Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Wieder wunderbar
Mit Mederia Aufziehende Dunkelheit hat die Autorin Sabine Schulter eine zauberhafte Welt geschaffen in der verschiedene Völker zusammen leben und diese werden nun von einem Jahrhunderte alten Krieg bedroht der Mederia ins Dunkle stürzen kann.
In dieser Zeit begegnet Gray, dem Prinzen der Dämonen seinem Schicksal Lana deren Fähigkeiten er schon früher in seinen Visionen über sein Schicksal gesehen hat.
Eine schöne Geschichte um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Kameradschaft nimmt in Band eins ihren Anfang und der Leser wird in Bann gehalten von Fluchten und Schlachten die sich durch das ganze Buch ziehen. Magie und Fantasy sind hier gut miteinander verwoben und eine Hight Fantasy Reihe hat ihren guten Anfang.
Sabine Schulter hat eine ruhige schnörkellose Erzählweise die mich immer wieder in den Bann zieht. Ihre Charaktere sind gut ausgebaut und passend aufeinander abgestimmt. Es gibt Gute und Böse und solche in Grauzonen. Schon heute freue ich mich auf den Nachfolgeband und etliche Stunden guter Unterhaltung.
Rezensionen von niknak:
Ein Tango Tanzkurs
Inhalt:
Carl ist 50 und sitzt immer zu Hause rum. Eines Tages sieht er aus dem Fenster und beobachtet ein Paar beim Tango tanzen. Er will zu ihnen gehn und entdeckt dabei eine Werbung für einen Tango Tanzkurs, den er anschließend besucht. Wie sich sein Leben dadurch verändert und was beim Tanzkurs alles passiert, müsst ihr selbst lesen.
Mein Kommentar:
Das Buch ist flüssig und leicht geschrieben. Die Autorin hat auf wenigen Seiten einen kurzen Abschnitt aus Carls Leben erzählt. Er beginnt einen Tangotanzkurs, welcher sein Leben verändert. Man erkennt seine Gedanken und weiß wie er sich fühlt.
Als Leser bekommt man einen Eindruck welche positiven Auswirkungen der Tanzkurs auf Carl´s Leben hat. Man fiebert mit ihm mit bis zum Schluss, da nicht ganz klar ist, wie die Geschichte sich entwickeln wird. So bleibt es bis zum Schluss spannend.
Mein Fazit:
Eine nette kurze Unterhaltung für Zwischendurch, in der man selbst Lust bekommt Tango tanzen zu lernen.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Romantische Liebesgeschichte in den Highlands
Highlanderinnen küsst man nicht von Dana S. Jacob
Inhalt:
Fiona, eine stolze Schottin, kämpft darum ihr Dorf vor dem geplanten Bau eines Staudammes zu retten. Sie selbst hat mit den Männern abgeschlossen, bis sie Tom bei einem Tauchgang im Loch Ness kennen lernt. Sie verliebt sich, doch Tom hat ein Geheimnis welches ihre Liebe bzw ihr Dorf in Gefahr bringen kann.
Mein Kommentar:
Das Buch ist sehr flüssig und angenehm geschrieben. Ich wurde von der ersten Seite weg in seinen Bann gezogen und die Seiten flogen nur so dahin.
Es ist eine spannende Geschichte über Fiona, eine Schottin, welche hart um ihr Recht kämpft. Sie ist sehr gut beschrieben und der Leser kann sich gut in ihre Rolle hineinversetzen. Man erfährt viel von ihren Emotionen.
Der Roman hat aber auch noch eine andere Perspektive, die von Tom. Somit hat man eine abwechslungsreiche Erzählung und durch den Wechsel der Perspektive erfährt man das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln. Somit erhält man eine tolle Liebesgeschichte, die von beiden Seiten erzählt wird.
Die Autorin hat es zudem noch geschafft einige Szenen einzufügen, die den Leser zum Lachen bringen. Vor allem die Familie von Fiona sorgt immer wieder für lustige Situationen.
Mir gefällt gut, dass auch Schottland näher beschrieben ist, mit seiner Landschaft aber auch mit ein paar Bräuchen, welche für mich neu waren. So konnte ich in das Leben in Schottland eintauchen und fühlte mich auch mit dem Land ein wenig verbunden.
Die Geschichte blieb bis zum Schluss spannend, da sie sich nicht immer so entwickelt hat, wie man es erwartet. Das gefiel mir gut, denn somit war das Buch nicht vorhersehbar.
Mein Fazit:
Das Buch ist spannend und erzählt eine romantische Liebesgeschichte in den Highlands von Schottland, die gleichzeitig auch etwas über das Land verrät.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von niknak:
Er ist mein Feind? oder etwa nicht?
Highlanderinnen küsst man nicht von Dana S. Jacob
Inhalt:
Roxana Helsing, ist eine sehr gefürchtete Vampirjägerin und besser bekannt unter dem Namen Moarte. Ihr einziges Ziel? So viele Vampire zu töten wie nur möglich und irgendwann IHN umbringen. Was passiert, wenn ein Mord missglückte und sie auf einmal ihrem selbsternannten Feind gegenübersteht? Wenn es sie auch noch vor eine Wahl stellt? Wie wird sie sich entscheiden und hat sie überhaupt eine Wahl?
Mein Kommentar:
Dies ist das erste Buch der Schattenreihe und ich verspreche mir viel von den folgenden Bücher.
Das erste Buch war sehr schön, ist ein guter Auftakt, aber bietet noch Potential nach oben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Ich fand sofort in die Geschichte hinein und konnte das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mir sehr gefesselt und der Spannungsbogen war konstant von Anfang bis zum Ende vorhanden.
Die Handlung gefiel mir wirklich gut. Es gab immer wieder unvorhersehbare und unerwartete Wendungen, sodass das Buch nie langweilig wurde. Leider war das Buch an sich manchmal zu oberflächlich und für mich zu wenig detailliert geschrieben. Man hätte bei diesem Buch noch mindestens 50+ Seiten mehr schreiben können, ohne dass es zu langatmig wird. (z.b: man hätte die Kämpfe besser beschreiben können, oder mehr Vergangenheit von den Hauptpersonen einbauen können, ...)
Mir gefiel die Liebesgeschichte zwischen Roxana, einer Vampirjägerin, und Vlad, einem Vampir, wirklich gut. Bei manchen Szenen fehlten mir ein wenig die Gefühle. Meistens jedoch war die Beziehung sehr schön und mit viel Gefühl beschrieben.
Roxana fällt durch ihre große Klappe auf. Sie ist meist sarkastisch und gefühlskalt, aber sehr mutig. Man kann später nachvollziehen, wieso sie so emotionslos wurde. Vlad wirkt sehr dominant und fast ein wenig überheblich. Dies stört jedoch nicht, sondern macht ihn aus. Ich mochte ihn sehr gerne.
Die Charaktere im allgemeinen kamen sympatisch rüber und in die meisten konnte ich mich hinein versetzen. Ich bin gespannt, welche von ihnen, man im zweiten Teil wieder finden wird und wie sie sich verändern/entwickeln.
Mein Fazit:
Ein sehr tolles Buch, mit ein wenig Potential nach oben für die folgenden Bücher der Serie. Jedoch ein Buch, dass ich wirklich weiterempfehlen kann.
Ganz liebe Grüße,
Niknak
Rezensionen von Shira-Yuri:
gute Unterhaltung für Zwischendurch
Highlanderinnen küsst man nicht von Dana S. Jacob
Klappentext:
Valerie hat alles auf eine Karte gesetzt und ist nach Puerto Nuevo gezogen. Sie hat große Pläne, den Traum irgendwann eine Hauptrolle zu spielen. In einem Musical und auch im Leben ihres persönlichen Prinzen. Derzeit aber kocht sie noch Cappuccino, verkauft Gebäck und hört sich die Befindlichkeiten der allmorgendlichen Kunden im Café an.
Nein, sie beklagt sich nicht. Doch aber wäre alles ein bisschen einfacher, wenn sich wenigstens einer ihrer Wünsche erfüllen würde. Jobs im Theater sind nur leider rar und 'echte' Prinzen dummerweise erst recht. Ob Vito, der eines Tages in ihr Café und Leben stolpert, ihr auf der Suche nach dem großen Glück wohl behilflich sein kann?
Meine Meinung:
Das Buch "Auf ewig Dein" hat mir gut gefallen. Der schreibstil war sehr schön flüssig und leicht, so dass ich sehr gut in die Handlung kam und es mir bildlich vorstellen konnte. Dabei mochte ich die wunderbare und schöne Kulisse sehr, die in dem Buch vorkam.
Die Charaktere waren mir auch alle sehr sympathisch. Valerie mochte ich dabei am meisten. Ihr Charakter hat mir am besten gefallen.
Jedoch fand ich, dass es an manchen Stellen etwas langatmig wurde und man es hätte weglassen können. Die Entwicklung in diesem Buch fand ich sehr schön, ganz besonders die Liebesgeschichte, sie war wiklich hinreißend.
Fazit:
Das Buch "Auf ewig Dein" hat mir sehr gut gefallen. An manchen Stellen war es jedoch etwas langatmig. Ich kann das Buch aber jedem empfehlen, die ein schöne Romanze und ein gutes Buch für zwischendurch suche.
Rezensionen von rewa:
Mörderische Unterhaltung
Highlanderinnen küsst man nicht von Dana S. Jacob
Die beiden Autorinnen Stefanie Gregg und Ingeborg Struckmeyer haben ein witziges Experiment gewagt. Ein Anfang mit zwei verschiedenen Enden. Aus zehn Anfängen sind zwanzig Kurzgeschichten entstanden die von Liebe und Hass erzählen, von Leidenschaft und so manchen Mord. Als Mitglieder der Vereinigung der ,, Mörderischen Schwestern``, kann man sich auf das eine oder andere Gustostückerl kriminalistischer Erzählkunst freuen.
Während eine Frau nach jahrelangen Rachengedanken zur Tat schreitet, erlebt eine andere eine freudige Überraschung.
Dass eine Dreiecksgeschichte ebenfalls ihre Tücken haben kann, müssen die Protagonisten in beiden Geschichten schmerzhaft erfahren.
Es ist als Leser immer interessant, wie die beiden Autorinnen aus einem Beginn zwei ganz unterschiedliche Geschichten darüber schreiben. Während es bei der einen vielleicht ein Happy End gibt, beschert uns die andere eine Leiche.
Es sind oft Geschichten dabei, die zum Nachdenken anregen und nach der Lektüre hat man immer wieder ein beklemmendes Gefühl, weil man erschüttert oder auch einfach ergriffen ist. Man kann in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und selbst bei Mördern empfindet man so manches Mal Mitleid.
So manches Engelchen entwickelt sich zu einem Teufelchen und dass Träume sogar den Tod bringen, würde man auch nicht erwarten.
Dass man sich vor einer Selbsthilfegruppe in Acht nehmen muss, wird auch nicht jedem bekannt sein. Aber spätestens nach der Geschichte, wird so manche Ehefrau vorsichtig sein.
Kulinarische Mordgeschichten dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Obwohl die meisten Geschichten tödlich enden, gibt es aber auch die eine oder andere Kurzgeschichte, die romantisch und gefühlvoll ist und sogar ein Happy End hat.
Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Vor allem kann man bei ,, Liebe, Mord und ein Glas Wein´´ wunderbar unterhalten.
Rezensionen von manu63:
Gute Unterhaltung
Highlanderinnen küsst man nicht von Dana S. Jacob
Band zwei der Reihe rund um die Carhill Sisters der Autorin Kathrin Lichters stellt dieses Mal Lucy und Darrell in den Mittelpunkt. Lucy geht vieles rein Verstandesmäßig an, geht allem auf den Grund und will alles bis ins Detail wissen. Diese Eigenschaft steht ihr aber bei ihrem Liebesleben im Weg und so trifft es sie aus heiterem Himmel als sie ihre Jugendliebe Darrell unverhofft wieder sieht.
Schafft sie es dieses Mal mehr auf ihr Gefühl als auf ihren Verstand zu hören?
Lucy ist für mich ein eher schwieriger Charakter den ich nicht so ganz verstehen kann. Sie steht sich selber im Weg und hat zu wenig Vertrauen zu Darrell. Auch der Grund warum sie sich mit ihrer Zwillingsschwester Mary auseinander gelebt hat, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Die Geschichte rund um Darrell und Lucy ist zwar schön und gut lesbar. Aber für mich etwas schwächer als der erste Teil. Aber wie geschrieben das liegt wohl daran, dass ich Lucys Denkweise nicht so ganz verstehen kann. Die Autorin versucht es zwar gut zu erklären, aber dennoch bleibt bei mir ein Restunverständnis übrig.
Was mir aber sehr gut gefiel ist die Überraschung für Luke, von der Idee her sehr gut durchdacht und gut passend für die Geschichte. Ich bin schon gespannt was die Zukunft für Luke bereit hält, denn es geht hier nicht nur um die Frauen der Familie Carhill, auch der Bruder Luke hat einen guten Anteil am Gesamtkonzept.
Der Schreibstil ist wieder gut gelungen und flüssig lesbar. Die Akzente der Geschichte gut gesetzt und es kommen keine langweiligen und langatmigen Passagen vor. Die Geschichten sind zwar unabhängig lesbar, aber ich würde dennoch empfehlen mit Band eins anzufangen um den gesamten Kontext zu erfassen und man würde sich um einige Stunden Lesevergnügen bringen. Am Anfang der Geschichte tauchen Passagen auf die ich bereits vom ersten Band her kannte, aber da sie aus anderer Sichtweise erzählt wurden war es nicht langweilig.
Rezensionen von manu63:
Schöner Einstieg
Highlanderinnen küsst man nicht von Dana S. Jacob
Mit der Reihe rund um die Carhills lädt die Autorin Kathrin Lichters die Leser ein in eine Welt in der Familie und Freundschaft noch etwas zählt. In mehreren Bänden lässt sie die Carhill Schwestern und ihren Bruder Luke Liebesglück und Liebesleid erleben.
Im ersten Band geht es um Emily und Jake, Emily hat den Tod ihres Mannes Collin noch nicht verwunden und Jake schlägt sich mit den Geistern seiner Vergangenheit herum.
Schaffen es beide den Weg zueinander zu finden, ich habe es auf jeden Fall von Anfang an gehofft. Die Charaktere werden mit Liebe zum Detail dargestellt und die verschiedenen Sichtweisen der Erzählung geben dem Leser gut Einblicke ins Seelenleben der Protagonisten.
Die Geschichte wartet auf mit Romantik, Liebe, Leidenschaft und auch einer Spur von Traurigkeit wenn es darum geht wie Emily und ihre Familie den Tod von Collin verarbeiten. Dabei ist der Schreibstil angenehm lesbar, die Charaktere werden nach und nach klarer und es werden keine langweiligen Nebenschauplätze aufgemacht. Die Geschichte fand ich fesselnd und unterhaltsam und an manchen Stellen auch traurig. Genau die richtige Mischung für mich, um gut unterhalten zu werden und angenehme Lesestunden zu erleben.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Absolute Leseempfehlung: Ein einzigartiges Buch wie ein Schlag, voller Herzblut
Hool von Winkler Philipp
Ich kann Fußball nicht leiden, mag keine Drogen, Hooligans noch weniger ? dieses Buch geht um genau dieses Milieu und doch um viel mehr. Es geht um Familie und Freundschaft, um Leidenschaft und Alltagstrott, Treue, Pflicht, Liebe ? Versagen, Angst, Hoffnungslosigkeit. Man könnte jetzt sagen, Fußball und die Hooligans seien nur Vehikel für die Themen, aber das trifft es auch nicht ? das Buch hätte weder über einen Golfer noch über einen Boxer geschrieben worden sein können.
Ich habe es wie im Rausch verschlungen. Grandios. Mutig ? auch vom Verlag, weil man natürlich erst einmal die Hemmschwelle der Leser (Leserinnen!) durchbrechen muss. Einzigartig, oder, um die Werbung zu bemühen: einzig, nicht artig. Hooligans schlagen sich oder vielmehr (bevorzugt, nach Regeln) einander ? die Sprache ist (nicht im ganzen Buch) rau. Keine Sprache, die ich (sonst) lesen will ? hier passt es. Genau so. Trägt das die Geschichte? Ich hatte Angst vor zu viel Wiederholung rein über die "Matches", aber: das trägt. Autor Philipp Winkler kann das, kann viel viel mehr: Wer zweifelt, bitte unbedingt bis, sagen wir, S. 118 durchhalten ? spätestens da zeigt sich, WAS er alles kann. Poetische Ansätze, Rückblicke, die langsame Entfaltung der GANZEN Geschichte(n) hinter der Geschichte.
Ich-Erzähler Heiko erinnert sich an seine erste Begegnung mit Yvonne, die seine Freundin wurde: "Aber es ging auch mehr um ihr Gesicht. So f**king schön! Ihre Wangen waren richtig glatt, so dass man fürchten müsste abzurutschen, wenn man sie streichelte. Sie liefen zum Mund hin schmaler zu. Ein niedlicher, kurzer Mund. Nicht so breitmaulfroschmäßig wie bei so vielen anderen. Ihre Nase ganz schmal und zart. Kaum Nasenlöcher. Sowieso ist alles an ihr so schmal. Wirkt so zerbrechlich." S. 118 Heiko hat Zeit, viel Zeit neben seinem Job im Gym seines Onkels, der ihn in die Szene brachte, neben Hilfsarbeiten beim Füttern spezieller Tiere von Arnim, bei dem er dafür wohnt, und neben seinen Kumpels und gelegentlich auch seiner Familie. Alles ändert sich gerade.
"Dann steige ich in den Polo und fahre zur Midas-Spielo [Spielothek], die erst um sechs Uhr morgens für eine Stunde schließt, um durchgesaugt zu werden.
Ich setze mich an den Tresen, bestelle mir einen Kaffee nach dem anderen, spiele kein einziges Mal, und wenn ich zwischendurch auf meinen Unterarmen einnicke, fühlt es sich danach an, als wäre ein Jahrzehnt vergangen und wir wären alle alt und grau und könnten endlich auf unser Leben zurückblicken und sagen: Wir bereuen nichts." S. 147
Es gibt viel Hoffnungslosigkeit ? und es gibt die Kumpels. Die Hooligans verabreden sich mit denen anderer Clubs zu "Matches", außerhalb vom eigentlichen Spiel, ein Schlagabtausch im engeren Sinn nach festen Regeln, gleiche Personenzahl, es wird dokumentiert, ohne "Zivilisten" ? wer am Boden liegt und nicht aufsteht, wird nicht mehr geschlagen, ist aber raus. "Es war so ein affengeiles Gefühl, weiß ich noch ganz genau, wie der Pulk an Hools hinter mir herlief. Ich sah mich die ganze Zeit um und fühlte mich wie der Anführer einer verdammten Horde von Nashörnern oder sowas." S. 154 Die anderen, das sind die Polizisten und die Spießer ? aber auch die Rechten ("Natzen"), die Veranstalter von Tierkämpfen oder die Ultras (etwas gelernt, für mich war das "alles eins"). Aber es läuft einiges schief ? manche Familien sind gebeutelt von Schicksalsschlägen, andere geben einfach auf. "Hätten wir. Oder. Hätte ich das Ganze nicht so versaut,?" S. 193
Es wird geschlagen in dem Buch, aber darum geht es nicht. Die Geschichte selbst landet mit einem harten Einschlag beim Leser, es fließt Blut, aber immer geht es um das Herzblut der Protagonisten, die meist eher niemandes Hauptperson sind, aber doch ehrlicherweise nicht so weit weg sind ? außer mir mögen die meisten Deutschen Fußball, die beschriebenen Schicksalsschläge würden jeden aus der Bahn werfen. Vielleicht wirkt das Buch gerade deshalb, weil man das zumindest im Hinterkopf weiß. Unbedingt selbst lesen.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
?Ich wollte inkognito ich sein?
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke von Joachim Meyerhoff
Autor Meyerhoff ist ausgebildeter Schauspieler, in diesem Beruf erfolgreich tätig ? und ich las hier mit Genuss etwas, das ich weniger einen klassischen Roman nennen würde ? die Erzählung ist autobiographisch. Meyerhoff schreibt von seiner Ausbildung zum Schauspieler in München, während der er, aus Norddeutschland kommend, im Haus seiner Großeltern lebte, und verknüpft diese Erzählung mit Anekdoten über seine Großeltern; meist erfolgt der Wechsel kapitelweise, häufig mit Rückblenden in die Vergangenheit.
Dieser Schreibstil wirkt sehr natürlich, fast wie ein Plauderton: Thema soll die Ausbildung sein ? ganz natürlich mischen sich damit die Anekdoten. Oder sind die Großeltern das eigentliche Thema?
Man liest hier über das groß- und bildungsbürgerliche Milieu; die Großeltern wohnen nicht, sie residieren eher in München in einer Villa direkt neben dem Nymphenburger Schloss. ?Viele Male sah ich von hier, wie Gäste nicht einfach den Weg auf das Haus zugingen und dann, sobald sie es erreichten, klingelten, sondern vor der Tür, den Finger schon auf dem Klingelknopf, innehielten. Es war offensichtlich, dass diesen erstarrten Besuchern klar wurde, dass sie sich mit dem Eintreten in das großelterliche Haus für die nächsten Stunden deren Welt unterzuordnen hatten.? S. 17 Das Renommée der Großeltern ist groß: Die Großmutter war Schauspielerin und Schauspiellehrerin, der Großvater Philosoph; der Vater Meyerhoffs war Direktor einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, wodurch der Autor und seine zwei Brüder auf dem Anstaltsgelände heranwuchsen. Überschattet wird der Einstieg ins Erwachsenenleben vom vorangegangenen Unfalltod des mittleren Bruders des Autors ? der Text stellt klar, dass er der Trauer daheim durch den Wegzug zu entgehen trachtete. ?Ich wollte kein Leben, in dem mein Schmerz rücksichtslos jeden Winkel ausleuchtet, ich wollte jugendlichen Leichtsinn.? S. 32 Tod und Krankheit bleiben, so ist nun einmal das Leben, trotzdem Begleiter, der Autor kommentiert nüchtern, fängt das Kuriose in der Tragik ein.
Der Text ist für mich angenehm, im Plauderton ? es gibt viele Stellen, gerade in den Anekdoten über die Großeltern, über die ich, die ich selbst eng mit meinen aufgewachsen bin, schmunzeln oder lächeln kann, so der etwas, hm, höhertourige Getränkekonsum bis hinunter zum Gurgelmittel (mit Enzianschnaps), das letztlich getrunken zur frühmorgendlichen Start-Beschwingtheit führt, oder die ignorierte Schwerhörigkeit. ?Der Gipfel der Absurdität war erreicht, wenn ich mit meinem Großvater telefonierte und meine Großmutter von weit weg etwas rief, was er falsch an mich weitergab. Ich hörte meine Großmutter rufen: ?Herrmann, bitte frag ihn doch, ob er noch Kerzen hat!? Und daraufhin sagte mein Großvater zu mir: ?Ich soll dir sagen, dass sie noch Schmerzen hat!? Ich antwortete: ?Ja, ich glaube oben im Sekretär.? Und mein Großvater nach einer Pause mit leicht besorgter Stimme: ?Junge, wovon sprichst du?? S. 52
Auch die Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule bietet wenig Erholung von Skurrilitäten. ?Folgender Reim sollte meine Lippen beweglicher machen und mit Blut füllen: ?Bald balgen sich die beiden blonden Buben, bald bauen prächtige Burgen sie beim Bach, bald baumeln ihre braun gebrannten Beine vom Blätterbau des Birnenbaums heran.? Am Ende der Stunde hatte ich das Gefühl, mein vegetatives Nervensystem für immer zerschossen zu haben.? S. 93 Dazu kommen Aufgaben wie eine Szene aus Effi Briest als Nilpferd darzustellen oder Spaghetti im kochenden Wasser. Gleichzeitig erfährt der Schauspielschüler einen Mangel an echter Nähe bei permanentem Körper- und Blickkontakt. ?Nur bei meinen Großeltern schloss sich allabendlich die Lücke und ihre Vertrautheit und Zugewandtheit, ihr aus Hochprozentigem geknüpftes Netz fingen mich sicher auf.? S. 111 Das Gefühl des Versagens, der Zerrissenheit hält lange an, bis aus dem Schauspieler auch der Autor Meyerhoff wird, zunächst für eine Bühnenadaption von Goethes Werther (daher der Titel des Buches).
Ich habe die Lektüre wirklich genossen ? mir bleibt nur ein kleines Manko, das ich aber nicht dem Autor anlasten könnte: Das Buch steht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2016, dem Preis, mit dem der ?Roman des Jahres? ausgezeichnet wird. Für die Nominierung ist mir das Werk einfach ?zu viel? Autobiographie und ?zu wenig? Roman. Das tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch ? dazu plaudert Meyerhoff schlicht zu angenehm selbst über die traurigeren Aspekte seines Lebens mit einem leicht selbstironischen Blick auf sich selbst und schlägt damit letztlich eine Brücke zu MEINER geliebten Großmutter: wenn die hinfiel und selbst nicht wieder aufstehen konnte, fing sie stets furchtbar an zu lachen darüber, wie hilflos das wohl aussehen möge. Nicht die schlechteste Einstellung im Leben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inge_Birkmann
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Krings
Folgebuch:
natürlich: Theodor Fontane: ?Effi Briest?
Frederik Backman: ?Britt-Marie war hier? (S. 113 bei Meyerhoff ?Was, überlegte ich, braucht eigentlich mehr Kraft, mehr Mut: etwas durchzuhalten oder etwas abzubrechen??)




