. Jeremy und auch Rave waren mir gleich sympathisch. Auch Maisie und ihre Familie mochte ich und sie kamen sehr authentisch rüber. Besonders Maisie selbst habe ich sehr ins Herz geschlossen und bewundere sie für ihre Stärke.
In diesem Buch geht es um so viele Themen, die Anna McPartlin sehr gut in einer wunderbaren Geschichte untergebracht hat. Absolut lesenswert.
Rezensionen von Mareike91:
Spurlos verschwunden...
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Mit ihrem angenehm zu lesenden Schreibstil gelingt es Anna McPartlin den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Emotionsreich und bildhaft schildert sie in ?Irgendwo in Glück? die bewegende Geschichte von Maisie Bean und ihrer Familie. Ich persönlich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert, -gebangt und -gehofft und brauchte zum Ende hin auch die vorsorglich schon bereitgelegten Taschentücher.
Die Charaktere sind allesamt sehr vielschichtig und authentisch. Maisie ist eine bewundernswerte, starke Frau, die viel Gewalt erlebt hat, und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. Sie war mir von Beginn an sympathisch.
Ihre beiden Kinder, Jeremy und Valerie, könnten unterschiedlicher kaum sein. Der sensible Jeremy ist mit seinen 16 Jahren sehr erwachsen, kümmert sich fürsorglich um seine Oma (wenn Maisie nicht da ist) und ist eigentlich sehr verlässlich, weshalb sein Verschwinden umso rätselhafter ist. Valerie hingegen ist oftmals sehr aufbrausend und temperamentvoll, wodurch man sie fälschlicherweise auf den ersten Blick vielleicht als Zicke bezeichnen würde. Im Grunde ist sie aber ein liebenswertes Mädchen, dass manchmal einfach nicht weiß wohin mit ihren Gefühlen.
Auch die anderen Charaktere, wie bspw. Jeremys bester Freund Rave, Polizist Fred, Maisies Mutter Bridie oder ihre Freundin Lynn ? sind absolut gelungen.
Das Buch beginnt an dem Tag, an dem Jeremy verschwindet. Er trifft sich abends heimlich mit Freunden im Park und kehrt nicht zurück. Der Leser durchlebt zusammen mit Maisie und ihrer Familie die Tage danach, die geprägt sind von der Sorge und Angst um Jeremy, Ratlosigkeit und Unverständnis über sein Verschwinden, der Hoffnung, ihn und Rave lebend wiederzufinden und natürlich der verzweifelten Suche. Auch der Leser weiß nicht, was sich im Laufe des besagten Abends noch ereignet hat. Erst Stück für Stück erfährt er aus Jeremys Sicht, was geschah und somit den Grund für sein Verschwinden. Obwohl man bereits aus dem Prolog mehr oder weniger weiß, wie es am Ende ausgehen wird, und man sich im Laufe des Buches einiges erschließen kann, ist der schlussendliche Ausgang doch überraschend, schockierend und sehr bewegend.
Schon von Beginn des Buches an zeichnet sich ab, dass Jeremy homosexuell ist. Die 1995 in Irland herrschende Intoleranz und Ablehnung der Gesellschaft gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren sind maßgeblich für den Ausgang der Geschichte verantwortlich. Die Autorin kritisiert die gesellschaftliche Haltung, sowohl damals als auch heute, und regt den Leser zum Nachdenken (und vielleicht auch Überdenken seiner Meinung) an.
Neben Jeremys Homosexualität spielt auch die Demenzerkrankung von Maisies Mutter Bridie eine große Rolle. Die Autorin konfrontiert den Leser mit der erschreckenden und ungeschönten Wahrheit über die Krankheit? Von einer Sekunde ist Bridie wie ausgewechselt. Zielloses Herumirren, Angst, die in Aggressivität umschlägt, und Apartheit sind nur einige der Symptome, unten denen sie leidet. Bridie scheint immer mehr nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein. Aber der Leser erlebt nicht nur, was es heißt, demenzkrank zu sein, sondern auch, wie schwer die Pflege und der Umgang für die Angehörigen ist.
Fazit:
Mit ?Irgendwo im Glück? gelingt es Anna McPartlin erneut, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und lässt ihn in eine Geschichte eintauchen, die berührt, zum Nachdenken anregt und ihn auch lange nach der letzten Seite nicht loslässt. Nachdem die Autorin letztes Jahr bereits mit ?Die letzten Tage von Rabbit Hayes? zu meinen absoluten Jahreshighlights gehörte, tut sie es dieses Jahr definitiv wieder mit diesem wundervollen Buch. Ein absolutes Must-Read!
Rezensionen von Landbiene:
Irgendwo im Glück von Anna McPartlin
Eigene Inhaltsangabe:
Maisie Bean hat eine jahrelange Ehe-Hölle hinter sich. Doch Maisie ist eine starke Frau und schafft es irgendwann sich von ihrem gewalttätigen Mann Danny zu trennen.
Zusammen mit ihren beiden Kindern Jeremy und Valerie beginnt sie ein neues Leben.
Zusammen schaffen sie es sogar sich um die liebenswerte, aber demente Großmutter zu kümmern.
Es scheint als ob das Leben es endlich besser mit Maisie meint, doch dann verschwindet urplötzlich Jeremy....
Schreibstil:
Der Schreibstiel der Autorin Anna McPartin lässt sich leicht und locker lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von mehreren Protagonisten im personellen Erzählstil geschildert. Das macht es sehr spannend und man lernt die Protagonisten sehr gut kennen.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind unterschiedlich gekennzeichnet. Es gibt zwar die nummerierten Kapitel, doch zusätzlich sind sie mit Datum oder dem Namen des erzählenden Protagonisten gekennzeichnet.
Allgemeine Meinung:
Irgendwo im Glück ist ein sehr bewegender, emotionaler Roman mit sehr starken und gut ausgearbeiteten Protagonisten.
Man lernt alle gut kennen und keiner wirkt blass. Maisie und ihre Familie wachsen einem sehr ans Herz. In Verbindung mit dem Schreibstil ist der Roman ein echter Pageturner.
Besonders das Thema Gewalt in der Partnerschaft/Ehe werden angesprochen, aber auch Homosexualität. Die Autorin hat hier ein wirklich tolles Buch erschaffen, dass man einfach lesen muss.
Lediglich der Titel und besonders das Cover sind völlig unpassend für diese dramatische Geschichte... Daher einfach ignorieren und lesen!
Rezensionen von AngiF:
Was macht uns glücklich?
Das Leben ist gut von Alex Capus
Max, ein Barbesitzer in einem schweizerischen Städtchen ist Strohwitwer und das für ein ganzes Jahr, da seine Frau, mit der er bereits seit 25 Jahren glücklich zusammen ist, eine Gastprofessur in Paris angenommen hat. Sie, die als junge Frau in den Ort kam und blieb ? der Liebe zu ihm wegen, musste einfach mal wieder raus aus dem Trott, hinein in die Großstadt.
Schon am Morgen nach der Abreise bereut Max seinen Entschluss, seine Frau nicht begleitet zu haben. Nicht, dass er es nicht aushalten könnte in dem kleinen Städtchen, er kennt es ja schon sein ganzes Leben lang, nein, er vermisst sie bereits jetzt. Nun ist Max allein mit seinen drei Jungen und bezwingt den Alltag ohne seine Liebe.
Der Autor Alex Capus beschreibt in seinem neuesten Werk ?Das Leben ist gut? das Leben des Strohwitwers Max, seinen Beruf als Barbesitzer und seine Aufgaben als Vater der drei Söhne. Dies tut er in einer wunderbaren Sprache und einem herrlichen Schreibstil. Alex Capus bedient sich dabei eines hervorragenden feinsinnigen Humors abgeschmeckt mit einem Spritzer Ironie. Alle Charaktere sind dem Autoren außerordentlich geglückt. Da ich bereits die Livelesung des Autors bei Lovelybooks verfolgt hatte, habe ich noch immer seine Stimme und seinen herrlichen Akzent im Ohr, so dass ich das Buch nicht nur gelesen habe, sondern sich in meinem Kopf auch die Stimme Alex Capus' fand. Der Autor wies übrigens bei eben dieser Lesung auch darauf hin, dass es sich in seinem Buch um eine fiktive Geschichte handele und keine Biografie sei. Irritiert sei er darüber, dass er bei seinen früheren Werken immer betont habe, die Geschichten seien genauso passiert und dass man ihm weder bei den anderen Büchern noch jetzt Glauben schenken würde.
Von Herzen gerne vergebe ich diesem zauberhaften und amüsanten Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Gerade im aufkommenden Herbst kann man mit dem Buch entspannende und vergnügliche Lesestunden auf dem Sofa verbringen. Leser mit einer Vorliebe für humoristische Erzählungen werden das Buch lieben und verschlingen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Rebecca, 14 Jahre aus Ebbs.
Das Leben ist gut von Alex Capus
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn es war wirklich super gut geschrieben! Ich würde es für alle empfehlen, die gerne Fantasy-Geschichten lesen.
Der Inhalt:
Charlotte wartet schon sehnsüchtig darauf, endlich ihren Beruf zu erfahren, die per Zufall im Priesterinnentempel auf kleinen Tonscherben zugeteilt werden.
Doch irgendwie ist es dann seltsam, denn darauf steht, dass sie zur Zisterne kommen soll. Aber normalerweise kommen nur Kinder, die magische Fähigkeiten haben, dorthin. Daher KANN es ja gar nicht stimmen. Aber zurzeit tauchen immer wieder Männer der Zisterne bei ihr zuhause auf und fragen nach ihr. Charlotte versteht gar nichts mehr. Als sie von einem Zwerg entführt und kurz darauf von einem Jungen wieder befreit wird, erfährt sie, dass ihre Familie ein großes Geheimnis verbirgt. Und so macht sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter, die ihr vielleicht alles erklären kann ... Doch ob sie ihre Antworten erfährt, werdet ihr selber lesen müssen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Valentina, 8 Jahre aus Bludenz
Ein Fall für Kitti Krimi - Der Kätzchen-Dieb von Kate Pankhurst
Kitti ist ein kleines Mädchen und ist neun Jahre alt. Ihre Freundinnen Holli und Mona haben zusammen mit Kitti den Krimi Club. Alle drei haben eine lebhafte Fantasie. Der Krimi Club wird durch den Kater Watson ergänzt. Es verschwinden immer wieder Katzen in der Gegend um Kitti herum, und das wollen sie und ihre Freundinnen auflösen.
Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Verschwinden der Katzen? Das Buch hat mir nicht so gut gefallen, es war sehr sprunghaft geschrieben, und ich habe die Geschichte nur schwer verstanden. Die größte Schwierigkeit stellten allerdings die vielen Schriftarten dar. Es war dadurch schwer zu lesen, und ich empfehle das Buch daher auch eher 3. oder 4. Klässler, vielleicht haben diese weniger Mühe damit!
Rezensionen von csac:
Wundersames "Träume-Buch" für große und kleine Träumer
Wir träumen uns ein Land von Georg Bydlinski
"Gib mir deine Hand, wir träumen uns ein Land", heißt eines der Kurztexte zu wundersam magischen und anrührenden Illustrationen. Dazwischen zwölf kurze fantastisch-träumerische Geschichten vom "Hinzel-Henzel-Hunzelmann", den "Streithasen", vom "Herrn Gump und dem Glück", und, und, und.
..Meiner Tochter (Grundschule) haben die Geschichten wahnsinnig gut gefallen, die zum Nachdenken und Austausch anregen. Unser älteste Sohn (zehn Jahre) fand die Erzählungen merkwürdig skurril, konnte aber auch nicht von ihnen lassen. Ich selbst (Mutter) fühlte mich bereits durch die Illustrationen sehr angesprochen, verzaubert und in eine andere Welt versetzt. Das Vorlesen verstärkte diesen Eindruck noch.
Faszit: Ein wunderbares Büchlein für die ruhigere Zeit im Jahr, zum Lesen, Betrachten und einfach nur zum Staunen!
Rezensionen von csac:
Ein Buch, das Lust am Lesen, am Schreiben und an Sprache generell vermittelt und die Phantasie anregt
Neue Lese-Rezepte von Maria Theresia Rössler; Gudrun Sulzenbacher
Dieses Buch begeistert mich. Eigentlich wendet es sich ja an Bibliothekare oder Lehrer, ich denke aber, es könnte für alle interessant sein, die Kindern Freude am Lesen, an Büchern, an Sprache und Literatur vermitteln wollen. In insgesamt 27 "Rezepten" stellen die beiden Autorinnen Schritt für Schritt Methoden und Projekte vor, durch welche Kindern (vorwiegend ab dem Grundschulalter, adaptiert aber sicher auch schon ab dem Vorschulalter nutzbar) zur Auseinandersetzung mit der Materie "Buch" animiert werden.
Alle Vorschläge wurden von den Autorinnen bereits erprobt, zahlreiche Bilder untermauern dabei den Fun-Faktor dieser Experimente.
Dabei erfolgt der Zugang auf mehreren Ebenen: Neben den Schlüsselkompetenzen wie Lesen, Hören, Sprechen, Schreiben, erfolgt die Auseinandersetzung mit den Büchern etwa auch visuell (Bilder lesen lernen), so z.B. über Galerien, in denen Bilder aus Bücher ausgestellt und in einem spannenden Forschungsprozess und Detektivarbeit den einzelnen Büchern wieder zugeordnet werden sollen. Da werden Inszenierungen und Rituale im Umgang mit Büchern erprobt, Lieder zu Texten gefunden und vertont, einzelne Elemente nachgebastelt (etwa ein "Wutdrache"), und, und , und...
Dieses Buch macht Lust, selbst mal eine Schreibwerkstatt oder ein Leseprojekt mit Kindern durchzuführen - mit diesen genauen Anleitungen kann dabei gar nichts mehr schief gehen. Es macht Lust, mit Kindern zu experimentieren, Bilder als Ausgang für Entdeckungsreisen zu nutzen und Sachbücher als Aufbruch in neue phantasievolle Welten zu betrachten. Es macht Sinn. Und es sollte Pflichtlektüre für Deutschlehrer, Bibliothekare und allen Menschen sein sollte, die kreativ mit Kindern arbeiten und mal aus dem "Alltagsgrau" ausbrechen möchten.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
?Am Boden des Zylinders ist nichts?
Nach einer wahren Geschichte von Delphine de Vigan
?Nach einer wahren Geschichte? hieß bei mir während der Lektüre (bis vor dem letzten Kapitel) ?Delphine de Vigan? ? ein Freud'scher Fehler für das Buch aus Sicht einer Ich-Erzählerin, die sehr auf die Autorin selbst anspielt. Sie berichtet von der großen Erschöpfung und Überforderung infolge der Veröffentlichung ihres vorangegangenen Romans (der wiederum eindeutig auf Vigans ?Das Lächeln meiner Mutter? anspielt), hervorgerufen insbesondere durch ihr Gefühl, von den Reaktionen der Öffentlichkeit darauf überrollt worden zu sein, davon, wie stark sich völlig Fremde identifizieren mit den geschilderten psychischen Problemen, allen Details nachspürten, sie auf ihren Realitätsgehalt nachprüften; sie fühlt sich wohl vereinnahmt.
Das Buch wirkte sehr ?französisch? auf mich, Lesern der Leserunde ging es ähnlich ? ich kann das nicht wirklich genauer spezifizieren: Ist es die Tatsache, dass das Leben in Paris, mit den Gassen, den Bars quasi eine eigene Figur in der Handlung ist? Oder ist es dieser Stil wie auch in manchen französischen Filmen, bei denen man irgendwo einsteigt, sich nicht so ganz sicher ist, was genau die Handlung ist ? aber es ist irgendwie sehr elegant und vor allem sehr eloquent ? und genauso ?irgendwo? ist das Werk auch wieder vorbei. Ja, da ist durchaus ein süffisanter Unterton von mir enthalten und ja, auch ich bin wohl eher von US-Filmen oder der Überschaubarkeit der Handlungsfolge deutscher Filme geprägt. In den meisten Phasen (vom letzten Kapitel abgesehen) wirkte die ?wahre Geschichte? sehr selbstbezogen auf mich ? das sollte vielleicht nicht überraschen bei einem (eventuell?) autobiographischen Werk, aber es macht für mich durchaus einen Unterschied aus, ob jemand wie Meyerhoff ?Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke? über längere Zeiträume und verschiedene Personen schreibt ? oder wie hier oft gefühlt auf der Stelle verharrt (ja, bis auf das letzte Kapitel). "Aber jedes Schreiben über sich selbst ist ein Roman. Der Bericht ist Illusion. Kein Buch dürfte diese Bezeichnung tragen." S. 76. Selbst Jan-Philipp Reemtsma schreibt in dem Bericht über seine eigene Entführung ?Im Keller? nach meinem Empfinden weniger über sich. Das Buch liest sich leicht, angenehm ? aber ich brauchte mehrere Anläufe ob des ?Kreisens um sich selbst?. Phasenweise wurde mir dabei langweilig, auch wenn viele Sätze im Buch ?hübsch? zu lesen sind: ?Wenn du nicht die kleine Verrücktheit an jemandem erkennst, kannst du ihn nicht lieben. Wenn du seinen Funken Wahnsinn nicht erkennst, verpasst du den Menschen. Der Funke Wahnsinn in ihm ist die Quelle seines Charmes.? S. 128
Abwechslung brachten Gedanken zu Parallelen in Buch und Film: Ist ?L.? nur imaginär wie bei ?A beautiful Mind? oder ?Fight Club? ? ist sie eine Gestörte, die das Leben von Delphine übernehmen will wie in ?Jung, weiblich, ledig sucht??? Ich musste beim Lesen recht früh an einen Val McDermid Thriller namens ?The Vanishing Point? (deutsch: ?Der Verrat? ? KEIN Tony Hill/Carol Jordan ? Fall, sondern eigenständig) denken ? es erschien mir im Anfang so, als sei ?L.? praktisch die Stephanie im Thriller, eine Ghostwriterin, die aber immer mehr ins Leben einer ?Klientin? gezogen wird, praktisch der umgekehrte Ansatz. Damit hat die Autorin wohl erreicht, was sie wollte, da sie mich in das Verzerrspiel hineingezogen hat, ob L. existiert, das alter ego ist, eine vielleicht gefährliche Fremde, die gespaltene Persönlichkeit ? ob L. = elle, also ?sie? zu lesen ist. Ja, alle Gedanken kamen. Im Anfang. Im zähen Mittelteil interessierte es mich nicht mehr, ich wollte das Buch nur hinter mich bringen.
Interviews mit der Autorin deuten folgendes an: de Vigan war verstört davon, wie sehr Leser bei dem Buch über ihre Mutter die Authentizität jedes Satzes überprüften. ?Nach einer wahren Geschichte? sei die Antwort darauf, ein Spiel um Wahr und Falsch, Fiktion und Realität, Roman und Autobiographie. Aha. Ehrlich gesagt - das ist wie bei Menschen, die jedes Detail ihres Lebens ins Internet stellen und dann über Reaktionen erstaunt zu sein. Das ist nett als intellektuelles Gedankenspiel, hübsch anzusehen und mir zu viel, zu selbstbezogen. Ich lese Thriller, ohne mich zu fragen, wie der Autor auf so kranke Gedanken kommt ? immerhin lese ich so kranke Gedanken ja selbst. Wenn bei einem Autor immer gerettete Tiere vorkommen, glaube ich, dass ihn das interessiert ? oder aufregt, aber das ist mehr eine Randnotiz. Ich würde den Autor Scheibe gerne fragen, warum jemand bei ?Kollisionen? Asche isst ? weil ich das nicht zuordnen kann; ob er das selbst tut, will ich nicht wissen. Ich würde bestimmte Schauspieler um ein Autogramm bitten, aber kein Selfie machen (ich fotografiere nicht einmal im Urlaub, ich erlebe ihn lieber) ? ob sie verheiratet sind, Alkoholiker?interessiert mich nicht. Elena Ferrante ist gerade ?enttarnt? worden ? und? Entschuldigung, aber: in China fällt gerade ein Sack Reis um. Einmal ehrlich: Autoren, Komponisten, Schauspieler etc. leben von ? Publikum. Von meinem Bäcker will ich dagegen wissen, ob er sich generell die Hände wäscht, vernünftige Ausgangsprodukte nutzt, etc. Wo ist da der Unterschied? Der Bäcker lernt sein Handwerk während der Ausbildung von seinem Meister, der Schule, dem, was die Großmutter buk, unterwegs von anderen ? der Schriftsteller begegnet Menschen, wird Bücher gelesen haben,?
Dann kam ? das letzte Kapitel. Ohne das hätte ich das Buch zwar intelligent gefunden, aber zu meta, zu ich-bezogen, zu selbstmitleidig, zu sehr verloren im Diskurs über Fiktion und Wahrheit. Um in den Vergleichen mit der Filmwelt zu bleiben: das letzte Kapitel, und das erst auf den letzten Seiten, bietet so etwas wie den Moment in ?Men in Black?, wenn der Blick von den Protagonisten zurückgeht und man sieht, wie die Erde zu einer Murmel im Spiel von Aliens wird. https://www.youtube.com/watch?v=OKnpPCQyUec
Ja, das war dort cool, das ist es irgendwie auch hier und ich fing an, mir wieder eine Gedankenkette zu machen wie ?eine Person, die sich sich selbst ausdenkt. Eine zweite, eventuell ausgedacht von der ersten, bewusst oder unbewusst, die sich wiederum selbst erfindet aus Figuren, die sich jemand anders ausgedacht hat ? und die erste Person schreibt dann über ? Zusammenbruch meiner Tastatur. Nö.
Folgebuch, das die Autorin gerne hätte: ?Sie? von Stephen King (Schriftsteller wird von Frau gefangen gehalten und zum Schreiben gezwungen?). Dummerweise bekam ich während des mehrfachen Anlaufs auf die zwei ersten Kapitel dieses Buches so etwas wie eine Leseblockade, wollte den Teil ?Depression? nur schnellstmöglich hinter mir lassen?








